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8-jähriger Junge ermordet

1.331 Beiträge, Schlüsselwörter: 2014, Aktenzeichen Xy, Junge, Ermordet, Freiburg, Fall Armani

8-jähriger Junge ermordet

20.02.2015 um 09:59
@Trancemaster

Wenn der Link klappt (nicht nur anklicken sondern komplett kopieren und in Browser einfügen), kannst selbst mal rumwurschteln und rein- sowie rauszoomen:

Fundort und Schrebergärten, sowie die Turnhalle und Schule:
https://www.google.de/maps/@48.002244,7.8168733,427m/data=!3m1!1e3

Spielplatz, von dem er verschwand:
https://www.google.de/maps/@48.0091869,7.850817,81m/data=!3m1!1e3


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8-jähriger Junge ermordet

20.02.2015 um 10:01
Fragen zu den Löschungen und dem Ausschluss bitte an die Verwaltung und nicht in diesem sowieso schon weit ins off-topic abgerutschten Thread.
Die Alternative wäre eine Schließung des Threads, bis neue Erkenntnisse auftauchen.


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8-jähriger Junge ermordet

25.03.2015 um 16:52
Badische Zeitung (Di, 24. März 2015 08:45 Uhr)
GETÖTER JUNGE
Fall Armani: Keine heiße Spur – ‪#‎Soko‬ schrumpft weiter
>>Fast 250 Tage ist es her, dass der kleine Armani in Freiburg tot aufgefunden wurde. Die Polizei tappt weiter im Dunkeln. Die aufwändige Befragung von mehr als 3000 Anwohnern hat nichts gebracht. Nun wird die Soko zur Ermittlungsgruppe verkleinert.
Anfang Februar hatte die Polizei die ‪#‎Sonderkommission‬ für den Fall des getöteten Jungen aus Freiburg bereits von 44 auf 17 Beamte reduziert. Nun steht wohl eine neuerliche Verkleinerung an. In einer Pressemitteilung kündigt die Polizei an, dass aus der Sonderkommission "Bach" eine Ermittlungsgruppe werde. Einzelheiten – wohl auch zur Größe dieser Einheit – werden am Freitag auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben.
3100 Anwohner wurden befragt – ohne Ergebnis
Die großangelegte Vernehmungsaktion im Stadtteil Brühl-Beurbarung hat der Polizei keine "zielführenden Hinweise" gebracht. Etwa vier Monate lang hatten Beamte der Sonderkommission 3100 Anwohner befragt – ohne Ergebnis. Mit einem 30 Fragen umfassenden Katalog hatte die Polizei versucht, Hinweise von Menschen zu bekommen, die in der Nähe des Spielplatzes wohnen. Dort war der Junge am 20. Juli zuletzt gesehen worden.
Im Februar, nach dem Abschluss der Groß-Befragung, hatte sich Soko-Chef Peter Grün noch geheimnisvoll optimistisch gegeben: Die Befragung habe "zahlreiche neue Hinweise und Detailkenntnisse" gebracht. Aber diese Erkenntnisse dürfe er der Öffentlichkeit nicht preisgeben.107 Spuren galt es damals noch auszuwerten.
‪#‎Belohnung‬ bleibt bestehen
Das ist laut Sprecherin Laura Riske mittlerweile geschehen. Und offensichtlich ist dabei nichts Entscheidendes herausgekommen. "Natürlich ergeben sich bei der Auswertung von Spuren immer wieder neue", betont Riske. "Aber uns fehlt immer noch die heiße Spur, wie Journalisten das gerne nennen."
Derweil bleibt die ausgesetzte Belohnung weiterhin bestehen. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, sind 10.000 Euro ausgesetzt. Von dieser Summe hatten sich Polizei und Staatsanwaltschaft einen Anreiz für Hinweisgeber versprochen – bisher ohne Erfolg.
Ende des vergangenen Jahres hatte sich der Großvater des getöteten Jungen an die Badische Zeitung gewendet – mit einem öffentlichen Appell an den unbekannten Mörder seines Enkels. Auch dieser Versuch, den Täter zu finden, schlug leider fehl.<<


