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Das "Heulmeisje"

223 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Leiche ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das "Heulmeisje"

16.04.2016 um 22:45
Es könnte sich was tun:
http://www.volkskrant.nl/binnenland/groot-onderzoek-naar-dna-match-heulmeisje~a4262823/
http://www.rtlnieuws.nl/nieuws/binnenland/grootschalig-dna-onderzoek-zaak-heulmeisje

Kurze Zusammenfassung der niederländischen Nachrichtenartikel von Mitte März 16 aus Volkskrant und RTL: Durch einen Abgleich mit der deutschen und der niederländischen DNA-Datenbank soll nochmals ein Anlauf gemacht werden, die Identität des unbekannten Mädchens zu klären. Man hofft, auf Verwandte der Unbekannten zu stoßen und dadurch herauszufinden, wer sie war.

Leider habe ich keinen Nachrichtenartikel auf Deutsch gefunden.


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Das "Heulmeisje"

17.04.2016 um 00:05
Die biogeographische Geschichte, das genetische Profil und die Mangelernährung weisen auf das Ziganermilieu hin.


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17.04.2016 um 00:15
@Corydalis
Verstehe ich nicht, wie kommt man nach all den Jahren darauf? Haben die Ermittler Personen gefunden, die als Verwandte in Frage kommen würden?


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17.04.2016 um 09:04
@ran
Wenn ich die Artikel richtig verstehe (ich kann nicht gut Holländisch - über Google findet man übrigens noch etliche weitere holländische News) ist es eine Art "Blindversuch". Man hofft oder vermutet, dass ein naher Verwandter des Opfers in einer der Datenbanken drin ist. Daraus könnte man bei einem Treffer relativ zuverlässige Rückschlüsse auf ihre Identität ziehen.

Spekulation meinerseits: Vielleicht gibt es mittlerweile auch einen konkreten Verdacht, der der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt wurde.

In einem der Artikel (Volkskrant mein ich) stand noch drin, dass die Tat als Mord in Holland verjährt wäre, in D aber nicht.


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Das "Heulmeisje"

17.04.2016 um 09:46
Laut des Artikels wird die DNA des Mädchens mit der straffällig gewordener und vermisster Personen verglichen. Allein in Holland werden 100.000e abgeglichen. Die Auswertung kann einige Monate dauern und die Ermittler rechnen sich reelle Chancen aus, die Identität des Mädchens auf diese Weise festzustellen.


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17.04.2016 um 10:06
Ich habe mir den ganzen thread eben noch einmal durchgelesen, und habe nichts zu dem Amerikaner gefunden, der in dem RTL Artikel erwähnt wird. Weiss hier jemand mehr?
De politie is ook nog op zoek naar een Amerikaanse militair. De man zou destijds met een Duits meisje op de Veluwe hebben gewoond. Het coldcaseteam zoekt al sinds eind 2014 naar de man. Maar de zoektocht verloopt moeizaam, zegt Perlot. "Amerikaanse militairen werden toen niet geregistreerd in Nederland. We hebben in Nederland dus geen gegevens, dat maakt de zoektocht lastig."
In etwa: Die Polizei sucht auch noch nach dem amerikanischen Soldaten. Der soll damals mit einem deutschen Mädchen in der Veluwe gewohnt haben. Das cold case team sucht ihn seit 2014. Die Suche geht aber sehr langsam voran. Amerikanische Soldaten wurden damals in den Niederlanden nicht registriert (also angemeldet beim Meldeamt), das erschwert die Suche.

http://www.rtlnieuws.nl/nieuws/binnenland/grootschalig-dna-onderzoek-zaak-heulmeisje

Bisher habe ich noch nie davon gehört, es muss wohl 2014 irgendwie herausgekommen sein, dass ein Amerikaner mit einer Deutschen zusammen in der Gegend wohnten. Weiss jemand mehr?


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Das "Heulmeisje"

17.04.2016 um 10:27
@Rick_Blaine

http://dewoudenberger.nl/lokaal/politie-zoekt-drie-personen-zaak-heulmeisje-47928

Der 50- bis 56-jährige Mann wurde zusammen mit 2 weiteren Personen gesucht!


