Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 12:31
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:Kompressionsstrümpfe?
Wasserfüsse?

Ok also nein keine Mysterysocken...😂


melden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 12:31
Zitat von mr_majesticmr_majestic schrieb:Bitte führe mal aus was die Rolle "Deiner EH" am Tatort war...das wird bestimmt interessant. Hoffentlich war sie nicht nur Fahrer und hat die Tür aufgeschlossen und hat Psycho Killer aufgelegt....;)
Erstaunlich, damit triffst du schon ziemlich genau ins Schwarze. EH musste ja fahren, da JS nach 3 Dosen Bier und 3 Gin Tonic bestimmt kaum noch stehen konnte. :D

Es wurde schon genügend dargelegt, warum ich und andere User EH + JS favorisieren. Du favorisierst EH + X, über EH brauchen wir also nicht zu diskutieren, aber über X.

Die Wahrscheinlichkeit für EH + X ist genauso klein oder groß, wie die Wahrscheinlichkeit für JS + X, denn es gibt null Hinweise darauf, dass X lieber mit EH gemordet hat, also falls X außerhalb des DNA-Bröselversiums überhaupt existiert.

Ok, außer man befindet den 25 Jahre nach der Tat aufgetauchten Zeugen TB für glaubwürdig, selbstverständlich auch dann, wenn dieser hypothetisch JS mit X inklusive Tat-Fahrzeug und praktischerweise direkt darin befindlicher Tatwaffe samt Blutspuren beobachtet hätte. Ohne jeden Beleg versteht sich.

Würdest du wegen einem TB, der 25 Jahre nach der Tat pro EH ausgesagt hätte, auf JS + X umschwenken? Wenn nicht, müsstest du TB aus deinen Überlegungen streichen, aber was bleibt dann übrig, um X mit EH und der Tat zu verknüpfen? Du wirst ja nicht behaupten, dass offenbar intelligente Drogenfreunde (Elite-Uni) eher zu Mordgehilfen mutieren und ihr Leben + ihre Karriere riskieren, als alle erdenklichen anderen Freunde, Bekannten und Unbekannten in JS und EHs Dunstkreis?

Die DNA-Brösel beweisen wie erwähnt keine Vorliebe des X für EH. Wie sieht also deine Indizienkette zu EH + X aus? Hast du da was Konkretes, außer TB und heiße Luft? Zum Beispiel die Schuhgröße von Ned und Jim oder die Blutgruppe oder das DNA-Profil der beiden oder deren Alibi? Schon mal überlegt, dass die Wahrscheinlichkeit extrem hoch ist, dass da gar nichts passt?

Ohne Buchanan-Glauben zerbröselt dein Favorit wie die DNA-Brösel, die JS propagiert, jedenfalls wenn du den Sachverhalt objektiv betrachtest, denn ohne die zweifelhafte TB-Aussage ist X nicht EH zuordenbar.

Zuungunsten von EH und JS existieren dagegen zahlreiche konkret personenbezogene Indizien, die JS mit seinen Geständnissen, seiner Blutgruppe, seinem Fußabdruck und seinem Fluchtverhalten deutlich anführt, wenn es um die Frage geht, wer von diesen beiden wahrscheinlicher am Tatort war.

Da fällt mir ein, woher hatte JS eigentlich das Täterwissen, dass der Täter Blut am Tatort verlor? Von EH wohl kaum. Wozu hat er vorsätzlich Täterblut der Blutgruppe 0 an den Tatort gedichtet, obwohl ihm als Unschuldiger klar sein musste, dass es derartige Täterspuren gar nicht geben kann?

Dass er sich über 1 Jahr nach der Tat nicht mehr genau an die Bein-Bekleidung von NH oder die zentimetergenaue Lage von DH erinnern konnte, muss man ihm auch als Täter zugestehen. Bei der Tatwaffe hat er abgezockt geschwiegen und dann erfindet er ohne Not so eindeutiges (aus seiner Sicht ja falsches) Täterwissen einer stark blutenden Verletzung, mit der er sich quasi vorsätzlich unglaubwürdig macht?