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8-jähriger Junge ermordet

25.03.2015 um 16:53
Süddeutsche Zeitung (24. März 2015, 18:39 Uhr, Freiburg)
Erfolglose ‪#‎Soko‬
Acht Monate nach dem gewaltsamen Tod des kleinen Armani wird die ‪#‎Sonderkommission‬ aufgelöst.
>>Die "Soko Bach" hat keinen Aufwand gescheut, hat zuletzt 3000 Anwohnern eines Spielplatzes die jeweils gleichen 30 Fragen zu den Stunden der Tat gestellt. Und dennoch führt nach wie vor keine heiße Spur zu Armanis ‪#‎Mörder‬. Deshalb löst die Freiburger Polizei nun, acht Monate nach dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Jungen, ihre Sonderkommission auf. Von Ende März an werden einige Beamte in einer Ermittlungsgruppe weiterhin versuchen, das mysteriöse Verbrechen aufzuklären. Aber die groß angelegte Ermittlungsarbeit, mit bis zu siebzig Beamtinnen und Beamten betrieben, hat zu keinem Ergebnis geführt.
‪#‎Armani‬ war am späten Nachmittag des 20. Juli 2014 zuletzt gesehen worden, auf einem Spielplatz im Stadtteil Brühl-Beurbarung. Ein Spaziergänger fand die Leiche am nächsten Morgen rund vier Kilometer entfernt im Mühlbach, nicht weit von der Polizeidirektion Freiburg. Der Junge war erwürgt worden. Indizien, die auf ein Sexualverbrechen hindeuten, gibt es laut Polizei nicht. Aber man will es auch nicht ausschließen. Heftiger Regen, der in der Tatnacht über Freiburg niedergegangen war, hat offenbar viele Spuren zerstört. Erfolglos blieb auch ein Fahndungsaufruf in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY - ungelöst".
Der Fall erregte auch deshalb so viel Aufsehen, weil der Junge aus einer in der ganzen Stadt bekannten Sinti-Familie stammt. Immer wieder geisterten Gerüchte durch Freiburg, der Vater sei dringend tatverdächtig, was die Polizei immer wieder dementierte. Der Großvater des Jungen, der eine Haftstrafe absitzt, wandte sich aus dem Gefängnis heraus an die Badische Zeitung, um einen Appell an den Mörder zu veröffentlichen: "Es kann doch nicht sein, dass du einfach jemanden umbringst. Was sind die Gründe? Wolltest du dich an meiner Familie rächen?"<<


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Medikus123
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8-jähriger Junge ermordet

26.03.2015 um 14:49
@LYKURGOS

Damit dürfte sich die Prognose von Trancemaster wohl voll bestätigt haben
Immer wieder diese Besserwisser


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8-jähriger Junge ermordet

27.03.2015 um 13:56
Badische Zeitung
TOTER JUNGE
Fall Armani: Soko-Chef geht, Ermittlungsgruppe mit neuer Führung
Wer den kleinen Armani in Freiburg getötet hat, bleibt ein Rätsel. Aus der Soko wird eine Ermittlungsgruppe mit 16 Beamten. Soko-Chef Peter Grün gibt die Leitung ab.
>>Zu Spitzenzeiten waren 70 Beamte in der ‪#‎Sonderkommission‬ Bach. Daran erinnert der Chef der Freiburger ‪#‎Kripo‬ Peter Egetemaier auf der letzten Pressekonferenz der Soko am Freitag Vormittag im Polizeipräsidium Freiburg.
Ab April ist die Soko Bach Geschichte. Die Sonderkommission, die am 21. Juli 2014 zu dem Zweck gegründet wurde, den oder die Verantwortlichen für den Tod des achtjährigen Armani zu finden, wird in eine Ermittlungsgruppe umgewandelt und eingedampft. Künftig sollen sich noch 16 Beamte schwerpunktmäßig mit dem Fall Armani beschäftigen. Anfang Februar hatte die Polizei die Sonderkommission bereits von 44 auf 17 Beamte reduziert. Und nun wird auch Peter Grün, der bisherige Leiter der Sonderkommission, nicht mehr im Team sein. Thomas Schönefeld, bisher Leiter für den Einsatzabschnitt Ermittlungen der Soko Bach, übernimmt die Führung der ‪#‎Ermittlungsgruppe‬. Peter Grün verlässt Freiburg gänzlich und wird Dozent an der Hochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen. Der 44-jährige Kriminalrat möchte mehr Zeit mit seiner Frau und seinen kleinen Kindern verbringen können. Der Wechsel an die Hochschule soll schon länger geplant gewesen sein – und zwar unabhängig von dem Fall Armani
Die ‪#‎Polizei‬ möchte sich nichts vorwerfen lassen
Die ganze Veranstaltung hat etwas von einer Grabrede. Egetemaier betont die vielen durchgearbeiteten Nächte, die 8000 Überstunden, die die ganzen höchst motivierten Polizisten gemacht hätten. Grün spricht von 1280 Spuren und Hinweisen, denen man nachgegangen sei. Und reminisziert über die überdurchschnittlich gute Arbeitsmoral in der Soko. Die beiden bekräftigen dieses Engagement mit solchem Nachdruck, weil es sonst keine Erfolge zu vermelden gibt. Armanis Mörder ist noch immer auf freiem Fuß. Die Kripo hat keine konkrete Spur. Egetemaier und Grün wollen zeigen, wie sehr sich die Polizei bemüht hat. Dass sie sich keine Vorwürfe machen will. Aber der Erfolg blieb aus.
Gegen acht Personen hat die Staatsanwaltschaft Freiburg zwar Ermittlungen eingeleitet. Das berichtet Staatsanwalt Michael Mächtel auf der Pressekonferenz am Freitagvormittag. "Aber in keinem der Fälle hat sich der Anfangsverdacht verhärtet", so Mächtel. Drei Dutzend richterliche Beschlüsse habe man im Fall Armani erwirkt. Man habe Durchsuchungen, Beobachtungen oder Speichelproben angeordnet. Das Ergebnis: mau. Mächtel deutet an, dass sich in allen acht Fällen eine Einstellung der Ermittlungen abzeichne. Dann lobt auch er die gute Zusammenarbeit.
Das Ende der ‪#‎Soko‬ bedeutet einen Einschnitt im Fall ‪#‎Armani‬
Fakt ist: Der Übergang von einer Sonderkommission in eine Ermittlungsgruppe ist eine Zäsur. In einem Interview im Dezember 2014 hatte Soko-Chef Peter Grün der Badischen Zeitungdazu Folgendes gesagt: " Wann eine Sonderkommission beendet wird, hängt vom Stand der ‪#‎Ermittlungen‬ ab. Irgendwann gelangen wir an einen Punkt, da können wir nichts mehr tun. Alles Denkbare wurde ermittelt. Wenn dann der ‪#‎Täter‬ nicht dabei ist, war’s das. Dann bringt es auch nichts, wenn wir 40 Beamten nur für den Fall abstellen. Mitarbeiter ohne richtigen Auftrag loszuschicken, ist sinnlos. Dann gehen wir wieder in die Alltagsorganisation über. Der Fall wird trotzdem weiterbearbeitet, aber begleitend."
Grün hatte in seinen acht Monaten als Soko-Chef immer viel Optimismus ausgestrahlt. "Wir kriegen den Täter", diese Aussage verbreitete er auch in den Medien. Und jetzt? "Ich habe mich geirrt", sagt Grün. Resignation sieht anders aus. Den Fall ungelöst zu lassen, das nagt an Peter Grün. Am Freitagvormittag springt Egetemaier ihm zur Seite: "Bei solchen Aussagen ist die Motivation der Kollegen auch ein wichtiger Aspekt", sagt der Kripo-Chef. "Als Soko-Leiter muss man die ‪#‎Hoffnung‬ aufrecht erhalten."<<

