Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

2.644 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Köln, Cold Case ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

24.12.2025 um 12:33
Zitat von Der_SchwabeDer_Schwabe schrieb:Mich würde interessieren, wer da geschlampt hat. Warum wurde das Loch nicht verschlossen?
Ich kann es mir inzwischen nur so vorstellen, dass das Loch von den Benutzern immer wieder so verschlossen wurde, dass es bei flüchtigem Hinsehen gar nicht als Beschädigung im Zaun erkannt wurde. Aber das setzt dann jedesmal nach Benutzung einen gewissen Aufwand voraus, das klingt dann für mich schon nach sehr geplantem Vorgehen.

Ob man sowas macht, um ein paar Hundert Meter Fußweg zu vermeiden? Eher schon, um eine Freundin in die Kaserne zu schmuggeln.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

24.12.2025 um 12:49
Die man dann aber irgendwie an der Wache hätte vorbeischmuggeln müssen. Nur für die Wache selbst wäre solcher Besuch wenig riskant gewesen, wenn sich die Person erst einmal im am WE verlassenen Gebäude befand, war die Gefahr einer Entdeckung gleich Null, weshalb ich nach wie vor der Meinung bin, dass Norbert seinen Mörder kannte und selber einließ. Der Grund für ein derartiges Treffen sei dahingestellt, aber die Gefahr, überrascht zu werden gab es nicht, denn ins Gebäude kam man nur, wenn Norbert aufmachte, und den ominösen Herrn Weber hat Norbert nach dem angeblichen Vorfall mit der verweigerten Unterschrift höchstwahrscheinlich nicht mehr interessiert.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

27.12.2025 um 19:49
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb am 23.12.2025:Urlaubskarten" kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern, und ich glaube nicht, dass es an meinen grauen Zellen liegt.

Wohl aber daran, dass wir während der Grundausbildung die Kaserne nicht im 'Grünzeug' verlassen durften - wohl aber im grauen Ausgehanzug (was niemand tat).
Urlaubskarten kenn ich auch nicht. Dafür mussten bei uns die Stubenschlüssel alle beim GvD abgegeben werden.
Nur waren Freitags (auch Heimschläferkaserne) kaum Leute Freitags in den Stuben, denn bei uns fuhr gefühlt jeder in Grünzeug rein und raus. Außer ein paar, die da keinen Bock drauf hatten und sich umzogen. Mitbekommen, dass Norbert GvD hätte, dürften aber einige, da der Dienst doch meist vormittags (10 Uhr hab ich dunkel im Kopf?) begann und wenn auch viele nichts mitbekommen haben - so einige dürften das dennoch gemerkt haben.
Aber dann spontan auf ne Idee wie geplanten Mord kommen? Ich weiss ja nicht. Zumindest dürfte diesen Heimschläfer ja mal niemand zuhause vermisst haben, wenn er Freitags Mittags nicht daheim ankam, sondern sich im Block versteckt hätte. Handys gab es nicht


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

27.12.2025 um 19:55
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb am 24.12.2025:man sowas macht, um ein paar Hundert Meter Fußweg zu vermeiden? Eher schon, um eine Freundin in die Kaserne zu schmuggeln.
Ich hätte mich das nicht getraut. Zum einen könnte die Luft bleihaltig sein und und erwischt werden ist da auch nicht so geil. Ob man den Ärger samt Delta Foxtrot (vornehm ausgedrückt - schöne Tätigkeiten wie Schränke schleppen in der zusätzlichen Bereitschaft etc) und garantiertem Wochenenddienst zusätzlich für ein paar hundert Meter riskiert? Freitags zum Wochenende?
Die Freundin oder sonstiger Besuch bzw seltsame Aktivitäten sind schon wahrscheinlicher dafür.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

