Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025
03.01.2026 um 18:31Na, vielleicht hat ja einer der Täter mit seiner ec-Karte im Parkhaus gezahlt.
Dann wirst Du ja auch wissen, dass das hochgradig unüblich ist. Meiner Erfahrung nach ist die Feuerwehr schon extrem penibel, was Brandalarme angeht und nimmt regelmäßig eine sehr akkurate Inspektion des betroffenen Bereichs, inklusive Begehung auch aller angrenzenden Bereiche, vor.CeeMercury schrieb:Laut WDR scheint es eine BMA zu geben, die sogar direkt an Feuerwehr meldet. Diese war zusammen mit Polizei am Samstag um 06.15 Uhr vor Ort und konnten nichts feststellen, woraufhin der Einsatz beendet wurde. Genaue Details zum Ablauf sind aber noch nicht bekannt.
Ich kenne mich etwas durch den Feuerwehrdienst aus
;)Sherlock_H schrieb:Na, vielleicht hat ja einer der Täter mit seiner ec-Karte im Parkhaus gezahlt.
Die Schließanlagen und auch die Alarmsysteme an sich erfüllen natürlich die je nach Sicherheitsklasse üblichen, industriellen Standards und Normen. Zudem gehe ich persönlich davon aus, dass dort keine ungeprüfte no name Technik verbaut wurde und wird. Dazu ist der Bereich zu sensibel. Ob diese Standards allerdings in irgendeiner Form generell für Tresorräume in Banken vorgeschrieben sind oder jede Bank darüber selbst entscheidet wie hoch und umfangreich die angewandten Standards sein sollen, entzieht sich meiner Kenntnis. Möglicherweise ist das auch eine Versicherungsfrage. Ich persönlich hatte zumindest in den Banken in denen ich gearbeitet hatte immer den Eindruck, dass die angewandte Technik solide und effektiv ist.two-cents schrieb:Ich gehe aber davon aus, dass Banken, die Schließfächer anbieten, entsprechende Sicherheitsklassifizierungsstandards vorweisen müssen und dass diese Sicherheitssysteme auch aktualisiert und überprüft werden?
Entweder weil sie abgelenkt oder nicht anwesend ist. Nicht alle Parkhäuser sind 24/7 durch eine Person vor Ort beaufsichtigt. Manchmal muss erst ein Alarm ausgelöst oder bewusst ein Rufknopf betätigt werden, damit sich dann eine damit beauftragte "Sicherheitszentrale" meldet, die irgendwo in Deutschland ihren Sitz haben kann und sich dann des Sachverhaltes annimmt.HolzaugeSHK schrieb:Wenn da plötzlich eine maskierte Person eine Schranke hochhebt, warum schreitet da nicht sofort eine Aufsichtsperson des Parkhauses ein - geschlafen oder auf dem Handy gedattelt in der Zwischenzeit?
Das wäre natürlich der Lottogewinn. Aber ich denke eher weniger, dass ein Täter so unterbelichtet wäre. Wobei man ja angeblich schon Pferde vor der Apotheke hat kotzen sehen...Sherlock_H schrieb:Na, vielleicht hat ja einer der Täter mit seiner ec-Karte im Parkhaus gezahlt.
Die Erfahrung teile ich und kann das so 1:1 bestätigen. Im Normalfall ist es zumindest meiner Erfahrung nach bei uns in NRW so, dass bei einem Melderalarm der direkt mit der Feuerwehr verbunden ist, diese in jedem Fall ausrückt und den Melder direkt vor Ort selbst überprüft, ganz gleich, ob z.B. ein Anruf erfolgt das es sich um einen Fehlalarm handelt. Deshalb verstehe ich das Vorgehen hier in diesem Fall auch nicht.RogueSix schrieb:Meiner Erfahrung nach ist die Feuerwehr schon extrem penibel, was Brandalarme angeht und nimmt regelmäßig eine sehr akkurate Inspektion des betroffenen Bereichs, inklusive Begehung auch aller angrenzenden Bereiche, vor.
