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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

118 Beiträge, Schlüsselwörter: Umfrage, Kriminalfälle

Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

25.08.2018 um 10:11
jerry142 schrieb:Aber auch in Literatur und Film muss es ja immer spektakulärer zugehen: Je mehr Tote der perverse Serienmörder zerstückelt hinterlässt umso besser, zum Abgang dann noch etwas verrücktes, was dem Leser oder Zuschauer die Fortsetzung beschert. Wer es mag.
Ja, das meinte ich gestern. Das Krimi- Thrillergenre in Film und Fernsehen boomt seit Jahren. Angefangen von den niedlichen Heimatserien á la Rosenheim Cops, bis hin zu "perverser Serienmörder zerstückelt".
Und ein Ende ist nicht in Sicht. Scheint den Zeitgeist zu treffen.


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Praline
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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

25.08.2018 um 10:13
@Snowden
snowdon schrieb:Ganz und gar zuwider ist mir die Motivation, die Realität eines Verbrechens psychisch als "Kick" zu empfinden, in dem Sinne, daß man sich am Ausmalen eines Kapitalverbrechens weidet und einen gerade dieses besonders lustvoll anzieht ("Grusel"). Das ist Lustgewinn am realen Leid anderer, für mich ein geradezu ekelhafter Gedanke. Wenn ich sage, daß für mich die Realität der Fälle entscheidend ist, so wäre kein Mißverständnis größer als eine Verwechslung mit dieser Art von Motivation.
Vielen Dank für diese Einbringung, der ich mich ohne Wenn und Aber anschliessen möchte!


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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

25.08.2018 um 10:17
Danke für dieses Thema. Denn diese Frage habe ich mir sehr oft gestellt. Es ist die Krimirubrik die mich seit Jahren jeden Tag hierher kommen lässt, auch wenn ich nicht viele Beiträge geschrieben habe, da meine Fragen oder Gedanken zum grösstenteil bereits von anderen Users ausgesprochen wurde/wird.

Meine Beweggrund ist die menschliche Psyche aber auch die Bestätigung an das Gute im Menschen, aufgrund der Anteilnahme der user hier.

Ganz zu Anfang hatte ich sogar eine Art Verantwortungsgefühl gegenüber den Opfern und ihren Familien. Mein Gefühl sagte mir, wenn ich nicht mitlese und mich informiere, lasse ich sie und ihre Familien im Stich. Da mangelndes Interesse.
Besonders die die seit Jahren nicht aufgefunden wurden. Wie zum Beispiel Sonja Engelbrecht, Tanja Mühlinghaus oder das Ehepaar Hagen. Ihre Gesichter haben sich mir in Gedanken eingebrand.
Bei manchen Fällen sass ich am Rechner und habe einfach nur Rotz und Wasser geheult. Und ich wusste, mit mir zusammen sassen noch viele andere user am Rechner und taten das gleiche.
Zum Beispiel bei der Nachricht, als man den Leichnam von Dagmar Eich oder Tanja Gräff fand. Trotz offensichtlicher Indizien die das Gegenteil bekräftigen, hat man trotzdem die Hoffnung, dass sie noch leben. "Bitte lieber Gott, lass sie einfach nur abgehauen sein."

Es ist die Faszination der Anteilnahme, was mich jeden Tag hier rein schauen lässt und natürlich die menschliche Neugierde: Gibt es etwas neues?. Und das gewissenhafte einschreiten der Moderation, wenn haltlose Beschuldigungen die Würde der Opfer und deren Familien verletzen.


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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

25.08.2018 um 10:41
frauzimt schrieb:Scheint den Zeitgeist zu treffen.
Es gibt immer weniger echte Kapitalverbrechen. Die Entertainment-Industrie liefert ihren Konsumenten stets, was denen im realen Leben fehlt: früher die heile Welt z. B. des Heimatfilms, heute den indirekten Kitzel des Regel- und Gesetzesbruchs und der damit einhergehenden Gefahr.

