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Der Fall Jens Söring

29.217 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Kino, Gefängnis ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Der Fall Jens Söring

Der Fall Jens Söring

31.07.2019 um 16:36
@kelten-maisie
Du nach abschluß von einem Fall dürfen die einzelnen Beteiligten sicher als Privatperson gerne noch was erzählen zum Fall oder noch einen draufsetzen oder Bücher schreiben . Das machen einige EB oder Richter Die im Ruhestand sind . Da wird dann internes geplaudert . Aber auch geschorene dürfen reden nach dem Urteil

Details die noch unbekannt sind.
Zurückhaltung von Details sind nur vorstellbar zB bei sicherheitsrelevanten staatsrechtlichen Sachen ( also die die innere Sicherheit betreffen und unter Geheimhaltung Falken können )
Das hier war ein übliches Strafverfahren mordanklage , ( nur besonders weg des Angeklagten - deutscher u den Kameras im Saal , also nichts sicherheitsrelevantes.

Aber so fette Beweise , zurückhalten ? Nein warum ? Ist doch das topping für jeden Ankläger seine Beweise zu präsentieren und zuzuschauen wie die Geschworenen reagieren .

( im Chris Watts Case zB vermutet man , das noch etwas zurückgehalten wird, aber aus nachvollziehbaren Gründen , )


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Der Fall Jens Söring

31.07.2019 um 16:56
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Aber so fette Beweise , zurückhalten ? Nein warum ? Ist doch das topping für jeden Ankläger seine Beweise zu präsentieren und zuzuschauen wie die Geschworenen reagieren .
so leuchtet es eigentlich ein. Danke für deine Ausführungen.
Meine Überlegung war, ob etwas nicht in den Prozess kam, da es für ein Schuld-Urteil nicht unbedingt nötig war, da es den
Sockenabdruck gab und der genügen sollte. Für den Fall das er nicht genügt hätte für die Jury, hätte man auch mehr präsentieren
können. Und ich wollte wissen, ob JS die Möglichkeit behabt hätte zu verlangen Material das in belastest nicht in den Prozess zu bringen.

Aber das macht irgendwie alles keinen Sinn, da man den Schuldspruch im ersten Moment riskiert hätte. Also wirklich sinnlos.

Vor allem stellt sich die Frage warum man nicht gleich alles Belastende verwendet hätte. Ein Gerichtsprozess steht damit nicht
gut da, wenn man wirklich belastendes zurückhält, bis man darauf zurückgreifen möchte um den Schuldspruch zu erreichen.

Meine Frage sollte damit geklärt sein. Danke dir.


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Der Fall Jens Söring

31.07.2019 um 18:25
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:Und ich glaube nicht , das es Debra Mielke gefallen würde , wenn sich JS mit ihr vergleicht.

es ist schon recht unverschämt sich als Häftling als etwas besonderes zu sehen , arrogant ist so was. Wo bitte ist er was besonders?? Nur weil er bekannt ist??
Welche Rechte leitest du daraus f ihn ab. ?
Er ist ein gewöhnlicher krimineller unter gewöhnlichen anderen kriminellen.
"basta " hast du noch vergessen :)

Aber sie kann es am besten beurteilen, wie es sich anfühlt, wenn man durch solche Leute in sowas hineingezogen wird. M.Milke hatte auch nicht wenig Drogen konsumiert, war trotz Therapie nicht weniger gefährlich geworden.

Soviel dazu, weil JS sich Vorwürfe macht, dass er EH nicht gleich dazu geraten hatte. Auch hier muss sich der Patient zu seiner Krankheit bekennen, dem nicht alle nachkommen nach DM Erfahrungen.

@JohnnyGWatson

Von der Anmietung einer Wohnung habe ich nun noch nichts gefunden weder bei Englade noch bei JS im Buch "Zweimal lebenslänglich". Ab S.80, so wie du geschrieben hast, es schien an dem WE von DHs Geburtstag 23./24.03 alles in Ordnung. Ab EHs 21.Geburtstag am 15.04. sollte sie über ihr Konto verfügen können.

Sieht eher so aus, als ob EH vor JS die Schulden bei Daeler vorgetäuscht hatte, um ihm
ihre Kurierdienst(e) runter spielen zu können, für die sie dann ihre Drogen umsonst bekam.

