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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

156 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Deutschland, Belgien, Interpol ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

30.04.2026 um 10:02
Pressemitteilung des Bundeskriminalamts anlässlich des jüngsten Ermittlungserfolgs:
Die internationale Fahndungskampagne „Identify Me“ hat zu einem weiteren Ermittlungserfolg geführt. Französische Sicherheitsbehörden konnten „die Frau mit der Richmond-Zahnkrone“ als Hakima Boukerouis identifizieren, deren Leiche vor 21 Jahren in Frankreich aufgefunden wurde. Die kriminalpolizeiliche Ermittlungsabteilung der Gendarmerie mit Sitz in Metz, die die Untersuchung leitet, hat zudem die Festnahme eines Verdächtigen im Zusammenhang mit ihrem Tod bestätigt.

Der Fall geht auf den 7. Januar 2005 zurück, als die verstümmelte Leiche einer Frau versteckt in einer Regentonne im französischen Dorf Saint-Quirin entdeckt wurde. Das Opfer war in schwarze Müllsäcke gewickelt und mit Seilen verschnürt worden. Es wird angenommen, dass sie zwischen September und Oktober 2004 starb.

Über zwei Jahrzehnte lang blieb ihre Identität unbekannt. Mittels DNA-Abgleich mit Familienmitgliedern des Opfers gelang der Durchbruch.

Die Identifizierung ist der fünfte Erfolg der internationalen Fahndungskampagne „Identify Me“ und zudem der erste Fall mit einer Festnahme. Da die Ermittlungen und gerichtlichen Verfahren noch andauern, können derzeit keine weiteren Details veröffentlicht werden.
„Identify Me“: Weiteres Opfer in internationaler Fahndungskampagne identifiziert (Bundeskriminalamt)


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

17.05.2026 um 20:11
Bei "Wahre Verbrechen" im ZDF wurde jetzt nochmals der Fall "Die Tote mit dem Little-Italy-Shirt" aufgegriffen.

Screenshot 20260517 191324 Samsung InterOriginal anzeigen (2,2 MB)


Noch immer ist das T-Shirt interessant, welches eventuell ein Urlaubs-Mitbringsel aus New-York war. Bei der Firma Adidas wurde nachgefragt, dieses Shirt wurde ab 1989/1990 hergestellt.


Screenshot 20260517 195907 Samsung InterOriginal anzeigen (4,2 MB)

https://www.zdf.de/play/dokus/true-crime-ermittler-spektakulaere-kriminalfaelle-100/wahre-verbrechen-hannover-1994-unbekannte-tote-cold-case-little-italy-100



Der Cold-Case-Fall wurde u.a. auch hier schon einmal erwähnt...

Beitrag von HolzaugeSHK (Seite 6)

Lange zurückliegende Morde - neu aufgerollt (Seite 18) (Beitrag von 1899Ost)


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

18.05.2026 um 10:44
Zitat von musikengelmusikengel schrieb am 09.10.2024:Der Fall des Mädchens aus dem Main soll wohl auch bei XY vorraussichtlich am 11. Dezember 2024 behandelt werden.
Nun zum Fall aus Frankfurt, über den auch "Aktenzechen XY ... ungelöst" voraussichtlich am 11. Dezember 2024 berichten wird.
Was genau die kriminaltechnischen Untersuchungen zeigten wird nicht näher erwähnt.
Nach dem derzeitigen Stand der kriminaltechnischen Untersuchungen kommt die Jugendliche vermutlich aus dem asiatischen Raum, und hier aus Pakistan, Afghanistan oder Nordindien.
Diese Textilbänder deuten wohl auch auf den pakistanischen , afghanischen oder auch indischen Kulturkreis hin.
Außerdem machte der LKA-Sprecher Angaben, wie man die Leiche aufgefunden hatte. So war der Körper mit angewinkelten, an die Brust gepressten Beinen mit zehn Zentimetern breiten Textilbändern verschnürt und in einen Bettbezug mit Leoparden-Muster sowie ein Betttuch aus Frottee eingewickelt.
Dann hatte man die Leiche mit einem violett-gestreiften Band an den schweren Schirmständer gebunden.
Bei den Textilbändern handelt sich laut LKA um sogenannte "Nalas", die im pakistanischen, afghanischen und auch im indischen Kulturkreis zum Binden von Pluderhosen verwendet werden.
Quelle: https://www.tag24.de/justiz/ungeklaerte-kriminalfaelle/frankfurt-jugendliche-misshandelt-getoetet-und-im-main-versenkt-polizei-rollt-cold-case-wieder-auf-3324250
Das Mädchen wurde identifiziert. Sie war erst 16 Jahre alt. Tatverdächtig und in U-Haft ist der eigene Vater.
https://m.bild.de/regional/frankfurt/nach-25-jahren-ungewissheit-maedchenleiche-aus-dem-main-identifiziert-6a0aa1ebfe7dd15ac3ae86a0


