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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

1.338 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Vermisstenfall, Allgäu ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

um 14:58
@Wutbürger
Für mich klingt das Verhalten des Kindes nach Trauma absolut schlüssig. Und welchen Vorteil sollte das Kind oder seine Mutter haben, zu lügen, damit der Vater lebenslang ins Gefängnis geht? Ich las jetzt nichts von Sorgerechtsstreitigkeiten und die Besuche des Jungens waren offenbar damals geregelt.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

um 15:03
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Vielleicht wissen wir aber auch zu wenig.
Puh, dafür hast du aber ganz schön viel Meinung...

Ich habe schon einiges erlebt und zum Teil erst Jahre später begriffen, was mir widerfahren ist oder was da eigentlich passiert ist.
Wie muss es dann erst einem kleinen Jungen gehen, der Zeuge eines Mordes/Todschlages wurde der auch noch von seinem Vater begangen wurde?!


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

um 15:51
@CurlySue_
@111Birdy111

Ich habe weder ein Trauma verneint, noch insinuiert, dass jemand einen Vorteil aus einer Lüge hat.

Ich habe lediglich gesagt, dass ich das, was in diesem Zusammenhang im Raum steht, für wenig plausibel halte und habe das begründet.

Es mag auch sein, dass es so gewesen ist.


Ich bin aus einer anderen Richtung auf diese Thematik gestoßen- vielleicht hilft das zum Verständnis.

Seit langem ist der Tatablauf zumindest in groben Zügen bekannt. Und ich denke, es ist auch bekannt, dass der Junge zum relevanten Zeitpunkt in irgendeiner Form dort zugegen war.

Ich hätte jetzt in meiner Naivität vermutet, dass aufgrund der ganzen Umstände, schon frühzeitig eine umfängliche therapeutische Unterstützung hinzugezogen wurde.

Ich bin zwei oder drei Dörfer weiter aufgewachsen und zumindest dort war es jetzt nicht so an der Tagesordnung, dass der Vater von Klassenkameraden überregional als Mörder durch die Presse gereicht wurde und ein Kind -zumindest mutmaßlich- noch dabei war (davon muss ja nach den Erkenntnissen ausgegangen werden). Ich hätte jetzt gedacht, dass da sowohl das Kind selbst, als auch das Umfeld entsprechend betreut (und eben gerade diese Art der Konfrontation des Kindes abgefangen) wird.

Vielleicht ist man heute auch abgebrühter...? Sei`s drum... Ist jetzt ja nicht so entscheidend.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

um 16:16
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Seit langem ist der Tatablauf zumindest in groben Zügen bekannt. Und ich denke, es ist auch bekannt, dass der Junge zum relevanten Zeitpunkt in irgendeiner Form dort zugegen war.
Möglicherweise erzählte der Vater, dass die Kinder zum Tatzeitpunkt geschlafen haben, so dass man sich zunächst nicht veranlasst sah, dem Jungen weitere Hilfe zukommen zu lassen? Wir wissen ja auch gar nicht, in wieweit er von der Polizei befragt worden ist und was er da erzählte oder auch nicht.
Das Trauma hattest du anerkannt, ja.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

um 17:45
Zitat von WutbürgerWutbürger schrieb:Ich hätte jetzt in meiner Naivität vermutet, dass aufgrund der ganzen Umstände, schon frühzeitig eine umfängliche therapeutische Unterstützung hinzugezogen wurde.
In der von der Schwester der Getöteten initiierten gofundme-Spendenkampagne wurde damals angegeben, dass die Spenden auch für Therapeuten und Betreuer der Kinder verwendet werden sollen. Das war zu dem Zeitpunkt, als Valerie noch als vermisst galt. Mit dem Tod von Valerie wird die Notwendigkeit einer Therapie/Betreuung noch dringender gewesen sein.
In dieser schweren Zeit kommen neben der emotionalen Last auch unerwartete finanzielle Belastungen auf uns zu. Um den Kindern und engsten Angehörigen die Stabilität und Geborgenheit zu geben, die sie jetzt so dringend brauchen, möchten wir die bestmögliche Betreuung organisieren.

Wir wollen ihnen mit Therapeuten und Beratern zur Seite stehen, die ihnen helfen, mit dieser unbegreifliche Situation zurecht zu kommen.