So war es für sie ein schwacher Trost, dass sie eigenes Konto hatte, über dass sie weiterhin unter Kontrolle stand.

Ihr Argument für die Fahrt : Sie könne ihn nicht zum Teufel jagen wegen der Nähe zu ihrer Familie, dass er sie dort verraten könnte wegen der Drogen und Jens.
Zitat von CalligraphieCalligraphie schrieb:@Venice2009
Du sagst es. Welchen Grund soll die Staatsanwaltschaft haben , belastendes zurückzuhalten ? Es ist ihr Job alles zu tun die Anklage mit allem was man hat solide zu unterfüttern.
das Urteil sagt alles.

Hier wurde alles auf den Tisch gelegt und das mit Erfolg..


Und mit Erfolg auch in der Versenkung verschwinden lassen.

Zumindest wurden die Fotos von EH und das Gutachten vom Gutachter aus VIRGINIA, der bestätigte, das es zwischen EH und NH eine sexuelle Beziehung gab,"versiegelt" und somit aus dem Verkehr gezogen.

Es ist anzunehmen, dass ihre Mutter sie mit den Fotos in der Hand hatte, sie immer wieder als Hure bezeichnen konnte, während sie andererseits diese Fotos ihren Freundinnen herumzeigte mit dem Argument, sie brauche diese, um Aktbilder zumalen, was aber kein einziges gefunden wurde.

Also damit konnte man schon EHs Wut, der Hauptgrund ihrer Borderline - Störung auf ihre Eltern enorm runterschrauben, sie nur auf eine Mittäterin reduzieren, wofür sie dann "Reue" zeigt , während man dass Schuldbarometer bei JS in die Höhe jagte.

2008 dann will er erfahren haben, dass sämtliche Gerichtsunterlagen von EH verschwunden sein sollen, über die er noch verfüge.


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Der Fall Jens Söring

31.07.2019 um 20:26
Zitat von belladybellady schrieb:Es ist anzunehmen, dass ihre Mutter sie mit den Fotos in der Hand hatte, sie immer wieder als Hure bezeichnen konnte, während sie andererseits diese Fotos ihren Freundinnen herumzeigte mit dem Argument, sie brauche diese, um Aktbilder zumalen, was aber kein einziges gefunden wurde.
ich finde das hier wirklich grenzwertig. Gibt es dafür Beweise? Ansonsten ziehst du hier das Opfer momentan ziemlich durch den Schmutz. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so genau, dass man so viel Abneigung gegen die Opfer und gegen EH hat, JS aber auf ein hohes Podest stellt.

Dir ist schon bewusst, dass er, nach deiner Version, einer Doppelmörderin zur Flucht verhelfen wollte? Kriminell aktiv war, mit Fälschung von Papieren, Scheckbetrügerein, Lügen verbreitet hat, einen Mord auf sich nahm.

Ist das alles harmlos in deinen Augen oder mit jugendlichem Leichtsinn erklärbar? Ein so toller, unbescholtene, intelligenter Junge auf einmal so auffällig. Dabei kannte er sie wie @JohnnyGWatson immer wieder sagt nur 2,5 Monate. Und ruiniert dafür sein Leben, das seiner Familie? Für jemanden, der eine solche fürchterliche Tat begangen hat? Unglaublich, dass man so eine Person dermaßen in Schutz nimmt.


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Der Fall Jens Söring

31.07.2019 um 21:56
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Ansonsten ziehst du hier das Opfer momentan ziemlich durch den Schmutz. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so genau, dass man so viel Abneigung gegen die Opfer und gegen EH hat, JS aber auf ein hohes Podest stellt.
Soziologisch hoch interessant, wie die Rhetorik von JS bei einem bestimmten Klientel verfängt.

(Manchmal muss ich mich selber kneifen. Das passiert wirklich!)


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31.07.2019 um 22:28
@ElvisP
Es ist wahr. kneif dich nicht

Sie meinen es tatsächlich alles ernst. Dagegen kommt man nicht an .

Fanatismus ist auch eine Form von realitätsverweigerung . Es ist wie bei einem Verkehrsunfall , man soll nicht hingucken aber man tut es.


