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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

90 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Einbruch, Gelsenkirchen, Bankraub ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

03.01.2026 um 18:31
Na, vielleicht hat ja einer der Täter mit seiner ec-Karte im Parkhaus gezahlt.


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

03.01.2026 um 18:48
Zitat von CeeMercuryCeeMercury schrieb:Laut WDR scheint es eine BMA zu geben, die sogar direkt an Feuerwehr meldet. Diese war zusammen mit Polizei am Samstag um 06.15 Uhr vor Ort und konnten nichts feststellen, woraufhin der Einsatz beendet wurde. Genaue Details zum Ablauf sind aber noch nicht bekannt.

Ich kenne mich etwas durch den Feuerwehrdienst aus
Dann wirst Du ja auch wissen, dass das hochgradig unüblich ist. Meiner Erfahrung nach ist die Feuerwehr schon extrem penibel, was Brandalarme angeht und nimmt regelmäßig eine sehr akkurate Inspektion des betroffenen Bereichs, inklusive Begehung auch aller angrenzenden Bereiche, vor.
Zur Not würde da auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmals angefahren, falls ein Schlüsselträger im ersten Moment nicht erreichbar wäre.
Bei einem Gebäude wie der Sparkasse würde ich aber eigentlich eh von einem für die Feuerwehr zugänglichen Schlüsseltresor ausgehen.

Jetzt müsste man die Örtlichkeiten genauer kennen und den/die auslösenden Melder, um das beurteilen zu können, aber ich vermute, dass dann um die Zeit einfach wirklich noch nichts festzustellen war.

Wenn die Täter zu der Zeit gerade erst mit der Bohrung begonnen hätten, dann hätte man ja auch nicht zwingend etwas finden müssen. Falls die den Alarm bemerkt haben, werden sie sich ja mutmaßlich erst mal geordnet zurückgezogen und beobachtet haben, um dann fortzufahren als die Luft wieder rein war.


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

03.01.2026 um 18:58
Auf jeden Fall hatten die Täter einen Lage/Bauplan, das Parkhaus ist nämlich einige Meter entfernt und hat überirdisch keinen Berührungspunkt zur Sparkasse. Zwischen Parkhaus und Sparkasse liegt ein kleiner Platz und mehrere kleine Ladenlokale. Unter anderem auch ein Rolexhändler.

Auch das Video mit dem Kassenautomat verstehe ich nicht, man sieht ja eindeutig, dass der Täter Geld einwirft. Nach meiner Kenntnis ist dort nur Kartenzahlung möglich, es sei denn, es wurde kürzlich wieder umgestellt, ich habe vor 2 Wochen noch dort geparkt.


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

03.01.2026 um 19:00
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Na, vielleicht hat ja einer der Täter mit seiner ec-Karte im Parkhaus gezahlt.
;)

Die Versicherungskosten der Banken für ihre Schließfächer steigen immer höher, so dass auch diesbezüglich ein Rückgang (Bankensektor schrumpft) zu beobachten ist. Für Kunden, die gewisse Dokumente (aus welchen Gründen auch immer) zusätzlich digital nicht speichern möchten, kann es also schwierig werden, in ihrer Region geeignete Schließfächer zu finden. Auch Goldbarren oder Schwarzgeld :murks: sicher unterzubringen, bleibt risikobehaftet.

Ein hauseigener Safe wäre zwar eine Option, aber dazu bedarf es einen Wohnsitz.


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03.01.2026 um 20:12
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Ich gehe aber davon aus, dass Banken, die Schließfächer anbieten, entsprechende Sicherheitsklassifizierungsstandards vorweisen müssen und dass diese Sicherheitssysteme auch aktualisiert und überprüft werden?
Die Schließanlagen und auch die Alarmsysteme an sich erfüllen natürlich die je nach Sicherheitsklasse üblichen, industriellen Standards und Normen. Zudem gehe ich persönlich davon aus, dass dort keine ungeprüfte no name Technik verbaut wurde und wird. Dazu ist der Bereich zu sensibel. Ob diese Standards allerdings in irgendeiner Form generell für Tresorräume in Banken vorgeschrieben sind oder jede Bank darüber selbst entscheidet wie hoch und umfangreich die angewandten Standards sein sollen, entzieht sich meiner Kenntnis. Möglicherweise ist das auch eine Versicherungsfrage. Ich persönlich hatte zumindest in den Banken in denen ich gearbeitet hatte immer den Eindruck, dass die angewandte Technik solide und effektiv ist.

