K.Vinski schrieb:Jemand will ein Baby entführen. Wie viele Jahre mußte die Person nachts in einer 18.000 Einwohnerstadt durch die Wohngebiete streunen, bis da eines verfügbar war. Das klang für mich absolut nicht plausibel. In einem Krankenhaus, auf einem Spielplatz... Ja.
Genau. Das war für mich auch ein Punkt. Das ist einfach der eine Zufall zu viel. Mutter geht einkaufen, braucht aus nicht erkennbaren Gründen für 800m 1,5 Stunden, stellt dann kurz den Kinderwagen ab, in einer kleinsten Kleinstadt kurz vor Mitternacht innerhalb der Woche und ausgerechnet da kommt dann ein Entführer vorbei, der dann auch noch das Baby sofort tötet. Das hat gestunken bis zum Himmel.
Ob sie es getötet hat, will ich nicht mal sagen. Kann sein, ich kann mir aber auch andere Szenarios vorstellen. Gerade, wenn man bereits beim Jugendamt bekannt ist aufgrund der Vorgeschichte, kann ich mir auch eine Panikreaktion vorstellen nach einem Unfall oder einem Unglück.
Zur Frage, warum man noch ein weiteres Kind bekommt, wenn's mit dem ersten schon nicht geklappt hat: Naja, zum einen ist das 16 Jahre her und Menschen entwickeln sich ja auch. Ich weiß nicht, wie alt die Mutter ist, aber möglicherweise war sie damals auch noch sehr jung. Außerdem ist es (selbst bei Eltern, die ihre Kinder nicht töten, misshandeln oder ähnliches) immer so, dass die Belastung erst dann wirklich realisiert wird, wenn die Situation da ist. Vorher kann man sich das einfach nicht vorstellen. Und man vergisst es auch wieder. Das ist auch gut so und ergibt evolutionstechnisch Sinn. Ansonsten würde nämlich niemand (mehrere) Kinder bekommen.
Die meisten Kindstötungen passieren irgendwie im Affekt in einer Situation, in der der Elternteil aus irgendeiner akuten Belastungsreaktion heraus unkontrolliert handelt. Das kann ich mir auch hier vorstellen.
Abgesehen davon kann ich mir auch die Beteiligung von jemand anderem vorstellen.
Wir werden sehen. Und das hoffentlich bald.