Das kann ich wiederum aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Bei den Banken für die ich tätig war gab es den/die notwendigen Schlüssel zum Tresorraum nicht vor Ort. Diese(r) wurde von einem/mehreren leitenden Mitarbeiter privat verwaltet, so das sie persönlich vor Ort sein mussten um den Tresorraum zu öffnen. Aber das war eben nur bei meiner Zeit als Banker so. Ob das in diesem Fall auch so war, vermag ich nicht zu sagen.RogueSix schrieb:Bei einem Gebäude wie der Sparkasse würde ich aber eigentlich eh von einem für die Feuerwehr zugänglichen Schlüsseltresor ausgehen.
Ja, ich meinte auch rein einen Schlüssel für den Gebäudezugang und ggf. noch maximal zur Schalterhalle oder zum Verwaltungsbereich, aber natürlich nicht zum Sicherheitsbereich :) .Slaterator schrieb:Das kann ich wiederum aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Bei den Banken für die ich tätig war gab es den/die notwendigen Schlüssel zum Tresorraum nicht vor Ort. Diese(r) wurde von einem/mehreren leitenden Mitarbeiter privat verwaltet, so das sie persönlich vor Ort sein mussten um den Tresorraum zu öffnen. Aber das war eben nur bei meiner Zeit als Banker so. Ob das in diesem Fall auch so war, vermag ich nicht zu sagen.
habe ich in der Zeitschrift Capital einen sehr interessanten Artikel zu "Nach Bankraub: Wie sicher das Geld in Schließfächern wirklich ist" gefunden.Slaterator schrieb:Ob diese Standards allerdings in irgendeiner Form generell für Tresorräume in Banken vorgeschrieben sind oder jede Bank darüber selbst entscheidet wie hoch und umfangreich die angewandten Standards sein sollen, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die Banken haben dabei grundsätzlich die Pflicht, ihre Tresorräume abzusichern. Wie viel so ein Tresorraum aushält, ist wiederum europäisch geregelt: in der Norm EN 1143-1. Diese teilt Anlagen wie Bankschließfächer in Widerstandsklassen von 0 bis 13 ein – mit 13 als höchstem Sicherheitsstandard.
Aber welchen Sicherheitsgrad der Tresorraum hat, ist landauf, landab unterschiedlich. Wie der Fall Gelsenkirchen beweist, ist nicht jeder auf dem neuesten Stand. „Solche Anlagen laufen über Jahrzehnte“, sagt Experte Niels Deuter zu Capital. „Manche haben sehr sichere Anlagen. Aber wenn die Versicherung nur Grad Neun vorschreibt, werden manchmal auch nur die Mindestanforderungen erfüllt.“ Deuter ist Geschäftsführer der Essener Geldschrankfabrik, die auch Schließfachanlagen für Banken herstellt. Jährlich produzieren sie zehntausende Schließfächer, sagt er. Die Bank mit dem Tresorraum in Gelsenkirchen gehörte nicht zu seinen Kunden.
Die Sicherheit der Schließfächer garantiere heutzutage vor allem der Raum drumherum, sagt Deuter. 80 bis 100 Zentimeter dicke Wände sollen die Wertgegenstände schützen, dazu Körperschallsensoren, die mögliche Vibrationen erspüren. Bei höheren Sicherheitsgraden gibt es außerdem Explosions- oder Kernbauschutz. Da die Täter in Gelsenkirchen mit einem Industriebohrer durch die Wand kamen, sei fraglich, ob dieser Schutz dort vorlag.
