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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

191 Beiträge, Schlüsselwörter: Nürnberg, Prostituierte, 1992, Vokuhila, Nagorni, Renault 5, Nagorny, Joana, Gabriela

Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

09.04.2016 um 21:43
@Cyenita
Cyenita schrieb:Zudem gab es damals noch keine sicheren Aids Test wie heute. Das war damals sehr aufwendig und teuer.
Das und der zeitliche Faktor könnten gegen die "Infektionsrache-Theorie" sprechen. Aus den Quellen geht nicht eindeutig hervor, wie lang sie sich schon prostituiert hat. Sie kam 1989 nach Deutschland; das wäre der früheste mögliche Zeitpunkt. Der xy-Filmbeitrag hat bei mir aber den Eindruck hinterlassen, dass sie noch nicht lange als "Modell" tätig war.

Die Kausalkette "Prostitutionsausübung im erkrankten Zustand" - "Ansteckung eines Freiers" - "Infektionsnachweis beim Freier" - "Racheakt" nimmt jedenfalls einige Zeit in Anspruch. Ich weiß nicht recht, ob das hinhaut.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

09.04.2016 um 21:56
Das hier
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.lokales-mordattacken-auf-callgirls-die-taeter-leben-noch-unter-uns.aa5b2a89-d...
ist der AZ-Link aus dem Eröffnungsposting von @Menedemos.

Geht es noch jemandem so, dass der Text mit der Schilderung der zwei Fälle (Nagorny und "Mona Lisa") und dem Phantombild verwirrend wirkt? Das Phantombild mit dem VoKuHiLa-Gesicht ist dasjenige aus dem Nagorny-Fall, oder? Das Callgirl "Mona Lisa" wurde ebenfalls von einem VoKuHiLa-Typen attackiert, hat überlebt, und konnte detaillierte Angaben für ein Phantombild machen (lt. AZ "das VoKuHiLa-Monster"). Das Mona-Lisa-Phantombild ist aber gar nicht abgebildet, wobei ich bei flüchtigem Lesen denken würde, das abgebildete Phantombild zeigt den Mona-Lisa-Täter.

Und man könnte doch durchaus auf die Idee kommen, dass es sich um denselben Täter handelte, aber dieser Schluss wird in dem Artikel anscheinend nicht gezogen.

Jedenfalls zeigt der Mona-Lisa-Fall, dass Prostituierte nicht nur wegen der Zuhälter gefährlich leben.


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DaScully
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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 00:03
@Corydalis
Ja, das ist verwirrend.Vielleicht hat man eine Zeit lang geglaubt, das es der gleiche Mann ist. Die Opfer sind beides Wohnungs-Prostituierte, "Mona Lisa" hat im Schichtbetrieb gearbeitet, "Joana" allein. Beide Männer tragen Vokuhila-Frisuren.

Der Mann, der "Mona Lisas" Mörder werden wollte, hat versucht, die Frau mit einem Zweiphasenkabel zu erwürgen. Zuvor hat er sie geschlagen. Dieser Täter war 1995 zwischen 18 und 24 Jahre alt, ca. 1,70-1,75 m groß, schlank und hat eine Brille getragen.

Der Mann, der "Joana" ermordet hat, tat dies mit einem doppelseitig, geschliffen (Stiefel)Messer, indem er ihr in den Hals stach.Der Täter war 1992 zwischen 25 und 30 Jahren alt, zwischen 1,80 und 1,90 groß, kräftig und hat einen Schnauzbart getragen.

"Joana" starb 1992 und "Mona Lisa" sollte wohl 1995 sterben.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 00:12
Ja, die Altersschätzungen sprechen eher nicht dafür, dass es derselbe ist. "Joanna" war drei Jahre früher, und der Täter wurde deutlich älter geschätzt. Wobei solche Schätzungen leicht mal ein paar Jahre daneben liegen können, und das örtliche Zusammentreffen plus die Vokuhila-Frisur sind schon etwas auffällig.

Hier ist ein Link zur Fahndung im "Mona Lisa"-Fall, mit Phantombild:
http://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/1434133


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DaScully
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10.04.2016 um 12:47
Vokuhila-Frisuren waren für bestimmten Personen(kreise) eher schick. Es gab gab ja auch den Film dazu: "Manta, Manta". Ich hatte ca. 2000 eine Kollegin, die zwar hübsch und auch schlau war, optisch noch immer in diesen Stil verhaftet blieb. Dies hielt ihr u.a. einen bestimmten Typ von Mann vom Hals.