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17.04.2016 um 10:46
@kirschbluete78

Danke für den link. Es geht derzeit also um die Suche nach 3 Männern, deren Verbindung zum Fall allerdings extrem vage ist:

1) Einem amerikanischen Soldaten, vermutlich in Deutschland stationiert, der mit einem deutschen Mädchen zusammen in Gelderland gelebt haben soll und beide sind plötzlich verschwunden."

Dazu ist zu sagen: Das ist extrem merkwürdig, denn amerikanische Soldaten waren nirgends in der Nähe der niederländischen Grenze stationiert (das war britisches Gebiet) und somit konnte der Soldat wohl kaum aktiv in Deutschland stationiert sein und gleichzeitig in den Niederlanden wohnen.

Mehr als diese vage Beschreibung gibt es nicht.

2) Noch vager ist der zweite Mann, der gesucht wird, einer, der heute etwa 57 Jahre alt sein müsste, damals auf eine Hochschule in der Gegend ging und "mit einem deutsch sprechenden Mädchen" gesehen wurde.

3) Vollkommen vage ist der dritte im Bunde, der auf eine Serviette wohl das Jahr 1976 geschrieben haben soll und diese 17 Jahre später einem Polizisten in den Briefkasten steckte. Was der Hintergrund und die Bedeutung dieser bizarren Tat sind weiss niemand. Nicht einmal die Jahreszahl ist klar, da man nur 197 lesen konnte.

Das ist so extrem vage, dass man sich nicht wundert, dass diese Erkenntnis in den originalen Ermittlungen keine Rolle spielte. Das cold case team hat das aber nun auch mit in den Fall aufgenommen.

Nun, mich wundert es nicht, dass in allen drei Fällen seit 2014 wohl nichts weiter sich ergeben hat.

Interessant, dass die holländischen Medien zwar die Isotopenanalyse ansprechen, auch die extrem einseitge Ernährung (sie folgern daraus Gefangenschaft), auch den Bezug zu Deutschland, aber nicht mehr zu Osteuropa. Ich hatte ja daran vor einiger Zeit schon gezweifelt.

Das Alter des Mädchens wird neuerdings auf 12-15 geschätzt.

Dieser Artikel war von 2014. Nun also noch als letzter Versuch der grosse DNA Vergleich.

Wenn der nichts bringt, denke ich wird es das gewesen sein. Dann kann man nur noch mit der Inschrift am Arlingtoner Grabmal des unbekannten Soldaten konform gehen: "Hier liegt ein nbekannter [...], dessen Namen nur Gott weiss." Und man kann dann wohl nur noch hoffen, dass es eine göttliche Gerechtigkeit gibt, vor der dieser Fall geklärt werden kann.


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Das "Heulmeisje"

17.04.2016 um 11:06
@Rick_Blaine

Ich denke, dass wenn die 3 Männer nach dieser Zeit nicht gefunden wurden, es auch schwer wird, sie jetzt noch zu finden. Es sei denn die Identität des Mädchens könnte geklärt werden.
Uns bleibt wohl nur das Hoffen und Abwarten.


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Das "Heulmeisje"

17.04.2016 um 14:35
@Rick_Blaine
Einem amerikanischen Soldaten, vermutlich in Deutschland stationiert, der mit einem deutschen Mädchen zusammen in Gelderland gelebt haben soll und beide sind plötzlich verschwunden."

Dazu ist zu sagen: Das ist extrem merkwürdig, denn amerikanische Soldaten waren nirgends in der Nähe der niederländischen Grenze stationiert (das war britisches Gebiet) und somit konnte der Soldat wohl kaum aktiv in Deutschland stationiert sein und gleichzeitig in den Niederlanden wohnen.
ich kenne eine Familie, bei der der Mann Amerikaner ist und bei der Army beschäftigt war und der eine deutsche Frau hat. bevor er in Deutschland stationiert wurde lebten die zwei in den Niederlanden bzw. in Amerika. die Reihenfolge weiss ich leider nicht, aber ungewöhnlich scheint nicht zu sein, dass die Amis auch in Holland waren.