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

25.07.2026 um 17:00
Hallo zusammen,

Ich wollte ein Mal eine Zusammenfassung der bisher gelösten Fälle einstellen. Finde ich für die Übersicht nicht verkehrt. Stand Juli 2026:
Successful identifications

Rita Roberts, a British woman, was identified 31 years after she was murdered in Belgium as a result of this campaign in 2023. A family member recognized her tattoo from news coverage.

Ainoha Izaga Ibieta Lima, from Paraguay, aged 33, whose remains were found in Spain, was identified from her fingerprints in 2025.

Liudmila Zavada, a 31-year-old Russian citizen who died in Spain, was identified through a fingerprint match with a national database in Türkiye. Her identity subsequently confirmed by Russian authorities using kinship DNA analysis.

Eva Maria Pommer, a 35-year-old German citizen, was identified following a tip-off to police in the Netherlands. Subsequent DNA testing confirmed her identity, 21 years after her death.

Hakima Boukerouiswas identified more than 20 years after her death. Following the relaunch of the cold case, French authorities were able to establish her identity through familial DNA searching. A suspect has since been arrested in connection with her death, the first arrest linked to an Identify Me case. Investigations and judicial proceedings remain ongoing.

Diana S., a teenage girl found dead in Germany in 2001 was successfully identified in 2026. Several tips from members of the public led investigators to pursue new leads, ultimately resulting in the arrest of a 67-year-old suspect, the victim’s father.
Quelle: https://www.interpol.int/What-you-can-do/Identify-Me

Ich habe von der Kampagne lange nicht mehr wirklich was in den Medien gehört, bin aber sehr froh, dass sie ins Leben gerufen wurde. Dass doch so einige mehrere Jahrzehnte alte Fälle aufgeklärt werden konnten, ist ein großer Erfolg. Ich bin aber schockiert, dass zum Beispiel die Identität der Frau am Worringer Bruch noch nicht aufgeklärt ist. Alles sehr traurig und tragisch. Wenn es wirklich keine passende Vermisstenfälle zu unbekannten Toten gibt, finde ich weitere Fälle von Leuten, die alleine sind und zum Beispiel aus dem Ausland kommen, wie Liudmilla und Ainoha, gar nicht unwahrscheinlich :(


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

25.07.2026 um 17:09
Ich finds auch nochmal wichtig zu sagen, wie unfassbar ungenau die wiederhergestellten Bilder sind. Bildern kann nicht getraut werden, wenn man versucht, Leute zu identifizieren und Fälle von vermissten Leuten mit unbekannten Toten zu verknüpfen.

