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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

94 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Österreich, Israel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 09:16
Mutter und Tochter planten ihre Flucht einen Monat lang, verwischten ihre Spuren und löschten Standortdaten – das geht aus den Ermittlungen der israelischen Polizei hervor. • Eine mit den Einzelheiten vertraute Quelle sagte gegenüber N12: Die Schulden seien nicht hoch, das Motiv sei weiterhin unbekannt. • Während der Reise rief Mali beim Konsulat in Wien an – doch der Anruf wurde nicht entgegengenommen.

Die Erkenntnisse aus den Ermittlungen der israelischen Polizei, die in der Nacht von Freitag auf Samstag nach dem Auffinden von Mali und Liel Yahalomi durchgeführt wurden, ergaben, dass Mutter und Tochter ihre Flucht etwa einen Monat lang geplant hatten – offenbar bereits seit dem vergangenen Juli. Im Rahmen ihrer Vorbereitungen verwischten die beiden ihre Spuren und beschafften sich zusätzliche Mobiltelefone mit nicht identifizierten Nummern. Außerdem löschten sie von ihren Geräten Apps, die eine digitale Nachverfolgung und Standortbestimmung ermöglichen.

Die Ermittlungen ergaben zudem, dass die beiden Bankschulden haben. Eine mit den Einzelheiten vertraute Quelle stellte gegenüber N12 jedoch klar, dass es sich dabei nicht um einen hohen Betrag handele und das Gesamtbild noch nicht vollständig geklärt sei. Das Motiv, das Mutter und Tochter zu diesem drastischen Schritt und zum vollständigen Kontaktabbruch mit den übrigen Familienmitgliedern veranlasste, ist weiterhin unbekannt.

Während ihrer Flucht wurde festgestellt, dass Mali vor einigen Tagen einmal versucht hatte, das Konsulat in Wien anzurufen. Der Anruf wurde jedoch nicht entgegengenommen, und der Grund für den Kontaktversuch ist unklar. Später bestiegen die beiden einen Lufthansa-Flug von Frankfurt am Main nach Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens. Die Polizei geht davon aus, dass sie geplant hatten, von Argentinien aus in ein weiteres Land in Südamerika weiterzureisen.

Währenddessen leiteten Ermittler der Nachrichtendienstabteilung der Polizei die Operation aus einem rund um die Uhr besetzten Lagezentrum und koordinierten sich dabei mit Vertretern der Abteilung in Europa und Südamerika. Sobald festgestellt worden war, dass die beiden das Flugzeug bestiegen hatten, reiste ein Polizeivertreter, der sich zu diesem Zeitpunkt in Mexiko aufhielt, zum Flughafen in Argentinien. Dort wartete er auf ihre Landung und informierte die örtliche Polizei.

Die Einsatzkräfte verfolgten die Bewegungen von Mutter und Tochter anschließend lückenlos, bis die Entscheidung getroffen wurde, sie in einem Bus anzuhalten.

Die Fahndungsmaßnahmen erfolgten in enger und umfassender Zusammenarbeit mit Europol, ausländischen Polizei- und Sicherheitsbehörden sowie internationalen Luftfahrt- und Grenzbehörden. Während der mehrtägigen Suche wurden Hunderte gezielte Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt, technische Standortermittlungen vorgenommen und komplexe Datenabgleiche durchgeführt. Diese führten schließlich dazu, den genauen Aufenthaltsort von Mutter und Tochter festzustellen.

Nach ihrem Auffinden in Argentinien erklärte ein Polizeivertreter, die Ermittler seien bereits zuvor davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter Israel aus freiem Willen verlassen hätten und weder bedroht noch unter Druck gesetzt würden. Dennoch sei es aus operativer Sicht notwendig gewesen, ihnen persönlich gegenüberzutreten, um dies zweifelsfrei zu bestätigen.

Nach Angaben der Polizei wurden die weltweiten Fahndungsmaßnahmen unter der direkten Leitung des israelischen Polizeipräsidenten, Generalkommissar Danny Levy, geführt. Mit den Ermittlungen waren die Beamten der Einheit zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität bei Lahav 433 gemeinsam mit der Nachrichtendienstabteilung der israelischen Polizei betraut.
Quelle: https://www.mako.co.il/news-world/2026_q3/Article-d97321ba65200a1026.htm


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15.08.2026 um 10:43
Ich glaube, diesen Thread kann man jetzt schließen.