Youtube: Soko-Chef zum Fall Armani: "Ich habe mich geirrt"


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8-jähriger Junge ermordet

29.03.2015 um 18:32
Der Sonntag (Badische Zeitung) (29.03.2015)
DER MORD BLEIBT EIN RÄTSEL
Die Polizei-Ermittler dokumentieren im FALL ARMANI ihre umfangreiche Arbeit – die heiße Spur aber fehlt

>>Neun Monate nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Armani in Freiburg
tappt die Polizei bei der Suche nach dem Täter nach wie vor im Dunkeln. Laut Oberstaatsanwalt Michael Mächtel habe sich bisher keiner der Verdachtsfälle erhärtet.

Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat in den letzten neun Monaten allerdings, wie mittlerweile bekannt geworden ist, gegen acht Personen wegen des Anfangsverdachts einer möglichen Täterschaft ermittelt. Über die Identität der Personen machte Mächtel im Rahmen einer Pressekonferenz von Polizei und
Staatsanwaltschaft keine Angaben.
Die Ermittler dokumentierten am Freitag ausführlicher als bisher, was sie in den vergangenen Monaten unternommen haben, um den Mörder Armanis zu finden:
In drei Dutzend Fällen hat die Staatsanwaltschaft zum Beispiel Überwachungen, Durchsuchungen und andere Maßnahmen bei möglichen Verdächtigen angeordnet.
Die „SoKo Bach“, die teilweise mit bis zu 70 Beamten nach Armanis Mörder gefahndet hatte, hat mittlerweile über 5000 Personen vernommen, alleine 1750 in der Nachbarschaft der Wohnung, in der Armani zu Hause war.

Zum Monatswechsel wird aus der Soko nun eine deutlich kleinere Ermittlungsgruppe unter der Leitung von Thomas Schönefelder.
15 ehemalige Soko-Beamte werden in der Ermittlungsgruppe neben Schönefelder
arbeiten. Der Kripobeamte war bisher stellvertretender Leiter der Sonderkommission. Peter Grün, der Leiter der Soko, gibt sein Amt ab und wechselt an die Polizeischule nach Villingen-Schwenningen.
Schon vor dem Mord an Armani sei das sein Wunsch gewesen, sagte Kripochef Peter Egetemaier am Freitag. Grün steckt der ausbleibende Erfolg der Fahndung
nach Armanis Mörder offensichtlich schwer in den Knochen: Dass er seinerzeit sehr zuversichtlich war, den Täter zu erwischen, muss er nun mit den Worten „Ich
habe mich geirrt“ relativieren.

Noch immer sind 120 Spuren der Soko nicht ausgewertet: Einen Abschlussbericht der SoKoArbeit könne man daher noch nicht vorlegen, so Grün.
Am meisten Arbeit macht derzeit noch „Spur 848“. Dabei handelt es sich um die Vernehmungsprotokolle der Anwohnerbefragung im Stadtteil Brühl, wo Armani
am 20. Juli von einem Spielplatz gegen 18.30 Uhr verschwand, bevor er am folgenden Morgen tot in einem Bach liegend in Freiburg-Betzenhausen aufgefunden wurde. Die Protokolle umfassen 140 Ordner.
Noch sind nicht alle Aussagen gegeneinander abgeglichen worden, berichten Schönefelder und Grün. Die „SoKo Bach“ habe bis heute 8000 Überstunden angehäuft und 1280 Spuren verfolgt, berichtete Kripochef Peter Egetemaier.
Er betonte dabei erneut die hohe Motivation, mit der die Beamten gearbeitet haben. Die Betroffenheit in der Bevölkerung und das Engagement der Ermittler seien im Fall des erwürgten Jungen besonders groß gewesen.
Auch Staatsanwalt Mächtel betonte die enge und gute Zusammenarbeit der Ermittlungsbehörden.
Noch immer spürt man den Ärger der Ermittler darüber, dass drei Wochen
nach Armanis Tod die Todesursache öffentlich gemacht wurde. „Dieses Täterwissen war ein Faustpfand“, so Egetemaier.
Ein Mordgeständnis stehe und falle in seinem Wert mit der Tatsache, dass Täterwissen eben nicht vorher in der Zeitung zu lesen war. Zu den kursierenden Gerüchten rund um Armanis Tod sagten Michael Mächtel und Peter Grün zudem,
dass man bis heute keine These bestätigen oder ausschließen könne.<<

