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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

191 Beiträge, Schlüsselwörter: Nürnberg, Prostituierte, 1992, Nagorny, Joana, Gabriela, Vokuhila, Nagorni, Renault 5

Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

23.04.2016 um 12:18
@escalade
Es hieß, sie sei aus Serbien gekommen.


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DaScully
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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

24.04.2016 um 09:28
Es wurde kurzfristig mal angedacht, dass die Morde an Gabriela Nagorny und "Mona Lisa" etwas miteinander zu tun haben. Die Beschreibung des Täters führt aber davon weg. Ob beide DNA übereinstimmen, wissen wir auch nicht.

Ich habe mal nach "Mona Lisa", Nürnberg und 1995 gesucht und dies bekommen:

https://m.pizza.de/pizzeria-mona-lisa-nuernberg-denisstr-42

Die Dennisstr. 41 ist im Fall Lusine Nagorny interessant, denn da wohnte ihr Bruder. Es scheint in dieser Ecke ein etwas zweifelhaftes Millieu gewesen zu sein. Es kann aber auch Zufall sein.

Ich denke nicht, daß dies hier mit Gabriela zu tun hat, aber... In anderen Ländern ist es u.U. so, dass neben Pizza, auch andere Dinge (Drogen, Geld) geliefert und eingesammelt werden.

http://www.nordbayern.de/2.209/2.192/aktenzeichen-xy-rollt-nurnberger-prostituierten-mordversuch-auf-1.649645


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

24.04.2016 um 10:04
Wo siehst du hier einen Zusammenhang? Nur wegen des Namens "Mona Lisa"?

In der Denisstraße ist übrigens kein besonders zweifelhaftes Milieu. Viele Gastarbeiter, viele Alternative, ja, aber eigentlich kein kriminelles Umfeld und auch kein Rotlicht.
DaScully schrieb:Ob beide DNA übereinstimmen, wissen wir auch nicht.
Ich habe aber oben geschrieben, dass laut Polizei von beiden Tätern DNA gesichert werden konnte und die Ermittler sehen anscheinend trotzdem keinen Zusammenhang.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

25.04.2016 um 00:10
Greetz,

da meldet sich eine Osteuropäerin zu Wort (wenn auch ich nie in Milleu tätig war)

Finde ich interessant, dass man bei dem Fall an etnische Täter denkt, klingt irgendwie klischeehaft. Frei nach dem Motto : Ist der Opfer ein Ausländer, wird der Täter auch einer sein.
Dann muss ich definitiv bei dem Anwalt den Nachlass hinterlassen"Falls mir was passiert, hat das mit meinen Landsleuten nicht zutun, da ich keine kenne. Sucht woanders" (Vorsicht, Ironie)

Jetzt meine Gedanken zu dem Fall:

Gabriele kam nach Deutschland und geriet auf den schiefen Bahn, so einfach lernt ein ausländisches Mädchen nicht unbedingt einen deutschen Junkie kennen .
War das am Anfang eine Scheinbeziehung, um in Deutschland zu bleiben?
Oder war sie selbst eventuell auch auf die Szene? Hat sie ihn dort kennengelernt?
Und ich glaube nicht, dass in dieser Beziehung alles so fast bürgerlich-harmonisch ablief wie in XY-Film
Ich habe sogut wie nie gehört, dass in so einer Beziehung nur ein Partner süchtig war, für mich klingt es nach einer Junkie-Pärchen, sowie ich es schon oft bei meiner Arbeit (Drobs) früher erlebt habe: ein schwerstabhängiger kranker und kaputter Typ schnappt sich ein Naivchen, spielt ihr eine grosse Liebe vor, fixt sie ein und sie versorgt ihn mit dem Geld fürs Heroin. Und übrigens, den Stoff muss sie dann nicht unbedingt spritzen und dann bleiben auch keine Spuren an den Armen (gerade am Anfang)
Falls sie selbst Drogenkonsumentin war, dann war der Zwang, anschaffen zu gehen, noch grosser und all die Ausstiegspläne nur eine Träumerei.

Zu dem Täter:
Es könnte ein Freier sein, für die Milleu ist der Tat zu stumpelhaft und zu sinnlos.
Ob der Typ schon von Anfang an an den Mord dachte und deswegen mit dem Messer kam, das kann ich nicht sagen.
Ich denke eher nicht, mehr glaube ich an einen Spontantat.
Viele Huren spielen einigen Freiern auch die Gefühle vor, machen Hoffnungen. Vielleicht war das so ein Fall? Und der Kerl ist ausgerastet, als er merkte, dass er nur ein blöder Freier ist, der verarscht wird? Meines Erachtens nach sprichts sehr viel für ein Affekttat

Ich weiss auch nicht ,warum man auf die Gedanke kommt, der Täter war gut geblidet/studiert? Die Tatausführung zeigt von keiner grosser Intelligenz, alles war eher chaotisch und ungeplant (was oft auf eine niedrige bzw. durchschnittliche IQ hinweist)

Und kann es auch sein, dass der Täter aus der Drogenszene kommt?
Ein Junkie, der denkt, dass man dort was zu holen ist, weil die Gabriele anschaffen geht?
Wenn Klaus (und eventuell auch Gabriele) nebenbei noch gedealt haben, ist diese Variante auch sehr gut möglich.


