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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

28.05.2013 um 22:27
Obwohl die Gerichtsakten schon lange geschlossen sind und der des Mordes verurteilte Täter seine Strafe bereits seit Jahren verbüßt hat, scheinen im Mordfall Angelika Föger für die Hinterbliebenen auch nach über 22 Jahren noch so viele Fragen offen.

Nachdem der Witwer der Ermordeten alle nur denkbaren juristischen Wege zur Wiederaufnahme des Verfahrens erfolglos beschritten hatte, wendet er sich nun seit geraumer Zeit an die Öffentlichkeit.

Hier eine kleine Auswahl online verfügbarer Textquellen:

http://www.meinbezirk.at/imst/chronik/witwer-pocht-auf-indizien-d142172.html
http://www.tt.com/Tirol/5455297-2/kein-ende-im-mordfall-föger.csp
http://www.coldalongtime.com/pages/andere-falle
http://www.tt.com/Tirol/6018754-2/föger-mord-riesenecho-im-internet.csp
http://www.echoonline.at/news-detail/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=4454&cHash=c8d7dbdc3850db80b8801a8194edd085

Mitschnitt des von den Hinterbliebenen veranstalteten Informationsabends:

Youtube: Mordfall Angelika Föger, Infoabend, Teil 1 - Der Tatort - (Teil 1 von 3)
Youtube: Mordfall Angelika Föger, Infoabend Teil 2 - Die Rekonstruktion (Teil 2 von 3)
Youtube: Mordfall Angelika Föger, Infoabend Teil 3 - Widersprüche - (Teil 3 von 3)

Durch die Hinterbliebenen betriebene Webseite:

http://www.mordfall-angelika-foeger-graen.com/fotomaterial/dokumente/


Womit haben wir es hier zu tun? Einem Justizskandal? Ich würde mich über eine rege Diskussion freuen.


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Mata_Hari
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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

28.05.2013 um 22:39
@Dornröschen
Von dem Fall lese ich jetzt zum ersten Mal.

Ich werde mir die Videos und die Links zu Gemüte führen und wenn ich mich da ein bisschen eingearbeitet habe,rede ich gerne mit. :D


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

28.05.2013 um 22:41
Super @Mata_Hari , ich freue mich. Der Fall ist es wert ein bisschen Beachtung zu finden.


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

29.05.2013 um 03:32
Was sagt denn dieser Martin K.? Gibt es dazu Infos? Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass er über einen eventuellen Mittäter (nach all den Jahren) nie ein Wort verloren hat.


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

29.05.2013 um 08:24
@miraluna
Das ist sehr rätselhaft. Er hüllt sich in Schweigen. Warum er schweigt - dazu kann man nur spekulieren.

Der inzwischen etwa 38 Jahre alte Mann war jedenfalls auf der von der Angehörigenfamilie veranstalteten Informationsveranstaltung - er wirkt auf dem Video-Mitschnitt emotional sehr ergriffen (meine Meinung). Ich denke man mag sein dortiges Erscheinen deuten wie man will, aber er scheint den Fall ebenso wie die Opfer-Familie noch nicht hat abschließen können.


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Mata_Hari
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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

29.05.2013 um 08:41
@Dornröschen

@miraluna

Sorry,das ich mich erst jetzt wieder einklinke,gestern ist die Internetverbindung abgeschmiert. :(

Also für mich macht es hier sehr stark den Eindruck,das der "Täter" nicht alleine war.
Wenn Angelika fremde Haare,die nicht dem Täter zuzuordnen waren,in ihrer Hand hielt,dann ist das doch ein Hinweis,das sie einer anderen Person im Kampf diese Haare ausgerissen haben könnte.Sie hatte ja auch Abwehrverletzungen.Zumindest wäre diese Person,von der die Haare stammen ein wichtiger Zeuge,wenn nicht sogar ein Verdächtiger.