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15.08.2026 um 11:24
Zitat von sylvanasylvana schrieb:Ich glaube, diesen Thread kann man jetzt schließen.
Ich fände es gut, wenn er noch paar Tage offen bleiben kann, weil ich gerne wüsste, warum der Mossad und Europol bis Argentinien reisten, um zwei Frauen zu befragen, denen nach derzeitigem Wissensstand bis auf Schulden in anscheinend geringfügiger Höhe nichts vorzuwerfen ist.
Kann mir nicht vorstellen, dass die israelische Presse diese Fragen nicht auch hat.

Wenn man die Schwerfälligkeit bis hin zur Arbeitsverweigerung von Behörden in anderen Vermisstenfällen kennt, dann könnte man meinen, hier wären Kapitalverbrecher vom Kaliber geflohene Nazis aus höchsten Regimekreisen verfolgt worden.

Und es ist auch klar geworden, dass Ottilie Normalverbraucherin selbst mit Burnerhandys und digitaler Spurenverwischung absolut nicht in der Lage ist, sich abzusetzen, ohne rasch wiedergefunden zu werden.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 11:49
Zitat von antheanthe schrieb:Ich fände es gut, wenn er noch paar Tage offen bleiben kann, weil ich gerne wüsste, warum der Mossad und Europol bis Argentinien reisten, um zwei Frauen zu befragen, denen nach derzeitigem Wissensstand bis auf Schulden in anscheinend geringfügiger Höhe nichts vorzuwerfen ist.
Kann mir nicht vorstellen, dass die israelische Presse diese Fragen nicht auch hat.

Wenn man die Schwerfälligkeit bis hin zur Arbeitsverweigerung von Behörden in anderen Vermisstenfällen kennt, dann könnte man meinen, hier wären Kapitalverbrecher vom Kaliber geflohene Nazis aus höchsten Regimekreisen verfolgt worden.

Und es ist auch klar geworden, dass Ottilie Normalverbraucherin selbst mit Burnerhandys und digitaler Spurenverwischung absolut nicht in der Lage ist, sich abzusetzen, ohne rasch wiedergefunden zu werden.
Weil nicht ganz klar, was passiert sein könnte und der Fall national hohe Wellen schlug.

Zeigt auch, wie effizient das Ganze ablaufen kann, wenn erst einmal alle möglichen Ressourcen aktiviert werden.

Inwieweit das Verschwinden nun mit der finanziellen und / oder der familiären Situation zusammenhing, wird sich eventuell noch klären. Je nachdem, wie lange die israelische Öffentlichkeit noch Interesse an dem Fall hat.


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15.08.2026 um 11:50
@anthe
Es ist in Israel bereits eine Nachrichtensperre dazu erlassen worden.
Ich glaube, dass es nicht unüblich ist, sobald irgendwas auch nur in die Nähe von Sicherheitsinteressen des Landes gerät.
Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass diese beiden Damen, irgendeine Bedrohung darstellen könnten bzgl Sicherheitsinteressen des Staates.
Nur eben, da wird wohl befürchtet, dass sie uU irgendwelche Sicherheits relevanten Informationen haben können und somit im Ausland zu targets werden könnten. Israel ist grundsätzlich da sehr viel sensibilierter, was ihre Staatsbürger betrifft.
Vielleicht hatte die Frau ja durch ihre Arbeit, irgendwelche Informationen oder Zugriff auf Daten, die sicherheitsrelevant sein könnten. Gerade so Banker, die brauchen ja oftmals background Updates oder Sicherheits Freigaben, sobald sie an spezifische Infos im Job gelangen könnten.
Wer weiß, aber ich denke, davon wird wohl nichts mehr nach außen gelangen.


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15.08.2026 um 12:55
Zitat von antheanthe schrieb:Ich fände es gut, wenn er noch paar Tage offen bleiben kann
Ich bitte ebenfalls die Mods den Faden noch etwas offen zu lassen. Für mich ist das ganze nicht schlüssig und ich glaube, die Sache ist nich nicht wirklich vorbei.

