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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

43 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, Österreich, Israel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 16:56
Zitat von KottanKottan schrieb:Wie ich österreichschen Medien entnehme,haben die beiden versehentlich das Zimmer nur bis Samstag gebucht und mussten daher am Sabbat (also Samstag) das Quartier verlassen.
Aber wie war das denn eigentlich geplant? Wollten sie noch bis Sonntag bleiben und dann fahren oder dachten sie, sie könnten bis Samstag Abend (also Ende des Sabbath) in der Unterkunft bleiben? Ich kenne mich mit den jüdischen Religionsvorschriften zu Sabbath nicht aus und kann mir daher nicht vorstellen, ob etwa ein Stadtbummel oder eine Besichtigung erlaubt wären. Dann hätten sie die Unterkunft ja ohne Probleme am Morgen verlassen können, ihr Gepäck irgendwo abstellen und Abends wieder abreisen. (Offen ist natülich dabei wieder die Frage, wie religiös sie waren und wie sehr sie sich an diese Dinge hielten).
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Ich finde es ist nicht gesagt, dass es keine Zeugen gibt. Nur eben vielleicht keine unbeteiligten Zeugen.
Ich habe ehrlich gesagt Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass da in Wien zwei Frauen auf offener Straße umgebracht und dann die Leichen abtransportiert werden, ohne dass mal jemand aus dem Fenster guckt. Wie gesagt: Vorausgesetzt, dass das eine spontane Tat gewesen wäre.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 17:05
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich habe ehrlich gesagt Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass da in Wien zwei Frauen auf offener Straße umgebracht und dann die Leichen abtransportiert werden, ohne dass mal jemand aus dem Fenster guckt. Wie gesagt: Vorausgesetzt, dass das eine spontane Tat gewesen wäre.
Ja, ich kann das sehr gut nachvollziehen. Und ich teile auch deine Skepsis zum Teil.
Aber wie ich schon schrieb, ich kenne die Gegebenheiten überhaupt nicht in Wien.
Es hängt ja auch ein bisschen davon ab, wo die beiden Frauen unterwegs waren und wie wahrscheinlich das in der Gegend war.
Die Frage, wie ein Mord oder eine Entführung passieren konnte, ohne dass etwas von Zeug: innen gesehen wurde, stelle ich mir aber bei vielen Fällen.
Ich habe z.b heute im Radio gehört, dass in irgendeiner Stadt ein kleines Kind aus der Kita entführt wurde, nur für ca. eine halbe Stunde oder so. Dann wurde es auf der Straße gefunden. Die Kita ist umzäunt und es waren mehrere Erzieherinnen anwesend, die nichts mitbekommen haben.
Eine Überprüfung des Kita-Geländes ergab, dass der Zaun rund 1,50 Meter hoch und frei von Schäden oder Löchern ist. Zudem waren alle Türen laut Angaben der Stadt verschlossen. Daher schließen die Behörden aus, dass der Junge das Areal eigenständig verlassen konnte. Durch Büsche und Bewuchs seien nicht alle Bereiche des Spielplatzes jederzeit einsehbar, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt. Das solle insbesondere die Kinder vor neugierigen Blicken schützen.

„Es muss eine Beteiligung Dritter gegeben haben“, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Polizei hat daraufhin Ermittlungen wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger aufgenommen. Pflichtverletzungen des Personals oder eine mangelnde Sicherung des Geländes seien nicht festgestellt worden, heißt es weiter.
Quelle: https://www.focus.de/panorama/welt/junge-2-verschwindet-aus-kita-verdacht-auf-entfuehrung_dd7c1469-c386-4b9a-abf1-b553fec9e1d4.html

Natürlich kann man das nicht mit einem Mord vergleichen. Trotzdem ist auch hier die Frage, wie konnte so etwas passieren, ohne dass das jemand mitbekommen hat.

Wie gesagt, ich finde auch nicht, dass das ein wahnsinnig überzeugendes Szenario ist. Ich finde es aber auch nicht auszuschließen.
Vielleicht ist es auch eher wahrscheinlich, dass die beiden Frauen in ein Auto gezerrt wurden und alles weitere an einem anderen Ort stattgefunden hat, an dem es tatsächlich keine Zeugen gab.