Was auch für einen 2.Täter(bzw. anderen Täter)spricht:
Vier forensischen Wissenschaftlern zufolge, die ich dazu konsultiert habe – darunter zwei Gerichtsmediziner – kann Angelika mit dieser Verletzung höchstens noch fünf Minuten gelebt haben. Wenn man bedenkt, dass sie zwar noch am Leben, aber dem Tode bereits sehr nahe war, als die Sanitaeter eintrafen, wird klar, dass ihr diese tödliche Wunde beigebracht wurde, nachdem Martin Kofler ins Nachbarhaus gerannt war, um die Sanitaeter zu rufen
http://www.coldalongtime.com/pages/andere-falle

Auch das die Blutspuren auf dem Shirt des Täters unvereinbar sind mit Blutspurenmuster,die üblicherweise bei Messerattacken vorgefunden werden,ist seltsam.
Laut dieses Gutachtens von Kenton Wong sieht es eher so aus,als sei mit diesem Shirt Blut aufgewischt worden.Ich als Laie finde,man kann dem durchaus folgen,wenn man sich das Shirt ansieht.
d92b9f Clothing Martins shirt 1 large

Auch war Martin wohl mit 1,9 Promille wahrscheinlich schon ziemlich voll beim Geständnis und wurde von einem Mann vernommen(in dem Text heisst es ja überredet),der
bekannt war als guter Freund des Besitzers jener Molkerei, in welcher sich der Mord ereignet hatte
Hat dieser Beamte vielleicht jemand anderen-nämlich einen guten Freund aus der Molkerei-somit einen Freundschaftsdienst erwiesen,in dem er Martin dazu brachte die Verantwortung zu übernehmen?

Für mich liest sich das Alles-und das Verschwinden von Beweismitteln(Haare)-sehr stark nach Vertuschung und somit tatsächlich nach einem Skandal.


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29.05.2013 um 13:51
@Mata_Hari und @Dornröschen

Vielen Dank für die Informationen. Ich habe das Video des Informationsabend noch nicht gesehen, werde dies aber nachholen (ich bin immer nur vom Handy online, da dauert es immer mit dem laden der Videos). Warum geht der Täter zu dieser Informationsveranstaltung? Ich finde das äusserst seltsam. Wurde er von Herr Föger eingeladen?

Der Schlüssel zu dem Fall ist Martin. Wenn es einen Mittäter gab, warum schützt er ihn noch immer? Da bleiben für mich nur zwei Szenarien, es wurde Schweigegeld an Martin bezahlt oder er wurde überredet (von wem auch immer) seinen Freund/Bekannten (der vielleicht schon vorbestraft oder um seinen guten Ruf zu fürchten hatte) zu decken. Bei letzterem ist es mir allerdings ein Rätsel warum er noch immer schweigt.

Was die Haare betrifft, ich würde gerne schreiben das einfach nur sehr schlampig gearbeitet wurde, aber das ganze stinkt zum Himmel und wirkt eher so, als ob man vertuschen wollte und das auch getan hat. Das Angelika Föger "weisse" Haare an der Schläfe fehlen sollen, ist auf den Fotos nicht ersichtlich. Aber wurde nicht auch im ersten Obduktionsbericht vermerkt, dass in der Hand "blonde" Haare gefunden wurden?


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

29.05.2013 um 19:57
@Mata_Hari
Boah, Du hast schon unheimlich viel über den Fall in Erfahrung gebracht. :-)
Mata_Hari schrieb:Für mich liest sich das Alles-und das Verschwinden von Beweismitteln(Haare)-sehr stark nach Vertuschung und somit tatsächlich nach einem Skandal.
Ja, so geht es auch mir. Nicht alle, aber doch die meisten Beweise und Indizien welche die Angehörigen der Ermordeten hervorbringen, um aufzuzeigen dass der wahre Mörder bzw. Mittäter noch nicht ermittelt und verurteilt wurde, scheinen unglaublich überzeugend zu sein.

Es erscheint unbegreiflich, wie der Fall von Anfang an derart schlecht ermittelt wurde und wie auf der Grundlage solch fehlerhafter Ermittlungsergebnisse ein Urteil gefällt wurde. Ebenso unbegreiflich erscheint es mir, dass den unzähligen Anträgen und Bemühungen der Familie in den letzten Jahren nie Rechenschaft getragen werden konnte. Und sei es dadurch, dass man die Vorwürfe der Fögers sachlich entkräftet, oder die Beweise der Fögers handfest widerlegt.