Doch das setzt eben nicht voraus, dass man diese Technik erst nach einem umfangreichen Training verstehen kann oder alles besonders kompliziert wäre. Es ist normale, robuste Schließtechnik, Panzer- und/oder verstärkte Gittertüren, sowie normale Überwachungstechnik. Nichts besonders außergewöhnliches, wie es Anwendung in besonders sensiblen militärischen Anlagen oder besonders gesicherter Infrastruktur findet. Also mMn alles auch ohne Anmietung von Bankfilialen beherrschbar.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Wenn da plötzlich eine maskierte Person eine Schranke hochhebt, warum schreitet da nicht sofort eine Aufsichtsperson des Parkhauses ein - geschlafen oder auf dem Handy gedattelt in der Zwischenzeit?
Entweder weil sie abgelenkt oder nicht anwesend ist. Nicht alle Parkhäuser sind 24/7 durch eine Person vor Ort beaufsichtigt. Manchmal muss erst ein Alarm ausgelöst oder bewusst ein Rufknopf betätigt werden, damit sich dann eine damit beauftragte "Sicherheitszentrale" meldet, die irgendwo in Deutschland ihren Sitz haben kann und sich dann des Sachverhaltes annimmt.
Zitat von Sherlock_HSherlock_H schrieb:Na, vielleicht hat ja einer der Täter mit seiner ec-Karte im Parkhaus gezahlt.
Das wäre natürlich der Lottogewinn. Aber ich denke eher weniger, dass ein Täter so unterbelichtet wäre. Wobei man ja angeblich schon Pferde vor der Apotheke hat kotzen sehen...
Zitat von RogueSixRogueSix schrieb:Meiner Erfahrung nach ist die Feuerwehr schon extrem penibel, was Brandalarme angeht und nimmt regelmäßig eine sehr akkurate Inspektion des betroffenen Bereichs, inklusive Begehung auch aller angrenzenden Bereiche, vor.
Die Erfahrung teile ich und kann das so 1:1 bestätigen. Im Normalfall ist es zumindest meiner Erfahrung nach bei uns in NRW so, dass bei einem Melderalarm der direkt mit der Feuerwehr verbunden ist, diese in jedem Fall ausrückt und den Melder direkt vor Ort selbst überprüft, ganz gleich, ob z.B. ein Anruf erfolgt das es sich um einen Fehlalarm handelt. Deshalb verstehe ich das Vorgehen hier in diesem Fall auch nicht.
Zitat von RogueSixRogueSix schrieb:Bei einem Gebäude wie der Sparkasse würde ich aber eigentlich eh von einem für die Feuerwehr zugänglichen Schlüsseltresor ausgehen.
Das kann ich wiederum aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Bei den Banken für die ich tätig war gab es den/die notwendigen Schlüssel zum Tresorraum nicht vor Ort. Diese(r) wurde von einem/mehreren leitenden Mitarbeiter privat verwaltet, so das sie persönlich vor Ort sein mussten um den Tresorraum zu öffnen. Aber das war eben nur bei meiner Zeit als Banker so. Ob das in diesem Fall auch so war, vermag ich nicht zu sagen.


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03.01.2026 um 20:51
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Das kann ich wiederum aus meiner Erfahrung nicht bestätigen. Bei den Banken für die ich tätig war gab es den/die notwendigen Schlüssel zum Tresorraum nicht vor Ort. Diese(r) wurde von einem/mehreren leitenden Mitarbeiter privat verwaltet, so das sie persönlich vor Ort sein mussten um den Tresorraum zu öffnen. Aber das war eben nur bei meiner Zeit als Banker so. Ob das in diesem Fall auch so war, vermag ich nicht zu sagen.
Ja, ich meinte auch rein einen Schlüssel für den Gebäudezugang und ggf. noch maximal zur Schalterhalle oder zum Verwaltungsbereich, aber natürlich nicht zum Sicherheitsbereich :) .

Der richtige/echte Tresorbereich ist -wie Du wissen wirst- ja normal sowohl physisch, als auch "geistig", gesichert, so dass der Bereich nur im Vieraugenprinzip geöffnet werden kann, mithin eine Person physisch mit Schlüssel und eine weitere Person hat den Code = "geistig" ... niemals darf eine Person beides haben, auch nicht der Filialleiter oder der Herr Vorstandsvorsitzende. Absolut niemand.

Nun ja... wie auch immer das genau gelaufen ist... von dem an diesem Wochenende diensthabenden Feuerwehrkommandanten über die eingesetzten Polizeibeamten und bis zur Sicherheits- bzw. Errichterfirma der Brand- und Einbruchmeldeanlagen werden da wohl erst mal zahlreiche Personen mit dem Verfassen von teils recht ausführlichen Stellungnahmen beschäftigt sein :) .


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03.01.2026 um 21:24
Zu Deinem Kommentar @Slaterator
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Ob diese Standards allerdings in irgendeiner Form generell für Tresorräume in Banken vorgeschrieben sind oder jede Bank darüber selbst entscheidet wie hoch und umfangreich die angewandten Standards sein sollen, entzieht sich meiner Kenntnis.
habe ich in der Zeitschrift Capital einen sehr interessanten Artikel zu "Nach Bankraub: Wie sicher das Geld in Schließfächern wirklich ist" gefunden.

Hier nur ein paar Auszüge...
Die Banken haben dabei grundsätzlich die Pflicht, ihre Tresorräume abzusichern. Wie viel so ein Tresorraum aushält, ist wiederum europäisch geregelt: in der Norm EN 1143-1. Diese teilt Anlagen wie Bankschließfächer in Widerstandsklassen von 0 bis 13 ein – mit 13 als höchstem Sicherheitsstandard.
Aber welchen Sicherheitsgrad der Tresorraum hat, ist landauf, landab unterschiedlich. Wie der Fall Gelsenkirchen beweist, ist nicht jeder auf dem neuesten Stand. „Solche Anlagen laufen über Jahrzehnte“, sagt Experte Niels Deuter zu Capital. „Manche haben sehr sichere Anlagen. Aber wenn die Versicherung nur Grad Neun vorschreibt, werden manchmal auch nur die Mindestanforderungen erfüllt.“ Deuter ist Geschäftsführer der Essener Geldschrankfabrik, die auch Schließfachanlagen für Banken herstellt. Jährlich produzieren sie zehntausende Schließfächer, sagt er. Die Bank mit dem Tresorraum in Gelsenkirchen gehörte nicht zu seinen Kunden.
Die Sicherheit der Schließfächer garantiere heutzutage vor allem der Raum drumherum, sagt Deuter. 80 bis 100 Zentimeter dicke Wände sollen die Wertgegenstände schützen, dazu Körperschallsensoren, die mögliche Vibrationen erspüren. Bei höheren Sicherheitsgraden gibt es außerdem Explosions- oder Kernbauschutz. Da die Täter in Gelsenkirchen mit einem Industriebohrer durch die Wand kamen, sei fraglich, ob dieser Schutz dort vorlag.
Hinzu kommen Bewegungsmelder – die aber natürlich erst anschlagen, wenn Räuber schon im Raum sind. Dort nämlich wird es deutlich einfacher. „Die Schließfächer bekommt man auch mit einem Brecheisen auf“, sagt Deuter. Neuere Fächer haben immerhin Systeme verbaut, die bei den Bankmitarbeitern Alarm schlagen. Was aber fast überall fehlt: Kameraüberwachung. „Videoüberwachung ist sehr ungewöhnlich“, sagt Deuter. „Denn das wollen die Kunden nicht.
Quelle:
https://www.capital.de/geld-versicherungen/bankraub-sparkasse-gelsenkirchen--ist-das-geld-im-schliessfach-sicher--37006304.html