Hinzu kommen Bewegungsmelder – die aber natürlich erst anschlagen, wenn Räuber schon im Raum sind. Dort nämlich wird es deutlich einfacher. „Die Schließfächer bekommt man auch mit einem Brecheisen auf“, sagt Deuter. Neuere Fächer haben immerhin Systeme verbaut, die bei den Bankmitarbeitern Alarm schlagen. Was aber fast überall fehlt: Kameraüberwachung. „Videoüberwachung ist sehr ungewöhnlich“, sagt Deuter. „Denn das wollen die Kunden nicht.“Quelle:
Das stimmt so nur teilweise. Kommt wahrscheinlich auf die Architektur des Gebäudes an. Es gibt dieses System, dass man sich legitimiert, einen zweibärtigen Schlüssel hat, ein Bankangestellter mitgeht, und der Reihe nach das Schließfach aufgeschlossen wird.RogueSix schrieb:Der richtige/echte Tresorbereich ist -wie Du wissen wirst- ja normal sowohl physisch, als auch "geistig", gesichert, so dass der Bereich nur im Vieraugenprinzip geöffnet werden kann, mithin eine Person physisch mit Schlüssel und eine weitere Person hat den Code = "geistig" ... niemals darf eine Person beides haben, auch nicht der Filialleiter oder der Herr Vorstandsvorsitzende. Absolut niemand.
Genau das würde mich auch interessieren. Wenn der Alarm ausgeschaltet wurde, wären Schaltpläne und Infos über das Sicherheitssystem erforderlich, die man nicht so einfach bekommt.RogueSix schrieb:Im Grunde wäre das mal interessant zu wissen, ob es bei der SPK Gelsenkirchen so ist, dass die Schließfächer hinter so einer Panzertür im eigentlichen Tresorbereich liegen oder ob es hier separate Sicherheitsbereiche gibt und die Bezeichnung "Tresorbereich" vorliegend eher umgangssprachlich verwendet wurde.
Denn der "richtige" Tresorbereich müsste eigentlich mit Vibrationsmeldern usw. gesichert sein, weswegen es wirklich ein Mysterium ist/wäre, wenn die Schließfächer tatsächlich im "echten" Tresorbereich liegen würden, wie das ohne Alarm über die Bühne gehen konnte.
Selbst wenn man solche Pläne hätte, dann geht das auch nicht so einfach, weil jede Alarmanlage (jedenfalls in der Qualität, die bei Banken verbaut wird) einen Selbstschutz hat. Man müsste sich da schon extrem genau auskennen, um einen Sabotagealarm zu verhindern.JamesRockford schrieb:Genau das würde mich auch interessieren. Wenn der Alarm ausgeschaltet wurde, wären Schaltpläne und Infos über das Sicherheitssystem erforderlich, die man nicht so einfach bekommt.
Ja, ich glaube, da ist das Schulbewusstsein häufig auch gering "ich habe so hart dafür gearbeitet" ....brigittsche schrieb:Ja, das könnte gut sein, auch gerade bei "Normalsterblichen", also eigentlich ganz ehrlichen und biederen Leuten.
Ja, mitunter weiß man aber gar nicht, was was wert ist. Da überschätzt man den Wert leicht.brigittsche schrieb:Naja, das sind dann aber durchaus noch überschaubare Werte. "Oh, ich habe ja ganz vergessen, in meinem Bankschließfach liegt ja noch eine Million in Bar, also sowas, ja, Kleingeld vergisst man halt leicht..." dürfte wohl die absolute Ausnahme sein.
Ich denke, dass sie das bedacht haben. Vielleicht ist die Tür auch so, dass sie nur zu bestimmten Zeiten aufgeht, so dass man sich einen Überfall vorher sparen kann. Oder es gibt automatisch Alarm. Es wird schon Sinn machen, warum sie so herum vorgehen.brigittsche schrieb:Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie das im Einzelnen funktioniert, also ob da, wenn im Tresorbereich Alarm ausgelöst wird, erstmal jemand kommt, die Tür aufsperrt und reinschaut.