Anders als die bei Allmystery thematisierten ungelösten Fälle ist das reale Verbrechen zumeist banal, die Täter ebenso. Da mein bester Freund Strafverteidiger ist und mich öfters um Rat fragt, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, eine Menge echter Straftäter persönlich kennenlernen zu dürfen. Eine Minderheit von ihnen ist durch Ausnahmesituationen und/oder tradierte Verhaltensnormen zu Taten (z. B. Ehrenmorden) getrieben worden, die ihnen eigentlich wesensfremd sind, bei der ganz überwiegenden Mehrheit jedoch fehlen einfach gewisse Hemmschwellen, die zivilisierte Menschen auszeichnen. So habe ich einmal einen Profikiller kennengelernt, der bislang allerdings nur wegen etlicher Körperverletzungsdelikte polizeibekannt geworden ist. Bei solch einem Menschen ist physische Gewalt zur primären und bevorzugten Konfliktbewältigungsstrategie geworden, etwaige Hemmschwellen, so sie denn jemals vorhanden waren, hat er sich längst abtrainiert. Solch einer Person im realen Leben gegenüberzusitzen, ist nicht spannend, sondern hinterlässt einfach nur ein mulmiges Gefühl im Bauch. Psychologisch interessant finde ich nur Islamisten, die in der Regel supernett sind und die aus ihrer eigenen verqueren Weltsicht heraus Gutes tun.


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25.08.2018 um 10:56
EinElch schrieb:Ich sehe mir keine Fälle von Mord an und denke mir: "Oh nein, wie furchtbar, wie kann sowas passieren!" sondern ich frage mich lieber: "Wie krank, wie muss ein Mensch ticken, damit sowas passiert? Und was unterscheidet mich überhaupt von ihm?"
Was ich ergänzen möchte, und wie ist so etwas in einem "normalen" Umfeld wie dem meinen möglich. Existiert hier eine fremde Parallelwelt? Würde ich sie erkennen, wenn es mein direkter Nachbar wäre? Könnte ich mich schützen? Es ängstigt mich allerdings nicht.

Es interessieren mich Fälle, zu denen ich einen irgendwie gearteten Bezug verspüre. Und wenn es nur daran liegt, dass ich öfters durch die Ortschaft fahre, in der die Taten verübt wurden und der ein oder andere aus meinem Bekanntenkreis die Täter kannte.

Dann beschäftige ich mich auch mit Fällen, die in den Medien ordentlich für Wirbel sorgten, weil man der Justiz Fehler unterstellte. Fast immer musste ich diesen Eindruck revidieren, weil ich hier Informationen fand, die meinen Blickwinkel veränderten.

Was mich aber am meisten fasziniert, ist der Umgang der Justiz mit diesen Fällen. Hier besteht doch eine erhebliche Dissonanz zwischen dem, was so gemeinhin als gerecht empfunden wird und was letztendlich die Rechtsprechung dazu sagt.
Sonnenschein81 schrieb:Es gibt ja hier auch User, die 24/7 in diesem Forum hängen und nahezu zu jedem Krimi-Faden (und etlichen anderen Fäden) hier ihren Senf dazu geben. Kann es sein, dass diese User kein Real-Life führen? Hochbedenkliche Sache...
Und es gibt User, die sich die Mühe machen, dies minutiös zu verfolgen.
Nicht jeder kann sich den Luxus dieses Hobbies leisten.


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25.08.2018 um 12:08
Ist bei mir ne Mischung aus mehreren Faktoren:

- Flucht aus dem Alltag - ich poste oft Freitag- & Samstagabend: Mann arbeitet, Kinder sind im Bett. Neue Leute - neue Themen

- bei den alten Fällen interessiert mich der soziologische Aspekt - was hat sich gesellschaftlich geändert?

- klar: Neugier & Sensationsgier sind auch dabei

- mich packen Fälle, die mich hätten auch betreffen können - z.B. Hausfrau verschwindet spurlos

- wird ein Fall gelöst & meine Theorie stimmte ....bin ich schon ein bisschen "stolz"


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25.08.2018 um 13:01
Touch schrieb:Ohne dieses Böse in dir hätten wir keine Kriminalromane, keine Horrorfilme und auch keine Ballerspiele.
Bei Horrorfilmen würde ich Dir größtenteils zustimmen, weil es da ja meist um das Gruseln, um das Erschrecken und Fürchten vor grausamen Dingen geht (im Gegensatz dazu gibt es noch eine Minderheit von Filmen und Büchern, wo es hauptsächlich um eine unheimliche, zur bekannten Realität dissonante, Stimmung geht - aber das werden heute leider immer weniger; möglichst viel Blut und Gewalt sind halt eine einfachere Methode, Leute zu gruseln).

Bei Kriminalromanen bedingt (es geht ja durchaus auch analytischer, also, dass das Ermitteln eines Täters die Hauptrolle spielt, sogar ganz ohne grausame Details oder auch nur Gewalt - siehe irgendwelche Detektivgeschichten von Juwelendiebstählen o.ä.).