Es ist im Moment so, dass mich überhaupt kein Szenario wirklich überzeugt.

Ich hoffe sehr, dass der Fall aufgeklärt wird und die beiden Frauen wohl behalten wieder auftauchen.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 17:06
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Da du es ungewöhnlich findest: Welche Fälle, in die sowohl israelische als auch europäische EB involviert sind, kennst du, die du als gewöhnlich bezeichnen würdest @Zaunkönigin ?
Ich hab dazu folgendes geschrieben
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:Ich kann mich an keinen vergleichbaren Fall erinnern
Das habe ich gelesen, aber welche Fälle kennst du, um "ungewöhnliche" Fälle von "gewöhnlichen" Fällen unterscheiden zu können?
Meine Frage bezog sich auf:
Zitat von ZaunköniginZaunkönigin schrieb:
Zitat von antheanthe schrieb:Ich kenne mich nicht aus damit, in welchen Fällen die israelische Polizei Nachrichtensperren verhängt, finde es aber in einem Vermisstenfall von zwei Frauen, gegen die nichts vorliegt und die sich auf einer augenscheinlich für sie sehr normalen Ferienreise befanden, schon ungewöhnlich.
Ich finde das auch ziemlich ungewöhnlich. Ich kann mich an keinen vergleichbaren Fall erinnern
Wie laufen Fälle, in die sowohl europäische als auch israelische EB involviert sind, für gewöhnlich ab. Ich weiß das nicht, deshalb meine Nachfrage.


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um 17:12
Zitat von watnuwatnu schrieb:Meine Frage bezog sich auf:
Ich habe durchaus verstanden, worauf sich deine Frage bezog.

Ich kenne keinen vergleichbaren Fall, bei dem eine Nachrichtensperre verhängt wurde.
Das ist mein Maßstab.
Natürlich bin ich nicht das Maß der Dinge und nur, weil ich etwas nicht kenne, bedeutet es nicht, dass es das nicht gibt.

Für mich ist es ungewöhnlich, dass mag für dich und/oder andere anders sein.
So ist das eben, dafür tauschen wir uns hier ja aus.
Und ganz offensichtlich ist es eben so, dass deine Maßstäbe für "ungewöhnlich" auch nicht deckungsgleich sind mit meinen Maßstäben oder Bewertungskritierien.
Vielleicht können wir es einfach dabei belassen.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 17:28
Zitat von brigittschebrigittsche schrieb:Ich habe ehrlich gesagt Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass da in Wien zwei Frauen auf offener Straße umgebracht und dann die Leichen abtransportiert werden, ohne dass mal jemand aus dem Fenster guckt. Wie gesagt: Vorausgesetzt, dass das eine spontane Tat gewesen wäre.
Eben, wie soll das denn bitte vor sich gegangen sein? Sowohl im 5. Bezirk, im 2. Bezirk und rund um den Hauptbahnhof ist alles dicht verbaut.
Außerdem: Wie soll jemand die beiden Frauen als israelische Staatsbürgerinnen erkennen? Die werden wohl kaum mit der Nationalflagge durch die Gegend laufen.


