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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

19.05.2017 um 13:35
konnte nicht mehr editieren. Es war doch ein Brief an JS, kein Tagebucheintrag. Also teilte sie ihm mit, wie es bei ihr zuvor mit Männerbeziehungen gewesen sei und bei ihm sei nun alles anders. Zumindest deute ich das mal so, ansonsten hätte sie diese Zeilen wohl eher nicht an ihn verfasst.


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Der Fall Jens Söring

19.05.2017 um 13:56
Vielleicht ist es auch eine Warnung an ihn, keine Ahnung, man kann da viel reininterpretieren. 
Jedenfalls sehr seltsam, jemanden zu schreiben, das er es bereuen wird sie geliebt zu haben und das sie ihn demütigen/erniedrigen wird. Und dann zu schreiben, das sie ihn doch liebt. Im Gerichtssaal 1987 hat sie ihn schlussendlich doch gedemütigt.


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Der Fall Jens Söring

19.05.2017 um 14:11
@Mr.Mystery1990
wobei sie ihm nichts vormacht, sondern sehr offen spricht. Man kann es positiv sowohl auch negativ deuten. Ich würde sagen, dass ihr etwas an ihm gelegen ist, auf ihre Art und Weise. Wobei die Liebe der beiden eh krankhafter Natur gewesen ist. 


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Der Fall Jens Söring

19.05.2017 um 16:36
@Venice2009
Glaube auch nicht das sie ihn gezielt ausgesucht/ausgewählt hat, er ist jetzt auch nicht Total unter ihrem Niveau.
Klar ist er der Nerd und Bücherwurm der Uni gewesen, aber durch sein Stipendium war er auch nicht irgend wer und sie ist durch ihre Drogensucht und durch ihr notorisches Lügen auch nicht der Hauptgewinn.
Vielleicht hat sie erst später ihr Glück gemerkt, als er gegenüber ihrer Gedankengängen nicht abgeneigt war, was nicht heißt das sie ihn doch mochte.


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19.05.2017 um 17:19
@Mr.Mystery1990
ich persönlich glaube nicht, dass sie gezielt nach einem Mörder für ihre Eltern gesucht hat. Wie häufig kommt es vor, dass Kinder aus einer Situation heraus wütend auf ihre Eltern sind und sich wünschen sie seien Tod. Ohne das wirklich zu durchdenken oder es wirklich zu wollen. Ich glaube, dass sie sich bei ihm Luft gemacht und herum gesponnen hat. Er allerdings reagierte positiv darauf, war nicht abgeneigt. Was den Plan wahrscheinlich erst manifestierte. 

In der Verhandlung äußerte sie sich diesbezüglich so, dass sie nie damit gerechnet hätte, dass er es tatsächlich durchzieht. Ich glaube schon dass sie den Wunsch hatte, dass er es macht, trotzdem hat sie nicht daran geglaubt, dass er es durchzieht. 


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19.05.2017 um 19:04
@Venice2009

ich glaube nicht, dass EH an den Morden aktiv beteiligt war, da sie Borderlinerin ist.
Bei dieser Persönlichkeitsabweichung vom sogenannten „normal“ ist es ihr wahrscheinlich
unmöglich nach so einer Tat (wenn sie einen aktiven Part hatte), ihr gewohntes Leben an der
Uni unauffällig weiterzuführen. Tat sie aber.

Ist es nicht so, dass EH ihre Gefühle dann nicht im Griff gehabt haben müsste. Wie wäre ihr
ein Weitermachen wie zuvor möglich gewesen? Vielleicht mit Hilfe von Drogen?
Ist bekannt, dass sie nach der Tat noch oder vermehrt Drogen nahm?

Würde ich meine Eltern so hassen, um ihnen den Tod zu wünschen, und sie würden dann
tatsächlich durch Gewalt sterben, und ich wüsste auch durch wen und wie, würde ich im
Anschluss daran wirken wie völlig von der Rolle, verwirrt, sehr misstrauisch, ängstlich,
depressiv und traurig und noch einiges mehr. Und ich habe   k e i n   Borderline.
Hatte EH nach der Tat so reagiert? Ich glaube nicht. Oder irre ich mich hier?

