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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

1.060 Beiträge, Schlüsselwörter: Erschlagen, Südtirol, Streetparade, Ehrenburg, Fiattipo, Ulrike Reistenhofer
GanovenEde
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

09.02.2013 um 22:38
Da hier ja eine ansehnliche Sammlung besonders mysteriöser Mordfälle, bzw. Mordfälle mit ungewöhnlichem Tatverlauf existiert, sollte meiner Meinung nach auch der Mordfall Ulrike Reistenhofer nicht fehlen. Ich konnte ihn jedenfalls noch nicht finden. Sollte er dennoch bereits als Thread existieren, bitte ich, diesen hier zu löschen.

Es handelt sich um FF1 aus der Folge 07/99. Wie ich meine, einer der letzten FF, die noch einigermaßen authentisch abgefilmt wurden. Lediglich der Bahnhofsteil Zürich wurde vermutlich in Basel HBF gedreht. Ansonsten müssten es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Originalschauplätze sein.


Zum Inhalt:

Tattag: 09.08.1998
Tatort: Landstraße in der Nähe von Ehrenburg/Italien
Satus: Ungelöst
Alter des Opfers: 19 Jahre

Kurzer Abriss:

Ulrike (wohnhaft Graz/Österreich) besucht die Streetparade in Zürich (entspricht der Loveparade in Deutschland). Am 09.08.1998 bricht sie von Zürich aus mit dem Zug die Heimreise richtung Graz an. Zu diesem Zwecke muss sie in Insbruck/Österreich umsteigen (belegt durch eine Abhebung an einem Bankautomaten auf dem Bahnhof Insbruck). Ab da verliert sich für mehrere Stunden ihre Spur. Nachts taucht sie dann weitab der eigentlichen Route in Italien, genauer gesagt Ehrenburg/Südtirol auf. Warum und wie sie dorthin gekommen ist, ist nicht bekannt. Ihr letztes Lebenszeichen ist, als sie in einer dortigen Gastwirtschaft eine Packung Kekse kauft. Am nächsten Tag wird ihre Leiche an einem Fluss an einer Landstraße unweit von Ehrenburg gefunden.

Hier der entsprechende Link zum XY-Wiki:
http://rufmichan24.de/index.php?title=Sendung_vom_16.07.1999

Hier die komplette Sendung (es handelt sich um FF1 der als Einzelfolge leider nicht eingestellt ist):



Und hier noch die letzten Nachrichten vom 01.02.2013 bei "Südtirol online":
http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Mordfall-Reistenhofer-Neue-Spur


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

09.02.2013 um 22:47
Nachtrag, mir ist gerade noch eingefallen, dass bei der Vorstellung des Falls die Tatortfotos natürlich nicht fehlen sollten. Also Fotos, die 2006 vom vormaligen Tatort, bzw. der Umgebung angefertigt wurden. Man kann diese bei "Tatorte hautnah" unter nachfolgendem Link einsehen:

http://www.zuschauerreaktionen.de/pages/tatorte/1999_juli_ehrenburg/album/index.html


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.02.2013 um 13:22
@GanovenEde

Hi,

ich hab hierzu einen interessanten Link gefunden, vielleicht lässt sich da noch einiges mehr recherchieren:

http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/chronik/1186939/index.do

Recht perfide...


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.02.2013 um 13:40
Wenn die Spur nach Wien führt und die Polizei die Täter-DNA hat, und man weiß, dass er 1998 motorisiert war und einen Führerschein hatte, dann verstehe ich nicht, warum es keine DNA-Untersuchung im Raum Wien gibt unter entsprechenden Männern?! Sicher hat er nach der Tat auch plötzlich sein Verhalten geändert, war plötzlich aus unerklärlichen Gründen länger krank oder verfiel in eine Depression unbekannter Ursache, ließ sich vielleicht sogar ärztlich deshalb behandeln, spielte vielleicht mit Selbstmordgedanken, trank vielleicht plötzlich oder nahm Antidepressiva, könnte in dem Zusammenhang auch verkehrstechnisch aufgefallen sein usw. usf.!