VATER AKZEPTIERT STRAFBEFEHL

>>Vom Tisch ist aber mittlerweile das Gerichtsverfahren gegen Armanis Vater:
Der Mann hatte nach der Beerdigung des Kindes einen Pressefotografen krankenhausreif geprügelt, weil dieser nach Ende des polizeilichen Betretungsverbots Fotos vom Grab Armanis geschossen hatte. Mittlerweile
hat Armanis Vater nach anfänglichem Widerspruch einen Strafbefehl des Amtsgerichts in der Sache akzeptiert: Er wurde zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt und muss dem Fotografen eine Entschädigung „im niedrigen vierstelligen Bereich“ zahlen, wie Michael Mächtel bestätigt hat.

Bereits im Januar war ein Verfahren gegen einen Onkel Armanis gegen Zahlung
einer Geldauflage von 400 Euro eingestellt worden. Er hatte denselben Fotografen nach der Beerdigung Armanis bedroht und ihm Kamera und Speicherkarte
abgenommen.<<

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1536791296541445&set=a.1421339731419936.1073741828.100006317682330&type=1


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8-jähriger Junge ermordet

30.03.2015 um 09:53
Danke für das Einstellen der verschiedenen Berichte.
Es macht mich betroffen, dass sich bis heute kein Täter hat finden lassen. Irgendwie hat man doch immer wieder die Hoffnung, dass sich aus den Spuren ein möglicher Verdacht weiter erhärtet und somit der Verantwortliche ausfindig gemacht werden kann.
Aber noch sind nicht alle Spuren ausgewertet, so wollen wir weiter hoffen, dass der Täter doch noch überführt wird!


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31.03.2015 um 00:07
ja, man soll die Hoffnung nicht aufgeben, aber erschreckend ist schon, dass man nur so wenig erreicht hat bisher


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8-jähriger Junge ermordet

18.05.2015 um 16:20
Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Freiburg und
des PP Freiburg -

Im Fall des 8jährigen getöteten Jungen aus Freiburg erlangten die Ermittler der Ermittlungsgruppe Bach möglicherweise einen neuen Ermittlungsansatz. Im Rahmen der Anwohnerbefragung ergab sich ein Hinweis auf einen hellen Kleinwagen, der am 20.07.2014 zwischen 18:00 und 19:00 Uhr im Bereich der Eichstetterstraße, nahe des Spielplatzes, wo der Junge zuletzt gesehen wurde, gewendet haben soll.

Der Fahrer oder die Fahrerin dieses hellen Kleinwagens wird als möglicher Zeuge gesucht. Das Auto hat ein deutsches Kennzeichen, der Zulassungsbezirk besteht aus drei Buchstaben, der mit dem Buchstaben "M" beginnen soll, Weiteres ist unbekannt.

Die Kriminalpolizei hat hierzu folgende Fragen:

- Wer kann Hinweise zu einem solchen Fahrzeug geben?

- Wer kennt einen Fahrer/Halter eines solchen Pkw?

- Wer hat am 20.07.2014 zwischen 18:00 und 19:00 Uhr im Bereich
des Stadtteils Beurbarung-Brühl im Zusammenhang mit solch einem
Fahrzeug relevante Feststellungen/Beobachtungen getroffen?

- Wem ist an diesem Tag bzw. davor oder danach ein solcher Pkw
aufgefallen?

Zudem wurde Mitte April in einem Hinterhof in der Reischstraße in Freiburg im Bereich von Garagen ein O2-Ball gefunden.

Da im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt zum Nachteil des 8-jährigen Jungen immer noch dessen Ball gesucht wird, ist es für die Ermittlungsgruppe Bach sehr wichtig, die Herkunft des aufgefundenen Balles zu klären.

- Wer kann Hinweise über die Herkunft dieses Balles geben?

Für Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Freiburg eine Belohnung von 6.000 Euro (in Worten Sechstausend Euro) ausgesetzt. Über Zuerkennung und Verteilung der Belohnung wird unter Ausschluss des Rechtsweges entschieden. Die Belohnung ist ausschließlich für Privatpersonen, nicht für Amtsträger, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt. Von dritter Seite wurde zusätzlich eine Belohnung in Höhe von 4.000 Euro für die Ergrei¬fung des Täters ausgesetzt.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise hierzu geben können werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Freiburg unter Telefonnummer 0761 882-5777 oder 0761 882-2480 rund um die Uhr zu melden.

lr

Rückfragen bitte an:
Laura Riske
Polizeipräsidium Freiburg
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0761 882-1011
E-Mail: freiburg.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/
http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/110970/3024886/pol-fr-freiburg-betzenhausen-totes-kind-aufgefunden-16-meldun...


