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Der Fall Jens Söring

24.959 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis, Messer, Karten, Sohn, Doppelmord, Unschuldig, Richter, Schuldig, 1985 + 24 weitere
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

03.12.2019 um 13:33
Ich wollte noch bezüglich des Blogs etwas schreiben. Man kann davon halten was man möchte, zumindest wurden dort offizielle Dokumente veröffentlicht. Damit hat sich JS als angeblich Unschuldiger doch sehr schwer getan. Man kann sich also wirklich unvoreingenommen selber eine Meinung bilden.

Wie möchte man das aber, wenn man nur gefiltert Informationen erhält? Ist das wirklich das was man sich unter Wahrheitsfindung vorstellt? Ich zumindest tue das nicht.

Ich wette, wenn einige seiner Unterstützer die geschriebenen Briefe kennen würden, würden sie mit Sicherheit nicht mehr 100%ig davon überzeugt sein, dass da jemand unschuldig saß. Ganz zu schweigen von seinen getätigten Geständnissen. Wer hat diese überhaupt zu lesen bekommen von seinen Unterstützern?


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Der Fall Jens Söring

03.12.2019 um 13:46
sooma schrieb:Bei allen Zweifeln an Sörings Schuld: Profiling ist keine exakte Wissenschaft, Täterprofile sind oft unscharf. Häufig treffen sie nur teilweise zu oder liegen sogar völlig daneben. Söring allein aufgrund eines mehr als 30 Jahre alten Profils für unschuldig erklären zu wollen, wäre übereilt.
Du solltest aber schon klarstellen bzw. verweisen, dass das die Meinung des Redakteurs ist, sonst kommt vielleicht jemand auf die Idee beides als Aussage von Lapekas zu werten.


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Der Fall Jens Söring

03.12.2019 um 13:51
Bluelle schrieb:Du solltest aber schon klarstellen bzw. verweisen, dass das die Meinung des Redakteurs ist, sonst kommt vielleicht jemand auf die Idee beides als Aussage von Lapekas zu werten.
Das darf man aber schon als Fakt werten, was er da geschrieben hat, gell? Mit Meinung hat das ja nun wirklich nicht viel zu tun... Das ist zumindest meine Meinung. 😜


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Der Fall Jens Söring

03.12.2019 um 13:52
sooma schrieb:ei allen Zweifeln an Sörings Schuld: Profiling ist keine exakte Wissenschaft, Täterprofile sind oft unscharf. Häufig treffen sie nur teilweise zu oder liegen sogar völlig daneben. Söring allein aufgrund eines mehr als 30 Jahre alten Profils für unschuldig erklären zu wollen, wäre übereilt.
Das ist aber doch das was er uns hier immer suggeriert hat. Dass es der Beweis für seine Unschuld sei. Ich bin mir sicher, dass das einige ebenfalls genauso sehen.
Dass ein Täterprofil nicht wirklich viel Aussagekraft hat wurde hier ja auch bereits schon festgestellt.
Wenn man aber immer wieder behauptet und gesagt bekommt, es sei das Nonplusultra, der Beweis schlecht hin, so wie Buchanan der 24 Jahre nach der Tat auftaucht und sich genaustens erinnert, wer mit EH bei ihm in der Werkstatt gewesen ist, dann glaubt man das irgendwann.
Scheinbar haben es zumindest einige getan.


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Der Fall Jens Söring

03.12.2019 um 13:55
@OnkelJule
Da gebe ich dir sogar Recht mit dem FBI, das heißt aber im Umkehrschluss nicht das jeder ehemalige oder jetzige FBI Agent der professionellste Agent der Welt ist.