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03.01.2026 um 21:38
Zitat von RogueSixRogueSix schrieb:Der richtige/echte Tresorbereich ist -wie Du wissen wirst- ja normal sowohl physisch, als auch "geistig", gesichert, so dass der Bereich nur im Vieraugenprinzip geöffnet werden kann, mithin eine Person physisch mit Schlüssel und eine weitere Person hat den Code = "geistig" ... niemals darf eine Person beides haben, auch nicht der Filialleiter oder der Herr Vorstandsvorsitzende. Absolut niemand.
Das stimmt so nur teilweise. Kommt wahrscheinlich auf die Architektur des Gebäudes an. Es gibt dieses System, dass man sich legitimiert, einen zweibärtigen Schlüssel hat, ein Bankangestellter mitgeht, und der Reihe nach das Schließfach aufgeschlossen wird.

Bei mir ist das z.B. nicht so. Da gibt es einen "Tresorbereich", in welchen man 7x24 mit der EC-Karte kommt. In dem Raum ist man zwar kameraüberwacht, aber alleine. Man gibt in ein System einen Zahlencode ein. Dann macht es ratterratterratter und durch einen Aufzug wird "meine" Kassette geliefert. Für diese brauche ich wiederum einen Schlüssel. Ich habe das mit anderen Filialen meiner Bank verglichen. Es ist mal so, mal so. Ich vermute, dass man in älteren Gebäuden noch das alte System mit den Räumen mit Schließfächern hat, in neueren Gebäuden dieses von mir beschriebene sichere System verwendet.


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03.01.2026 um 22:15
@JamesRockford

Deswegen habe ich oben von "richtigem/echtem" Tresorbereich geschrieben :) ... und ich denke mal, dass Deine Kassette auch in einem eben solchen Bereich lagert, also der Aufzug die Kassette von dort "bezieht". Du bist mit Deiner EC-Karte da ja im Kundenbereich und nicht mal im Ansatz in einer Räumlichkeit, die man ernsthaft als "Tresorbereich" bezeichnen könnte.

In den richtigen Tresorbereich, also ganz klassisch mit entsprechender Panzertür, kommt man in der Regel nur mit der Kombination aus physischem und geistigem Schließmittel rein. Dazu kommt auch noch eine Zeitschaltung, so dass nachts, selbst wenn Kriminelle beide Personen (also diejenige mit Schlüssel und diejenige mit Code) per Waffengewalt zum Öffnen des Tresors zwingen wollen würden, dieser sich nicht aufschließen lassen würde.

Im Grunde wäre das mal interessant zu wissen, ob es bei der SPK Gelsenkirchen so ist, dass die Schließfächer hinter so einer Panzertür im eigentlichen Tresorbereich liegen oder ob es hier separate Sicherheitsbereiche gibt und die Bezeichnung "Tresorbereich" vorliegend eher umgangssprachlich verwendet wurde.
Denn der "richtige" Tresorbereich müsste eigentlich mit Vibrationsmeldern usw. gesichert sein, weswegen es wirklich ein Mysterium ist/wäre, wenn die Schließfächer tatsächlich im "echten" Tresorbereich liegen würden, wie das ohne Alarm über die Bühne gehen konnte.


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03.01.2026 um 22:32
Zitat von RogueSixRogueSix schrieb:Im Grunde wäre das mal interessant zu wissen, ob es bei der SPK Gelsenkirchen so ist, dass die Schließfächer hinter so einer Panzertür im eigentlichen Tresorbereich liegen oder ob es hier separate Sicherheitsbereiche gibt und die Bezeichnung "Tresorbereich" vorliegend eher umgangssprachlich verwendet wurde.
Denn der "richtige" Tresorbereich müsste eigentlich mit Vibrationsmeldern usw. gesichert sein, weswegen es wirklich ein Mysterium ist/wäre, wenn die Schließfächer tatsächlich im "echten" Tresorbereich liegen würden, wie das ohne Alarm über die Bühne gehen konnte.
Genau das würde mich auch interessieren. Wenn der Alarm ausgeschaltet wurde, wären Schaltpläne und Infos über das Sicherheitssystem erforderlich, die man nicht so einfach bekommt.

Mit meiner Differenzierung wollte ich auch nur darauf hinweisen, dass es in einer Bank wie der "meinigen" eben nicht ausreicht, ein Schließfach zu haben, um zu wissen, wo der Tresorbereich liegt.


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03.01.2026 um 22:57
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Genau das würde mich auch interessieren. Wenn der Alarm ausgeschaltet wurde, wären Schaltpläne und Infos über das Sicherheitssystem erforderlich, die man nicht so einfach bekommt.
Selbst wenn man solche Pläne hätte, dann geht das auch nicht so einfach, weil jede Alarmanlage (jedenfalls in der Qualität, die bei Banken verbaut wird) einen Selbstschutz hat. Man müsste sich da schon extrem genau auskennen, um einen Sabotagealarm zu verhindern.
Sabotage wird schon ausgelöst, wenn die Anlage stromlos gemacht wird und wenn der Akkubetrieb/Redundanz der Anlage startet. Da muss man nicht mal Leitungen durchknipsen oder Melder abreißen.

Wenn eine sogenannte Errichterfirma (Einbauer der Alarmanlage) vor Ort fährt, um Wartungen an der Alarmanlage durchzuführen, dann rufen die immer in der Notruf- und Serviceleitstelle an, wo die Bank aufgeschaltet ist und lassen gegen Kennwort entweder die komplette Anlage oder -im Falle von Teilwartungen- bestimmte Linien abschalten.

