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Der Fall Sonja Engelbrecht

18.379 Beiträge, Schlüsselwörter: Mord, Verschwunden, München, 1995, Sonja Engelbrecht
Diese Diskussion wurde von Photographer73 geschlossen.
Begründung: Da sich die Diskussion sowieso nur im Kreis dreht und zudem auch wieder die üblichen Verdächtigungen ausgesprochen, VTs gesponnen und persönlicher Hickhack ausgetragen wurde, ist jetzt hier erstmal Schluß. Sollten sich nochmals neue und diskussionswürdige Ansätze ergeben, kann der Thread evt. wieder geöffnet werden.
nasirjones
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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 20:49
Läuft gerade bei Aktenzeichen XY: ungelöst!

Sonja, wo bist du nur?

Eine so genannte „Allgemeine Verschollenheit“, die nach gründlicher Prüfung und Wahrung aller Fristen mit einem Siegel unter der offiziellen Todeserklärung endete. Für Sonjas Familie dagegen war dieser bedrückende Verwaltungsakt der verzweifelte Versuch, endlich einen Schlussstrich zu ziehen. Einen Schlussstrich unter all die Jahre der tiefsten Verzweiflung, der enttäuschten Hoffnungen, der schwindenden Kräfte. Der Versuch, inneren Frieden zu finden und einen Weg zurück in ein halbwegs normales Familienleben. Das doch nie mehr normal sein kann. Weil noch immer der erste und der letzte Gedanke jedes neuen Tages Sonja gilt – jenem bildschönen, blonden Mädchen, das vor 13 Jahren mitten in München verschwand. Und zwar so erschreckend spurlos, dass sich in all den Jahren nie ein konkreter Fahndungsansatz ergab.

Im April 1995 wohnte Sonja Engelbrecht (19) bei ihren Eltern in Laim, besuchte die Wirtschafts-Fachoberschule und machte ein Praktikum in einer Anwaltskanzlei. Das schöne Mädchen mit den langen, blonden Haaren hatte viele Verehrer, aber keinen festen Freund. Die Schülerin ging gern und oft aus – aber stets im Schutz ihrer Clique. Und sie teilte sich mit ihrer Schwester ein kleines Auto, das die Eltern ihren Töchtern geschenkt hatten. Damit holten sich die beiden gegenseitig ab, wenn es mal spät geworden war.

So war es auch in der Nacht zum 11. April 1995. Sonja war mit ihren Freunden im Lokal „Vollmond“ in der Schleißheimerstraße gewesen. Um 2.30 Uhr begleitete Schulfreund Robert (18) Sonja zum Stiglmaierplatz. Dort verschwand die 19-Jährige mal kurz im Gebüsch, war aber schnell wieder da: „Ich fühle mich beobachtet. Ich rufe jetzt meine Schwester an“, sagte sie ängstlich. Fürs Taxi hätte ihre Barschaft von 1,20 Mark nicht mehr gereicht. Robert lieh ihr seine Telefonkarte, begleitete sie sogar noch zur Telefonzelle. Dann jedoch kam seine Tram. Er verabschiedete sich und fuhr davon. Wie hätte er ahnen sollen, dass es ein Abschied für immer war …

Ihre Schwester hat Sonja in dieser Nacht nicht mehr angerufen und auch keinen ihrer Freunde. In den Tagen danach suchte die Polizei mit großem Aufgebot die ganze Umgebung ab. Doch weder Sonjas Ausweis, noch ihr Schlüssel wurden je gefunden – ebenso wie ihre Kleidung im Stil der 70er, für die sie schwärmte. Die schlanke, langbeinige Schönheit war in dieser Nacht komplett schwarz gekleidet und trug ihr blondes Haar offen über der Lederjacke mit langem, spitzen Kragen – ein auffälliger Kontrast.

Mit Drogen und Sekten hatte Sonja nichts im Sinn. Ihr Verhältnis zur Familie war ungetrübt. Kein Kummer belastete ihre Seele und die Schule machte ihr Spaß. So übernahm die Mordkommission 15 Tage nach ihrem Verschwinden den Vermisstenfall Engelbrecht.

