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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

797 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Leiche, Lampertheim ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 13:37
Zitat von ReinaReina schrieb:Frage zur DNA-Übereinstimmung: Würde jemand mit näherem Verwandtschaftsgrad zum Täter freiwillig eine DNA-Probe abgeben, wäre dann doch eine größere Übereinstimmung gegeben, oder?
Das kann man ab dem 2. Grad schon nicht mehr so generell sagen.

Den 1. Verwandtschaftsgrad kann man noch ganz sicher bestimmen.

Aber schon beim 2. Grad wird es nicht mehr so einfach, weil man da schon verschiedene Fälle unterscheiden muss
Fall 2 a) Vollgeschwister (d.h. beide Eltern sind jeweils die gemeinsamen Vorfahren) -> Einfach zu ermitteln, weil ca. 50% Übereinstimmung vs. ca. 25% Übereinstimmung ein deutlicher Unterschied ist.
Fall 2 b) Halbgeschwister (d.h. nur EIN gemeinsamer Elternteil, zählt juristisch ebenfalls als Abstammung 2. Grades) -> Hier wirds bereits schon schwieriger

Denn jemand, der in der "Vollgeschwister"-Abstammungslinie liegt, kann im 3. Grad noch eine höhere Übereinstimmung haben als jemand, der in der "Halbgeschwister"-Abstammungslinie im 2. Grad liegt.

Hinzu kommt dann wie oben beschrieben noch, dass der Vater nicht immer genau 50% seiner väterlichen DNA weitergibt. An das eine Kind gibt er vielleicht 60% der väterlichen DNA und nur 40% der mütterlichen DNA weiter (beim Kind kommen dann 30% und 20% an). An das andere Kind vielleicht umgekehrt ...

Und bereits ab 3. Grad wirds dann schon richtig kompliziert.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 13:47
Zitat von StefanXXXStefanXXX schrieb:Erstens widersprichst Du Dir selbst. Denn wenn Du sagst es ist ein Armutszeugnis, dass die Ermittler da nicht weiterkommen, dann ist das unter dem Strich so viel wie wenn Du sie für blöd bzw. für unfähig hältst, was Du im Satz zuvor aber noch verneint hast.
Schreib doch bitte nicht so einen Unsinn, die Ermittler sind nicht blöd und trotzdem ist es ein Armutszeugnis was diesen Fall betrifft, das sind zwei paar Schuhe, keine Ahnung was du hier bezwecken willst.
Zitat von StefanXXXStefanXXX schrieb:Hinzu kommt dann wie oben beschrieben noch, dass der Vater nicht immer genau 50% seiner väterlichen DNA weitergibt. An das eine Kind gibt er vielleicht 60% der väterlichen DNA und nur 40% der mütterlichen DNA weiter (beim Kind kommen dann 30% und 20% an). An das andere Kind vielleicht umgekehrt ...

Und bereits ab 3. Grad wirds dann schon richtig kompliziert.
Dann soll man diese Infos bitte für sich behalten , was bezweckt man damit?


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 13:55
Zitat von KrawalllbruderKrawalllbruder schrieb:Schreib doch bitte nicht so einen Unsinn, die Ermittler sind nicht blöd und trotzdem ist es ein Armutszeugnis was diesen Fall betrifft, das sind zwei paar Schuhe, keine Ahnung was du hier bezwecken willst.
Wenn hier jemand Unsinn schreibt, dann Du. Du bist nicht richtig über den Fall informiert, kannst kein einziges Argument entkräften aber riskierst ständig eine dicke Lippe.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 14:20
Zitat von KrawalllbruderKrawalllbruder schrieb:Dann soll man diese Infos bitte für sich behalten , was bezweckt man damit?
Das verstehst Du echt nicht? Weil man aus der Tatsache, dass eine Verwandtschaft vorliegt eben z.B. mutmaßen kann, dass der Täter evtl. aus einer ähnlichen Region kommt wie der Getestete. Oder dass er evtl. einen ähnlichen/gleichen Beruf ausübt. Ich habe gerne geholfen.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 14:29
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Wenn ein Verwandter des Täters identifiziert wurde ist doch naheliegend, dass man sich erkundigt, welchen Hintergrund er und andere Erntehelfer in seinen Betrieb haben. Wurden die vielleicht über eine regionale Agentur in ihrer Heimat rekrutiert? Wen hat der Vermittler noch in die Region Lampertheim geschickt? In welchen anderen Betrieben der Umgebung sind Menschen aus der spezifischen Herkunftsregion tätig gewesen?

Schaut man sich, soweit nachvollziehbar, den Stammbaum des Zeugen an: gibt es Nachnamen, die noch bei einem oder mehreren anderen Saisonarbeitern auftauchen?

