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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 19:52
Zitat von boraboraborabora schrieb:Weil er mit der Flucht u. den Briefen (brisanter Inhalt) und mit dem tatsächlichen Doppelmord konfrontiert wurde.
Er musste das ja irgendwie erklären.
Aber er hätte ja praktisch sofort - wenn Eure These sie nicht zu beschützen sondern zu erpressen logisch erklärbar wäre - genau so reagieren können.

Die Briefe werden vorgelegt oder wie auch immer und er konnte sich sicher sein sie damit ans Messer zu liefern.
Also nichts für ungut, aber auch von ihm stammt ja einiges inhaltliches was ihm danach ausgelegt wurde.

Ich denke die Mitnahme der Briefe war wirklich aus Sentimentalität, manchmal ist es einfacher als man denkt.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 19:55
@Venice2009
Stimmt perfekter hätte es für sie ja eigentlich gar nicht laufen können. Er ab nach Paris, gegen sie gibt es keine Beweise und schon wäre alles gut gewesen.

@Bluelle
Na er hätte sie aber doch nicht ans Messer liefern können ohne sich selbst mit rein zu reißen oder?


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 20:00
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Aber er hätte ja praktisch sofort - wenn Eure These sie nicht zu beschützen sondern zu erpressen logisch erklärbar wäre - genau so reagieren können.
Erst, als sich die Ermittlungen auf die Beiden konzentrierten, fing es doch an.
Warum sollte er sie vorher erpressen, wenn man sich auf ihn noch nicht fokussiert hat.
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Ich denke die Mitnahme der Briefe war wirklich aus Sentimentalität, manchmal ist es einfacher als man denkt.
Passt aber nicht zum Rettungsmotiv.
Wie so vieles nicht.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 20:27
Irgendwie glaube ich, dass es vllt. vorallem das Auftreten Sörings ist, das bei vielen ein so schlechtes Gefühl auslöst.

Ich zumindest finde ihn irritierend selbstgerecht, ganz unabhängig davon, ob er die Taten begangen hat oder nicht.

Denn selbst wenn er es nicht selbst gewesen wäre, hätte er doch zumindest gewusst, was geschehen ist und es gedeckt. Und es auch im Vorfeld nicht versucht zu verhinderdern.

Davon taucht aber in den (mir bekannten) Interviews überhaupt nichts auf. Stattdessen ist er das Opfer, dessen Fehler/Schuld nur in jugendlicher Gutgläubigkeit und Liebe zu suchen ist.

Es ist, als hätte er unfassbar viel Kraft aufgewendet, um frei zu kommen, aber das Verbrechen, 'das Versprechen' nie aufgearbeitet. Dieser anscheinende Mangel an 'soul searching' macht mich irgendwie nervös und ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Mann keine professionelle Hilfe benötigt.

Ich denke, dass es nur noch wenig Menschen gibt, die wirklich wissen müssen, was damals passiert ist, um Frieden zu finden. Es gibt zwei Menschen, die es aufklären könnten, beide sind nachweislich Lügner.

Elizabeth Haysoms Aussagen erscheinen mir recht stringent. Jens Sörings' irgendwie nicht.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 20:46
Für mich persönlich ist klar, dass JS sicher nicht völlig zu unrecht in Haft war. Doch selbst wenn er der alleinige Täter ist -wofür mMn sehr viel spricht-, stellt sich hier eine ganz andere Frage:

Was spricht eigentlich gegen seine Haftentlassung und Abschiebung in die BRD ? Oder anders formuliert: Was spricht dafür, dass er in Haft hätte bleiben müssen oder in der BRD eine "Sicherungsverwahrung" bekommt, was sicher rechtlich nicht möglich ist ?