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8-jähriger Junge ermordet

18.05.2015 um 16:58
@seli
Vielen Dank für die Info.
Dass "ein O2-Ball" gefunden wurde - und das schon Mitte April - wurde hier in der Region auch noch nicht veröffentlicht. Die Reischstraße ist aber auch ne ganze Ecke weg, entgegengesetzt vom Spielplatz (wo er verschwand) und auch vom anschließenden Fundort.

Und leider nur eine sehr ungenaue Angabe bezüglich eines hellen Kleinwagens. :(
Drei Buchstaben, mit M beginnend...
http://kfz-kennzeichen.woxikon.de/liste/m

Aber immerhin mal etwas Neues. Wenn auch nicht viel.


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8-jähriger Junge ermordet

18.05.2015 um 17:36
Die Meldung, daß ein Ball gefunden wurde, kam ja schon sehr früh, nur stellte sich damals heraus, daß es nicht Armanis Ball war, ich finde das alles reichlich spät, nach dem Besitzer des "falschen " Balls hätte man schon früher suchen können, wenn es doch scheinbar relevant für den Fall ist. Bei dem wendenden hellen Kleinwagen mußte ich an die damalige Zeugenaussage bezüglich eines gehörten Reifenquietschens denken, steht das evtl. in Zusammenhang ?


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18.05.2015 um 20:36
@seli
der Ball, der damals gefunden wurde ist ein anderer als der, von dem jetzt die Rede ist. Ball Nr 1 wurde in Haslach-Weingarten gefunden, Ball Nr 2 in einem anderen Stadtteil!


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8-jähriger Junge ermordet

18.05.2015 um 21:12
@Sarazene
Das ist dann aber schon seltsam, 2 identische Bälle, von denen keiner Armani gehört ? Ich dachte, es wäre derselbe gemeint, Ball Nr.1 wurde doch auch auf einer Garage gefunden ?


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8-jähriger Junge ermordet

18.05.2015 um 21:22
@seli
Ball Nr 2 wurde im Bereich von Garagen gefunden - Ball Nr 1 auf einem Garagendach.. Nicht so ungewöhnlich wenn man bedenkt wo Kinder so alles kicken, wenn es keinen Kickplatz in der unmittelbaren Nähe gibt nimmt man halt die nächstbeste freiverfügbare Stelle. Wie z.B. eine Garagenzufahrt, in der die Garagen rechts und links die Spielfeldbegrenzung darstellen.
Ball Nr 2 könnte tatsächlich ursprünglich von Armani sein - vielleicht hat ihn jemand gefunden, mit nach Hause genommen und dann mit ihm gespielt. Ich denke das ist der Grund warum man den Besitzer dringend sucht, noch nachweisbare Spuren von Armani scheinen wohl nicht auf dem Ball gefunden worden zu sein.


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8-jähriger Junge ermordet

19.05.2015 um 08:20
Hier nochmal deutlicher, was den im April gefundenen Ball angeht:

"Der zweite Grund, weshalb die Polizei sich im Fall Armani wieder an die Öffentlichkeit wendet, ist der Fund eines Fußballs. In einem Hinterhof in der Reischstraße im Freiburger Stadtteil Oberau haben Beamte im Bereich von Garagen einen Ball mit dem Werbeaufdruck "O2" gefunden. Nun sucht die Polizei den Besitzer oder die Besitzerin. "Für die Ermittlungen ist es sehr wichtig, die Herkunft dieses Balles zu klären", sagt Riske.

Zeugen hatten den Jungen zuletzt mit seinem Fußball gesichtet. Seitdem sucht die Polizei danach. Die Beamten haben bereits mehrere O2-Bälle gefunden – bisher hatte keiner dem Jungen gehört. Zur Erwartungshaltung an diesen Fund sagt Laura Riske: "Wir wollen uns nicht zu große Hoffnungen machen, sondern nüchtern ausermitteln, wem dieser Ball gehört." Entweder werde dann das Ausschlussprinzip greifen. Oder es handele sich tatsächlich um den Ball des getöteten Kindes."


http://www.badische-zeitung.de/freiburg/fall-armani-polizei-sucht-kleinwagenfahrer-und-ballbesitzer--104985364.html

Es wurden bisher also schon mehrere O2-Bälle gefunden, aber dieser hier konnte wohl noch nicht einem Besitzer zugeordnet werden.
Und sollte es sich um Armanis Ball handeln, ist mit Sicherheit von Interesse, wo er ursprünglich gefunden wurde.