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Der Fall Jens Söring

31.07.2019 um 23:48
Zitat von belladybellady schrieb:Aber sie kann es am besten beurteilen, wie es sich anfühlt, wenn man durch solche Leute in sowas hineingezogen wird. M.Milke hatte auch nicht wenig Drogen konsumiert, war trotz Therapie nicht weniger gefährlich geworden.
Der Fall Milke und erst recht die Personen Milke und Söring sind absolut nicht vergleichbar.

Es gab keine wirklichen Indizien gegen sie, schon gar keine selbst "produzierten".

Sörings gesamte Einlassung bzw. Aktivitäten und Aussagen sind für meinen Geschmack ein bisschen zu viel, als das man sagen könnte, er sei unschuldig in "sowas" hineingezogen worden.
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Ist das alles harmlos in deinen Augen oder mit jugendlichem Leichtsinn erklärbar?
Das verwundert mich auch immer wieder.
Ich denk, man lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man sagt, das man so einem Akteur durchaus einen Doppelmord zutraut.


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Der Fall Jens Söring

01.08.2019 um 04:24
Zitat von kelten-maisiekelten-maisie schrieb:bedeutet das gleichzeitig, dass auch Beweis-u. Indizienmaterial nachträglich nicht hervorgeholt werden kann, und das man dazu
eine neue Verhandlung bräuchte? Das altes, bisher nicht herangezogenes Material nur in einer neuen Verhandlung, bzw. Prozess
beachtet werden darf für ein evtl. neues Urteil.

Das also niemand, auch JS nicht, so einfach darauf zurückgreifen kann, auch die Justiz nicht?
Da gehe ich jetzt mal davon aus, dass es JS nicht erlaubt worden wäre Material unter Verschluss halten zu dürfen, besonders dann
nicht, wenn es ihn belastet hätte. Sockenabdruck hin oder her.

Aber hier weiß @Rick_Blaine sicher mehr.
Ich versuch's mal, aber ich glaube, die Antwort hast Du schon selbst gefunden.
Erst einmal ist es grundsätzlich so, dass beide Seiten im bzw. vor dem Prozess gegenseitig offenlegen müssen, was sie an Beweismaterial haben bzw. in den Prozess einbringen wollen. Das nennen wir hier "discovery." In Deutschland ist es weitgehend mit dem Fachbegriff "Akteneinsicht" zu vergleichen. Interessant ist dabei, dass die Anklagevertretung auch entlastendes Material, auf das sie im Zuge der Ermittlungen gestossen ist, offenbaren muss.

Daher kann man davon ausgehen, dass beide Seiten weitgehend wissen, was die jeweils andere Seite an Material besitzt.

Müssen die Beteiligten nun dieses Material komplett nutzen und damit in der Regel es öffentlich machen? Nein. Einfaches Beispiel: Die Anklage wirft dem Theodor vor, den armen Oskar mitten auf dem Marktplatz von Garmisch um 12 Uhr am 4.5.2019 erschossen zu haben. Sie hat 42 Augenzeugen, welche das bestätigen. Nun alle 42 vor Gericht aussagen zu lassen wäre sicherlich overkill. Sie wird eine Handvoll Zeugen auswählen, die, die am besten gesehen haben, die gut beschreiben können, die ehrbar und über jeden Zweifel erhaben sind und so weiter. Sie kann dem Gericht anbieten (proffer) die anderen auch zu vernehmen, wenn notwendig, und das Gericht kann das ins Protokoll nehmen. Wenn nun im Prozess sagen wir mal nur 8 dieser Zeugen vernommen werden, dann wird die Öffentlichkeit vermutlich nie erfahren, wer die anderen 34 Zeugen waren und was sie den Ermittlern erzählt haben.

Allerdings, sollte der Verurteilte eines Tages meinen, die Aussagen dieser 34 hätten ein anderes Bild ergeben können und es war ein grober Kunstfehler seines Verteidigers, diese einfach abzuhaken, kann das in einer Revision eine Rolle spielen.

Ansonsten gilt: nach dem abgeschlossenen Prozess und der Rechtskraft der Urteils ist die Sache erledigt und die 34 Zeugenaussagen verschwinden in der Versenkung. Freilich ist es allen Beteiligten ungenommen, eines Tages ihr Wissen um diese Aussagen in Büchern, Interviews oder sonst was zu veröffentlichen, a la "Ich war der 34. Zeuge" oder "Das Geheimnis um Zeugin Nr. 31 - Sah sie Mutti Merkel am Tatort?" usw.