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um 17:32
@OpLibelle
Ich habe das auch mitverfolgt.
Ich möchte dazu folgendes sagen, dass ein Mutter Tochter Pärchen / Touristen, am helllichten Tage in Wien ( als arglose Touristen) gekidnappt werden, halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Wer so etwas vorhat, der müsste es langfristig planen und die beiden Frauen bereits vorher beobachtet haben, oder zb ihre Internet Accounts insta Facebook usw beobachtet haben. Manche Menschen, teilen ja ihre Urlaubspläne mit der ganzen Welt.
Also diese Variante halte ich geradezu für absurd. Die Frauen müssten ja dann ( wenn man sie als Geiseln hält, irgendwo versteckt werden. Niemand kommt mit zwei erwachsenen gekidnappten Frauen außer Landes.
Dass Israelische Staatsbürger , bzw jüdischen Mitbürger , besonders wenn sie als Touristen weltweit unterwegs sind, verstärkt seit Oktober 23‘ Attacken ausgesetzt werden, ist bekannt. Das passiert ihnen vornehmlich, wenn man sie eindeutig als Juden identifiert, bzw sie mit israelischem Pass reisen. Ich habe schon die übelsten Auswüchse an Hoteltresen gesehen ( dank YouTube). Die filmen ja Gottseidank das meiste. Das passiert gefühlt täglich, ob in New York sogar auf offener Straße. Oder in Restaurants, wo die Attacken dann mitten im Restaurant stattfinden.
Wir haben das in anderer Form auch hier in Deutschland, oftmals in Berlin miterlebt. auf offener Straße.
Österreich hat sich nicht besonders nice gezeigt, im Vorfeld u während des ESC, gegenüber Israel gezeigt, bzw. deren Teilnehmer, bewacht wie Staatsoberhäupter. Und leider, macht sich keiner die Mühe, die Regierungspolitik gesondert zu betrachten.?Also erstreckt sich der Hass auch immer auf Staatsbürger des Landes, oder eben Mitglieder der Diaspora im Land.
Aber nein, ich persönlich glaube nicht an so ein Verbrechen.
Ich möchte zu bedenken geben, wenn sich Personen zb suizidieren, dann sind es immer die Angehörigen, die das niemals glauben wollen… da gibt es ungezählte Fälle, wo Angehörige, das einfach nicht glauben oder wahrhaben wollen. Warum? Weil sie nichts ungewöhnliches vorher bemerkt haben? Oder vielleicht weil sie die Signale nicht sehen wollten, oder unaufmerksam waren. Das gleiche, wenn Personen freiwillig verschwinden. Auch das wollen Angehörige selten nicht mal hören oder auch nur in Erwägung ziehen.
Wir wissen manchmal eben doch nicht alles, von Menschen denen wir nahestehen. Deshalb sind dann solche Ereignisse, auch so erschütternd.
Also wenn ich tippen müsste? Was ja eigentlich nicht angebracht oder hilfreich ist, ich denke, die beiden wollen nicht gefunden werden.
Aber andererseits, wer vor hat, abzutauchen, der hat schlechte Karten, wenn sich Profis aus Israel/ Geheimdienste zb auf die Suche machen. Schon gar nicht in Europa, da taucht es sich schlecht ab.


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um 17:38
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Wie soll jemand die beiden Frauen als israelische Staatsbürgerinnen erkennen? Die werden wohl kaum mit der Nationalflagge durch die Gegend laufen
Vielleicht hatten die Ketten mit einem Davidstern um. Es gibt Leute denen reicht das.
Am frühen Abend des 20. Juni 2025 soll der Angeschuldigte den Geschädigten, der ein T-Shirt mit Davidstern sowie eine Kette mit Davidstern sichtbar um den Hals trug, im Gleisdreieckpark zufällig angetroffen haben. Der Angeschuldigte trat zunächst auf den Geschädigten zu und bezeichnete ihn unter anderem als Kindermörder. Kurz darauf soll der Angeschuldigte ein Messer aus seiner Hosentasche gezogen haben. Er soll dann auf den Geschädigten – den er aufgrund der Kette als jüdischen Menschen wahrgenommen haben soll – zugelaufen sein und geäußert haben, ihn töten zu wollen, da er als Kindermörder „Blut an den Händen“ habe. Aufgrund des Einschreitens von drei Polizeibeamten, welche sich mit gezogenen Dienstwaffen zwischen den 29-Jährigen und den Geschädigten stellten, soll eine Verletzung des Geschädigten verhindert worden sein.
Quelle: https://www.berlin.de/generalstaatsanwaltschaft/presse/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung.1630494.php


Einfach mal informieren, was gerade so an antisemitischen Übergriffen und Angriffen passiert.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 17:41
Zitat von watnuwatnu schrieb:Wie laufen Fälle, in die sowohl europäische als auch israelische EB involviert sind, für gewöhnlich ab. Ich weiß das nicht, deshalb meine Nachfrage.
Ich habe nach in Deutschland vermissten israelischen Staatsbürgern geguckt und auf die Schnelle nur zwei Beispiele aus 2013 (Touristin im Allgäu) https://www.spiegel.de/panorama/justiz/seit-mittwoch-keine-spur-israelin-im-allgaeu-vermisst-a-922518.html
und 2019 (Tourist in Berlin) gefunden.
https://www.fokus-jerusalem.tv/2019/04/24/israeli-in-berlin-spurlos-verschwunden/