Aber bei "Ballerspielen" generell? Ist es böse, wenn man z.B. einen Soldaten oder das Mitglied einer Polizei-Spezialeinheit spielt? Dieses Szenario kommt bei Ego-Shootern immernoch extrem oft vor, egal, ob realistisch in Weltkriegs-Geschichten oder futuristisch beim Kampf gegen außerirdische Angreifer auf einer Mars-Kolonie oder was weiß ich.


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25.08.2018 um 13:40
VanDusen schrieb:... hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, eine Menge echter Straftäter persönlich kennenlernen zu dürfen.
Ich habe mir dieses "Vergnügen" angetan. Ich wollte wissen, wie banal das Böse wirklich ist, was ich empfinde, wenn ich so einen Täter live erlebe. Ich war im Prozess gegen das Horrorpärchen von Höxter (Verlesung Gutachten).

Dass die Handlungen, die die Psychiaterin da eben vorliest, von diesen beiden Personen tatsächlich so ausgeführt wurden, ich weiß es, versuche mir die Szenarien bildhaft vorzustellen - warum schaffe ich diese Verbindung nicht? Was habe ich erwartet, doch jemanden, der Reue zeigt, zumindest sich ein klein wenig schämt? Vermutlich. Wäre es dann einfacher? So aber sehe ich zwei Angeklagte, die ansonsten sehr wohl zu Scherzen aufgelegt zu sein scheinen. Nein, ich will nicht wissen, was in so einem Kopf vorgeht.


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Praline
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25.08.2018 um 14:08
@VanDusen
VanDusen schrieb:Es gibt immer weniger echte Kapitalverbrechen.
Ich weiss jetzt nicht welche Verbrechen Du mit "echten" Kapitalverbrechen meinst.
Unter "Kapitalverbrechen" verstehe ich bspw. Mord, Totschlag, Vergewaltigungen etc., und soweit ich das verstanden habe
ist deren Zahl 2017 leider nicht zurückgegangen:
Die Fälle von Mord und Totschlag oder Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffen haben messbar zugenommen.
So wurden beispielsweise 2014 insgesamt 180.955 Gewalttaten registriert, voriges Jahr waren es 188.946.
Quelle: https://www.welt.de/debatte/kommentare/article175695478/Straftaten-Statistik-Die-Wirklichkeit-hinter-den-neuen-Zahlen-zu...


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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

25.08.2018 um 14:25
Ich muss mich noch mal wiederholen. Ich bin begeistert über eure vielfältigen Beweggründe und tiefgründige Analysen :)
VanDusen schrieb:Da ich Kriminalromane schreibe, falle ich zweifellos in die Gruppe derjenigen mit einem "übermäßigen" Interesse an Kriminalfällen.
Das ist ja mal mega spannend :). Ich bewundere eh jede Art von Geschichtenerzählern/ -schreibern aber Krimi Romane zu verfassen ist ja mMn noch mal eine größere Herausforderung - auch wenn mich fiktive Stories nicht interessieren. Mit welch reichlich vorhandener Fantasie muss man da gesegnet sein und dann daraus noch komplexe, spannende Handlungsstränge zu generieren. Würde mich mal interessieren woher du den Input/Inspiration holst.
snowdon schrieb:Ganz und gar zuwider ist mir die Motivation, die Realität eines Verbrechens psychisch als "Kick" zu empfinden, in dem Sinne, daß man sich am Ausmalen eines Kapitalverbrechens weidet und einen gerade dieses besonders lustvoll anzieht ("Grusel").
das halte ich schon für sehr befremdlich, um nicht zu sagen "unnormal"/krank. Bei den meisten menschen ist es eher gegenteilig. Man leidet mit den Opfern mit (auch schön für Masochisten gedacht ;) ) - Grusel hin, Grusel her. Sicher gruselt man sich. Alles andere wäre doch unnatürlich, oder ?
missmary schrieb:Flucht aus dem Alltag
Das könnte ich auch unterschreibe.
emz schrieb:Was mich aber am meisten fasziniert, ist der Umgang der Justiz mit diesen Fällen.
Tatsächlich ? Hätt ich jetzt gar nicht aus deinen Beiträgen rausgelesen ;) :)
emz schrieb:Hier besteht doch eine erhebliche Dissonanz zwischen dem, was so gemeinhin als gerecht empfunden wird und was letztendlich die Rechtsprechung dazu sagt.
Da tun sich verschiedene Welten auf - mega spannend.