Denn: Das wäre ja der einfachste Trick: Ich deponiere eine Rauchbombe im Schließfach die am Tag x um y Uhr losgeht, und wenn der Hausmeister kommt mit dem Schlüssel um die Tür aufzusperren halte ich ihm eine Pistole an den Kopf und zwinge ihn aufzumachen und ruhig zu bleiben bis ich alles ausgeräumt habe. Da kann ich mir die Mühe sparen, durch die Wand zu bohren.
Das stimmt natürlich. Vermutlich gibt es auch ein Sicherheitssystem, dass zwei Leute jeweils einen halben Code haben und/oder die Tür nur zu bestimmten Zeiten aufgeht.brigittsche schrieb:Deshalb denke ich mal, dass das bei einer Bank etwas komplizierter sein wird als bei einer Schule.
Gut, da liegt ja Strom - Kabelbrände, Kurzschlüsse, etc. Das geht sicher.brigittsche schrieb:Mal ganz abgesehen von der Frage, was und wie denn im Tresorraum selbst überhaupt ein Feuer ausbrechen soll.
Aber vielleicht wissen das andere User besser.
Ich habe glaube ich auch verpasst, warum niemand das Bohren und das Loch in der Tiefgarage gesehen hat. Standen da keine anderen Autos?Slaterator schrieb:Allerdings. Die müssen eine sehr effiziente und schnelle Technik gehabt haben um alles in so kurzer Zeit auszuräumen. Wobei ja nicht genau klar ist, wieviel Zeit die Täter präzise damit verbrachten, die Schließfächer zu knacken und zu räumen. Dazu kommt ja dann auch der Abtransport. Geld benötigt nur Volumen und wiegt kaum etwas. Schmuck hingegen hat Gewicht und deshalb muss man es auf einige Taschen aufteilen. Das war wirklich eine menge Arbeit. Ziemlich erstaunlich, wie das so klappen konnte.
Ich denke auch, dass du ein "Vier-Augen-Prinzip" brauchst - denke an den Fall Bögerl, der konnte das Geld nicht mal während der Öffnungszeit rechtzeitig besorgen.two-cents schrieb:Natürlich würden sich die Familienangehörigen des Hausmeisters auch nicht wundern, wenn er erstmal paar Stunden nicht mehr wieder kommt? Bei der Menge an Schließfächern ist der Aufbruch ja nicht schwuppdiwupp erledigt.
Ich denke, dass das heute nicht mehr geht.brigittsche schrieb:Klar, aber das Risiko ist geringer als da ein Loch durch die Wand zu bohren. Mal abgesehen von der Möglichkeit, dass man den Angehörigen in dem Augenblick wo er weg ist, auch Besuch abstatten kann.
Und wer eine Pistole am Kopf hat, ruft dann auch nicht die Polizei weil Vattern nicht zurückgekommen ist. So wie man es früher gemacht hat, als noch irgendwelche Bankdirektoren die Schlüssel zu Hause hatten.
Vielleicht hat er es auch "gefließenlich" übersehen, wenn du da ausrückst ist die Gefahr, dass du eins auf die Nase bekommst, ziemlich hoch. Vermutlich, wenn es bemerkt wurde, ging die Person vermutlich nur von Parkbetrug etc. aus.HolzaugeSHK schrieb:Was ich nicht genau verstehe, ein Parkhaus wird doch (video-)überwacht, vorallem die Ein- und Ausfahrt und weitere Bereiche. Wenn da plötzlich eine maskierte Person eine Schranke hochhebt, warum schreitet da nicht sofort eine Aufsichtsperson des Parkhauses ein - geschlafen oder auf dem Handy gedattelt in der Zwischenzeit?
Ja, und dann hast du das Problem, dass die wieder bei dir einbrechen und dich solange bedrohen, bis du ihn aufmachst. Oder solange mit dem Presslufthammer agieren, bis sie ihn mitnehmen.two-cents schrieb:Ein hauseigener Safe wäre zwar eine Option, aber dazu bedarf es einen Wohnsitz.