Es gibt doch niemand wegen angeblich moderater Bankschulden seine Familie, sein Zuhause und seinen offenbar ja eher gut bezahlten Job auf. Einmal davon abgesehen, dass die von den beiden an den Tag gelegten Reiseaktivitäten ja nicht dazu geeignet sind, Schulden zu regulieren, ist ja auch völlig offen, wovon sie denn eigentlich in Südamerika leben wollten. Da muss mehr dahinter stecken.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Nur eben, da wird wohl befürchtet, dass sie uU irgendwelche Sicherheits relevanten Informationen haben können
Wenn Mali berufsbedingt an Informationen gelangt ist - vielleicht ja sogar unfreiwillig -, die andere in Bedrängnis bringen könnten? Israel ist wohl nicht frei von Korruption, selbst oder gerade auf höchsten Ebenen. Vielleicht wurde sie bedroht oder fühlte sich zumindest bedroht?

Erst leitet die Israelische Botschaft in Wien eine Öffentlichkeitsfahndung in Österreich ein - wo sie nun so ganz und gar keine Jurisdiktion hat - und einen Tag später ergeht in Isreal ein Maulkorberlass?! Und sobald die israelischen Dienste mitbekommen, dass die beiden einen Lufthansaflug von FFM nach Argentinen gebucht haben, machen sich Schlapphüte von Mexiko aus auf den Weg nach Buenos Aires, um die beiden von der Ankunft am Flugplatz an zu oberservieren? Ich glaube nicht, dass das Standardprotokoll in Vermisstenfällen ist, auch nicht in Israel.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 13:05
@OpLibelle
Die Tatsache, dass man sie im Bus 🚌 zumindest erst mal aufgehalten hat und anschließend befragt hat, ist erstmal nichts ungewöhnliches. Das wird wohl immer so gehandhabt, schließlich gehts ja auch die Sicherheit der gesuchten Personen.
Da kann man nie sicher sein, bevor man die Personen selbst befragt.
Und wenn die dann abgeben, freiwillig und bewusst, ihre „ Flucht“ oÄ inszeniert zu haben, dann was? Dann ist das zu respektieren, damit müssen sich dann auch die Verwandten abfinden.
Es sei denn, der Flucht oder dem Entfleuchen läge eine Straftat zu Grunde.
Aber sonst? Wenn sie nun nach Lateinamerika aufbrechen? Wer will sie daran hindern.
Ich hatte schon gedacht, vielleicht hat eine der beiden einen neuen Mann kennengelernt? Und nun? Auf nach Lateinamerika oder wo auch immer? So eine Art heimliche Auswanderung, weil die Familie das niemals gebilligt hätte? Who knows. Ein Neuanfang, ohne die restliche Familie.


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15.08.2026 um 13:13
Zitat von antheanthe schrieb:weil ich gerne wüsste, warum der Mossad und Europol bis Argentinien reisten, um zwei Frauen zu befragen, denen nach derzeitigem Wissensstand bis auf Schulden in anscheinend geringfügiger Höhe nichts vorzuwerfen ist.
Kann mir nicht vorstellen, dass die israelische Presse diese Fragen nicht auch hat.
Ich finde es auch bemerkenswert, mit was für einem enormen (internationalen) Aufwand nach den beiden gesucht wurde.
Dafür muss es gewichtige Gründe geben. Ich glaube nicht, dass die Angst, isralische Staatsbürgerinnen könnten entführt worden sein dafür ausreicht.
Ich würde auch gerne mehr über die Hintergründe erfahren.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Vielleicht hatte die Frau ja durch ihre Arbeit, irgendwelche Informationen oder Zugriff auf Daten, die sicherheitsrelevant sein könnten.
Interessanter Aspekt. Das könnte den Aufwand erklären. Aus meiner Sicht aber nicht, warum die beiden so gezielt ihre Spuren verwischt haben und untertauchen wollten.
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Einmal davon abgesehen, dass die von den beiden an den Tag gelegten Reiseaktivitäten ja nicht dazu geeignet sind, Schulden zu regulieren, ist ja auch völlig offen, wovon sie denn eigentlich in Südamerika leben wollten. Da muss mehr dahinter stecken.
So ähnlich sehe ich das auch
Die Mutter soll sehr gut verdient haben. Da lassen sich Schulden, die sich im überschaubaren Rahmrn bewegen sicherlich regulieren.
Die Frage die sich mir stellt ist auch, warum die beide untertauchen wollten
Hatten beide Schulden oder nur eine?
War eine in Bedrängnis wegen was-auch-inmmer und die andere unterstützend mit oder steckt irgendetwas dahinter, was beide betrifft.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 13:28
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Das könnte den Aufwand erklären. Aus meiner Sicht aber nicht, warum die beiden so gezielt ihre Spuren verwischt haben und untertauchen wollten.
Im Prinzip kommen hier doch zwei "Ebenen" zusammen: Einmal wird sehr schnell, sehr intensiv nach den beiden gesucht und zum anderen haben sie sich ja einige Mühe gegeben, ihr Untertauchen zu verschleiern.