Da sein Märchen des blutenden Blutgruppe 0 Täters aber "zufällig" mit den Tatortspuren übereinstimmte, belastete er sich unfreiwillig selbst. So eine Ungerechtigkeit.

Zum Glück wurde der ungerechte Zufall aber kürzlich durch einen neuen Zufall ersetzt, nämlich dass der unschuldige JS schon 1986 EHs echten Mord-Helfer erfand, der genau wie im 86er Geständnis-Märchen JS Blutgruppe in den Tatort blutete und erst 25 Jahre später in Teilen aus dem DNA-Reagenzglas schlüpfte sowie aktuell unter der Formel EH + X vermarktet wird ... :)

Zum Schluss noch eine Richtigstellung, weil das überall falsch steht: Sein Name ist Jens Söring und er ist schuldig. Mit diesem rhetorischen Kniff aus JS Basics-Repertoire hab ich dich überzeugt, stimmts? :troll:
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:irgendeinen Abdruck von EH hat Hallett aber der Jury gezeigt. Gibt es denn einen, der noch unähnlicher ist?
Muss ja, wenn wir JS glauben schenken, denn 3 und 4 bezeichnet er als gleichwertig zu 1, während er den bei Gericht gezeigten als deutlich von LR3 abweichend beschreibt.


3x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 12:42
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:JS + X,
Ich muss dir wohl mathematisch in Stochastik etwas auf die Spruenge helfen....

EH hatte ihr eigenes Leben, Drogenfreunde und wollte JS auch mal aus dem Weg inbesondere wenn es um Drogen ging, trotz dem schriftlichen manipulativen Suessholzgeraspel. Sie erzaehlte jedem nahezu X-beliebigen (übertrieben) an der Uni von ihrem Elternhass. Eine schriftliche Aussage von jmd der meinte "ich bin wohl nicht darauf angesprungen" existiert.

Ein Söring wollte am liebsten jeden Tag mit EH,
hat seine wenigen Kumpels (Band) vernachlaessigt und fiel nicht durch Drogenkonsum auf.

Es existiert keine Aussage von einem Freund zu dem er jammernd ging dass seine Freundin zu wenig Geld für ihr Drogenleben bekommen wuerde oder dass ihre Eltern die Beziehung beenden wollen.
Als Schmankerl noch. Er hätte keine 5 Autods von Freunden auf die Auffahrt zusammenbekommen. Wenn es da einen Überschnitt gab.


Manchmal ist die Auflösung nach X etwas banaler als 'Stochastik mit Zurücklegen"
😂


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 14:12
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb: Das ist der Grundsatz dass niemand für die selbe Straftat mehr als einmal angeklagt werden darf.
Vielen Dank, @Venice2009 für Deine Antwort.
In Deinen nachfolgenden Beiträgen kann ich Dir, wie immer, vollstens zustimmen :Y:
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Dass er sich über 1 Jahr nach der Tat nicht mehr genau an die Bein-Bekleidung von NH oder die zentimetergenaue Lage von DH erinnern konnte, muss man ihm auch als Täter zugestehen
Die Indizien, die gegen ihn sprechen sind so schwerwiegend, das es völlig unwichtig ist, was die Opfer seiner Meinung nach an hatten oder ob er weiß, ob Frau Haysom die Haare lang oder kurz trug.

Deshalb konnte man von einer Anklage auf Doppelmord nicht Abstand nehmen ;)

Maßgeblich ist die Indizienkette, die man dabei immer wieder erwähnen muss.

Gardner hat mit Söring gesprochen u. danach war er überzeugt, den Täter zu haben.
Ich gehe davon aus, das Söring zudem noch die Details erzählt hat, die E., wäre sie die Täterin gewesen, nicht gesagt hätte, weil sie unbedeutend waren.


2x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 14:17
Zitat von boraboraborabora schrieb:Maßgeblich ist die Indizienkette, die man dabei immer wieder erwähnen muss.
Aber aber. Auch 1.000 Indizien machen noch keinen Beweis. Was nicht passt wird pasend gemacht lautet doch immer wieder die Maxime der Anklage.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 14:19
Zitat von gentuliogentulio schrieb:Auch 1.000 Indizien machen noch keinen Beweis
Zu pauschal u. allgemein.
Man muss sich die Fälle einzeln anschauen.