Die eigenen Eltern in Mordabsicht mit einem Messer zu verletzen ist schon abwegig, aber
dies als Tochter zu tun, die vorgeblich ihren Vater liebte und von der Mutter doch-nicht-
sexuell missbraucht wurde, nochmal abwegiger. Bekommt man in dieser Situation überhaupt
ein Messer gehoben, geschweige denn zuzustechen? EH ist weiblich und der Literatur
zugeneigt, d.h. sie ist mehr philosophisch unterwegs, da halte ich die Tat für noch weniger
wahrscheinlich. Ist sie jemals durch Aggressivität aufgefallen, die unmoral für sie gewesen
wäre? Die ganzen Punkte EH als Nichttäterin zu sehen, bitte zusammen betrachten.
Frauen haben allgemein eine höhere Sozialkompetenz gegenüber Männern. Ich glaube lt.
Statistiken sind es eher die Männer, die morden. Natürlich können auch Frauen töten, aber
hier in dem Fall glaube ich das einfach nicht, zumal EH auch nicht assozial oder dumm ist.
Soziopathisch ist sie glaube ich auch nicht. Sie wird also Mitgefühl gehabt haben - vielleicht
zuviel davon, dass das ein weiterer Grund wäre, sie als Nichttäterin zu sehen.


JS als strategischen Planer und wahrscheinlichen Soziopathen, wäre es in meinen Augen
sehr wohl möglich gewesen – unauffällig sein Leben an der Uni wieder aufzunehmen.
Ich denke dabei an sein kaltes, höhnisches Wesen, seine Arroganz und Besserwisserei.

Als Fremder bei den Haysoms war er nicht an Gefühle und gemeinsame Erinnerungen mit
ihnen verbunden. Macht einen Mord leichter. 

Vielleicht hat sie im Auto auf ihn gewartet. Aber eigentlich glaube ich das nicht. Ich denke, sie
wartete in WS auf ihn, wie sie auch vor Gericht ausgesagt hat.

Die Messerstiche, die eher oberflächlich und nicht tief waren, können auch von JS gewesen
sein. Vielleicht waren das die Verletzungen bei den Eltern, wo sie sich mehr und erfolgreicher
gewehrt hatten und JS deshalb nicht mit voller Kraft zustechen konnte.

Sollte ich mich hier irgendwo irren, bitte berichtigen.

Noch etwas: wegen den Blutspuren. Wurden die mal auf den Rhesus-Faktor untersucht. Da gibt
es bei der Häufigkeit von Blutgruppen bessere Unterscheidungen. Rhesus-Faktor negativ gibt
es z.B. recht selten. Ich selber habe Blutgruppe A negativ. Kommt sehr selten vor.

Könnte man nicht auf Grund des Rhesus-Faktors den Täterkreis besser einengen?

Ich weiß jetzt nicht, ob da schon Untersuchungen bekannt wurden, kann mich jedenfalls nicht
erinnern, hier davon gelesen zu haben. Habe nicht die Such-Funktion benutzt, sollte ich noch tun.


