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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

1.369 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Vermisstenfall, Allgäu ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

21.07.2026 um 10:04
Zitat von CurlySue_CurlySue_ schrieb:was der Junge damit sagen will, ist wohl (für uns und alle anderen) offensichtlich. Bin gespannt, wie es weitergeht.
Für mich nicht. Ich verstehe nicht, was das für eine Botschaft an seinen Vater sein soll. Und wenn der Therapeut nicht aussagen durfte, wem hat er das dann gesagt und in welchem Rahmen? Meiner Auffassung nach komplett merkwürdiger Beitrag 🤷‍♀️


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

21.07.2026 um 12:11
Er hat die Aussage an den Angeklagten gerichtet.

Ich deute es so, dass der Sohn aus der Sache herausgehalten werden will und er möchte dass der Papa alles sagt. Er fleht ihn sozusagen an, dass er alles sagt.

So würde ich das verstehen, wenn mein Kind (wir wohnen in der Nähe) sowas zu mir sagt.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

21.07.2026 um 12:22
Na der Therapeut wurde ja von der Mutter des Kindes nicht von seiner Schweigepflicht entbunden. Ob auf Bitten des Jungens oder weil sie das selbst entschieden hat, ist glaube ich nicht klar. Und der Junge nimmt an, der Vater hat Valerie getötet, so habe ich die letzten Berichte verstanden. Und das soll er nun sagen - meine Interpretation.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

21.07.2026 um 12:49
Ich glaube das der Sohn eine Lüge aufdecken möchte?


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

21.07.2026 um 12:53
Der Sohn will laut eigener Angabe die Tat bzw. Teile des Tatgeschehens beobachtet haben.

Aus den knappen Medienberichten geht bislang aber nicht hervor, ob es Diskrepanzen gibt zwischen seiner Beobachtung und dem Geständnis des Angeklagten.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

21.07.2026 um 14:13
Und was soll dann mit „es“ gemeint sein? Für mich ist es klar. Diese Denke verfolgt ja auch die Nebenklage. Also dass es nicht Totschlag gewesen ist, sondern Mord.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

21.07.2026 um 15:37
Zitat von CurlySue_CurlySue_ schrieb:Und was soll dann mit „es“ gemeint sein? Für mich ist es klar. Diese Denke verfolgt ja auch die Nebenklage. Also dass es nicht Totschlag gewesen ist, sondern Mord.
Ich denke nicht, dass ein 8-jähriger Junge diesen Unterschied kennt.
Für mich hört es sich eher danach an, eine Lüge zuzugeben.
Die Tat an sich hat der TV ja schon eingeräumt.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Aus den knappen Medienberichten geht bislang aber nicht hervor, ob es Diskrepanzen gibt zwischen seiner Beobachtung und dem Geständnis des Angeklagten
Es gibt kleinere Diskrepanzen z.B., dass der Junge das Auto direkt nach dem Tötungsdelikt wegfahren hörte und dabei der Vater im Schlafzimmer war und meinte V. fährt jetzt weg.

Sollte sich das irgendwie bestätigen, so war an der Verdeckung noch eine weitere Person beteiligt.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

23.07.2026 um 12:30
Zitat von Aloha-zugAloha-zug schrieb:Es gibt kleinere Diskrepanzen z.B., dass der Junge das Auto direkt nach dem Tötungsdelikt wegfahren hörte und dabei der Vater im Schlafzimmer war und meinte V. fährt jetzt weg.

Sollte sich das irgendwie bestätigen, so war an der Verdeckung noch eine weitere Person beteiligt.
Ja genau. Ich fand die Schilderung, wonach der Angeklagte sich die Schuhe des Opfers angezogen und das Fahrzeug zur Weide gebracht haben will, von Anfang an zumindest fragwürdig.

Im Ergebnis wäre der Junge eine ganze Zeit allein gewesen, denn der Angeklagte hätte ja auch (in den Schlappen des Opfers? Oder mitgebrachten eigenen Schuhen?) wieder zurückkommen müssen.

Aber der Junge schilderte, dass das Auto wegfuhr und der Vater etwas dahingehend (sinngemäß) kommentierte wie "sie fährt weg".