Der Berliner Tourist war bereits tot in einem Hotelzimmer gefunden worden, während sich seine Familie noch hilfesuchend an die Öffentlichkeit wandte. Es gab Kritik, dass über Tage hinweg weder die israelische Botschaft noch seine Angehörigen von der deutschen Polizei informiert wurde, obwohl klar war, dass es ein israelischer Staatsbürger war.

Zur 2013 Vermissten: die wurde tot in den Bergen gefunden, es war ein Unglücksfall.

Insofern gibt's wenig Vergleichsgrundlage, weil in beiden Fällen die Verstorbenen relativ zeitnah gefunden wurden.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 17:47
@Zaunkönigin
Da ich bzgl des Themas sehr sensibilisiert bin und nicht erst seit 7. Oktober 23‘, kann man so eine Variante sicher nicht von vornherein ausschließen. Aber weißt Du, gerade weil es für sensibilisierte Menschen, leider sofort das naheliegende ist, würde ich persönlich nicht davon ausgehen.
Stell es Dir das Szenario mal in der Praxis vor, zwei erwachsene Personen attackieren und vielleicht noch schlimmer? Da müssten solche Täter ja auch Spuren komplett beseitigen, von allem. Das gelingt heutzutage kaum noch jemandem. Digitale Forensik heutzutage, DNA Techniken, Überwachungssysteme/ Kameras. Geheimdienste usw. Die haben heute Möglichkeiten, wovon die wenigsten potenziellen Täter, auch nur einen Schimmer haben.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 17:51
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Aber weißt Du, gerade weil es für sensibilisierte Menschen, leider sofort das naheliegende ist, würde ich persönlich nicht davon ausgehen.
Ja kann ich verstehen, habe ich ja oben schon geschrieben.
Aber es ist jetzt auch keine abgedrehte Einzelphantasie von mir
während die israelischen Hilfskräfte und die Familie einen terroristischen Hintergrund fürchten, vor allem auch angesichts der Tatsache, dass es in europäischen Städten immer wieder zu Angriffen gekommen ist, wenn Menschen Hebräisch sprechen.
Quelle: https://www.juedische-allgemeine.de/israel/vermisste-israelinnen-in-wien-polizei-stellt-suche-ein/

Weißt du, das traurige ist eigentlich, dass ich sowas überhaupt in Erwägung ziehe. Vor dem 7. Oktober hätte ich mir so ein Szenario absolut nicht vorstellen können.
Das hat sich inzwischen geändert.
Und das ist eigentlich eine Katastrophe.

Hoffen wir, dass sich dieser ganze Vorgang aufklärt und die Frauen vielleicht tatsächlich selbstständig abgetaucht sind.
Aus Gründen die persönlich sind und die uns nichts angehen und dann hoffentlich auch nicht an die Öffentlichkeit getragen werden.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 18:04
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Außerdem: Wie soll jemand die beiden Frauen als israelische Staatsbürgerinnen erkennen? Die werden wohl kaum mit der Nationalflagge durch die Gegend laufen.
Dass ihre Herkunft erkannt wurde, würde ich jetzt nicht für so unwahrscheinlich halten - es reicht ja u. U. schon, wenn man sich auf Hebräisch unterhält um die Aufmerksamkeit irgendwelcher Fanatiker auf sich zu ziehen.
Zitat von kf1801kf1801 schrieb:Eben, wie soll das denn bitte vor sich gegangen sein? Sowohl im 5. Bezirk, im 2. Bezirk und rund um den Hauptbahnhof ist alles dicht verbaut.
Das halte ich für das zentrale Argument: Zwei Frauen auf offener Straße umbringen geht doch nicht lautlos. Und das kann auch nicht ein Täter alleine. Und wie bringt man Leichen weg? Und alles noch mitten in der Stadt, umgeben von Häusern in denen ja sicher nicht nur fanatische Antisemiten wohnen, die dann den Mund halten, weil sie es gut finden?

