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Der Fall Jens Söring

29.398 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 14:34
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Wieso kann er kein Justizopfer sein?
weil er sich wie der Täter verhalten hat. er hat mehrfach gestanden, er hat sich unkooperativ verhalten gegenüber den Ermittlern, er ist geflohen und hat gestanden. Wer verhält sich so, wenn er unschuldig ist?

Im Übrigen war seine Freundin schon gerettet und verurteilt und er hielt trotzdem an seinem Geständnis weiterhin fest. Warum, wenn es nur darum ging sie zu retten? Er hätte sogleich nach ihrer Verurteilung widerrufen müssen und nicht erst Jahre später.
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Zum 3. Fußabdruck siehe unter dem Link Seite 86/87 mit Bild - rechts. Dort stehen ebenfalls interessante Dinge zum verschwundenen Täterprofil.
ich hatte dir eine Frage gestellt, vielleicht machst du dir eigenständig Gedanken darüber warum man ein Täterprofil verschwinden lassen sollte, obwohl es einen geständigen Täter gibt?


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 14:35
Wurde nicht gesagt, dass der oder die Täter(in) mit den Opfern zu Abend gegessen haben? Wie kam man darauf? Gläser? Teller o.ä.? Waren da keine DNA-Spuren dran?


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 14:39
@Bettina74
Ich glaube auch nicht das sie wieder Kontakt aufnehmen, zu mal JS das gar nicht darf, stand so in den "Bewährungsauflagen" des Parole Boards.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 14:40
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Wieso kann er kein Justizopfer sein?
Weil er mehrfach gestanden hat und damit seine Verurteilung selbst verursacht hat. Auch vor einem deutschen Staatsanwalt hat er ein umfangreiches Geständnis abgelegt.
https://soeringguiltyascharged.files.wordpress.com/2018/03/soering-interview-with-german-prosecutor-30-december-1986.pdf

Aber auch beim psychiatrischen Gutachter, Dr. John Hamilton (1986) hat er die Tat gestanden.: https://soeringguiltyascharged.files.wordpress.com/2018/03/report-of-dr-john-hamilton-11-december-1986.pdf


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 14:42
Was habt ihr eigentlich immer mit diesem Täterprofil? Das ist doch längst wieder aufgetaucht. Nur... was bitte soll das beweisen? Es ist nur ein Wisch, erstellt von Profilern. Mutmassungen über eine/n mögliche/n Täter/in. Nicht mehr. Es war ja dann eh hinfällig, denn Söring war 4 JAHRE (!!!) geständig.

Söring wurde es untersagt, Kontakt zu Familie Haysom aufzunehmen. Wenn er sich an diese Auflage hält, wovon ich ausgehe, wird er sie niemals mehr sehen oder sprechen.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 14:49
Zitat von JackiJacki schrieb:as habt ihr eigentlich immer mit diesem Täterprofil? D
nein das Täterprofil ist nicht aufgetaucht. Lediglich ein Schriftstück in dem es erwähnt wird. Im Übrigen wird möglicherweise nicht einmal EH damit gemeint gewesen sein, sondern die Ex-Schwägerin von EH die kurzzeitig in Verdacht geriet, Mary. Es könnte im Übrigen sein, dass es dieses Profil eben gar nicht gab, sondern lediglich nur dieses SChriftstück.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 14:58
Wo steht eigentlich, dass er sein Geständnis vier Jahre lang aufrecht erhielt?
Im Report des psychiatrischen Gutachters Hamilton von 1986 steht, dass er zum Zeitpunkt des Mordes in einer "folie à deux" steckte, d.h. EHs psychische Abnormalitäten übernahm - Hamilton empfiehlt daher, ihn nur wegen Totschlags zu verurteilen.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 14:59
Das mit den Auflagen wußte ich nicht, vielen Dank für die Info.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:02
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:nein das Täterprofil ist nicht aufgetaucht.
Ok dann sorry. Ich hatte im Kopf, dass es längst aufgetaucht ist. Ich finde das Teil aber ohnehin völlig uninteressant für diesen Fall. Von daher...


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:02
@Bettina74
Gerne doch, alle Auflagen kannst du dir unter folgendem Link anschauen

https://de.scribd.com/document/437225667/Statement-from-Adrianne-L-Bennett-Chair-of-the-Virginia-Parole-Board-the-Parole-Board#from_embed