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DaScully
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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

25.04.2016 um 10:39
@Menedemos
Ich frag mich auch, warum die Fälle Gabriela Nagorny und „Mona Lisa“ zusammen in der Zeitung stehen.

Spekulation:

Die DNA hat keinen Treffer in VICLAS gebracht hat:
- er hat noch kein Verbrechen begangen
- er hat Verbrechen begangen, das in VICLAS keine Beachtung findet
- er hat Verbrechen begangen, dies wurde nicht zur Anzeige gebracht

Die DNA stimmen nicht überein:
- die Taten wurden von unterschiedlichen Personen begangen
- es kann aber sein, dass es Verwandte sind: Bruder, Cousin, Onkel, Sohn usw.

Vielleicht werden beide Täter der gleichen Gruppe zugrechnet, die Tatorte liegen beide in der Südstadt und zeitlich der Mord und der Mordversuch auch nicht auseinander. 1992 Gabriela Nagorny und 1995 „Mona Lisa“. Es wurde ja auch von dem Ermittlern gesagt, dass es in den 90er Jahren Bewegung im Milieu gab. Ich frag mich, wer da mit den Taten verdrängt werden sollte, die Mädels werden ja gebraucht.

Ein Kommissar hat ja gesagt, „dass Gabriela wohl einen Fehler gemacht hätte.“ Welchen Fehler, wenn es nicht der Ausstieg war?
Die Pizza beim falschen Lieferanten bestellt? ;-)
der Denisstraße ist übrigens kein besonders zweifelhaftes Milieut
Ich meine nicht die gesamte Dennisstraße, da hab ich auch Leute gekannt. Aber irgendwie häufte es sich in den 1990-2000 bei den 40ern oder auch nicht. Irrtum möglich.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

25.04.2016 um 17:02
Hallo @LaChatta

Ich finde deine Überlegungen zu dem Fall in jedem Punkt sehr beachtenswert. Wäre schön, wenn du die Diskussion noch ein bisschen weiterverfolgen würdest, deine Expertise und deine beruflichen Erfahrungen würden sie auf jeden Fall bereichern.
LaChatta schrieb:ich glaube nicht, dass in dieser Beziehung alles so fast bürgerlich-harmonisch ablief wie in XY-Film
Das habe ich auch nie geglaubt. Da wurde unglaublich geschönt. Man denke nur an die "Flucht vor dem Krieg", obwohl damals noch gar kein Krieg in Jugoslawien war.
LaChatta schrieb:Ich habe sogut wie nie gehört, dass in so einer Beziehung nur ein Partner süchtig war, für mich klingt es nach einer Junkie-Pärchen
Das klingt sehr plausibel!
LaChatta schrieb:Falls sie selbst Drogenkonsumentin war, dann war der Zwang, anschaffen zu gehen, noch grosser und all die Ausstiegspläne nur eine Träumerei.
Ich denke auch, dass man das nicht zu ernst nehmen sollte. Irgendwie träumt doch jede Prostituierte davon, mit dem Job aufzuhören. Allgemein träumen viele Leute davon, mit ihrer Arbeit aufzuhören und sich zur Ruhe zu setzen, oder nicht? ;)
LaChatta schrieb:Viele Huren spielen einigen Freiern auch die Gefühle vor, machen Hoffnungen. Vielleicht war das so ein Fall? Und der Kerl ist ausgerastet, als er merkte, dass er nur ein blöder Freier ist, der verarscht wird? Meines Erachtens nach sprichts sehr viel für ein Affekttat
Auch gut möglich. Ob es so war, können wir nicht wissen, aber es zeigt auf jeden Fall, dass auch für Freier ziemlich viele Motive denkbar sind.
LaChatta schrieb:Ein Junkie, der denkt, dass man dort was zu holen ist, weil die Gabriele anschaffen geht?
Aber er scheint zumindest nichts geraubt zu haben. Und warum haben sie so viel gelabert? Hätte er nicht eine Maske aufgesetzt? Ausschließen kann man auch das nicht, aber einen Raub halte ich momentan nicht für das wahrscheinlichste Motiv.
LaChatta schrieb:Es könnte ein Freier sein, für die Milleu ist der Tat zu stumpelhaft und zu sinnlos.
Ausgenommen ein "Anfänger", der irgendeinem Zuhälter seinen Mut beweisen wollte, wie ich oben geschrieben habe. Aber ich tippe mittlerweile auch zu 70% auf einen "Kunden".


