Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Fall Jens Söring

29.366 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 11:57
Zitat von synthiasynthia schrieb:Sollte das etwa nicht im benannten Zusammenhang ausdrücken, dass eine inhaltliche Überprüfung des kompletten Berichts seitens der FAZ, ebenfalls Deine Vorstellungskraft übersteigt?
Nein, das interpretierst Du ganz falsch und davon steht da natürlich auch überhaupt nichts. Ist tatsächlich nicht so "schlimm" - aber frag demnächst doch bitte lieber nach, wenn etwas unklar ist, wie ich etwas gemeint habe, anstatt mir Behauptungen in den Mund zu schieben. Danke.


melden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 12:02
Zitat von monstramonstra schrieb:Denn Schluss, dass der Alkoholkonsum zu Erinnerungslücken geführt hat, den zieht der Ermittler W.. Das behauptet ja nicht Söring. Damit erklärt W. dann die falschen oder fehlenden Angaben in Sörings Geständnis.

Das ist also eine These W.s. Und die hinkt, weil sie zwar die Widersprüche im Geständnis erklärt, zugleich aber die Frage aufwirft, wie ein rotzebesoffener Söring die Tat durchgeführt haben soll.
So kann das zusammengefasst werden.

Und das mit dem Alkohol ist eine Kernthese von W.. Er schreibt das auch noch an anderer Stelle:
He couldn’t remember exactly what he had done to the Haysoms because he was drunk. Put simply, he couldn’t remember causing the injuries and he wanted to separate the acts of murder from what he called “atrocities” because he thought it might affect any sentence a court might give him. The interesting thing is, Soering really had convinced himself about M[...], he really believed it. (S.185)
Hier zeigt sich W. überzeugt, das Söring sich nicht an das Verletzungsbild erinnern konnte, weil er betrunken war. W. glaubt, Söring konnte sich von der Grausamkeit der Tat distanzieren, weil er daran keinerlei Erinnerung hatte.

Das ist W.s These, warum die "Ankündigung eines falschen Geständnisses" (I can’t say for sure right now, but I can see, I can see it happening yes.) keine entsprechende Ankündigung war. Denn es sei eine Antwort auf die Frage gewesen, ob er “under those circumstances” gestehen wolle, also angesichts der Gräueltaten, an die er sich - so zeigt sich W. überzeugt - aufgrund großer Trunkenheit nicht erinnern konnte.

Mit der These, Söring war betrunken, versucht W. sowohl die Falschangaben in den Geständnissen zu erklären, als auch zu entkräften, Söring habe sein Falschgeständnis angekündgt.

Das ist schon ein wichtiger Aspekt im W.-Bericht.

Ich finde diese Argumentation etwas merkwürdig, aber da der Bericht sehr gelobt wurde (auch die Aufbereitung durch Herrn Ham. und im englischsprachigen Blog), nehme ich an, dass viele diese Argumentation einleuchtend finden.


2x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 12:22
Zitat von Judith123Judith123 schrieb:2.Verteidigung vor Gericht: Sie war es alleine.
Das ist nicht richtig. Schaue Dir am besten noch einmal "The Promise" an
Zitat von Judith123Judith123 schrieb:Frei nach dem Motto: "Was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern". :)
Das stimmt auch nicht. Aufgrund der Zeugenaussage von Buchanan blieb er bis 2016 und den DNS/DNA Erweiterungen im Abgleich mit dem Bericht von Burton bei einem Komplizen. Dann ergaben sich die Interpretationen seiner zwei Experten, denen er folgte.

Er hat beide nicht zum Schwätzen aufgefordert, da Buchanan ein affidavit unterzeichnet hat (Belangen für falsche Angaben) und die beiden Experten für ihre Gutachten Geld genommen haben.


Ich will mich nicht wie ein Terrier in den zerissenen Zettel verbeissen, aber es gibt jetzt schon 4 widersprüchliche Aussagen was drauf stand.

1. Ashford1986 (MS): Informationen über das deutsche Strafrecht an Söring durch MS nach 05.06.1986, kann also nicht der Inhalt des Zettels sein
2. TW Bericht (TW hat den Zettel zusammengeklebt): Informationen zum deutschen Strafrecht eines Haftgenossen (MS)
3. Englade: Beweismittelvernichtung

Amy Lemley schreibt in ihrem Artikel "Misfit, Murderess, Martyr" erschienen im Albermarle (1989), nach dem Interview mit EH (leider ein Bezahlartikel) auf Seite 75:
"At his fathers suggestion, Soering had decided to contest extradition to the United States, hoping for a trial in his native West Germany, where he would be tired as a juvenile and face a lighter sentence".