JS hat schlimmstenfalles zwei Menschen getötet. Das Motiv dafür ist nicht sexueller Natur, es wurde keine psychische Fehlleitung (keine Mordlust etc.) festgestellt, es war keine Habgier im Spiel. Möglicherweise wurde er zu der Tat wehement angestiftet. In meinen Augen gibt es also eigentlich keine nachgewiesenen "niederen Beweggründe". In der BRD hätte er deshalb dafür eher wahrscheinlich keine Sicherungsverwahrung bekommen, sondern 10-15 Jahre ohne Bewährung. Inzwischen hat er über 3 Jahrzehnte im US-Knast verbracht. Somit hätte er quasi bereits zweifach lebenslänglich (nach deutschem Maßstab) hinter sich gebracht.

Warum sollte man davon ausgehen, dass von JS aktuell die Gefahr eines erneuten Kapitalverbrechens ausgeht ? Er wurde rechtskräftig verurteilt und hat über drei Jahrzehnte Haft dafür verbüst. Mir erschließt sich also nicht ganz, warum er bis zu seinem Ableben weggesperrt bleiben sollte ?


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 20:52
Zitat von BurnonedownBurnonedown schrieb:Irgendwie glaube ich, dass es vllt. vorallem das Auftreten Sörings ist, das bei vielen ein so schlechtes Gefühl auslöst.

Ich zumindest finde ihn irritierend selbstgerecht, ganz unabhängig davon, ob er die Taten begangen hat oder nicht.
ich finde du hast es sehr gut in Worte gefasst.

Schon alleine die Art, wie er darüber spricht bzw. die Situation schildert, als sie ihm angeblich die Morde an ihren Eltern gestand. Für ihn war völlig klar gewesen, diese Morde so eben mal auf sich zu nehmen um ihr zu helfen. Das alleine ist schon schwer nachvollziehbar. Dass man tatsächlich sein eigenes Leben, was ja mit 18 Jahren gerade erst richtig anfängt ruiniert, dann auch noch das seiner gesamten Familie. Dafür, dass man eine Doppelmörderin rettet. Ist für mich kaum vorstellbar oder nachvollziehbar.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 20:53
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Was spricht eigentlich gegen seine Haftentlassung und Abschiebung in die BRD ?
Wenig.
Die meisten, die hier Söring für schuldig halten, haben eher ein Problem damit, wie er als unschuldiges Opfer oder gar als Held dargestellt wird.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das Motiv dafür ist nicht sexueller Natur,
Sörings Motivation ist nicht gänzlich klar. U.a. spricht er in seinem Weihnachtsbrief von sexuell motivierten Tötungsphantasien:
Zitat von skullnerdskullnerd schrieb:“I don’t know whether I can resist this. I can see myself depriving people of their property quite easily – your dad, for instance. Even more easily can I see myself depriving many souls (if they exist) of their physical bodies (which might not exist, either) in the course of fulfilling my many, many excessively bizarre sexual fantasies (caused by, I believe, one thirteen year old girl striking me once quite viciously with her riding crop from atop a horse in a German summer camp when I was about to turn ten