Das von Dir @Mata_Hari angesprochene Beweisbild, war auch mir aufgefallen. Das Bild soll die Täterkleidung abbilden. Was soll dieses Bild beweisen? Dass der Täter auf grausame Weise eine Frau mit mehreren Stichen erstach und mehrere Meter durch die Wohnung schleifte, während er dieses Kleidungsstück am Körper hatte? Oder soll das Bild beweisen, dass mit dem Shirt ein blutiger Gegenstand oder eine blutige Oberfläche abgewischt wurde?
Ich würde zu gerne wissen, was die Staatsanwaltschaft mit diesem Beweisbild im Prozess zu beweisen versuchte und wie dies von ihr begründet wurde. Denn eins erscheint mir ebenso wie Dir offensichtlich: Die Spuren auf dem Shirt sind wohl nicht während der Tat selbst darauf gelangt, bzw. wurde das Shirt nicht während der Tat durch den Täter am Körper getragen.


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

29.05.2013 um 20:36
miraluna schrieb:Vielen Dank für die Informationen. Ich habe das Video des Informationsabend noch nicht gesehen, werde dies aber nachholen (ich bin immer nur vom Handy online, da dauert es immer mit dem laden der Videos). Warum geht der Täter zu dieser Informationsveranstaltung? Ich finde das äusserst seltsam. Wurde er von Herr Föger eingeladen?
@miraluna ob er eingeladen wurde weiß ich nicht. Allein finde ich es bemerkenswert, dass M.K. überhaupt an der Veranstaltung teilnahm.

Wenn ich den Sachverhalt richtig verstehe, dann hat der Verurteilte sein ursprünglich abgegebenes Geständnis zu einem späteren Zeitpunkt widerrufen bzw. abgeändert. Im Ergebnis jedenfalls bekannte sich M.K. nicht aller Stichverletzungen als schuldig. Er gab aber auch nie zu Protokoll, wer dem Opfer die letzten (tödlichen) Stiche beigebracht habe, sondern beruft sich auf Nichtwissen. Hierbei ist mir aber nicht klar, ob das Nichtwissen dem Schutz einer oder mehrerer beteiligter Täter dienen könnte, oder ob M.K. sich tatsächlich nicht mehr an die Geschehnisse erinnern kann. Man sollte bedenken, dass der Verurteilte zum Zeitpunkt der Tat gerade einmal 15 Jahre alt war. Er galt zu diesem Zeitpunkt als nicht gerade gefestigte Persönlichkeit. Und er stand in mehrerlei Hinsicht in einem Abhängigkeitsverhältnis zu der Sennerei-Familie, in deren Räumlichkeit sich der Mord abgespielt hat.
miraluna schrieb:Der Schlüssel zu dem Fall ist Martin. Wenn es einen Mittäter gab, warum schützt er ihn noch immer? Da bleiben für mich nur zwei Szenarien, es wurde Schweigegeld an Martin bezahlt oder er wurde überredet (von wem auch immer) seinen Freund/Bekannten (der vielleicht schon vorbestraft oder um seinen guten Ruf zu fürchten hatte) zu decken. Bei letzterem ist es mir allerdings ein Rätsel warum er noch immer schweigt.
@miraluna M.Ks Geständnis könnte auch aus Überforderung geschehen sein. Nehmen wir einmal an, er war tatsächlich irgendwie am Tatgeschehen selbst beteiligt und fühlte sich auf gewisse Weise auch für den Tod von Frau Föger verantwortlich: Spätestens unter dem Eindruck der Vernehmung durch den Dorfpolizisten könnte der Teenager zu der Auffassung gelangt sein, dass alle Spuren auf seine Täterschaft hinwiesen. Zudem könnte M.K. sich bewußt geworden sein, dass man gerade ihm diese Tat auch "zutraute". Und ihm dürfte klar gewesen sein, dass er (als die einzige Person ohne einen einflussreichen Fürsprecher, ohne gute Beziehungen im Dorf, ohne eine Familie von gutem Ruf in der Hinterhand) auf weiter Flur alleine stand. Er wurde sich vielleicht bewußt dass er ein Außenseiter war. Und das könnte dazu geführt haben, dass er sich plötzlich selbst gesagt hatte jeder Widerstand ist zwecklos, Du hast in diesem Spiel keine Chance. Zweifelsohne (und unabhängig davon ob er Frau Föger ermordet hat oder nicht) dürfte M.K. sich maßlos überfordert und in der Defensive gefühlt haben. Vielleicht ging der Kerl einfach den Weg des geringsten Widerstandes... quasi um Ruhe zu haben, um nicht gegen Windmühlen kämpfen zu müssen. Er könnte dem Polizisten das gesagt haben, was dieser (und alle anderen am Tatort befindlichen Personen) von ihm hören wollten: "Ich bin das Schwein. Ich hab sie ermordet."

