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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

1.366 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Vermisstenfall, Allgäu ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 14:58
@Wutbürger
Für mich klingt das Verhalten des Kindes nach Trauma absolut schlüssig. Und welchen Vorteil sollte das Kind oder seine Mutter haben, zu lügen, damit der Vater lebenslang ins Gefängnis geht? Ich las jetzt nichts von Sorgerechtsstreitigkeiten und die Besuche des Jungens waren offenbar damals geregelt.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 15:03
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Vielleicht wissen wir aber auch zu wenig.
Puh, dafür hast du aber ganz schön viel Meinung...

Ich habe schon einiges erlebt und zum Teil erst Jahre später begriffen, was mir widerfahren ist oder was da eigentlich passiert ist.
Wie muss es dann erst einem kleinen Jungen gehen, der Zeuge eines Mordes/Todschlages wurde der auch noch von seinem Vater begangen wurde?!


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 15:51
@CurlySue_
@111Birdy111

Ich habe weder ein Trauma verneint, noch insinuiert, dass jemand einen Vorteil aus einer Lüge hat.

Ich habe lediglich gesagt, dass ich das, was in diesem Zusammenhang im Raum steht, für wenig plausibel halte und habe das begründet.

Es mag auch sein, dass es so gewesen ist.


Ich bin aus einer anderen Richtung auf diese Thematik gestoßen- vielleicht hilft das zum Verständnis.

Seit langem ist der Tatablauf zumindest in groben Zügen bekannt. Und ich denke, es ist auch bekannt, dass der Junge zum relevanten Zeitpunkt in irgendeiner Form dort zugegen war.

Ich hätte jetzt in meiner Naivität vermutet, dass aufgrund der ganzen Umstände, schon frühzeitig eine umfängliche therapeutische Unterstützung hinzugezogen wurde.

Ich bin zwei oder drei Dörfer weiter aufgewachsen und zumindest dort war es jetzt nicht so an der Tagesordnung, dass der Vater von Klassenkameraden überregional als Mörder durch die Presse gereicht wurde und ein Kind -zumindest mutmaßlich- noch dabei war (davon muss ja nach den Erkenntnissen ausgegangen werden). Ich hätte jetzt gedacht, dass da sowohl das Kind selbst, als auch das Umfeld entsprechend betreut (und eben gerade diese Art der Konfrontation des Kindes abgefangen) wird.

Vielleicht ist man heute auch abgebrühter...? Sei`s drum... Ist jetzt ja nicht so entscheidend.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 16:16
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Seit langem ist der Tatablauf zumindest in groben Zügen bekannt. Und ich denke, es ist auch bekannt, dass der Junge zum relevanten Zeitpunkt in irgendeiner Form dort zugegen war.
Möglicherweise erzählte der Vater, dass die Kinder zum Tatzeitpunkt geschlafen haben, so dass man sich zunächst nicht veranlasst sah, dem Jungen weitere Hilfe zukommen zu lassen? Wir wissen ja auch gar nicht, in wieweit er von der Polizei befragt worden ist und was er da erzählte oder auch nicht.
Das Trauma hattest du anerkannt, ja.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 18:13
Der zitierte Beitrag von CorvusCorax wurde gelöscht. Begründung: Spendenaktionen sind hier nicht gestattet
Ja, diese Kampagne konnte ich noch nie richtig einordnen. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass diese in erster Linie als Plattform zur Erzielung von Aufmerksamkeit/Reichweite und weniger des Geldes wegen initiiert wurde. Zumindest ist ja die finanz. Leistungsfähigkeit der Schwester inzwischen bekannt.

Ob das Kind vom TV auch in die Betreuung einbezogen wurde, ist allerdings nicht bekannt.
Zitat von CurlySue_CurlySue_ schrieb:Möglicherweise erzählte der Vater, dass die Kinder zum Tatzeitpunkt geschlafen haben, so dass man sich zunächst nicht veranlasst sah, dem Jungen weitere Hilfe zukommen zu lassen? Wir wissen ja auch gar nicht, in wieweit er von der Polizei befragt worden ist und was er da erzählte oder auch nicht.
Zunächst schon- da bin ich bei Dir. Aber das Geständnis liegt ja nun schon eine gewisse Zeit zurück.

Was ich damit sagen will: Aus der Perspektive der Mutter (Ex vom TV):

Ich weiß von einem Tötungsdelikt vom Vater meines Kindes im gleichen Haus, in dem mein Kind damals zu Gast war. Also werde ich als Mutter doch in 9 Monaten mich mal mit der Frage auseinandergesetzt haben, inwieweit mein Kind dort "Involviert" war und das aufarbeiten?? Ob über das direkte Gespräch, mit Hilfe eines Therapeuten, was auch immer...

Ein weiterer Aspekt ist für mich, dass mein Kind zu 99,9% -über kurz oder lang- auf eine unbekannte Weise damit konfrontiert werden wird. Auch dafür wollen doch Vorbeugungen getroffen werden?