Darüber hinaus muss der "neue Alltag" bestritten werden. Auch hier kommen wir in Situationen die Fachkräfte und Hilfe von außen erfordern.
Quelle:

https://www.gofundme.com/f/hilfe-fur-die-kinder-der-seit-050825-vermissten-valerie


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

um 18:13
Zitat von CorvusCoraxCorvusCorax schrieb:In der von der Schwester der Getöteten initiierten gofundme-Spendenkampagne wurde damals angegeben, dass die Spenden auch für Therapeuten und Betreuer der Kinder verwendet werden sollen. Das war zu dem Zeitpunkt, als Valerie noch als vermisst galt. Mit dem Tod von Valerie wird die Notwendigkeit einer Therapie/Betreuung noch dringender gewesen sein.
Ja, diese Kampagne konnte ich noch nie richtig einordnen. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass diese in erster Linie als Plattform zur Erzielung von Aufmerksamkeit/Reichweite und weniger des Geldes wegen initiiert wurde. Zumindest ist ja die finanz. Leistungsfähigkeit der Schwester inzwischen bekannt.

Ob das Kind vom TV auch in die Betreuung einbezogen wurde, ist allerdings nicht bekannt.
Zitat von CurlySue_CurlySue_ schrieb:Möglicherweise erzählte der Vater, dass die Kinder zum Tatzeitpunkt geschlafen haben, so dass man sich zunächst nicht veranlasst sah, dem Jungen weitere Hilfe zukommen zu lassen? Wir wissen ja auch gar nicht, in wieweit er von der Polizei befragt worden ist und was er da erzählte oder auch nicht.
Zunächst schon- da bin ich bei Dir. Aber das Geständnis liegt ja nun schon eine gewisse Zeit zurück.

Was ich damit sagen will: Aus der Perspektive der Mutter (Ex vom TV):

Ich weiß von einem Tötungsdelikt vom Vater meines Kindes im gleichen Haus, in dem mein Kind damals zu Gast war. Also werde ich als Mutter doch in 9 Monaten mich mal mit der Frage auseinandergesetzt haben, inwieweit mein Kind dort "Involviert" war und das aufarbeiten?? Ob über das direkte Gespräch, mit Hilfe eines Therapeuten, was auch immer...

Ein weiterer Aspekt ist für mich, dass mein Kind zu 99,9% -über kurz oder lang- auf eine unbekannte Weise damit konfrontiert werden wird. Auch dafür wollen doch Vorbeugungen getroffen werden?

Kann ja sein, dass das Kind etwas Falsches oder auch nichts erzählt hat. Halte ich aber in Zusammenarbeit mit Therapeuten für unwahrscheinlich.
Damit wären wieder am Anfang meiner Meinung- dann muss er ganz schön was verdrängt haben...


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

um 18:27
Aber wer sagt denn, dass der Junge nicht schon in Therapie war?
Wir wissen doch gar nicht, ob der Junge nicht schon seit Monaten therapeutische Unterstützung bekommt. Vielleicht leidet er unter Ängsten, Schlafproblemen oder anderen Folgen des Erlebten und wird deshalb bereits von Anfang an begleitet, ohne das Wissen was der Junge alles tatsächlich miterlebt hat.

Eine Therapie bedeutet ja nicht, dass ein Kind sofort alles erzählt, was passiert ist. Gerade bei so jungen Kindern geht es doch oft erst einmal darum, Sicherheit zu geben und sie zu stabilisieren. Wenn ein Kind bestimmte Erinnerungen verdrängt oder aus Angst nicht darüber sprechen kann, wird man das nicht einfach aus ihm "herausquetschen". Ich halte es durchaus für möglich, dass er erst durch einen späteren Auslöser – zum Beispiel die Frage eines Mitschülers – über das Erlebte sprechen konnte.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

um 18:48
Zitat von Happy_LaureenHappy_Laureen schrieb:Aber wer sagt denn, dass der Junge nicht schon in Therapie war?
Niemand? Wie gesagt- unklar.
Zitat von Happy_LaureenHappy_Laureen schrieb:Ich halte es durchaus für möglich, dass er erst durch einen späteren Auslöser – zum Beispiel die Frage eines Mitschülers – über das Erlebte sprechen konnte.
Ich halte es auch für möglich, aber unwahrscheinlich (aufgrund Kontext).

Mehr nicht.



Früher waren mal Foren dazu da, verschiedene Sichtweisen zu besprechen und zu erörtern. Ist das nicht mehr so? Bin eben seit Jahren nicht mehr so aktiv...


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