Es gibt durchaus Gründe, sich erst Jahre später an etwas zu erinnern. Man bewegt sich z.B. aus einem unguten Umfeld oder einer Abhängigkeit heraus und plötzlich ist die Angst weg, dafür überschwemmt einen aber die Erinnerung. Man wird älter und wertet oder gewichtet Dinge anders.

Wäre ich der Täter, so wäre als erstes die Matte und der Schnauzer verschwunden und dann ich, für ein paar Jahre. Auch das Auto hätte ich angestoßen, wenn es meins gewesen wäre. Es wird also ein Mann gesucht, der bis zum 11.06.1992 so aussah, wie auf dem Phantombild..., aber den Tag darauf, schon völlig anders. Und ich denke, er bekam Hilfe beim Untertauchen.

In dem anderen Fall "Mona Lisa", haben vier Mädchen das Appartement in Schichten genutzt.

"Joana" hat Nachschichten gearbeitet. Wer hat das Appartement denn tagsüber genutzt? Sie hatte ihre eigene Wohnung und das war nicht das Appartement, auch wenn ihr deutlich, älterer, aber kranker Freund als eine Art Lebensversicherung im Nebenzimmer saß.


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DaScully
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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 13:14
Oh, muss mich korrigieren.

Sie hat lt. Anrufbeantworter-Ansage "an den heißen Sommertagen, von 8.30 bis 19.00 Uhr gearbeitet". Also nicht nachts, sorry.

Bleibt, die Frage wer das Appartement in Bleiweiß nachts, also 19.00 bis 8.30 Uhr benutzt hat.


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DaScully
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10.04.2016 um 15:42
Es werden junge Frauen für die Prostitution Gesicht, 18-24 Jahre alt. Gabriela Nagorny war 23 Jahre alt. Vielleicht doch ein Deal? Ich mach das bis 24 und dann kann ich tun, was ich möchte?
Was will eine junge Osteuropäerin in Deutschland arbeiten, wenn sie lediglich ein Internat besucht hat?Keine Ausbildung und kaum Sprachkenntnisse.

http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-8567105.html


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 16:38
@Corydalis
Corydalis schrieb:Die Kausalkette "Prostitutionsausübung im erkrankten Zustand" - "Ansteckung eines Freiers" - "Infektionsnachweis beim Freier" - "Racheakt" nimmt jedenfalls einige Zeit in Anspruch. Ich weiß nicht recht, ob das hinhaut.
Ein sehr interessanter Aspekt. Tatsächlich waren die medizinischen Möglichkeiten zur Feststellung und/oder Behandlung einer HIV-Infektion im fraglichen Zeitraum (noch) sehr bescheiden. Es ist auch fraglich, ob ein Freier sich überhaupt einem solchen Test in diesen Zeiten unterzogen hätte. Damals war HIV ein noch viel schlimmeres Tabuthema als in heutigen Zeiten. Der Test war kostenpflichtig, unangenehm (ggf. unangenehme Fragen usw.), zeitaufwendig und viele hatten auch Angst, dass es jemand mitbekommen könnte. Insofern denke ich auch eher nicht an einen Racheakt aufgrund von Ansteckung.

@DaScully
DaScully schrieb:Vokuhila-Frisuren waren für bestimmten Personen(kreise) eher schick. Es gab gab ja auch den Film dazu: "Manta, Manta".
Das betraf mitnichten nur die Fahrer sportlicher Opel, sondern eine ganze Bandbreite durch viele "Schichten" hindurch. Ärzte, Unternehmer, Popstars, sogar Friseure trugen die -aus heutiger Sicht- eher "fiese Frise"... Ich würde deshalb nicht so weit gehen, von der Frisur auf einen bestimmten Personenkreis schließen.
DaScully schrieb:(...)Es wird also ein Mann gesucht, der bis zum 11.06.1992 so aussah, wie auf dem Phantombild..., aber den Tag darauf, schon völlig anders.(...)
Möglicherweise. Ich persönlich gehe davon aus, dass nur eine Kombination der Hinweise zum Täter führen kann. Also nicht nur die Frisur oder das Auto. Eher Frisur + Auto + Ortskenntnis zum Beispiel. Daran dürfte sich eine dem Täter bekannte Person auch erinnern, wenn er kurz darauf Frisur und Auto änderte.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 17:31
Slaterator schrieb:Tatsächlich waren die medizinischen Möglichkeiten zur Feststellung und/oder Behandlung einer HIV-Infektion im fraglichen Zeitraum (noch) sehr bescheiden. Es ist auch fraglich, ob ein Freier sich überhaupt einem solchen Test in diesen Zeiten unterzogen hätte. Damals war HIV ein noch viel schlimmeres Tabuthema als in heutigen Zeiten.
Es geht nicht um 1985, sondern um 1992. Damals war AIDS in aller Munde, die Bevölkerung hinreichend aufgeklärt und Tests durchaus weit verbreitet.
Slaterator schrieb:sondern eine ganze Bandbreite durch viele "Schichten" hindurch. Ärzte, Unternehmer
Nun ja, sicher war Vokuhila damals weiter verbreitet, aber Frisur für "Ärzte und Unternehmer" ist dann doch übertrieben. Assig war die Frisur schon immer, auch wenn das heute mancher ehemalige Träger vielleicht nicht mehr wahrhaben will.