Ich denke, der Junge hat Recht. Kinder sind allgemein gute Beobachter.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

25.07.2026 um 11:52
Obwohl der Vater seinen Sohn entdeckt und ihn angewiesen haben soll, wieder nach oben zu gehen, habe er seine Handlung dennoch weiter ausgeführt. Als die Frau vermutlich schon tot war, sei der Junge verängstigt zurück ins Bett gegangen. Kurz darauf sei sein Vater stark schwitzend und schnaufend hochgekommen und hätte sich mit den Kindern zu Bett begeben. Zu diesem Zeitpunkt sei auch das Auto des Opfers weggefahren. Der Junge soll seinen Papa gefragt haben, wo sie hinfahre. Daraufhin soll ihm dieser geantwortet haben, dass die Frau weg sei.
Quelle: https://www.kreisbote.de/lokales/allgaeu/lauben-memmingen-landgericht-totschlag-mann-kontrolle-macht-sohn-tat-beobachtet-gewalt-toetung-94305493.html

Eines ist demnach sicher, weder der Vater noch das Opfer sind mit dem Auto weggefahren.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

25.07.2026 um 12:02
Zitat von GrafOskarGrafOskar schrieb:Eines ist demnach sicher, weder der Vater noch das Opfer sind mit dem Auto weggefahren.
Genau so. Und da das Auto wohl nicht von selbst dahin gefahren ist, muss es dann ja noch jemand anders gewesen sein, der das Auto zur Weide fuhr.

Dass der Angeklagte die Abwesenheit seiner Spuren im Fahrzeug damit begründete, er habe V.s Schuhe angezogen (was für sich genommen schon einigermaßen abwegig ist), passt damit aber vor allem nicht zu dem, was das Kind berichtet hat.

Es wirkt auf mich so, als wollte der Angeklagte die Person, die das Fahrzeug zur Weide fuhr, aus der Angelegenheit heraushalten.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

25.07.2026 um 12:22
Der Junge hat von seiner Beobachtung erst ein Dreivierteljahr nach der Tat berichtet - das ist eine lange Zeit und sollte bei Überlegungen Berücksichtigung finden. Seine Beobachtung muss nicht eins zu eins den tatsächlichen Abläufen in jener Nacht entsprechen.

Ich gehe aber ohnehin davon aus, dass das Gericht bei der Urteilsbegründung nicht auf seine Beobachtung zurückgreifen wird. Zum einen weil er selbst die Aussage vor Gericht verweigert und die Kammer sich so keinen Eindruck von ihm verschaffen kann, und zum anderen weil er seine Beobachtung nicht zeitnah der Mutter gegenüber mitgeteilt hat.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

25.07.2026 um 12:41
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Seine Beobachtung muss nicht eins zu eins den tatsächlichen Abläufen in jener Nacht entsprechen.
Das stimmt natürlich, aber es ist doch sehr wesentlich, dass Vater und Kind über das wegfahrende Fahrzeug gesprochen haben. Der Junge hatte auch eine fehlende Schaufel bemerkt. Ich denke schon, dass seine Beobachtungen der Wahrheit entsprechen.

Es ist natürlich eine andere Frage, für wie wesentlich das Gericht mit Blick auf den Angeklagten die Fahrzeugverbringung durch eine dritte Person, die ja von den Geschehnissen im Haus zu diesem Zeitpunkt zumindest nicht unbedingt was gewusst haben müsste, bewertet.
Zitat von LackyLuke77LackyLuke77 schrieb:Zum einen weil er selbst die Aussage vor Gericht verweigert
War es nicht so, dass der Vater verweigert, dass das Kind aussagt?


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

25.07.2026 um 12:58
Zitat von sören42sören42 schrieb:ist natürlich eine andere Frage, für wie wesentlich das Gericht mit Blick auf den Angeklagten die Fahrzeugverbringung durch eine dritte Person, die ja von den Geschehnissen im Haus zu diesem Zeitpunkt zumindest nicht unbedingt was gewusst haben müsste, bewertet.
Wenn es Hinweise darauf geben würde, dass eine weitere Person am Legen der falschen Spuren beteiligt war, würde die Kammer dem sicherlich nachgehen und es würden Nachermittlungen angestellt werden. Je nachdem, wer daran beteiligt war, würde immerhin der Vorwurf der Strafvereitelung im Raum.

