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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

402 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Baby, Kinderwagen ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 19:23
@Nev82
Du hast Recht, dass muss erstmal gar nichts heißen und dein Argument ist nachvollziehbar.

Ich weiß nicht ob es Statistiken dazu gibt, wieviele Kinder von minderjährigen Müttern tatsächlich in Obhut kommen. Rein aus meinem Bauchgefühl her würde ich behaupten, sooo viele werden das nicht sein.

Hier ist es halt auffällig, dass mit diesem Wissen, welches man bereits aus der Vergangenheit hat, nun ein Baby in der Gegenwart der selben Mutter nicht mehr am Leben ist…mutmaßlich durch ein Tötungsdelikt und das ist daran eine absolute Seltenheit.

Auch zuletzt war ja das JA eingeschalten und mit der Familie/Mutter vertraut, sie ist diesmal keine 16 Jahre alt mehr gewesen.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 19:26
Bitte hier nicht Gewahrsam und U-Haft verwechseln.

U-Haft darf nur angeordnet werden, wenn alle folgenden Voraussetzungen erfüllt sind:

Es besteht dringender Tatverdacht. Es muss also sehr wahrscheinlich sein, dass die Person die Tat begangen hat.
Es gibt einen Haftgrund, zum Beispiel:
Flucht oder Fluchtgefahr.
Verdunkelungsgefahr, also die Gefahr, dass Beweise vernichtet oder Zeugen beeinflusst werden.
In wenigen Fällen Wiederholungsgefahr bei bestimmten schweren Straftaten

Die U Haft muss verhältnismäßig sein. Wenn mildere Mittel ausreichen, zum Beispiel Meldeauflagen oder eine Kaution, darf keine U Haft angeordnet werden.

Und das ist wohl der Knackpunkt. Ob jemand in U-Haft kommt, entscheiden auch nicht die ermittelnden Behörden sondern ein Richter oder eine Richterin. Es wird wahrscheinlich schwer sein, hier zu argumentieren, dass es verhältnismäßig ist, die Grundrechte (!) zu übergehen, weil jemand verdächtigt wird eine Straftat vorgetäuscht zu habe.

Gewahrsam ist etwas anderes. Er dient der Gefahrenabwehr, nicht der Strafverfolgung.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 19:28
Zitat von Madridista7Madridista7 schrieb:Ich weiß nicht ob es Statistiken dazu gibt, wieviele Kinder von minderjährigen Müttern tatsächlich in Obhut kommen.
Wissen wir denn überhaupt, ob es sich um eine Inobhutnahme gehandelt hat? Es gibt mehrere mögliche Szenarien, warum das erste Kind nicht bei ihr geblieben ist. Eine Inobhutnahme, die immer mit einem Nachweis akuter Kindeswohlgefährdung einher geht, ist nur eine davon.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 19:28
Zitat von EdnaEdna schrieb:Gewahrsam ist etwas anderes. Er dient der Gefahrenabwehr, nicht der Strafverfolgung.
Danke für die knappe und verständnisvolle Aufklärung! :)

Okay, Gefahr gegenüber anderen wird tatsächlich eher nicht bestehen.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 19:33
@Edna
Es steht auf sämtlichen Seiten geschrieben, dass ihr älterer Sohn in „Obhut“ war/ist.

Alles was ich hierzu finde, warum es dazu kommt, hört sich nicht wirklich toll an, also wird da damals schon „die Kacke am dampfen“ gewesen sein, sonst würden die Medien mit Sicherheit eine andere Wortwahl treffen, was die Unterbringung ihres ersten Kindes betrifft.
Aktuelle Statistik zur Inobhutnahme in Deutschland
Am 28. Juli 2025 veröffentlichte das Statistische Bundesamt neue Fallzahlen zur vorübergehenden Inobhutnahme durch das Jugendamt für das Jahr 2024.

Das sind die wichtigsten Kennzahlen und Erkenntnisse:

Gesamtzahl 2024:
Rund 69.500 Inobhutnahmen durch das Jugendamt
Sieben Prozent weniger Schutzmaßnahmen als 2023 (≈ 5.100 Kinder und Jugendliche)
→ Erstmaliger Rückgang der Fallzahlen seit 2021
Änderung der genauen Fallzahlen:
22 Prozent weniger Inobhutnahmen nach unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland (≈ 8.500 Fälle)
10 Prozent mehr Schutzmaßnahmen aufgrund dringender Kindeswohlgefährdungen (≈ 2.600 Fälle)
10 Prozent mehr Selbstmeldungen von betroffenen Kindern und Jugendlichen (≈ 850 Fälle)
Häufigste Anlässe und Meldeformen für Inobhutnahme:
Unbegleitete Einreise (44 Prozent)
Dringende Kindeswohlgefährdung (42 Prozent)
Überforderung der Eltern (25 Prozent)
Selbstmeldung (13 Prozent)
Körperliche Misshandlungen (11 Prozent)
Psychische Misshandlungen (8 Prozent)
Dauer der Maßnahmen:
Durchschnittliche Dauer: 62 Tage (+ 12 Tage im Vergleich zu 2023)
Selbstmeldungen: 36 Tage
Dringende Kindeswohlgefährdungen: 57 Tage
Unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland: 74 Tage
Weniger als eine Woche (30 Prozent)
Drei Monate oder länger (21 Prozent)
Quelle: https://www.forum-verlag.com/fachwissen/bildung-und-erziehung/inobhutnahme-jugendamt/


