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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

5.341 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Wald, Mutter ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

23.03.2016 um 17:56
@fürdiesenfall
So , ich möchte mich abschließend auch noch einmal ganz herzlich dafür bedanken , das du uns so bildlich an dem gesamten Prozess teilhaben lassen hast.

Ich empfinde das Urteil für gerecht unter den Umständen, das die Merkmale für Mord einfach nicht gegeben waren , bzw. nicht nachgewiesen werden konnten.

Ich hoffe die Mama von Dagmar Eich verkraftet alles so einigermaßen und kann so weit , wie es als Mutter möglich ist damit leben.
Ich wünsche ihr von Herzen alles Gute.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

23.03.2016 um 18:36
Ich schließe mich den Worten von Maunzelchen an. Danke!


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

23.03.2016 um 19:14
@fürdiesenfall
Ich schließe mich Annie an.

Das Ganze ist todtraurig. Wie viele Leben zerstört wurden: Dagmar E, die drei Brüder, der Sohn, der Vater der Brüder, die Mutter von D.E. usw. Vielleicht noch das Leben von Leuten, von denen ich nichts weiß.

Ein Fall, wie in einer Antiken Tragödie.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

23.03.2016 um 19:54
Zitat von Vernon2Vernon2 schrieb:Ein Fall, wie in einer Antiken Tragödie.
Nur dass das Schicksal in einer griechischen Tragödie unausweichlich ist.
Hier dagegen fehlt mir jegliches Verständnis, warum es unabdingbar war, dass diese Frau sterben musste.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

23.03.2016 um 20:30
@hallo-ho
Ja? Aber Medea hätte ihre Kinder nicht zwangsläufig töten müssen und Antigone hätte sich auch dagegen entscheiden können ihren Bruder zu beerdigen und Elektra und Orestes waren nicht gezwungen ihre Mutter zu töten... Nur mal so, als Beispiele.
Ich glaube, dass diese uralten Sagen genau solch unfassbaren, grenzüberschreitenden Ereignissen eine Form geben wollten.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

23.03.2016 um 20:34
@Vernon2
Griechische Sagen funktionieren so, dass Menschem ihrem Schicksal nicht entgehen können. Ödipus wird ausgesetzt, weil prophezeit wird, dass er den Vater töten und die Mutter heiraten wird. Genau das macht er dann auch, wenn auch unwissentlich.
Antigone (übrigens Ödipus' Tochter) fühlt sich einem moralischen Kodex, nämlich der Bestattungspflicht, so verpflichtet, dass sie auch den Tod nicht scheut, um diesen Kodex zu erfüllen.
Aber ich wollt eigentlich keine Diskussion über griechische Tragödien anfangen, sondern nur zum Ausdruck bringen, wie sinnlos und unverständlich ich dieses Verbrechen finde, was du sicher auch sagen wolltest.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

23.03.2016 um 20:44
@hallo-ho
Was Du schreibst ist mir bekannt und wirklich zu speziell.

Ich habe nur die Idee, dass es schon immer Taten gab, die die Moral einer Gesellschaft gesprengt haben. Die eigene Mutter zu ermorden, oder das eigene Kind etc. hat die Menschen wahrscheinlich schon vor tausenden Jahren bewegt und deshalb haben sie diese Geschichten erfunden. Es waren ja Menschen, die das erdacht haben.

Jedenfalls am Ende von so einer Tat tuen mir immer alle leid und ich denke mir wirklich, das war es doch jetzt für den Sohn. Wie soll er mit so was ein halbwegs erträgliches Leben führen. Und wenn die Mutter das Opfer ist, kommt ja noch paradox hinzu, dass sie ihm wahrscheinlich ein erfülltes Leben gewünscht hätte. Schlimm.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

23.03.2016 um 20:46
Zitat von Vernon2Vernon2 schrieb:Jedenfalls am Ende von so einer Tat tuen mir immer alle leid und ich denke mir wirklich, das war es doch jetzt für den Sohn. Wie soll er mit so was ein halbwegs erträgliches Leben führen. Und wenn die Mutter das Opfer ist, kommt ja noch paradox hinzu, dass sie ihm wahrscheinlich ein erfülltes Leben gewünscht hätte. Schlimm.
Dem kann ich nichts hinzufügen, seh ich ganz genauso.

Letztlich schlimm für alle, die daran in irgendeiner Form beteiligt sind. Und das gilt wiederum für viele Straftaten.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

24.03.2016 um 07:11
Hier noch ein Link der WAZ von gestern.

Er beschreibt zu 98% das, was in den anderen Zeitungsberichten auch zu lesen ist, enthält aber zusätzlich noch ein Zitat des ältesten Bruders aus seinem letzten Wort als Angeklagter vor der Verlesung der Urteile.