Ich glaube, dass man sich das echt ins Bewusstsein rufen muss.

https://www.elpuntavui.cat/punt-divers/article/4-divers/2520279-cas-ainoha-els-interrogants.html
IMG 8308

Vs Interpol

IMG 8307Original anzeigen (0,6 MB)

Ainoha wurde einige Monate nach ihrem Verschwinden schon von ihrem Bruder gesucht, und er wusste, dass sie in Spanien war. Eventuell hätte man den Fall schneller auflösen können… Ich weiß aber auch nicht, wie stark die Behörden international kooperieren.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

26.07.2026 um 13:49
Zitat von CheahaCheaha schrieb:Ich finds auch nochmal wichtig zu sagen, wie unfassbar ungenau die wiederhergestellten Bilder sind. Bildern kann nicht getraut werden, wenn man versucht, Leute zu identifizieren und Fälle von vermissten Leuten mit unbekannten Toten zu verknüpfen.
Danke dafür! Es gibt hier ja öfter (in den Unterschiedlichsten Fällen) große Verwunderung darüber, warum sich denn niemand meldet, wo es doch eine Rekonstruktion oder ein Phantombild gibt, die/das so "gut" ist.

Doch dabei wird dann oft vergessen, dass man nicht wirklich weiß, wie "gut" so etwas ist, bevor man es nicht mit der echten Person vergleichen kann.

Und dass der Methode eben auch, trotz guter Technik, Grenzen gesetzt sind.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

26.07.2026 um 13:56
@brigittsche

Genau. Und hier lagen zwischen Ableben und Auffinden des Körpers nicht so viele Wochen. Alleine schon dadurch, dass manche Leute ewig nicht von Verwandten gesehen werden und sich in der Zwischenzeit verändert haben könnten, kann es ja zu Problemen bei der Identifizierung kommen. Wenn jetzt noch fehlerhafte oder ungenaue Rekonstruktionen dazu kommen, wird es richtig schwierig.

Also alles immer mit Vorsicht genießen.

Ich denke da auch an Langzeitvermisste, die obdachlos werden, und unter psychischen Problemen leiden, oder anderweitig Probleme erfahren. Da Verbindungen zu schlagen ist so schwer… Und Kommentare unter Fundmeldungen wie „Warum wird dieser Mensch nicht vermisst?“ überdenkt man dann doch. Wahrscheinlich werden sie vermisst, sehr sogar.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

26.07.2026 um 15:29
Zitat von CheahaCheaha schrieb:Und Kommentare unter Fundmeldungen wie „Warum wird dieser Mensch nicht vermisst?“ überdenkt man dann doch. Wahrscheinlich werden sie vermisst, sehr sogar.
Ja, ich habe auch hier in vielen Diskussionen um unbekannte Tote die Position vertreten: "Ach, wenn es eine Vermisstenanzeige geben würde, dann hätte man das doch längst gemerkt..." Aber gerade einige Fälle in dieser Rubrik haben mich dazu gebracht, dass ich das nicht mehr so eindeutig sehe: Es scheint auch heute noch aus verschiedenen Gründen nicht so einfach zu sein, Vermisstenmeldungen und unbekannte Tote "zusammenzubringen".

Oder anders ausgedrückt: Es gibt wohl zu deutlich mehr der unbekannten Toten Vermisstenmeldungen, nur kommt man nicht drauf.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

26.07.2026 um 16:17
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Es scheint auch heute noch aus verschiedenen Gründen nicht so einfach zu sein, Vermisstenmeldungen und unbekannte Tote "zusammenzubringen".
Das ist auch etwas, was mich immer wieder irritiert.

Europa sieht sich immer als Einheit, aber bspw. gibt es hier nichts “Offizielles” was einer europaweiten Vermisstendatenbank oder einer Datenbank für unbekannte Tote entspricht; siehe namus in den USA. Namus beinhaltet beides.
Gibt es nicht einmal hier in Deutschland, hier muss man jedes Bundesland einzeln aufrufen und nicht jedes Bundesland veröffentlicht Meldungen. BKA hat ja auch nur einen Teil der Vermissteeldungen.

Aber das ist wohl auch ein Unterschied, wie man “Hilfe von außen” wahrnimmt oder mit ihr umgeht. In Deutschland werden Leute, die sich privat damit beschäftigen, von den Ermittlungsbehörden oft als störend und lästig empfunden, belächelt, kritisiert…die sollen sich nicht einmischen. Selten wird jemandem ein “begründetes Interesse” zugestanden; selbst wenn der Fall 40 Jahre alt ist.