Die Psyche der Täter zu "erforschen", sich in die gedankenwelt -so weit das überhaupt möglich ist- reinzuversetzen, ist auch meins. Leider ist das aber mangels Fakten nur ganz gering möglich.
Sinsorg schrieb:Ich würde ja vorschlagen, einfach weiterziehen, du sagst doch das es "sinnfrei" sei, um mal deine Worte netter wiederzugeben. Wozu dann hier beteiligen? Wurde mich ja fragen was nun "sinnfreier" wäre. Aber glaub das kannst selbst ganz gut erkennen, oder? Im Reflektieren scheinst ja gut zu sein. 😅
ich weiß nicht ob ich dich richtig verstehe.
"Sinnfrei" für mich wenn das Beschäftigen damit ausartet, exzessiv wird, weil destruktiv (für mich). Für andere ist es nicht sinnfrei wie ich in den vielen Posts lesen kann. diese differenzierung hat mir gefehlt.
Was meinst du mit Weiterziehen ? Das Interesse ist ja da.
Sinsorg schrieb:Ich lese hier gern mit, schon um andere Sichtweisen und Denkweisen zu erleben.
Genau das.


Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich auch eine Gerichtsverhandlung besuchen. Da stände jetzt aktuell vor allem der Schnaittach Elternmord auf meinem Zettel. :(


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25.08.2018 um 16:37
Das ist mein erster Beitrag in dieser Rubrik.

Ich interessiere mich sehr für Kriminalfälle, habe aber hier noch nicht mitgewürgt (sächsisch) :D

Weil ich die Einzelfälle nicht kenne. Ich schaue xy ungelöst und.. medical detectives. Das finde ich spannend. Da könnte ich gedanklich eintauchen. Ich hätte Laborant werden sollen.


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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

25.08.2018 um 17:12
Ich habe bereits als Kind einen Detektivclub gegründet und mich später erfolglos bei der Polizei beworben 😉. Ins Forum geführt hat mich der Fall Frauke Liebs aufgrund der räumlichen Nähe.
Stark interessieren mich auch Vermisstenfälle. Meist ist es eine Mischung aus starkem Mitfühlen mit den Opfern und / oder den Hinterbliebenen und der Wunsch helfen zu können.
Außerdem oft ein Gruseln über die furchtbaren Abgründe, die sich bei manchen Menschen auftun. Der Wunsch, deren Beweggründe erkennen zu können, um sich und die eigene Familie schützen zu können.


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26.08.2018 um 13:00
@user6517
Eine spannende Frage. Klar es wird so sein, du fragst 10 User und bekommst 10 verschiedene Antworten.
Warum bin ich hier?....Ich arbeite seit 20 Jahren im Maßregelvollzug (Klinik für forensische Psychiatrie). Alles was mit dieser Arbeit zu tun hat, gebe ich gewöhnlich mit meinem Schlüssel in der Schleuse ab und wenn die Tür zu fällt bleiben zu mindest meine Patienten dort und begleiten mich nicht noch nach Hause.
Dennoch.....Wenn man so lange sich mit Straftaten, psychischen Erkrankungen, Persönlichkeiten beschäftigt, dann färbt auch was ins private ab. ...ich bin wie einige meiner Kollegen und Kolleginnen eine Krimieule. Ich würde es mit Faszination von den Abgründen beschreiben.


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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

26.08.2018 um 14:29
Also, ich habe mir die letzten Seiten jetzt nicht alle durchgelesen, aber oft gelingt es mir auch bei den einzelnen Fällen hier nicht. Es gibt viele User, die tolle, tiefgründige Beiträge verfassen - und die gilt es dann aus einem Schwall von Geblubber heraus zu filtern.

Wie genau ich hier gelandet bin, weiß ich gar nicht mehr, aber es war wegen dem Tanja Gräff-Fall. Sie ist damals zu einem Zeitpunkt verschwunden, als ich schwanger - und dadurch vielleicht sensibler als normal - war. Eine Freundin von mir hatte damals einen Freund in Trier und mich ein paar Mal mitgeschleppt. 2007 war das Jahr der Konstantin-Ausstellung und überall in der Stadt standen solche Riesenfüße zu Werbezwecken rum. Wir waren zufällig um den Tag von Tanjas Verschwinden dort, als die ersten zaghaften Suchmaßnahmen anliefen und die ersten Plakate aufgehängt wurden. Und irgendwie hat sich zu diesen Tagen "Hitze-Füße-Tanja" bei mir eingeprägt, egal in welcher Reihenfolge. Daneben fand ich Tanjas Foto so faszinierend - und natürlich war immer die Frage da, was mit ihr geschehen sein mochte. Letztendlich war meine These, dass die Wahrheit hinter solchen Fällen oft recht schlicht ist, gar nicht verkehrt, Verschwörungstheorien sind nicht wirklich mein Ding (und leider hat das den Tanja-Thread mir am Ende ziemlich verkleidet, so dass ich gar nicht mehr mitgelesen habe).