Für dieses Untertauchen muss es ja irgendwelche Gründe geben - und bei rein privaten bzw. auf den ersten Blick durchschaubaren Gründen (Familienstreit, neue Beziehung, Schulden...) kann ich mir nicht so recht vorstellen, dass man da dann staatlicherseits so einen Aufwand betreibt.

Daher würde ich denken, es war so ein Prozess, der sich hochgeschaukelt hat: Es gab irgendeinen Anfangsverdacht und kursierende Gerüchte, dann hat sich herausgestellt, dass sie sehr bewusst Dinge verschleiert haben, das hat dann wieder den Verdacht befeuert ("Wer sowas macht muss ja was zu verbergen haben...") und so hat es sich immer weiter gesteigert.

So würde ich mir das (wenn auch nicht 100% überzeugend) erklären.

Oder aber: Es steckt wirklich "ein dicker Hund" dahinter - aber das wird man dann wohl nie erfahren.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 13:56
Zitat von antheanthe schrieb:weil ich gerne wüsste, warum der Mossad und Europol bis Argentinien reisten, um zwei Frauen zu befragen,
Ich wundere mich auch, warum noch so ein Aufwand getrieben wurde. Dass die Frauen M. u. L. das Wien-Video erst nach der Abreise abgesandt hatten, konnten die EB doch sicherlich frühzeitig feststellen.
Auch u. g. zitierte ich vorgestern und Ermittlungsergebnisse werden ja nicht in Echtzeit an die Presse gegeben.
ie Ermittler gehen einem Hinweis nach, wonach Standortdaten in den Tagen vor ihrem Verschwinden von ihren Mobiltelefonen gelöscht wurden.
Quelle: https://www.ynetnews.com/article/r1eahp58ze

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Zitat von antheanthe schrieb:Und es ist auch klar geworden, dass Ottilie Normalverbraucherin selbst mit Burnerhandys und digitaler Spurenverwischung absolut nicht in der Lage ist, sich abzusetzen, ohne rasch wiedergefunden zu werden.
Sie hätten Jan Marsalek und seine HelferInnen fragen sollen anstatt eine KI ;)

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Zitat von antheanthe schrieb:Wenn man die Schwerfälligkeit bis hin zur Arbeitsverweigerung von Behörden in anderen Vermisstenfällen kennt, dann könnte man meinen,
Das konnten wir ja nicht klären, ob das das übliche ("gewöhnliche") Ermittlungs-Prozedere über israelische Landesgrenzen hinweg ist bzw. wie schnell Nachrichtensperren verhängt werden.
In deutschen Vermisstenfällen hält man sich u. a. zur Wahrung der Persönlichkeitsrechte der Vermissten bedeckt, insb., wenn von einem freiwilligen Verschwinden ausgegangen wird.
Aber für Israelis bestehen durch die angespannten Sicherheitslage zusätzliche Gefahren, Opfer von Verbrechen zu werden (Iran-Krieg, Gazastreifen, Libanon).
Evtl. ist dadurch auch die Anforderung an die EB höher, ein Verbrechen ausschließen und den Fall abschließen zu können.

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Updated at 11:48 :
Lt. u. g. Artikel hatte die Ermittlungseinheit Lahav 433 zivile, ehemalige Nachrichtendienstmitarbeiter hinzugezogen (Ex-Mossad?).
Kein Verdacht auf eine Straftat, kein Verdacht darauf, dass die Frauen in Gefahr sind oder bedroht wurden.

Der Fluchtplan begann bereits vor einem Monat. Mithilfe von KI recherchierten M. und L.:
(…) wo man Handys ohne Vorlage eines Personalausweises kaufen kann, welche Länder in Südamerika keine Auslieferungsabkommen mit Israel haben und welche Apps vom Handy gelöscht werden müssen, um eine Ortung zu verhindern.

Diese Informationen konnten Ermittler der Einheit „Lahav 433“ in Zusammenarbeit mit zivilen Ermittlern beschaffen, die früher im Nachrichtendienst gedient hatten und angeheuert worden waren, um der Polizei bei der Suche nach den beiden zu helfen. Auch die Suchanfragen und Beratungen mit dem auf künstlicher Intelligenz basierenden Chat löschten die beiden, doch ein Teil der Unterhaltungen konnte zurückverfolgt werden.

