kobra1411 schrieb:Die Jagdwilderei ist das Eine, wenn auch kein Kavaliersdelikt ist es m. E. Aber definitiv um einiges harmloser als das kaltblütige Hinrichten von zwei Menschen
Ee war Wiederholungstäter und hat das gewerbsmäßig gemacht, also hätte er vllt. keine Bewährung mehr bekommen. Trotzdem war der Griff zur Waffe aus rationaler Sicht völlig absurd. Für Wilderei hätten ihm maximal 3 Jahre geblüht. Für einen Doppelmord mit möglicherweise besonderer Schwere der Schuld müsste er erfahrungsgemäß mit 20 Jahren + rechnen.
Andererseits stehen die Motive hinter den allermeisten Morde in keinem rationalen Verhältnis zum Entdeckungsrisiko.
Ob er es von Anfang an einkalkuliert hat, im Notfall zur Waffw zu greifen? Rein rational gesehen dürfte er das nicht, andererseits wird er ja doch als ein ziemlicj gefährlicher Mensch beschrieben und das Jagen bedeutete ihm offenbar viel.
Interessanterweise habe ich vor einiger Zeit mal ein Interview mit einem verurteilten Serieneinbrecher gelesen. Der hat laut eigener Aussage vorab immer Szenarien für Notfälle überlegt und wie er sich dann zu verhalten hat. Oberste Regel war, niemals jemanden zu fesseln oder gar zu verletzen. Nicht weil er ein so toller Mensch ist, sondern weil dadurch sowohl die polizeiliche Aufmerksamkeit als auch das zu erwartende Strafmaß drasrisch in die Höhe gehen würde. Zeugen seien bei Einbrüchen, sofern sie den Täter nicht kennen, sowieso nur begrenzt gefährlich.