Was denkst Du, das es die Landstreicher waren?

Hast Du eine logische Erklärung dafür, das E. die Tat Söring gestanden haben soll?

Es wird passend gemacht, das Söring unschuldig ist, das trifft es eher ;)


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 14:38
Zitat von boraboraborabora schrieb:Was denkst Du, das es die Landstreicher waren?
Alle möglichen weiteren Verdächtigten konnten ausgeschlossen werden, wie eben die Landstreicher oder die Schwägerin.
Nach einem halben Jahr Ermittlungsarbeit führten die Indizien zu den beiden. Beide konnten z. B. keine plausiblen Angaben bezüglich der zu viel gefahrenen Meilen machen.
Das streckt sich so weiter über das angebliche Rettungsmotiv, was für niemanden ersichtlich ist über die Gewissheit, dass JS nicht zur Polizei rennt, als sie ihm die Morde angeblich gesteht. Ganz davon abgesehen, dass sich die meisten von ihr distanziert hätten, wenn sie über Tod, Hass und Mordabsichten bezüglich ihrer Eltern geschrieben hätte. Nicht so JS, ihn schien das keinesfalls abzuschrecken.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 14:55
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Nach einem halben Jahr Ermittlungsarbeit führten die Indizien zu den beiden. Beide konnten z. B. keine plausiblen Angaben bezüglich der zu viel gefahrenen Meilen machen.
Das streckt sich so weiter über das angebliche Rettungsmotiv, was für niemanden ersichtlich ist über die Gewissheit, dass JS nicht zur Polizei rennt, als sie ihm die Morde angeblich gesteht. Ganz davon abgesehen, dass sich die meisten von ihr distanziert hätten, wenn sie über Tod, Hass und Mordabsichten bezüglich ihrer Eltern geschrieben hätte. Nicht so JS, ihn schien das keinesfalls abzuschrecken.
Das u. noch vieles mehr trifft den Kern der Sache u. wie Du mal, richtiger weise anmerktest (sinngemäß, den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr): Wären die Beiden nicht geflohen, hätte man sie der Tat nicht überführen können u. man verdächtigte sie zu dem Zeitpunkt nicht richtig.

Denn bis dahin wusste man nichts über Flucht, Briefe, Verschleierung einer schweren Straftat, mehrfache Geständnisse, scheinheiliges Alibi usw. usw. usw.


Erst dadurch, das sie geflohen sind, verdächtigte man sie wirklich u. das verdichtete, mehr noch, bestätigte sich mit den dann drauffolgenden Ereignissen.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 21:30
Zitat von boraboraborabora schrieb:Denn bis dahin wusste man nichts über Flucht, Briefe, Verschleierung einer schweren Straftat, mehrfache Geständnisse, scheinheiliges Alibi usw. usw. usw.
Genau so ist es. Hätten sie die Briefe vernichtet, gäbe es nur den Sockenadruck und die zuviel gefahrenen Meilen und das wäre ohne ein Geständnis nicht viel Wert.
Aber das konnten sie zu der damaligen Zeit nicht wissen. Sie sind geflohen, weil sie davon ausgingen, überführt zu werden. Denn zu dem Zeitpunkt hatten sie gar kein Wissen darüber, daß keine Fingerabdrücke von JS am Tatort existierten. Er war sich scheinbar nicht sicher, doch nicht etwas übersehen zu haben. Über den Sockenadruck wusste er Bescheid, allerdings nicht, dass diese wenig Aussagekraft haben.