In Tschechien kauften die beiden das Mobiltelefon, nachdem eine Vorabprüfung ergeben hatte, dass sie beim Kauf keinen Ausweis vorlegen mussten. Die Ermittlungen ergaben, dass das Video, das Lial in Wien (mit ihrem ursprünglichen Mobiltelefon) aufgenommen hatte, an die Familie gesendet wurde, nachdem die beiden die Stadt bereits verlassen hatten und nach Deutschland gereist waren.

Von dort flogen die beiden in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires. Die Polizei hatte die beiden seit dem Zeitpunkt, als klar wurde, dass sie sich in Argentinien befanden, überwacht und wählte den Zeitpunkt der Kontrolle des Busses so, dass diese stattfand, bevor sie zu ihrem nächsten Ziel in Südamerika weiterreisen wollten.

Während der Befragung durch einen Polizeibeamten im Bus, (…)
Quelle: https://www.kan.org.il/content/kan-news/local/1089137/ Übersetzt mit DeepL
Nach dem Auffinden wurden die Frauen befragt. Ein Polizeivertreter sagte israelischen Medien, sie seien freiwillig unterwegs gewesen, nicht bedroht worden und hätten sich nicht in Gefahr befunden.

Da kein Verdacht auf eine Straftat bestanden habe, seien sie anschließend freigelassen worden und hätten ihre Reise fortsetzen können.
Quelle: https://www.diepresse.com/41175737/in-wien-vermisste-israelinnen-duerften-sich-in-argentinien-aufhalten , 15.08.2026 um 11:51


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 14:08
Ich muss gerade an das Verschwinden von Aleph Christian von Fellenberg denken. Das war auch ein relativ gut situierter Mann mit einer Verbindung nach Südamerika, und der hatte auch engen Kontakt mit der Mutter, und die war bei seinem Verschwinden auch sofort aus Übersee vor Ort und hat alles versucht für die Suche nach ihm in Bewegung zu setzen. Nur war sie dabei anscheinend nicht so erfolgreich wie die Israelis. Die hatte auch keine Ahnung, was bei ihrem Sohn läuft. Nur blieb der Herr von Fellenberg angeblich bis dato verschwunden. Da gab's kein Handysignal am Bahnhof oder Flughafen. Und die Mutter war dann bald auffallend komplett verstummt.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 14:19
Zitat von watnuwatnu schrieb:Sie hätten Jan Marsalek und seine HelferInnen fragen sollen anstatt eine KI ;)
Oder Karl Erivan Haub oder Ruja Ignatova :-)
Zitat von watnuwatnu schrieb:Das konnten wir ja nicht klären, ob das das übliche ("gewöhnliche") Ermittlungs-Prozedere über israelische Landesgrenzen hinweg ist bzw. wie schnell Nachrichtensperren verhängt werden.
Nachrichtensperre im Inland kann ich ja noch irgendwo verstehen, solange nicht klar ist, ob nicht evtl. eine Entführung mit ggf. politischer Sprengkraft (ergo nicht um schnöde Geld zu fordern, sondern evtl Gefangene freizupressen o.ä.) dahintersteckt. Das ist in Israel einfach eine andere Hausnummer als wie wenn zwei Schwedinnen oder Belgierinnen plötzlich unauffindbar und nicht mehr kontaktierbar sind.
Auch ist das massive Spekulieren in sozialen Medien ein relativ neues Phänomen, das es so vor 20 Jahren nicht gab, nochmal verschärft durch den Einsatz von generativer KI, um Fakes in Umlauf zu bringen.
Aber es ist mMn ein ganz anderes Kaliber, wenn ein Geheimdienst physisch Mitarbeiter in Bewegung setzt, um zwei untergetauchte Personen zu befragen.
Zitat von Silberstreif.Silberstreif. schrieb:Ich muss gerade an das Verschwinden von Aleph Christian von Fellenberg denken. Das war auch ein relativ gut situierter Mann mit einer Verbindung nach Südamerika, und der hatte auch engen Kontakt mit der Mutter, und die war bei seinem Verschwinden auch sofort aus Übersee vor Ort und hat alles versucht für die Suche nach ihm in Bewegung zu setzen.
An den musste ich auch denken.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 14:34
Die Krone Zeitung hält den Fall noch am Köcheln:
(…)
Auch Spekulationen über mögliche Schulden oder Betrugshandlungen bestätigten sich laut aktuellen Meldungen nicht.
(…)
Damit ist zumindest die bange Suche nach Mutter und Tochter beendet. Warum die beiden Wien verließen, den Kontakt zu ihren Angehörigen abbrachen und nach Argentinien weiterreisten, bleibt allerdings weiterhin eine offene Frage.
Ausland
15.08.2026 12:55
Quelle: https://www.krone.at/4256998

