Volvic schrieb:Dafür hat man die Poolgeld-Sache und die Oberarzt-Stelle sowie den Chefarzt aber sehr in den Mittelpunkt des Films gestellt.
Ich denke man hätte es deutlich offener gestaltet wenn man sich nicht sicher wäre, dass diese Dinge eine Rolle spielen.
Es kommt selten vor, daß ein Filmfall eine so kleine Zielgruppe hat: wieviel Menschen werden am 21.01.2000 gegen 19:30 - 20 Uhr im Herzzentrum noch Dienst getan haben?
Vielleicht noch 200 - 300, inklusive Pförtner, Technik-, Küchen- und Reinigungspersonal, usw., aber auch nur ,wenn´s hochkommt?
Kürzlich hat hier jemand einen Krankenhausbetrieb schön als "closed-shop-system" bezeichnet.
Jetzt muß man einen Film mit Inhalten über jemanden füllen , ohne Dinge zu erwähnen, die vielleicht nicht in die Öffentlichkeit gehören und das muß keine....
Volvic schrieb:Also hätte sich BB vielleicht auch an eine Krankenschwester herangemacht und ein eifersüchtiger Partner könnte der Täter sein, wäre der Film anderes gestaltet worden.
...Gspusi-Geschichte sein.
Also erwähnt man, das das Opfer ein Mensch gewesen ist, dem "gerechtere Bezahlung" wichtig war und der eventuell kurz davor stand, einen Schritt auf der Karriereleiter zu erklimmen.
Nicht in die Öffentlichkeit gehören würden z.B. Klinik-Interna aus der damaligen Zeit, von denen er Kenntnis gehabt haben könnte, oder über das berufliche hinausgehende, persönliche Beefs mit gewissen Personen, über die die Kripo erstmal nur rudimentäre Kenntnisse, aber gerne mehr wissen würde.
Vielleicht war ja gerade das abschätzige " Matador" ein Hinweis in diese Richtung, mit dem wir externen Zuschauer erst mal kaum was anfangen können, bei der angesprochenen Zielgruppe aber Knöpfe gedrückt hat.
Freundlich schrieb:Naja, es ist für die meisten auch kein Mordmotiv, wenn sich die Frau trennen will, für manche Männer aber schon.
Also so gesehen, sieht man bei Aktenzeichen XY ungelöst ja ständig Abgründe, die unbegreiflich wirken.
Mit dieser Logik hätte der andere Bewerber noch weitere Morde begehen müssen, wenn er den Job trotz des Ablebens von Herrn Benz nicht bekommen hat.