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17.04.2016 um 15:35
@Rick_Blaine
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Dazu ist zu sagen: Das ist extrem merkwürdig, denn amerikanische Soldaten waren nirgends in der Nähe der niederländischen Grenze stationiert (das war britisches Gebiet) und somit konnte der Soldat wohl kaum aktiv in Deutschland stationiert sein und gleichzeitig in den Niederlanden wohnen.
Wie kommst du darauf?


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Das "Heulmeisje"

17.04.2016 um 15:56
Hallo zusammen !

Ein paar Sachen sind an diesem Fall wirklich schwer nachvollziehbar. Das zunächst das falsche Mädchen identifiziert wurde, mag ja aufgrund der noch nicht vorhandenen DNA-Analyse nachvollziehbar sein. Wobei sich auch hier die Frage stellt, woran man die vermeintlich Vermisste eigendlich identifizierte ? Egal. Nach so viele Jahren taucht dann die totgeglaube Dame wieder auf. Das kann ich nicht nachvollziehen. Hat sie ihre Familie so lange Zeit in dem Glauben gelassen sie sei tod, damit man sie nicht sucht ? War es für sie eine Art Strafe für ihre Eltern ?

Wie auch immer, es stellt sich doch auch die Frage, wie sie die Identität wechseln konnte. Ohne Papiere, ohne Geburtsurkunde usw. ?? Das finde ich sehr bemerkenswert.

Nun wird es aber ziemlich kurios. Ich spreche und verstehe leider so gut wie kein Holländisch. Habe ich richtig verstanden, dass man ehem. Armeeangehörige mit deutschsprachiger Freundin in den 70´ern sucht ? Nach einem Holländischen Hochschulstudenten mit deutschsprachiger Freundin und einem Kerl der eine Serviette mit 3 Zahlen in einen Briefkasten steckte ? Und das 1976 ? Da könnte man genausogut nach einem Mann suchen, der in den 70´er Jahren ein deutsches Auto gefahren hat....Das kann doch nur ins Leere laufen. Meiner persönlichen Meinung nach.

Also wenn das der Plan ist, dass Mädchen zu identifizieren, bleibt wirklich nur der DNA-Glückstreffer aus der Datenbank. Sonst bleibt es ganz sicher ein ungeklärtes Verbrechen. Einzig interessant wäre evtl. noch der Quervergleich zu anderen ungeklärten Morden aus der Zeit in der ungefähren Umgegend, zu denen es mehr Anhaltspunkte gibt. Oder wenn es ein od. mehrere Merkmale gäbe, die den/die Mörder recht einzigartig machen würde. Zum Beispiel eine bestimmte Art der Tötung, ein Ort mit besonderer Eigenschaft, ein -wie auch immer geartetes Zeichen- als "Visitenkarte". Sonst sehe ich persönlich kaum eine Chance zur Aufklärung. Mit Ausnahme natürlich, der/die Mörde würde(n) sich aufgrund seines/ihres belasteten Gewissens melden bzw. Zeugen würden plötzlich auftauchen. Es ist da evtl. eine gescheite Maßnahme, nochmals die Öffentlichkeit einzuschalten ? Ggf. meldet sich ja jemand ?


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17.04.2016 um 17:35
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Dazu ist zu sagen: Das ist extrem merkwürdig, denn amerikanische Soldaten waren nirgends in der Nähe der niederländischen Grenze stationiert (das war britisches Gebiet) und somit konnte der Soldat wohl kaum aktiv in Deutschland stationiert sein und gleichzeitig in den Niederlanden wohnen.
Nicht wenige U.S. Soldaten kamen in Vietnam mit Heroin in Kontakt und desertierten unmittelbar nach ihrer Rückkehr nach Deutschland um sich ganz dem Heroinmissbrauch zu widmen. Ein paar dieser "Veteranen" gibt es auch heute noch in Deutschland.
1976, U.S. Soldat, lebt in Holland, taucht unter, für mich passt das.
Allerdings müssen der Soldat und die junge Frau nichts mit dem Mord zu tun haben, wenn meine Theorie stimmt hatten die genug Gründe zu verschwinden.


