@Dew genauso habe ich das auch erlebt und empfunden, der Kompanieblock ist der sicherste Ort, im Gegenssatz zum T-Bereich oder draußen das Munlager, einfach weil es keine lohnende Beute gibt, denn die Waffenkammer war doch, so das Empfinden, durch eine stabile Stahltür recht gut gesichert.
Volvic schrieb:...Wobei ich annehme, bei einem stibitzten Müsliriegel hätte man womöglich die Klappe gehalten, aber wenn es um einen Mord geht und damit auch eine Gefahr für alle anderen, wäre das doch wohl von irgendwem an die EB herangetragen worden...
In unserer Kompanie waren die Stuben der Wehrpflichtigen nicht abgeschlossen, die Spinde schon, aber trotzdem standen so Sachen wie Radiorecorder, die kosteten damals ja noch richtig Geld, usw da rum, kann mich eigentlich nur an einen Fall von Kameradendiebstahl erinnern, das wurde aber nicht geheim gehalten, sondern dem Spieß gemeldet, der Täter wurde auch gefunden und auf dem Dienstweg, zu recht, bestraft.
Volvic schrieb:Die Frage ist dann, verpetzt man den Kameraden oder wird er geschützt.
Das ist kein verpetzen sondern melden, und bei Kameradendiebstahl hat eigentlich jeder eine kurze Zündschnur.
Was ich damit sagen will, ist, dass ich deswegen einen Täter aus dem Kompanieumfeld ausschließe, denn vorherige Konflikte können in einer eng zusammenlebenden sozialen Gruppe nicht verheimlicht werden und man entwickelt sehr schnell eine gewisse Loyalität zu seiner Kompanie und ein Mord ist das Unvorstellbare, da hätte niemand eine Zeugenaussage zurückgehalten.