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

25.04.2016 um 22:08
@LaChatta
Deine Anmerkungen finde ich gut. Habe ich noch gar nicht drüber nachgedacht.

Da bliebe ja noch die Möglichkeit, dass das Opfer auch HIV-positiv gewesen ist. Ich hab da nichts drüber gelesen.

Dann ergibt sich auch Rache als Motiv.

Die Frage ist dann, ob der Täter in Behandlung war, weil die Krankheit bei ihm schon ausgebrochen war.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

25.04.2016 um 22:28
@Menedemos

Gerne, die einige Fälle sind einfach besser zu verstehen, wenn man die Mileu und die Zeit versteht.

Ich war in die 90-er Sozialpädagigikstudentin und arbeitete bei Drogenberatung in NRW, also habe ich genug ähnliche Pärchen gesehen.
Die Tatsache, dass sie nicht auf die Strasse arbeitete, sondern in einer Wohnung, bedeutet nicht, dass sie unbedingt einen Zuhälter haben musste. Einige Drogenmädchen, die ich gesehen habe, haben am Anfang auch in einer Wohnung oder in einem Puff gearbeitet. Erst als ihre körperliche Verfall sich fortschreitete, sind sie auf die Strasse gelandet. Gegen einen Zuhälter spricht, meines Erachtens nach, die Tatsache dass Gabriele einen Freund hatte, kaum ein Zuhälter hätte sowas geduldet. Für mich steht es fast 100% fest: Klaus war ihr Zuhälter und gleichzeitig auch ihr Freund, die normalste Sache bei Fixer damals. Fast die Hälfte von den männliche Junkies damals waren selbst frühere Stricher (der gute Klaus durfte sich Anfang 80-er angesteckt haben, vielleicht beim arbeit?) und hatten auch kein Problem, ihre Freundin auf den Strich zu schiecken. Die Frauen können ja ziehmlich lange Geld dort machen, bei den Jungs ist mit 20 endgültig Schicht.
.
Gabriele war legal in Deutschland, aqlso hatte sie einen Anspruch auf die Sozialhilfe. Der Freund hatte auch Sozialhilfe bekommen plus Mehrbedarf wegen AIDS. Hätte normalerweise fürs einfaches Leben gereicht, aber natürlich nicht in dem Fall, wenn man Heroin für mehrere Hunderte Mark pro Tag braucht. also logisch, dass man da einen lukrativen Nebenjob braucht. Ob dazu noch gedealt wurde, kann ich nicht sagen, da ich es in dem Fall einfach nicht weiss. Aber aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass es in meinem Praxis oft so der Fall war: während die Frau anschafft, dealt der Freund mit dem Stoff (natürlich als Kleindealer), so kommt man irgendwie trotz horrende Heroinpreise (in dei 90-er war der "Spass" sehr teuer) über die Runden und kann eventuell noch sich was Nettes, wie Besuch von einem Cafe, erlauben.

Das mit Raub kam, nach genauen Überlegung, auch mir nicht so wahrscheinlich.
Ausschliessen kann man das natürlich nicht, weil ein Junkie auf Entzug (Turkey, Affen) zu allem bereit ist, planlos und oft auch unwahrscheinlich dämlich handelt.

Aber ich tippe auf einen Freier.
Es kam mir auch noch eine Gedanke in Kopf: kann sein, dass dieser Kunde derjeniger war, mit dem Gabriele über den Aussteig geredet hat. Einige Stammkunden haben so eine fixe Idee: ein Mädchen aus dem Mileu zu retten und mit ihr ein kleines heiles Welt aufbauen. Mädchen meinen das selten ernst (eigentlich sogut wie nie), können aber auf diese Art und Weise ziehmlich viel Geld dem Kunden aus der Tasche ziehen (z. B als Ablöse für einen Zuhalter, den es gar nicht geben kann, da das Mädel auf eigene Rechung arbeitet)-
War es vielleicht auch so eine Geschichte und die Gabriele hat vielleicht deswegen kurzfristig über Ausstieg geredet? Um dann festzustellen, dass es gar nicht geht.
Der Freier rastet aus, explodiert, Tat im Affekt - damit wäre fü rmich die vollkommen amateurenhaftes Tatgeschehen erklärbar. Auch mit dem Flüchtweg, vielleicht war es nicht so kompliziert und gar nicht gedacht, sondern spontan gehandelt. Und unter Stress spontan handelnde Menschen reagieren selten logisch. Flucht in Panik