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Das "Heulmeisje"

18.04.2016 um 00:45
@all

Der Zeitungsartikel formulierte es so, dass es sich um einen aktiven Soldaten handeln könnte (diese wurden als NATO Personal nicht im niederländischen Meldesystem geführt). Es heisst weiterhin, dass er in Deutschland stationiert gewesen sein könnte.
Op basis van nieuwe tips en getuigenverklaringen zijn Vermist en de politie op zoek naar een Amerikaanse militair die destijds samen met een 15-jarig meisje samenwoonde in Maarn. De militair was vermoedelijk gestationeerd in Duitsland. Volgens getuigenverklaringen was dit meisje, en later de militair, plotseling verdwenen. ,,Er bestaat een mogelijkheid dat het 15-jarig meisje het Heulmeisje zou zijn geweest, maar dit hoeft niet zo te zijn", aldus Kamphuis.
Zu fragen ist hier, was die Berichte wirklich meinen. Natürlich ist es möglich, dass es ein ehemaliger Soldat war, der nun in den Niederlanden wohnte. Das würde meiner Meinung nach auch viel mehr Sinn machen.

In den Niederlanden gab es nur eine einzige amerikanische Einrichtung in Schinnen. In Deutschland waren die Amerikaner in Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin und Bremerhaven stationiert.

Wenn der Amerikaner mit dem deutschen Mädchen in der Veluwe wohnen sollte, dann kann er jedenfalls nur per WE-Beziehung dort gewohnt haben, denn von der Veluwe aus jeden Tag zum Dienst nach Deutschland zu fahren ist wohl zu weit.

Daher meine Skepsis, ob der Artikel hier in die richtige Richtung weist. Erstens: sollte nicht vermutlich ein ehemaliger Soldat gemeint sein? Und zweitens: Er soll mit einem "deutschen Mädchen" zusammengelebt haben. Nach neuesten Erkenntnissen ist das tote Mädchen 12-14 Jahre alt gewesen. Ich zweifle daran, ob die Meldungen über den Soldaten von einem so jungen Mädchen sprechen, oder eher eine junge Deutsche um 18 oder so etwas meinen - also eine Freundin des Soldaten.

Aus all dem schliesse ich, dass dieser Hinweis wohl zu Recht ins Leere gegangen ist.


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Das "Heulmeisje"

18.04.2016 um 11:02
Es besteht die Möglichkeit, dass der amerikanische Soldat in Deutschland stationiert war/ist. Er schlief in der Woche in der Kaserne und fuhr freitags in die Niederlande. Auch heute sind noch Amerikaner in Deutschland stationiert.

Es ist zwar mühsam, aber man müsste eigentlich über die Kasernen Auslünfte erhalten. Irgendwo sind diese Menschen registriert. Und bei Befragungen dürfte sich auch der ein oder andere vielleicht an den Mann mit der Freundin erinnern.