Keine Ahnung ob es so war. Aber es wäre eine für mich denkbare Erklärung, warum jemand einen Mord gesteht den er nicht begangen (oder nicht alleine begangen) hat.


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 03:37
@Dornröschen

Deine Erklärungen warum Markus ein Geständnis abgegeben hat, sind schlüssig. So wie ich es gelesen habe (siehe Link), sagte er wohl einmal zu der Opferfamilie er sei der alleinige Täter. Das geschah wohl sehr schnell nach der Tat.

(Link: http://welltvi-archiv.com/foeger/Gericht/Foeger-110--LG_Ibk-Ablehnung-Biedermann-Anzeige-26022013-17-Seiten.pdf ) Vielleicht kennt ihr den Link ja noch nicht.


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 07:59
Was mich auch wundert, warum geht er zu der Videokonferenz und warum wird er dort geduldet? Denkt man mittlerweile, dass er gar nicht daran beteiligt war?


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 08:10
Gar nicht beteiligt ist nicht richtig, für den Tod nicht verantwortlich, meinte ich, da die tödlichen Stiche scheinbar nicht von ihm stammen können.


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 09:18
Guten Morgen,

hatte nicht der Sohn von Biedermanns blonde Haare?

Ich weiss jetzt nicht ob diese Theorie schon aufkam.... aber was wäre wenn,

Sohnemann Frau Föger vergewaltigen wollte und Martin dazwischen kam ?
Oder sie beide die Tat begehen wollten ? Wer weiss was Markus, so heisst er?, Martin alles versprochen hat ? Oder ihn provoziert hat, jetzt gehörst du auch zum Dorf oder so ähnlich ?
Oder Martin sollte sie bewusstlos machen, damit sich Markus an ihr vergehen konnte? Und hats natürlich etwas saudumm angestellt? Oder hat er sie würgen wollen sie wehrte sich und dann stach er zu ?
Die tödlichen Stiche könnt ihr euch denken, von wem die kamen... ;-)
Und das man Martin alles in die Schuhe schiebt ist ja klar... alleine seine Stellung im Dorf, hab so etwas wie Aussenseiter gelesen, seine Karriere stand nicht auf dem Spiel sein Ruf usw. Evtl dachten sie das er nicht weiter verknackt wird, ein paar Jährchen nur, weil keine Vorstrafen, sehr jung, alkoholisiert... evtl dachte sie auch Kurzschlussreaktion weil Frau Föger ihnen drohte ? ...

War jetzt ein kurzes Brainstorming... hoffe es war nichts wiederholtes dabei...

Bei Lolita Brieger hat sich ein Zeuge nach langer Zeit doch gemeldet... nach Aktenzeichen Xy... warum nicht Aktenzeichen anschreiben ? Ist ja ein geklärter ungeklärter Mordfall...
Oder Mark Benecke?

Und warum ermitteln sie nicht bezüglich der Haare... in 22 Jahren wird es sicher doch andere Ermittler noch dort geben, die es interessieren könnte ;-)...

lg Gwenny


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 10:20
@miraluna
Na ja, wobei meine Erklärung sehr sehr hypothetisch ist.

