Slaterator schrieb:Interessant ist ja, dass sie scheinbar "auf dem Boden liegend" gefunden wurden. Ich persönlich sehe das als Hinweis darauf, dass die Kennzeichen gefunden werden sollten. Sonst hätte man sie in irgendeinen Müllcontainer, Graben o.Ä. entsorgt.
Ja, eben. 👍
Nur mal als Gedankenspiel (mit grinsendem Smiley und Ironie):
Der Raub ist ein paar Tage her. Die Beute ist längst aufgeteilt, jeder hat seinen Anteil bekommen und seine Aufgaben erledigt: Werkzeuge entsorgt, Autos verschwinden lassen, Kennzeichen weg, Kleidung weg. Danach trennt sich die Gruppe. Kein Kontakt mehr, kein Treffen, keine Party. Jeder lebt sein Leben weiter oder startet irgendwo neu. So würde man es erwarten, wenn es halbwegs professionell ablief.
Als Ermittler hast du an dem Punkt erstmal nichts mehr in der Hand. Also keine Durchsuchungen, kein Aktionismus.
Stattdessen nimmst du genau dieses eine Detail: das Kennzeichen.
Du stellst es wieder her und sorgst dafür, dass es offensichtlich gefunden wird. Nicht irgendwo im Müll, nicht im Graben, sondern so, dass es Aufmerksamkeit bekommt. Presse, kurze Meldung: „Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs aufgefunden.“
Mehr passiert offiziell nicht.
Inoffiziell aber sehr wohl. Denn natürlich lesen das die Beteiligten. Und dann passiert das Menschliche:
Einer denkt, ein anderer hat Mist gebaut.
Einer schreibt kurz nach.
Ein anderer ruft an, nur um sicherzugehen.
Alte Kontakte, die seit Tagen oder Wochen tot waren, werden für ein paar Minuten wieder aktiv.
Und genau da wird es interessant. Nicht, weil jemand etwas gesteht, sondern weil überhaupt wieder kommuniziert wird. Wer reagiert wann, wer nimmt mit wem Kontakt auf, wer genau nach der Meldung.
Am Ende bleiben sehr wenige übrig, bei denen alles zusammenpasst. So könnte man es machen.
Zum Glück werden wir nicht proforma und permanent abgehört. In Deutschland bleibt das Kennzeichen in der Asservatenkammer liegen und man hofft, dass irgendwann jemand besoffen Mist erzählt…
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Sorry für das OT 😅