Weiterhin gibt es in einem weiter unten stehenden Absatz noch eine Auführung über die Arbeit der Ermittler, die so noch nicht in den anderen Berichten aufgetaucht ist.

http://www.derwesten.de/politik/kosmetikerin-getoetet-haftstrafen-fuer-sohn-und-freunde-aimp-id11676535.html

Die Beschreibung, dass während der Zeit der "Mobilfunklücke" Dagmars Leiche in den Wald gefahren wurde, stimmt allerdings überhaupt nicht und es war so auch nie Thema innerhalb des Prozesses.

Richtig ist, dass es eine Mobilfunklücke von ca. einer halben Stunde gab, diese war grob zwischen 20:00 und 21:00 Uhr (ich weiß die genaue Zeit jetzt nicht mehr). In dieser halben Stunde hat das Handy des JB Daten gesendet, es war aber weder in der Funkzelle von Dagmars Wohnung, noch in der Funkzelle der Wohnung des ÄB eingeloggt. Wo der JB zu dieser Zeit war ist ungeklärt. Dagmars Leiche wurde erst in der Nacht und bei Dunkelheit (nach dem Schauen des Filmes "The Purge Anarchy") aus der Wohnung geschafft, zum Ablageort gefahren und dann dort verscharrt. Dies haben Sohn und JB beide ausgesagt.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

25.03.2016 um 23:12
obwohl die Strafen doch schon am oberen Level sind, erscheinen sie mir viel zu gering. Nach ca 10 Jahren werden diese Unmenschen wieder auf die Gesellschaft losgelassen.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

30.09.2016 um 22:03
Auf den Tag genau sind es zwei Jahre, seit Dagmar starb.

Schon einmal stand hier ein Nachruf,
Beitrag von FF (Seite 256)
und ich möchte bei dieser Gelegenheit wieder an sie erinnern.

Inzwischen haben wir die Gerichtsverhandlung begleitet, sind die Täter verurteilt, das Leben scheint wieder seinen gewohnten Gang zu gehen.
Man beschäftigt sich mit anderen Fällen, denn dieser ist gelöst.

Aber ist er beendet? Nein.
Denn so lange Dagmar vermisst und um sie getrauert wird, bleiben immer auch Entsetzen und Zorn über so einen Tod lebendig. Auch wenn vor Gericht eine Gerechtigkeit gefunden wurde, ist es eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass das Leben so etwas zulässt. Dafür kann es keine "Vergeltung" geben, denn nichts kann die Tat ungeschehen machen.
Leider können Gerichtsverfahren nicht zur Verarbeitung solcher Verluste beitragen, sondern reißen erstmal die Wunden nur noch tiefer auf. Da wird ein Leben und eine Persönlichkeit in trockenen Fragen seziert, eine Situation in so vielen einzelnen Facetten analysiert, dass zuletzt kein ganzes Bild, sondern eher ein Haufen Scherben zurückbleibt, die alle nur winzige Facetten aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen.
Der Mensch, um den es ging, und was zu der Katastrophe führte, das gerät leicht aus dem Blick.

Wir sollten viel öfter daran denken, dass Polizei und Justiz der Gesellschaft Genüge tun können, nicht aber den Menschen. Und leider ist es bei uns viel zu normal geworden, dass man Trauernde alleine lässt, nicht stören möchte, befürchtet das falsche zu sagen ... umso mehr, wenn der Tod so heimtückisch kam und einem so gar kein Trost einfallen will. Dabei täte es ihnen oft gut, wenn sie spüren könnten, dass sie nicht alleine sind, weil andere vielleicht ähnliches erlebt haben, ihre Trauer nachvollziehen können oder wenigstens wahrnehmen, dass sie trauern, wütend und verletzt sind.

Und dies kann ich nur wieder mit den gleichen Worten sagen:
Hoffentlich können die, die heute Dagmar vermissen, das alles überwinden und an sie zurück denken, wie sie im Leben war - ihre warme Persönlichkeit und Ausstrahlung, und viele schöne gemeinsame Momente. Haltet diese lebendig.


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Mordfall Dagmar E. (58) aus Dinslaken

30.09.2016 um 23:21
FF,
ich denke, auch ohne diese Worte, werden für Viele Dagmar unvergessen bleiben.Das hat wohl die Menschen sehr betroffen gemacht! Und wird so in Erinnerung bleiben.


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Dieses Thema wurde von Rick_Blaine geschlossen.
Begründung: Der Fall ist abgeschlossen, ein gutes Schlusswort wurde gesprochen.