27.12.2025 um 21:01
Bei uns gab es im Jan- März 1988 in der Grundausbildung in Stade solche Urlaubskarten/Wochenendkarten. Die waren immer im UVD Zimmer. Der Feldwebel hat die Freitags für die Soldaten um 12 Uhr immer selbst selbst ausgeteilt, für die Soldaten, die ins Wochenende fahren durften. Uns hat das damals immer zu lange gedauert und wir hatten uns die Freitags schon mal vorher selber abgeholt. Das war dem Feldwebel aufgefallen und alle durften dann ins Wochenende fahren und wir durften bis 14 Uhr 30 noch das Revier reinigen und danach erst ins Wochenende. Das war uns dann eine Lehre und in der Grundausbildung durften wir nur in Zivil aus der Kaserne raus und rein. Erst ab Stammeinheit im 4. Monat durften wir in Zivil in die Kaserne rein oder raus oder in Uniform.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 02:14
Zitat von curtcurt schrieb:Bei uns gab es im Jan- März 1988 in der Grundausbildung in Stade solche Urlaubskarten/Wochenendkarten.
@curt:
Ich bin fast froh, dass es diese Karten in der Grundausbildung bei dir auch gab. Bei mir war's noch etwas früher.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 10:55
hmmm, vielleicht haben wir alle viel zu viel den fokus auf dem eigentlichen mord als auf dem tatortort und hier nicht nur die uvd-stube, sondern die gesamte kaserne. wenn ich jetzt meine kasere mit butzweilerhof vergleiche ging es in butzweilerhof „komisch“ zu. komisch, weil diese vorgänge in anderen kasernen sofortige massnahmen ausgelöst hätten und als besonderes vorkommnis protokolliert worden wären.
ein zaun hatte bei meiner kaserne kein loch, das älter als wenige stunden war. eine tür zu einem gebäude stand nicht weiter offen, besonders, wenn das gemeldet worden war. wer aber konnte dafür sorgen, dass diese zustände aufrechterhalten blieben und warum war das so?
also gab es doch aktivitäten in der kaserne, die es sonst so nicht gab.
jetzt muss man sich fragen, was waren das für aktivitäten und warum wurden sie gedeckt? das können ja nur staatliche aktivitäten gewesen sein, oder, wenn „privat“, war ein teil der kasernenführung irgendwie darin involviert. denn, die zaunwache, bestehend aus wehrpflichtigen, meldet das loch im zaun (warum sollten sie es nicht tun?), und auf die meldung muss irgendwann der ovwa reagieren, und darauf der kasernenkommandant etc.
bei staatlichen aktivitäten (wenn sich zb rein zufällig befreundete westliche nachrichtendienste zur teestunde treffen) führt das selten zum mord. bleiben für mich noch andere „private“ aktivitäten. diese müssen aber zwangsläufig sehr klein, leicht und handlich gewesen sein, sonst fänden diese kaum im mannschaftsgebäude statt und man hätte das gedönse schlecht durch den zaun gebracht. da bleibt jetzt dann nur drogen oder bisserl plutonium über (selbst ein kisterl handgranaten ist schon wieder recht sperrig, von damaligen nachtsichtgeräten reden wir einmal gar nicht). die nähe zu holland spräche jetzt für ersteres (rein spekulativ). und die beteiligten dieses austauschs haben offensichtlich nicht gewusst/gekannt, dass ein diensttausch stattgefunden hat. und jetzt „schlappt“ plötzlich unser uvd in socken in die szenerie, mit dem satz „das muss ich melden“. dreht sich um und geht in sein wachzimmer, greift zum telefonhörer. in dem moment zerschneidet der täter das telefonkabel. ns kennt aber die person des täters, deshalb musste er sterben. folglich liegt doch der schlüssel des falles in der person des eigentlichen uvds, der getauscht hat, der muss ja folglich irgendwie in die vorkommnisse involviert gewesen sein (und sei es mit „hier sind 50,- dm, schalt den fernseher ein und leg dich schlafen)


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 19:21
Die genannten Substanzen hätte man überall sicherer unterbringen können als ausgerechnet in einer Kaserne, oder habe ich da falsche Vorstellungen und es gibt eine Menge abgelegener Winkel und Räume, wo nie jemand vorbeikommt?


