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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

94 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Österreich, Israel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 17:32
Ich kann mich in diese Verhältnisse nicht recht hineindenken:
Einerseits hat die Großfamilie normaler Weise täglich WhatsApp Treffen.
Andererseits hat diese Großfamilie keine Ahnung, dass Mutter und Tochter seit einem Monat ihre Flucht nach Südamerika planen und dann durchführen?
Da denkt man als erstes, dass die vor der Familie flüchten wollen. Warum weiß von so gravierenden Problemen von denen sonst niemand etwas?


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 17:36
@brigittsche
Ohne, dass hier nochmal die Situation, besonders seit dem 7.10.23‘
für Juden Weltweit erörtert werden muss. Aber es ist nun mal so, Israel wird und wurde immer bedroht. Und damit leider auch die Sicherheitslage, fast jeden einzelnen Juden, egal wo er lebt. Ob nun außerhalb in einer Diaspora, oder im Land selbst. Wenn da zwei Personen zu einer „ gewöhnlichen“ normalen Reise aufbrechen und in Europa verschwinden, da gibt es Riesen Alarm und red flags in Israel. Darauf sind sie sensibilisiert.
Hier haben die Verwandten Alarm geschlagen, und wie. Wenn dann der Sicherheitsdienst sich einschaltet, ist das nur folgerichtig. Warum, weil eben Juden fast überall, gerne mal attackiert werden. Die leben mit der Angst. Und Touristen haben da inzwischen noch mal ihre eigenen Erfahrungen gemacht.
Österreich? Ich sage nur das hier….

https://wien.orf.at/stories/3354455/


Und der Hass oder die Kritik an zb Israels Politik, bezieht sich eben schnell mal auf Juden an sich. Viele können das nicht mehr auseinanderhalten, leider.
Ähnlich wie hierzulande, nachdem Putin 2022 die Ukraine angegriffen hat. Es gab hier danach einen Hass auf Russen allgemein, das war teilweise erschreckend.
Aber ich möchte es gar nicht unbedingt auf Politik runterbrechen, ich möchte nur erklären, warum in Israel in solchen Fällen oftmals alle Alarmglocken läuten.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 21:50
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Wer also "ein reines Gewissen" hat, der müsste doch eigentlich davon ausgehen, dass ihm höchstens die "normale" Polizei nachgeht, und auch das nur bis zu einem gewissen Grad.
Wenn Israelis im Ausland verschwinden ist potentiell Gefahr im Verzug und dann wird schon das grosse Geschütz aufgefahren, die schauen zu ihren Leuten und schnelles Handeln kann entscheidend sein.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 22:59
Zitat von ManateeManatee schrieb:Wenn Israelis im Ausland verschwinden ist potentiell Gefahr im Verzug und dann wird schon das grosse Geschütz aufgefahren, die schauen zu ihren Leuten und schnelles Handeln kann entscheidend sein.
Das wurde hier jetzt schon mehrfach so gesagt, aber gibt es dazu auch eine Quelle?


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

15.08.2026 um 23:21
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:ch möchte nur erklären, warum in Israel in solchen Fällen oftmals alle Alarmglocken läuten.
Zitat von ManateeManatee schrieb:Wenn Israelis im Ausland verschwinden ist potentiell Gefahr im Verzug und dann wird schon das grosse Geschütz aufgefahren
Wenn ich als Israelischer Staatsbürger von meiner Familie (und meinen Gläubigern) nicht gefunden werden will, wäre es dann nicht einfacher, statt diesen ganzen konspirativen Kram mit Burnerphones und zeitversetzen Videobotschaften zu treiben, einfach vorab in Israel auf die nächste Polizeiwache zu gehen und mein Verschwinden anzukündigen? So in der Art, "Ich bin dann mal weg, sagt meiner Familie, dass es mir gut geht und sie mich ansonsten mal kreuzweise kann"? Das würden die Behörden doch akzeptieren? Und es hätte einen Rest an Fairnes gegenüber den Angehörigen, Freunden und Kollegen (und Steuerzahlern), die sich ja kollektiv Sorgen machen.

Nun wurde ja berichtet, Mali habe versucht die Israelische Botschaft in Wien zu kontaktieren. Vielleicht war das ein (reichlich später) Versuch, die Situation zu beruhigen?