Kann ja sein, dass das Kind etwas Falsches oder auch nichts erzählt hat. Halte ich aber in Zusammenarbeit mit Therapeuten für unwahrscheinlich.
Damit wären wieder am Anfang meiner Meinung- dann muss er ganz schön was verdrängt haben...


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 18:27
Aber wer sagt denn, dass der Junge nicht schon in Therapie war?
Wir wissen doch gar nicht, ob der Junge nicht schon seit Monaten therapeutische Unterstützung bekommt. Vielleicht leidet er unter Ängsten, Schlafproblemen oder anderen Folgen des Erlebten und wird deshalb bereits von Anfang an begleitet, ohne das Wissen was der Junge alles tatsächlich miterlebt hat.

Eine Therapie bedeutet ja nicht, dass ein Kind sofort alles erzählt, was passiert ist. Gerade bei so jungen Kindern geht es doch oft erst einmal darum, Sicherheit zu geben und sie zu stabilisieren. Wenn ein Kind bestimmte Erinnerungen verdrängt oder aus Angst nicht darüber sprechen kann, wird man das nicht einfach aus ihm "herausquetschen". Ich halte es durchaus für möglich, dass er erst durch einen späteren Auslöser – zum Beispiel die Frage eines Mitschülers – über das Erlebte sprechen konnte.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 18:48
Zitat von Happy_LaureenHappy_Laureen schrieb:Aber wer sagt denn, dass der Junge nicht schon in Therapie war?
Niemand? Wie gesagt- unklar.
Zitat von Happy_LaureenHappy_Laureen schrieb:Ich halte es durchaus für möglich, dass er erst durch einen späteren Auslöser – zum Beispiel die Frage eines Mitschülers – über das Erlebte sprechen konnte.
Ich halte es auch für möglich, aber unwahrscheinlich (aufgrund Kontext).

Mehr nicht.



Früher waren mal Foren dazu da, verschiedene Sichtweisen zu besprechen und zu erörtern. Ist das nicht mehr so? Bin eben seit Jahren nicht mehr so aktiv...


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 18:52
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Früher waren mal Foren dazu da, verschiedene Sichtweisen zu besprechen und zu erörtern. Ist das nicht mehr so? Bin eben seit Jahren nicht mehr so aktiv...
Ja, genau darum geht es doch im Forum – verschiedene Sichtweisen auszutauschen. Ich wollte deine Einschätzung auch gar nicht schlechtreden oder ausschließen. Ich wollte nur eine andere Möglichkeit aufzeigen, die ich für plausibel halte.

Wir wissen nicht, was tatsächlich passiert ist. Deshalb finde ich es sinnvoll, auch die Möglichkeit mitzudenken, dass der Junge bereits Hilfe bekommen hat, aber aus Angst, Schock oder aufgrund seines Alters erst viel später über das Erlebte sprechen konnte. Das schließt deine Sichtweise ja nicht aus – wir kennen die Hintergründe einfach nicht.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 19:01
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Was ich damit sagen will: Aus der Perspektive der Mutter (Ex vom TV):

Ich weiß von einem Tötungsdelikt vom Vater meines Kindes im gleichen Haus, in dem mein Kind damals zu Gast war. Also werde ich als Mutter doch in 9 Monaten mich mal mit der Frage auseinandergesetzt haben, inwieweit mein Kind dort "Involviert" war und das aufarbeiten?? Ob über das direkte Gespräch, mit Hilfe eines Therapeuten, was auch immer...
Ich kann dir jetzt nicht ganz folgen. Von welche Mutter und welcher Ex des TV sprichst du? Valerie war doch die Mutter des Jungen, der aber von einem früheren Partner ist.


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10.07.2026 um 19:44
Hier wird der Sachverhalt nochmal geschildert:

https://www.kreisbote.de/lokales/allgaeu/lauben-memmingen-landgericht-totschlag-mann-kontrolle-macht-sohn-tat-beobachtet-gewalt-toetung-94305493.html

@CorvusCorax
Die Spendenaktion darf nicht mehr verlinkt werden. Es soll für sowas im Forum keine Werbung gemacht werden.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 19:59
Zitat von CurlySue_CurlySue_ schrieb:Hier wird der Sachverhalt nochmal geschildert:
Korrekt.

Und auch dort wird explizit gesagt, dass der Vater seine Geldbörse mit 30.000€ gezeigt habe.

Weiterhin hat der Junge (8) eine fehlende Schaufel wahrgenommen.

Die Sache und der Verbleib von Valerie habe ihm keine Ruhe gelassen.
Fragen danach wurden von den Großeltern wurden immer wieder schroff abgeblockt.






Aber ja, seiner leiblichen Mutter hat er erst was erzählen können, als ein Mitschüler ihn nach 9 Monaten angesprochen habe und er hat auch die Tötung miterlebt.

Für mich nicht stimmig - aber dabei belasse ich es dann auch.