Eine Linie kann z.B. der "Einbruch" sein, eine weitere Linie der "Überfall" und wiederum eine weitere die "Sabotage" usw.
Meist gibt es darüber hinaus auch noch Überwachungen der Leitungen. Hierbei gibt es dann auch noch Differenzierungen, z.B. muss für eine VdS Zertifizierung (bei Banken üblich) der Tresorbereich ständig "online" sein, so dass ausnahmslos jede Unterbrechung der Verbindung zu einer Alarmierung führt. Dies kann bei dem Filialbereich/Schalterraum dagegen schon deutlich laxer sein.

Welche Technik letztlich hinter diesen Linien vor Ort installiert ist, ist sehr unterschiedlich. Da gibt es im Sicherheitsbereich einen absoluten Wildwuchs und relativ wenige Standards (durchaus gewollt, damit sich Kriminelle nicht auf Standardsysteme "spezialisieren" können).

WENN die Täter im vorliegenden Fall eine Abschaltung der Alarmanlage erreicht hätten, dann vermute ich eher, wie in meinem Eingangspost hier geschrieben, dass sie es -wie auch immer- irgendwie geschafft haben könnten, dass die Anlage unter dem Vorwand von Bauarbeiten bei der Notruf- und Serviceleitstelle abgemeldet war.
Für eine physische Vor-Ort-Abschaltung hätten sie sich ja nicht nur Zugang zum Schließfachraum, sondern darüber hinaus auch noch Zugang zu den Technikräumen bzw. zur Alarmzentrale/Gefahrenmeldeanlage verschaffen müssen, d.h. Überwindung weiterer Türen und Bereiche, alles ohne Alarm auszulösen. Das würde das Ganze noch mysteriöser erscheinen lassen, wie das gegangen sein sollte...


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03.01.2026 um 23:12
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ja, das könnte gut sein, auch gerade bei "Normalsterblichen", also eigentlich ganz ehrlichen und biederen Leuten.
Ja, ich glaube, da ist das Schulbewusstsein häufig auch gering "ich habe so hart dafür gearbeitet" ....
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Naja, das sind dann aber durchaus noch überschaubare Werte. "Oh, ich habe ja ganz vergessen, in meinem Bankschließfach liegt ja noch eine Million in Bar, also sowas, ja, Kleingeld vergisst man halt leicht..." dürfte wohl die absolute Ausnahme sein.
Ja, mitunter weiß man aber gar nicht, was was wert ist. Da überschätzt man den Wert leicht.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie das im Einzelnen funktioniert, also ob da, wenn im Tresorbereich Alarm ausgelöst wird, erstmal jemand kommt, die Tür aufsperrt und reinschaut.

Denn: Das wäre ja der einfachste Trick: Ich deponiere eine Rauchbombe im Schließfach die am Tag x um y Uhr losgeht, und wenn der Hausmeister kommt mit dem Schlüssel um die Tür aufzusperren halte ich ihm eine Pistole an den Kopf und zwinge ihn aufzumachen und ruhig zu bleiben bis ich alles ausgeräumt habe. Da kann ich mir die Mühe sparen, durch die Wand zu bohren.
Ich denke, dass sie das bedacht haben. Vielleicht ist die Tür auch so, dass sie nur zu bestimmten Zeiten aufgeht, so dass man sich einen Überfall vorher sparen kann. Oder es gibt automatisch Alarm. Es wird schon Sinn machen, warum sie so herum vorgehen.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Deshalb denke ich mal, dass das bei einer Bank etwas komplizierter sein wird als bei einer Schule.
Das stimmt natürlich. Vermutlich gibt es auch ein Sicherheitssystem, dass zwei Leute jeweils einen halben Code haben und/oder die Tür nur zu bestimmten Zeiten aufgeht.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Mal ganz abgesehen von der Frage, was und wie denn im Tresorraum selbst überhaupt ein Feuer ausbrechen soll.
Aber vielleicht wissen das andere User besser.
Gut, da liegt ja Strom - Kabelbrände, Kurzschlüsse, etc. Das geht sicher.
Zitat von SlateratorSlaterator schrieb:Allerdings. Die müssen eine sehr effiziente und schnelle Technik gehabt haben um alles in so kurzer Zeit auszuräumen. Wobei ja nicht genau klar ist, wieviel Zeit die Täter präzise damit verbrachten, die Schließfächer zu knacken und zu räumen. Dazu kommt ja dann auch der Abtransport. Geld benötigt nur Volumen und wiegt kaum etwas. Schmuck hingegen hat Gewicht und deshalb muss man es auf einige Taschen aufteilen. Das war wirklich eine menge Arbeit. Ziemlich erstaunlich, wie das so klappen konnte.
Ich habe glaube ich auch verpasst, warum niemand das Bohren und das Loch in der Tiefgarage gesehen hat. Standen da keine anderen Autos?
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Natürlich würden sich die Familienangehörigen des Hausmeisters auch nicht wundern, wenn er erstmal paar Stunden nicht mehr wieder kommt? Bei der Menge an Schließfächern ist der Aufbruch ja nicht schwuppdiwupp erledigt.
Ich denke auch, dass du ein "Vier-Augen-Prinzip" brauchst - denke an den Fall Bögerl, der konnte das Geld nicht mal während der Öffnungszeit rechtzeitig besorgen.
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Klar, aber das Risiko ist geringer als da ein Loch durch die Wand zu bohren. Mal abgesehen von der Möglichkeit, dass man den Angehörigen in dem Augenblick wo er weg ist, auch Besuch abstatten kann.
Und wer eine Pistole am Kopf hat, ruft dann auch nicht die Polizei weil Vattern nicht zurückgekommen ist. So wie man es früher gemacht hat, als noch irgendwelche Bankdirektoren die Schlüssel zu Hause hatten.
Ich denke, dass das heute nicht mehr geht.
Zitat von HolzaugeSHKHolzaugeSHK schrieb:Was ich nicht genau verstehe, ein Parkhaus wird doch (video-)überwacht, vorallem die Ein- und Ausfahrt und weitere Bereiche. Wenn da plötzlich eine maskierte Person eine Schranke hochhebt, warum schreitet da nicht sofort eine Aufsichtsperson des Parkhauses ein - geschlafen oder auf dem Handy gedattelt in der Zwischenzeit?
Vielleicht hat er es auch "gefließenlich" übersehen, wenn du da ausrückst ist die Gefahr, dass du eins auf die Nase bekommst, ziemlich hoch. Vermutlich, wenn es bemerkt wurde, ging die Person vermutlich nur von Parkbetrug etc. aus.
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Ein hauseigener Safe wäre zwar eine Option, aber dazu bedarf es einen Wohnsitz.
Ja, und dann hast du das Problem, dass die wieder bei dir einbrechen und dich solange bedrohen, bis du ihn aufmachst. Oder solange mit dem Presslufthammer agieren, bis sie ihn mitnehmen.


