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Mordfall Anja Lutter (1992)

130 Beiträge, Schlüsselwörter: Ungeklärt, Rostock
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Mordfall Anja Lutter (1992)

25.03.2016 um 16:26
Diesen Fall habe ich gerade zufällig entdeckt,ist zwar schon sehr lange her aber auch wie viele andere leider ungeklärt...

Über die Suchfunktion habe ich nichts gefunden oder eventuell übersehen,dann bitte den Post löschen und ich entschuldige mich dann dafür....



https://www.youtube.com/watch?v=A-_1fHyE_1Y


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Mordfall Anja Lutter (1992)

25.03.2016 um 16:48
@monagev

Was möchtest du genau diskutieren? Es ist sehr traurig, dass die Familie von Anja schon solange mit der Ungewissheit leben muss, wer ihre Tochter und Schwester auf dem Gewissen hat. Da wurde ihr die Tramperei wohl leider zum Verhängnis :(. Und nach all den Jahren hilft wohl nur noch "Kommissar Zufall" oder der Täter hat irgendwann das Bedürfnis sein Gewissen zu erleichtern.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

25.03.2016 um 16:52
Da ist sie wohl zu dem falschen ins Auto gestiegen, was soll man sonst sagen. Das einzige, was noch helfen könnte, wäre eine erneute DNA-Untersuchung. Heutzutage hat man ja andere Möglichkeiten, vielleicht bringt es was, den Fall neuaufzurollen.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

25.03.2016 um 17:05
Diskutieren ist der falsche Ausdruck auch wenn dieses Forum wohl dazu dient.
Ich dachte ich Stelle es mal hier rein damit es nicht vergessen wird,sich eventuell jemand daran erinnert selbst wenn es so lange her ist und ja ich denke da wird nur noch Komissar Zufall helfen,,,,leider,,,,,


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Mordfall Anja Lutter (1992)

25.03.2016 um 19:25
Ich finde an dem Fall erstaunlich, dass sie durch einen Stich in den Rücken starb und vom Täter mit einem Fahrrad zum Fundort geschafft wurde, einem Fahrrad mit auffälligem Aufkleber, von dem man annehmen kann, dass es gestohlen war, das aber nie jemand als sein Eigenes wiedererkannt hat aus der Beschreibung, was wiederum dafür sprechen würde, dass es vielleicht doch nicht gestohlen war sondern dem Täter gehörte oder jemandem aus dessen Dunstkreis, der ihn deckt?!

Den Stich in den Rücken finde ich erstaunlich, da man bei einer Tat im Auto durch den Fahrer eher einen Angriff von vorn statt von hinten erwarten würde. Einen Stich in den Rücken kann man im Auto schwer ausführen, erst recht so einem Kleinwagen wie dem Trabant, das klingt dann eher nach einem Angriff im Freien, als sie dem Täter den Rücken zuwandt, vielleicht, weil sie einen Fluchtversuch machte oder weil er so tat, als ob er sie gehen lässt. Dazu ist nur von einem Stich die Rede, bei einem Fluchtversuch oder Überfall von hinten würde ich eher mehrere Stiche erwarten, einen Stich dagegen nur, wenn das Opfer total reglos da steht, besser noch liegt, und man den Stich so sehr gezielt setzen kann. Und wenn das Ganze nicht im Auto stattfand, wieso das Opfer nicht einfach liegen lassen sondern das Risiko eingehen, es noch mit einem Fahrrad tot woanders hinzutransportieren? Das stelle ich mir schwer, umständlich und auffällig vor.