Die Stunden, die Tage, die Monate zerrannen. Die Schule begann wieder – ohne Sonja. Das erste Weihnachten – ohne Sonja. Ihr 20. Geburtstag am 4. April 1996, der eigentlich groß gefeiert werden sollte. Jeder Tag ohne Sonja hielt scharfe Ecken und Kanten bereit, an denen sich die Familie unentwegt verletzte. Am schlimmsten war die Hilflosigkeit. Familie Engelbrecht und alle Freunde wurden auf ihre Weise aktiv. Sie gingen in die Radio-Studios, klebten Hunderte von Suchzetteln mit Sonjas Konterfei an Wände und Laternen. Sie klapperten sämtliche Kneipen ab, gaben 8000 Mark für einen unzuverlässigen Privatdetektiv aus, lasen Bücher über Sekten und Satanskult und ließen sich von Wahrsagern beraten. Im Mai 1995 eröffnete die Mordkommission den Eltern: „Wir müssen davon ausgehen, dass Sonja das Opfer eines Verbrechens geworden ist. Wir können nur warten, bis ihre Leiche gefunden wird.“

Warten, warten, warten – unerträglich für die Mutter, die sich nicht mit Sonjas Tod abfinden konnte. Tapfer sagte sie immer wieder: „Solange Sonjas Leiche nicht gefunden wird, hoffe ich. Mein Herz sagt mir: Sonja lebt und kommt zurück.“ Sie nahm Kontakt auf mit Sektenpfarrern und gleichgesinnten Eltern. Sie kaufte einen Videorecorder. Damit nahm sie jede Vermisstensendung, jeden Bericht über Mädchenhändler und Sekten-Aktivitäten auf.

Bei ihren Recherchen stieß Mutter Engelbrecht tatsächlich auf seltsame Parallelen an der Maria-Ward-Schule in Nymphenburg, die auch Sonja früher besucht hatte. Drei Schülerinnen dieser Schule fielen Verbrechen zum Opfer. Ingrid Sonnleitner (18) verschwand im Januar 1983. Sie wurde nie mehr gefunden. Im Dezember 1994 wurde die Schülerin Stephanie Karl (18) ermordet. Ihr Mörder Mario Abend (35) hätte es beinahe geschafft, ihre Leiche für immer im Müllverbrennungswerk verschwinden zu lassen.

Der gewaltsame Tod der Mitschülerin hatte Sonja tief erschüttert. Sie hatte ihre Unbefangenheit verloren und war seitdem nach Einschätzung ihrer Mutter noch vorsichtiger im Umgang mit Fremden geworden ….

Stieg sie ins Auto des Mörders?

An jeder deutschen Grenze lag damals im Frühjahr 1995 Sonjas Foto, Interpol war eingeschaltet. Auch Freund Robert wurde wieder und wieder vernommen. Bald jedoch war sich die Kripo sicher, dass er nichts mit Sonjas Verschwinden zu tun hatte. Sogar der kleine Garten von Sonjas Familie wurde umgegraben – „weil wir es uns nicht erlauben dürfen, auch nur irgendeinen Aspekt zu übersehen,“ sagte damals ein Polizeisprecher entschuldigend.

Über 80 Zeugen, Verwandte, Bekannte und Freunde hat die „SoKo Sonja“ damals vernommen. Auf 400 Seiten sind die Vorlieben, die Abneigungen, die kleinen Geheimnisse des Mädchens dokumentiert. Auch die Tatsache, dass Sonja zuweilen eben doch entgegen der Abmachung heimlich per Anhalter heimgefahren war nach Laim. Darum gehen die Ermittler davon aus, dass Sonja in jener Nacht in das Auto ihres Mörders stieg. Für diese Theorie jedoch gibt es bis heute keinen Beweis.

Hinweise nimmt die Münchner Mordkommission unter Tel. 089/ 29 10-0 entgegen.

Quelle: tz

http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/sonja-wo-bist-du-nur-62504.html


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vio2307
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 21:04
Oh, warum sucht man im Garten der Familie?


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nasirjones
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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 21:10
@vio2307
Das wüsste ich auch gerne. Macht irgendwie keinen Sinn.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 21:13
Im interview eben gab die mutter auch an man habe die familie verdächtigt. Sogar die blumentöpfe durchwühlt.. man sucht von innen nach aussen, so wurde es eben etwähnt.
Wird wohl so gemacht?

Der "freund" mit dem sie weg war wurde nur noch vom vater erwähnt. Mit viel sarkasmus. So war jedenfalls mein empfinden.


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vio2307
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 21:13
In dem Artikel steht ja nichts, dass jemand von der Familie verdaechtigt wurde? ! Wie furchtbar muss das sein, so gar nichts zu wissen, was mit ihr ist.