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18.04.2016 um 16:24
@Rick_Blaine
Zu fragen ist hier, was die Berichte wirklich meinen. Natürlich ist es möglich, dass es ein ehemaliger Soldat war, der nun in den Niederlanden wohnte. Das würde meiner Meinung nach auch viel mehr Sinn machen.
Das denke ich auch. Dann wäre es in meinen Augen seitens der Ermittler doch sinnvoll, würden sie direkt an die jeweilige Armee herantreten, um die Daten der ehem. Soldaten aus dem fraglichen Zeitraum zu bekommen. Ich denke, dass wurde/wird auch wohl gemacht. Wahrscheinlich ist die Informationslage aber diesbzgl. so schwammig, dass ein Erfebnis mit mehreren hundert evtl. sogar tausend Soldaten herauskommt.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Wenn der Amerikaner mit dem deutschen Mädchen in der Veluwe wohnen sollte, dann kann er jedenfalls nur per WE-Beziehung dort gewohnt haben, denn von der Veluwe aus jeden Tag zum Dienst nach Deutschland zu fahren ist wohl zu weit.
Wenn es eine Dame aus der BRD war, nehme ich an, dass es keine Beziehung auf Dauer geworden wäre, hätte sie der GI nur am WE oder Urlaub hätte treffen können. Das Opfer war zudem noch sehr jung (weit unter 18). Evtl. gab es ein Kurzverhältnis zwischen ihr und dem Soldaten irgendwo in der BRD, als er am WE od. im Urlaub mal dort war. Anschließend könnte sie aus Liebeskummer von zuhause ausgerissen sein, um den Soldaten in den Niederlanden zu treffen. Dann nahm das Unheil seinen Lauf. Problem: In diesem Fall stünden die Ermittler vor einer Mammutaufgabe. Alle Soldaten der US-Army aus dem fraglichen Zeitraum in BRD und NL zusammen... Puh !
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb: Er soll mit einem "deutschen Mädchen" zusammengelebt haben. Nach neuesten Erkenntnissen ist das tote Mädchen 12-14 Jahre alt gewesen. Ich zweifle daran, ob die Meldungen über den Soldaten von einem so jungen Mädchen sprechen, oder eher eine junge Deutsche um 18 oder so etwas meinen - also eine Freundin des Soldaten.
Exakt das denke ich auch. Das Alter passt nicht für eine "feste" Beziehung. Daher auch meine Idee, das Opfer könnte von zuhause weggelaufen sein. Schwer verliebte Mädels machen so etwas schonmal.
Zitat von Rick_BlaineRick_Blaine schrieb:Aus all dem schliesse ich, dass dieser Hinweis wohl zu Recht ins Leere gegangen ist.
Ich denke auch, dass -sollte es sich um alle bekannten Infoemationen handeln- man mit diesem Hinweis niemanden finden kann.


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20.04.2016 um 13:46
@Slaterator
@Rick_Blaine
Zu fragen ist hier, was die Berichte wirklich meinen. Natürlich ist es möglich, dass es ein ehemaliger Soldat war, der nun in den Niederlanden wohnte. Das würde meiner Meinung nach auch viel mehr Sinn machen.


Das denke ich auch. Dann wäre es in meinen Augen seitens der Ermittler doch sinnvoll, würden sie direkt an die jeweilige Armee herantreten, um die Daten der ehem. Soldaten aus dem fraglichen Zeitraum zu bekommen. Ich denke, dass wurde/wird auch wohl gemacht. Wahrscheinlich ist die Informationslage aber diesbzgl. so schwammig, dass ein Erfebnis mit mehreren hundert evtl. sogar tausend Soldaten herauskommt.
Die US Army ebenso die Air Force geben keinerlei Daten über ihre Soldaten heraus, wenn es sich nicht um einen wirklich wichtigen und dringenden Fall handelt. Da wird ein 40 Jahre alter Fall einer unbekannten weiblichen Leiche keine Akte öffnen. Das ist leider so.

Die Jungs und Mädels in den Kasernen leben auf US Gebiet und sich damit vor dem Zugriff der deutschen Polizei geschützt, auch in die Zukunft, man kommt an solche Daten nicht einfach so und eine Anfrage würde sicherlich so lange verschleppt, bis der letzte in Frage kommende längst gestorben ist. Jedenfalls habe ich die Army in solchen Dingen niemals als sonderlich aktiv erlebt.

Wegen ehem. Soldat oder aktiver Soldat, ich kannte damals zwar vor allem Angeh. der Army oder Air Force (Rhein Main Airfield), aber es gab auch jede Menge "Civilians". Oder die Kinder aus den Ehen zwischen US Amerikanern und Deutschen, die hier wohnten. Das waren keine Militärangehörigen, trotzdem US Amerikaner.

Wegen der Ergebnisse dass Heulmeisje ca. 7 Jahre in Westdeutschland lebte, danach "Osteuropa" und dann wieder Eifelkreis.

Zu der Zeit waren "Gastarbeiterkinder" regelmässig in der Heimat im Sommer. Ich denke bei einem Gastarbeiterkind hätte man, wäre es regelmässig in die Heimat gefahren, nicht so eindeutig auf "7 Jahre Leben in Westdeutschland" schließen können.

Eine Reise "in die Heimat", damals war Jugoslawien voll im Trend, aber auch schon die Türkei und Griechenland, als ab dem 7 Lebensjahr, und danach evtl. eine "nicht offizielle Einreise" nach Deutschland. Evtl. weil sie ausriß aus der Heimat und nach "Hause", nach Deutschland reiste?!?!