Also, wenn es Mord gewesen sein sollte, dann ging das m. M. nur mit Vorbereitung. Also z. B. indem man die beiden unter einem Vorwand irgendwo hinlockt. Aber sie waren in Wien ja fremd, warum sollte jemand, der sie umbringen will, das ausgerechnet dort machen?

Irgendwie ist kein Szenario so richtig "rund".


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 18:07
@Zaunkönigin
Du triffst es leider auf den Punkt. Die letzten ca 34 Monate, haben gezeigt, wozu der Hass manche befähigt. Da ist es nur naheliegend, auch hier sofort das Schlimmste zu vermuten.
Nur eben, wäre das hier, Mutter Tochter in Europa… als Zufallsopfer von Antisemiten? Gekidnappt oder schlimmeres? Ich meine Geiseln im großen Kontext wurden von der Hamas genommen. Und zwar direkt in der Nachbarschaft auf dem Festival und den Kibbuzen. Aber hier? Wohin sollte man sie denn bringen? Ich wüsste wirklich keinen Fall so einer Dimension, weltweit. Wahllos jüdische Menschen kidnappen, in Europa?
Aber leider heutzutage, muss man womöglich sogar mit derartigen Steigerungen an Gewalt rechnen.
Ich möchte lieber an die Variante des freiwilligen Verschwindens glauben. Eine Sache, die ja nicht strafbar ist. Es sei denn diese Menschen, täuschen eine Straftat vor, um anschließend in Ruhe irgendwie abzutauchen.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 18:15
Ich finde diese ganze Reise etwas merkwürdig, wenn das stimmt was man zu lesen bekommt: Das sind erfahrene Reisende.
Die Mutter wird mit einem Geschenk der Tochter angeblich überrascht, und einen Tag später verreist man. Also normaler Weise muss man doch etwas planen, wenn man berufstätig ist. Geld wird abgehoben am Tag vor der Abreise - damit man dann nicht mehr sieht, von wo aus Geld abgehoben wird im Ausland, oder wie? Man hatte ja praktisch nur den einen Tag Zeit fürs Bargeld besorgen.
Sie möchten für ein paar Tage nach Prag reisen, von Israel ist das nicht bloß nebenan.
Dann reist man mit dem Zug auch noch nach Wien (was von der Tochter gebucht war, der Bruder wusste davon angeblich nichts), das wären dann jeweils zumindest 6 Stunden Reisezeit je Richtung, und zwar so, dass am Tag nach Ankunft Pause wäre mit Schabbat. Wenn man in Wien trotzdem etwas sehen will, oder den Schabatt im jüdischen Zentrum verbringen, dann sollte die Tochter aus diesem Grund beim Zentrum buchen, wenn man eben gerade keine Verkehrsmittel benutzen will. Sie bucht aber eher in der Nähe vom Bahnhof, in einer uninteressanten Gegend, nicht nahe Zentrum oder jüdischem Viertel, noch dazu - irrtümlich angeblich - für nur einen Tag. Am nächsten Tag sieht man die beiden Frauen von sich aus das Zimmer verlassen. Obwohl sie da also anscheinend gut unterwegs sind, haben sie am Vorabend nicht wie angekündigt beim Abendmahl teilgenommen, und auch nicht das Essen für Schabbat abgeholt. Dann taucht das Handy beim Hauptbahnhof auf, obwohl Schabbat ist, wo man kein Verkehrsmittel benutzen darf oder soll. Vielleicht musste man ja doch im Netz schnell etwas recherchieren vor Abfahrt?