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03.12.2019 um 14:03
Bluelle schrieb:Du solltest aber schon klarstellen bzw. verweisen, dass das die Meinung des Redakteurs ist, sonst kommt vielleicht jemand auf die Idee beides als Aussage von Lapekas zu werten.
Äh, nein - das ist Fakt. Und gern ein Hinweis an die Übereifrigen. ;)

Das hatten wir aber doch auch schon:
... Jens Söring ist zweifelsfrei schuldig. An dieser Feststellung ändert auch die jetzige Entscheidung aus Virginia nichts; im Gegenteil stellen die Mitglieder der Gnadenkommission ausdrücklich fest, dass „die jahrelange, erschöpfende Untersuchung“ ergeben habe, dass „Sörings Behauptung seiner Unschuld keine Grundlage hat.“

https://www.faz.net/einspruch/der-fall-jens-soering-viele-halten-ihn-fuer-ein-justizopfer-16503654.html?premium
Beitrag von sooma, Seite 1.091


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Der Fall Jens Söring

03.12.2019 um 14:05
Jacki schrieb:geschrieben
Jacki schrieb:da geschrieben hat, gell? Mit Meinung hat das ja nun wirklich nicht viel zu tun... Das ist zumindest meine
Ich weiß zwar nicht wieso Du mir wie ein kleines Kind die Zunge herausstreckst, aber sicher - Meinungsfreiheit.


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Der Fall Jens Söring

03.12.2019 um 14:43
Ohne das damalige Täterprofil zu kennen.
Dazu die Aussage von Tony B. ...

Dem gegenüber stehen teils schwerwiegende, zahlreiche Indizien.
Und was ist mit den Widersprüchen.

Hinzu kommt noch, das kritische Fragen gar nicht erst zugelassen worden sind u. er immer den gleichen Brei erzählt hat, wie auswendig aufgesagt.

Und auch, das er sie angeblich retten wollte u. hinterher war sie schlechter wie die Blutwurst u. alle, die ihre Pflicht zum Fall getan haben, auch.


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03.12.2019 um 14:47
borabora schrieb:Und auch, das er sie angeblich retten wollte u. hinterher war sie schlechter wie die Blutwurst u. alle, die ihre Pflicht zum Fall getan haben, auch.
das Problem an der Sache ist, dass eine Rettungsgeschichte überhaupt keinen Sinn ergibt.

Er hat sie ja schon beim Geständnis mit dem Staatsanwalt erwähnt, sie wäre möglicherweise am Tatort gewesen. Hat dann allerdings doch noch weiter an seinem Geständnis festgehalten, obwohl sie bereits verurteilt gewesen ist.

Genauso möchte er jemanden retten, aber keine Einzelheiten der Tat erfahren. Er möchte sich das lieber selber ausdenken, damit die Ermittler ihm auf die Schliche kommen?

Er verkauft die Leute für blöd und einige fallen darauf ein.

Man kann meiner Meinung nach zu keinem anderen Schluss kommen.


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03.12.2019 um 14:51
Rick_Blaine schrieb:In der Regel werden solche Eintragungen in Deutschland nach bestimmten Fristen auch wieder gelöscht. Die Frage ist also zunächst einmal: ist eine solche Person, die einmal verurteilt wurde und deren Eintragung nun gelöscht wurde, "unbescholten?"
Rechtlich gesehen, aus Sicht des Bundeszentralregisters, kann man das so sehen.
Danke für die rechtliche Klarstellung. Ich entnehme daraus, dass Peter Beyer die Sachaussage über Sörings Status, den er in Deutschland haben wird, richtig getroffen und beschrieben hat.
Venice2009 schrieb:Ich wollte noch bezüglich des Blogs etwas schreiben. Man kann davon halten was man möchte, zumindest wurden dort offizielle Dokumente veröffentlicht
Nun ja, die Voraussetzung, zur Beurteilung, in wie weit die dort angegebenen Dokumente überhaupt als Quellen belastbar sind, ist erst gegeben, wenn der Herausgeber Namen und Impressum angibt.


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03.12.2019 um 15:00
ligala schrieb:Nun ja, die Voraussetzung, zur Beurteilung, in wie weit die dort angegebenen Dokumente überhaupt als Quellen belastbar sind, ist erst gegeben, wenn der Herausgeber Namen und Impressum angibt.
das ist meiner Meinung nach in den USA nicht nötig?

Es wird doch häufig undercover recherchiert. Keiner stellt sich zuerst mit seinem Namen vor, um missliche Verhältnisse aufzudecken.

Hier in dem Fall wurden doch auch beachtliche Informationen vorenthalten. Oder waren dir all die Dinge bereits vor dem Thread bekannt gewesen?
Wobei ich natürlich nicht weiß, inwieweit du den Fall schon zuvor kanntest.