Ein Möchtegern - Zuhälter hätte sich doch bis zum Knochen blamiert mit solcher Aktion, es ist sowas von unprofessionäl (wenn man in diesem Zusammenhang über "Professionalität" sprechen darf).
Damit man vorstellen kann, wie ein Zuhälter reagiert, kann man als Vergleich der Fall Petra Nell reinziehen


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

25.04.2016 um 22:31
LaChatta schrieb:Einige Stammkunden haben so eine fixe Idee: ein Mädchen aus dem Mileu zu retten und mit ihr ein kleines heiles Welt aufbauen. Mädchen meinen das selten ernst (eigentlich sogut wie nie), können aber auf diese Art und Weise ziehmlich viel Geld dem Kunden aus der Tasche ziehen (z. B als Ablöse für einen Zuhalter, den es gar nicht geben kann, da das Mädel auf eigene Rechung arbeitet)-
War es vielleicht auch so eine Geschichte und die Gabriele hat vielleicht deswegen kurzfristig über Ausstieg geredet? Um dann festzustellen, dass es gar nicht geht.
Der Freier rastet aus, explodiert, Tat im Affekt - damit wäre fü rmich die vollkommen amateurenhaftes Tatgeschehen erklärbar. Auch mit dem Flüchtweg, vielleicht war es nicht so kompliziert und gar nicht gedacht, sondern spontan gehandelt. Und unter Stress spontan handelnde Menschen reagieren selten logisch. Flucht in Panik
Die Idee ist mir auch schon mal gekommen. Man hört ja immer wieder davon. Ich habe mal was von einem Gerichtsverfahren in Hamburg gelesen, in dem es um sowas ging. Der Freier wollte später sein Geld zurück.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

26.04.2016 um 00:00
@LaChatta
LaChatta schrieb:Finde ich interessant, dass man bei dem Fall an etnische Täter denkt, klingt irgendwie klischeehaft. Frei nach dem Motto : Ist der Opfer ein Ausländer, wird der Täter auch einer sein.
Genau das hatte ich in einem meiner Beiträge auch schon geschrieben. Auch das veröffentlichte Phantombild -sofern es überhaupt den mutmaßlichen Täter zeigt- lässt für mich nur per Ausschlussverfahren zu, bestimmte ethnische Gruppen auszuschließen. Eine Zuordnung der Nationalität lässt sich keinesfalls daraus ableiten. Insofern bin ich Deiner werten Meinung, dass es sich bei dem mutmaßlichen Täter nicht um einen Landsmann des Opfers oder Bürger nicht deutscher Nationalität handeln muß.
LaChatta schrieb:War das am Anfang eine Scheinbeziehung, um in Deutschland zu bleiben?
Absolut denkbar. Diese Praxis ist auch heute noch keine Ausnahme.
LaChatta schrieb:Ich habe sogut wie nie gehört, dass in so einer Beziehung nur ein Partner süchtig war, für mich klingt es nach einer Junkie-Pärchen, sowie ich es schon oft bei meiner Arbeit (Drobs) früher erlebt habe: ein schwerstabhängiger kranker und kaputter Typ schnappt sich ein Naivchen, spielt ihr eine grosse Liebe vor, fixt sie ein und sie versorgt ihn mit dem Geld fürs Heroin.
Ein sehr interessanter Gedanke. Ich kann mir vorstellen, dass GN zum Zeitpunkt ihres Ablebens noch in einer Art "Frühphase" einer Drogenabhängigkeit gewesen sein könnte, so das -von außen betrachtet- noch keine offensichtlichen Zeichen dieser Abhängigkeit (körperlicher Verfall, Suchtverhalten etc.) sichtbar waren. Allerdings gehe ich davon aus, dass die Obduktion einen möglichen Drogenkonsum ans Licht gebracht hätte. Davon wurde bislang nichts veröffentlicht. Ein Schverhalt, den man nicht aus den Augen verlieren sollte, bevor man in diese Richtung spekuliert.
LaChatta schrieb:Es könnte ein Freier sein, für die Milleu ist der Tat zu stumpelhaft und zu sinnlos.
Ein Gedanke, der bereits die gesamte bisherige Diskussion begleitet. Es ist für mich persönlich zum Beispiel nur schwer ein Vorsatz des Täters erkennbar. Er betrat die Wohnung zu einer recht frühen Tageszeit, die mehr potenzielle Zeugen zuließ. Er vergewisserte sich nicht, dass sein Opfer allein und wehrlos war. Er benutzte eine Waffe die zwar tödlich wirken kann, jedoch nicht schnell, möglichst spurenarm und sowohl für Täter, als auch dessen Absicht maximal sicher anzuwenden ist. Er setzte seine Tötungsabsicht nicht konsequent um, entfernte sich auffälig und bemerkenswert langsam vom Tatort, sprach sogar noch Zeugen an usw. usf.