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10.04.2016 um 17:50
@Menedemos
Menedemos schrieb:Es geht nicht um 1985, sondern um 1992. Damals war AIDS in aller Munde, die Bevölkerung hinreichend aufgeklärt und Tests durchaus weit verbreitet.
Dem möchte ich widersprechen. Selbst heute gibt es leider noch viel zu viel Nachholbedarf, was die Aufklärung angeht. 1992 war AIDS vor allem in den Gruppen Gesprächsthema, in denen das Virus seine größte Verbreitung fand. "In aller Munde" ist aber sicherlich übertrieben. Davon abgesehen, war -wenn- lediglich die Existenz dieser Erkrankung vielen bekannt. Die Infektionswege z.B. sind selbst heute noch (!) einer erschreckend geringen Zahl der Bundesbürger wirklich klar. Die Tests waren kein ganz so großes Problem wie vlt. 1985, es gehörte jedoch nicht zur "Normalität" vieler Berufsgruppen und/oder Privatpersonen. Letzte taten sich sicherlich auch 1992 noch sehr schwer damit, einen Solchen Test durchführen zu lassen.
Menedemos schrieb:Nun ja, sicher war Vokuhila damals weiter verbreitet, aber Frisur für "Ärzte und Unternehmer" ist dann doch übertrieben. Assig war die Frisur schon immer, auch wenn das heute mancher ehemalige Träger vielleicht nicht mehr wahrhaben will.
Wenn man sich mal Bilder und Filme aus diesem Jahrzehnt anschaut, gibt es in der Tat überraschend viele Personen mit jener Haartracht. Natürlich war diese "Frise" nicht unbedingt charakteristisches Merkmal der Ärzte, Notare und Unternehmer, doch weiter verbreitet, als man heute annehmen möchte. Zumindest war sie verbreitet genug, um sie nicht einem bestimmten Personenkreis zuordnen zu können.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 17:55
@Slaterator
Du sprichst gerade eine Berufsgruppe an, die auch im Hintergrund des Ganzen aktiv gewesen sein kann... z.B. Anwälte, solche die Häuser im großem Stil verwalten. Üblicherweise schicken die aber keine fiesen Helferlein zu Prostituierten. Der Film für sie hieße dann "Miami Vice"..., den haben auch Polizisten gern geguckt. ;-)

Der hat sich ausgekannt. Aber dieser R5, kann der nicht auch im Besitz einer weiblichen Person gewesen sein? Freundin, Frau, Schwester.

@Menedemos
Kam darauf an, wer es wie trug. Frauen stand der Schnitt ganz gut und die Gabriela Nagorny trägt doch auch solch eine Frisur.

Was mich noch etwas verwundert, ist der Fluchtweg der Gabriela. Der kürzeste Weg auf die Straße, um Hilfe zu holen, wäre die Forsthofstraße und nicht der lange Weg über den Hinterhof zur Augustastraße, auf der sie verblutet ist.

Als würde sie den Mann kennen und glauben, er hat sein Auto in der Forsthofstraße geparkt, wie üblich.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 18:16
@DaScully
DaScully schrieb:Du sprichst gerade eine Berufsgruppe an, die auch im Hintergrund des Ganzen aktiv gewesen sein kann... z.B. Anwälte, solche die Häuser im großem Stil verwalten.
Ja sicher. Allerdings waren die -wie Du schon schreibst- mMn eher nicht persönlich in der Rotlichtbranche aktiv. Sie waren wohl mehr "dienstbare Geister" in allen juristischen Fragen, finanziellen Belangen usw. Dafür ließen sie sich sicher gut bezahlen.
DaScully schrieb:Aber dieser R5, kann der nicht auch im Besitz einer weiblichen Person gewesen sein? Freundin, Frau, Schwester.
Jap, das ist gut möglich. Der R5 war damals schwer bei der Damenwelt angesagt. Aber das wäre zu pauschal. Auch Männer fahren schonmal Autos, die mehrheitlich bei Frauen beliebt sind.
DaScully schrieb:Was mich noch etwas verwundert, ist der Fluchtweg der Gabriela. Der kürzeste Weg auf die Straße, um Hilfe zu holen, wäre die Forsthofstraße und nicht der lange Weg über den Hinterhof zur Augustastraße, auf der sie verblutet ist.