Muss also nun jede Erkenntnis im Zuge von Ermittlungen veröffentlicht und im Verfahren genutzt werden? Nein. Aber wenn eine Seite darauf besteht, dann geht kaum ein Weg daran vorbei. Wenn z.B. im obigen Beispiel die Verteidigung der Meinung ist, die Aussage von Zeugin Nr. 32 wird den Fall ganz anders darstellen, und die Anklage will Zeugin Nr. 32 nicht aufrufen, dann kann die Verteidigung das tun.

Gibt es nun im Fall JS geheime Ermittlungsergebnisse die bisher nie veröffentlicht wurden? Nun, da sie geheim sind, wissen wird das natürlich nicht :) Aber es ist doch sehr unwahrscheinlich. Vor allem wenn es um solche gehen sollte, die sehr substantiell sind. Die Anklagevertretung hat in unserem Rechtssystem die Beweislast, das heisst sie muss die Schuld beweisen und sie wäre schön blöd, wenn sie dazu dienliche Beweise nicht verwertet.

Umgekehrt ging es im Prozess für JS um extrem viel - er wäre dumm, entlastendes Material nicht zu nutzen.
Zitat von kelten-maisiekelten-maisie schrieb:Meine Überlegung war, ob etwas nicht in den Prozess kam, da es für ein Schuld-Urteil nicht unbedingt nötig war, da es den
Sockenabdruck gab und der genügen sollte. Für den Fall das er nicht genügt hätte für die Jury, hätte man auch mehr präsentieren
können. Und ich wollte wissen, ob JS die Möglichkeit behabt hätte zu verlangen Material das in belastest nicht in den Prozess zu bringen.
Zitat von kelten-maisiekelten-maisie schrieb:Aber das macht irgendwie alles keinen Sinn, da man den Schuldspruch im ersten Moment riskiert hätte. Also wirklich sinnlos.

Vor allem stellt sich die Frage warum man nicht gleich alles Belastende verwendet hätte. Ein Gerichtsprozess steht damit nicht
gut da, wenn man wirklich belastendes zurückhält, bis man darauf zurückgreifen möchte um den Schuldspruch zu erreichen.

Meine Frage sollte damit geklärt sein. Danke dir.
Siehst Du, Du hast die Antwort bereits selbst gefunden.


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01.08.2019 um 06:36
Jetzt hab ich doch auch mal eine Frage an den RA @Rick_Blaine, denn es geht diesmal tatsächlich um den Bereich Verteidigung und Schweigepflicht.
Steven D. Rosenfield hat ja damals auch schon EH verteidigt.

Was wäre EH hätte ihm damals erzählt, dass sie direkt beteiligt war, bzw. eben Sätze in diese Richtung geäussert.
Wäre Rosenfield verpflichtet dies für immer zu verschweigen oder wäre er verpflichtet dies damals oder heute anzugeben?
Also nicht nur in diese Richtung, alles was sie gesagt hat.

Zu anderen Themen denke ich wären Ermittler und Forensiker eher von Vorteil (mit allem Respekt vor Dir und Deine Einlassungen hier), wie Harding, Raid und Co, so wie es ja tatsächlich an der amerikanischen Söringfront auch ist.
Viele Themen richten sich ja doch eher in Richtung neue Ermittlungen, aber auch die Messung der alten wäre interessant.
Griffith, Experte für Verhörungen hat man ja schon gehört, fand ich sehr interessant.
Die Legislative und deren Instrumente interessiert mich da weniger.

Zum heutigen Stand auf jeden Fall, vor dreissig Jahren - hier in einer Diskussion - wäre ein RA sicher von Vorteil gewesen, um Neatons, Updikes Aktivitäten zu bewerten, bzw. den damaligen Prozess zu analysieren.


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Der Fall Jens Söring

01.08.2019 um 06:50
Zitat von BluelleBluelle schrieb:Zu anderen Themen denke ich wären Ermittler und Forensiker eher von Vorteil
Was meinst du mit "von Vorteil"? Du hättest gern zu jedem Thema einen selbsternannten Experten in diesem Forum? Was hätte das für Vorteile, wenn du ihnen nur dann ihre Qualifikation abkaufst, wenn sie Sörings Propaganda bestätigen?