Mit dem Wissen von heute, wären sie sicherlich gar nicht erst geflohen. Wobei es sicherlich auch nicht einfach ist, bei den Verhören nicht doch einzubrechen bzw. sich nicht zu widersprechen. Er hätte nämlich keine 4 Jahre Zeit sich eine konstruierte Geschichte zu überlegen.
Wären sie dabei geblieben, nicht auszusagen, dann hätten es Gardner und Co. zumindest schwer ihnen den Doppelmord nachzuweisen.


melden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:03
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Eigentlich wäre das ja auch die Aufgabe der Verteidigung gewesen dieses anzuführen. Bekannt waren ihm die Abdrücke zumindest, da er in seinem Schlussplädoyer erwähnte, dass es auch zu EH Ähnlichkeiten gäbe. Im Gegensatz zu der Anklage hat er diesen Abdruck nicht der Jury präsentiert.
Ich habe mich gefragt, warum die Ermittler sich nicht mehr um die Abdrücke gekümmert haben. Aber vor Prozessbeginn war ja in erster Linie das Geständnis bedeutsam. Die Sockenabdrücke waren gar nicht so wichtig. Als das Geständnis zurückgezogen wurde, hat die Anklage sich natürlich den Abdruck gesucht, der am besten passt und dann wäre es, wie du richtig schreibst, Sache der Verteidigung gewesen, eine Gegenargumention auf den restlichen Spuren aufzubauen.


2x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:06
Zitat von boraboraborabora schrieb:Gardner hat mit Söring gesprochen u. danach war er überzeugt, den Täter zu haben.
Ich gehe davon aus, das Söring zudem noch die Details erzählt hat, die E., wäre sie die Täterin gewesen, nicht gesagt hätte, weil sie unbedeutend waren.
Ach borabora....Die "achso-durschlagende-Indizien-Kreisbahn" drehen und dann im Konditional den Unterschied machen wollen. genialer Zug.

Bei Gardner ist doch alles möglich....von ueberfordert (sector7) bis convinced himself(soering) über Rosenfield (lost) über Paranoia (EH beschrieb mir wo ich wohne) über Harding (Ignorant) endend bei Reid (enttäuscht, dass ist nicht mehr der Gardner den ich 85 kannte).

Lethargischer Märchenonkel?


melden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:18
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:Als das Geständnis zurückgezogen wurde, hat die Anklage sich natürlich den Abdruck gesucht, der am besten passt und dann wäre es, wie du richtig schreibst, Sache der Verteidigung gewesen, eine Gegenargumention auf den restlichen Spuren aufzubauen.
Jaja die Verteidigung. Ist Dir mal aufgefallen das Updike wann immer er strategischen Bedarf hatte "objection' sagen konnte. Ist Dir nicht aufgefallen, dass Updike das Abdruckthema es in für ihn entscheidenen Moment unter Ausschluss der Jury verhandelt hat. Wieviele ojections von Updike hat Sweeney abgelehnt?

Die Wohnzimmer-Juristen....🙂


melden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:19
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:bedeutsam. Die Sockenabdrücke waren gar nicht so wi
Eben. Die Sachlage war ziemlich klar gewesen, mit einem geständigen Täter.
Er tötet die Haysoms, EH sorgt in Washington für das Alibi. Die Beweise am Tatort wie die Blutgruppe 0 und der Abdruck des Fußes unterstrichen dies ja auch.
Sehe hier nicht, dass man hätte die Geschichte anzweifeln sollen, wie hier immer wieder von einigen behauptet wird.


melden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:25
Ok halten wir jetzt mal fest, Venice legt sich auf Söring als Einzeltäter fest. Dann passen auch ihre letzten 3500 Beiträge.
Die Aussage mit EH und JS war eine Trenderscheinung hier im Strang.
Aber für Mittagsmorde gibt es einfach zu wenig Anhaltspunkte.
Seps13 vielleicht kannst Du Dich mit Deiner analytischen Stärke Griffiths annehmen. Andere steigen bei dem Thema eher aus.


melden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:28
@mr_majestic
Wenn EH mit am Tatort gewesen ist, dann wurde sie lediglich Dank JS nicht wegen Mordes verurteilt.