Lass mich Dir aber mal eine Gegenfrage stellen: Was hältst Du von M.K. Motiv? Er gab ja an, dass er Frau Föger vergewaltigen wollte. Er will sich an die die am Schreibtisch arbeitende Frau von hinten angenähert haben und ihr (noch bevor er sie angesprochen oder angerührt hatte) erst einmal ein Messer in den Rücken gerammt haben.

Danke für den Link, im Übrigen!!!


@obskur
Die Fögers gehen davon aus, dass M.K. an der Tat entweder überhaupt nicht beteiligt war, oder aber nur als Beteiligter involviert war.
Dass die letzten beiden - zumal auch tödlichen - Stiche von ihm stammen könnten, lehnt die Familie vollkommen ab. Vor allem da der Oberschenkelstich zu einem Zeitpunkt vorgenommen worden sein musste, als der Junge sich nachweislich bei den Nachbarn befand, um Hilfe zu organisieren. Es bestehen aber auch Zweifel daran, dass die ersten (im Büro beigebrachten) Stichverletzungen durch M.K. ausgeführt wurden... was wohl daran liegt, dass dieser bei der Tatrekonstruktion am Tatort unglaubwürdige Angaben machte.

Der Familie liegt die original Videoaufzeichng der Tatrekonstruktion aus den Ermittlungsakten vor, dieses spielten sie bei dem Infoabend ab, und nahmen die Angaben des Lehrlings entsprechend auseinander.


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 10:42
@Sweetgwen
hatte nicht der Sohn von Biedermanns blonde Haare?

So ist es! Der Sennerei-Spross soll wohl blond gewesen sein, bzw. dürfte es noch immer sein, falls er nicht alle Haare verloren hat. ;o)

Nee, das Thema zum Mordfall Föger ist noch neu angelegt. Viele Theorien gibt es hier noch nicht, daher gerne einfach brainstormen, @Sweetgwen!
Sweetgwen schrieb:Evtl dachten sie das er nicht weiter verknackt wird, ein paar Jährchen nur, weil keine Vorstrafen, sehr jung, alkoholisiert... evtl dachte sie auch Kurzschlussreaktion weil Frau Föger ihnen drohte ? ...
Ja, vielleicht dachten sie das. Oder vielleicht war es ihnen einfach nur vollkommen egal, weil M.K. in ihren Augen halt sowieso ein nobody war. Halt... nein sie hielten ihn nicht für einen nobody sondern für einen Verlierer. Man muss nur die Zeugenvernehmungen der Sennereiangehörigen (Chef, Chefin, Gastarbeiter) und der Rettungssanitäter, der Ärzte und des Dorfpolizisten (der zum Tatort geholt wurde) lesen und man kann schön sehen: Auf den Burschen gab keiner was. Insofern war das natürlich eine elegante Lösung... der Dorf-Loser ging für 13 Jahre in den Maßregelvollzug und der Fall ist abgeschlossen. Alle haben ihre Ruhe. Und niemand der Beteiligten brauchte ein schlechtes Gewissen zu haben, da sie sich ja einreden konnten, dass aus dem M.K. sowieso nichts geworden wäre. Und wer weiß... vielleicht könnte Martin selbst so gedacht haben. Traurig.
Sweetgwen schrieb:Und warum ermitteln sie nicht bezüglich der Haare... in 22 Jahren wird es sicher doch andere Ermittler noch dort geben, die es interessieren könnte ;-)...
Du, Polizei und Staatsanwaltschaft hat es 20 Jahre abgelehnt die Haare einem DNA-Test zu unterziehen, um diesen mit der DNA des Mordopfers und der Tatbeteiligten zu vergleichen. Nun Sind die Haare laut der Behörde auch noch stiften gegangen. Einfach verschwunden. Die Angehörigen verwahren aber bei sich zuhause die Kleider des Opfers. Und in den Kleidern befindet sich mindestens noch eines dieser blonden Haare. Eine Untersuchung wäre also theoretisch noch möglich. Aber wo kein Wille, da kein Weg....