Dass die Gedichte an dem Marterl gefunden wurden, obwohl der Täter scheinbar aus dem Raum Wien kommt, könnte darauf hindeuten, dass er entweder beruflich in der Gegend / Richtung des Tatorts zu tun hat, oder aber, dass die Tat ihn so belastet, dass er extra dort hinfährt, wegen des schlechten Gewissens. Es könnte also durchaus erfolgversprechend sein, die Haltebucht observieren zu lassen, evtl. durch eine versteckte Videoaufzeichnung, denn früher oder später wird es den Täter dann ja wieder dort hinziehen. In den USA wird inzwischen in den Großstädten jede Straßenecke videoüberwacht und alles aufgezeichnet, es kann also kein riesiger Umstand sein, solch eine prägnante Stelle zu überwachen, wo der Täter nachweislich sich noch mehrfach aufhielt nach der Tat.

Ich gehe auch davon aus, dass die Gedichte tatsächlich vom Täter stammen, denn ein anderer Mensch, der es nur aus Mitleid mit dem Opfer geschrieben hätte, hätte sich im Internet sicher nicht "Serialkiller" genannt. Das ist schon sehr eindeutig die Handschrift eines seelisch Zerrissenen, einerseits scheint er die Tatsache, dass er als unerkannter Mörder mitten unter uns wandelt, ja schon fast sarkastisch-belustigend zu finden, andererseits zeugen die Gedichte von Reueempfinden dem Opfer gegenüber... So jemand hat sicher auch im realen Leben entsprechende Stimmungsschwankungen und depressive Phasen, die Angehörigen auffallen müssten, vor allem wenn 1998 nach einem Kurztrip Richtung Zürich oder Südtirol plötzlich diese Stimmungsschwankungen anfingen ohne ersichtlichen oder erklärten Grund.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.02.2013 um 13:57
@traces

Ja, die Haiku-Geschichte hatte ich auch gefunden. Es kann natürlich auch sein, dass es sich um einen geschmacklosen Scherz eines Wichtigtuers handelt. Idioten laufen ja weißgott genug rum auf der Welt.

@diegraefin

wenn ich das im Artikel richtig verstanden habe, lagen die Daten bei einem wiener Internetprovider nicht mehr vor. Das bedeuted ja nicht zwangsläufig, dass der Verfasser "Serienkiller" auch in Wien oder der wiener Gegend lebt. Ich selbst bin Kunde eines Düsseldorfer Internetproviders. Lebe aber am anderen Ende Deutschlands. :)

Mystery finde ich an der Geschichte übrigens 2 Faktoren:

1. Wie und warum kam Ulrike am Abend des 09.08.1998 in diese abgelegene Gegend? In der Nachbesprechung des Filmfalls wurde gemutmaßt, dass sie in Insbruck evtl. nur versehentlich in den falschen Zug eingestiegen ist. Dann hätte sie jedoch in Franzensfeste/Südtirol nochmals umsteigen müssen um nach Kiens/Ehrenburg zu gelangen. Und zwar nochmals falsch. Das mag ja auf einem größeren Bahnhof durchaus möglich sein. Aber dann erneut auf einem Dorfbahnhof?

2. Das Fahrzeug am Straßenrand stand mindestens 3 !!! Stunden mit offener Tür (welche gefährlich in die Fahrbahn ragte) in unmittelbarer Tatortnähe. Nicht eben geeignet, Aufsehen zu vermeiden. Wie gesagt: 3 Stunden.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.02.2013 um 14:11
Nachtrag: Da hab ich mich offensichtlich verlesen. Im Tatorte Hautnah Kommentar zum Bild. Sie hätte nicht umsteigen müssen in Franzensfeste. Vermutlich ist sie es aber, da sie in Franzensfeste an dem Abend gesehen worden sein soll.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.02.2013 um 15:00
Das mit der offenstehenden Tür spricht dafür, dass Ulrike diese Tür dort selbst aufgerissen hat und fluchtartig das Fahrzeug verließ. Der Fahrer ist ihr nach und hatte in dem Moment die offenstehende Tür gar nicht mehr auf dem Schirm, erst als er wieder zum Auto zurück kam, fiel ihm diese auf...

Wenn sie normal dort angehalten und ausgestiegen wären, um z.B. die Notdurft zu verrichten, hätten sie die Tür ja zugemacht. Also muss es dort schon im Auto zu einer lebensbedrohlichen Szene gekommen sein, die Ulrike als Beifahrerin dazu brachte, so abrupt das Auto fluchtartig zu verlassen... Anscheinend war dann im Auto schon etwas so Heftiges vorgefallen, dass der Fahrer sie nicht einfach laufenlassen konnte und ihm nichts wichtiger war, als Ulrike einzuholen - er hätte ja ansonsten auch einfach den Ort verlassen können oder zumindest den Wagen ordnungsgemäß abstellen / abschließen, bevor er sich davon entfernt.