All das spricht mMn nicht gerade für einen Täter mit Erfahrung und Tötungsabsicht. Diese Spekulation meinerseits wiederum nicht unbedingt für einen Täter aus dem direkten Umfeld (Milleu) des Opfers.
LaChatta schrieb:Ich weiss auch nicht ,warum man auf die Gedanke kommt, der Täter war gut geblidet/studiert?
Die von Dir ausgesprochene Aussage habe ich damals aus den gleichen Gründen bei deren Urheber hinterfragt. Er hat mir keine Antwort geben können/wollen, woran er diese Spekulation festmacht. Ich mutmaße, dass es bei dieser Spekulation im Kern darum ging, dass der Täter nicht unbedingt einer sozialen Randgruppe zugehörig sein muß. Er wollte damit möglicherweise verdeutlichen, dass der Täter auch ein Doppelleben geführt haben könnte. Nach außen der studierte, erfolgreiche Familienvater, doch in der Szene ein ein gewalttätiger Messermörder. Ob es so gemeint war oder nicht, vermag ich aber nicht zu sagen. Ich persönlich halte diese Theorie nicht für besonders wahrscheinlich, jedoch möglich.

@Menedemos
Menedemos schrieb:Ausgenommen ein "Anfänger", der irgendeinem Zuhälter seinen Mut beweisen wollte, wie ich oben geschrieben habe. Aber ich tippe mittlerweile auch zu 70% auf einen "Kunden".
Ich gebe Dir in diesem Punkt Recht. Allerdings habe ich mittlerweile folgende Zweifel daran:

Dieser Anfänger hatte keine Tötungsabsicht, weil auch ein Anfänger hätte wissen müssen, dass ein Wurfmesser nicht das Mittel der Wahl ist. Insofern müßten wir von einer geplanten (schweren) Körperverletzung ausgehen. Diese wäre dann aber ohne offensichtlichen Grund geschehen, da der Täter weder einen Raub beging, noch sonst eine für mich erkennbare "Aussage" in diesem Verbrechen liegt. Gerade weil das Opfer eine -recht wehrlose- Prostituierte war, dürfte diese Tat -zumindest für hartgesottene "Profiluden"- keinen beeindruckenden Charakter gehabt haben. Das wiederum führt mich zu der Erkenntnis, dass entweder alles -für den Täter- fürchterlich schief gegangen ist, oder das wir den Hintergrund dieser Tat nicht erkennen.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

26.04.2016 um 00:15
@Slaterator
Nach den Ausführungen von @LaChatta und auch deinen gehe ich auch nicht mehr von einem Täter aus dem Zuhältermilieu aus, nicht einmal mehr von einer Randfigur.
Denn du hast ja auch oben schon dargestellt, dass ein Wurfmesser ja dermaßen unzweckmäßig ist für eine beabsichtigte Tötung, ohne Griffabschluss etc.

Was ich aber trotzdem noch auf dem Radar habe ist der Hinweis von @Corydalis auf den versuchten Mord an der Prostituierten "Mona Lisa". Die Phantombilder gleichen sich einfach verblüffend. Spontan würde ich sagen, dass ist derselbe Täter. Die DNA scheint aber nicht übereinzustimmen, zumindest hat die Polizei nie einen Zusammenhang postuliert, obwohl von beiden Tätern DNA angeblich gesichert werden konnte. Aber ich frage mich, ob dabei nicht ein Fehler passiert sein könnte.

Derjenige, der drei Jahre später Mona Lisa umbringen wollte, forderte (nur zur Erinnerung) sein Geld zurück, weil er am Vortag bei seinem Besuch keinen hochgekriegt hat. Der Ablauf dürfte also identisch gewesen sein: Besuch im Appartement, zunächst ein längeres Gespräch, dann der Mordversuch.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