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14.07.2015 um 08:08
Belohnung wird verdoppelt:

"Knapp ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Armani in Freiburg wird die Belohnung verdoppelt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, seien nun insgesamt 20 000 Euro ausgesetzt, sagten Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft in Freiburg der Deutschen Presse-Agentur.
Zum ersten Jahrestag des Verbrechens habe Armanis Familie 10 000 Euro bereitgestellt. Dazu komme die Belohnung in gleicher Höhe, die von der Staatsanwaltschaft und einem Unternehmer direkt nach der Tat ausgesetzt wurde. Die Belohnung gelte, bis der Fall aufgeklärt sei.
Armanis Leiche war am 21. Juli 2014 in einem Bach gefunden worden, am Abend zuvor war der Junge zuletzt lebend gesehen worden. Er wurde laut Polizei von einem Unbekannten erwürgt. Anzeichen auf einen Serienstraftäter oder auf ein Sexualverbrechen gibt es den Angaben zufolge nicht. Die Polizei schließt dies aber auch nicht aus.
Zusätzlich zur Belohnung arbeite die Polizei an einem erneuten Fahndungsaufruf in der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY - ungelöst“, sagte Chefermittler Thomas Schönefeld der dpa. Ein Sendedatum stehe noch nicht fest. Ein erster Aufruf in der ZDF-Sendung im vergangenen August war erfolglos geblieben. Nun soll der Fall laut Schönefeld im Fernsehen noch einmal ausführlich dargestellt werden."


http://www.focus.de/regional/freiburg/kriminalitaet-getoeteter-achtjaehriger-armani-belohnung-wird-verdoppelt_id_4814356...


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14.07.2015 um 12:09
1.600 Zigarettenstummel werden untersucht

"Beinahe ein Jahr ist vergangen, seit ein Spaziergänger die Leiche des achtjährigen Armani gefunden hat. Doch trotz intensiver Ermittlungen ist die Polizei dem Täter noch nicht auf der Spur. Nun wird der finanzielle Anreiz für Hinweise größer.

Knapp ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des acht Jahre alten Armani in Freiburg wird die Belohnung verdoppelt. Für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führten, seien nun insgesamt 20.000 Euro ausgesetzt, sagten Sprecher von Polizei und Staatsanwaltschaft in Freiburg. Zum ersten Jahrestag des Verbrechens habe Armanis Familie 10.000 Euro bereitgestellt. Dazu komme die Belohnung in gleicher Höhe, die von der Staatsanwaltschaft und einem Unternehmer direkt nach der Tat ausgesetzt wurde.

Armanis Leiche war am 21. Juli 2014 in einem Bach gefunden worden, direkt neben einer Kleingartenanlage und nur 400 Meter vom Polizeipräsidium entfernt. Am Abend zuvor war der Junge zuletzt lebend gesehen worden, auf einem Spielplatz in der Nähe seiner Wohnung, vier Kilometer vom späteren Fundort entfernt. Er wurde laut Polizei erwürgt.

Auf der Suche nach dem Täter sind Thomas Schönefeld und seine Kollegen Tausenden Hinweisen gefolgt. Sie haben in einer monatelangen Massenbefragung Anwohner verhört, Experten befragt, Flugblätter verteilt, Wohnungen durchsucht und Verdächtige festgenommen. Doch aufklären konnten sie den Fall bisher nicht.

Fundort nicht der Tatort?
"Wenn ein Kind gewaltsam zu Tode kommt, ist das für Polizisten, die den Fall aufzuklären haben, eine besondere Belastung", sagt Schönefeld. Der 53 Jahre alte Familienvater und Erste Kriminalhauptkommissar ist seit einem Jahr an dem Fall dran, seit Ende April ist er Leiter der Ermittlungsgruppe. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagt er. Wesentliche Fragen sind unbeantwortet. "Wir wissen, wo Armani zuletzt lebend gesehen und wo seine Leiche gefunden wurde. Was dazwischen passiert ist, wissen wir nicht." Der Fundort sei nicht zwangsläufig der Tatort.

"Wir haben es mit einem komplexen Fall zu tun", erklärt der Beamte. Schnell verwertbare Spuren fanden sich wenige. In Freiburg hatte es viel geregnet damals, zudem lag der Junge im Wasser. Das machte es der Spurensicherung schwer. Und es gab keine Zeugen, die etwas gesehen haben.
Mehr als 100 000 Seiten Papier füllt die Ermittlungsakte inzwischen, rund 14.000 Dokumente und 150 Aktenordner. Zahlreiche Spuren sind noch offen. Sie werden von den zwölf Beamten der Ermittlungsgruppe bearbeitet.

Anzeichen auf einen Serienstraftäter oder ein Sexualverbrechen gebe es nicht, sagt Schönefeld. Die Polizei könne es aber auch nicht ausschließen. Im Lager des LKA liegen unterdessen 1600 Zigarettenstummel und andere mögliche Spurenträger, die am Spielplatz und rund um den Fundort der Leiche lagen und sichergestellt wurden. Ihre Untersuchung könnte Hinweise bringen. "Wir sind noch lange nicht am Ende", sagt Schönefeld über die Ermittlungen: "Die Motivation und die Hoffnung, den Täter doch noch zu finden, ist unverändert hoch." Zu den Akten werde Armanis gewaltsamer Tod nicht gelegt."


http://www.n-tv.de/panorama/Polizei-hofft-auf-neue-Hinweise-im-Fall-Armani-article15512846.html


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8-jähriger Junge ermordet

21.07.2015 um 08:27
Es ist jetzt genau ein Jahr her.