In andern Ländern baut man auch darauf, dass sich mal privat einer hinsetzt und Datenbank Vermisster mit unbekannten Toten abgleicht, was in diesen Ländern natürlich jetzt in zunehmendem Maße durch genealogische Datenbanken erleichtert und/oder abgelöst wird, was aber in Deutschland auch verboten ist.

Das ist sehr schade.

Mittlerweile beschäftige ich mich auch fast nur noch mit ausländischen Vermisstenmeldungen/unbekannten Toten. Einer der wenigen europäischen Fälle, an denen ich dranbleibe, ist der, der unbekannten Toten in Italien, die man 2007 erhängt aufgefunden hat, auch wenn das ein Fall ist, der von den Italienischen Behörden sehr desinteressiert behandelt wurde (bspw. keine Autopsie) und wird. Immerhin wurde sie in die “Identify me”-Kampagne aufgenommen.
Wobei ich immer noch nicht dahintergestiegen bin, nach welchen Kriterien die Fälle ausgesucht werden. Allein Italien hat viele Fälle unbekannter Frauen, die man tot aufgefunden hat.

Für Deutschland verstehe ich es bspw. nicht, dass die beiden unbekannten Frauen, deren sterbliche Überreste 1995 bei Oertingen gefunden wurden nicht dabei sind.

Und es wäre auch nicht verkehrt, so eine Aktion für unbekannte tot aufgefundene Männer ins Leben zu rufen.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

26.07.2026 um 18:31
Das ist auch etwas, was mich immer wieder irritiert.

Europa sieht sich immer als Einheit, aber bspw. gibt es hier nichts “Offizielles” was einer europaweiten Vermisstendatenbank oder einer Datenbank für unbekannte Tote entspricht; siehe namus in den USA. Namus beinhaltet beides.
Gibt es nicht einmal hier in Deutschland, hier muss man jedes Bundesland einzeln aufrufen und nicht jedes Bundesland veröffentlicht Meldungen. BKA hat ja auch nur einen Teil der Vermisstmeldungen.
Doch gibt es, heißt I-Famila -->https://www.interpol.int/How-we-work/Forensics/I-Familia
Ist nur nicht überall bekannt.
Habe ich heute in einem Podcast von Licht-ins-Dunkel gelernt.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

26.07.2026 um 18:54
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Einer der wenigen europäischen Fälle, an denen ich dranbleibe, ist der, der unbekannten Toten in Italien, die man 2007 erhängt aufgefunden hat, auch wenn das ein Fall ist, der von den Italienischen Behörden sehr desinteressiert behandelt wurde (bspw. keine Autopsie) und wird. Immerhin wurde sie in die “Identify me”-Kampagne aufgenommen.
Der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch den Link zum Fall einbinden:

https://www.interpol.int/What-you-can-do/Identify-Me/Countries-in-which-the-bodies-were-found/Women-found-in-Italy/IT04-The-globetrotter


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

26.07.2026 um 21:32
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:In Deutschland werden Leute, die sich privat damit beschäftigen, von den Ermittlungsbehörden oft als störend und lästig empfunden, belächelt, kritisiert…die sollen sich nicht einmischen. Selten wird jemandem ein “begründetes Interesse” zugestanden; selbst wenn der Fall 40 Jahre alt ist.
Naja, wenn man hier die Diskussionen verfolgt, dann sind da aber schon öfter Beiträge zu lesen die, sagen wir mal, recht naiv sind. Da wird dann irgendein Fall herausgegriffen den man halt per google gefunden hat und ganz aufgeregt verkündet, dass es da doch einen Zusammenhang geben könnte. So auf den Niveau "oh, da ist eine junge blonde Frau im Stadtpark überfallen worden und hier war es auch eine junge blonde Frau und es war Nachts in einem Park, das hat doch bestimmt was miteinander zu tun" - dass das dann zeitlich 20 Jahre auseinander liegt, wird nicht beachtet.