Es gab aber anscheinend weder im Ermittlungsverfahren noch im bisherigen Prozessverlauf Hinweise auf Helfer.
Zitat von sören42sören42 schrieb:War es nicht so, dass der Vater verweigert, dass das Kind aussagt?
Davon weiß ich nichts. Als Sohn des Angeklagten steht es ihm aber ohnehin zu die Aussage zu verweigern.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

25.07.2026 um 17:46
Vor dem Landgericht Memmingen ist der Prozess um die Tötung einer 36-jährigen Frau aus Lauben nach einer mehrwöchigen Unterbrechung fortgesetzt worden. Im Mittelpunkt der Verhandlung stand am Freitag die Frage, ob der Psychotherapeut des Sohnes des Angeklagten als Zeuge aussagen darf.

Das Gericht beschäftigte sich dabei mit den rechtlichen Voraussetzungen einer möglichen Entbindung von der Schweigepflicht sowie der Frage, wer darüber entscheiden kann. Eine Entscheidung fiel am Verhandlungstag noch nicht.

Nach Angaben des Gerichts wird die Verhandlung am Montag, 29. Juni, fortgesetzt. Dann könnte sich zeigen, ob der Psychotherapeut im weiteren Verfahren als Zeuge gehört wird.
Quelle: https://allgaeuhit.de/lauben-prozess-gericht-befasst-sich-mit-aussage-eines-psychotherapeuten

Mir ist nicht bekannt ob und ggf. welche Entscheidung dazu gefallen ist.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

25.07.2026 um 20:03
Beim Prozess um die getötete Mutter von Lauben ist nun ein Therapeut vor dem Landgericht Memmingen gewesen. Laut AZ behandelt er den Sohn des Angeklagten. Nach Angaben der Mutter des Kindes soll der 8-jährige den Vater beobachtet haben, als dieser seine 36-jährige Lebensgefährtin umgebracht hat. Aussagen durfte der Therapeut allerdings nicht. Er hatte aber eine Botschaft des Sohns an den Angeklagten dabei, nämlich „Dass der Papa es sagt“. Was damit gemeint ist, blieb unklar. Heute Nachmittag wird der Prozess fortgesetzt.
Quelle: https://rt1.imsueden.de/lauben-prozess-therapeut-mit-botschaft-des-sohns-866598

Demnach durfte der Therapeut des Sohnes offenbar nicht aussagen.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

26.07.2026 um 12:20
Gedanken von mir: Stellt euch mal vor, sein Sohn bricht wenn er volljährig ist sein „Schweigen“. Ich habe das Gefühl, auch seine Kinder sind „Opfer“.


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

01.08.2026 um 14:17
Zitat von andipuandipu schrieb:Der neuste bericht
Den Minitext hättest ruhig mit zitieren können:
Im Lauben-Prozess am Landgericht Memmingen gibt es neue Einschätzungen zum Angeklagten. Ein psychiatrischer Gutachter sieht laut AZ nach der Untersuchung bei dem 39-Jährigen keine Hinweise auf eine psychische Störung – Alkohol oder Drogen hätten bei der Tat demnach keine Rolle gespielt. Laut Gutachter sei der Angeklagte während der Tat in der Lage gewesen, seine Situation kritisch zu bewerten. Der Mann soll vor einem Jahr seine 36-jährige Partnerin in Lauben getötet haben. Der Prozess wird nächste Woche Donnerstag fortgesetzt.
Quelle: siehe oben

Der eigentlich neueste Bericht, auf den sich das bezieht, ist leider hinter einer Paywall:
https://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/lauben-prozess-gesundheitszustand-des-angeklagten-psychiater-persoenlichkeitsstoerung-landgericht-memmingen-114920308


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Der Fall Valerie v. M. aus Lauben

01.08.2026 um 14:49
Wenn der Prozess erst am Donnerstag fortgesetzt wird, scheint der für Montag angesetzte Termin gestrichen worden zu sein. Der Prozess verabschiedet sich mit der Donnerstagssitzung ein weiteres Mal in eine Pause und dann dürfte es wohl mit den Plädoyers weitergehen.

Gerichtstafel mit den Sitzungsterminen:
Fortsetzungstermine:
30.07.2026, 16:00 Uhr
03.08.2026, 16:00 Uhr
06.08.2026, 09:00 Uhr
07.09.2026, 16:00 Uhr
09.09.2026, 09:00 Uhr
23.09.2026, 09:00 Uhr
24.09.2026, 09:00 Uhr



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