Dieses ganze Szenario macht für mich nur Sinn, wenn der Täter sie mit zu sich nach Hause genommen hat und die Tat in seiner Wohnung stattfand, der Stich evtl. gesetzt wurde, als das Opfer schlief? Dann kann man sie natürlich nicht liegen lassen und muss sie wegschaffen, und dafür stand dem Täter scheinbar kein Auto (mehr) zur Verfügung, sondern nur dieses Fahrrad. Denn wer würde eine Tote so transportieren, wenn er einen PKW hätte?! Vielleicht gehörte der Wagen also gar nicht dem Täter, was erklären würde, warum er nie über den Wagentyp ermittelt wurde. Er hatte ihn vielleicht nur geliehen oder ohne Wissen des Besitzers benutzt.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

25.03.2016 um 20:02
Eigentlich erstaunlich, dass das Fahrrad mit den zwei auffälligen Merkmalen nicht zum Täter geführt hat, in Kombination mit dem Auto, dem fragmentarischen Kennzeichen und dem Gürtel. Das wären ja schon recht brauchbare Anhaltspunkte. Womöglich ist einfach der Zeitraum zu lang, als dass sich noch jemand an diese Details erinnern könnte. Hätte man doch diesen Fall zeitnah bei xy gebracht!
Wie transportiert man überhaupt eine Leiche mit dem Fahrrad?


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Mordfall Anja Lutter (1992)

28.08.2017 um 22:40
Ich war gerade in Rethwisch-Börgerende (Ostsee) im Urlaub. Von unserem Quartier aus hatten wir einen Blick über die "Conventer Niederung". Im Ort Börgerende gibt es einige kleine Strassen oder Wege mit dem Namen "Zur Niederung".
In einen dieser Wege muss der Täter wohl damals eingebogen sein.... Mit dem Fahrrad, weil ein Auto viel zu auffällig gewesen wäre in dem kleinen Ort.
Das ganze ist eher abgelegen. Urlauber konzentrieren sich auf den Strand und nicht auf die Niederung mit See.
Das ist nur eine undeutliche Landschaft im Hintergrund. Nur ein Einheimischer kann den Ort gekannt haben. Da bin ich mir nach diesem Urlaub ziemlich sicher. Auch, dass dort Moor existiert (neben See und Landschaft ) ist eher etwas, was Einheimische wissen.
Der Täter liess sie in Rostoch einsteigen und entsorgte ihre Leiche ausgerechnet dort, ein Moor, ein Gebiet in dem sich nur Ortsansässige richtig gut auskennen, wenn überhaupt.
Er hatte also einen Trabant und kannte sich in der Gegend aus. Naiv frage ich mal, wurden denn die Einheimischen nicht genau überprüft ? Gibt es denn kein DNA- Material von damals ?


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Mordfall Anja Lutter (1992)

29.08.2017 um 13:50
nephilimfield schrieb am 25.03.2016:Wie transportiert man überhaupt eine Leiche mit dem Fahrrad?
Genau das frage ich mich auch. Und komme zum Schluss, dass dies nicht geht. Von daher vermute ich, dass das Fahrrad nicht in Verbindung mit der Tat steht.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