Über diese Schiene müsste aber meiner Meinung nach genau nachvollziehbar sein, wer wusste, wie man einen Sabotagealarm verhindert. Diese Informationen sind ja nicht Hinz und Kunz zugänglich. Ich würde auch vermuten, dass der Personenkreis der Involvierten einer besonderen Verschwiegenheit unterliegen. Ich gehe davon aus, dass die Täter nicht blind oder zufällig im Tresorraum gelandet sind, sich dann am Kopf gekratzt haben und gesagt haben: "Puh, was machen wir denn jetzt?" Meiner Meinung nach haben sie ganz genau gewusst, wo sie den Durchbruch machen und wie sie alle Systeme außer Kraft setzen, ohne damit einen Sabotagealarm auslösen. Das erfordert jede Menge Insiderwissen.RogueSix schrieb:Selbst wenn man solche Pläne hätte, dann geht das auch nicht so einfach, weil jede Alarmanlage (jedenfalls in der Qualität, die bei Banken verbaut wird) einen Selbstschutz hat. Man müsste sich da schon extrem genau auskennen, um einen Sabotagealarm zu verhindern.
Sabotage wird schon ausgelöst, wenn die Anlage stromlos gemacht wird und wenn der Akkubetrieb/Redundanz der Anlage startet. Da muss man nicht mal Leitungen durchknipsen oder Melder abreißen.

Falls einige Vermögenswerte, wie vermutet wird, auch als "Schwarzgeld" vorgelegen haben, kann der Zoll derzeit doch noch nicht viel zur Aufklärung des Raubes beitragen? Das entsprechende Kundenklientel wird ja nicht so naiv sein, die illegitimen Vermögenswerte anzugeben.Nachtverhör schrieb:Dringend sollte zudem der Zoll in die Ermittlungen einbezogen werden. Nach derzeitigem Eindruck stehen offenbar hohe Geldbeträge im Raum, deren Herkunft, Verbleib und steuerliche Relevanz einer eingehenden Überprüfung bedürfen.
Insbesondere bei derartigen Summen ist eine Prüfung auf mögliche Verstöße gegen zoll-, steuer- und geldwäscherechtliche Vorschriften unerlässlich. Der Zoll verfügt über die notwendige fachliche Zuständigkeit und Erfahrung, um entsprechende Finanzströme nachvollziehen und bewerten zu können. Eine frühzeitige Einbindung könnte daher wesentlich zur Aufklärung des Gesamtkomplexes beitragen und weitere strafrechtlich relevante Sachverhalte offenlegen.
Ich verstehe, worauf Du hinauswillst. Das wäre eine Variante, dass bereits ein Wochenende davor ein Testlauf lief. Wenn die Vibrationen Alarm ausgelöst hätten, wären sie 10 Minuten später über alle Berge gewesen. Möglicherweise kalkulierten die Täter auch ein, dass die Zentralen der Meldestellen über Weihnachten nicht vollbesetzt waren.RogueSix schrieb:Vielleicht haben sie hier tatsächlich auch schon mal vorgetastet und haben an einem der vorherigen Wochenenden abends/nachts "probegebohrt", um zu testen, ob dann kurze Zeit später Polizei auftaucht? Als das nicht der Fall war, waren sie sich eventuell relativ sicher, dass die Vibrationen keinen Alarm auslösen würden (ein Restrisiko wäre natürlich geblieben).
Das würde implizieren, dass die Täter deutschsprachig waren, oder? In der Presse wird ja vermutet, dass die Täter aus den Niederlanden kamen.RogueSix schrieb:Trotz eventueller Restunsicherheiten dann so viele Stunden vor Ort zu verbringen, spricht schon für eine ausgesprochene Abgebrühtheit. Ich halte es deswegen auch wie gesagt für möglich, dass sie es unter einem Vorwand/Trick irgendwie geschafft haben könnten, dass die Alarmanlage für vorgebliche Baumaßnahmen an dem Wochenende bei der Alarmzentrale abgemeldet wurde.