Ist eigentlich was darüber bekannt, WAS das für ein Auto war? Wenn der Wagen so vielen Leuten auffiel, dass man sogar den Zeitraum eingrenzen kann, wie lang er dort stand, finde ich es merkwürdig, dass sich trotzdem niemand das Kennzeichen angeschaut hat oder zumindest sagen kann, was das für ein Fahrzeugtyp war.

Die Flucht könnte auch dadurch ausgelöst worden sein, dass der Täter die ganze Zeit schon gegen Ulrikes Willen in die falsche Richtung fuhr und sie nicht nach Hause bringen wollte und auch nicht aussteigen lassen wollte. Das würde erklären, wieso sie dort in der Gegend war - nicht mit dem Zug sondern per PKW.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.02.2013 um 15:15
@diegraefin
Comtesse schrieb:Das mit der offenstehenden Tür spricht dafür, dass Ulrike diese Tür dort selbst aufgerissen hat und fluchtartig das Fahrzeug verließ. Der Fahrer ist ihr nach und hatte in dem Moment die offenstehende Tür gar nicht mehr auf dem Schirm, erst als er wieder zum Auto zurück kam, fiel ihm diese auf...
Das klingt eigentlich plausibel. Aber fast 3 Stunden, von 22:30 Uhr bis mindestens 01:15 nur wenige Meter neben dem späteren Auffindeort und dann auch noch zufällig genau in der einzigen vorhandenen parkbucht. Hm.
Comtesse schrieb:Ist eigentlich was darüber bekannt, WAS das für ein Auto war? Wenn der Wagen so vielen Leuten auffiel, dass man sogar den Zeitraum eingrenzen kann, wie lang er dort stand, finde ich es merkwürdig, dass sich trotzdem niemand das Kennzeichen angeschaut hat oder zumindest sagen kann, was das für ein Fahrzeugtyp war.
Ein blauer Fiat Tipo. Das Kennzeichen konnte vermutlich aufgrund der Gegebenheiten nicht gesehen werden. Nacht, enge Landstraße... da ist man wohl eher aufs fahren konzentriert. Zumahl die Stelle schlecht einsehbar war und die geöffnete Tür ja fast zu Unfällen geführt hätte.
Comtesse schrieb:Die Flucht könnte auch dadurch ausgelöst worden sein, dass der Täter die ganze Zeit schon gegen Ulrikes Willen in die falsche Richtung fuhr und sie nicht nach Hause bringen wollte und auch nicht aussteigen lassen wollte. Das würde erklären, wieso sie dort in der Gegend war - nicht mit dem Zug sondern per PKW.
Das glaube ich nicht. In dem Cafe/Gaststätte in Ehrenburg, wo sie die Kekse kaufte (22:00 Uhr), war sie ja allein. Da hätte sie sich ja hilfesuchend an die Wirtin wenden können.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.02.2013 um 21:21
Hallo an alle,

Ich finde den Fall ganz interessant.
Ich muss dazu sagen dass ich mir das Video leider jetzt nicht ansehen kann,wegen schlechter Internet-Verbindung.

Na auf jeden Fall habe ich mal ein bisschen gegoogelt und es gibt diverse Berichte über "neue Spuren" (Meiner Meinung nach nichts besonderes)


http://www.stol.it/Artikel/Chronik-im-Ueberblick/Lokal/Mordfall-Reistenhofer-Neue-Spur


Zudem bin ich in einem Forum über folgende Meldung gestolpert (ich konnte leider nicht die Original-Quelle finden) :

http://www.unart-forum.com/forum19/topic259-135.html#p247188

Ich kenne mich jetzt nicht mit Haiku aus und kann auch deswegen nicht die Richtigkeit des Artikels bestätigen...vielleicht sind ja irgendwelche andere Haiku-Fans hier.
Ich vermute mal folgendes:
Es ist nicht so abwegig das der Mörder das Gedicht verfasst hat.ich erinnere mal gerne an den Fall Cheri Jo Bates,die am 30 Oktober 1966 vermutlich vom bekannten Zodiac-Killer ermordet wurde.Ein Gedicht wurde damals in der Bibliothek der Hochschule wo Bates studierte gefunden.Hier mal ein Link : http://www.zodiologists.com/riverside_desktop_poem_introduction.html und
http://www.zodiologists.com/riverside_desktop_poem_comments_conclusions.html

Es ist schon makaber dass das Gedicht im Internet aufgetaucht ist.