29.08.2017 um 17:08
Warum geht das nicht ? Sie müssen doch irgendetwas sichergestellt haben.
Ich hab mich da umgesehen. Er wird nicht über die üblichen Wege mit dem Auto da rein fahren wollen (in die Conventer Niederung ). Denn da gibt es Häuser und somit auch Zeugen. Statt dessen klaut er irgendein Fahrrad und bringt sie bei Nacht und Nebel quer übers Feld, die Nähe der Häuser meidend. Ich bin da rumgefahren und hab versucht mir das vorzustellen, was er machen wollte. Und bin zu diesem Schluss gekommen:
Nur mit einem fremden Fahrrad, nachts und quer über das Feld kann man einigermassen sicher sein, von niemandem gesehen oder bemerkt zu werden. Kann man eine Leiche transportiert bekommen, ohne das Auto nehmen zu müssen.
Dann hat er das Fahrrad gleich dort gelassen, das war praktischer und auch um so eventuell eine falsche Spur zu legen.
Das Mädchen müsste also bereits tot gewesen sein, denn über das flache Land hätte man in umliegenden Häusern Geräusche oder Schreie gehört. Und deswegen eben auch mit dem Fahrrad, weil sie schon tot war.
Der ganze Ablauf, von dem ich sehr stark annehme, dass er so stattgefunden hat - erscheint gut durchdacht und geplant.
Kein spontanes irgendwohin legen. Und meine Version des Ablaufes zeigt ebenfalls wieder : Der hat sich dort ausgekannt wie in seiner Westentasche. Sogar bei fast völliger Dunkelheit! Wie auch die Polizei annimmt - ein Ortsansässiger oder ständiger Urlauber (Stammgast ?). Auch jemand von den Leuten die die Conventer Niederung regelmässig pflegen käme gut in Frage.
Der Personenkreis der Verdächtigen ist doch damit schon recht eingegrenzt. Warum ist es so schwer, den einen zu finden ?
Warum erkennt niemand sein Fahrrad wieder ? So viele Einwohner gibt es dort nicht. Es ist eine ländliche Gegend.
Also zusammengefasst hier noch mal meine persönliche Theorie:
Fährt gezielt nach Rostock, in die anonymere Grosstadt, um dort Nachts sein Opfer zu suchen. Missbraucht und tötet.
Nimmt dann ein fremdes Fahrrad um die Leiche zu transportieren, ohne den Anwohnern am Rande der Conventer Niederung aufzufallen mit einem Trabant der in der Dunkelheit in die Niederung reinfährt.
Geht oder fährt mit dem Fahrrad und der Leiche, die er irgendwie darauf gelegt oder befestigt hat unauffällig von der Strasse her oder über Schleichwege in der Dunkelheit in die Niederung rein, legt sie an einen Kanal in morastiges Gebiet. Lässt das Fahrrad dort, geht zurück und fährt mit dem Trabant nach Hause. Oder sein zu Hause ist genau dort, am Rand der Niederung und er kann bequem die Leiche im Dunklem in die Niederung bringen. Womöglich kann er sogar von seinem zu Hause aus in die Niederung schauen oder kommt oft dort vorbei. Dann denkt er an die Tat und das gibt ihm einen tollen Kick und Machtgefühle, vielleicht auch sexuelle Gefühle.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

29.08.2017 um 18:12
Leiche auf dem Fahrrad übers Feld? Das geht nicht und hat was mit Physik zu tun.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

29.08.2017 um 19:28
Vielleicht hinten am Fahrrad einen Anhänger montiert, einfach mit Bindfaden oder so befestigt. Und dann vielleicht die Leiche und Angelsachen als Tarnung da rein.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

29.08.2017 um 20:55
Ich kenne keinen einzigen Fall in der xy-Geschichte wo jemand mit Fahrrad eine Leiche durch's Feld transportieren konnte(!).


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Mordfall Anja Lutter (1992)

29.08.2017 um 21:04
Findet in einem trabi eine Leich und ein Fahrrad Platz?

@hobbyprofiler

Schade, dass du nicht beschreibst wie man eine Leich auf dem Fahrrad transportiert.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

29.08.2017 um 22:21
Doch, ich hab schon von solchen Fällen gelesen. Das geht, indem man die Leiche in einen Sack oder eine Kiste oder in einen Koffer quasi hineinquetscht. Oder sie zusammenschnürt. Dabei liegt der Oberkörper flach auf den Oberschenkeln auf, der Kopf nach unten in Richtung Knie gedrückt. Ober - und Unterschenkel werden aufeinandergepresst. So zusammengefaltet passt eine schlanke, relativ kleine Person durchaus in eine Kiste oder in einen Sack. Transporte mit Kisten oder in Säcken oder gar Koffern sind nicht so selten. Und sowas kann man dann durchaus an einem Gepäckträger festzurren. Ist auch schon so vorgekommen. Oder auf dem Sattel legen und dann alles richtig fest zurren.
Leider weiss ich jetzt nicht, wie gross oder schwer die Anja Lutter war, schlank war sie aber. Die Anhängerversion ist auch denkbar, ja durchaus. Überhaupt: Männer mit viel Kraft können vieles heben oder extrem fest anbinden.
Oder er hat sie wie einen Sack auf dem Rücken getragen und das Fahrrad sollte nur falsche Spuren legen, wäre doch möglich.
Man muss auch mal bedenken, es war also ein Mann in starker Bedrängnis. Es musste einfach irgendwie gehen - aus seiner Sicht. Er musste sie unbedingt loswerden in dieser Nacht. In dieser Situation schafft man vielleicht auch Dinge, die man zunächst nicht für machbar gehalten hätte - irgendwie doch.
In einen Tabbi geht ein Fahrrad rein, wenn es ein Kombi war. War es ein Kombi ?
Er muss ja das Fahrrad nicht unbedingt im Trabbi gehabt haben. Kann es auch erst vor Ort an sich genommen haben. Oder sogar extra vorher bereitgestellt - auch möglich, die ganze Sache wirkt irgendwie durchgeplant.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