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

03.01.2026 um 23:38
Zitat von RogueSixRogueSix schrieb:Selbst wenn man solche Pläne hätte, dann geht das auch nicht so einfach, weil jede Alarmanlage (jedenfalls in der Qualität, die bei Banken verbaut wird) einen Selbstschutz hat. Man müsste sich da schon extrem genau auskennen, um einen Sabotagealarm zu verhindern.
Sabotage wird schon ausgelöst, wenn die Anlage stromlos gemacht wird und wenn der Akkubetrieb/Redundanz der Anlage startet. Da muss man nicht mal Leitungen durchknipsen oder Melder abreißen.
Über diese Schiene müsste aber meiner Meinung nach genau nachvollziehbar sein, wer wusste, wie man einen Sabotagealarm verhindert. Diese Informationen sind ja nicht Hinz und Kunz zugänglich. Ich würde auch vermuten, dass der Personenkreis der Involvierten einer besonderen Verschwiegenheit unterliegen. Ich gehe davon aus, dass die Täter nicht blind oder zufällig im Tresorraum gelandet sind, sich dann am Kopf gekratzt haben und gesagt haben: "Puh, was machen wir denn jetzt?" Meiner Meinung nach haben sie ganz genau gewusst, wo sie den Durchbruch machen und wie sie alle Systeme außer Kraft setzen, ohne damit einen Sabotagealarm auslösen. Das erfordert jede Menge Insiderwissen.


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

03.01.2026 um 23:53
Ursprünglich hatte ich nicht die Absicht, mich zu einer bestimmten These zu äußern. Dennoch möchte ich im Folgenden meine Überlegungen sachlich und nachvollziehbar darlegen.

1. Zugang ohne vorhandene Alarmanlagen

Ich vermute, dass der Tresorraum – wie es auch von ehemaligen Angestellten gegenüber Medien geäußert wurde – über kein eigenständiges Sicherheitssystem verfügt. Unabhängig davon gehe ich jedoch davon aus, dass die Bankfiliale insgesamt alarmgesichert ist.

Worauf ich hinaus möchte, lässt sich wie folgt zusammenfassen: Betrachtet man die Situation aus einer vereinfachten und naiven Perspektive und setzt voraus, dass die örtlichen Gegebenheiten bekannt waren, hätte ein unbefugtes Betreten der Filiale während der Schließzeiten zwangsläufig einen Alarm auslösen müssen. Möglicherweise sind auch die Verantwortlichen der Bank von dieser Annahme ausgegangen – nämlich, dass jeder, der Zugang zum Tresorraum erlangen möchte, zwangsläufig zunächst die alarmgesicherte Bankfiliale betreten muss. Der Zutritt fand jedoch durch den „Keller“ statt wodurch die Bankfiliale bzw. der übliche Weg umgangen wurde.

Quelle: Bildzeitung

2. Auffälligkeiten an der Bohrung

Auf dem offiziell veröffentlichten Bild der Bohrung ergeben sich für mich mehrere Fragen. Rechts neben der Bohrstelle wirkt der Bereich augenscheinlich verkohlt beziehungsweise angebrannt, als hätte dort ein Brand oder zumindest eine starke Hitzeentwicklung stattgefunden. Zudem befindet sich unmittelbar davor ein Feuerlöscher.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob dieser Umstand möglicherweise den zweiten Brandmeldealarm ausgelöst hat. Ebenso ist zu überlegen, ob die Tatverdächtigen möglicherweise versucht haben, einen Brand zu legen oder ob es im Zuge der Tat zu einer unbeabsichtigten Brandentwicklung gekommen ist.


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3. Bewertung des ersten Brandalarms

Wenn der erste Brandalarm laut Brandmeldeanlage in der Filiale ausgelöst wurde – was bekanntlich auch durch Staubentwicklung geschehen kann –, bleibt festzuhalten, dass seitens der Feuerwehr und der Polizei offenbar keine außergewöhnlichen Feststellungen gemacht wurden. Zumindest scheint es zu diesem Zeitpunkt keine eindeutigen Hinweise auf eine konkrete Gefahrenlage gegeben zu haben. So wäre eine Auslösung im oberen Teil der Bank, eben in der Filiale, möglich. Die BMA wird zurückgesetzt und die Einsatzstelle der Polizei bzw. der Bank übergeben.

4. Insiderwissen

Nach dem derzeitigen Stand der öffentlich bekannten Informationen verfügen die Ermittlungsbehörden bislang nur über begrenzte Erkenntnisse.

