Kriminalpsycho schrieb:Glaubt mir, jemand der da große Mengen Schwarzgeld versteckt, stellt sich vor keine Kamera und weint rum so und so viel Geld verloren zu haben.
Es gibt schon dreiste Menschen. Und wer da Bargeld oberhalb der Versicherungsgrenze lagerte, tat dies nur, weil er es anders nicht "lagern" konnte, also auf einem Konto. Das taten die Leute wissentlich. Als ich mir für ein Schließfach die infrage kommenden Banken ansah, also deren Angebote, war bei Bank 1 explizit erwähnt, dass Bargeld NICHT im Schließfach gelagert werden darf und auch von der Versicherung (12 000 Euro) ausgeschlossen ist. Auch eine Höherversicherung (35 000 Euro) über die Bank, die dieses anbot, hätte keinen Schutz für gelagertes Bargeld gegeben.
Alle drei hatten auch gemein, dass man ausdrücklich über die Haftgrenzen und die erlaubten und verbotenen Gegenstände informiert wurde, ebenso über die (versicherten) Grenzen bzw. das Verbot von Bargeld und dafür ausdrücklich unterschreiben musste. Ich gehe stark davon aus, dass genau das auch die betroffene Sparkasse gemacht hat. Und wer eben doch mehr da drin lagerte, tat dies nicht aus Duselei oder so, sondern absichtlich.
behind_eyes schrieb:Möchte man dies automatisieren
Wie man das automatisieren kann, kann ich mir schwer vorstellen. Persönlich nur "halbautomatisch", also dass schon ein Täter aktiv arbeitet aber mit der Hilfe von (hydraulischen) Werkzeugen. Es werden ja immer wieder bei Feuerwehren diese Werkzeuge geklaut. Wobei, die haben sich nen Kernbohrer besorgt, da kann man sich auch solches Werkzeug besorgen. Das gibts mit Akkubetrieb, per Generator oder eben Strom. Spreizer oder Schere. Dagegen haben die Schließfächer nichts aufzubieten.
Kriminalpsycho schrieb:Die Größe des Lochs und ob jemand durchpasst oder nicht finde ich daher wichtig,
Natürlich ist das wichtig. Der eine Täter, der im Parkhaus zu sehen war, war ein wenig moppelig, den sehe ich da nicht durch das Loch kommen.
Kriminalpsycho schrieb: um zu wissen, ob dies der einzige Zugang zum Tresor war, oder ob jemand da noch weitergeholfen hat, mit einer anderen Tür.
Da gibts nur eine, die Tresorraumtür. Und das wird aufgezeichnet. Auch kann das Ding keiner alleine aufmachen. Minimum sind das Vier-Augen-Prinzip, mit mindestens zwei unterschiedlichen Faktoren (Schlüssel, Zahlenschloß, Codekarte), wo beide Personen einen jeweils anderen Faktor haben müssen (der eine ist der Schlüsselmeister, der andere der
Torwächter Zahlenmeister). Neuerdings auch, dass mindestens einer sogar zwei Faktoren braucht, oder beide. Dazu Zeitschlößer (d.h. dass man das Ding zu gewissen Zeiten gar nicht aufmachen kann) und die Spitze (was bei einigen auch schon gibt) sind eben noch neben den ganzen Sachen, auch die externe Freigabe durch eine Sicherheitszentrale.
Letzteres kann sein, weiß man nicht, aber Zeitschloß und mehrere Personen mit mehreren Faktoren sind auf jeden Fall nötig. Also von einer aktiven Hilfe
während des Raubes, durch öffnen des Tresors braucht man nicht ausgehen. Im Vorfeld, durch Informationen, Manipulationen, Key-Card usw, ja.