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:02
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Wieso kann er kein Justizopfer sein? Er hat sein Geständnis widerrufen, und psychologisch ist es nachvollziehbar, dass ein 18jähriger, der seine Freundin, in die er sehr verliebt ist, vor dem elektrischen Stuhl bewahren und der "Held" für sie sein möchte.
Die Mär vom Retter ist leider Banane. Söring hat keine drei Tage gebraucht, um sich zu einem falschen Geständnis am vierten Tag durchzuringen. Söring hat gleich am ersten Tag gestanden und seine Geliebte belastet. Detective Beever antwortete er gleich am ersten Tag auf die Frage, warum er vernommen werde: "I killed two people and you know that"
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Er hat sein Geständnis zu dem Zeitpunkt widerrufen, als klar war, dass sie ihn massiv als Einzeltäter belastet
"Gerettet" war EH, nachdem sie den Deal mit der Staatsanwaltschaft ausgehandelt hat, bereits da hätte Söring widerrufen und an seine eigene Haut denken müssen. Dass EH ihn einmal belasten würde, war ab diesem Zeitpunkt klar. Grund zum Widerruf hätte Söring auch gehabt, als er von der Blutgruppe 0 ("Sörings blood-type") am Tatort erfahren hat; denn da war klar, dass EHs angebliche Geschichte von der angeblichen Alleintäterschaft nicht stimmen konnte und er als Bauernopfer für einen "Mittäter" auf den elektrischen Stuhl sollte. Widerrufen hätte Söring auch 1987 können, nachdem EH verurtelt und "gerettet" war. Aus unerfindlichen Gründen hat er aber vier Jahre gewartet bis 1990 in Amerika.
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Zum 3. Fußabdruck siehe unter dem Link Seite 86/87 mit Bild - rechts. Dort stehen ebenfalls interessante Dinge zum verschwundenen Täterprofil.

https://0n.b5z.net/i/u/7000525/f/DER_FALL_SOERING_EINFACH_ERKLAERT.pdf
Der Fußabdruck an der Bar ist nicht blutig und damit nicht sicher tatrelevant; bei den Haysoms war es üblich, im Haus die Schuhe anzulassen. Evtl. stammt der Schuhabdruck auch von Ermittlern oder Zeugen. Die Anwesenheit anderer Personen am Tatort kann man damit nicht beweisen -- und wenn, dann wäre es Elizabeth Haysom. Noch weniger taugen solche Spuren als Beweis für Sörings Nichtanwesenheit am Tatort.

Mit diesem "easy explained" sollte man vorsichtig sein. Da wird vieles unterschlagen und manches verdreht.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:04
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Wo steht eigentlich, dass er sein Geständnis vier Jahre lang aufrecht erhielt?
Nun, wenn er 1986 erstmalig gesteht und im Prozess 1990 erstmalig widerruft, kommt bei meinem Rechenschieber 4 raus.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:09
Zitat von JackiJacki schrieb:Ok dann sorry. Ich hatte im Kopf, dass es längst aufgetaucht ist. Ich finde das Teil aber ohnehin völlig uninteressant für diesen Fall. Von daher...
ja, da gebe ich dir recht. Es macht aber schon alleine gar keinen Sinn, weshalb dieses Teil überhaupt verschwinden hätte sollen. Denn es gab ja einen geständigen Täter, daher ist es völlig absurd, dass da etwas verschwand, obwohl es gar keine Notwendigkeit dafür gegeben hat.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:14
Hier aus dem RTL-Beitrag Link https://www.rtl.de/cms/fall-jens-soering-ex-fbi-agent-glaubt-an-unschuld-die-ermittler-haben-gelogen-4447216.html

"Haysom, eine Kanadierin, wird rasch an die USA ausgeliefert – Söring hingegen erst vier Jahre später, unter der Bedingung, in Amerika nicht zum Tode verurteilt zu werden. Diese Verzögerung sei Söring womöglich zum Verhängnis geworden, meint Ex-FBI-Agent Stanley Lapekas: "Es gibt bei uns in der Strafverfolgung ein Sprichwort: 'Wer zuerst unterm Baum sitzt, bekommt den Schatten ab.'" Soll heißen: Wer zuerst mit den Ermittlern spricht, gewinnt.

Elizabeth Haysom wurde zuerst in die USA gebracht, gestand ihre Verwicklung in die Morde und sagte gegen Söring aus. Damit, sagt Lapekas, habe sie als Erste wichtige Informationen zur Klärung des aufsehenerregenden Mordfalls beigesteuert – das hätten die Ermittler ihr zum Vorteil ausgelegt. Man habe sich deshalb entschieden, ihrer Version der Ereignisse zu folgen. Dass Söring sein Geständnis später widerrief und behauptete, er habe die Tat aus Liebe auf sich genommen, habe dann keine Rolle mehr gespielt."

Er will die Tat a


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:15
Aus dem gleichen Beitrag:
"Für die Ermittler habe es aber ein Problem gegeben: ein Täter-Profil, zu Beginn der Ermittlungen erstellt von der Verhaltensanalyse-Einheit des FBI in Quantico. Dieses Profil habe eindeutig gegen Söring als Täter gesprochen, so Lapekas: Stattdessen habe es auf eine Frau als Täterin hingedeutet – eine Frau, die eine enge Beziehung zu den Opfern gehabt haben müsse. Möglicherweise Elizabeth Haysom selbst.

