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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

1.065 Beiträge, Schlüsselwörter: Erschlagen, Südtirol, Streetparade, Fiattipo, Ulrike Reistenhofer, Ehrenburg

Mord an Ulrike R. (Streetparade)

12.02.2013 um 22:02
Ludwig_01 schrieb:
Ludwig_01 schrieb:ich kann mir gut vorstellen, dass das Opfer aufgrund von Übermüdung/Erschöpfung (wird im Filmfall ja auch mehrfach angedeutet...) mit Sicherheit nicht auf dem Höhepunkt der geistigen Leistungsfähigkeit war, weswegen ich mir durchaus vorstellen kann, dass Ulrike in Innsbruck tatsächlich die falsche Verbindung erwischte.
@KonradTönz1 schrieb:
KonradTönz1 schrieb:Und genau aus demselben Grunde könnte sie auch entgegen ihrer sonstigen Gewohnheiten das Angebot eines fremden Autofahrers angenommen haben, sie ein Stück mitzunehmen. Auf Aussagen wie "sie wäre nie in das Auto eines Fremden gestiegen" gebe ich da nicht viel. Erstens kennen Mütter ihre Kinder häufig garnicht so gut wie sie es sich vormachen und zweitens tut man in Not- oder Stresssituation auch manchmal Dinge die man sonst aus guten Gründen unterlässt.
Die Einschätzungen von @Ludwig_01 und @KonradTönz1 sind mMn sehr plausibel.


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Ludwig_01
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

12.02.2013 um 22:55
Ergänzend zu meinem ersten Beitrag schließe ich folgende Anmerkungen an:

1. Eigentlich hätte sie auf der Zugfahrt über den Brenner jemandem auffallen müssen, zumindest dem Fahrkartenkontrolleur in einem der höchstens zwei in Frage kommenden Züge.
2. Vermutlich ist Ulrike im Zug eingeschlafen, weswegen sie ihren Irrtum erst relativ spät bemerkt hat. Wo aber ist sie ausgestiegen, und wie kam sie nach Ehrenburg?
3. Ihren Zustand stelle ich mir so vor: müde, hungrig, durstig, orientierungslos, der Verzweiflung nahe und noch dazu fast ohne Geld. Vielleicht hat sie sich deswegen auch noch geschämt, weswegen sie im Gasthaus, in dem sie ihre Kekse kaufte, nicht um Hilfe zu bitten wagte, was eigentlich naheliegend gewesen wäre. Und in dieser Situation hat sie wohl auch die Gefahr verdrängt, die ihr drohte, wenn sie nachts zu einem Unbekannten ins Auto steigt.

Wie gesagt, ich gehe von einem verhängnisvollen Fehler Ulrikes in Innsbruck aus. Nebenbei, auch ich habe vor vielen Jahren eine Nacht im Karlsruher Hauptbahnhof verbracht, weil ich vergessen hatte, rechtzeitig umzusteigen.


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13.02.2013 um 08:34
Wie sieht eigentlich die Zeugenlage VOR dem Keksekauf aus? Wo wurde sie zuletzt von Zeugen gesehen? Hat sie jemand im Zug gesehen? Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass sie das Fest allein verlassen hat, denn eigentlich lernt man bei solchen Feiern doch immer jemanden kennen, gerade wenn man als Frau allein unterwegs ist, sie war ja eine Hübsche, ich fänd es daher eigentlich ganz normal und naheliegend, dass sie sich auf dem Fest einer Gruppe oder Einzelperson angeschlossen hätte, die evtl. auch aus Österreich kommt, und da wäre es doch auch normal gewesen, dass sie dann zumindest einen Teil der Strecke zusammen mit anderen zurückfährt.

Vielleicht ist sie ja auch ganz bewusst mit dem Zug falsch gefahren, weil sie mit jemandem zusammen war, der in diese Richtung musste, und mit dem noch ein paar Tage verbringen wollte?! Weiß man denn sicher, dass sie auf dem Heimweg war und nicht noch woanders einen Zwischenstopp spontan einlegen wollte für ein paar Tage? Vielleicht hatte ihr derjenige angeboten, sie dann von da nach Hause zu fahren mit seinem Auto, und da das Reisen in Gesellschaft ja immer netter ist als allein, nahm sie dafür vielleicht einfach auch einen Umweg und längeren Aufwand in Kauf...