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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 20:57
@Venice2009 Vielen Dank für die Liste. Und die Auffrischung!
Als ich es jetzt nochmal las, kam dieses Gefühl von früher wieder - 'die sind beide schuldig wie die Hölle'.
Briefwechsel EH mit JS mit mehr oder weniger konkreten Äußerungen, dass die Eltern aus dem Leben von EH verschwinden sollen. Söring schrieb u.a., dass es in der Gegend der Eltern von EH ja in letzter Zeit mehrfach Überfälle gegeben hätte, dieses Mal könnte es ja auch die Hausherren selbst treffen. In einem weiterem Brief schreibt JS: "I have the dinner scene planned out" (die Haysoms sterben bei einem Abendessen)
Die haben das beide zusammen ausgeheckt und umgesetzt.
Rechtfertigung der Tat von EH immer mit ihrer Lügenkarriere/Borderliner. Seine einschlägigen psychiatrischen Diagnosen aus GB erwähnt er selten bzw. nicht (z.B. psychische Abhängigkeit von EH, Psychose, ...).
Typisch für Hochbegabte. Sich selber aufgrund des Intellekts für ach so überlegen halten, aber sozial oft verkümmert sein.
Mehrfache Geständnisse in GB gegenüber GB-Polizisten und auch gegenüber Gardner/Updike aus den USA, Geständnisse auch gegenüber den Psychiatern, die ihn ärztlich untersuchten und entsprechende Diagnosen stellten. Freiwilliger Verzicht auf einen Anwalt bei den Verhören mit der Polizei. Zusätzliches Geständnis gegenüber einem deutschen Ermittlungsbeamten (Herr König), sein RA Frieser war anwesend.
Am Tatort wurde weder Schmuck noch Geld entwendet ---> Wie passt das zur Drogen/ Junkie Version von JS? 
Passt nicht. Das war eine Beziehungstat.
Geständnis der Tat auch gegenüber seinem Freund Matthias, der das nach seinem Prozess an das Parol Board schrieb.
And, according to Matthias, Soering not only confessed but bragged. He was proud of what he'd done.
auf deutsch: Und, nach Angaben von Matthias, hat Söring nicht nur gestanden, er prahlte sogar damit. Er war stolz darauf, was er getan hat.
Passt.
Kann mir gut vorstellen, dass er immer noch gedacht hat, sein "Diplomatensohn"status wird ihn da raus retten.


USW


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 20:58
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Was spricht eigentlich gegen seine Haftentlassung und Abschiebung in die BRD ? Oder anders formuliert: Was spricht dafür, dass er in Haft hätte bleiben müssen oder in der BRD eine "Sicherungsverwahrung" bekommt, was sicher rechtlich nicht möglich ist ?

JS hat schlimmstenfalles zwei Menschen getötet. Das Motiv dafür ist nicht sexueller Natur, es wurde keine psychische Fehlleitung (keine Mordlust etc.) festgestellt, es war keine Habgier im Spiel. Möglicherweise wurde er zu der Tat wehement angestiftet. In meinen Augen gibt es also eigentlich keine nachgewiesenen "niederen Beweggründe". In der BRD hätte er deshalb dafür eher wahrscheinlich keine Sicherungsverwahrung bekommen, sondern 10-15 Jahre ohne Bewährung. Inzwischen hat er über 3 Jahrzehnte im US-Knast verbracht. Somit hätte er quasi bereits zweifach lebenslänglich (nach deutschem Maßstab) hinter sich gebracht.

Warum sollte man davon ausgehen, dass von JS aktuell die Gefahr eines erneuten Kapitalverbrechens ausgeht ? Er wurde rechtskräftig verurteilt und hat über drei Jahrzehnte Haft dafür verbüst. Mir erschließt sich also nicht ganz, warum er bis zu seinem Ableben weggesperrt bleiben sollte ?
Endlich mal eine nüchterne und vernünftige Bestandsaufnahme. Ich verstehe sowieso nicht, warum so viele hier sich ausgerechnet an Jens Söring abarbeiten. Es gibt ganz andere Dinge und Ungerechtigkeiten, über die man sich mit gutem Grund echauffieren kann. Mich zum Beispiel regt es extrem auf, dass ehemalige Helfershelfer des DDR-Unrechtsregimes straffrei davonkamen. Allein die Vorstellung, dass frühere Stasi-Schergen heute Rente beziehen, jagt meinen Blutdruck in die Höhe. Da ist doch Söring, selbst wenn er die Tat begangen hätte, ein Waisenknabe dagegen.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 21:13
@OnkelJule
Ja wenn man es so sieht ..da bin ich zu 100% bei dir ..aber kann man Über 100 mauertote ( vom Rest der Opfer mal ganz zu schweigen ) gegen 2 Tote in Virginia Mitte der Achtziger aufwiegen , vergleichen ?
Und nichts wurde richtig aufgearbeitet ...( außer Krenz die Pfeife, 4 Jahre f schießbefehl )

Nur Frage bleibt , wie sehen dass die Opferangehörigen . Die Warscheinlichkeit, dass je jemand von uns in so eine fatale Situation ( als opferangehöriger von Tötungsdelikten ) kommt , ist gering . Nur ich befürchte, dann würden die meisten das anders sehen . Nicht jeder ist bereit zu verzeihen .
Ich bewundere Menschen die das können , den Tätern zu vergeben , obwohl ihnen das liebste genommen wurde.