"21. Juli 2015 00:00 Uhr

BZ-Interview

Fall Armani: Ein Jahr auf der Suche – ohne Erfolg

Seit einem Jahr beißt sich die Polizei am Fall Armani die Zähne aus. Warum findet sie den Täter nicht? Wieso gibt’s keinen Massengentest? Thomas Schönefeld, der Leiter der Ermittlungsgruppe, im Interview.

BZ: Ein Jahr ist es her, dass Armani getötet wurde. Warum ist der Täter noch nicht gefasst?
Schönefeld: Weil uns der entscheidende Hinweis fehlt. Wir haben insgesamt weit über 5000 Menschen befragt. Aber für den Zeitraum zwischen dem Verschwinden des Jungen um 18:20 Uhr am 20. Juli 2014 und dem Auffinden am nächsten Morgen hat uns bisher niemand zielführende Hinweise geben können.

BZ: Trotzdem fragen sie weiter. Manche Anwohner wurden xmal verhört. Was versprechen Sie sich davon?
Schönefeld: Für uns relevante Zeugen vernehmen wir mehrmals. In der Hoffnung, dass eine Erinnerungslücke plötzlich geschlossen wird oder sie uns etwas vermeintlich Unwichtiges erzählen, was für uns aber wichtig sein könnte. Auch wir haben ja bei jeder Vernehmung einen anderen Wissensstand und bewerten Dinge anders.

BZ: Die Verhöre füllen Aktenberge. Was machen Sie damit?
Schönefeld: Wir haben 150 Aktenordner mit 14.000 Dokumenten – und die wachsen ständig. Neue Dinge müssen mit alten abgeglichen werden. Wenn in einer Vernehmung ein auf dem Spielplatz sitzender Jugendlicher geschildert wurde und in einer anderen Vernehmung der Jugendliche selbst befragt wurde, dann können wir das zusammenführen. Dann suchen wir nach keinem Phantom mehr, sondern wissen, wer das war und warum der dort war. Wir müssen die Puzzlestücke immer neu ordnen

BZ: 3100 befragte Anwohner – und kein relevanter Hinweis. Hat sich der Aufwand gelohnt?
Schönefeld: Wir konnten Wissenslücken schließen, die uns zwar nicht näher an die Tat herangebracht haben, aber uns davor bewahrt haben, falschen Fährten nachzugehen. Der verdächtige Mann, den einige gesehen haben wollen, stellt sich als der Vater Soundso heraus, der sein Kind vom Spielplatz abholt. Das war natürlich nicht das Ziel der Befragung. So einen Aufwand betreibt man nicht nur, um Zeugen zu finden. Wir wollten Hinweise, die uns zum Täter führen. Aber allein für das Ausschlussprinzip hat sich der Aufwand trotzdem gelohnt.

BZ: Sie gehen davon aus, dass der Täter in Freiburg lebt?
Schönefeld: Wir gehen davon aus, dass es einen Ortsbezug zu Freiburg gibt – wie auch immer der geartet ist. In der Gegend um den Spielplatz kommt man als Fremder nicht einfach so vorbei. Dort fährt man bewusst hin. Das Gleiche gilt für den Fundort der Leiche.

BZ: Warum machen Sie dann keinen Massengentest?
Schönefeld: Weil uns momentan die rechtlichen Voraussetzungen fehlen. Diese sind, dass man den betroffenen Personenkreis nach konkreten Merkmalen einschränken kann. Etwa Alter oder Geschlecht. Aber wir können nicht einmal ausschließen, dass es eine Täterin war.

BZ: Aber Sie haben doch Fremd-DNA gefunden?
Schönefeld: Wir haben Spurenmaterial am Opfer gefunden, das ist richtig, aber dessen Herkunft ist unklar. Es kann sich um Hautschuppen von uns nicht bekannten Spielkameraden handeln. Oder Haare von Verwandten. Sekretspuren wie Speichel oder Sperma wären beispielsweise ein eindeutiges einschränkendes Merkmal. Die gab es im Fall Armani aber nicht.

BZ: Ist mittlerweile alles eingesandte Material ausgewertet worden?
Schönefeld: Die Spuren, die man am Opfer selbst gefunden hat, sind natürlich schon ausgewertet. Es gibt aber noch ungefähr 1600 Spurenträger (Zigarettenstummel, Taschentücher, Getränkedosen), die das LKA noch nicht analysiert hat. Alles, was beim Spielplatz und am Leichenfundort in einem relativ großen Umkreis herumlag, haben wir eingesammelt. Die Untersuchung könnte Hinweise auf den Täter bringen – oder auch nicht. An beiden Orten radeln und laufen viele Menschen vorbei.

BZ: Fazit: Bisher hat die Analyse der DNA-Spuren nichts gebracht.
Schönefeld: Nun ja: Wir haben Fremd-DNA. Wenn wir irgendwann jemanden finden, den wir damit abgleichen können und der dann tatsächlich dazu passt, haben wir zumindest deutlich mehr als jetzt.