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 19:42
Zitat von donbedonbe schrieb:und es gibt eine Menge abgelegener Winkel und Räume, wo nie jemand vorbeikommt?
Eigentlich fällr mir da nur das Privatfach des eigenen Spind ein, da das nur bei begründetem Verdacht geöffnet werden muss und niemand einfach so da reingucken darf
Nur ist das Ding jetzt ja nicht so gross, dass man da kistenweise Zeug lagern könnte.
Ansonsten: es war eine Nachschubkompanie (?), das heißt zb evtl Munition, Benzin, Verpflegung, Autoersatzteile, Schlafsäcke etc - wobei ich natürlich nicht weiss, was davon oder was genau dort alles lagerte.
Panzerkekse und Tütenkaffee werden vermutlich nicht der Grund für Geschäfte sein, Munition etc wär viel zu auffällig und wohl auch nicht im Mannschaftsblock in Massen zum Nachschub gelagert.
Da könnte der Keller höchstens als heimliches Lager gedient haben, wenn gleichzeitig die Bücher gefälscht wären, sonst fällt das doch auf. Außerdem hätte es Abnehmer im grossen Stil geben müssen, denn für nen Blinker oder eine Bremsscheibe macht auch niemand so einen Aufwand.
Da hätten also eine ganze Menge Leute was wissen nüssen oder ahnen können.
Das erscheint mir viel zu aufwendig und risikoreich.
Zitat von pannettonepannettone schrieb:folglich liegt doch der schlüssel des falles in der person des eigentlichen uvds, der getauscht hat, der muss ja folglich irgendwie in die vorkommnisse involviert gewesen sein (und sei es mit „hier sind 50,- dm, schalt den fernseher ein und leg dich schlafen)
Der muss natürlich nicht involviert gewesen sein, weil wir den Grund für den Mord nicht kennen und auch nicht das Szenario.
Zitat von pannettonepannettone schrieb:staatlichen aktivitäten (wenn sich zb rein zufällig befreundete westliche nachrichtendienste zur teestunde treffen) führt das selten zum mord. bleiben
Das stimmt, die kamen normalerweise während der Dienstzeit und nicht in den Mannschaftsblock. Eher zum Stab etc


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 20:06
Wenn man Drogengeschäfte macht, ich halte von der Theorie nicht viel, dann muss es doch nicht in der Nacht am Wochende sein, sondern ganz normal nach Dienstschluss bis meinetwegen 19.30 Uhr.

Wenn man in Zivil mit einer großen Reisetasche aus dem Block kommt und zufällig läuft einem der Spieß über den Weg, dann sagt man freundlich "Guten Abend Herr Hauptfeldwebel" (ohne Gruß, weil man nicht in zivil grüßt) und das wars.
Ebenso an der Wache, das Zivilauto will rausfahren, der Torposten macht das Tor auf und grüßt. Mehr nicht.
Die Eingangskontrolle ist doch nur Truppenausweiß und Parkkarte mit dem richtigen Kennzeichen. Keine Kofferraumkontrolle oder was anderes am Fahrzeug.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 20:24
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:Torposten macht das Tor auf und grüßt. Mehr nicht.
Die Eingangskontrolle ist doch nur Truppenausweiß und Parkkarte mit dem richtigen Kennzeichen. Keine Kofferraumkontrolle oder was anderes am Fahrzeug.
Das stimmt. Vor allem, wenn als Heimschläfer jeden Tag die gleichen Leute rein- oder rausfuhren, kannte man sich zumindest vom Sehen. Auto oder Taschenkontrolle hab ich auch nie erlebt.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 21:11
Zitat von abberlineabberline schrieb:Da könnte der Keller höchstens als heimliches Lager gedient haben, wenn gleichzeitig die Bücher gefälscht wären, sonst fällt das doch auf.
Und genau dieser Gedanke kam mir auch gerade beim Nachdenken über den Fall.

Zunächst einmal muss man bei einer Nachschubeinheit unterscheiden zwischen dem Material, das für andere Einheiten bewegt wird und dem, was zu der Einheit selbst gehört. Ich spreche nicht von Waffen und Munition, sondern Dingen, die z.B. in meiner damaligen Einheit im Keller gelagert wurden - Motorenöl, Werkzeug, Kabel, Funkgeräte, solche Dinge.

Wer das System der Bundeswehr betrachtet, weiß, dass es scheinbar eine gewisse Notwendigkeit zum Anlegen von "Schwarzbeständen" gibt, d.h. ein Plus an vorhandenem Material, um bei routinemäßigen Überprüfungen nicht negativ aufzufallen, denn Schwund ist immer und überall, wo Material verwaltet wird.

Anders, als wir uns das hier vorstellen, könnte auch ein Zuviel an Material auf einmal zum Problem geworden sein- weil vielleicht wirklich jemand auf einmal genau den Bestand überprüfen wollte. Und dabei lässt sich ein deutlicher Überbestand fast genauso schwer erklären wie ein Fehlbestand.

Wie gesagt, vielleicht wollte mal wirklich jemand gründlich kontrollieren.