Meiner Einschätzung nach ist ein derartiger Einbruch nicht ohne Weiteres durchführbar. Er setzt vielmehr umfassende Kenntnisse über die betreffende Filiale sowie insbesondere über die baulichen Gegebenheiten der Tiefgarage voraus. Das bloße Anmieten eines Schließfachs dürfte dabei kaum zielführend sein, da weiterhin entscheidendes Wissen fehlt – etwa darüber, welche Wand, welcher Zugang oder welches Eindringen über das Parkhaus tatsächlich möglich wäre. An diesem Punkt gelangt man zwangsläufig zur Annahme eines erheblichen Insiderwissens. Genau hier, so meine Vermutung, müssen die Ermittlungen mit besonderer Priorität und Konsequenz ansetzen.

Spekulativ betrachtet erscheint es sinnvoll, einen Zeitraum von etwa fünf Jahren rückwirkend zu analysieren. Dabei sollten insbesondere folgende Aspekte geprüft werden:
• Wer stand in diesem Zeitraum in einem Beschäftigungsverhältnis zur Filiale?
• Welche externen Firmen waren dort tätig (z. B. Klempner, Rohrreinigungen, Monteure)?
• Welches Unternehmen war für die Reinigung zuständig?
• Wer verwaltete das Gebäude, insbesondere im Hinblick auf Bau- und Lagepläne?
• Wer war für die Verwaltung des Parkhauses verantwortlich?
• Fanden Geldtransporte statt, und wenn ja, durch welche Unternehmen?

Werden all diese Punkte systematisch abgearbeitet, sollte sich letztlich ein vollständiges Bild aller Personen ergeben, die jemals über ein bloßes Abheben von Geld hinaus mit der Filiale oder den Räumlichkeiten zu tun hatten.

In einem nächsten Schritt hielte ich eine umfassende Zeugenvernehmung dieses Personenkreises für zweckmäßig. Eine solche Maßnahme wäre zunächst ausschließlich im Rahmen einer Zeugenbefragung möglich. Dabei käme es maßgeblich auf die Art der Befragung und das Verhalten der Betroffenen an. Sollten Auffälligkeiten wie ungewöhnlich langes Überlegen, widersprüchliche Angaben oder andere verdächtige Verhaltensweisen auftreten – Aspekte, für die erfahrene Ermittlungsbeamte bekanntlich sensibilisiert sind –, bestünde die Möglichkeit, den Status der betreffenden Person zu ändern und sie als Beschuldigte zu führen.

Verweigert eine solche Person anschließend die Aussage, wozu sie selbstverständlich berechtigt ist, kann dies zumindest als ein weiteres auffälliges Indiz gewertet werden. Noch gravierender wäre es jedoch, wenn einzelne Personen aus dem relevanten Personenkreis nicht auffindbar wären, was auf eine mögliche eigene Tatbeteiligung hindeuten könnte.

Es bleiben zahlreiche offene Fragen. Gleichwohl bin ich überzeugt, dass sich der Sachverhalt letztlich aufklären lässt. Die Tatverdächtigen dürften sich der aktuellen Lage sehr bewusst sein und entsprechend unter erheblichem Druck stehen.

4. Zollamt

Dringend sollte zudem der Zoll in die Ermittlungen einbezogen werden. Nach derzeitigem Eindruck stehen offenbar hohe Geldbeträge im Raum, deren Herkunft, Verbleib und steuerliche Relevanz einer eingehenden Überprüfung bedürfen.

Insbesondere bei derartigen Summen ist eine Prüfung auf mögliche Verstöße gegen zoll-, steuer- und geldwäscherechtliche Vorschriften unerlässlich. Der Zoll verfügt über die notwendige fachliche Zuständigkeit und Erfahrung, um entsprechende Finanzströme nachvollziehen und bewerten zu können. Eine frühzeitige Einbindung könnte daher wesentlich zur Aufklärung des Gesamtkomplexes beitragen und weitere strafrechtlich relevante Sachverhalte offenlegen.

Habe fertig & viele Grüße
Nachtverhör


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04.01.2026 um 00:22
@JamesRockford

Ja natürlich wird da großzügig ausgekundschaftet worden sein und da man nicht so einfach in den Schließfachraum gelangen kann, bleiben da auch nur wenige Möglichkeiten: Die Täter waren da entweder mehrfach als (Fake-)Kunden oder mal als Mitarbeiter eines z.B. Handwerksbetriebs unterwegs.

Du gehst von einem Außerkraftsetzen von Systemen aus, aber genau DAS ist ja vorliegend die große Millionen-Euro-Frage :) .

Wurden überhaupt Systeme außer Kraft gesetzt und wenn ja, wie und an welcher Stelle?

Die Täter werden sich für den Durchbruch eine dem Augenschein nach ungesicherte Stelle ausgesucht haben, wo sie sich sicher sein konnten, dass sie zumindest nicht direkt von Meldern erfasst werden konnten.

Aber warum sie sich so sicher waren hinsichtlich "indirekter" Entdeckung wie z.B. durch Vibrationsmelder usw. ist auf jeden Fall etwas mysteriös. Waren sie sich überhaupt sicher? Oder hing, zumindest während der Bohrphase, alles an mehreren "Schmierestehern"?

Vielleicht haben sie hier tatsächlich auch schon mal vorgetastet und haben an einem der vorherigen Wochenenden abends/nachts "probegebohrt", um zu testen, ob dann kurze Zeit später Polizei auftaucht? Als das nicht der Fall war, waren sie sich eventuell relativ sicher, dass die Vibrationen keinen Alarm auslösen würden (ein Restrisiko wäre natürlich geblieben).

Man weiß es nicht und wir werden es wegen der sensiblen Thematik vermutlich auch leider nie genau erfahren.

Ich vermute sie waren während der Bohrphase noch sprungbereit zur Flucht, weil sie sich eben nicht sicher sein konnten, dass da nicht doch noch ein Melder auslöst. Die scheinbare "Entspannung" setzte mutmaßlich erst danach ein, weil sie wussten, dass im Schließfachraum an sich nicht mehr viel passieren kann, da dort unmittelbar keine Melder verbaut waren.