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

16.08.2026 um 00:08
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Das wurde hier jetzt schon mehrfach so gesagt, aber gibt es dazu auch eine Quelle?
Ich kann mit keiner Quelle dienen aber habe ein Beispiel aus persönlicher Erfahrung, welches aber nicht ganz passend ist.
In 2014 war ich in Nepal wandern als es ein schweres Unwetter gab. Es sind ca 35 Personen unvorbereitet im Schneesturm ums Leben gekommen und die Lage wae lange unklar. Viele Vermisste/Verletzte waren israelische Staatsbürger und es war subjektiv eine viel stärkere Suche bzw Rettungsmaßnahmen unterstützt/gesteuert durch israelische Kräfte wahrnehmbar, als dies von anderen Nationen der Fall war (es wurden natürlich auch Personen anderer Nationalitäten vermisst).

Rein subjektiv würde ich das Zitat daher unterschreiben. Auch das am Thema vorbei (und ich habe den Namen vergessen) aber in vielen Städten gibt es extra Anlaufstellen für Israelis. Man kann dort essen/sich informieren/abhängen aber nicht übernachten. Ich war damals schwer beeindruckt von dem Zusammengehörigkeits- bzw "Aufpasser"sinn. Staatlich als auch privat. Natürlich alles in bestimmten Ursachen begründet.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

16.08.2026 um 00:26
Gibt es hier ein Missverständnis bei den Bildern?
Das angeblich von der Familie zur Verfügung gestellte Foto hat überhaupt nichts mit dem Selfie aus Prag gemein und beide wenig mit den Bildern aus dem argentinischen Bus. Ich bin verwirrt.

Ganz oben das Bild der Familie, etwas weiter unten das bekannte Selfie aus Prag:
https://www.i24news.tv/en/news/israel/society/artc-report-missing-israeli-mother-and-daughter-may-have-traveled-to-south-america

Bilder aus dem Bus:
https://www.timesofisrael.com/vienna-police-missing-israeli-mother-and-daughter-left-country-of-their-own-volition/


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

16.08.2026 um 00:33
Die Bearbeitungszeit ist leider abgelaufen, hier noch ein - wieder völlig anders aussehendes - Bild der Frauen:
https://www.juedische-allgemeine.de/israel/vermisste-israelinnen-in-wien-polizei-stellt-suche-ein/

Irgendwas stimmt doch hier nicht.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

16.08.2026 um 08:14
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Irgendwas stimmt doch hier nicht.
Meine Theorie:

Ich denke, die nutzen irgendwelche Filter. Die Mutter weniger, aber wenn man sich mal die ganzen gemeinsamen Bilder im Netz anschaut, fällt mir eine Sache besonders auf: Das Gesicht der Tochter passt sich immer wieder der Mutter an und ist dadurch teils ganz unterschiedlich.

Deswegen wirkt die Tochter auch beim Bus-Video so anders. So sieht sie wirklich aus.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

16.08.2026 um 11:08
Zitat von ÜbergoldÜbergold schrieb:Deswegen wirkt die Tochter auch beim Bus-Video so anders. So sieht sie wirklich aus.
Glaube ich auch. Das sind jedes Mal die gleichen Frauen.
Auch ohne Filter: es ist manchmal wirklich schwierig, Menschen, die man live nie gesehen hat, auf Fotos wieder zu erkennen. Fotos sind ja zufällige Sekundenaufnahmen, die zeigen machmal vollkommen untypische Ansichten. Wenn du einen Menschen aus dem Leben nicht kennst, hast du kein inneres Gesamtbild von ihm oder ihr und kennst nur diese zufälligen bzw gefilterten Momentaufnahmen, die sich krass voneinander unterscheiden können.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

16.08.2026 um 12:42
Zitat von BlutgräfinBlutgräfin schrieb:Irgendwas stimmt doch hier nicht.
Was soll denn nicht stimmen?

Das sind doch auf allen Fotos eindeutig erkennbar dieselben Personen.
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Aber nein, ich persönlich glaube nicht an so ein Verbrechen.
Ich glaube gar nicht an ein Verbrechen, sondern eher an ein freiwilliges Verschwinden.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

16.08.2026 um 14:25
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:Was interessiert es jemanden, der in einem anderen Land aus privaten Gründen untertauchen oder dort einwandern oder dort auch nur länger Urlaub machen will, ob das Zielland ein Auslieferungsabkommen mit dem Heimatland hat? Das interessiert mich doch nur, wenn ich aufgrund erheblicher Straftaten in meinem Heimtland per internationalem Haftbefehl gesucht werde oder befürchte, dass ein solcher demnächst ergehen könnte.
Vielleicht befürchtete M., dass ihre GläubigerInnen Strafanzeigen erstatten könnten - aber siehe dazu den Artikel ganz unten.
Ich frage mich dennoch, warum dann so ein so großer Suchaufwand durchgezogen wurde:
Offiziell nicht bestätigt (s. u.): Man sei von Anfang an von einem freiwilligen Verschwinden ausgegangen. Das deckt sich mit der Annahme der anfangs zuständigen Wiener Polizei.