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19.05.2017 um 22:47
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Wer weiß vielleicht hat der vernehmende Beamte gefragt, wie das sein kann, dass er sich bei so einer Tat nicht verletzt hat, woraufhin er eben auf seine Hand kam, weil er wusste, dass er dort eine Narbe hat.
Er sah keine andere Möglichkeit , den  Ermittlern glaubhaft zumachen , die Tat begangen zu haben ...
Aber kehren wir nochmal zurück zu der Woche vor der Tat , den Skiurlaub , aus dem sie ihm geschrieben im Brief , in dem es vermutlich um eine etwas größere  Geldsumme ging, dass sie notfalls auch von ihrer Mutter den Schmuck „mitnehmen '' würde. 
Dann der Ablauf  in der Woche später in Washington, dass Jens ihr das Angebot machte, dem Dealer ihre Schulden zu begleichen , dass sie dann so erklärte , ihr Dealer wolle kein Geld, sondern den Kurierdienst von Ihr . 
Dann durfte er sie nicht begleiten, da dann der Kontaktmann , der die Drogen entgegen nehmen sollte, misstrauisch werde, das Geschäft mit den Drogen  nicht zustande kommen würde . 
Ob sich der Auftraggeber , ihr Dealer mit dem Kurierdienst alleine zufrieden gab, wenn sie bei ihm Schulden hatte , das kann ich auch nicht so einfach glauben. Das hatte sie nur J.so gesagt , um ihn dort zurückzulassen . 
Für meinen Geschmack lauter Ausreden , damit J. sich nicht  einmischen konnte , denn schliesslich war auch auch noch die Beschaffung die Alibis wichtig. 
Wenn ich  dass alles berücksichtigt , dann nähere ich mich dem Gedanken , dass da eine Art Abrechnung stattfinden sollte mit ihren Eltern . Vllt. hatte sie schon Schmuck die Woche vorher versteckt , die Eltern hatten es bemerkt , dass dann aus dem Ruder gelaufen ist  ? 
Dann fanden die Tatortermittler in Ehs  Zimmer eine geöffnete Kommode und ein Schmuckstück auf dem Boden liegend , dem man viel Aufmerksamkeit schenkte , fotografiert von allen Seiten ,, aber später nicht mehr erwähnt wurde ? 
Dazu soll sie versucht haben , die Tat ihrem Halbbruder und Schwägerin anzulasten , wie ich hier im Thread gelesen habe. war mir bis jetzt auch nicht bekannt. Lenkt mich auch indie Richtung,es lag nicht mehr viel am Kontakt zu Familie/Verwandtschaft.  
Ich schätze sie so ein , sie wollte einen radikalen Schnitt machen mit ihren Eltern so nach der Art wwwIch bin nicht mehr eure Tochter …..hatte ihre Kontrollen satt , was ja J. verstehen konnte . In ihm hatte sie jemanden , auf den sie sich verlassen konnte in Bezug Beziehung, im Gegensatz von ihren Freunden vorher , nehme ich mal an. 
Kann ja sein , dass sie sich das auch schon vorher zurecht gelegt hatte , wie J. reagieren würde, wenn sie den Elektr. Stuhl gleich ins Gespräch bringt , wie weit er gehen würde ,ihr zu helfen. Ziemlich bald muss dann auch klar gewesen sein , dass er die Tat auf sich nimmt , da er erst 18 war. 
Wäre alles so abgelaufen , wie sie es sich vorgestellt hatten , dass J: in Deutschland seine Strafe absitzen hätte können , dann wäre EH aber ganz sicher mit nach D. übergesiedelt , hätte Amerika den Rücken gekehrt  …... 
Dann die Befangenheit des Richters......er war nicht nur mit den Haysoms befreundet , sondern er soll schon mit NH Bruder in den 40ziger Jahren die Schule besucht haben . Da hat jemand im Archiv der Schule in Lynchburg nachgeforscht ... 
Und so , wie das Urteil zustande kam, wie gut dass es Geschworene gibt , denen man unangenehme Entscheidungen zuschieben kann  . Wie es J. erklärte, hatten seine Änwälte auf „Beihilfe zur Vertuschung '' des Doppelmords plädiert ,  dass Richter Sweenty nur gelten lies , wenn er auf ,, Beihilfe zum Doppelmord '' plädieren durfte , was nichts anderes bedeuten hat,  als eine direkte Beteiligung an dem Verbrechen , ließ dann die Geschworenen entscheiden , die dann wieder zu dem Fußabdruck am Tatort umschwenkten  , da sie einen Freispruch nicht wagen konnten... 
Nun aber nochmal zu EH..... Hätte sie ihren möglichen Komplizen verraten , wäre sie dem Richter , dazu noch einem Bekannten der Familie, in den Rücken gefallen nach dem Urteil , J. wäre frei gekommen  , was sie am wenigsten ertragen konnte,  rang sich zudem Geständnis der Anstifterin durch,  zog dann doch lieber diese kranke symbiotische Beziehung im Knast vor  , wenn auch getrennt , da sie alleine keine Perspektive sah....        


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20.05.2017 um 06:36
@kelten-maisie
ich kenne mich mit der Boderlinestörung nicht aus, @bellady aber, vielleicht kann sie dir die Fragen dazu beantworten?


Was mich dazu bewegt zu denken, dass JS ein wenig abgebrühter als EH gewesen ist, sind die Betrügereien. EH war nicht wirklich bei der Sache gewesen (nervlich bedingt?) und hat es letztendlich auch verhauen. Für jemanden der so abgezockt ist wie immer wieder behauptet wird, eher ungewöhnlich. 