Das schliesst nicht aus, dass Söring schon am 31.03.85 gedacht haben könnte, mit meinem blauen Diplomatenpass schiebt man mich automatisch nach Deutschland ab, da der Vater ihm dieses prozessuale erst anrät (der muss es ja auch finanziell durchsetzen!) nachdem Updike die Auslieferung beantragt hat. Jedenfalls hat Haysom ihr im Interview nichts gegenteiliges gesagt.

Es handelt sich doch irgendwie um ein gutes Beispiel dafür, wie man sich in Summe, von "Interpretiertem" zum Gesamtbild (ver)leiten lassen kann.


melden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 12:23
Zitat von yasumiyasumi schrieb:Mit der These, Söring war betrunken, versucht W. sowohl die Falschangaben in den Geständnissen zu erklären, als auch zu entkräften, Söring habe sein Falschgeständnis angekündgt. Das ist schon ein wichtiger Aspekt im W.-Bericht.
Angenommen, Sörings Geständnis war falsch. Dann hätten sich 1986 zwei gefunden:

Söring, der Elizabeth schützen und zu diesem Zeitpunkt wollte, dass man ihm glaubt. Weshalb er seine Nichtkenntnisse mit alkoholbedingter Nichterinnerung kaschierte. Was zudem den Vorteil einer etwaigen Schuldmilderung hätte haben können.

Und W., der dem Geständigen glauben wollte, weil er damit den Fall überzeugend lösen konnte.
Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen.



2x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 13:06
Zitat von monstramonstra schrieb:Söring, der Elizabeth schützen und zu diesem Zeitpunkt wollte, dass man ihm glaubt.
er wollte nicht nur EH schützen, sondern auch den großen Unbekannten der das Blut der BG 0 am Tatort hinterlassen hat. Sollte man nicht vergessen. Aber was verwirrt man auch immer mit Einzelheiten. Man will das alles einfach nicht in einem Zusammenhang sehen, sondern nur das, was man sehen möchte.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 13:49
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:er wollte nicht nur EH schützen, sondern auch den großen Unbekannten der das Blut der BG 0 am Tatort hinterlassen hat.
Ich halte ja viel für möglich. Aber an den großen Unbekannten glaube ich nicht. Es mag taktisch klug oder bequem sein, ihn je nach Situation zu "schützen" oder zu belasten, am Besten, indem man nicht identifizierbare Personen ins Spiel bringt.

So weit ich Selbstsuggestion oder Verdrängung bei Söring für möglich halte (wie ja lustigerweise auch W., was die grausigen Details der Tat betrifft), so wenig habe ich Lust auf die Suche nach dem unbekannten Mörder.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 14:01
Zitat von monstramonstra schrieb:so wenig habe ich Lust auf die Suche nach dem unbekannten Mörder.
Aber Söring hätte doch Interesse daran gehabt den "unbekannten Mörder" zu finden.

Warum hat Söring Jim Farmer und seine mutmaßlichen Geburtstagsgäste nicht als Zeugen in seinen Prozess vorladen lassen? Sie hätten ihn entlasten können. Söring hat ihn als Dealer von Elizabeth namentlich genannt.

Warum hat er eine so unglaubwürdige Alibigeschichte erfunden um die zweifachen Kinokarten, die in seinem Besitz gefunden wurden zu rechtfertigen?

Warum hat Söring in seinem angeblichem falschem Geständnis Mrs. Massie beschuldigt?
Zitat von monstramonstra schrieb:Weshalb er seine Nichtkenntnisse mit alkoholbedingter Nichterinnerung kaschierte. Was zudem den Vorteil einer etwaigen Schuldmilderung hätte haben können.
Söring litt während der Tat an einer Wahnerkrankung. Das wird von vielen vergessen. Ein Nichterinnern an Erlebnisse während einer Psychose ist häufig, da wäre Söring kein Einzelfall. Viele Psychotiker geben Alkoholkonsum an um im sozialen Umfeld Auffälligkeiten wie Gedächtnisverlust, veränderte Wahrnehmung etc. zu kaschieren.


2x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 14:14
Zitat von RosenmontagRosenmontag schrieb:Söring litt während der Tat an einer Wahnerkrankung. Das wird von vielen vergessen.
Das ist mir jetzt neu. Und gleich noch eine Psychose? Nein. Leichte Persönlichkeitsstörung, meinetwegen. Dafür sehe ich keine Symptome. Und dann gesteht er ein Jahr später? Oder hatte er da noch immer eine Psychose (was schlecht zu Scheckbetrügern passen würde)?

Deine Meinung? Oder Tatsache?


2x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 14:15
Zitat von monstramonstra schrieb:Deine Meinung? Oder Tatsache?
ihm wurde eine induzierte wahnhafte Störung diagnostiziert. Ist das nicht psychotisch?


