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Der Giftmord an Heinz Kern (Graz, 1972)

184 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Österreich, Gift ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Giftmord an Heinz Kern (Graz, 1972)

26.06.2021 um 21:34
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Dass der Täter so überlegt vorging- schlau möchte ich sagen-, lässt mich vermuten, dass der Täter große Erfahrungen im Betrügen und Täuschen hat.
Das finde ich einen interessanten Gedanken, der sofort Assoziationen weckt.
Zu einem Bekannten in Kärnten kamen laut seiner Erzählung Anfang der 70er-Jahre dubiose Leute aus Wien angereist, um von ihm Schutzgeld zu erpressen (er hatte als Wirt auch ein paar Glücksspielautomaten im Hinterzimmer). Er hat sich geweigert, und lebte eine Weile in Angst, hat aber nie wieder etwas gehört (das Automaten-Geschäft aber sofort aufgegeben).
Vielleicht wollte jemand von Kern Geld für die Tanzschule, die ja auch für die Zukunft vielversprechend war. Er ist nicht darauf eingegangen und hat seiner Frau nicht davon erzählt, warum auch immer.
Das Giftpaket sollte vielleicht nur eine „Warnung“ sein, war nicht tödlich gemeint. Sozusagen ein Dosierungsfehler des Ausführenden vor Ort. Vielleicht gibt es doch noch jemanden, der als Mitwisser etwas verraten könnte (am Sterbebett, falls er nicht schon früher darauf lag).

Die Mafia war in Österreich immer gut vertreten, zum Beispiel beim Wiener U-Bahnbau in den 1970-er Jahren mit einer Baufirma aus Sizilien, der  langjährige Verbindungen zur Cosa Nostra nachgesagt wurden.
Siehe Bericht im Kurier:
https://kurier.at/chronik/oesterreich/mafiareport-iii-die-spur-der-mafia-in-oesterreich/400409051[/url]


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Der Giftmord an Heinz Kern (Graz, 1972)

27.06.2021 um 01:09
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Es geht mir um Restbestände von Arsen.
Was macht denn ein Rosstäuscher, wenn es nichts mehr zu Täuschen gibt, weil der Pferdemarkt so nicht mehr existiert?
Kippt er das Arsen in einen Fluss, damit es nicht in falsche Hände gerät? - Nein, er hebt es auf.
Ich halte so ein Szenario auch für plausibel, aber ich würde es nicht so weit eingrenzen. Mit solchen Giften wurde früher, also VOR der Tatzeit, generell wesentlich lockerer umgegangen. Ich habe irgendwo noch eine Blechdose aus den 30er Jahren in der Giftköder für Ratten waren, die auch Arsen enthielten. Und in einem Buch über Schmetterlinge aus der Zeit steht, dass man die Insekten mit Cyankali töten soll, wenn man sie präparieren will. Das nur als Beispiele, wie ziemlich gefährliche Stoffe recht frei zugänglich waren.

Da kann in den 60er Jahren noch auf so manchem Dachboden noch irgendein Restbestand gelegen haben, ohne dass der zwangsläufig von einem ehemaligen Pferdehändler kam.


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Der Giftmord an Heinz Kern (Graz, 1972)

27.06.2021 um 11:55
Diese Version vom "Denkzettel" beschäftigt mich in der Tat auch schon länger: mußte TäterIN unbedingt davon ausgehen, daß die Vergiftungssymptome im Krankenhaus nicht erkannt werden?

Was wäre passiert, wenn die Symptome richtig gedeutet worden wären?

Hätte Heinz (oder sogar beide Kerns, wenn´s Helga besssr geschmeckt hätte ?) zwingend sterben müssen?

Was hätte man in Krankenhaus tun können? "Magen auspumpen" (oder was man sonst in solcher Situation macht?) , Medikamente und gut wär´s gewesen?


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Der Giftmord an Heinz Kern (Graz, 1972)

27.06.2021 um 15:43
Für einen Denkzettel hätten eigentlich auch andere, weniger gefährliche und garantiert nicht tödlich wirkende Stoffe gereicht. Wenn das dann rausgekommen wäre, hätte man es vermutlich als "groben Unfug" o.ä. verbucht und nicht als Mordversuch. Denn dass man den Stoff im Krankenhaus analysieren würde, hätte dem Täter ja klar sein müssen.

Mit dem Neffen - der Brief klingt so, als sollte der "Neffe" des Absenders das Päckchen persönlich bei Kerns abgeben (oder vor die Tür legen). Sonst würde ja die Erwähnung des Neffen gar keinen Sinn machen. Der Absender hätte es doch selbst mit der Post schicken können und fertig. Aber so musste der "Neffe" ein Komplize sein, ist schon komisch und auch riskant, da könnte doch ganz schnell eine Verbindung hergestellt werden. Ich denke, es war ursprünglich schon so gedacht, dass jemand das Päckchen persönlich bei Kerns abgibt, das erhöht nämlich enorm das Vertrauen. Vielleicht dachte der Absender, beide essen das Verhackert und beide sterben, und können dann halt keine Personenbeschreibung mehr abgeben. Vielleicht war das ursprünglich so gedacht. Dann hat aber der "Neffe" kalte Füße bekommen und das Päckchen doch mit der Post geschickt, "glücklicherweise" aus Sicht des Absenders, denn Frau Kern aß nicht genug von dem Verhackert, starb nicht, konnte aber auch keine Personenbeschreibung abgeben. So irgendwie.


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