Schulden iHv. mehreren Hunderttausend Schekel*
100.000 Schekel <->29.221,35 Euro
Verlässt man deswegen Familie, Freunde alles Vertraute, das Heimatland? Wie beginnt man mit Schulden (ohne finanzielle Mittel?) in einem fremden Land ein neues Leben? Sollte das unter einer falschen Identität geschehen? (Evtl. nicht unbedingt erforderlich, weil sie in ein Land fliehen wollten, mit dem kein Auslieferungsabkommen besteht. Kommt auch darauf an, bei wem man Schulden hat ...)

*Laut Stand in meinem Post kurz vor Mitternacht:
Schulden in Höhe von mehreren hunderttausend Schekel bei verschiedenen Institutionen
Quelle: https://www.i24news.tv/he/news/international/europe/artc-ad064c86


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15.08.2026 um 15:26
welche Länder in Südamerika keine Auslieferungsabkommen mit Israel haben
Quelle: https://www.kan.org.il/content/kan-news/local/1089137/

@watnu Vielen Dank für die Quelle

Was interessiert es jemanden, der in einem anderen Land aus privaten Gründen untertauchen oder dort einwandern oder dort auch nur länger Urlaub machen will, ob das Zielland ein Auslieferungsabkommen mit dem Heimatland hat? Das interessiert mich doch nur, wenn ich aufgrund erheblicher Straftaten in meinem Heimtland per internationalem Haftbefehl gesucht werde oder befürchte, dass ein solcher demnächst ergehen könnte. Alles sehr seltsam.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 16:01
Das nun doch ihr zumindest vorrübergehender Aufenthaltsort in Argentinien an die Öffentlichkeit gekommen ist, kann offensichtlich nicht in ihrem Sinne gewesen sein.
Die beiden haben einigen Aufwand betrieben, um selbst polizeilichen/geheimdienstlichen Ermittlungen zu entgehen. Ironischerweise wäre die Flucht wohl erheblich anonymer verlaufen, wenn sie ihr Vorhaben einfach bei israelischen Behörden angekündigt hätten.


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15.08.2026 um 16:03
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Was interessiert es jemanden, der in einem anderen Land aus privaten Gründen untertauchen oder dort einwandern oder dort auch nur länger Urlaub machen will, ob das Zielland ein Auslieferungsabkommen mit dem Heimatland hat? Das interessiert mich doch nur, wenn ich aufgrund erheblicher Straftaten in meinem Heimtland per internationalem Haftbefehl gesucht werde oder befürchte, dass ein solcher demnächst ergehen könnte. Alles sehr seltsam.
Sehe ich auch so. Wenn es ein rein familiäres Problem wäre, müsste die Wahl des südamerikanischen Landes eigentlich egal sein. Das ist schon ein bisschen seltsam.