Die Ö Polizei hat bald die Suche aufgegeben, und ist überzeugt, dass sie Wien verlassen haben. Verwandtschaft ist mittlerweile in Wien vor Ort.
Ich bezweifle, dass das eine Entführung ist, oder sie Opfer von einem Verbrechen geworden sind.
Und ich könnte mir nicht vorstellen, generell täglich per WhatsApp ein Großfamilien- Treffen zu haben. Ich weiß nicht, wie religiös die Frauen sind, und was das für ihre Stellung in Familie und Gesellschaft bedeutet.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 18:15
Der 5. Bezirk in Wien liegt direkt neben dem 4.,wo sich der Hauptbahnhof befindet. Ich nehme an,dass die beiden, wie es Touristen oft tu , ein Taxi genommen haben. Aber ein Taxifahrer, der zwei Frauen entführt?


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 18:18
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich wüsste wirklich keinen Fall so einer Dimension, weltweit. Wahllos jüdische Menschen kidnappen, in Europa?
Aber leider heutzutage, muss man womöglich sogar mit derartigen Steigerungen an Gewalt rechnen.
Da stimme ich zu, würde es aber, ähnlich wie Du, auch nicht für undenkbar halten.

Aber, und das ist für mich der Punkt: Entführer wollen ja etwas erreichen damit. Politische Forderungen oder auch nur Lösegeld. Und selbst wenn es nur der reine Hass auf Israel bzw. Juden wäre, würde man doch wollen, dass die Welt da draußen erfährt, warum man die beiden umgebracht hat. Eben weil sie israelische Jüdinnen waren.

Also muss so jemand doch zwangsläufig irgendwann einen Erpresserbrief, ein Video, ein Manifest... veröffentlichen. Aber das ist nicht geschehen.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 18:29
@brigittsche
Du hast vollkommen recht damit. Wer so etwas vorhat, zb Juden zu kidnappen, um zb politische Forderungen ggf. Lösegeld zu erpressen, der macht das ganz sicher nicht in Wien. Dazu reicht meine Phantasie momentan nicht. Solche Szenarien würde man anders verorten in der Welt.
Nun ja, wie erwartet, nun ist uA auch schon der Mossad angereist, und man wertet Überwachungssysteme aus, auf dem Weg zum Bahnhof zb und sicher auch die Aufnahmen, vom Zug am Bahnhof usw. Irgendwer müsste sie ja dann im Zug gesehen haben, oder am Taxistand. Vielleicht hatten die Frauen ja bereits Kontakte dort aufgenommen, die ihnen beim Verschwinden behilflich waren?
Das Hotelzimmer war komplett leer, von irgendwelchen Zeichen. Das bedeutet, die Frauen haben irgendwie ordentlich gepackt und nichts hinterlassen, so wie man eben macht, beim Check out.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 18:29
Diverse Medien berichten, was @Kottan oben schon schrieb, nämlich das den EB in Wien inzwischen Aufnahmen von Überwachungskameras vorliegen, die zeigen, wie sich beiden am Samstag-Morgen mit ihrem Gepäck auf den Weg machen. Sie sollen allein sein. Ich nehme das mal als Tatsache.

Dann berichten die Medien ebenfalls übereinstimmend, dass das Handy einer der beiden im Bereich des Wiener Hauptbahnhofes gegen 9:30 Uhr gepingt hat und die Ermittler dabei sind, das Videomaterial des Bahnhofs auszuwerten. Das nehme ich auch mal als Tatsache.

Und nun ist die letzte Meldung, dass die Polizei in Wien die Suche eingestellt hat und davon ausgeht, dass sich die beiden nicht mehr in Österreich aufhalten.

Die naheliegende logische Schlussfolgerung ist doch, dass die Polizei bei der Auswertung des Videomaterials vom Hauptbahnhof fündig geworden ist und man inzwischen weiß, dass sie Wien per Zug verlassen haben. Das schließt natürlich weiterhin nichts aus, nur was auch immer ihnen passiert ist, ist nicht in Wien geschehen. Falls ich richtig liege, bleibt die Frage, warum man die Öffentlichkeitsfahndung nicht fortsetzt. Igrendeinen Zielort muss der Zug ja gehabt haben, man wird (sollte) auch inzwischen wissen, wo sie ausgestiegen sind und sie werden auch nicht die einzigen Passagiere gewesen sein.