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KonradTönz1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 06:26
Kann mich auch noch an diesen düsteren Filmfall erinnern. Ich kann mich auch noch an einen weiteren Filmfall erinnern, in dem es ebenfalls um eine junge Frau ging die den falschen Zug genommen hat und dann im weiteren Verlauf der Zugodyssee ihrem Mörder in die Hände gefallen sein muss.


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GanovenEde
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 11:33
Guten Abend in unser Aufnahmestudio nach Zürich, Guten Abend @KonradTönz1 !

Ich vermute, Sie meinen den FF1 aus der Oktobersendung 1974. Arbeitstitel "Bahnhofsmontage". Zuständige Polizeidienststelle: Kripo Karlsuhe

Während der Fußball-WM '74: das Opfer war bei einem Kirchentreffen in Limburg, will mit dem Zug über Frankfurt zurück nach Crailsheim fahren; vertraut ihre Gedanken dem Tagebuch an (hat sich frisch verliebt) und nimmt prompt den falschen Zug; sie muss nach dem Rückweg die Nacht über im Bahnhofsrestaurant in Stuttgart verbringen; merkwürdige Gäste, Schelte wegen Gitarrenspiel; Eltern warten in Crailsheim vergeblich; höchstwahrscheinlich ist sie mit jemandem mitgefahren; Schnitt; auf Autobahnraststätte Ladenburg bei Mannheim finden Arbeiter persönliche Gegenstände des Opfers; im Wald bei Karlsruhe wird das Opfer schließlich erdrosselt aufgefunden

Da isser:



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GanovenEde
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 11:38
@ophelia88

In dem einen Link von Dir steht ja auch, dass der Inhalt des Haiko auch auf eine Beziehungstat schließen lassen könnte. Das könnte widerum die weiträumige Abweichung von der eigentlichen Reisroute erklären.


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KonradTönz1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 12:52
@GanovenEde

Oh das arme Mädchen wurde sogar in KA gefunden - das ist meine Heimatstadt. Die Taten haben sicher nichts miteinander zu tun, aber es dürfte sich in beiden Fällen um Zufallsopfer gehandelt haben, die nach einer zermürbenden Bahnodyssee quasi "Off Guard" waren und zu einer leichten Beute wurden. In dem "Bahnhofsmontage"-Fall bekommt man es geradezu mit dem Zaunpfahl eingetrümmert, wie zwielicht die Gestalten in dem Bahnhofsrestaurant waren.
Wie dieser "Kennen Wir uns nicht"-Typ, von dem sich hinterher herausgestellt hat dass er ein gesuchter Verbrecher war. Am Schlimmsten fand ich allerdings den pingeligen Schwaben der sich über den Kaffee beschwert hat :-D

Aber bevor ich abschweife, gebe ich wieder zurück nach München.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 14:08
@GanovenEde


wird den im Video auch über eine Beziehungstat spekuliert ? Blöd das ich es mir nicht angucken kann :(

Die Mutter hat wohl ein Buch geschrieben :
http://www.arturoberhofer.it/buecher.html

Ganz unten in der Liste.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 14:22
Ich habe mir mal die Strecke bei google-Maps angeschaut:

Mit dem Zug ist es zwar etwas seltsam (lt. bahn.de steigt man eher in Salzburg oder Wien nochmal um, anstatt über Italien zu fahren, wobei ich das nicht ausschließen würde, dass es da Verbindungen gibt), aber mit dem Auto scheint es mir gar keine so dumme Verbindung zu sein, über Brixen, und dann entweder Lienz, Spittal an der Drau oder Villach, Klagenfurt nach Graz zu fahren (466 km), statt über Salzburg.

Es war also keineswegs völlig "ab der Route", da Ulrike von Zürich nach Süden musste. Wenn sie also in Innsbruck jemanden getroffen hat, der sie mitnehmen konnte mit dem Auto (den sie vielleicht irgendwoher kannte?!), hätte sie vielleicht sogar im Vergleich zum Zug Zeit gespart. Halte ich nicht für ausgeschlossen. In der Gaststätte kauft sie Kekse für den Rest der Autofahrt und dann nimmt das Verhängnis seinen Lauf.