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Cleo1956
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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:00
Der Vater hat wirklich mit viel Sarkasmus ueber den Freund berichtet. Man koennte tatsaechlich heraushoeren,dass er dem nichts glaubt .Wahrscheinlich hat er einen Maulkorb bekommen,ansonsten waere ihm noch ein Verdacht gegen den Freund rausgerutscht.
Warum wollte Sonja E. die Schwester anrufen,obwohl sie eine Fahrkarte hatte? Warum nahm der Freund allein die Bahn? Warum kam es nicht zu dem Anruf? Also der Vater hat einen Verdacht,aber man hat keine Beweise.Vielleicht kommt jetzt,nach xy ,doch noch die Wahrheit ans Licht..ich wuensche es den Eltern!!


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:21
Hat sich für mich auch so angehört dass der Vater den Freund verdächtigt. Dieser muss es aber dann im Voraus geplant haben. Ob ein 18-jähriger so gerissen ist, so etwas zu tun und es so gut zu vertuschen? Es sei denn natürlich er war nicht allein. Gibt es Zeugen die die beiden an dem Stiglmaierplatz am besagten Abend gesehen haben?

Ich wünsche den Eltern viel Kraft!!!


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:22
Sie wollte abgeholt werden.
Ich verstehe auch net wie der freund sie alleine lassen konnte. Zumal ja bekannt war in/an was für nem ort sie sind/ist.

Ich glaube auch das der vater gerne mehr gesagt hätte und finde es bemerkenswert was er alles getan hat.

Ich wünsche den eltern, das sie nach ihrem letzten versuch endlich zur ruhe kommen dürfen.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:23
Da der Vater sich in Öffentlichkeit wohl nicht umfassend zu seinem Verdacht äussern darf, wäre es sinvoll wenn jemand (z. B. Sonjas Schwester) eine Internetseite aufmacht.


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nasirjones
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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:24
Traurige Geschichte... ich hoffe sie lebt noch...


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Cleo1956
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:24
@jungelmädchen
Nein,der Vater sagte doch,dass es nicht beweisbar ist,dass sie dort waren.


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Cleo1956
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:28
@nasirjones
Wenn man andere Vermisstenfaelle ansieht,die nach so vielen Jahren geklaert wurden,ist die Wahrscheinlichkeit,dass sie lebt gleich null.
Und in den vielen Faellen war es der eigene Freund.Muss aber hier nicht sein.Aber kann sein.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:28
der vater hätte mehr zu berichten...

vieleicht ist auch die situation im gebüsch - weiß ja nur dieser eine freund - eine konstruierte sache um schon mal von sich abzulenken.

der unbekannte aus dem gebüsch war es auf jeden fall nicht...


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nasirjones
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:33
@Cleo1956
Ja ich denke auch das sie nicht mehr lebt... ich weiß auch das die Wahrscheinlichkeit gering ist das noch am leben ist. Ich hoffe nur das man bald rausfindet was genau passiert ist.


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Cleo1956
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:34
@xyzxyz
.....ganz bstimmt nicht.Wieder diese merkwuerdigen Geschichten,die konstruiert werden und danach ist das Opfer verschwunden oder tot.Sehr seltsam...

Der gefaehrlichste Mann fuer eine Frau ist der eigene Mann\Freund \Ex!
Das kommt nicht von mir sondern von einem bekannten Kriminologen,Dr Pfeifer.


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nasirjones
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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:36
@Cleo1956
Warum das denn?
Ich könnte niemals irgendwen umbringen, auch nicht ausm Effekt heraus nicht.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:37
Ja ich fand das mit dem Gebusch auch ganz komisch. Wieso soll sie so weit ins Busch wenn es doch (wahrscheinlich) eine menschenleere Straße ist. Wieso soll sie überhaupt ins Busch wenn sie vorher in der Wohnung mit einer Toilette war? Ok, kann natürlich passieren wenn man was getrunken hat, aber letztlich war sie kaum da von jemanden wirklich beobachtet worden... und direkt danach verschwindet sie. Doch irgendwie konstruiert.


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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:37
@nasirjones

Du meinst wohl Affekt ;)


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nasirjones
ehemaliges Mitglied

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Der Fall Sonja Engelbrecht

28.11.2012 um 22:39
@jungelmädchen
Meinte ich doch. ^^


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28.11.2012 um 22:41
ich auf jeden fall wüsste sehr gerne was der vater noch zu berichten hätte...


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