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15.08.2026 um 16:13
@Zaunkönigin
Jemand, der vorhat, sein altes Leben zurück zu lassen, hier zusammen mit der Tochter, der das langfristig plant, der plant sicher auch immer, ein verwischen der Spuren. Ich war ja von Anfang der Meinung, die beiden, wollten nicht gefunden werden. Ich muss schon sagen, fast clever vorbereitet, aber wohl nicht clever genug, da man sie ruckzuck fand. Damit haben die beiden sicher nicht gerechet, dass ihnen gleich ein Heer an Experten, auf den Fersen ist.
Das handy ist ein mieser Verräter, ein Ping am Bahnhof und Zack … big Brother is watching you.
Was mich wundert, jeder Israeli, wird gross mit dem Bewusstsein, dass die Geheimdienste des Landes, außerordentliche Arbeit leisten und das schon Jahrzehnte u mehr. Es hätte ihnen klar sein dürfen, dass man als Israeli nicht einfach so vom Erdboden verschwinden kann, ohne das man sie findet. Es ist faktisch egal, wohin sie letztendlich wollen/ wollten.
Allerdings denke ich persönlich, es ist schon sehr ungewöhnlich, dass zwei Personen so was zusammen planen und fast… erfolgreich durchziehen.
Die Tochter war sicher hilfreich bei der digitalen Planung. Aber, dass zwei ( Family) durchbrennen? Das ist erstaunlich. Menschen verschwinden eher selten zu zweit. Es sei denn, wir haben Corona (bloß nicht) und eine Familie haut ab, dorthin wo keine Impfung droht… also Lauterbach auf Abstand halten…
Oder zb Elternteile, die ihre Kinder entführen ins Ausland u da abtauchen wegen Sorgerechtsstreit.
Aber hier? Ich vermute mal, da liegt der Grund evtl doch im familiären Umfeld oder der Gemeinschaft, der sie ja sicher angehörten. Da gelten Regeln für fast alle Bereiche. Da auszubrechen, hat immer Konsequenzen. Am Ende ist der Preis die Isolation usw.
Das kann nur nachvollziehen, wer selbst so sozialisiert wurde.
Alleine die Tatsache, dass die beiden, daß wochenlang so geheim gehalten haben vor der Familie, dass ist erstaunlich. Zumindest für mich.
Also ich vermute, sie wollten sich konsequent von der Familie u dem Leben dort trennen.
Die Familie ist sicher unter Schock, weil ja jeder immer behauptet, ich kenne sie gut, ihnen ging es so gut usw. Nein, anscheinend ja nicht. Und man hat bewusst alle im dunklen gelassen.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 17:04
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Was mich wundert, jeder Israeli, wird gross mit dem Bewusstsein, dass die Geheimdienste des Landes, außerordentliche Arbeit leisten und das schon Jahrzehnte u mehr. Es hätte ihnen klar sein dürfen, dass man als Israeli nicht einfach so vom Erdboden verschwinden kann, ohne das man sie findet. Es ist faktisch egal, wohin sie letztendlich wollen/ wollten.
Aber das setzt dann ja doch irgendwie voraus, dass da mehr ist als nur eine private Angelegenheit: Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass man in Israel jedem Bürger der aus privaten Gründen (wenn auch inoffiziell) das Land verlässt, den Geheimdienst hinterherschickt (wobei ich mich aber zugegebenermaßen nicht auskenne).

Wer also "ein reines Gewissen" hat, der müsste doch eigentlich davon ausgehen, dass ihm höchstens die "normale" Polizei nachgeht, und auch das nur bis zu einem gewissen Grad.

Aber gleich der Geheimdienst? (Wohlgemerkt: Es gab ja wohl keine Hinweise darauf, dass es sich um eine Entführung mit politischem Hintergrund gehandelt haben könnte. Dann wäre es natürlich nicht überraschend, dass der Geheimdienst eingeschaltet wird).


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15.08.2026 um 17:19
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Aber gleich der Geheimdienst? (Wohlgemerkt: Es gab ja wohl keine Hinweise darauf, dass es sich um eine Entführung mit politischem Hintergrund gehandelt haben könnte. Dann wäre es natürlich nicht überraschend, dass der Geheimdienst eingeschaltet wird).
Es bestand ja die Möglichkeit, dass ein ausländischer Geheimdienst dahintersteckt, z.B. vom Iran.

Waren jetzt keine High-Profile-Ziele für einen Geheimdienst, auch wenn die Mutter wohl zumindest im mittleren Management der Bank of Jerusalem war.

Aber völlig auszuschließen war es nicht.


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15.08.2026 um 17:26
Zitat von ÜbergoldÜbergold schrieb:Es bestand ja die Möglichkeit, dass ein ausländischer Geheimdienst dahintersteckt, z.B. vom Iran.
Ja, aber woran will man das festmachen? Mir ist schon klar, welches Verhältnis bestimmte Staaten zu Israel haben, aber warum sollen die ausgerechnet zwei ganz normale Frauen entführen?

Und vor allem, ich schrieb es schon mehrfach: Wenn ich als ausländischer Geheimdienst, als Terrororganisation usw. sowas mache, dann muss ich ja auch irgendwie Forderungen stellen oder mich dazu bekennen. Das ist aber nicht passiert.

Was soll das sonst bringen, wenn das nur zwei ganz normale Frauen sind die keine Geheimnisse zu verraten haben?


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