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 20:12
@Madridista7

hui hui… die Inobhutnahme hat schon starke Gründe und scheint ein regelrechter Schutz für das Kind vor den Eltern zu sein…und auch das Argument erst 16 zieht nicht. Sie hat ja offensichtlich auch eine Mutter in der Nähe, daher kann die Überforderung wohl nicht der Grund gewesen sein.

Jetzt zieht man nur 1:1 zusammenziehen, das damalige Kind kam Inobhutnahme, das nächste Kind ist tot. Ergibt ein klares Bild in meinen Augen


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 20:23
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:. Sie hat ja offensichtlich auch eine Mutter in der Nähe, daher kann die Überforderung wohl nicht der Grund gewesen sein.
Das heisst ja nicht unbedingt etwas, wenn die Mutter in der Nähe ist.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 20:39
@Edna
Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt:
Mit „Familien wie Du und ich“ meine ich nichts abwertendes, sonder dass es eben Familien gibt, die Hilfe brauchen, weil sie alleine nicht zurecht kommen. Und das sich jemand, der nicht mit Familien zusammenarbeitet, in denen das Jugendamt „aktiv“ ist, sich nicht mal im Ansatz die oft prekären Zustände in manchen Familien ausmalen kann.

Bei dem, was RTL manchmal zeigt und der normale Zuschauer sagt: „Ach so ein Käse, alles völlig übertrieben, das faken die nur fürs Fernsehen!“ - da sage ich nein, die Wirklichkeit sieht oft um einiges schlimmer und entsetzlicher aus…

Das Jugendamt leistet da wirklich wertvolle Hilfe. Ich habe über viele Jahre dort nur wirklich engagierte Frauen und Männer kennengelernt.

@Totaleinfall
Es ist genau so, wie Du sagst, eine Inobhutnahme ist definitiv der letzte Schritt in einer Kette von erst sehr niedrigschwelligen Hilfeangeboten. Und das passiert in Deutschland erst, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Wenn es geschieht, hat es schwerwiegende Gründe.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 20:45
In meiner 30 jährigen Tätigkeit in KiTa und Schule habe ich 4 Inobhutnahmen erlebt.

3 mal wegen körperlicher Misshandlung, die auch Spuren hinterlassen hat.

1 mal so schwerer Alkoholismus, dass man Beispielsweise vergessen hat, die Kinder nach der Schule auch wieder in die Wohnung zu lassen oder sie morgens überhaupt hinzuschicken.

Inobhutnahmen sind harter Tobak. Das passiert nicht, wenn das Kind im Winter Sandalen anhat oder die Wohnung aussieht wie eine Müllhalde.

Manchmal veranlassen auch Krankenhäuser, dass Eltern die frühen Hilfen in Anspruch nehmen. Bei Suchterkrankungen oder wenn bemerkt wird, dass die Eltern absolut nicht klar kommen. Dann informieren diese das Jugendamt und als "Auflage", dass die Eltern das Baby mit nach Hause nehmen können, werden dann diese frühen Hilfen veranlasst.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 22:22
Zitat von AllgoriaAllgoria schrieb:Und das sich jemand, der nicht mit Familien zusammenarbeitet, in denen das Jugendamt „aktiv“ ist, sich nicht mal im Ansatz die oft prekären Zustände in manchen Familien ausmalen kann.
Bitte betone hier das manchen mehr. Das Jugendamt ist für ALLE Familien. Oft sind es völlig unprekäre Zustände, die dazu führen, dass das Jugendamt in einer Familie ist. Ereignisse, die in jeder Familie passieren können. Vom Sozialhilfeempfänger bis zum Akademiker.
Zitat von K.VinskiK.Vinski schrieb:Manchmal veranlassen auch Krankenhäuser, dass Eltern die frühen Hilfen in Anspruch nehmen. Bei Suchterkrankungen oder wenn bemerkt wird, dass die Eltern absolut nicht klar kommen. Dann informieren diese das Jugendamt und als "Auflage", dass die Eltern das Baby mit nach Hause nehmen können, werden dann diese frühen Hilfen veranlasst.
Nochmal: die "Frühen Hilfen" haben damit gar nichts zu tun. Die kann man nicht als Auflage bekommen. Was man als Auflage bekommen kann sind sogenannte "Hilfen zur Erziehung". Das ist in den meisten Fällen eine Sozialpädagogische Familienhilfe oder eine Erziehungsbeistandschaft. Wenn diese nicht wirksam sind, werden meistens (gerade bei sehr jungen Elternteilen) stationäre Maßnahmen angeboten. Lässt sich der Elternteil nicht darauf ein oder reicht es auch dann nicht, kann bei nachgewiesener Kindeswohlgefährdung das Kind in Obhut genommen werden oder das Sorgerecht auf eine/n Angehörige/n übertragen werden. Die Tatsache, dass dies hier nicht auf die Mutter der Mutter übertragen wurde, könnte ein Anhaltspunkt dafür sein, dass diese auch keine positive Ressource für das Kind gewesen wäre.