@bellady
darüber zu spekulieren und dir einzubilden wie es zu der Äußerung bezüglich der Verletzung am Finger überhaupt gekommen ist, bringt doch überhaupt nichts. Es ist aber ein ganz Leichtes es festzustellen. 

Wenn du seinen Unterstützerkreis kontaktieren würdest und nachfragst, warum es nicht möglich ist, dass die Prozessakten öffentlich zugänglich gemacht werden? Dadurch könnte man viele Fragen klären, was sicherlich auch im Interesse von JS ist.... denn er behauptet schließlich unschuldig zu sein, dann spielt man mit offenen Karten? 

Zu der Befangenheit des Richters wurde hier übrigens schon genügend geschrieben. Dieser befangene Richter ließ z. B. den Gutachter bezüglich des Sockenabdrucks nicht vor Gericht zu. Spricht das für jemanden der befangen ist? 
Außerdem hat der Richter NICHT das Urteil gefällt sondern die Jury. Warum kommt man immer mit Dingen um die Ecke, die irrelevant ist? Außer, weil man ansonsten nichts anders vorzuweisen hat? Das wirft immer wieder ein schlechtes Bild auf die Unschuldsbeteuerungen. 


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Der Fall Jens Söring

20.05.2017 um 11:55
Nur zur Klarstellung, es waren nicht Schwägerin und Halbbruder, sondern die Exfreundin eines Halbbruders, und sie wurde auch nicht zuerst von Elizabeth verdächtigt, sondern von der "Allgemeinheit" die sie und die Haysoms kannten. Sie war die Verlobte von Julian Haysom, und sie war schon während oder sogar vor der Beziehung in psychiatrischer Behandlung. Im Englade-Buch hieß es, ihre Eltern hätten sie damals einweisen lassen. Jedenfalls endete die Beziehung für sie traumatisch, indem sie erfuhr, dass Julian jemand anderes geheiratet hat. Laut dem Englade-Buch brachte sie sich selbst bei der Polizei auf den Schirm, weil sie während der Ermittlungen in Loose Chippings auftauchte und ohne Punkt und Komma zu reden begann. Elizabeth wurde in dem Zusammenhang zu ihr befragt. Quelle: Englade-Buch.


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20.05.2017 um 11:56
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:ich kenne mich mit der Boderlinestörung nicht aus, @bellady aber, vielleicht kann sie dir die Fragen dazu beantworten?
Erst mal sollte man nach den Gesamtursachen dieser Störung suchen , dann kann man sich die betreffenden Person besser "anschauen" , versuchen , sich in sie hineinversetzten.

Zu welchen Beeinträchtigungen sie alles führen kann , z. B. Depressionen , dass in den meisten Fällen zu einem Leistungseinbruch führt , wenn nicht wenigstens therapeutische Maßnahmen erfolgen . 

Bleiben diese aus , entsteht dieser ominöse Überlebenstrieb.....

http://www.apotheken-umschau.de/Psyche/Borderline-Ursachen-129335_4.html
Auf der rechten Seite dieses Links sind sie so ziemlich aufgezählt ..... 

Man sucht sich deshalb einen Partner, das nicht die wahre Liebe sein muss, der aber stark genug ist , das mittragen zu können , was diesem aber oft genug nicht bewusst ist.
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Zu der Befangenheit des Richters wurde hier übrigens schon genügend geschrieben. Dieser befangene Richter ließ z. B. den Gutachter bezüglich des Sockenabdrucks nicht vor Gericht zu. Spricht das für jemanden der befangen ist? 
Es gab 2 Gutachter in der Sache . Er lies den weniger gut ausgebildeten dafür zu.....
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Wenn du seinen Unterstützerkreis kontaktieren würdest und nachfragst, warum es nicht möglich ist, dass die Prozessakten öffentlich zugänglich gemacht werden? Dadurch könnte man viele Fragen klären, was sicherlich auch im Interesse von JS ist.... denn er behauptet schließlich unschuldig zu sein, dann spielt man mit offenen Karten? 
Die könnten sich doch auch bei mir melden, wenn sie hier mitlesen , aber wird nicht nötig sein.  Aus J. Bücher bin ich erstaunt , was er alles weiß und was während der Prozessführung falsch gelaufen ist . 
Da gab es dann auch noch diese 21-Tage -Frist , in der Beschwerden eingereicht werden mussten etc. 
Ob es deren Angelegenheit ist , der Öffentlichkeit Einblicke in die Prozessakten zu gewähren, da bin ich überfragt . Diese Entscheidung wird sehr wahrscheinlich JS. liegen , aber muss er sich zum gläsernen Menschen machen. hat er schon genug , finde ich , was er schreibt....  