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GanovenEde
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 16:05
@ophelia88

Nein, über Motive wird im Filmfall bzw. in der Nachbesprechung nicht spekuliert. Aber mit sowas ist man bei XY sowieso üblicherweise sehr zurückhaltend. Wenn Du es unbedingt sehen willst, aber Deine Verbindung zu langsam, saug es Dir doch über Nacht mit FreeYTD runter. Ich finde den FF in jedem Fall sehenswert.

Der Tip mit dem Buch ist sehr gut!!! Vor allem steht in der Buchbeschreibung ja, dass Ihre Mutter auch über "ihren persönlichen Tatverdacht" spricht.

Das lässt natürlich eindeutig darauf schließen, dass sie eine Beziehungstat vermutet. Denn sonst könnte sie ja keinen persönlichen Tatverdacht haben.


@orakel09

Die Frage, warum Ulrike in Insbruck HBF nicht den direkten Anschlusszug nach Graz (was vom Anschluß her auch zeitlich sehr gut gepasst haben müsste) nahm, nimmt im FF viel Raum ein.

Zusammen mit dem Post von Ophelia88 macht Deine Vermutung, dass sie ab Insbruck mit dem KfZ weiterfuhr allerdings durchaus Sinn.

Eigentlich habe ich die Vermutung, sie könnte mit jemandem mitgefahren sein, für unwahrscheinlich gehalten.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 21:03
Warum war Ulrike R. in Südtirol? Wie gelangte sie dorthin? Dazu ein paar Anmerkungen:


1.) Im Zugabteil saß ein junger Mann, der nach Angaben der beiden Zeugen angegeben hat, dass er aus Südtirol stamme. Ob er von Innsbruck aus nach Südtirol gefahren ist, bleibt ungewiss. Hier bieten sich aber einige Anhaltspunkte für Spekulationen.


2.) Da Ulrike R. bereits eine Fahrkarte für die gesamte Strecke gehabt haben dürfte, spricht jedenfalls einiges gegen einen spontanen Entschluss, Fahrtroute oder Fahrtziel zu ändern.


3.) Nicht klar ist, ob die Gaststätte, in der Ulrike R. eingekauft hat, an einer Durchgangsstraße lag oder im Zentrum eines Orts. Wenn hier Näheres bekannt würde, könnte man vielleicht besser beurteilen, ob Ulrike R. als Anhalterin unterwegs war oder ob dies eher ausscheidet. Die Umstände des Kekskaufs in der Gaststätte sprechen zunächst jedenfalls dafür, dass sich Ulrike R. zu diesem Zeitpunkt keiner Gefahr bewusst war.

Gab es in der Nähe einen Bahnhof mit Verbindung von Innsbruck? Dann spricht einiges für die Theorie, wonach Ulrike R. versehentlich in den falschen Zug gestiegen ist und nach Hause trampen wollte oder das vermeintlich freundliche Angebot eines Unbekannten angenommen hat, sie von Ehrenburg nach Graz zu bringen oder mitzunehmen; vielleicht auch nur auf einer Teilstrecke.

Ob es so einfach war, in einen falschen Zug zu steigen, lässt sich wohl nur klären, wenn man den Fahrplan und die Verhältnisse am Bahnhof kennt. "Einfach" heißt z. B., zwei Züge fuhren von gegenüberliegenden Gleisen zur etwa selben Zeit ab oder infolge einer Gleisänderung fuhr der Zug nach Italien vom für den Zug nach Graz vorgesehenen Gleis ab. Dies wird sich vielleicht noch feststellen lassen. Eine Zugverwechslung kann man aber umgekehrt eher ausschließen, wenn zwischen den Abfahrten der verschiedenen Züge viel Zeit liegt.


4.) Da es hier verschiedene - unklare - Hinweise in Richtung Beziehungstat gibt, diese Beziehung dann aber eher einen Bezug zu Graz gehabt haben dürfte, müsste der Täter jedoch

- entweder in Innsbruck aufgetaucht oder

- mit Ulrike R. in Südtirol verabredet gewesen sein. Beides erscheint zunächst wenig nahe liegend.

Denkbar wäre noch, dass Ulrike R. von Ehrenburg aus jemand - in Graz - angerufen hat, der sie dort abholen sollte, nachdem sie in den falsche Zug gestiegen war. Zumindest zeitlich ist das nicht unbedingt ausgeschlossen.