26.04.2016 um 00:48
@Menedemos
Menedemos schrieb:Was ich aber trotzdem noch auf dem Radar habe ist der Hinweis von @Corydalis auf den versuchten Mord an der Prostituierten "Mona Lisa". Die Phantombilder gleichen sich einfach verblüffend. Spontan würde ich sagen, dass ist derselbe Täter. Die DNA scheint aber nicht übereinzustimmen, zumindest hat die Polizei nie einen Zusammenhang postuliert, obwohl von beiden Tätern DNA angeblich gesichert werden konnte. Aber ich frage mich, ob dabei nicht ein Fehler passiert sein könnte.
Ich habe die Ähnlichkeit der Phantombilder auch erkannt und sie ist tatsächlich schon recht verblüffend. Allerdings sollte man sich nicht allzu sehr davon in seiner Betrachtung leiten lassen. Die Erfahrung aus bereits aufgeklärten Fällen zeigt, dass Phantombilder oftmals nur bestimmte -besonders prägnante- Merkmale (z.B. Naben, Haarschnitt usw.) herausstellen jedoch sonst recht vage sind. Viele dieser Phantombilder ähneln dem tatsächlichen Täter zwar, könnten aber genausogut zu vielen anderen Personen passen bzw. in gleicher Weise ähneln. Es ist also nur ein annäherndes, ungefähres Bild des tatsächlichen Täters, entstanden aus einer vagen Erinnerung von Zeugen, die den Täter nur kurz zu Gesicht bekamen. Kurz und gut: Ich sehe zwischen beiden Fällen zu wenig Parallelen, als das ich einen Zusammenhang als wahrscheinlich ansehen könnte.
Menedemos schrieb:Derjenige, der drei Jahre später Mona Lisa umbringen wollte, forderte (nur zur Erinnerung) sein Geld zurück, weil er am Vortag bei seinem Besuch keinen hochgekriegt hat. Der Ablauf dürfte also identisch gewesen sein: Besuch im Appartement, zunächst ein längeres Gespräch, dann der Mordversuch.
Das hatte ich auch schonmal in einem Post angedeutet. Ich könnte mir absolut vorstellen, dass es ein ggf. unzufriedener Freier war, der sein Geld zurückforderte. Im Zuge einer eskalierenden Situation kam es schließlich zu dieser Bluttat. Gesetzt den Fall, es wäre so gewesen, ist die weitere Vorgehensweise des Täters jedoch sehr merkwürdig. Die kuriose Flucht usw. scheint nicht zu einem Täter in Panik nach einer eher ungewollten Bluttat zu passen. Wie siehst Du das ?


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

26.04.2016 um 10:38
Slaterator schrieb:Die kuriose Flucht usw. scheint nicht zu einem Täter in Panik nach einer eher ungewollten Bluttat zu passen. Wie siehst Du das ?
Versuchen wir uns einmal in den Täter hineinzuversetzen, in dem Augenblick, als er auf die Straße tritt: Er hat versucht, GN zu ermorden. Aber Gabriela lebt! Jedenfalls muss der Täter davon ausgehen, er hat sie noch quicklebendig durch die Terrassentür flüchten sehen. Auch der verletzte Klaus Ullmann, der für den Täter eine echte Überraschung war, um nicht zu sagen ein Schock, lebt. Beide haben ihn genau gesehen, Gabriela kennt den Täter vielleicht sogar mit Namen (zumindest mit Vornamen). Und verfolgt ihn Ullmann oder setzt er zumindest gleich zur Verfolgung an? Durchaus wahrscheinlich.
Es ist hellichter Tag, Sommer, viele Leute tummeln sich auf der Straße. Der Täter ist von oben bis unten blutbesudelt, die Leute glotzen ihn alle entsetzt an und beginnen zu tuscheln und zusammenzulaufen. Dem Täter schießt außerdem durch den Kopf: "Ich muss tausend Spuren hinterlassen haben, so schlecht wie die Tat geplant war."

Was wird der Täter in dieser Situation gedacht, wie wird er sich gefühlt haben? Ich bin sicher, er hat gedacht: "Es ist aus. Hier gibt es kein Entkommen." Und ehrlich gesagt, in seiner Situation hätte ich das auch gedacht. So erkläre ich mir seinen langsamen Gang und seinen Appell: "Rufen sie die Polizei." Das hatte etwas von Verzweiflung, von Kapitulation.

Auf dem Weg über die Grenz- und die Augustenstraße hat er vielleicht noch die kollabierte GN liegen sehen, womit die wichtigste Zeugin schon mal tot war. Und als er an der Ecke zur Wilhelm-Späth-Straße angekommen war, hatte er nicht nur seinen allerersten Schock verdaut, sondern verblüfft festgestellt, dass er weder verfolgt wird, noch die Polizei weit und breit zu sehen ist. Und dann erst begann er zu rennen...

Was meint ihr dazu???


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

26.04.2016 um 12:17
@Menedemos

Könnte gebnuso abgelaufen sein.