3x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 14:32
Darüber gibt es sogar mindestens 2 Gutachten von Psychiatern.
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:ihm wurde eine induzierte wahnhafte Störung diagnostiziert. Ist das nicht psychotisch?
ja, es handelt sich um eine gemeinsame Psychose. Die Wahninhalte wurden geteilt.
Wobei Mithäftling M. Schröder sich auch an die Diagnose Hebephrenie/Schizophrenie zu erinnern glaubt. Es war ungefähr zu der Zeit, als Söring sein Geständnis abgelegt hat.
Zitat von monstramonstra schrieb:Deine Meinung? Oder Tatsache?
Wahn ist das häufigste Symptom einer psychotischen Störung!
In Sörings Geständnissen gibt es deutliche Hinweise auf ein Wahnerleben. Z.B. sich beobachtet, angegriffen und verfolgt zu fühlen, Gedächnisverlust etc.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 14:38
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:ihm wurde eine induzierte wahnhafte Störung diagnostiziert. Ist das nicht psychotisch?
Muss nicht sein, hängt von der Symptomatik ab.
Zitat von RosenmontagRosenmontag schrieb:Darüber gibt es sogar mindestens 2 Gutachten von Psychiatern.
Danke. Kenne jetzt nicht die psychiatrischen Gutachten. 1986? Außer dem "Weihnachtsbrief" und der Tatsache, dass Söring die Haysoms ermordet hat bzw. angibt, dies getan zu haben (das wäre ganz grundlegende Voraussetzung für eine solche Diagnose), sehe ich da jetzt auch wenig Material. Mal angenommen, Sörings Geständnis war damals gelogen, dann würde es wieder besser passen, dass die Gutachter "Wahnhaftigkeit" attestieren.

Waren das von Söring beauftragte Gutachter? Dann wundert es mich etwas weniger. Dann war das Plädoyer auf "Schuldunfähigkeit" ein netter Versuch, die Schuld auf sich zu ziehen und zugleich wieder abzuschütteln. Und weil das einzige Studienobjekt eine Person und deren Aussagen sind, könnte Söring die Gutachter auch entsprechend eingelullt haben. Der Teufel liegt da im Detail. Die Diagnose erscheint mir jedenfalls überzogen.

Wobei die Beziehung Jens - Elizabeth schon toxisch war. Für Andere - wie auch für die Beiden selbst...


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 14:43
PS: Auch Menschen mit einer Persönlichkeitsstörung, Depressionen oder Angststörungen können (zeitweise) unter wahnhaften Symptomen leiden, ohne dass sie Psychotiker sind oder eine psychotische Störung haben.

Dort sind die Symptome meist deutlich stärker und länger andauernd ausgeprägt. Wobei das mit den Schubladen bei den psychischen Erkrankungen immer problematisch ist. Oft geht es nur mit einer längeren und intensiveren Beobachtung, z.B. in einem psychiatrischen Krankenhaus über mehrere Wochen oder gar Monate.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 14:51
Zitat von monstramonstra schrieb:. Oft geht es nur mit einer längeren und intensiveren Beobachtung, z.B. in einem psychiatrischen Krankenhaus über mehrere Wochen oder gar Monate.
genau! Das hat mMn bei Söring gefehlt um ihn sicher diagnostizieren zu können.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 14:57
Zitat von RosenmontagRosenmontag schrieb:dann haben sie ein psychotische Episode!
Wahnvorstellungen sind nur ein Symptom einer psychotischen Störung. Psychosen bringen ein ganzes Bündel an Symptomen (z.B. depressive oder manische, Ängste usw.) mit sich. Das müssen nicht immer Wahnvorstellungen sein. Umgekehrt kann es bei anderen psychischen Erkrankungen Wahnvorstellungen geben, die treten dann aber meist eng begrenzt und punktuell auf.


melden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 15:07
@monstra

Hier eine mMn eine gute Definition von Wahn:

Wahn ist die krankhaft entstandene Fehlbeurteilung der Realität.

An dieser Fehlbeurteilung wird mit absoluter Gewissheit und unkorrigierbar festgehalten, selbst wenn sie im Widerspruch zur Wirklichkeit, zur eigenen Lebenserfahrung und zum Urteil gesunder Mitmenschen steht.

Häufig will der Wahnkranke seine wahnhafte Überzeugung gar nicht korrigieren. Für ihn ist sie unerschütterlich und unanfechtbar. In seinem übrigen Denken vermag er dabei sogar folgerichtig zu urteilen.

So ist der Wahn nicht nur eine Störung des Denkens oder Urteilens. Er ist auch Ausdruck einer veränderten Umweltbeziehung. Und vor allem ist der Betroffene unfähig, dieses subjektive Bezugssystem, eigentlich ein "Wahn-Gefängnis" zu wechseln, seinen Wahn-Symptomen also zu entrinnen.