Dennoch ist die Inobhutnahme des anderen Kindes hier nicht Thema und hat auch erstmal mit diesem Kind hier nichts zu tun. Man kann einer Mutter nicht prophylaktisch ein Kind weg nehmen (was im Übrigen auch für Kinder höchst traumatisierend ist, weswegen eine Inobhutnahme auch immer das letzte Mittel ist), weil es vor 16 Jahren mit einem anderen, aus uns unbekannten Gründen, nicht geklappt hat.

Hier gab es offensichtlich keine sichtbaren Anhaltspunkte für Kindeswohlgefährdung. Und wir wissen auch nicht, ob die Mutter was mit dem Tod des Babys zu tun hat. Das werden die Ermittlungen jetzt zeigen. Hoffentlich bald.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 22:25
Zitat von Madridista7Madridista7 schrieb:Es steht auf sämtlichen Seiten geschrieben, dass ihr älterer Sohn in „Obhut“ war/ist.
Na ja, aber nicht auf sämtlichen, die ich gelesen habe.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

gestern um 22:32
Zitat von Madridista7Madridista7 schrieb:Wir haben hier seit knapp 1 Woche 37 Grad, im Winter könnte man sowas vielleicht(!) noch verstehen, aber auch dort ist mir kein Kind im Umfeld bekannt, welches man je komplett zugedeckt gesehen hat.
Naja, dann sollte dein Umfeld aber daran arbeiten. ;-)

Babys im ersten Lebensjahr sollten möglichst gar keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Eincremen soll man sie nicht und ihre Haut ist sehr empfindlich. Deswegen ist es auch nicht ungewöhnlich, das Kind komplett zu bedecken. Normalerweise spannt man dafür eine Mullwindel über den Kinderwagen. Ich nehme mal an, dass die Nachbarin, die offensichtlich Migrationshintergrund hatte, das mit ihrer Formulierung meinte.


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

um 00:01
Ednaid=37672935 schrieb:Eine Ablage des Babys in der Babyklappe oder eine Freigabe zur Adoption setzt voraus, dass es sich um eine bewusste Entscheidung handelt. Das sind Kindstötungen durch Mütter aber in der Regel nicht. In der Regel sind das Kurzschlusshandlungen, die aus irgendeiner extremen und akuten Belastungsreaktion resultieren. Oft sind es Reaktionen, die keiner, auch die Mutter, nicht kommen sieht. Und oft tatsächlich von Liebenden Muttern. Dementsprechend ist der Verweis auf die Babyklappe oder Adoption nicht ganz zielführend.
Genau diese Erklärungen geben doch aber auch Männer, die ihre (Ex-)Partnerin ermorden: es war eine Kurzschlusshandlung, die Situation hat mich belastet und überfordert, das hab ich nicht kommen sehen, ich habe sie doch geliebt....
Im Endeffekt geht es doch aber darum, dass einem erwachsenen Mensch die körperliche Unversehrtheit eines anderen Menschen sch..egal war.

Wir wissen nicht mal, ob es hier überhaupt um eine Kindstötung geht, im Moment wird nur wegen der Vortäuschung einer Straftat ermittelt, und Du ziehst hier schon reihenweise Entschuldigungen aus der Tasche, die die Kindtötung, so es denn eine gewesen ist, erklären sollen.
Da hab ich echt wenig Verständnis für!


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Säugling aus Kinderwagen verschwunden und tot aufgefunden

um 00:16
Zitat von EdnaEdna schrieb:Babys im ersten Lebensjahr sollten möglichst gar keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Eincremen soll man sie nicht und ihre Haut ist sehr empfindlich. Deswegen ist es auch nicht ungewöhnlich, das Kind komplett zu bedecken. Normalerweise spannt man dafür eine Mullwindel über den Kinderwagen. Ich nehme mal an, dass die Nachbarin, die offensichtlich Migrationshintergrund hatte, das mit ihrer Formulierung meinte.
Normalerweise sollte man dafür eine extra für den Kinderwagen vorgesehene Sonnenabdeckung nutzen. Ich finde das immer ganz schlimm, wenn ich solche Mülltücher im Sommer über einen Kinderwagen sehe, da es meistens komplett drüber hängt. Es wird dann erst recht unglaublich heiß und stickig im Inneren des Wagens, also dort, wo das Baby liegt. Die ganze Wärme staut sich ja dann. Das ist extrem gefährlich.

Darauf wollte ich nur mal hinweisen. Schlimm, dass es immernoch so viele machen.


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