Du kannst in anderen Threads oder auch im Fall von @Rick_Blaine beobachten, wie das abläuft. Je nach vertretener Meinung ist jemand mit Fachwissen dann ein Scharlatan oder eine Autorität. Davon halte ich persönlich nicht viel. Entweder überzeugt das Gesagte, wie der DNA-Blog von @Sector7 oder nicht. Da sind Schulabschluss und berufliche Tätigkeit des Verfassers völlig unerheblich. Inhalte kann man immer auch ohne dieses (noch dazu nicht nachprüfbare) Wissen diskutieren.


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Der Fall Jens Söring

01.08.2019 um 07:13
@Bluelle

Du sprichst da einen Punkt an, der mir schon lange unangenehm aufgefallen ist. Rosenfield darf auf keinen Fall irgendetwas, was er im Zug des Mandats für EH erfahren hat, irgendwie verwenden, an die Öffentlichkeit bringen usw, so lange davon auszugehen ist, dass es sich negativ auf die ehemalige Mandantin auswirken kann. Die entsprechenden Vorschriften sind da recht hart und unnachgiebig und ich frage mich schon lange, wie sein Engagement hier mit diesen in Einklang stehen kann. Ich würde mich jedenfalls nicht so aus dem Fenster lehnen. Denn grundsätzlich kann das alles sich negativ auf EH auswirken.

Die Regel lautet:
(a) A lawyer who has formerly represented a client in a matter shall not thereafter represent another person in the same or a substantially related matter in which that person's interests are materially adverse to the interests of the former client unless the former client gives informed consent, confirmed in writing.

...

(c)A lawyer who has formerly represented a client in a matter or whose present or former firm has formerly represented a client in a matter shall not thereafter:

(1) use information relating to the representation to the disadvantage of the former client except as these Rules would permit or require with respect to a client, or when the information has become generally known; or

(2) reveal information relating to the representation except as these Rules would permit or require with respect to a client.
https://www.americanbar.org/groups/professional_responsibility/publications/model_rules_of_professional_conduct/rule_1_9_duties_of_former_clients/


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01.08.2019 um 07:30
Zitat von Seps13Seps13 schrieb:Was meinst du mit "von Vorteil"? Du hättest gern zu jedem Thema einen selbsternannten Experten in diesem Forum? Was hätte das für Vorteile, wenn du ihnen nur dann ihre Qualifikation abkaufst, wenn sie Sörings Propaganda bestätigen?
danke, genau so ist es.

Die von JS beauftragten Experten/Gutachter werden von ihm bezahlt. Selbst ein Griffith hat in seinem Gutachten keinesfalls geschrieben, er hält das Geständnis für falsch. Das wird leider gerne übergangen. Wenn das ein Experte auf diesem Fachgebiet schon nicht ausschließt, was hat das wohl zu bedeuten?


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Der Fall Jens Söring

01.08.2019 um 09:23
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Selbst ein Griffith hat in seinem Gutachten keinesfalls geschrieben, er hält das Geständnis für falsch. Das wird leider gerne übergangen. Wenn das ein Experte auf diesem Fachgebiet schon nicht ausschließt, was hat das wohl zu bedeuten?
Der Wortlaut von Griffiths zum Geständnis ist "unreliable", mit Auswirkung "verdict unsafe"
da hauptsächlich basierend auf dem Geständnis, und deshalb kommt er zu dem Schluss "would not be convicted today"

Alles andere (Richtig, Falsch) wäre für einen seriösen Gutachter ob geschenkt oder beauftragt kein seriöses Fazit.

Deutlicher als reliable kann er aber nicht sagen dass er es für wertlos hält.

@bellady
BTW:2.5 Monate ist die Nettodauer der Beziehung. Einen Borderliner und pathologischen Lügner mit Kartenhäusern kennen zulernen (Erlebnissen, Taten Aktiv/Passiv, Stimmungen) ist wohl unmöglich.
Ohne noch mal unser sensibles Thema he said, she said->mother aufrollen zu wollen.

Ich glaube Haysom hat u. a. viele Lügen/Bilder produziert (z. B. Leiden), um ihr Handeln bzw. ihre Gefühlswelt (beispielsweise Hass) zu begründen.
Söring hat sich in seinen Büchern sowie auch schon in seinen Gutachten von ihren Lügen distanziert. Grade auch im puncto Eltern. Zum Thema Missbrauch schreibt er auch "wenn es ihn gab".