PS . Die 4 Buchstaben Zeitung bringt gerade eine Reise in die Vergangenheit an den Tatort , Wohnhaus Lynchburg , neue Mieter erlauben der BILD einen Blick ins Haus .

Ist irgendwie seltsam. Jahrelang hat die Bild null nichts dazu geschrieben und jetzt tgl im Minutentakt News und Spurensuche,
Leider ist es ein Pay Artikel. Daher kein Link .


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 21:17
Zitat von Mr.StielzMr.Stielz schrieb:Wenig.
Die meisten, die hier Söring für schuldig halten, haben eher ein Problem damit, wie er als unschuldiges Opfer oder gar als Held dargestellt wird.
Das kann ich absolut nachvollziehen. JS ist und bleibt ein rechtskräftig verurteilter Doppelmörder. Das sollte man nicht beschönigen, sondern vielmehr als das ansehen, was es ist: Eine wirklich schlimme Straftat, aufgrund derer man den Täter keinesfalles als Held oder Unschuldsengel sehen darf. Doch losgelöst davon gibt es hier auch einen wichtigen Punkt, der klar gesehen werden sollte:

JS hat dafür eine über drei Jahrzehnte andauernde Haftstrafe verbüst. Soweit wie mir bekannt ist, gab es bislang von der US-Seite keine Feststellung, dass von JS heute eine Gefahr ausgeht. Ehrlich gesagt sehe ich dafür auch keinen Grund zur Annahme, selbst wenn JS sich nicht reumütig gezeigt hat und seine Schuld heute abstreitet. Wir sprechen hier über Verbrechen, Verurteilung, Strafe und Entlassung. Ihn weiterhin festzuhalten bräuchte da eine schlüssige und wasserdichte Begründung. Zumindest hier in der BRD.
Zitat von Mr.StielzMr.Stielz schrieb:Sörings Motivation ist nicht gänzlich klar. U.a. spricht er in seinem Weihnachtsbrief von sexuell motivierten Tötungsphantasien
Es ist vollkommen richtig, dass JS´s Motive nie völlig klar festgestellt wurden. Dennoch sehe ich da heute keine große Gefahr, da er ja zur Ausführung der Tat -relativ sicher durch EH´s Verhalten- bestärkt und/oder angestiftet wurde. Zum Zeitpunkt der Tat, war er nie psychisch auffällig gewesen. Er hatte keine Vorstrafen. Somit kann man mMn aus einer Briefzeile nicht gleich eine konstante, bis heute vorhandene, fortwährende Gefährdung für die Gesellschaft ableiten.
Zitat von OnkelJuleOnkelJule schrieb:Endlich mal eine nüchterne und vernünftige Bestandsaufnahme. Ich verstehe sowieso nicht, warum so viele hier sich ausgerechnet an Jens Söring abarbeiten. Es gibt ganz andere Dinge und Ungerechtigkeiten, über die man sich mit gutem Grund echauffieren kann.
Es gibt weltweit Fälle, wo Täter(innen) nach schwersten Delikten mit als allgemein ungerecht empfundenen Strafen oder sogar straffrei davongekommen sind. Man muß sich nur den Bereich staatlich organisierter Kapitaldelikte (Geheimdienstmorde, politische Morde usw.) anschauen... Doch JS hat ja mehr als 30 Jahre im Knast verbracht. Wenn man sich jene Fälle ansieht, wo Täter nie überführt, Dinge vertuscht und gedeckt wurden.. Da gibt es in der Tat eine Menge Anlass zu Wutausbrüchen.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 21:18
Zitat von OnkelJuleOnkelJule schrieb:Wer wie Söring 33 Jahre gekämpft und sich nicht hat unterkriegen lassen, kann anderen Menschen glaubhaft beibringen, wie man schwere Lebenskrisen bewältigt.
Wer wie JS nachweislich zwei Menschen abgeschlachtet hat, taugt wohl kaum als Motivationscoach. Das ist ja eine absurde Vorstellung.