Dass die Verbindung zwischen Täter und Zeuge sehr weitläufig ist und ggf. diverse Generationen oder Grade dazwischen liegen, kann sein. Muss aber nicht sein. Man kann ja auch Glück haben…

Mich wundert vor diesem Hintergrund schon, dass die Polizei nicht vorwärts kommt und XY bemüht.
Ich gehe ehrlich gesagt schon davon aus, dass genau solche Dinge überprüft wurden bzw. werden. Gerade weil die Ermittler offenbar seinerzeit sämtliche Saisonarbeiter zu einer DNA-Abgabe aufgefordert haben, dürfte der Kreis der damals bekannten Personen bereits ziemlich intensiv abgearbeitet worden sein. Die Frage ist für mich daher eher, warum die neue Y-DNA-Verwandtschaft trotz dieser Ermittlungen bislang nicht zu einer konkreten Person geführt hat. Vielleicht liegt der gemeinsame Vorfahr tatsächlich mehrere Generationen zurück – oder der Täter hatte überhaupt keinen direkten Bezug zu den damaligen Saisonarbeitern.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 14:57
Zitat von DasdeeeenizDasdeeeeniz schrieb:Die Frage ist für mich daher eher, warum die neue Y-DNA-Verwandtschaft trotz dieser Ermittlungen bislang nicht zu einer konkreten Person geführt hat.
Oder ist die Person evtl. durchs Raster gefallen? Also vielleicht jemand der nicht gemeldet war und schwarz gearbeitet hat? Oder jemand der zu Besuch war übers Wochenende, oder nach Arbeit gefragt hat, aber keine bekam?

Wenn von den Saisonarbeitern freiwillig DNA-Proben abgegeben wurden, ist ja auch verzeichnet, wer keine Probe abgegeben hat.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 17:13
Zitat von ReinaReina schrieb:Oder ist die Person evtl. durchs Raster gefallen? Also vielleicht jemand der nicht gemeldet war und schwarz gearbeitet hat? Oder jemand der zu Besuch war übers Wochenende, oder nach Arbeit gefragt hat, aber keine bekam?
Ich könnte mir vorstellen, dass viele der Saisonarbeiter gar nicht mehr vor Ort waren und dann auch keine Probe mehr abgegeben haben.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 19:52
Die Staatsanwaltschaft prüft jetzt die 40 eingegangenen Hinweise.
Der gewaltsame Tod einer Joggerin im südhessischen Lampertheim war diese Woche Thema in der TV-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst", was zu 40 neuen Hinweisen zu dem Fall geführt hat. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Sebastian Knell, mitteilte, würden die Hinweise nun ausgewertet. Weitere Angaben machte er aus "ermittlungstaktischen Gründen" nicht.
Quelle:
https://www.n-tv.de/regionales/hessen/40-Hinweise-nach-TV-Aufruf-zu-toter-Joggerin-id31292873.html


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 21:42
Hallo @alle !


Ich finde es bemerkenswert und ein bischen unheimlich das man öffendlich erklärt hat der Täter sei ein weitläufiger Verwanter eines rumänischen Saisonarbeiter.

In den USA werden mit Hilfe von DNA und Verwandschaftsanalyse ständig irgendwelche unbekannte Tote identifiziert oder Schwerverbrecher ermittelt, da ist das fast schon Routine. Mein bisheriger Eindruck war das man in Europa, besonders in Deutschland, so etwas wie Etnoprofiling oder Ahnensuche so sehr fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Das der Täter ein rumänischer Saisonarbeiter oder Osteuropäer gewesen sein könnte, hätte man auch anders kommunizieren können, da war man schon immer kreativ.

Man höre, sehe und staune, bahnt sich da ein "Gesinnungswandel" bei den Kriminalisten und dem Gesetzgeber an ?


Gruß, Gildonus


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 22:43
Wir und die Polizei denken anscheinend alle viel zu kompliziert, gibt es denn bei den wahrscheinlich nur wenigen Personen, die den DNA Test verweigerten, keinen darunter, welcher sich mit dem DNA Zeugen sehr gut kennt bzw. verwandt ist und den man einfach zwingen könnte zu einem DNA Test, ich meine wie unwahrscheinlich wäre es, wenn die Verwandtschaft nur rein zufällig wäre, ich glaube viel mehr, die zwei sind zusammen dorthin und ich verstehe einfach nicht, wie die Polizei bei so klaren Fakten 2 Jahre lang im Dunkeln tappt.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

gestern um 22:51
Die Ergebnisse von Massengentests dürfen nach den deutschen Gesetzen auch gegen Verwandte des Getesteten verwendet werden, und zwar bis zum 3. Verwandtschaftsgrad. Bedeutet im Umkehrschluss - Ermittlungen im weiteren Verwandtschaftskreis sind nicht zulässig.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