Was ich in dem Zusammenhang allerdings bemerkenswert finde ist Haysoms Aussage von 90 wo er vor der Abfahrt aus DC sowas gesagt haben soll wie "du übertreibst doch immer mit deinen Eltern".
War das ein heller Moment bei ihr?

@Bluelle: ja interessante Frage: die Tatsache dass Rosenfield sich probono so vehement für Sörings Unschuld einsetzt war für mich auch ein Indikator. Ob Bauchgefühl, pers. Information oder sogar Informationen.
Offiziell ist das was er tut "Mandat" bezogen auf das Haftüberstellungverfahren, worum ihn RA Dr Frieser wohl gebeten hat.
Innerhalb dessen kann er dann wohl auch Pardonanträge einreichen.


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Der Fall Jens Söring

01.08.2019 um 09:39
PS:
reliable=unreliable
Pers. Informationen=Pers. Überzeugung


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01.08.2019 um 09:43
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:Was ich in dem Zusammenhang allerdings bemerkenswert finde ist Haysoms Aussage von 90 wo er vor der Abfahrt aus DC sowas gesagt haben soll wie "du übertreibst doch immer mit deinen Eltern".
War das ein heller Moment bei ihr?
war es kein heller Moment? Lass uns darüber diskutieren. Was soll das deiner Meinung nach beweisen? Du sedierst und zerlegst jeden Satz von EH wie er gemeint gewesen sein könnte, ohne es tatsächlich je WISSEN zu können. Genauso verfährst du mit JS, was also erwartest du dir davon?
Was soll man deiner Meinung nach diskutieren? Vorallem, was bringt es? Wenn wir anfangen zu glauben, wie unmöglich EH ist, und wie toll JS? Ich verstehe deine Intuition dahinter nicht. Du interpretierst leider immer nur viel in Dinge hinein, aber das hat wenig Bestand und ich weiß nicht, welchen Zweck du damit verfolgst. Denn beweisen tut es nichts. Da sind die Fakten interessanter. Die wischt du jedoch immer wieder damit weg, er war zu jung gewesen, wenn man JS einmal kritisch hinterfragt und das war es dann gewesen. EH gehörte mit ihren 20 Jahren auch nicht unbedingt zum alten Eisen, aber das findet dann wieder keine Berücksichtigung. Du hast dich auf sie eingeschossen und bist leider für nichts anderes offen. Daher erübrigt es sich, denn du weichst nicht 1 mm von deinem Standpunkt ab.
Selbst ganz offensichtliche Dinge fallen dir schwer, sie zuzugeben, als Beispiel ihre Kooperativität, seine Unkooperativiät. Das ist belegt, nicht ausgedacht und trotzdem windest du dich und kannst nicht wenigstens da zustimmen. Ich kann das ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:lles andere (Richtig, Falsch) wäre für einen seriösen Gutachter ob geschenkt oder beauftragt kein seriöses Fazit.
er ist ein Experte für falsche Geständnisse, wenn nicht er beurteilen kann, ob ein Geständnis falsch ist, wer dann?


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01.08.2019 um 09:52
@JohnnyGWatson
Der auf Antrag des Verteidigers zu dem Verfahren hinzugezogene Experte für Glaubwürdigkeit ließ keinen Zweifel daran, dass er das Geständnis für höchstwahrscheinlich falsch hält. Im psychiatrischen Gutachten wurde deutlich, – Quelle: https://www.shz.de/1955441 ©2019
hier mal ein Beispiel dafür, dss es sehr wohl geht ;)https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/panorama/zum-gestaendnis-gedraengt-ohrfeige-fuer-verdeckten-ermittler-id1955441.html

Warum hat es also Griffith nicht als falsch eingeschätzt? Weil JS eben doch zuviel wusste, war er als Unschuldiger nicht hätte wissen können?


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01.08.2019 um 09:57
@Venice2009
Nö ich zerlege nicht jeden Satz warum auch.
Aber Hass ist doch ein evidenter Punkt in diesem Doppelmord findest Du etwa nicht mehr?
Keiner verlangt sich mit Borderlinern auszukennen aber es wäre interessant aus deinem Finger zu lesen warum folgendes für dich gilt:

Tatort overkill:

99% Söring: Motiv Hass, wie, warum, weshalb?