Anders ausgedrückt, könnte jemand versucht haben, während der Dienstzeit von N. St. einen Überbestand zu beseitigen, und wurde dabei von ihm erwischt. Wenn dieser zu diesem Zeitpunkt bereits abgebaut bzw. weggebracht worden war, fiel das vielleicht niemandem auf, der nicht ohnehin etwas von dem Schwarzbestand wusste.

Denn der Bestand stimmte dann ja annähernd, als das Opfer aufgefunden wurde. Jedenfalls schien nichts zu fehlen.


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 21:57
@sallomaeander
Zitat von sallomaeandersallomaeander schrieb:Wer das System der Bundeswehr betrachtet, weiß, dass es scheinbar eine gewisse Notwendigkeit zum Anlegen von "Schwarzbeständen" gibt, d.h. ein Plus an vorhandenem Material, um bei routinemäßigen Überprüfungen nicht negativ aufzufallen, denn Schwund ist immer und überall, wo Material verwaltet wird.
Ich hab es so in Erinnerung, dass sich der Bedarf von manchen Sachen am Verbrauch des Vorjahres orientierte. Wenn also verhältnismäßig wenig Benzin verbraucht wurde, fuhren die LKW gegen Ende des Jahres auch mal "Extrarunden", um den Bedarf für das kommende Jahr auf jeden Fall ausreichend zu bekommen.
Wenn jetzt jedes Jahr meinetwegen mehr Ersatzteile, Werkzeug etc bestellt wurden als benötigt, wäre es denkbar, dass manche sich da heimlich bedient hätten.
Gegenargument: das hätte mehr als eine Person gewusst und es ging um Mord.
Zum anderen: wären die mit ihren Kisten vor dem Fenster des GvD vorbeigelaufen bzw musste man vom Keller zum Zaun dort vorbei?
Und die Kellertür offen stehen zu lassen, wäre super auffällig.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 22:10
in den 80er-Jahren waren Drogen noch kein so grosses Thema wie heute. Und in BW-Kasernen schon mal gar nicht. Ihr könnt es drehen und wenden wie ihr wollt. Es ergibt einfach keinen Sinn, dass ein anderer Soldat hinter dem Mord an dem harmlosen Stolz steht. Ich bleibe bei meiner meinung vom völlig fremden Psycho-Täter! Schon alleine die Übertötung spricht dafür, dass hier ein komplett Irrer von Außerhalb am Werk war. Die gravierenden Sicherheitsmängel hätten das defintiv möglich gemacht!


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

28.12.2025 um 22:59
Zitat von alex32alex32 schrieb:in den 80er-Jahren waren Drogen noch kein so grosses Thema wie
Das kenn ich aber noch anders. Ende der 80er war schon mächtig was los.
War in den siebziger und achtziger Jahren Heroin 2 bei den harten Drogen das bevorzugte Rauschmittel...
, drängt seit Mitte der achtziger Jahre das Kokain...auf den bundesdeutschen Drogen-markt. So überstieg 1986 die sichergestellte Kokainmenge erstmals die des Heroins, 1990 wurde mit 2474 Kilogramm gar dreimal soviel Kokain wie Heroin beschlagnahmt
Quelle: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/archiv/537243/drogenmarkt-deutschland-die-szene-im-wandel/
53 Drogentote gab es in Bremen 1989, die Zahl liegt „nur“ um 40% höher als die von 1988. In Nordrhein-Westfalen waren es 60%. In Hessen hat sich die Toten-Zahl verdreifacht.
Quelle: https://taz.de/!1786641/
Aus Verdruß über eine weitgehend wirkungslose Rauschgiftpolitik schließen sich immer mehr Bundesbürger zu Anti-Drogen-Initiativen zusammen. Einige der Gruppen kämpfen lediglich dafür, daß der örtliche »Spielplatz kein Dealplatz« wird, andere wollen nach ausländischem Vorbild selbst »hart durchgreifen«.
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/nicht-von-puderzucker-reden-a-f5200db6-0002-0001-0000-000013496349

Ein komplett Außenstehender ist nicht ausgeschlossen, allerdings halte ich ein internes Szenario für wahrscheinlicher. Wissen tun wir es alle natürlich nicht.
Auch eine Drogendealer Geschichte ist nur eine von vielen Möglichkeiten, zugegeben auch nicht meine bevorzugte, das hätte man vermutlich draussen einfacher machen können. Aber das Thema war auch in den 80ern schon groß.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

29.12.2025 um 09:56
@sallomaeander
wie soll ein W15 dahinter kommen, das das Zeug in Kellerraum xy ein Schwarzbestand ist?