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Mata_Hari
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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 11:47
@Dornröschen
@Sweetgwen

Es ist für mich sehr schwer nachvollziehbar,das da niemand bei Polizei oder Staatsanwaltschaft sitzt,der auch Zweifel hat und nochmals Untersuchungen in Gang bringt.
Ich meine damit nicht,das ich das nicht glaube.Leider gibt es das immer wieder.Sondern ich verstehe ich es einfach nicht.
Was mich aber wirklich zum Grübeln bringt:
Das der junge M. damals alles auf sich nahm und schwieg,kann ich nachvollziehen.
Aber heute ist er ein erwachsener Mann.Wieso sollte er heute noch schweigen?

Er sieht doch,wie die Angehörigen des Opfers einfach nicht zur Ruhe kommen und vermutlich keine Chance haben jemals Gewissheit zu haben,was wirklich passierte oder wer wirklich der Täter war.

Ich denke,ohne seine Aussage wird es vermutlich nicht weitergehen.Sagt er aus und nennt Namen,müsste man den Fall doch nochmals neu aufrollen,oder?


Wegen des Sohnes der Biedermanns:Seine Haarfarbe war die einzige Tatsache,auf die sich Herr Föger stütze,doch sagt das Gericht:
Bezüglich ihres Sohnes
(...) ergibt sich jedoch aus den Akten überhaupt kein Hinweis darauf, dass
er an diesem Tag in der Nahe des Tatortes war beziehungsweise sich überhaupt im Land
aufgehalten hat, da er - .nach den eigenen Ausführungen des Anzeigers - in der Schweiz
studiert hat.
Laut Gutachten konnten weder Herrn noch Frau Biedermann die Haare zugeordnet werden.Wäre dann nicht auch der Sohn auszuschließen?Ich bin da keine Expertin,aber müsste man dann nicht zumindest Ähnlichkeiten festgestellt haben?
Außerdem war man sich ja sicher,das wären Haare des Opfers selbst,aber das es Zweifel am Ergebnis der Untersuchung gab,die für mich berechtigt erscheinen, zeigt:
Etwa ein Jahr vor dem Mord hatte sich Angelika ihre langen Haare kurz schneiden lassen, und Walter Föger hatte noch eine lange, geflochtene Strähne, die er als Erinnerung behielt. Diese wurde ans Institut für Gerichtliche Medizin gebracht. Kurze Zeit später präsentierte Dr. Rabl seine Ergebnisse: Die in Angelikas rechter Hand gefundenen Haare stimmten nicht mit denen Martin K.s überein. Basierend auf der Analyse der von Angelikas Familie zur Verfügung gestellten Strähne schloss Rabl jedoch, dass Opfer habe »weiße, helle Haare« um ihre Geheimratsecke und müsse während des Kampfes mit Kofler ihr eigenes Haar ausgerissen haben.

Dies war eine außergewöhnliche Abweichung von Rabls ursprünglichem Autopsiebericht, in dem dieser vermerkt hatte, Angelika habe gleichmäßig braunes Haar gehabt, was auch auf den Fotos vom Tatort und der Autopsie gut zu erkennen ist. Wenn sie also tatsächlich »weiße, helle Haare« um ihre Geheimratsecke gehabt hätte, warum war dies Rabl dann nicht bereits bei der Autopsie aufgefallen, als er ihre Kopfhaut auf Verletzungen untersuchte und eine Haarprobe zur »spurenkundlichen Vergleichsuntersuchung« entnahm?
Der Direktor der Gerichtsmedizin in Inssbruck soll ja eingewilligt haben,nochmals zu untersuchen und eine Wiederöffnung des Falles beantragen.
Dazu kam es leider nicht mehr,weil er bei einem Autounfall verstarb.
Dr.Rabl wollte nichts von einer neuen Untersuchung gewusst haben und somit gab es keine erneute Untersuchung.Dann verschwanden die Haare.Nur das Beutelchen in dem die Haare aufbewahrt wurden war noch auffindbar.