29.08.2017 um 23:17
@hobbyprofiler

Das in deinem Szenario geschilderte Vorgehen wäre denkbar. Nur so was hinterlässt Spuren. Davon ist nichts bekannt.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

30.08.2017 um 00:50
Nein, davon ist nichts bekannt. Das heist nicht, dass es nicht doch so war.
In dem Video sagt der Kommisar es sogar selbst: "...möglicherweise zum transportieren der Leiche..." , "schwierig, aber nicht unmöglich..." ( Das Fahrrad.) Und das Fahrrad gehörte wohl der Stadt Rostock, jedenfalls vor der Wende. Vielleicht wird es deshalb nicht vermisst, war kein Privateigentum, niemandem fehlte es ?
Und das Fahrrad stand nie zufällig da herum, weil es wurden ähnliche DNA-Spuren daran gefunden, wie an der Leiche.
Es gab (gibt) also DNA- Material. (Hab mir das Video erst jetzt noch mal genau angesehen.)


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Mordfall Anja Lutter (1992)

30.08.2017 um 09:44
Wieder fällt mir auf, das Fahrrad welches als "Eigentum der Stadt Rostock" entwendet wurde könnte auch genau geplant gewesen sein. Denn wer sucht schon grossartig nach so einem Fahrrad, welches ihm nicht gehört....
Der Ablageort war Moor, die Leiche lag im Wasser, er hoffte wohl, dass sie untergeht. Nichts an dieser ganzen Sache wurde dem Zufall überlassen. Das ist einer, der akribisch plant. Bis heute leider mit Erfolg.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

30.08.2017 um 22:35
Leider scheint sich kaum einer für diesen Fall noch zu interessieren. Er geht hier unter mit nur 18 Beiträgen. Werde wohl immer wieder mal schreiben, was mir noch so einfällt dazu.
Ist zwar lange her, aber Mord verjährt nicht und der Täter lebt noch, wie ich vermute.


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Mordfall Anja Lutter (1992)

31.08.2017 um 01:33

Die Frage, wie eine Leiche mit einem Fahrrad transportiert werden könnte, stellt auch Rudi Cerne in dem xy-Filmbeitrag. Die Antwort von KHK Andreas Seifert lautet: Ist wirklich schwierig, aber nicht unmöglich.

Als Ablageplatz der Leiche wurde die Conventer Niederung gewählt, ein ca.1200 Hektar großes, heute zumeist trocken gelegtes ehemaliges, Moorgebiet, das größtenteils aus landwirtschaftlich genutzten Wiesen besteht oder vom Frühjahr bis zum Herbst als Weidefläche genutzt wird. Teil-weise ist das Areal auch Naturschutzgebiet. Es gibt viele Gräben, kleine Kanäle und verschilfte Wasserstellen. Zugänglich ist das Ganze durch landwirtschaftlich genutzte Wege. Wenn man sich den bei xy gezeigten Leichenfundort auf google maps mal näher anschaut, dann müsste Anja am/im Bach namens Stege gefunden worden sein, der vom/zum Conventer See führt. Es hieß ja, sie wurde in einem Wassergraben entdeckt. Der Fundort ist nicht mehr als ca. 1.300 m vom nächsten Dorf Börgerende / Rethwisch etwa auf Höhe der Straße Wischengrund entfernt, die aus dem Dorf heraus führt. Die Straße Wischengrund endet irgendwann zwischen den Wiesen und danach folgen Fahrrinnen bzw. Feldwege entlang von Gräben bis zu der Fundstelle, die heute durch Sträucher/Bäume verdeckt ist. Das kann 1992 natürlich noch ganz anders ausgesehen haben. Jedenfalls ist die Gegend doch übersichtlicher als ich dachte, wenngleich vermutlich wohl kein Ortsunkundiger diesen Weg in der Nacht noch dazu mit einer Leiche auf dem Fahrrad zurücklegen würde.