BZ: Die Belohnung wurde auf 20.000 Euro angehoben. Glauben Sie, gegen Geld taucht plötzlich der wichtige Hinweis auf?
Schönefeld: Die Erhöhung stammt von der Familie des Jungen, nicht von uns. Die Familie möchte jedes Mittel ausschöpfen. Ich gehe aber nicht davon aus, dass jemand willentlich Informationen zurückhält und nur bereit ist, sie gegen Geld preiszugeben. Die Belohnung muss eher als ein Anreiz für das Erinnerungsvermögen gesehen werden.

BZ: Ihr Vorgänger Peter Grün hat immer gesagt: Wir kriegen den Täter. Was sagen Sie?
Schönefeld: Ich bin angetreten, um diesen Fall aufzuklären. Aber ich bin Realist genug mit meinen über dreißig Dienstjahren, um zu wissen, dass es auch ungeklärte Fälle gibt. Wir wollen nicht, dass dieser dazu gehört. Das würde jedem einzelnen von uns wehtun.

BZ: Seit einem Jahr beißen Sie sich an dem Fall die Zähne aus. Wie motivieren Sie sich?
Schönefeld: Der Fall an sich motiviert uns in der Ermittlungsgruppe. Ein achtjähriges Kind wurde getötet. Mehr Motivation brauchen wir nicht. Um so etwas aufzuklären, bin ich Polizist geworden.

BZ: Spekulationen und Gerüchte haben den Fall von Anfang an begleitet: Wie gehen Sie damit um?
Schönefeld: Zu Beginn war jeder Anruf ein wichtiger Hinweis für uns. Mittlerweile können wir Gerüchte von Hinweisen trennen. Wenn es an den Gerüchten überprüfbare Fakten gibt, gehen wir denen nach. Aber wir halten uns an Fakten.

BZ: Zweieinhalb Wochen nach Armanis Tod wurde der Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" behandelt – ohne Ermittler aus Freiburg. Jetzt soll der Fall nochmal vorgestellt werden. Wieso?
Schönefeld: Wir sind an einem Punkt, da ergreifen wir jede Möglichkeit. Wir haben aktuelle Fragen. Nach dem hellen Kleinwagen mit fremdem Kennzeichen macht es durchaus Sinn bundesweit zu fahnden. 2014 war die Lage anders. Die Tat war frisch, wir steckten noch mitten in den ersten Ermittlungen. Damals hat uns die Sendung den Termin vorgegeben. Uns war das ermittlungstechnisch zu früh. Jetzt ist es andersherum: Wir würden den Fall gerne bald vorstellen, kriegen aber wahrscheinlich erst gen Ende des Jahres einen Termin.

BZ: Die Soko ist geschrumpft, dann wurde sie aufgelöst. Wann machen Sie Schluss?
Schönefeld: Es gibt noch viel Arbeit. Wir überlegen uns immer wieder, was wir noch tun können. Wir hören erst auf, wenn uns als Ermittlungsgruppe nichts mehr einfällt, um den Fall zu lösen. Und selbst dann bleibt er mir und dem Hauptsachbearbeiter bis zur Pensionierung erhalten. Die ungeklärten Fälle landen ja nicht im Keller. Manchmal kommen Jahre später erst wichtige Hinweise. Oder es passiert irgendwo eine ähnliche Tat, die man mit dem Fall verknüpfen kann.
Chronik: Der Fall Armani

Am Abend des 20. Juli melden seine Eltern den acht Jahre alten Armani im Stadtteil Brühl als vermisst; die Polizei leitet noch am gleichen Abend eine groß angelegte Suche ein – erfolglos. Am Montag, 21. Juli, findet ein Spaziergänger gegen 6.45 Uhr den leblosen Körper des Jungen im Mühlbach im Stadtteil Betzenhausen beim Kleingartengelände Vogelnest. Die Obduktion ergibt, dass er einem Gewaltverbrechen zum Opfer fiel. Konkrete Hinweise auf sexuellen Missbrauch gibt es nicht, definitiv ausschließen will die Polizei einen solchen aber nicht.
Die Kriminalpolizeidirektion Freiburg richtet die Sonderkommission Bach ein. Sie bearbeitet Hinweise aus der Bevölkerung, vernimmt Personen, verteilt Flyer und Plakate.
Zeugen hatten den Jungen am Sonntag mit seinem O2-Fußball auf einem Spielplatz bei der Kirche St. Konrad an der Ecke Eichstetter und Komturstraße zuletzt gegen 18.20 Uhr gesehen. Wie der Junge zum mehr als drei Kilometer entfernten Mühlbach in Betzenhausen gekommen war, ist unklar. Über Facebook und WhatsApp kursierten Falschmeldungen und Gerüchte.
Am Freitag, 25. Juli, wird Armani im Kreise von Angehörigen und Trauergästen auf dem Friedhof im Stadtteil Haslach beerdigt. An einem Trauermarsch im Seepark nehmen rund 2000 Freiburgerinnen und Freiburger Teil. Am 5. August wird der Fall in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY – ungelöst" behandelt. Ohne brauchbares Ergebnis."


http://www.badische-zeitung.de/freiburg/fall-armani-ein-jahr-auf-der-suche-ohne-erfolg


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