Als würde sie den Mann kennen und glauben, er hat sein Auto in der Forsthofstraße geparkt, wie üblich.
Das klingt interessant. War es denn überhaupt zielführend vom Opfer, auf der Straße nach Hilfe zu suchen ? Was ist z.B. mit Nachbarn, Telefon usw. ? Dein Ansatz mit dem "üblichen" Parkplatz ist eine Möglichkeit. Da sollte man weiter nachdenken...


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DaScully
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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 18:38
@Slaterator
Genau, warum nicht zur Tür gegenüber rennen und klingeln? Oder gar die ganze Hand aufs Klingelbrett und die Menschen aus dem Haus auf den Flur zu bringen? Nach 18.00 Uhr sind ja alle, alle da.

Konnte sie denn Hilfe von den Bewohnern erwarten? Und war der Freund nicht nur eine Art Lebensversicherung, sondern auch ein Alibi? A la, da ist ein Mann, sie kann keine Prostituierte sein...


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 18:47
ich finde es irritierend, dass ihr Lebensgefährte kein Phantombild zum Täter liefern konnte. Er musste ihn doch noch am Besten gesehen haben. Zudem müsste er den Terminkalender seiner Freundin kennen, ggf. auch ob er ein neuer oder bekannter Kunde gewesen wäre, also müsste die Polizei auch wissen, weshalb G N ihn in die Wohnung ließ. Er müsste auch wissen, wie lange und wozu der Täter sich in der Wohnung aufhielt und weshalb er im Nebenzimmer blieb.
Die Polizei muss aber ja auch Indizien haben, weshalb sie den Verdacht äußert, dass es sich um einen Fall aus dem Preiskrieg im Prostituiertenmilieu handeln könnte.


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10.04.2016 um 18:48
Ich gehe mal davon aus, dass der Lebensgefährte sich nur im Nebenzimmer aufhält, wenn es Kundschaft gab.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

10.04.2016 um 18:51
Fremde können die Adresse dieser Wohnung ja eigentlich nur erfahren haben, wenn sie aufgrund der Annoncen die dortige Telefonnr anriefen und einen Termin ausgemacht haben. Demnach müsste es ein Kunde als eher ungeplanter Täter oder ein geplanter Mord/eine geplante Einschüchterung durch Konkurrenz gewesen sein.


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10.04.2016 um 18:54
Wäre der Täter eine Person aus dem näheren oder entfernteren privaten oder beruflichen Umfeld von G N gewesen wäre bzw. wenn sie ihn gekannt hätte, hätte ihr Lebensgefährte das wohl auch gewusst und der Polizei mitgeteilt.


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10.04.2016 um 18:58
@DaScully
DaScully schrieb:Genau, warum nicht zur Tür gegenüber rennen und klingeln?
Exakt. Man müßte wissen, welche "Nachbarn" in dem Objekt zum fraglichen Zeitpunkt noch zugegen waren. War die Wohnung des Opfers z.B. die einzige Wohnung, die für die Zwecke der Prostitution genutzt wurde ? Gab es keine Zeugen aus dem Objekt selbst, die eine Beobachtung gemacht oder Schreie etc. gehört haben ? Alles ziemlich seltsam.
DaScully schrieb: Und war der Freund nicht nur eine Art Lebensversicherung, sondern auch ein Alibi? A la, da ist ein Mann, sie kann keine Prostituierte sein...
So etwas in der Art wäre absolut nicht ungewöhnlich.

@alias69
alias69 schrieb:ich finde es irritierend, dass ihr Lebensgefährte kein Phantombild zum Täter liefern konnte. Er musste ihn doch noch am Besten gesehen haben. (...)
Das ist wohl der seltsamste Umstand an diesem Fall. Dafür das er eig. die mutmaßlich besten Informationen liefern können müßte, hatte er erstaunlich wenig Informationen beizutragen. Schon sehr bemerkenswert.
alias69 schrieb:Fremde können die Adresse dieser Wohnung ja eigentlich nur erfahren haben, wenn sie aufgrund der Annoncen die dortige Telefonnr anriefen und einen Termin ausgemacht haben.
Da drängt sich natürlich die Frage auf, ob die technische Möglichkeit seitens der Telekom bestand, im Nachhinein Anrufer zu identifizieren. Heute zwar nicht leicht, jedoch möglich. Damals wohl eher nicht. Und wenn, hätte es die Kripo sicherlich verfolgt. Ich frage mich immernoch, warum keines der Opfer das Telefon benutzte um Hilfe zu holen und/oder die Polizei zu verständigen ?!