Wahrscheinlich waren bzw. sind die durch Landwirtschaftsfahrzeuge entstandenen Fahrrinnen entlang der Gräben nicht wirklich gut mit dem aufgefundenen Rad zu befahren. Auch auf der buckligen Wiesenpiste dürfte man damit nur mühsam vorwärts kommen. Das alte 26er Damenrad wurde ca. 150 Meter vom Fundort entfernt entdeckt. Sehr wahrscheinlich war der Hinweg mit Leiche auf dem Rad schon enorm beschwerlich und kräftezehrend und wird lange gedauert haben. Möglicherweise hat der Täter die lehmigen, feuchten Fahrrinnen auf dem Feld gemieden und das Rad über die ungemähte, holperige Böschung der Gräben geschoben, um Spuren zu vermeiden. Auch rück zu hätte der Täter das Rad durch die dunkle, neblige Landschaft mit feuchtem und unwegsamen Untergrund schieben müssen. Möglicherweise wurde ihm das zu zeitaufwändig und er entschied sich, das Rad zurückzulassen. KHK Andreas Seifert hat ja in dem xy Filmbeitrag darauf hingewiesen, dass jemand gesucht wird, der möglicherweise erst sehr spät in der Nacht oder früh morgens nach Hause gekommen ist. Vielleicht hatte der Täter das Rad aber auch von Vornherein dort entsorgen wollen und an der Fundstelle war es besser zu verstecken als am Ablageplatz der Leiche.

Generell finde ich den Ablageort dort zwischen den landwirtschaftlich genutzten Flächen gar nicht so sehr abgeschieden. Ein super ausgeklügeltes, dauerhaftes Versteck ist das jedenfalls nicht, eher eine mittelfristige Lösung, um sich Zeit zu verschaffen. Der Täter wusste mindestens, dass über den Winter dort kein Betrieb herrschen und sich kaum jemand dorthin verirren würde. Auch die Ablage in einem Wassergraben ist nicht gerade eine brillante Idee. Besser wäre doch eine Stelle im Moor gewesen, wo der Körper verschwunden und vllt nie wieder auftaucht wäre. Das lässt eventuell darauf schließen, dass der Täter sich doch nicht so gut im Gelände zu orientieren wusste, schon gar nicht in stockfinsterer Nacht und bei möglichem Nebel. Es war ja November.