Oder wenn hier ständig irgendwelche Fälle mit den üblichen Verdächtigen in Verbindung gebracht werden (Wichmann, Seel, Brückner...), sch....egal dass das 300 km von deren Aufenthaltsort entfernt ist und das Opfer überhaupt nicht ins Schema passt.

Und dann so jemanden, der auf dem Niveau argumentiert oder jetzt per google (oder neuerdigs irgendeine KI) die Lösung gefunden haben will dann irgendwelche Akten mit persönlichen Daten Unbeteiliger zugänglich zu machen, weil er ja ein "berechtigtes Interesse" hat, kann es ja auch nicht sein.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

26.07.2026 um 22:39
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Und dann so jemanden, der auf dem Niveau argumentiert oder jetzt per google (oder neuerdigs irgendeine KI) die Lösung gefunden haben will dann irgendwelche Akten mit persönlichen Daten Unbeteiliger zugänglich zu machen, weil er ja ein "berechtigtes Interesse" hat, kann es ja auch nicht sein.
Das sehe ich auch so. Die Alten werden nicht mal den Angehörigen zugänglich gemacht und das ist meiner Meinung auch richtig so. Denn da stehem jede Menge Informationen drin, die teilweise die persönlichste Intimsphäre des Opfers, seiner Angehörigen und Bekannten und oft sogar völlig fremder Menschen betreffen. Das geht niemanden etwas an.
Und zum zweiten steht in der Regel auch noch jede Menge Täterwissen drin, etwas was nur die Ermittler und der Täter wissen können. Wo kämen wir hin, wenn das jeder beliebige Internet-Sleuth in die Finger kriegen könnte, der es dann auf seinem Youtube-Kanal rausposaunt.

In anderen Ländern ist das auch nicht so rosig, was die Informationsweitergabe an die Öffentlichkeit angeht, in der Hoffnung, das Privatpersonen da Ermittlungseegebnisse produzieren. Insofern weiß ich nicht, auf welches Land und welche Maßnahmen sich diese Ausage bezieht:
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:In andern Ländern baut man auch darauf, dass sich mal privat einer hinsetzt und Datenbank Vermisster mit unbekannten Toten abgleicht, was in diesen Ländern natürlich jetzt in zunehmendem Maße durch genealogische Datenbanken erleichtert und/oder abgelöst wird, was aber in Deutschland auch verboten ist.



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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

27.07.2026 um 15:22
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Oder wenn hier ständig irgendwelche Fälle mit den üblichen Verdächtigen in Verbindung gebracht werden (Wichmann, Seel, Brückner...), sch....egal dass das 300 km von deren Aufenthaltsort entfernt ist und das Opfer überhaupt nicht ins Schema passt
Naja…das ist klar. Allerdings haben sich das die Ermittler (Rentner-Cop plus Rentner-Rechtsmediziber) bei Wichmann selbst zuzuschreiben. Immerhin haben sie ihm eine ganze Homepage mit Verbrechen gewidmet, die jetzt darauf untersucht werden, ob man sie ihm unterschieb…äh nachweisen kann.

Gegen Tote wird nicht ermittelt, es sei denn man heißt Wichmann.

Brückner ist es ähnlich. Er polarisiert und ich verstehe, dass Leute, in deren Umgebung er lebt oder irgendwann leben wird, sich unwohl fühlen. Allerdings ist auch er selbst an die Presse gegangen.
Dennoch…

Es laufen in Deutschland weit mehr unerkannte Serientäter herum, als dass man alle Verbrechen zwei oder dreien zuordnen könnte, müsste oder gar sollte.
Der netteste Nachbar kann bei anderen/in anderer Umgebung der schlimmste und widerwärtigste Straftäter sein.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:So auf den Niveau "oh, da ist eine junge blonde Frau im Stadtpark überfallen worden und hier war es auch eine junge blonde Frau und es war Nachts in einem Park, das hat doch bestimmt was miteinander zu tun" - dass das dann zeitlich 20 Jahre auseinander liegt, wird nicht beachtet.
Da gehe ich schon mit. Viele Verbindungen sind an den Haaren herbeigezogen; ich erinnere mich an die Diskussion in Thread zum Mord an Andrea Wetzler (oder doch Weltzer?)…wo man den ominösen Tom mit dem Tom aus “Tom & Jerry” gleichgesetzt hat.
Bei manchen Fällen drängen sich Ähnlichkeiten auf, wie bspw. bei Tristan Brübach und Markus Wachtel…dass man da einen gemeinsamen Täter sieht, verstehe ich; auch wenn offiziell der Täter von MW gefunden und verurteilt wurde, aber die Zweifel an der Täterschaft verstehe ich.