Das Alter macht mich zwar stutzig, 12 - 14 oder 16 Jahre. Aber auch damals gab es Kinderprostituierte bzw. Kinderhandel. Und keine 12jährige ist solz darauf als 12jährige erkannt zu werden. Das war in den 70er nicht anders als heute. Mit etwas Farbe an den richtigen Stellen ging man schnell als 16 oder 18 durch.

In einem der vielen Berichte wird geschrieben sie wurde vermult. erwürgt. Leider ist nichts gesagt ob die Leiche damals auf Einstichspuren u. Drogen untersucht wurde. Auch gibt es keine Info ob sie schon geschlechtlich aktiv war. Wäre für mich interessant zu wissen.

Für mich ist der Parkplatz, der damals ein Treff für Drogenkonsumenten und Prostituierte und ihre Freier war, kein zwingender Hinweis dass dieses Mädel selbst Drogen nahm o. anschaffen ging / gehen musste.

Ich denke auf so einem Parkplatz, wo jeder was verbergen will, fragt niemand blöd herum und wird sich keiner ein Kennzeichen aufschreiben, wenn da zwei Erwachsene etwas entsorgen. Das Publikum ist da eher uninteressiert. Ist ideal um etwas loszuwerden, dass niemanden interessieren soll.


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Das "Heulmeisje"

20.04.2016 um 16:54
Hallo zusammen, ich hab die Diskussion bisher mitverfolgt und wollte noch mal einen neuen Denkansatz zur Isotopenanalyse einbringen. Habe allerdings die von @Corydalis am 16.04.2016 um 22:45 eingestellten niederländischen Artikel nicht gelesen, eventuell wurde da etwas Neues verlautbar, was ich hier jetzt noch nicht berücksichtigt habe...

Wie z.B. von @Rick_Blaine am 18.02.2015 um 11:35 vorgetragen, gibt die Isotopenanalyse doch einige Rätsel auf. Vor allem der Ausflug in die DDR bzw. ein anderes osteuropäisches Land will nicht so recht passen. Leider wissen wir nicht, welche chemischen Elemente gefunden wurden, die man als Alleinstellungsmerkmal von Ländern des ehemaligen Ostblocks beschreiben kann? Meiner Meinung sind die ehemalige DDR und z.B. Ex-Jugoslawien oder Rumänien nicht nur in geologischer und klimatischer Hinsicht, sondern auch hinsichtlich der damaligen Versorgungslage der Bevölkerung im Jahr 1975 nicht zu vergleichen. Was also soll das - in den genannten Ländern zur damaligen Zeit vorkommende - geochemisch nachweisbare Element sein, das alle gemeinsam hatten? Ich hab mal ein bisschen recherchiert: Es gibt für eine bestimmte Region typische Isotopenmuster. Da kommen z.B. Wasser als regionaler Faktor oder Stickstoff-, Schwefel und Kohlenstoff-Isotope als lokale Faktoren in Frage. Wasser kann man mMn ausschließen, aber bei den anderen wird’s interessant. Hier könnte man z.B. einschlägige Automodelle und Kraftstoffe oder auch Heizmaterialien in Erwägung ziehen, die in Ländern des ehemaligen Ostblocks verbreitet waren. Luftverschmutzung - vor allem in den größeren Industrie-Ballungsgebieten - wäre also ein Ansatzpunkt (wobei es damals sehr viel weniger PKWs gab als heute). Aber wirklich überzeugend klingt das auch nicht. Ich wüßte zu gerne, warum man Westberlin (geografisch mitten in der DDR gelegen) nicht explizit mit erwähnt hat, stattdessen aber osteuropäische Länder ins Spiel bringt? Falls man den Zahnstatus des "Heulmeisje" untersucht hat (was ich jetzt nicht weiß) könnte es das Füllmaterial Amalgam sein, das auf den ehemaligen Ostblock hinweist. Wobei man genauer recherchieren müsste, ob das Material 1975 in Westeuropa schon überall aus den Praxen verbannt war? Erst dann würde diese Hypothese funktionieren.