5.) Die bei XY erwähnten früheren Kontakte nach Italien könnten auch den Schluss zulassen, dass sie - entgegen den obigen Überlegungen - doch bewusst nach Italien gefahren ist und dass dort etwas aus dem Ruder gelaufen ist.

Ulrike R. hatte möglicherweise italienisches Geld dabei. Die Vermutung bei XY, sie habe das Geld noch von früher gehabt, bleibt: Vermutung.

Ulrike R. wollte in Zürich unbedingt einen bestimmten Zug erreichen. Wurde die Begründung, die sie ihrem Bekannten dazu gegeben hat, überprüft? Vielleicht hatte sie es so eilig, weil sie eine Verabredung in Südtirol einhalten wollte?


6.) Schließlich noch folgende Frage: Kann eigentlich - vor allen Dingen zeitlich - ausgeschlossen werden, dass Ulrike R. wie geplant zunächst in Graz angekommen ist und von dort aus, mit wem und warum auch immer, nach Südtirol gefahren ist?


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GanovenEde
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 22:29
@qf1

Zumindest kann sicher gesagt werden, dass jener Teil Ehrenburgs, in welchem sich Pensionen und Gaststätten befinden, auf der südlichen Seite der Rienz liegen. Staatsstraße und Bahnstrecke liegen auf der nördlichen Seite. Ulrike muss also mindestens von der Staatsstraße oder vom Bahnhof her die Rienz überquert haben und durch ein Industriegebiet gegangen/gefahren sein.

Die Fahrtstrecke Innsbruck-> Graz und DANACH nach Ehrenburg kann man guten Gewissens ausschließen. In 3,5 Stunden von Innsbruck nach Graz (ca. 500km) und dann praktisch nochmal (südlich davon) ca. 400 km zurück.... nee, das geht definitiv nicht.


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Ludwig_01
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2013 um 23:10
Hallo zusammen!

Der Mord an Ulrike R. ist sicherlich eines der mysteriösesten Verbrechen der-Butz Peters-Ära.

Einen Aspekt möchte ich noch anfügen: ich kann mir gut vorstellen, dass das Opfer aufgrund von Übermüdung/Erschöpfung (wird im Filmfall ja auch mehrfach angedeutet...) mit Sicherheit nicht auf dem Höhepunkt der geistigen Leistungsfähigkeit war, weswegen ich mir durchaus vorstellen kann, dass Ulrike in Innsbruck tatsächlich die falsche Verbindung erwischte. Da wird es so viele Möglichkeiten nicht gegeben haben, um in Ehrenburg zu stranden. Wie intensiv ist diesbezüglich nach Zeugen gesucht worden?
Eine mögliche Verabredung in Südtirol erscheint zwar möglich, dennoch neige ich eher zu der Auffassung, Ulrike habe partout versucht, doch noch "irgendwie" nach Hause zu kommen. Und da sind die Möglichkeiten spätabends in der Südtiroler Provinz rar, zumal sie mit den 100 Schilling (für die Jüngeren: das sind etwa 7 Euro) vom Bankomat im Innsbrucker Hauptbahnhof weder übernachten noch sich eine Fahrkarte leisten konnte.

Übrigens: ein Dankeschön an @GanovenEde, der diesen Fall "reaktiviert" hat.


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KonradTönz1
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

12.02.2013 um 06:36
Ludwig_01 schrieb:ich kann mir gut vorstellen, dass das Opfer aufgrund von Übermüdung/Erschöpfung (wird im Filmfall ja auch mehrfach angedeutet...) mit Sicherheit nicht auf dem Höhepunkt der geistigen Leistungsfähigkeit war, weswegen ich mir durchaus vorstellen kann, dass Ulrike in Innsbruck tatsächlich die falsche Verbindung erwischte.
Und genau aus demselben Grunde könnte sie auch entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten das Angebot eines fremden Autofahrers angenommen haben, sie ein Stück mitzunehmen. Auf Aussagen wie "sie wäre nie in das Auto eines Fremden gestiegen" gebe ich da nicht viel. Erstens kennen Mütter ihre Kinder häufig garnicht so gut wie sie es sich vormachen und zweitens tut man in Not- oder Stresssituation auch manchmal Dinge die man sonst aus guten Gründen unterlässt.


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