Das man den/die Besitzer/in des 26er Damenrades mit gelbem Inventaraufkleber am hinteren Schutzblech mit Aufdruck Rat der Stadt Rostock, Abteilung Volksbildung nicht ermitteln konnte, ist für meine Begriffe gar nicht so seltsam, wie es scheint. In der Wendezeit wurden viele staatliche Institutionen der ehemaligen DDR umstrukturiert und/oder aufgelöst. Immobiler Besitz wurde dabei vielfach verscherbelt, verschenkt, mitgenommen, auf die Straße gestellt oder anderweitig entsorgt. Viele Menschen wollten sich auch privat neue Dinge anschaffen und trennten sich schnell und achtlos von den alten DDR Produkten. Dabei kann auch das Fahrrad mehrfach den oder die Besitzer/in gewechselt haben. Über die NutzerInnen und die Abwicklung der Fahrradflotte der Abt. Volksbildung Rostock hätte die seinerzeit für die Inventarliste zuständige Mitarbeiter/in oder deren Nachfolger/in Auskunft geben können. Vllt hat die Kripo auch entsprechende Infos erhalten, ohne dass sich daraus ein konkreter Hinweis ergab? Vllt wurden alle MitarbeiterInnen der Abt. Volksbildung, die früher mal ein Dienstfahrrad genutzt hatten, hinsichtlich eines Bezuges zur Ortschaft Börgerende/Rethwisch ohne Ergebnis überprüft? Wirklich singulär an dem Rad ist ohnehin der auf den Kopf des Dynamos aufgeschraubte Kronkorken. Wenn der oder die Besitzer/in von dem Suchaufruf im Rahmen der Mordermittlung Kenntnis hatte, dann werden er oder sie sich wohl aus naheliegenden Gründen nicht gemeldet haben. Vielleicht wurde das Fahrrad aber auch vom Täter gestohlen und der/dem Besitzer/in war es egal? Jemand Fremdes mit touristischem Bezug zur Ortschaft hätte ja kein Fahrrad der Abt. Volksbildung Rostock von zu Hause mitgebracht. Vielleicht gehörte das Fahrrad inzwischen auch einer Pension oder privaten Ferienhausvermietern, die es an ihre Gäste verliehen und denen es abhanden gekommen war?

Auch der zurückgelassene Gürtel scheint mir nicht zu einem ausgeklügelten Entsorgungsplan der Leiche zu passen. Je mehr Gegenstände ein/e Täter/in zurücklässt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass daran Spuren gesichert werden können, mit denen er oder sie überführt wird. Vielmehr deutet der Gürtel für mich auf eine mangelnde Planung im Vorfeld hin. Er wurde gewählt, weil kein anderes Fesselungsmaterial zur Hand war. Es wäre interessant zu erfahren, wie alt der Gürtel gewesen ist und ob es sich um ein Ost oder West Fabrikat gehandelt hat bzw. ob es das West Fabrikat damals in der Region bzw. über den Versandhandel zu kaufen gab?

Weiß man eigentlich, ob an den Gegenständen oder der Leiche fremde DNA gefunden wurde? Das wurde in dem xy Beitrag leider nicht erwähnt oder ich habe es überhört. Insbesondere dass sich nicht mehr Erkenntnisse zu dem Fahrrad ergeben haben, lässt mich annehmen, dass  es möglicherweise Mitwisser/innen gibt, die schweigen. Ich hoffe, dass der Fall doch eines Tages aufgeklärt wird und der Täter dann noch verurteilt werden kann. Immerhin liegt das alles bereits 24 Jahre zurück. Wenn der Täter damals 50 Jahre oder älter war, könnte es langsam knifflig werden.



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Mordfall Anja Lutter (1992)

31.08.2017 um 13:08
Ich habe mir die Gegend auch auf GoogleMap genau angeschaut. Wenn man den Wischenweg entlang geht, geht man direkt auf die Stelle zu, wo die Leiche lag. Vielleicht hat er doch diesen normalen Weg benutzt ? Das wäre aber riskant gewesen, wegen der Anwohner am Wischenweg. Das wirft jetzt meine Theorie "quer übers Feld" durcheinander.

Der Täter hatte wohl einen Plan, allerdings war dieser in mancher Hinsicht mangelhaft. Zum DNA-Material erfährt man nicht viel, eventuell aus ermittlungstaktischen Gründen. Aber dass das Fahrrad eindeutig mit der Tat in Verbindung steht wurde durch DNA-Spuren festgestellt. Mehr wird dazu allerdings nicht gesagt.
Sonst hätte man ja annehmen können, dieses herrenlose Fahrrad steht nur zufällig da herum, würde es nicht
in der xy-Sendung ausführlich beschreiben.

Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwer doch etwa weiss oder zumindest ahnt ist gegeben. Vielleicht steht diese Person dem Täter relativ nah und verdrängt das Wissen/ den Verdacht massiv. Oder die Person ist eingeschüchtert.
Wenn der Täter tot wäre könnte sie leichter sprechen. Wahrscheinlicher ist er lebt.


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