1% Haysom: Motiv Hass, wie warum, weshalb?

Oder langweilt es dich nach den ganzen Jahren?
Wir haben in der Rahmenhandlung nur he said she said, he said, und she said
Aus diesem Mix gilt es sich der Wahrheit anzunähern

Der zuletzt besprochene Aspekt Streit/Drogen/Diebstahl passt dir ja auch wieder nicht.
Würde aber einen fragwürdigen Missbrauch plus Plan wieder in den Hintergrund drängen
Du kannst gerne weiter an finanzielle Probleme Haysoms und Beziehungsstopp für Sörings Hass denken, aber mehr als alles abklopfen und für möglich bis unmöglich zu denken ist in dem Fall nun mal nicht drin.
Du glaubst an Ermittler-Abhaklisten und ich nicht an Geständnisse mit der Bedeutung "unreliable".

Verstehen wir uns jetzt da irgendwie besser?

#esfehlenmindestens2Täter


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Der Fall Jens Söring

01.08.2019 um 10:06
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:99% Söring: Motiv Hass, wie, warum, weshalb?
wo habe ich denn geschrieben, er hatte Hass auf die Eltern?

DH kämpfte wie ein Bär (laut seiner Aussage) also kann der Overkill damit zusammenhängen. Weil er sich so sehr wehrte, hat JS wesentlich öfter auf ihn eingestochen als auf NH.

Wenn die Mißbrauchsvorwürfe stimmen sollten, warum ist NH lediglich mit 6 Messerstichen getötet worden? Normalerweise hätte sie diejenige sein müssen, die die Wut von EH abbekommen haben müsste.

Was ist nun mit dem Geständnis, was ein Experte angeblich nicht als falsch einschätzen kann?


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Der Fall Jens Söring

01.08.2019 um 10:10
Zitat von JohnnyGWatsonJohnnyGWatson schrieb:Wir haben in der Rahmenhandlung nur he said she said, he said, und she said
Aus diesem Mix gilt es sich der Wahrheit anzunähern

Das ist der falsche Ablauf.

Man muss vielleicht noch einmal ganz zum Ausgangspunkt zurückkehren, um das zu erkennen. Was ist hier eigentlich das Problem?

Es sind zwei Menschen in Amerika für ein Kapitalverbrechen verurteilt worden und sie sitzen beide ihre lebenslange Strafe ab.

Warum sollte man das in diesem speziellen Einzelfall überhaupt diskutieren? Wo ist das Problem?
:idee: Einer der beiden empfindet das als ungerecht und behauptet, unschuldig im Gefängnis gelandet zu sein.
DAS ist zu prüfen. Das WURDE  anhand aller Indizien, die gegen ihn sprechen (und das ist nicht nur "he said/she said") geprüft und es stellt sich heraus, dass es eine falsche Behauptung ist. Man kommt also gar nicht mehr auf die psychologisierende Art und Weise zu der anderen Person, die sich schuldig bekennt und überhaupt nichts problematisiert.

Einige User verdrehen aber völlig die Sachlage. Bei ihnen hat die kopfinterne Prüfung ergeben, dass die Behauptung von Söring korrekt ist und nun wird die andere Person beschuldigt und ohne Unterlass ferndiagnostiziert und üble Nachrede betrieben, obwohl diese Person, Elizabeth Haysom, nur ihre Strafe absitzt.

Die Prüfung von Sörings Behauptung ergibt, dass sie eine Lüge ist und an der Stelle ist das Problem, das er aufgeworfen hat, schon nicht mehr da. Er sitzt zu Recht.


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Der Fall Jens Söring

01.08.2019 um 10:15
Zitat von Venice2009Venice2009 schrieb:Was ist nun mit dem Geständnis, was ein Experte angeblich nicht als falsch einschätzen kann?
Also doch schwarz/weiss? Falsch würde doch bedeuten Griffiths war dabei und 100% sind falsch.

Unreliable=wertlos für das Urteil reicht mir.

Interessant, also keinen Hass? Warum hat er dann ein Messer mit dort hingenommen? Willst du damit sagen Sörung handelte im Affekt oder gar aus Notwehr mit dem Steakknive? Er wurde ja zuvor mehrfach ins Gesicht geboxt.
2* beinahe enthaupten kein overkill. Interessant.


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