Was mich eher stört ist, dass, so auch in den “Identify-me”-Fällen, immer Unterschiede gemacht werden. Um das Beispiel aufzugreifen: ein ‘hübsches’ junges weibliches Opfer hat eine größere Lobby, als eine 65-jährige. Und ich durfte hier vor einigen Jahren auch schon einmal lesen, dass doch in Fällen mit älteren Opfern gar nicht mehr ermittelt werden müsste, weil Opfer alt und Leben eh hinter sich usw.
Muss eh in meiner Anfangszeit hier gewesen sein und der Post wurde dann auch gelöscht, aber ist halt keine Einzelmeinung.

Hier auf Allmy ist es weitestgehend ausgeglichen, wobei man auch deutlich sieht, in welchen threads viel diskutiert wird und wer in der Versenkung verschwindet, weil älterer Mann, Milieu usw. Ein Mitgrund, warum ich hier nicht mehr so aktiv bin. Aber ich bin hier auch etwas sensibler geworden (und möchte nicht mehr mit jedem diskutieren), daher lese ich oft nur noch mit. Schreiben wird auch noch weniger, versprochen.
Zitat von CheahaCheaha schrieb:Der Vollständigkeit halber möchte ich hier noch den Link zum Fall einbinden:

https://www.interpol.int/What-you-can-do/Identify-Me/Countries-in-which-the-bodies-were-found/Women-found-in-Italy/IT04-The-globetrotter
Sie hat hier sogar ihren eigenen Thread…

Mysteriöse unbekannte Frau in Italien 2007 erhängt gefunden (Beitrag von HennyHow)

Aber hier sitze ich auch eben privat und schaue mir Vermisstenmeldungen durch. Nicht nur wegen ihr, aber auch…Menschen interessieren mich. Erst recht, wenn diese irgendeinen Knopf bei mir drücken und sei es nur die Ähnlichkeit zu jemandem, den ich kenne.

So…ich bin hier wieder raus und irgendwann ganz, versprochen.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

27.07.2026 um 15:39
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Was mich eher stört ist, dass, so auch in den “Identify-me”-Fällen, immer Unterschiede gemacht werden. Um das Beispiel aufzugreifen: ein ‘hübsches’ junges weibliches Opfer hat eine größere Lobby, als eine 65-jährige. Und ich durfte hier vor einigen Jahren auch schon einmal lesen, dass doch in Fällen mit älteren Opfern gar nicht mehr ermittelt werden müsste, weil Opfer alt und Leben eh hinter sich usw
Das stimmt. Wobei man das aber noch weiterführen könnte: Würde man eine Reihe aufmachen, welche Fälle die größte Aufmerksamkeit finden, dann geht das wohl: Kinder, junge Frauen, ältere Frauen, Männer. Und auch nach Sympathie: Ein Opfer das allgemein als nett und freundlich beschrieben wird, womöglich irgendwo ehrenamtlich aktiv war, nett vom Foto lächelt wird wohl mehr Emotionen auslösen als irgend ein ungepflegter Eigenbrötler der auf dem Foto wie ein richtiger Kotzbrocken wirkt.

Und dann wird wohl auch noch differenziert nach den Umständen: Eine Frau, die eher gedankenlos Kontakte geknüpft hat, kommt schnell in die Gefahr, dass es heißt "Naja, was geht die den auch einfach mit einem fremden Mann mit, weiß doch jeder, dass das gefährlich ist, ich will den Mord ja gar nicht verteidigen, aber..." (Wobei andererseits "Victim Blaming" dann wiederum in der Diskussion gerne als Totschlagargument ausgepackt wird, wenn einem die Argumente ausgehen).