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 12:51
Hallo zusammen,
ich habe mir jetzt die 3 Filme vom Infoabend angesehen, und bin schockiert. Aber nicht nur bei Fällen in dem dieser Gerichtsmediziner tätig wurde gibt es solche unfassbare Entscheidungen. Aus persönlichen Erfahrungen kann ich auf den Fall Heike Rimbach Lüttgenrode verweisen. Dabei gab es auch schreckliche Fehler bei den Ermittlungen. Auch nachdem Dr. Mark Benecke hinzugezogen wurde, der eindeutige Fehler bei den Ermittlungen feststellte, und noch zu untersuchende Spuren fand, die hätten zur Klärung beitragen können.

Was sagt der Verurteilte Herr K. denn dazu? Möchte er seinen Ruf nicht wenigstens teilweise wieder herstellen, in dem er endlich sagt was damals dort abgegangen ist? Ich fände es, egal was er zu diesem furchtbaren Verbrechen beigetragen hat, als eine kleine Wiedergutmachung. Ich wünsche das den Hinterbliebenen. Keiner kann sich ausmalen was die Kinder und Herr Föger in all den Jahren durch gemacht haben.

Meine Güte... Die Famielie Föger soll doch endlich Ruhe finden und damit abschließen können.
Liebe Grüße Sam


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 12:59
Der Herr K. wurde vielleicht erpresst damals und vielleicht heute noch. Seine Strafe hat er abgesessen, das kann man heute nicht mehr ändern. Man könnte denken er hat damit abgeschlossen, dazu passt nur nicht, dass er bei der Veranstaltung war.


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 14:44
@obskur
Womit soll er er denn erpresst werden was heute sicherlich haltlos wäre... so nach fast 23 Jahren....Das Herr K. bei der Veranstaltung war fand ich auch sehr passend dazu dass er nicht damit fertig ist.

Ich bin der Meinung dass nur er bei der Wahrheitsfindung maßgeblich helfen kann. Indizien dafür was damals ungefähr wirklich geschah gibt es ja genug, aber scheinbar denkt niemand daran den Fall noch einmal neu zu bewerten. Furchtbar..


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Der Mord an Angelika Föger im Juli 1990

30.05.2013 um 14:56
Vielleicht ging dem Mord wirklich die Vergewaltigung bzw der Versuch daran voraus? Oder etwas anderes und wie schon richtig geschrieben, wird er jetzt noch erpresst... Oder es lief etwas im grösseren Stil in der Firma ab was im Nachhinein nicht so gut ist, wenns rauskommt?!
Bezüglich Lolita Brieger hat der Zeuge auch sehr lange gebraucht, etwas zu sagen, vielleicht schweigt Martin einfach so, Verdrängung?

Bezüglich der Haare könnte es dann doch sein, wenn die Eltern ausscheiden, das es das Kind nicht ist... gebe ehrlich zu das ich jetzt zu faul zum googlen bin, da ich gerade selbst einen sehr interessanten Fall im Internet lese...
Harry Wörz, wenn euch das etwas sagt... auch so ein Fall, wo man nur den Kopf schütteln kann und muss!!!
Aber wenn der Sohn ausscheidet... wer könnte dann noch blonde Haare haben ? Ein Fremder ? Der Geld vermutete ...denke an einen FF bei Anwälte der Toten ... da musste auch eine junge Frau sterben weil sie den Sanitäter der Firma beim Diebstahl erwischte wie sie Überstunden machte....

Die tödlichen Stiche vermute ich einfach mal ganz frech in Richtung der Familie B ... wer sollte einen Grund haben, sie zu töten ? Verurteilt worden wäre so und so jemanden und dann lieber Martin ans Mesesr liefern er bekommt ja nicht viel als wenn es jetzt auf versuchter Vergewaltigung von M.B. aus ginge oder andere krumme Dinge bezüglich der Firma oder das Vorleben von M.B. oder oder... Ich denke mal wenn es wirklich nur Martin gewesen wäre, wäre er nach ein paar Jahren wegen Totschlag oder gefährlicher Körperverletzung frei gewesen ... evtl htäte er im Nachhinein sich entschuldigt und gut ist.... es muss aber mehr gewesen sein, so das man die Frau definitiv hätte umbringen müssen ...


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