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10.07.2026 um 20:05
@Wutbürger
Es muss ja auch für dich nicht passen, sondern nur der Wahrheit entsprechen. Und die stellte ich bezüglich des Jungens zu keinem Zeitpunkt infrage. Eben weil Psyche oftmals nicht logisch funktioniert. So ist für mich Verhalten A kein Ausschlusskriterium für ein späteres Verhalten B. Vielleicht bekam der Junge durch seinen Schulkameraden auch Flashbacks? Who knows.


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10.07.2026 um 20:11
Zitat von Happy_LaureenHappy_Laureen schrieb:Ja, genau darum geht es doch im Forum – verschiedene Sichtweisen auszutauschen. Ich wollte deine Einschätzung auch gar nicht schlechtreden oder ausschließen. Ich wollte nur eine andere Möglichkeit aufzeigen, die ich für plausibel halte.
Eben- das ist auch okay so...

Für mich persönlich war es nur unplausibel, weil der gleiche Junge auch gesagt haben soll, dass ihm das keine Ruhe gelassen haben soll und er an verschiedenen Stellen nachgefragt habe und abgewiesen worden sei.

Wäre ich zynisch, würde ich sagen: er hat nach dem Verbleib von jemandem gesucht, dessen Tötung er zuvor miterlebt hat, aber ich bin nicht zynisch.

Daher hatte ich mindestens Zweifel angemeldet.

Aber dann sind wir uns ja einig :-)


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

10.07.2026 um 20:27
@Wutbürger
Na der Vater erzählte dem Jungen doch eine Story bezüglich des Verbleibs von Valerie. Ich finde es eher rührend, dass er seine Stiefmutter gesucht hat. Sie hätte ihm ja auch egal sein können. Und so wie der Vater sich meiner Meinung nach nicht sicher gewesen ist, ob sie auch wirklich tot war (deshalb möglicherweise die Folie um ihr Gesicht und die verbundenen Hände), so zweifelte vielleicht auch der Junge daran. Zumal Tote ja oft so aussehen, als würden sie schlafen. Kommt noch dazu ihr Auto, das er nach der Tat wegfahren gehört haben will.
Für mich ist an seiner Darstellung gar nichts zweifelhaft („Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit“) und ich hoffe, er kann das Erlebte irgendwann irgendwie verarbeiten.


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11.07.2026 um 17:14
Zitat von CurlySue_CurlySue_ schrieb:Für mich ist an seiner Darstellung gar nichts zweifelhaft („Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit“) und ich hoffe, er kann das Erlebte irgendwann irgendwie verarbeiten.
Ja, die Schilderungen des Kindes sind absolut plausibel und glaubwürdig. Es gibt keinen Grund, sie in Zweifel zu ziehen.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

17.07.2026 um 14:34
Zuletzt hat ein Anwalt im Prozess ausgesagt
Demnach soll die Frau laut AZ sogar offene Unterhaltszahlungen des verschuldeten Angeklagten übernommen haben. Und das, obwohl sie „total erzürnt“ gewesen sei, weil er ihr die Kinder aus einer früheren Beziehung verschwiegen hatte. Sie soll auch beabsichtigt haben, einen Teil der Schulden des Mannes zu übernehmen – für einen Anteil am Haus. Dazu kam es aber nicht.
https://rt1.imsueden.de/neue-details-im-prozess-um-getoetete-mutter-aus-lauben-863820/


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

19.07.2026 um 22:03
Hier noch die nächsten Termine
Fortsetzungstermine:
20.07.2026, 09:00 Uhr
21.07.2026, 16:00 Uhr
22.07.2026, 16:00 Uhr
29.07.2026, 16:00 Uhr
30.07.2026, 16:00 Uhr
03.08.2026, 16:00 Uhr
06.08.2026, 09:00 Uhr
07.09.2026, 16:00 Uhr
Quelle: https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/landgericht/memmingen/gerichtstafel.php


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20.07.2026 um 01:30
Dankeschön! Dann bin ich mal gespannt, was heute nach außen dringt von der Verhandlung.


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21.07.2026 um 08:43
Gestern nahm ein Therapeut als Zeuge im Gerichtssaal Platz - aussagen durfte er nicht, sprach aber eine kryptische Botschaft seines Patienten aus:
Beim Prozess um die getötete Mutter von Lauben ist nun ein Therapeut vor dem Landgericht Memmingen gewesen. Laut AZ behandelt er den Sohn des Angeklagten. Nach Angaben der Mutter des Kindes soll der 8-jährige den Vater beobachtet haben, als dieser seine 36-jährige Lebensgefährtin umgebracht hat. Aussagen durfte der Therapeut allerdings nicht. Er hatte aber eine Botschaft des Sohns an den Angeklagten dabei, nämlich „Dass der Papa es sagt“. Was damit gemeint ist, blieb unklar. Heute Nachmittag wird der Prozess fortgesetzt.
Lauben-Prozess - Therapeut mit Botschaft des Sohns (Hitradio RT1)


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21.07.2026 um 08:53
@LackyLuke77
Danke für das Update, ich fand nämlich gestern nichts dazu.

Na was der Junge damit sagen will, ist wohl (für uns und alle anderen) offensichtlich. Bin gespannt, wie es weitergeht.


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