Das umfangreiche Gutachten von TH wird unserem Rosenkavalier noch mehr Probleme bereiten, als er derzeit annimmt.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 21:24
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:. Dennoch sehe ich da heute keine große Gefahr, da er ja zur Ausführung der Tat -relativ sicher durch EH´s Verhalten- bestärkt und/oder angestiftet wurde. Zum Zeitpunkt der Tat, war er nie psychisch auffällig gewesen. Er hatte keine Vorstrafen. Somit kann man mMn aus einer Briefzeile nicht gleich eine konstante, bis heute vorhandene, fortwährende Gefährdung für die Gesellschaft ableiten.
Was sagt das schon aus? Ich finde, gar nichts.
So könnte es ein Gefangener, der sich für den Nabel der Welt hält, sowieso als dreist empfinden, das man ihn eingesperrt hat. Es kann sich Hass aufbauen, der sich irgendwann entlädt.

Vermutlich wird er nicht mal mehr einen Kaugummi klauen, aus Angst, ins Gefängnis zu wandern.
Meine Hand dafür würde ich jedoch nicht ins Feuer legen ;)


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 21:50
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Die Warscheinlichkeit, dass je jemand von uns in so eine fatale Situation ( als opferangehöriger von Tötungsdelikten ) kommt , ist gering . Nur ich befürchte, dann würden die meisten das anders sehen . Nicht jeder ist bereit zu verzeihen .
Ich bewundere Menschen die das können , den Tätern zu vergeben , obwohl ihnen das liebste genommen wurde.
Das ist sicherlich richtig. Es geht hier aber nicht um das Verzeihen oder Rache. Es geht darum, ob man einen rechtmäßig verurteilten Mörder nach über drei Jahrzehnten der Haft wieder freilassen kann oder nicht. Die Hürden für die Anordnung einer Sicherungsverwahrung sind in der BRD nicht ohne Grund hoch. Zumeist sind sie an die Gründe für das jeweilige Verbrechen gekoppelt und daran, ob von jenem Täter eine dauerhafte Gefährdung ausgeht. Ist diese Gefährdung nicht vorhanden, kommt der Täter nach der Regelhaft frei.
Zitat von boraboraborabora schrieb:Was sagt das schon aus? Ich finde, gar nichts.
So könnte es ein Gefangener, der sich für den Nabel der Welt hält, sowieso als dreist empfinden, das man ihn eingesperrt hat. Es kann sich Hass aufbauen, der sich irgendwann entlädt.
Man kann den Menschen nur vor den Kopf schauen. Dadurch kommt es ja auch regelmäßig zu Fehleinschätzungen und Gefährder kommen frei, die dann zu Wiederholungstätern werden. Doch so sieht das Rechtssystem aus. Auf Mord steht -zumindest hierzulande- keine grundsätzliche Regelhaft bis zum tatsächlichen Ableben, auch wenn es lebenslänglich heißt.
Zitat von boraboraborabora schrieb:Vermutlich wird er nicht mal mehr einen Kaugummi klauen, aus Angst, ins Gefängnis zu wandern.
Meine Hand dafür würde ich jedoch nicht ins Feuer legen ;)
Niemand kann garantieren, dass ein Mensch nicht oder nicht wiederholt ein Verbrechen begeht. Auch ein Mensch, der 60 Jahre ohne jede Straftat vernbracht hat, kann plötzlich zum Mörder werden. Genauso kann ein verurteilter Verbrecher, der seine Strafe verbüst hat, zum Wiederholungstäter werden.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 21:58
@Slaterator
Also ich persönlich denke nicht das von ihm noch eine Gefahr ausgeht, aber ich finde es einfach nicht richtig das nicht richtig berichtet wird und meistens gar nicht darauf eingegangen wird was alles für ihn als Täter gesprochen hat. Von mir aus kann der ruhig frei sein, aber er sollte jetzt nicht durch die ganze medienwelt tingeln, sondern sich einfach aus der Öffentlichkeit zurück ziehen. Ich glaub aber kaum das das passiert. Warten wir mal ab was noch alles kommt, die Zeitung mit den vier Buchstaben ist ja schon sehr nah an ihm dran.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 22:01
@stefan33