Aber neben einem gewissen voyeuristischen Interesse, dass ich hier befriedige (wobei mir das Lesen genügt, ich würde niemals Verbrechenstourismus betreiben wie manche User hier es wohl tun) ist auch ein indirektes berufliches Interesse dabei. Ich arbeite für die amerikanische Militärpolizei, und bekomme da ja schon am Rande mit, wie Fälle bearbeitet werden, habe Akten in den Händen, lese (und übersetze) Polizeiberichte, Aussagen etc. Das sind natürlich nur kleine Dinge, meist Unfälle, manchmal Ehestreitigkeiten, Kneipenschlägereien und so, aber es ist halt ein Bereich, der mich fasziniert. Sonst müsste ich meinen Job ja auch gar nicht machen.

Wobei mein Interessenschwerpunkt deutlich auf Verbrechen und Vermisstenfällen liegt, bei denen (junge) Frauen betroffen sind, Altfälle und kuriose Fälle wie zB der YOGTZE-Fall...
Aber ich vertiefe mich da auch ehrlich gesagt nicht rein, denn ich habe auch noch ein erfülltes Leben außerhalb des www, dem ich mich noch lieber widme... 😊


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Dogmatix
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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

26.08.2018 um 20:25
KFB schrieb:Einen Teil machen bestimmt Voyeurismus und Sensationsgeilheit aus.
geilheit, ja.

ist wie pornographie. und pornographie, wie man weiß, ist vorprogrammierte lustgymnastik.

der begriff der "strafverfolgungs-pornographie" (aktenzeichen usw.) kommt übrigens nicht von mir, sondern von diesen beiden herren hier:


bloedmaschinen


gutes buch.
KFB schrieb:Ihr versteht mich ;)
aber sicher.


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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

27.08.2018 um 20:22
Der erste Grund warum ich in einigen Fällen schreibe ist , es sind Fälle die an Orten sind an denen ich gewohnt habe und die Gegend kenne.

Der zweite Grund sind Fälle die mit Verkehr zu tun haben. Ich fahre seit 30 Jahren LKW und versuche anderen Usern möglichst genau
zu Erklären ,wie im Fall der in Spanien gefundenen toten Anhalterin , welche Technik oder Besonderheiten real , bzw machbar sind in oder mit LKW oder auch Streckenführungen.

und zum Schluß kommen bei mir die Fälle die alt sind , Cold Cases weil mich interessiert wie die Forensik fortschritte macht.

Weniger die Sensationslust. Dann schon eher das gruseln wenn man einige der Orte in den Beiträgen kennt.


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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

28.08.2018 um 20:31
Da sind wir dauernd in Kriminalfällen unterwegs, aber wenn's um uns selbst geht, da springen unsere kriminalistischen Sensoren nicht an. Da denkt man, da will sich ein interessierter Neuling in unsere Denkungsweisen einfühlen:
user6517 schrieb am 24.08.2018:ähmm... wollte mich mal bei euch bedanken. Mein Horizont ist um einiges erweitert worden anhand der differenzierten gesichtspunkte zu dem Thema.
und nun stellt sich heraus, da sind wir also einem ausgeschlossenen User aufgesessen, der anscheinend "Kreide gefressen" hatte und sich so einen harmlosen Anschein gab.

Wer war es, der sich da eingeschlichen hat? Das wäre ein "Kriminalfall", den ich nur allzu gerne gelöst hätte. Doch das wird mir nicht gelingen, schade. :D


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Warum hat man ein übermäßiges Interesse an Kriminalfällen?

28.08.2018 um 21:47
@emz
Hahaaaa, das gibts ja nicht ;)
Hoffe der User geht mit Respekt mit unseren Informationen um .

Müssen wir von einer Verschwörung ausgehen ? ;)


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28.08.2018 um 22:30
emz schrieb:Wer war es, der sich da eingeschlichen hat? Das wäre ein "Kriminalfall", den ich nur allzu gerne gelöst hätte. Doch das wird mir nicht gelingen, schade. :D
Machen wir doch einen Thread auf mit dem Thema "Wer ist user6517?" ! :D


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28.08.2018 um 22:47
au ja!

es gibt ja viele Doppelaccounts und Ausschlüsse...ich versuche immer rauszubekommen, wer das wohl ist, aber es gelingt mir nur selten:(


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