1x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:29
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:mr_majestic
Wenn EH mit am Tatort gewesen ist, dann wurde sie lediglich Dank JS nicht wegen Mordes verurteilt.
Nicht Mr.Updike vergessen, bitte.


melden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:32
@mr_majestic
Updike hat lediglich verwertet was JS ihm zugespielt hat.


melden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:35
Updike war Staatsanwalt in EHs "Prozess".
Da war kein Söring anwesend. Und auch keine Sockenabdrücke....😄
Man sollte nicht jedes seiner Argumente von Söring beherrscht sehen. Sonst wird man noch ganz obsessiv.


melden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:43
Zitat von Sector7Sector7 schrieb:Wozu hat er vorsätzlich Täterblut der Blutgruppe 0 an den Tatort gedichtet, obwohl ihm als Unschuldiger klar sein musste, dass es derartige Täterspuren gar nicht geben kann?
Eine gelungene Zusammenfassung und du hast da etwas erwähnt, was mir noch gar nicht bewusst war. Ist auch eine ziemliche gedankliche Verrenkung für mich, weil ich immer Probleme habe, mir JS unschuldig vorzustellen. Aber ich versuche es mal.

Er war also nicht am Tatort, will aber ein glaubwürdiges Geständnis ablegen, um EH zu schützen. Blut von ihm mit der Blutgruppe 0 ist auszuschließen. Er sagt trotzdem, dass er am Tatort geblutet habe.
----Warum?----
Er weiß doch genau, die Ermittler können höchstens EHs Blut mit ihrer Blutgruppe B finden bzw. bereits gefunden haben und nicht seins.

Angenommen, die Ermittler sagen, ja, wir haben Blut da gefunden, wo es vermutlich nach deiner Verletzung zu finden ist, es hat aber die Blutgruppe B. EH hat diese Blutgruppe, war sie etwa auch zur Tatzeit dort?

Damit hat er sich in unnötige Erklärungsnot und EH in Schwierigkeiten gebracht.

Nun weiß man ja nicht unbedingt die Blutgruppe seiner Partnerin und erst recht nicht von deren Eltern. Aber diese Lüge war dennoch völlig überflüssig bis hochriskant, denn er hatte nicht die gleiche Blutgruppe wie EH.

Viel besser wäre gewesen wenn er

1. Einfach nichts dazu gesagt hätte (immer dran denken, er war nicht da, sein Blut kann gar nicht da sein, er weiß das ganz genau und erzählt die Blutlüge nur zum Schutz von EH)

oder nebenbei erwähnt hätte

2. "Falls ihr Blut von Elizabeth findet, sie hat sich vor einer Woche da verletzt, ich kann das bezeugen."

Wenn man allerdings dort war und weiß, dass man sich verletzt hat und das passende Blut dazu zu finden ist und man ein Geständnis ablegen möchte, dann kann man das wahrheitsgemäß erwähnen.

Nun war er aber ja nicht da, ist das Risiko dennoch unverständlicherweise eingangen und tatsächlich wird Blutgruppe 0 von Mr. X entdeckt. Von Mr. X wusste er aber damals noch gar nichts!
Das ist wirklich ein großer Zufall. Hat JS das eigentlich schon mal irgendwo in einem Buch oder in einer Präsentation oder in sonstigen Veröffentlichungen erwähnt? Das ist doch bemerkenswert. Darüber muss er sich doch selbst mal gewundert haben.

Jetzt steht für uns wieder die Überlegung an, was ist wahrscheinlicher:
1. Er hat diese Lüge einfach aufs Geratewohl erzählt, in der Hoffnung, Elizabeths Blut wird nicht gefunden bzw. sie hat die gleiche Blutgruppe wie er. EH hat zwar nicht die gleiche Blutgruppe, aber ihr mordender Drogenfreund, von dem JS zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht wusste. Zufall.
2. Er war am Tatort, hat geblutet, hat die Wahrheit gesagt und sein Blut wurde passend dazu auch gefunden. Kein Zufall.


2x zitiertmelden

Der Fall Jens Söring

01.11.2018 um 22:44
@mr_majestic
Er hat die Geschichte doch genauso verwertet wie JS sie ihm gegenüber gestanden hat. Verstehe deinen Einwurf nicht, was der Sockenadruck damit im Prozess gegen EH zu tun haben sollte bzw. die Bedeutung dessen?


melden