Aus nicht genannten Kreisen soll berichtet worden sein, dass die israelischen EB die Frauen in Argentinien gerne intensiver befragt hätten, aber dazu nicht befugt waren.
Es bleibt bei der Feststellung, dass die Bankangestellte M. keine Unterschlagung o. a. an ihrem Arbeitsplatz begangen hatte.
Vom eigenen Konto hatte sie 14 Tsd. € abgehoben.

Ob die Tochter die Entscheidung (irgendwann) bereut? Siehe dazu den u. g. Artikel.

Wie ein Polizeisprecher berichtete, reagierten M. und L. in Buenos Aires hochemotional und umarmten den Polizeibeamten, nachdem er ihnen gesagt hatte: "Ein ganzes Land macht sich Sorgen um euch (...)."

15.08., 20:24 h:
Nach einer Woche, in der die Ermittler verschiedene Szenarien rund um das Verschwinden der beiden Frauen geprüft hatten, geht die Polizei nun davon aus, dass finanzielle Not wahrscheinlich ein zentraler Faktor war und dass die enge Bindung zwischen Mutter und Tochter eine wesentliche Rolle bei ihrer Entscheidung gespielt hat, gemeinsam zu verschwinden.
„Von Anfang an war klar, dass dies ihre eigene Initiative war“, sagte eine Quelle aus Polizeikreisen am Samstagvormittag.
Die Ermittler entdeckten zudem eine Nachricht, die Liel vor der Reise an ihre Mutter geschickt hatte und in der sie schrieb: „Ich gehe mit dir überall hin.“
(…)
Die Ermittler stellten jedoch fest, dass Mali vor der Reise etwa 14.000 Euro in bar von ihrem eigenen Konto abgehoben hatte.
„Wenn jemand mit einer solchen Summe abreist, geht man davon aus, dass die Absicht wahrscheinlich nicht darin besteht, nach vier Tagen zurückzukommen“, sagte die Quelle.
(…)
Die Ermittler identifizierten mehrere weitere Handlungen, die sie als Anzeichen für eine vorherige Vorbereitung werteten, [schon bekannt]
Quelle: https://www.ynetnews.com/article/rjglaqcigx , Übersetzt mit DeepL
Laut KAN News hatten die beiden Frauen vor, ihre Identität zu ändern und ein neues Leben zu beginnen; Mali sagte Kogan, sie wolle einen Neuanfang.
Quelle: https://www.jpost.com/diaspora/article-905594 , AUGUST 15, 2026 21:35 - Updated: AUGUST 16, 2026 13:41
Nach Angaben des Nachrichtensenders »Channel 12« erklärten sie gegenüber Kogan, sie wollten lediglich alle Brücken zu ihrer Familie und ihrem Heimatland abbrechen. Der Beamte hakte nach und fragte gezielt, ob sie erpresst oder bedroht würden. Dies verneinten die Frauen ebenso wie die Frage nach einer möglichen Flucht vor Schulden. Ihr einziges Motiv sei es, ihr bisheriges Leben komplett hinter sich zu lassen.

Wie eine Quelle gegenüber Channel 12 angab, hätten die israelischen Ermittlungsbehörden die Frauen gerne noch intensiver befragt. Dies sei jedoch durch die argentinischen Behörden vor Ort unterbunden worden.

Gegenüber israelischen Medien äußerten sich die Verwandten der beiden Frauen fassungslos darüber, dass Mutter und Tochter ihre Flucht so heimlich und planmäßig vorbereitet hatten. Trotz des Schocks betonten die Angehörigen jedoch auch ihre große Erleichterung darüber, dass die beiden unversehrt aufgefunden wurden.
Quelle: https://www.juedische-allgemeine.de/israel/mali-und-liel-yahalomi-in-argentinien-gefunden/ , 16.08.2026 09:01 Uhr , Hervorh. durch mich


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16.08.2026 um 14:55
Vielleicht sind die Gründe im privaten Bereich? Orthodoxes Judentum kann sehr restriktiv sein, vielleicht wollten sie da einfach einen Cut machen?


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16.08.2026 um 15:03
@Verwaltung: sollte man nicht den Threadtitel ändern? Vermisst werden sie ja nicht mehr.


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