Trotz eventueller Restunsicherheiten dann so viele Stunden vor Ort zu verbringen, spricht schon für eine ausgesprochene Abgebrühtheit. Ich halte es deswegen auch wie gesagt für möglich, dass sie es unter einem Vorwand/Trick irgendwie geschafft haben könnten, dass die Alarmanlage für vorgebliche Baumaßnahmen an dem Wochenende bei der Alarmzentrale abgemeldet wurde.
Das wird für die Ermittler durch die Protokollierung bei der Notruf- und Serviceleitstelle aber sehr schnell herauszufinden (gewesen) sein. Die Frage ist, ob die Öffentlichkeit das erfahren würde, wenn das die Methode gewesen wäre und das glaube ich eher nicht.


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04.01.2026 um 00:44
@Nachtverhör
Vielen Dank für deine beeindruckende Analyse.

Hier stolpere ich allerdings etwas:
Zitat von NachtverhörNachtverhör schrieb:Dringend sollte zudem der Zoll in die Ermittlungen einbezogen werden. Nach derzeitigem Eindruck stehen offenbar hohe Geldbeträge im Raum, deren Herkunft, Verbleib und steuerliche Relevanz einer eingehenden Überprüfung bedürfen.

Insbesondere bei derartigen Summen ist eine Prüfung auf mögliche Verstöße gegen zoll-, steuer- und geldwäscherechtliche Vorschriften unerlässlich. Der Zoll verfügt über die notwendige fachliche Zuständigkeit und Erfahrung, um entsprechende Finanzströme nachvollziehen und bewerten zu können. Eine frühzeitige Einbindung könnte daher wesentlich zur Aufklärung des Gesamtkomplexes beitragen und weitere strafrechtlich relevante Sachverhalte offenlegen.
Falls einige Vermögenswerte, wie vermutet wird, auch als "Schwarzgeld" vorgelegen haben, kann der Zoll derzeit doch noch nicht viel zur Aufklärung des Raubes beitragen? Das entsprechende Kundenklientel wird ja nicht so naiv sein, die illegitimen Vermögenswerte anzugeben.


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

04.01.2026 um 00:46
Zitat von RogueSixRogueSix schrieb:Vielleicht haben sie hier tatsächlich auch schon mal vorgetastet und haben an einem der vorherigen Wochenenden abends/nachts "probegebohrt", um zu testen, ob dann kurze Zeit später Polizei auftaucht? Als das nicht der Fall war, waren sie sich eventuell relativ sicher, dass die Vibrationen keinen Alarm auslösen würden (ein Restrisiko wäre natürlich geblieben).
Ich verstehe, worauf Du hinauswillst. Das wäre eine Variante, dass bereits ein Wochenende davor ein Testlauf lief. Wenn die Vibrationen Alarm ausgelöst hätten, wären sie 10 Minuten später über alle Berge gewesen. Möglicherweise kalkulierten die Täter auch ein, dass die Zentralen der Meldestellen über Weihnachten nicht vollbesetzt waren.
Zitat von RogueSixRogueSix schrieb:Trotz eventueller Restunsicherheiten dann so viele Stunden vor Ort zu verbringen, spricht schon für eine ausgesprochene Abgebrühtheit. Ich halte es deswegen auch wie gesagt für möglich, dass sie es unter einem Vorwand/Trick irgendwie geschafft haben könnten, dass die Alarmanlage für vorgebliche Baumaßnahmen an dem Wochenende bei der Alarmzentrale abgemeldet wurde.
Das würde implizieren, dass die Täter deutschsprachig waren, oder? In der Presse wird ja vermutet, dass die Täter aus den Niederlanden kamen.
Zitat von NachtverhörNachtverhör schrieb:Dringend sollte zudem der Zoll in die Ermittlungen einbezogen werden. Nach derzeitigem Eindruck stehen offenbar hohe Geldbeträge im Raum, deren Herkunft, Verbleib und steuerliche Relevanz einer eingehenden Überprüfung bedürfen.
Also wenn jemand in einem Schließfach Schwarzgeld gebunkert hat, wird er es kaum der Versicherung melden können. Die Werte, die in dem Schließfach sind, müssen nachgewiesen werden. Bei Schwarzgeld ist das schlecht möglich. Man sollte auch nicht per se davon ausgehen, dass jeder, der ein Schließfach hat, Dreck am Stecken hat. Woher die Info mit den hohen Geldbeträgen kommt, deren Herkunft einer eingehenden Überprüfung bedarf, ist mir sowieso schleierhaft. Das sind Annahmen und Mutmaßungen und letztlich üble Unterstellungen. Die Ermittler sollten sich auf diejenigen fokussieren, die dreist das Eigentum anderer an sich genommen haben, und nicht diejenigen kriminalisieren, die ihr Eigentum in Sicherheit bringen.


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

04.01.2026 um 00:59
Zitat von two-centstwo-cents schrieb:Falls einige Vermögenswerte, wie vermutet wird, auch als "Schwarzgeld" vorgelegen haben, kann der Zoll derzeit doch noch nicht viel zur Aufklärung des Raubes beitragen? Das entsprechende Kundenklientel wird ja nicht so naiv sein, die illegitimen Vermögenswerte anzugeben.
Zitat von JamesRockfordJamesRockford schrieb:Also wenn jemand in einem Schließfach Schwarzgeld gebunkert hat, wird er es kaum der Versicherung melden können. Die Werte, die in dem Schließfach sind, müssen nachgewiesen werden. Bei Schwarzgeld ist das schlecht möglich. Man sollte auch nicht per se davon ausgehen, dass jeder, der ein Schließfach hat, Dreck am Stecken hat. Woher die Info mit den hohen Geldbeträgen kommt, deren Herkunft einer eingehenden Überprüfung bedarf, ist mir sowieso schleierhaft. Das sind Annahmen und Mutmaßungen und letztlich üble Unterstellungen. Die Ermittler sollten sich auf diejenigen fokussieren, die dreist das Eigentum anderer an sich genommen haben, und nicht diejenigen kriminalisieren, die ihr Eigentum in Sicherheit bringen.
Auch wenn die Schließfächer lediglich bis zu einer Schadenssumme von 10.300 € versichert sind, werden Angaben wie etwa das Hinterlegen von 100.000 € Bargeld zwangsläufig weitergehende Prüfungen nach sich ziehen. Die Zoll- bzw. Ermittlungsbehörden sind befugt, den Inhaber der Schließfächer mit entsprechenden Angaben zu konfrontieren und die Herkunft der genannten Geldsumme zu überprüfen.

