Seit Freitag, den 07.08.2026, fehlt von den beiden israelischen Staatsbürgerinnen Mali Yahalomi (50) und ihrer Tochter Liel (23) in Wien jede Spur.


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Bild und Suchmeldung: Israelische Kultusgemeinde Wien
https://www.ikg-wien.at/nachrichten/dringende-vermisstenmeldung-mutter-und-tochter-mali-und-liel-yahalomi

Die Familie befürchtet mittlerweile das Schlimmste und die israelischen Behörden wohl auch. Jedenfalls war es die Israelische Botschaft in Wien, die vorgestern mit einer Suchmeldung an die Öffentlichkeit ging - nicht hingegen die österreichische Polizei, die sich auch weiterhin sehr bedeckt hält und davon spricht, dass man keine Hinweise auf ein Verbrechen habe. Richtig ist wohl eher, dass man gar keine Hinweise auf irgendetwas hat.

Der Fall scheint mysteriös, wozu allerdings auch die Presse mit widersprüchlichen Berichten beiträgt. Folgendes steht wohl fest:

Mali und Liel verbrachten ein paar Urlaubstage in Prag. Die Reise war ein Geschenk von Liel an ihrer Mutter zu deren 50. Geburtstag. Am Freitag fuhren sie mit der Bahn zu einem zweitägigen Abstecher nach Wien. Von ihrer dortigen Unterkunft aus schickten sie eine Videonachricht an ihre Verwandten nach Israel. Danach schalteten sie ihre Handys für den Sabbat (Sonnenuntergang Freitag bis Sonnenuntergang Samstag) aus. Seit dem fehlt von ihnen jede Spur. Weder gelang es ihren Verandten, wieder einen telefonischen Kontakt herzustellen, noch gab es Kreditkartenzahlungen, noch traten sie den für Sonntag, 10:15 Uhr ab Prag, geplanten Rückflug nach Israel an.

Soweit die - wie ich finde, durchaus beunruhigenden - Fakten.

Widersprüchlich sind die Angaben bzgl. ihrer Unterkunft und ihrer Planung für den Freitag-Abend: Die Bild-Zeitung hatte zunächst am 12.08 berichtet, die beiden hätten sich ein Hotelzimmer im 5. Wiener Bezirk (Margareten) gebucht. Die Polizei habe sie dort nicht angetroffen und auch keine persönlichen Sachen von ihnen vorgefunden. Heute nun berichtet der österreichische "Kurier", die beiden hätten sich eine (Ferien-)Wohnung in der Nähe eines jüdischen Gemeindezentrums gemietet und hätten am Freitag auch dort am Sabbat-Mahl teilnehmen wollen, seien aber nicht aufgetaucht. Dem gegenüber will die Bild erfahren haben, dass sie dort nie angemeldet waren.

Der österreichische "Standard" will wissen, dass eines der beiden Handys der Frauen kurz am Samstag-Vormittag im Bereich des Wiener-Hauptbahnhofes in Betrieb war. Falls das richtg ist - die Polizei will die Meldung nicht kommentieren - wäre das zumindest ein Verstoß gegen die jüdischen Sabbat-Regeln, sofern es sich nicht um einen Notfall gehandelt hat.

Derweil spekuliert die israelische Jerusalem Post über finanzielle Unregelmäßigkeiten: Mali Yahalomi ist leitende Angestellte der Bank of Jerusalem. Die Bank hat die diesbezüglichen Berichte umgehend zurückgewiesen.

Berichte (dt.):
https://www.bild.de/news/ausland/wien-mutter-und-tochter-aus-israel-spurlos-verschwunden-6a7c5fcec99104ecb401a775
https://www.bild.de/news/ausland/israelinnen-in-wien-vermisst-sind-in-der-wohnung-dann-verschwanden-sie-6a7da3a2169e8e32c0ae6a79
https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/vermisste-israelinnen-in-wien-familie-befuerchtet-das-schlimmste/
https://www.msn.com/de-at/nachrichten/other/mama-und-tochter-vermisst-nun-kommt-mossad-nach-wien/ar-AA29ZcKf

(engl.):
https://www.jpost.com/diaspora/article-905319
https://worldisraelnews.com/mysterious-disappearance-of-israeli-mother-daughter-baffles-austrian-police/

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