Denn: Die Haysoms wurden in ihrem Zuhause ermordet, beim Essen. Zeichen eines Einbruchs gab es keine. Außerdem war Elizabeths Mutter nur mit einem Nachthemd bekleidet. Jens Söring kannte das Ehepaar Haysom kaum – es sei höchst unwahrscheinlich, dass die leicht bekleidete Mutter einen mehr oder weniger fremden Mann hineingebeten habe. Deshalb müsse an diesem Tag eine Frau an der Tür geklingelt haben – der die beiden Opfer vertrauten.

Fall Söring: Ist ein verschwundenes Täter-Profil das fehlende Puzzlestück?
Hätte man dieses FBI-Täterprofil veröffentlicht, hätte es der damaligen Beweislage widersprochen, sagt der pensionierte Agent. Also habe man sich wohl entschieden, es unter den Tisch fallen zu lassen. Tatsächlich wurde das Profil – sofern es existiert hat – nie in den Prozess gegen Söring eingeführt."


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:16
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Diese Verzögerung sei Söring womöglich zum Verhängnis geworden, meint Ex-FBI-Agent Stanley Lapekas: "Es gibt bei uns in der Strafverfolgung ein Sprichwort: 'Wer zuerst unterm Baum sitzt, bekommt den Schatten ab.'" Soll heißen: Wer zuerst mit den Ermittlern spricht, gewinnt.
das ist aber völlig absurd. EH konnte nie als alleinige Täterin verurteilt werden. Da fragt man sich wirklich, wen man da einfach so interviewt. Wie kann jemand für einen Mord verurteilt werden, wenn es Blutspuren der Blutgruppe 0 am Tatort gibt?
Was hat das damit zu tun, wer zuerst kommt malt zuerst?
Zählen dann die Tatortspuren etwa nicht mehr, oder wie soll man es verstehen?
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Fall Söring: Ist ein verschwundenes Täter-Profil das fehlende Puzzlestück?
Hätte man dieses FBI-Täterprofil veröffentlicht, hätte es der damaligen Beweislage widersprochen, sagt der pensionierte Agent.
ach so, und weil das Profil von einer weiblichen Täterin ausging, sollte man eben alle Tatortspuren ignorieren? Alles klar, das macht natürlich Sinn.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:20
@doraamar
ist nicht böse gemeint, vielleicht liest du dich aber erst einmal in den Fall ein und übernimmst nicht 1:1 alles von JS. Er ist schließlich der verurteilte Mörder und hat allen Grund die Wahrheit zu verdrehen.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:31
doraamar schrieb:Damit, sagt Lapekas, habe sie als Erste wichtige Informationen zur Klärung des aufsehenerregenden Mordfalls beigesteuert – das hätten die Ermittler ihr zum Vorteil ausgelegt. Man habe sich deshalb entschieden, ihrer Version der Ereignisse zu folgen
Zwei Punkte werden bei dieser Argumentation übersehen: es gab keine Spuren, die EHs Anwesenheit am Tatort beweisen. Da war man froh über ein Geständnis, um sie als Anstifterin verurteilen zu können.

Und es war nicht "ihre Version", denn beide haben unabhängig voneinander i.W. dieselbe Geschichte erzählt mit Söring als Alleintäter vor Ort. Nur ein Söring ist in der Lage, diese Übereinstimmung den Ermittlern als Fehler anzulasten.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 15:50
Zitat von doraamardoraamar schrieb:Denn: Die Haysoms wurden in ihrem Zuhause ermordet, beim Essen. Zeichen eines Einbruchs gab es keine. Außerdem war Elizabeths Mutter nur mit einem Nachthemd bekleidet. Jens Söring kannte das Ehepaar Haysom kaum – es sei höchst unwahrscheinlich, dass die leicht bekleidete Mutter einen mehr oder weniger fremden Mann hineingebeten habe.
Auch diese softe Profilerlogik taugt kaum als Argument für Sörings Unschuld. Vielleicht war EH mit vor Ort. Vielleicht gab sie ihm den Schlüssel. Vielleicht hat man nicht auf die eigene Bekleidung geachtet, weil man betrunken war.

Oder vielleicht war es ja auch so, wie Söring gestanden hat: Derek Haysom hat ihm die Tür geöffnet, und seine Ehefrau, die in ihrem Atelier gemalt hat, ist erst später dazugekommen.

Letzten Endes zählen Geständnisse, Briefe und Tatortspuren mehr als erste Ermittlungshypothesen.


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Der Fall Jens Söring

20.12.2019 um 16:04
Zitat von Mr.StielzMr.Stielz schrieb:Auch diese softe Profilerlogik
so ein Profil taugt eigentlich nur dafür, wenn die Ermittler im Dunkeln tappen, als Hilfsmittel. Wenn es bereits einen Täter gibt, in diesem Fall sogar einen geständigen, hat so ein Profil keine Aussagekraft mehr.
Ich verweise da immer gerne auf den Sniper von Washington. Das Profil ging von einem männlichen, weißen Täter mittleren Alters aus. Die Täter waren jedoch 2 Schwarze gewesen. Sollten diese nun gegen das Urteil klagen, weil der Profiler zuerst von einem weißen Täter ausging?


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