Viel wahrscheinlicher könnte mMn ein Fehler in der Isotopenanalyse sein. Wie das Beispiel der Untersuchung der sterblichen Überreste des englischen Königs Richard III (1452-1485) zeigt, kann es zu Fehlinterpretationen von Messwerten kommen, wenn man die genauen Lebensumstände der Person nicht kennt. So wurde u.a. eine Rippe des Königs untersucht, deren Zellmaterial zum Zeitpunkt des Todes erst etwa zwei bis fünf Jahre alt war. Hier erzählten die Isotope von den größten Veränderungen in seinem Leben. Doch ist aus den Chroniken ganz sicher belegt, dass Richard III in diesen Jahren nicht mehr umzog. Damit konnten die veränderten Werte nur eins bedeuten: Er ernährte sich anders als zuvor. Auch die Sauerstoffisotope aus den letzten Jahren seines Lebens zeigten höhere Werte an, die nicht mit einem Umzug in eine andere Gegend erklärt werden konnten, aber auch charakteristisch sind für den Konsum großer Mengen von Wein. (Quelle http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/isotopenanalyse-verraet-richards-iii-weinkonsum-a-986834.html)

Auf den Fall „Heulmeisje“ bezogen ist es also gar nicht so unwahrscheinlich, dass es keinen Ausflug des Mädchens in den ehemaligen Ostblock gegeben hat, sondern die Messwerte mangels Hintergrundwissen einfach abweichend interpretiert worden sind. Das o.g. Beispiel zeigt für meine Begriffe sehr eindrücklich, wie leicht so etwas passieren kann. Interessant für den Fall finde ich, dass sich offenkundig die Merkmale für Orts- und Ernährungswechsel sehr ähnlich sein müssen und man beides leicht verwechseln kann. Es besteht hier also ein ziemlich hohes Risiko, die falschen Schlüsse zu ziehen.

Wenn man im Fall der „Heulmeisje“ einmal annimmt, dass sie nicht den Ort, sondern ihre Ernährung verändert hat (verändern musste; gezwungen wurde, sie zu verändern) würde das wiederum anschlussfähig werden an die nachfolgende Phase der Mangelernährung bzw. einseitigen Ernährung. Also kein mysteriöser Trip nach Osteuropa, sondern beginnende Ernährungsumstellung im Zusammenhang mit Unterversorgung in der Familie, Leben auf der Straße, möglicher Gefangenschaft und/oder körperlicher Ausbeutung etc. Mal so als neuer Denkansatz...Es sei denn, die Isotopenanalyse beruht auf einem ("dem") Merkmal, das eindeutig und zweifelsfrei nur und ausschließlich in Ländern des ehemaligen Ostblocks vorkam?


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Das "Heulmeisje"

21.04.2016 um 07:38
@inextenso
Ich stimme Dir hier in allen Punkten zu.
Zitat von inextensoinextenso schrieb:...möglicher Gefangenschaft und/oder körperlicher Ausbeutung etc. Mal so als neuer Denkansatz...
Interessant fand ich, dass in den niederländischen Medien, die ich gesehen habe, nicht von Osteuropa die Rede war, aber davon, dass das Mädchen vermutlich einseitig ernährt wurde, weil es gefangen gehalten wurde. Da passt Deine Vermutung sehr gut.


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Das "Heulmeisje"

21.04.2016 um 10:21
Was wurde eigentlich aus dem Hinweis des Mannes, der 1976 ein Pärchen als Tramper mitgenommen haben will, bei dem das Mädchen so aussah wie die Gesichtsrekonstruktion? Er meinte ja, das Pärchen hätte gestritten und er hätte es ganz in der Nähe des Leichenfundorts aussteigen lassen. Das ist ja schon eine auffällige Koinzidenz. Suspekt ist natürlich, dass der Zeuge sich nach 30 Jahren angeblich noch so gut erinnern konnte. Allerdings meinte er, dass die beiden deutsch gesprochen hätten, Jahre bevor die Isotopenanalyse durchgeführt wurde, die ja ergeben hat, dass das Mädchen einige Jahre in Deutschland lebte.


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