@Slaterator

Zu Thema "Drogenkonsum":
nicht alle Sachen, die bei der Obduktion bekannt werden, geraten in die Öffentlichkeit.
Man kann also nichts ausschliessen


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

26.04.2016 um 23:20
@Menedemos
Menedemos schrieb:Was wird der Täter in dieser Situation gedacht, wie wird er sich gefühlt haben? Ich bin sicher, er hat gedacht: "Es ist aus. Hier gibt es kein Entkommen." Und ehrlich gesagt, in seiner Situation hätte ich das auch gedacht. So erkläre ich mir seinen langsamen Gang und seinen Appell: "Rufen sie die Polizei." Das hatte etwas von Verzweiflung, von Kapitulation.
Könnte so gewesen sein. Erstaunlich ist dann, dass er trotzdem weiterlief. Hätte er aufgeben/sich stellen wollen, wäre er ja besser dort geblieben und hätte das Eintreffen der Polizei abgewartet. Auch wenn dieser Gedankengang sehr logisch ist und sich auch so abgespielt haben könnte, denke ich noch an eine weitere Komponente. Es könnte auch ein irrationales Handeln aufgrund einer psychischen Störung gewesen sein. Ich habe schon des Öfteren von Tätern gehört, die ihr grausames Werk in aller Ruhe verrichteten, ohne sich dabei an Zeugen und/oder Polizei zu stören. Sie waren auf ihr Handeln, die Tat fokussiert und bedachten weder ihre Flucht, noch die Folgen des Handelns. Dem Täter könnte so eher zufällig seine Flucht gelungen sein. Merkwürdig ist an dieser Vermutung jedoch, dass er -zumindest nicht "offiziell"- wieder eine solche Tat beging.
LaChatta schrieb:nicht alle Sachen, die bei der Obduktion bekannt werden, geraten in die Öffentlichkeit.
Das ist natürlich richtig. Es würde aber von der Polizei bei deren Ermittlern berücksichtigt und hätte sicher auch eine zumindest andeutungsweite Umsetzung im XY-Beitrag gefunden. Zumindest gehe ich persönlich davon aus.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

26.04.2016 um 23:29
@Slaterator
Vielleicht ist er ja weitergelaufen, weil er gern sehen wollte, was mit GN passiert ist. Immerhin steuerte er exakt in die Richtung.
Eine psychische Störung (auch eine nur vorübergehende) ist natürlich auch nicht auszuschließen.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

26.04.2016 um 23:36
@Menedemos
Menedemos schrieb:Vielleicht ist er ja weitergelaufen, weil er gern sehen wollte, was mit GN passiert ist. Immerhin steuerte er exakt in die Richtung.
Alles möglich. Ich versuche mir das gerade vorzustellen. In aller Ruhe läuft er also um das Haus, weil er sehen will, ob sie noch atmet bzw. weg ist ? Wußte er denn überhaupt, dass sie zur Rückseite raus ist ? Und wenn ja, warum ging er nicht ihren Fluchtweg nach ? Da hätte er ja bessere Chancen gehabt, sie auch zu entdecken. Ist alles irgendwie schon komisch. Ich komme da nicht so recht weiter. Wobei Menschen unter Schock ja mitunter ziemlich kurios aggieren/umherirren usw.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

27.04.2016 um 09:07
@Slaterator

Klar wusste er, dass sie zur Rückseite raus ist, das wird er schon mitbekommen haben. Und den genauen weiteren Fluchtweg kannte er ja nicht. Er konnte nur VERMUTEN, dass sie die Grenzstraße entlang gegangen ist. Und genau das tat er selbst.


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

27.04.2016 um 23:53
@Menedemos
Menedemos schrieb:Klar wusste er, dass sie zur Rückseite raus ist, das wird er schon mitbekommen haben. (...)
Wenn dem so war, hätte der Täter also bewusst die Verfolgung des Opfers abgebrochen, in dem er nicht -dem Opfer nach- zur Hintertür, sondern zur Vordertür herauslief. Dann überlegte er es sich anders und nahm die Verfolgung doch wieder auf, nur auf anderem Wege, da er den genauen Fluchtweg ja nicht kannte. Auch das klingt nicht gerade sehr wahrscheinlich. Meinst Du nicht ?

Worauf ich hinaus will: Wir haben bei dieser Überlegung anscheinend noch 1-2 Logikfehler.

Mal folgende(n) rein spekulative(n) Überlegung/Ansatz:

Lassen wir die Tat selbst in der Wohnung mal kurz außen vor. Das Opfer ist z.B. wegen des plötzlichen Auftauchens des Zeugen und dem damit verbundenen "Gerangel/Kampf" schwer verletzt und stark blutend entkommen. Der Täter löst sich von seinem schwer verletzten zweiten Opfer (dem Zeugen) und nimmt die Verfolgung auf, in dem er die Treppe -dem Opfer hinterher- hinunterläuft. Vermutlich sind Blutspuren sichtbar, darüber hinaus dürfte das Opfer nicht so schnell gewesen sein, wie es der mutmaßlich unverletzte Täter war. Somit könnte der Täter durchaus gewußt haben, dass das Opfer die Hintertür nahm. Zu diesem entscheidenden Zeitpunkt weiß der Täter also folgende Dinge:

-Sein primäres Opfer (GN) lebt, ist (schwer) verletzt aus der Wohnung geflohen, wahrscheinlich/sicher aus der Hintertür raus.