Und nach dem Urteil kam ja sein Überlebenskampf innerhalb der Gefängnisse mit Hochkriminellen , wobei ich mir so meine Gedanken gemacht habe , was sich dabei ein Richter gedacht haben mag ...... 
Ich finde dabei schon noch eine Unterschied , ob man für eine kurze Zeit kriminell wurde/war , um einer anderen Person zu helfen , dies jederzeit wieder ablegen kann oder ob man es vorher schon war und immer bleibt..... 

Es gibt ja Fälle , in denen sogar Anwältinnen ihren männlichen krimminellen , bereits verurteilten Mandanten verfallen...   

Was ihm hier so als kaltblütiger Krimineller in Sachen von Scheckbetrug ausgelegt wird , das sehe ich durch seine selbstsichere Lebenserfahrungen aus dem Elternhaus , nie Geldsorgen hatte , dessen Schäden man immer noch ausgleichen kann ...... auf der Flucht auch mal die anderes Seite kennen lernen durfte , wie es ist , wenn man kein Geld hat.....  und trotzdem strikt darauf achtete , keine Personen zu verletzten oder jemandem Schaden zuzufügen, was ja eigentlich auch gegen einen Mordtat spricht .       


  
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Außerdem hat der Richter NICHT das Urteil gefällt sondern die Jury. Warum kommt man immer mit Dingen um die Ecke, die irrelevant ist? Außer, weil man ansonsten nichts anders vorzuweisen hat? Das wirft immer wieder ein schlechtes Bild auf die Unschuldsbeteuerungen. 
Das meinte ich ja ..... dass der Richter ein Verfahren so und so lenken kann , schon beim  Abwägen , wen und was er zulässt , was im Laufe des Prozesses an Indizien einfließen können und dann die andere entscheiden lässt . 

Für mich ist eigentlich alles gesagt , wie es zu all dem kommen konnte .......

    


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Der Fall Jens Söring

20.05.2017 um 12:03
Zitat von hopkirkhopkirk schrieb:Sie war die Verlobte von Julian Haysom, und sie war schon während oder sogar vor der Beziehung in psychiatrischer Behandlung. Im Englade-Buch hieß es, ihre Eltern hätten sie damals einweisen lassen. Jedenfalls endete die Beziehung für sie traumatisch, indem sie erfuhr, dass Julian jemand anderes geheiratet hat.
Eine Verlobte von EHs Halbbruder Julian ? Ja ,  darin kannte sich EH ja dann bestens aus, auf Neid eines Partners .... 


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20.05.2017 um 13:32
Zitat von belladybellady schrieb:Ich finde dabei schon noch eine Unterschied , ob man für eine kurze Zeit kriminell wurde/war , um einer anderen Person zu helfen , dies jederzeit wieder ablegen kann oder ob man es vorher schon war und immer bleibt.....
Die Frage ist, ob er einer Person (noch dazu einer Doppelmörderin) mit Kriminalitäten, die anderen Leuten geschadet hat, tatsächlich helfen wollte oder in erster Linie sich selbst.

Da hört für mich das Verständnis auf und für die Geschädigten warscheinlich auch.

Das Strafmass bei "Kleinkriminalitäten wird, je nach Fall und Schwere, berücksichtigt, wenn die Person sich zuvor nichts hat zu Schulden kommen lassen, jedenfalls in Deutschland.
Zitat von belladybellady schrieb:Für mich ist eigentlich alles gesagt , wie es zu all dem kommen konnte .......
Es gibt Straftaten, die ich ein stückweit nachvollziehen kann, doch hier sehe ich "nur" einen äusserst brutalen, kaltblütigen Mord.