Schwarzbestände haben ja auch eine Versorgungsnummer und nur derjenige, der sie bunkert, weiß dann noch, das es ein Schwarzbestand ist.

Natürlich hat jede Kompanie irgendwo kleine Vorräte, damit der Laden auch mal auf dem kleinen Dienstweg läuft, wie diese kleinen Betände entstanden, braucht man hier nicht zu erläutern.
Im Butzweilerhof wurden ja keine Waffen oder Munition umgeschlagen, einen großen Schwartzhandel mit Material kann kann ich mir nicht denken und wenn ja, wieso sollte ein W15 das rausbekommen.
Norbert hatte den Staplerschein, da fragt man nicht bei jedem Auftrag nochmals sicherheitshalber im Geschäftszimmer nach, ob der Befehl auch richtig verbucht ist.


2x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

29.12.2025 um 10:21
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:Schwarzbestände haben ja auch eine Versorgungsnummer und nur derjenige, der sie bunkert, weiß dann noch, das es ein Schwarzbestand ist.

Natürlich hat jede Kompanie irgendwo kleine Vorräte, damit der Laden auch mal auf dem kleinen Dienstweg läuft, wie diese kleinen Betände entstanden, braucht man hier nicht zu erläutern.
Bei uns waren tatsächlich die DM 54 (Blitzknallsatz) und die DM 12 (Sah aus wie eine Stabhandgranate) sowie Nebeltöpfe "Handelsware". Die Losnummern wurden vor Abgabe rausgekratzt. Da wir entsprechenden Durchsatz hatten fiel das nie auf. Auch die MG-Gurte mit Messingplatzpatronen waren sehr beliebt. Das waren aber Eierdiebereien, für die man nicht morden würde.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

29.12.2025 um 12:12
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:Natürlich hat jede Kompanie irgendwo kleine Vorräte, damit der Laden auch mal auf dem kleinen Dienstweg läuft, wie diese kleinen Betände entstanden, braucht man hier nicht zu erläutern.
Also stimmst Du mir grundsätzlich zu, dass es diese "kleinen Vorräte" gegeben haben kann.

Nun hat ja bekanntermaßen N. St. den Dienst anstelle eines Kameraden geleistet. W15 oder nicht, seine Dienstauffassung wurde als korrekt beschrieben, und möglicherweise hat er hingeschaut, wo jemand anderer an seiner Stelle weggeschaut und mit den Schultern gezuckt hätte.

Das hier beschriebene "Edeka" (Ende der Karriere) kann als Befürchtung mMn in letzter Konsequenz ein Mordmotiv darstellen.

"Du hältst die Klappe, ist das klar?" - "Ich rufe jetzt den OvWA!"

Die "Löcher im Zaun" versinnbildlichen ja geradezu eine gewisse Kreativität bei der Dienstauffassung an jenem Standort.


melden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

31.12.2025 um 09:30
meine güte, eine kaserne und eine nachschubkompanie ist doch der idealste drogenumschlagsplatz. hier finden definitiv keine zufallskontrollen der polizei statt und der nachschub fährt das zeug perfekt spazieren. ich erinnere mich als aufkam, dass unser hausmeister im heizungskeller der anwaltskanzlei drogen versteckt hatte. ebenso ideal.
und das kann ich mir eben sehr gut vorstellen, jemand im heizungskeller sitzt bei offenem versteck und sortiert die tüten, und in dem moment steht norbert in socken hinter ihm, oder ihnen. am besten ein externer und ein interner, den sowas läuft nicht ohne internen support…


1x zitiertmelden

Rätselhafter Mord an Norbert Stolz, 23. Juni 1989

31.12.2025 um 14:22
Zitat von pannettonepannettone schrieb:jemand im heizungskeller sitzt bei offenem versteck und sortiert die tüten, und in dem moment steht norbert in socken hinter ihm, oder ihnen. am besten ein externer und ein interner, den sowas läuft nicht ohne internen support…
Und was hätte Norbert im Keller gesucht? Zum einen gehörte der eher nicht zum Kontrollgang (würde mich wundern, bei uns zumindest nicht) und einen extra Schlüssel hätte er vermutlich auch gebraucht.


melden