Unabhängig davon ist davon auszugehen, dass sich im weiteren Verlauf der Ermittlungen zusätzliche Sachverhalte ergeben werden. Es spricht einiges dafür, dass der tatsächliche Umfang der Angelegenheit über das bislang angenommene Maß hinausgeht und möglicherweise mehr dahintersteckt, als derzeit von den Ermittlern angenommen wird.

Ohne jegliche diskriminierende Intention festzustellen oder eine bestimmte Meinung zu vertreten, ist anhand des vorliegenden Videomaterials erkennbar, dass ein Teil der Schließfachinhaber offenbar keinen deutschstämmigen Hintergrund aufweist. Unabhängig davon ist bekannt, dass organisierte Familien- oder Clanstrukturen – unabhängig von Größe oder Herkunft – teils erhebliche finanzielle Umsätze generieren können.

Sollte eine Gruppierung beispielsweise über mehrere Schließfächer verfügen, in denen jeweils hohe Bargeldbeträge (etwa 100.000 €) verwahrt wurden, ergibt sich daraus insgesamt eine beträchtliche Summe. Solche Werte können wiederum für andere kriminelle Gruppierungen einen Anreiz darstellen, sich Zugang zu diesen Vermögenswerten zu verschaffen.

Vergleichbare Fälle aus der jüngeren Vergangenheit zeigen, dass bereits bei deutlich geringeren Beträgen schwere Straftaten, teils mit Verletzten oder Todesopfern, verübt wurden.

Vor diesem Hintergrund erscheint es sachgerecht, zum jetzigen Zeitpunkt keine Hypothesen auszuschließen und sämtliche denkbaren Szenarien in die Betrachtung einzubeziehen. Erfahrungsgemäß greifen unterschiedliche Sachverhalte häufig ineinander und entwickeln eine Dynamik, die erst im Verlauf umfassender Ermittlungen vollständig erkennbar wird.

Vor diesem Hintergrund halte ich die Einbindung des Zolls für einen wesentlichen Bestandteil der Ermittlungen. Es erscheint durchaus plausibel, dass einzelne Namen oder Personen bereits zuvor beim Zoll auffällig geworden sind und entsprechende Erkenntnisse vorliegen.

Darüber hinaus haben mehrere Inhaber der Schließfächer gegenüber der Presse bereits angegeben, erhebliche Bargeldsummen darin aufbewahrt zu haben. Nach diesen Aussagen sollen sich die Beträge teils im hohen sechsstelligen Bereich bewegt haben; genannt wurde unter anderem eine Summe von bis zu 300.000 €. Auch wenn mir der entsprechende Presseartikel derzeit nicht konkret vorliegt, unterstreichen solche Angaben die Relevanz weitergehender finanz- und zollrechtlicher Prüfungen.

Ich werde bei Auffindung des Links diesen noch nachreichen.

Nächtliche Grüße,
Nachtverhör


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

04.01.2026 um 01:11
Zitat von NachtverhörNachtverhör schrieb:Es erscheint durchaus plausibel, dass einzelne Namen oder Personen bereits zuvor beim Zoll auffällig geworden sind und entsprechende Erkenntnisse vorliegen.
Verstehe. Das habe ich nicht bedacht!


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Einbruch Bank Gelsenkirchen 2025

04.01.2026 um 01:24
Zitat von NachtverhörNachtverhör schrieb:Darüber hinaus haben mehrere Inhaber der Schließfächer gegenüber der Presse bereits angegeben, erhebliche Bargeldsummen darin aufbewahrt zu haben. Nach diesen Aussagen sollen sich die Beträge teils im hohen sechsstelligen Bereich bewegt haben; genannt wurde unter anderem eine Summe von bis zu 300.000 €.
Und diese Leute haben dann einfach Pech gehabt. Shit happens. Wenn ein Schließfach bei dieser Bank nur bis zu 10.300 Euro versichert werden kann, und ich dort Schwarzgeld in Höhe von 300.000 Euro bunkere, sollte ich mich fragen, ob ich meinen Verstand noch beieinander habe.

Diese Leute, die der Presse gegenüber behaupten, Beträge in Höhe von bis zu 300.000 Euro deponiert zu haben, denken vielleicht nicht über die Tragweite ein solchen Angabe nach. Natürlich muss man auch dem nachgehen. Aber wer wirklich Dreck am Stecken hat, wird einen Teufel tun und den Inhalt seines Schließfaches angeben. Dann ist das Geld von einem Verbrecher zum anderen gelangt. Linke Tasche, rechte Tasche. Diesen Leuten kommt man doch sowieso nicht auf die Schliche. Rumheulen, weil irgendwelches Drogengeld geklaut wird, ist eigentlich schon ziemlich komisch.

Ich staune schon ein wenig, wie reich dieses Gelsenkirchen ist. Wenn man sich diese Stadt anschaut, hält man das kaum für möglich!

Diese Clanstrukturen haben sich derartig etabliert in Deutschland, dass einem die Worte fehlen. Und da bin ich ganz bei Dir, dass man diesen Sumpf trockenlegen muss.


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