Also wenn jemand in einem Schließfach Schwarzgeld gebunkert hat, wird er es kaum der Versicherung melden können. Die Werte, die in dem Schließfach sind, müssen nachgewiesen werden. Bei Schwarzgeld ist das schlecht möglich. Man sollte auch nicht per se davon ausgehen, dass jeder, der ein Schließfach hat, Dreck am Stecken hat. Woher die Info mit den hohen Geldbeträgen kommt, deren Herkunft einer eingehenden Überprüfung bedarf, ist mir sowieso schleierhaft. Das sind Annahmen und Mutmaßungen und letztlich üble Unterstellungen. Die Ermittler sollten sich auf diejenigen fokussieren, die dreist das Eigentum anderer an sich genommen haben, und nicht diejenigen kriminalisieren, die ihr Eigentum in Sicherheit bringen.Nachtverhör schrieb:Dringend sollte zudem der Zoll in die Ermittlungen einbezogen werden. Nach derzeitigem Eindruck stehen offenbar hohe Geldbeträge im Raum, deren Herkunft, Verbleib und steuerliche Relevanz einer eingehenden Überprüfung bedürfen.
two-cents schrieb:Falls einige Vermögenswerte, wie vermutet wird, auch als "Schwarzgeld" vorgelegen haben, kann der Zoll derzeit doch noch nicht viel zur Aufklärung des Raubes beitragen? Das entsprechende Kundenklientel wird ja nicht so naiv sein, die illegitimen Vermögenswerte anzugeben.
Auch wenn die Schließfächer lediglich bis zu einer Schadenssumme von 10.300 € versichert sind, werden Angaben wie etwa das Hinterlegen von 100.000 € Bargeld zwangsläufig weitergehende Prüfungen nach sich ziehen. Die Zoll- bzw. Ermittlungsbehörden sind befugt, den Inhaber der Schließfächer mit entsprechenden Angaben zu konfrontieren und die Herkunft der genannten Geldsumme zu überprüfen.JamesRockford schrieb:Also wenn jemand in einem Schließfach Schwarzgeld gebunkert hat, wird er es kaum der Versicherung melden können. Die Werte, die in dem Schließfach sind, müssen nachgewiesen werden. Bei Schwarzgeld ist das schlecht möglich. Man sollte auch nicht per se davon ausgehen, dass jeder, der ein Schließfach hat, Dreck am Stecken hat. Woher die Info mit den hohen Geldbeträgen kommt, deren Herkunft einer eingehenden Überprüfung bedarf, ist mir sowieso schleierhaft. Das sind Annahmen und Mutmaßungen und letztlich üble Unterstellungen. Die Ermittler sollten sich auf diejenigen fokussieren, die dreist das Eigentum anderer an sich genommen haben, und nicht diejenigen kriminalisieren, die ihr Eigentum in Sicherheit bringen.
Verstehe. Das habe ich nicht bedacht!Nachtverhör schrieb:Es erscheint durchaus plausibel, dass einzelne Namen oder Personen bereits zuvor beim Zoll auffällig geworden sind und entsprechende Erkenntnisse vorliegen.
Und diese Leute haben dann einfach Pech gehabt. Shit happens. Wenn ein Schließfach bei dieser Bank nur bis zu 10.300 Euro versichert werden kann, und ich dort Schwarzgeld in Höhe von 300.000 Euro bunkere, sollte ich mich fragen, ob ich meinen Verstand noch beieinander habe.Nachtverhör schrieb:Darüber hinaus haben mehrere Inhaber der Schließfächer gegenüber der Presse bereits angegeben, erhebliche Bargeldsummen darin aufbewahrt zu haben. Nach diesen Aussagen sollen sich die Beträge teils im hohen sechsstelligen Bereich bewegt haben; genannt wurde unter anderem eine Summe von bis zu 300.000 €.