Ich hab gewusst, dass dieses Argument wieder kommt.
Ich weiß nicht, warum das in er wieder diskutiert werden muss. Aber NIEMAND hier rechtfertigt irgendwas. Und natürlich gibt es bessere Lösungen für alles als ein totes Kind. Ich glaube, da würde hier wirklich niemand widersprechen. Es ändert aber nichts daran, dass bessere Lösungen offensichtlich nicht immer die naheliegendsten sind. Und damit sie das werden, muss man darüber sprechen, WARUM solche Taten passieren. Es geht bei Ursachensuche doch nicht darum, etwas zu entschuldigen.
Und, mit Verlaub, es ist schön, dass sich eine Person, die
Gast009 schrieb:Es gibt BabyKlappen und man kann sein Kind zur Adoption freigeben, wenn gar nichts mehr geht.
das hier schreibt, offensichtlich noch nicht die Erfahrung gemacht hat, wie wenig kontrollierbar und wie schnell eskalierend so eine Situation sein kann. Und dass sich diese Person nicht vorstellen kann, dass eine Mutter ihr Kind über alles liebt und TROTZDEM sowas passiert.
Und das meine ich wirklich ohne jeglichen Sarkasmus.
Eine Ablage des Babys in der Babyklappe oder eine Freigabe zur Adoption setzt voraus, dass es sich um eine bewusste Entscheidung handelt. Das sind Kindstötungen durch Mütter aber in der Regel nicht. In der Regel sind das Kurzschlusshandlungen, die aus irgendeiner extremen und akuten Belastungsreaktion resultieren. Oft sind es Reaktionen, die keiner, auch die Mutter, nicht kommen sieht. Und oft tatsächlich von Liebenden Muttern. Dementsprechend ist der Verweis auf die Babyklappe oder Adoption nicht ganz zielführend.
Wie es hier in dem Fall war wissen wir nicht. Vielleicht erfahren wir es nicht. Aber ungeachtet dessen, dass ich hoffe, dass das hier aufgeklärt wird und dann eine entsprechende Strafe verhängt wird, muss endlich dran gearbeitet werden, dass Überforderung viel früher erkannt wird und es schnelle und gezielte Hilfe gibt.