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Menedemos
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10.04.2016 um 19:11
Slaterator schrieb:Das klingt interessant. War es denn überhaupt zielführend vom Opfer, auf der Straße nach Hilfe zu suchen ? Was ist z.B. mit Nachbarn, Telefon usw. ? Dein Ansatz mit dem "üblichen" Parkplatz ist eine Möglichkeit. Da sollte man weiter nachdenken...
Um die Nachbarn um Hilfe zu bitten, hatte sie ja keine Zeit, da der Täter sie verfolgte. Vielleicht ist sie zum Hintereingang raus, weil sie dachte, der Täter würde irrtümlich zum Vorderausgang hinausstürmen, was sich dann ja auch bewahrheiten sollte.

Aber der Fluchtweg des Täters gibt mir Rätsel auf:

nagrorny

Das Haus von G.O. vermute ich an der Stelle, wo das Kreuz mit der "1" ist. Dort gibt es jedenfalls Hinterausgänge zu der kleinen Andreasstraße, von dort stolperte sie bis in die Augustenstraße, wo sie verstarb. (Ich kann für die Augustenstraße übrigens keine konkrete Quelle angeben, ich weiß nur, dass ich es irgendwo gelesen habe.)
Der Täter dagegen stürzte zum Vorderausgang, also zur Forsthofstraße hinaus (sein Fluchtweg ist mit grünen Pfeilen wiedergegeben). Dann bog er ab in die Grenzstraße, wo ihn laut Berichten Leute gesehen haben wollen. Später wurde er dann an der Ecke Holzgartenstraße/Wilhelm-Späth-Straße gesichtet, wo er die Letztere Richtung Südosten, Platz der Opfer des Faschismus unterwegs war.
So weit, so gut. Andere Zeugen wollen aber ein rasantes Auto an der Einmündung der Hagenstraße in die Wodanstraße gesehen haben (wo ich das Fragezeichen eingetragen habe). Da frage ich mich, wie das zusammenpasst. Er flüchtete ja zu Fuß fast in die entgegengesetzte Richtung als in die, in der man später den Autofahrer sah, der es mit den Verkehrsregeln nicht so genau nahm. Da stellt sich die Frage, ob die Zeugen, die den Typen zu Fuß und die, die den Autofahrer gesehen haben, überhaupt denselben Mann meinen.
Es gibt ja auch weitere Unterschiede: Der zu Fuß flüchtende Mann hatte es angeblich gar nicht so eilig, relativ "cool" schritt er die Straße entlang und forderte sogar noch Leute auf, die Polizei zu alarmieren.
Der Autifahrer hingegen hatte es sehr, sehr eilig.

Deshalb die Frage: Gehört der R5 überhaupt zum Täter?


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10.04.2016 um 19:32
@Menedemos
Menedemos schrieb:Um die Nachbarn um Hilfe zu bitten, hatte sie ja keine Zeit, da der Täter sie verfolgte. Vielleicht ist sie zum Hintereingang raus, weil sie dachte, der Täter würde irrtümlich zum Vorderausgang hinausstürmen, was sich dann ja auch bewahrheiten sollte.
Das ist eine plausible Erklärung. Das zweite Opfer versuchte erst garnicht Hilfe zu holen. Wohl aufgrund der Verletzungen.
Menedemos schrieb:Deshalb die Frage: Gehört der R5 überhaupt zum Täter?
Er könnte das Auto woanders abgestellt haben, um nicht mit dem späteren Tatort in Verbindung gebracht zu werden. Das ist eine Möglichkeit. Als ihm dann klar wurde, dass er durch sein "cooles" also eher langsames Laufen schon viel Zeit vertrödelt hatte, zog er es vor doch lieber möglichst schnell zu verschwinden, damit er nicht der polizei begegnet. Die anzurufen hatte er ja selbst noch veranlasst. Ist aber natürlich nur eine Spekulation meinerseits.

Tatsächlich ist aber die Möglichkeit, dass R5 und Täter nicht zusammengehören, nicht unwahrscheinlich.

Ich denke gerade darüber nach, ob der Abstellort des R5 nicht sogar für eine geplante Tat spricht. Sein Auto wäre somit nicht am Totort gewesen. Er hätte nach dem Mord im Idealfall alle Zeit gehabt, sich dorthin zu begeben. Vorrausgesetzt, dass Opfer wäre allein gewesen. War es aber nicht. Und es konnte fliehen. Damit hatte er eben nicht gerechnet....


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