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Der Fall Jens Söring

20.05.2017 um 14:57
@bellady
so ganz unwichtig ist es eben nicht. Für dich ist die Sachlage klar, was nicht bedeutet, dass andere es genauso sehen. Von daher wäre es wichtig zu erfahren, ob JS von alleine seine Handverletzung erwähnte, oder darauf angesprochen wurde bzw. die genaue Fragestellung. 

Wobei es schon ein großer Zufall ist, dass er eine Narbe an der Hand bzw. den Fingern hat, die anscheinend ja recht ersichtlich war/ist. Ich kenne nicht viele Menschen, die solche sichtbaren Narben an den Händen haben. Von daher ist es für mich ein schwerwiegendes Indiz in der ganzen Indizienkette.


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20.05.2017 um 15:10
ich habe ein wenig gegoogelt, nach Borderline und Stresssituationen, bin dann auf die Seite einer an Borderline Erkrankten gestoßen. 

Sicherlich kann man den einen Menschen mit Borderline nicht mit dem anderen Vergleichen. Trotzdem kann ich mir eben nicht vorstellen, dass man (EH) nachdem sie ihre Eltern mit dem Messer erstochen hatte noch so einen klaren Kopf bewahrte um den Tatort zu reinigen und anschließend noch eine 4-stündige Autofahrt nach Washington DC hinzubekommen. Das passt eben NICHT zu einem Borderliner @bellady https://meinwegmitborderline.wordpress.com/2014/06/28/borderline-umgang-mit-stress/
 


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Der Fall Jens Söring

20.05.2017 um 19:13
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Sicherlich kann man den einen Menschen mit Borderline nicht mit dem anderen Vergleichen. Trotzdem kann ich mir eben nicht vorstellen, dass man (EH) nachdem sie ihre Eltern mit dem Messer erstochen hatte noch so einen klaren Kopf bewahrte um den Tatort zu reinigen und anschließend noch eine 4-stündige Autofahrt nach Washington DC hinzubekommen. Das passt eben NICHT zu einem Borderliner
Sicherlich ist das für Normalsterbliche schwer zu verstehen , aber wenn man sich vorstellt , dass man mit dieser Erkrankung immer ein Stück weit Hass mit sich herum trägt , eine Hassliebe -Beziehung führen konnte , die sich durch ihre Beziehung zu ihren Eltern dermaßen zu gespitzt haben muss, dann löste diese Tat für sie eine immense Erleichterung aus , ein seelischer Orgasmus , wenn ihr so wollt......ein Knoten ist geplatzt, sie konnte danach wieder "normal" sein , sonst hätte sie die lange Fahrt doch nicht auf sich genommen ? 

Wenn man die Fahrzeit von der gesamten Abwesenheit ausrechnet , dann blieben doch nur 1-2 Stunden Zeit dafür und das reichte aus ....

Mir ist noch der Gedanke gekommen , ob es vllt. so war, dass von W. aus schon jemand mitgefahren sein könnte , von dort ,wo sie die Drogen entgegengenommen hatte , wo sie doch auch alleine aufkreuzen musste ?

Man wäre doch ein großes Risiko eingegangen, sie allein fahren zulassen , falls sie einen Unfall gehabt hätte und wäre sie ohne Unfall in eine Kontrolle geraten und aufgeflogen , ob dafür nicht auch JS dann als Auftraggeber vorgesehen war , Drogen in die andere Richtung transportieren hat lassen ?

Man kann es drehen wie man will , solange J. nicht in Freiheit kommt, kann EH schweigen und hier sehe ich den Grund , weshalb er nicht raus darf .....  


  
Zitat von boraboraborabora schrieb:Die Frage ist, ob er einer Person (noch dazu einer Doppelmörderin) mit Kriminalitäten, die anderen Leuten geschadet hat, tatsächlich helfen wollte oder in erster Linie sich selbst.
In erster Linie vor dem elektrischen Stuhl wollte er ihr helfen . 

Dass sie außer dem Mord an den Eltern so gerissen war, um keine Ausrede verlegen, dass hatte er doch gar nicht mitbekommen. 

Er hat sich allerdings schon gewundert unterwegs auf der Flucht dort in Thailand , als sie erwähnt habe , einen Elektroschocker anzuschaffen und Touristen zu überfallen , um an Geld zu kommen , was er kategorisch ablehnte . 