um 00:57
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Ich finde es bemerkenswert und ein bischen unheimlich das man öffendlich erklärt hat der Täter sei ein weitläufiger Verwanter eines rumänischen Saisonarbeiter.
Ich glaube, das das eine ganz typische Masche von xy ist, dem Täter ganz dicht auf den Fersen zu sein, aber noch ein paar Rückkopplungen zu brauchen.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

um 03:58
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Das der Täter ein rumänischer Saisonarbeiter oder Osteuropäer gewesen sein könnte, hätte man auch anders kommunizieren können, da war man schon immer kreativ.
Alerer Wahrscheinlichkeit folgen dürfte das so sein. Da muss man kein hochstehendes Wissen haben, dann ist klar warum das so sein dürfte. Bei XY wurde das schon richtig und mit bedacht ausgesprochen.
Zitat von Kompasskalle74Kompasskalle74 schrieb:Wir und die Polizei denken anscheinend alle viel zu kompliziert,
Wie andere User denken weiss ich natürlich nicht. Aber die Polizei denkt da nicht viel zu kompliziert. Es ist durchaus möglich, dass sich die Suche nach dem Verwandt des rumänischen Saisonarbeiter väterlicher Seite hin zieht. Da er diesen nicht mal kennen muss.
Zitat von Kompasskalle74Kompasskalle74 schrieb:welcher sich mit dem DNA Zeugen sehr gut kennt
DNA Zeugen gibt es nicht.
Zitat von LichtgestähltLichtgestählt schrieb:und zwar bis zum 3. Verwandtschaftsgrad.
In der geraden Linie wäre das bis zu den Ureltern zurück.
Und in der Seitenlinie Onkel und Tanten Neffen und Nichten.

Denke weiter zurück muss auch nicht nach einem Täter gesucht werden.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich glaube, das das eine ganz typische Masche von xy ist, dem Täter ganz dicht auf den Fersen zu sein, aber noch ein paar Rückkopplungen zu brauchen.
So ähnliche Gedanke lese ich immer wieder Mal. Ich halte das für Unfug. Wenn der Täter wie der Aufenthaltsort bekannt ist, wird die Polizei schnell aktiv Handeln.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

um 06:20
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Ich glaube, das das eine ganz typische Masche von xy ist, dem Täter ganz dicht auf den Fersen zu sein, aber noch ein paar Rückkopplungen zu brauchen.
Das glaube ich eher nicht. Es passieren tausende von Verbrechen, bei XY werden monatlich gerade mal 6 oder 7 angesprochen. Die Sendezeit ist also extrem wertvoll und wird sicher nicht regelmäßig für Fälle verplempert, in denen man lediglich eine zusätzliche Bestätigung haben möchte.

Der Vorteil der unschlagbaren Reichweite von XY ist, dass man besonders gut überregional, bundesweit, fahnden kann und Leute ansprechen kann, die möglicherweise anders niemals erreicht werden könnten.

Dass man nur noch den letzten, aber entscheidenden Beweis braucht während man den Täter fast sicher kennt, kommt vor. Das ist aber sicher nicht die Regel. Ich denke hier an die Fälle Dr. Bernhard Benz oder Annette Lindemann.


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Mord an Joggerin im Wald bei Lampertheim

um 08:29
Zitat von VolvicVolvic schrieb:Wenn man den Aufwand von 1300 DNA-Proben nicht gescheut hat, dürfte das Abklappern von Betrieben, die Saisonarbeiter beschäftigen, auch kein Problem sein. So extrem viele Betriebe wird’s da nun auch nicht geben.
Ich befürchte, dass da möglicherweise nur das nächste Umfeld an Betrieben abgefragt wurde, ggf. beschränkt auf Hessen.

Da Lampertheim aber ja an Ba-Wü grenzt und auch nur 25 km von den großen landwirtschaftlichen Betrieben der Pfalz entfernt ist, glaube ich nicht, dass man alle Betriebe abgeklappert hat. Wenn man an der A61 in der Pfalz, 25 km von Lampertheim entfernt, entlang fährt, sieht man unzählige Saisonarbeiter auf den Feldern. Es könnte durchaus sein, dass ein Saisonarbeiter im hessischen Betrieb in einem früheren oder darauffolgelnden Jahr im pfälzischen Betrieb beschäftigt ist. Würde der dann automatisch auch überprüft? Und wie wahrscheinlich ist, dass jeder auch angemeldet arbeitet? Die Unterkünfte sind zum Teil in Containern und Behausungen am Waldrand, mMn viel weniger Behausungen als die Menge an Menschen, die man auf den Feldern sieht.

Noch vor einigen Jahren waren die Polizeibehörden überregional noch nicht mal vernetzt, eine Meldung im hessischen System konnte von den Kollegen z.B. in Mannheim gar nicht abgefragt werden. Das weiss ich aus persönlicher Erfahrung und hatte ich damals echt steinzeitmäßig gefunden, da selbst international die Vernetzung mit den gängigen Systemen besser funktionierte.


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