Mir zumindest nicht. Ich kannte den Fall aus den Zeitungen und hatte das Buch mal gelesen. Das war mir aber auch nicht mehr so präsent.
Daher fand ich es überraschend, was alles verschwiegen wurde.

Wenn man sich als jemand darstellt bzw. ausgibt, dann kann man damit rechnet, dass es eben auch überprüft wird. Das ist nicht nur bei JS so, sondern bei allen Personen die sich in die Öffentlichkeit drängen.


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03.12.2019 um 15:06
ligala schrieb:Rick_Blaine schrieb:
In der Regel werden solche Eintragungen in Deutschland nach bestimmten Fristen auch wieder gelöscht. Die Frage ist also zunächst einmal: ist eine solche Person, die einmal verurteilt wurde und deren Eintragung nun gelöscht wurde, "unbescholten?"
Rechtlich gesehen, aus Sicht des Bundeszentralregisters, kann man das so sehen.

Danke für die rechtliche Klarstellung. Ich entnehme daraus, dass Peter Beyer die Sachaussage über Sörings Status, den er in Deutschland haben wird, richtig getroffen und beschrieben hat.
Nein, ich denke gerade nicht, sein Eintrag wird erst getilgt, nachdem die Jahre der Freiheitsstrafe plus 15 Jahre vergangen sind, oder der Eintrag wird nie getilgt nach § 45 BZRG, weil es eine lebenslängliche Freiheitsstrafe war.


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03.12.2019 um 15:09
Venice2009 schrieb:Hier in dem Fall wurden doch auch beachtliche Informationen vorenthalten.
Ich bin zwar nicht gemeint, aber für mich sind diese "aufgedeckten" Infos so etwas von egal.
Und nicht weil ich die Beweislast verdränge, sondern, weil ich sie nicht als solche sehe.

Ich glaube das ist hier allgemein das Problem. Es wird ständig gesagt, das ist ein Indiz, ein Beweis (Briefe z.B.).
ich sehe das nicht so, deshalb gehe ich kaum auf so etwas ein.
Die Gründe habe ich schon oft genug genannt. Das sind weder Ausreden noch will ich jemanden glorifizieren.

So ist das mit Indizien und Interpretationen. Das alles passiert oder ist am anderen Ende der Welt geschehen.
Vor über 30 Jahren.
Niemand von uns war dabei.


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03.12.2019 um 15:14
helwa schrieb:Nein, ich denke gerade nicht, sein Eintrag wird erst getilgt, nachdem die Jahre der Freiheitsstrafe plus 15 Jahre vergangen sind, oder der Eintrag wird nie getilgt nach § 45 BZRG, weil es eine lebenslängliche Freiheitsstrafe war.
Woraus ersiehst du in dem Gesetzestext, dass es sich um "Freiheitsstrafe plus 15 Jahre" handelt? Tut mir leid, ich stehe da gerade auf dem Schlauch.
Aber vielleicht sollten wir diese Diskussion lassen, die nächsten Tage und Wochen werden es vermutlich zeigen...


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03.12.2019 um 15:16
Venice2009 schrieb:Genauso möchte er jemanden retten, aber keine Einzelheiten der Tat erfahren. Er möchte sich das lieber selber ausdenken, damit die Ermittler ihm auf die Schliche kommen?
Absolut.
Lt. ihm hat er die Tat geschildert u. sie hat ihn berichtigt.
(Wer`s glaubt) :D
Logischer wäre es gewesen, hätte er sich den Tathergang genau berichten lassen.

Aber so klingt es unglaubwürdig.
Auch, das er so zu diversem Täterwissen gekommen sein will.
Wie erklären sich das seine Unterstützer oder jene, die ihn für unschuldig halten.
Venice2009 schrieb:Er verkauft die Leute für blöd und einige fallen darauf ein.

Man kann meiner Meinung nach zu keinem anderen Schluss kommen.
Auch hier kann man (ich) Dir, wie immer, nur zustimmen.