Ich bin gespannt, ob am Mittwoch etwas auf XY dazu kommt.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 18:36
@OpLibelle
Ich gebe nochmal zu bedenken, es ist keine Straftat, wenn Menschen sich dazu entscheiden, ihr altes Leben ohne Vorankündigung zu verlassen. Die Behörden haben evtl schon irgendwelche Hinweise auf Freiwilligkeit. Selbst dann hätten die Behörden kein Recht, dazu Statements abzugeben mit Details. Die Privatsphäre der Frauen und ihre Wünsche, müssten gewahrt werden. Meist heißt es in solchen Fällen. Die Suche ist eingestellt, wir bitten darum usw.
Am Ende wollen die Angehörigen doch nur wissen, ob sie gesund und unversehrt sind. Eine Rückkehr können sie nicht fordern, wenn die Frauen das ausschließen.


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Vermisst in Wien: Mali und Liel Yahalomi

um 18:44
Zitat von OpLibelleOpLibelle schrieb:alls ich richtig liege, bleibt die Frage, warum man die Öffentlichkeitsfahndung nicht fortsetzt. Igrendeinen Zielort muss der Zug ja gehabt haben, man wird (sollte) auch inzwischen wissen, wo sie ausgestiegen sind und sie werden auch nicht die einzigen Passagiere gewesen sein.
Spontan würde ich denken: Die haben ich gemeldet und (nachprüfbar) mitgeteilt, dass sie noch leben und kein Verbrechen an ihnen begangen wurde.

Aber warum sollte man das dann nicht so melden?
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich gebe nochmal zu bedenken, es ist keine Straftat, wenn Menschen sich dazu entscheiden, ihr altes Leben ohne Vorankündigung zu verlassen.
Das ist richitg, aber umgekehrt liegt es doch auch im Interesse der betreffenden Personen, dass nicht mehr nach ihnen gesucht wird und irgendwelche Leute in guter Absicht die Polizei anrufen und sagen, dass die beiden gerade im Café an der Ecke sitzen. Und erinnert sei auch an die Gerüchte, wonach irgendwelches Geld unterschlagen wurde.

Insofern halte ich es schon für gerechtfertigt, dass man offiziell mitteilt, dass die beiden noch leben und kein Verbrechen an ihnen vorliegt. Selbstverständlich ohne weitere Angaben zum Aufenthaltsort und den Gründen für das Abtauchen.

Bei anderen Vermisstenfällen, z. B. der berühmte Fall Petra Paszitka oder der weniger bekannte von Till Ramming wurde das auch so gehandhabt und ich kann mir nicht vorstellen, dass die Datenschutzvorschriften in Österreich noch strenger sind als in D.

Alles natürlich unter der Prämisse, dass die beiden nicht doch etwas angestellt haben - aber dann wäre es ja wiederum sinnvoll, deshalb nach ihnen zu suchen.


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um 18:45
Zitat von calligraphiecalligraphie schrieb:Ich gebe nochmal zu bedenken, es ist keine Straftat, wenn Menschen sich dazu entscheiden, ihr altes Leben ohne Vorankündigung zu verlassen
Schon richtig. Es kommt aber immer etwas auf das Motiv an. Die "Kronen-Zeitung" schreibt in einem Artikel von vor wenigen Minuten sehr richtig:
Die Wiener Polizei bestätigte die Abgängigkeitsanzeige und suchte im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten nach den Frauen. So wurden etwa in Zusammenarbeit mit der Botschaft Spitalsauskünfte eingeholt und intern ermittelt. Für eine öffentliche Fahndung fehlte die Rechtsgrundlage, da es sich bei den beiden Vermissten um volljährige Personen handelte.
und dann:
Dem Vernehmen nach landeten zudem hochrangige Beamte sowie Mitglieder des israelischen Geheimdienstes in der Bundeshauptstadt, um der Damen habhaft zu werden. Denn: Mutter und Tochter dürften untergetaucht sein! Sie sollen Österreich bereits in Richtung Deutschland und von dort aus den Kontinent verlassen haben. ... Und: Dem Vernehmen nach soll die 50-Jährige – offenbar eine Bankerin – in einen handfesten Finanzskandal verwickelt sein. Von Unterschlagung, Krida und Veruntreuung ist die Rede.
Quelle: https://www.krone.at/4256370


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