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es schwer ist, sich von solchen Dingen frei zu machen.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

27.07.2026 um 15:45
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Die Alten werden nicht mal den Angehörigen zugänglich gemacht und das ist meiner Meinung auch richtig so. Denn da stehem jede Menge Informationen drin, die teilweise die persönlichste Intimsphäre des Opfers, seiner Angehörigen und Bekannten und oft sogar völlig fremder Menschen betreffen. Das geht niemanden etwas an.
Richtig. Das Problem ist ja auch, dass man eine Info, die erst einmal die Runde macht, heute nicht mehr einfangen kann. Man könnte natürlich die Angehörigen verpflichten, über das, was sie da lesen, strenges Stillschweigen zu bewahren - nur kann niemand garantieren, dass sie das auch einhalten. Es wäre ja auch menschlich total verständlich, wenn sie dann über das, was sie da gelesen haben, mit Freunden oder anderen Vertrauten sprechen wollen.

Aber was dann ein "guter Freund" am Ende doch weitererzählt, weiß man doch nicht. Und wenn es dann erst einmal heißt "die Polizei hat den X im Verdacht" dann macht das die Runde und bei X werden die Scheiben eingeworfen.

Natürlich ist es schlimm für die Angehörigen, wenn sie nur Teile der Infos bekommen. Aber das hat nun mal seine Gründe....


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

27.07.2026 um 17:50
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Kinder, junge Frauen, ältere Frauen, Männer.
Da kannst du auch noch Demografie und Herkunft einbinden. Sei es bei internationalen Fällen oder auch in Deutschland selbst.

Es ist vermutlich gut, sich da auch selbst zu hinterfragen.


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Interpol Black Notice - 22 ermordete Frauen identifizieren

02.08.2026 um 13:56
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb am 27.07.2026:Es wäre ja auch menschlich total verständlich, wenn sie dann über das, was sie da gelesen haben, mit Freunden oder anderen Vertrauten sprechen wollen.
Eben. Und auch bei den Angehörigen kann man nicht davon ausgehen, dass bei ihnen, wenn sie in den Akten von einem Verdacht der Polizei gegen eine bestimmte Person erfahren, der aber nicht beweisbar ist, nicht alle Sicherungen durchbrennen. Dass sie meinen, ihn selber konfrontieren zu müssen, ihm einen Privatdetektiv auf den Hals hetzen oder gar eine Demo vor seinem Haus veranstalten, um ihn aufzufordern, endlich zu gestehen.

Insofern ist es absolt nachvollziehbar und sogar begrüßenswert, dass Angehörige eben keine Einsicht in Ermittlnungsakten haben, solange es nicht zu eine Anklage kommt. Auch wenn das für die Angehörigen sicher oft extrem schwer zu ertragen ist.
Die Mutter von Frauke Liebs hat ja ewig geklagt, um an die Akten zu kommen und hat sich öffentlich darüber sehr entrüstet, dass das für sie eben nicht möglich war, dort Einsicht zu nehmen. Es ging dann immer schnell in die Richtung, die Polizei wolle dadurch irgendwelche Ermittlungspannen vertuschen und sie wolle das alles gerne halt mal selber beurteilen.
Die Intention und die Gedanken verstehe ich sogar, wenn man sich versucht in ihre Situation zu versetzen. Aber auch wenn sie eine gebildete Frau ist, wie will sie denn die Ermittlungsarbeit der Polizei beurteilen und bewerten könne, ohne jegliche Fachkenntnis auf dem Gebiet?
Und dann kommt hinzu, dass so ein Recht dann eben auch für alle Bürger gelten, also auch für ungebildete, weniger kritische oder hoch emotional reagierende. Und auch für jeden Fall, egal wie knapp die Beweislage da ist oder wie viele und welche Personen da im Laufe der Ermittlungen in Verdacht geraten sind.


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