Komplex ist der Wahn schon deshalb, weil es verschiedene Formen des Wahnerlebens gibt. Dazu gehören Wahnstimmung, Wahneinfall, Wahngedanken, Wahnwahrnehmungen, Wahnarbeit, Wahnerinnerungen, schließlich sogar ein Wahnsystem
Quelle


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 15:20
Zitat von RosenmontagRosenmontag schrieb:Hier eine mMn eine gute Definition von Wahn:
Sehr schön. Dann haben wir alle irgendwann oder immer wieder in unserem Leben Wahnvorstellungen...

"Fehlbeurteilungen" im "Widerspruch zur Wirklichkeit" oder "zur eigenen Lebenserfahrung" bzw. dem "Urteil gesunder Mitmenschen". Mein Gott, da fällt ja schon jeder Kirchgänger drunter.

Wir streiten hier doch unablässig, was nun die Wirklichkeit war/ist. Befinden sich alle im Wahn, die unverrückbar Söring glauben, obwohl seine Blutgruppe am Tatort gefunden wurde? Oder die, die unerschütterlich an die Richtigkeit prozedural gefällter Urteile glauben?

Man sieht, ich wäre vorsichtig, bei Herrn Söring eine Wahnerkrankung anzunehmen. Denn: Nicht jeder Wahn ist krankhaft wahnhaft. ;-)


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 15:27
Zitat von monstramonstra schrieb:Sehr schön. Dann haben wir alle irgendwann oder immer wieder in unserem Leben Wahnvorstellungen...
nein genau nicht! Wir haben keine veränderte Umweltbeziehung, dass ist der wessenliche Unterschied!


melden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 15:47
Herr Ham. scheint sich jetzt sogar berufen, Marcus Lanz, Maybritt Illner und dem Spiegel ein Fragekatalog per Sozialen Medien
anzubieten. Mit direkter Ansprache und Verlinkung.

Er geht wohl davon aus, dass diese bald eine Einladung an JS verschicken.
Anscheinend denkt Ham., dass diese Redaktionen nicht richtig recherchieren können oder stellt sich über deren Fähigkeit.

Ein Fragekatalog diesbezüglich was man JS dann alles zu fragen hätte.

Ich sehe da Geltungsdrang und eine überhöhte Selbsteinschätzung, gehe aber davon aus, dass die angesprochenen Damen und Herren das selbst sehen werden.

Umso weniger er Rückmeldung bekommt, umso mehr schreit Herr Ham. herum.
Sehr befremdlich das Ganze.

Wenn ich Jens Söring wäre würde ich mich gestalkt fühlen.


5x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 15:57
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:ihm wurde eine induzierte wahnhafte Störung diagnostiziert. Ist das nicht psychotisch?
habe nochmals wikipedia kopiert. Eine induzierte wahnhafte Störung ist psychotisch.
Eine induzierte wahnhafte Störung, auch Folie à deux [fɔˈli aˈdø] (frz. „Geistesstörung zu zweit“), „gemeinsame psychotische Störung“ (DSM-IV 297.3)[1], „psychotische Infektion“ oder „symbiontischer Wahn“, ist die ganze oder teilweise Übernahme einer Wahnsymptomatik durch einen nahestehenden, primär nicht wahnkranken Partner. Nach einer Trennung verschwindet der Wahn meist bei der vormals gesunden Person. Eine soziale Isolation wird als wichtiger Risikofaktor für das Auftreten der Störung gesehen.

Neuere Studien weisen allerdings darauf hin, dass die gegenwärtigen Klassifikationskriterien unzureichend sein könnten, um alle Erscheinungsbilder einer Folie à deux zu erfassen; dass das Spektrum der übertragbaren Symptome wesentlich größer ist; dass die „vormals gesunde“ Person tatsächlich sehr gefährdet ist, eine psychiatrische Erkrankung zu entwickeln oder bereits an einer signifikanten Störung zu leiden; und dass eine Trennung der Partner in einer großen Zahl der Fälle nicht ausreicht, die Störung zu beheben.[2] Während in 90 % aller Fälle nur ein Partner betroffen ist, sind auch Fälle mit drei oder mehr erkrankten Personen bekannt. Bei zahlreichen Betroffenen spricht man auch von folie à plusieurs oder folie à beaucoups (frz. „Geistesstörung mehrerer Personen“ oder „Geistesstörung vieler Personen“).
Wikipedia: Induzierte wahnhafte Störung


melden

Der Fall Jens Söring

31.01.2020 um 15:59
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Herr Ham. scheint sich jetzt sogar berufen, Marcus Lanz, Maybritt Illner und dem Spiegel ein Fragekatalog per Sozialen Medien
anzubieten. Mit direkter Ansprache und Verlinkung.
woher weißt du das denn?


1x zitiertmelden