-Es gibt ein (ungeplantes) zweites Opfer, dass -ebenfalls schwer verletzt- in der Wohnung verblieben ist und das zumindest theoretisch mittels Telefon bereits Hilfe holen könnte.

-Er wurde zu diesem Zeitpunkt also bereits von zwei Personen gesehen und kann zweifelsfrei durch diese identifiziert werden.


Welche Möglichkeiten bieten sich also dem Täter in diesem spekulativen Szenario an ?

-Er kann flüchten.
-Er kann am Ort verbleiben und sich stellen.
-Er kann das primäre Opfer weiter verfolgen, um zumindest sein mutmaßliches ursprüngliches Vorhaben doch noch zuende zu bringen.
-Er kann die Verfolgung des primären Opfers abbrechen und den Zeugen neutralisieren.

Habe ich etwas vergessen ? Ja, ich habe vergessen, was er dann tatsächlich tat:

Er wählte eine andere Option ! Er brach die Verfolgung des Opfers ab, verließ das Haus durch die Vordertür, schlenderte blutverschmiert langsam die Straße entlang, sprach einige Zeugen an und bat darum die Polizei zu alarmieren. Dann schlug er den wahrscheinlichen Fluchtweg des primären Opfers ein, brach jedoch erneut ab und entschied endgültig zu verschwinden. Sollte er der Fahrer des Renault 5 gewesen sein, fuhr er sogar nochmals an der Tatwohnung vorbei, nicht ohne vorher durch auffälliges/schnelles/gefährliches Fahrverhalten erneut die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Da passt doch was nicht. Wenn ich vor dieser oben genannten Entscheidung stehe, wähle ich doch eine der oben genannten Optionen. Das was er tat, ergibt absolut keinen Sinn. Zumindest sehe ich in seinem Verhalten gerade keinen. Heißt das im Umkehrschluss, er handelte "irrational" ? Lässt das einen Schluss auf seinen psychischen Zustand nach der Tat zu ? Möglicherweise. Aber irgendwie habe ich das umbestimmte Gefühl, dass wir etwas übersehen haben, was sein Verhalten erklären könnte. Die Frage ist eben nur was ?


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Mord an der Prostituierten Gabriela Nagorny in Nürnberg 1992

28.04.2016 um 00:24
@Slaterator
Du hast da einige scharfsinnige Überlegungen angestellt und auf scheinbare Widersprüche und Ungereimtheiten hingewiesen. Diese lösen sich aber m.E. nahezu auf, wenn man ein paar Fakten berücksichtigt:
Die Wohnung befand sich im Erdgeschoss und GN ist nicht durch die "Hintertür", sondern durch die Terrassentür ihres Schlafzimmers geflüchtet. Dahinter befindet sich ein kleiner Garten, von dem wiederum eine Gartentür in die kleine Andreasstraße führt (ich habe mir das Grundstück vor wenigen Tagen "live" angesehen).
Ich nehme an, Ullmann hat den Täter beim Zustechen überrascht, vielleicht hat er vorher vom anderen Raum auch noch geschrien "Was ist da drüben los?" Das Gerangel mit Ullmann fand dann jedenfalls im Flur statt. Dabei wird der Täter sich mit Sicherheit nicht die Mühe gemacht haben, die Schlafzimmertür zu schließen, so dass ihm während des Kampfes kaum entgangen sein dürfte, dass GN währenddessen flüchtete und auf welchem Weg sie flüchtete.
Selbst wenn er weiterhin die Absicht hatte, GN zu verfolgen und endgültig zu töten, war dies auf direktem Weg nicht möglich, da Ullmann ihm den Weg versperrte (der übrigens laut Presseberichten nur "leichtverletzt" war). So blieb dem Täter, wenn er nicht mit einem erwachsenen Mann einen Kampf auf Leben und Tod austragen wollte, gar nichts anderes übrig, als über die Wohnungstür und dann die Haustür zur Forsthofstraße seinen Rückzug anzutreten.
Und dann kann ich mir schon vorstellen, dass er ums Haus herum lief, in die Richtung, in die er GN flüchten sah, um herauszufinden, was mit ihr passiert ist.

Direkt einen Logikfehler bzw. unerklärbare Ungereimtheiten kann ich in dem Szenario deshalb momentan nicht erkennen.


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