Das war vor seiner Freilassung. Der hätte alles erzählt um 'raus zu kommen.

Wie kann einer, der einen Mord gedeckt hat, wenn nicht verübt, ein "Opfer" sein?

So oder so hat er massiv Dreck am Stecken. Man kann es drehen und wenden wie man will, die Drehungen und Wendungen eines J. Söring machen ihn auch im für ihn günstigsten Fall nicht zum Opfer.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 22:09
Zitat von msbarnabymsbarnaby schrieb:Kann mir gut vorstellen, dass er immer noch gedacht hat, sein "Diplomatensohn"status wird ihn da raus retten.
und am Ende hat ihm dieser Status wahrscheinlich tatsächlich auch geholfen.

Ich denke wenn er den Bildungsstand bzw. den familiären Hintergrund eines Riechmanns gehabt hätte (das ist nicht abwertend gemeint) hätte sich niemand weiter für ihn interessiert, geschweige denn derart für ihn eingesetzt und gekämpft.
Zitat von OnkelJuleOnkelJule schrieb:s gibt ganz andere Dinge und Ungerechtigkeiten, über die man sich mit gutem Grund echauffieren kann.
ich z. B. kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass es Menschen gibt die sich für die Freilassung eines Doppelmörders einsetzen. Zumindest bei einer solchen Indizienlage nicht. Da denke ich auch eher an arme, kranke Kinder, alte Menschen o.ä. Da wäre eine derartige Hilfe für mein Verständnis angebrachter. Aber wie das eben so ist, jedem das Seine. Man kann und muss auch nicht alles nachvollziehen können.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 22:19
Zitat von Cpt.GermanicaCpt.Germanica schrieb:Wie kann einer, der einen Mord gedeckt hat, wenn nicht verübt, ein "Opfer" sein?
Das ist eben der (psychologische) Trick, dessen Söring sich oftmals bedient hat u. wie man sieht, hat es funktioniert, viele halten ihn für einen Engel...trotz aller Indizien u. Widersprüche ;)

Negatives lässt sich in (scheinbar) positives umwandeln.
Umgekehrt ebenfalls.

@Slaterator

Stimmt, keiner kann mit Bestimmtheit sagen, das ein Freigelassener in Zukunft straffrei bleibt.
Bei einem manipulativen Menschen allerdings, u. Söring ist wohl so jemand, muss man einmal mehr vorsichtig sein.


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Der Fall Jens Söring

30.11.2019 um 23:08
Am Tatort wurden Nacktfotos von Elizabeth Haysom gefunden.
Diese sollen angeblich von ihrer Mutter angefertigt worden sein.
Wie kommt man denn auf die Idee von seiner eigenen Tochter Nacktfotos zu machen?
Soweit bekannt ist war Nancy Haysom keine Akt-Malerin, es wurden keine von ihr gemalten Akt-Bilder gefunden. Aus diesem Grund ist es nicht plausibel, dass die Mutter ihre Tochter als Aktmodell verwendet hätte.


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