Das hat er sich im Laufe der Jahre hinter Gitter schon gefragt ,ob sie dann später auch in der Lage gewesen wäre , diesen gegen ihn einzusetzen, wollte er sich irgendwann von ihr doch trennen .... man kennt ja diese Trennungstragödien....
  
Da habe er lieber den Scheckbetrug vorgezogen , dass ihm dann auch leicht gemacht wurde.
Während ihm fast das Herz in die Hose gerutscht sei , anzufragen für ein Formular , einen Pass zu fälschen , wenn ich mich nicht irre, oder am besten gleich 2 Ausfertigungen oder was das für Dokumente waren , wurde ihm ein Auftrag von 100 Stück auferlegt , dem er sich nicht zu widersprechen wagte , denn dieser Geschäftsmann wollte ja auch was verdienen ...... 

Gleichzeitig war er irritiert , ob dieser ihm so großzügig entgegenkam , weil er ihn erkannt habe oder nur aus geschäftlichen Gründen ....

Die Angst saß ihnen auch dort im Nacken , erkannt zu werden,wie er schrieb....durch ihren angeblichen internationalen Haftbefehl ,den es nie gab (! ) 

Jetzt höre ich aber auf zu berichten ,sonst habe ich das ganze Buch nochmal geschrieben ...... 


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20.05.2017 um 19:20
Zum Thema Jane (die Verlobte). Sie hat wohl Wochen vor der Mord schon Messer bei Freunden deponiert, damit sie die Haysoms nicht umbringt. Daher war sie die erste Verdächtige.

"suspect profile from the F.B.I. had identified the murderer as a female who knew the family. For a time, suspicion fell on the daughter of a local judge, whose engagement to Haysom’s older half brother Julian had ended, Chuck Reid had heard, under pressure from his parents. (Julian says that his parents were actually disappointed by the end of the engagement.) A few weeks before the murders, Reid was told, she had brought knives to a friend, and asked him to take them, because evil spirits were pursuing her.

Reid thought that the woman was skittish, with a different-drummer kind of imagination, but not a killer. And she had told him an unsettling story. At one point, she said, Elizabeth Haysom had approached her. “I’m the devil,” Haysom had told her, according to Reid. “You’re the sacrificial lamb.” (Haysom denies this.)"
http://www.newyorker.com/magazine/2015/11/09/blood-ties


Intessant ist aber auch das Zitat aus JS Brief, als er Elizabeth in einem Gedankengang suggiert, er könnte Jesus werden, also ihr Erlöser:

"Were I to meet your parents, I have the ultimate “weapon.” Strange things are happening within me. I’m turning more and more into a Christ-figure (a small imitation, anyway), I think. I believe I could either make them completely lose their wits, get heart attacks, or they would become lovers (in an agape kind of way) of the rest of the world."
http://www.newyorker.com/magazine/2015/11/09/blood-ties


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20.05.2017 um 19:39
@hopkirk
Deine Version, mit Jane, stimmt mit der Version von Englade überein dort steht nur das mit dem Ex-Mann von NH, dass sie nur den Ex-Mann beschuldigt hat. Das mit Jane, habe ich von der Doku Wicked Attraction.


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Der Fall Jens Söring

20.05.2017 um 19:58
@Venice2009
Ja,nur Söring will uns glauben lassen das es die Intrige gab, gleich auf der ersten Seite seines Buches Nicht schuldig.


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Der Fall Jens Söring

20.05.2017 um 20:41
@kelten-maisie
Also ich bin mir sicher, das er es mit EH getan hat: 
-meine vorigen Indizien ein paar Seiten vorher 
-für mich ist es einfach selbstmörderisch, alleine hin zu fahren und 2 Menschen zu töten, nur mit einem Messer 
-Beide Opfer wiesen sehr unterschiedliche Stichwunden auf 
-Den Tagebucheintrag, mit ihren Sorgen über JS Fingerabdrücke kann auch wahr sein, den sie braucht sich ja keine Sorgen über ihre Fingerabdrücke zu machen 
-Warum wurde der Putzlappen mit EHs Blutgruppe (ganz wenig Blut) immer noch nicht gewaschen, wenn er in der Waschmaschine liegt ?


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Der Fall Jens Söring

20.05.2017 um 23:36
@Mr.Mystery1990 Dafür würde auch das lahme Alibi sprechen ...



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