Danke für Deine Erklärungen, @Rick_Blaine :)


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03.12.2019 um 15:17
Bluelle schrieb:Ich glaube das ist hier allgemein das Problem. Es wird ständig gesagt, das ist ein Indiz, ein Beweis (Briefe z.B.).
ich sehe das nicht so, deshalb gehe ich kaum auf so etwas ein.
Das mag ja sein, dass jeder Indizien anders wertet. Allerdings kam hier ja schon eine beträchtliche Anzahl zustande. Und es war eben nicht die Jury gewesen, die ihn angeblich nur wegen des falschen Sockenabdrucks verurteilte. Das ist einfach Unsinn und das wurde hier auch ganz gut widerlegt.

Was ich an diesem Fall so einzigartig finde ist diese unersäglichen Schuldzuweisungen. Die Ermittler waren Schuld, weil sie ihm das Geständnis geglaubt haben, weil sie ihm nicht gesagt haben, so Junge, jetzt sag mal endlich die Wahrheit. Ich finde, da stimmt doch etwas gewaltig nicht mit seiner Wahrnehmung.


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03.12.2019 um 15:19
Bluelle schrieb:Ich glaube das ist hier allgemein das Problem. Es wird ständig gesagt, das ist ein Indiz, ein Beweis (Briefe z.B.).
ich sehe das nicht so, deshalb gehe ich kaum auf so etwas ein.
Die Gründe habe ich schon oft genug genannt. Das sind weder Ausreden noch will ich jemanden glorifizieren.
Vor allem Briefe, die nie für eine Öffentlichkeit gedacht waren.
Die Spielarten von Liebesbeziehungen sind sehr verschieden, teilweise vielleicht obessiv oder
mit einer pervertierten Form der Erotik.

Damit werden nun echte Richter und selbsternannte Ankläger und Verteidiger konfrontiert
und jedem ist es nach Belieben gestattet, darüber zu urteilen und ihre unmaßgeblichen Eindrücke
in ein Motiv zum Doppelmord hineinzudeuten.

Mit tragfähigen Indizien hat das nichts zu tun.


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03.12.2019 um 15:22
Bundesferkel schrieb:or allem Briefe, die nie für eine Öffentlichkeit gedacht waren.
meinst du das wäre hier bei uns anders gedeutet worden?

Es wird doch nach Indizien, Beweisen gesucht. Wenn jemand seinen Phantasien freien Lauf lässt und es passiert nichts, so what. Aber in diesem Fall sind 2 Menschen getötet worden. Dann haben solche Briefe doch einen ganz anderen Stellenwert bzw. Aussagekraft.


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Der Fall Jens Söring

03.12.2019 um 15:23
Eben. Wären es "nur" die Briefe alleine gewesen, hätte es nicht zu einer Verurteilung gereicht.
Das er so gut wie sämtliche reale Tatumstände bei der "Tatberichtigung" erfahren haben will, kann glauben, wer mag.

Das er sich bei der Kleidung oder Fundort der Toten "vertan" hat, spielt dann keine Rolle.
Hat er etwa gedacht, die Ermittler denken, ne, der kann zwar das reale Tatgeschehen wiedergeben, kann es aber nicht sein,
weil er nicht wusste, wo die Toten lagen bzw. was sie trugen^^

Fast wäre ich geneigt, das zu glauben^^


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03.12.2019 um 15:27
ligala schrieb:Woraus ersiehst du in dem Gesetzestext, dass es sich um "Freiheitsstrafe plus 15 Jahre" handelt? Tut mir leid, ich stehe da gerade auf dem Schlauch.
Aber vielleicht sollten wir diese Diskussion lassen, die nächsten Tage und Wochen werden es vermutlich zeigen...
§ 46 BZRG:
"(1) Die Tilgungsfrist beträgt
...
4.
fünfzehn Jahre
in allen übrigen Fällen.
...
(3) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 Buchstabe e, Nr. 2 Buchstabe c und d sowie Nummer 3 und 4 verlängert sich die Frist um die Dauer der Freiheitsstrafe, des Strafarrestes oder der Jugendstrafe."

Außerdem heißt es in § 45 BZRG:
"(1) Eintragungen über Verurteilungen (§ 4) werden nach Ablauf einer bestimmten Frist getilgt.
...
(3) Absatz 1 gilt nicht

1.
bei Verurteilungen zu lebenslanger Freiheitsstrafe,
..."


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