Und von wegen "sie würde nicht zu Fremden ins Auto steigen", da muss man sich auch mal aus eigener Erfahrung überlegen, wie schnell man als junger Mensch gerade beim Feiern andere Leute kennenlernt, und wie schnell die dann für einen keine Fremden mehr sind... Über mich würde man auch sagen, dass ich zuverlässig und vorsichtig bin und dies und jenes niiiiieee machen würde, aber wenn ich so überlege, WAS ich alles so in jungen Jahren gemacht habe, dann würde meine Mutter noch heute die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Ich hatte nur immer Glück, dass MIR in den Situationen nichts passiert ist, sonst würden heute auch andere Leute drüber grübeln, wie ich denn wohl bloß in diese und jene Situation geraten sein kann und keine Freiwilligkeit unterstellen, obwohl sie vorlag.


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13.02.2013 um 09:07
Es gibt eine italienische Seite (vergleichbar mit "duwirstvermisst.de", wo relativ viel über den Fall steht:
http://www.chilhavisto.rai.it/dl/clv/Misteri/ContentSet-243cd237-61fe-434d-9199-2a41cb775811.html

Nachdem, was ich verstehe, war Ulrike mit einem Andreas in Zürich und übernachtete dort bei seiner Schwester Ilse. Er war die ganze Nacht zum 8. August mit ihr unterwegs und brachte sie zum 13.33 Uhr Zug nach Innsbruck, wartete aber nicht, bis der Zug abfuhr.

Ihr Ex, Christian, wartete vergeblich in Graz auf sie.

Auf dem Bahnhof in Innsbruck wurde sie von einem Kioskinhaber gesehen, bei dem sie ihren Rucksack unterstellte und hob um 17.24 Uhr 100 Schilling vom Bankautomaten ab. Ihr Zug wäre um 17.25 Uhr gefahren.

Gut möglich, dass sie diesen Zug verpasste oder in der Eile in den falschen Zug stieg (ihre Mutter vermutet, dass sie Lienz mit Liezen verwechselte), oder? Die italienische Seite sagt, dass sie 5-6 Stunden auf den Zug nach Graz oder zurück hätte warten müssen, nachdem ihr ihr Irrtum aufgefallen war. Gut möglich, dass man da das Angebot eines Fremden annimmt, oder?


Es findet sich dort auch ein Zitat des Barkeepers: Sie war allein, als sie Kekse kaufte und er konnte nicht erkennen, ob sie mit dem Auto oder zu Fuß gekommen war. Er fand sie attraktiv, auch wegen des schwarz-weiß gestreiften Hemdes, das sie trug und wollte ihr hinterhergehen. Seine Tochter hielt ihn aber zurück und er macht sich immer noch Vorwürfe, dass er ihr nicht geholfen hat.


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13.02.2013 um 10:23
@orakel09

Ich hab den Artikel mal durch den Google-Übersetzer gejagt. Ist natürlich fürchterliches Kauderwelsch bei rausgekommen.

Versteh ich das richtig, dass sie Ihren Rucksack "für mehrere Stunden" bei dem Kioskbesitzer unterstellen wollte? Oder ist das nur Google-Übersetzer-Chaos?

Kann leider kein italienisch :(


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13.02.2013 um 10:41
Mein italienisch ist auch nicht sonderlich, aber bei dem Kioskbesitzer steht:
"per qualche ora", d.h. "einige Stunden lang" oder "für einige Zeit". Es ist aber nicht klar, wann sie das fragte (steht jedenfalls nicht im Text) und einige Zeit kann ja auch eine dreiviertel Stunde sein. Wann ist denn der Zug aus Zürich in Innsbruck angekommen? Hatte sie da einen längeren Aufenthalt? Von Zürich bis Innsbruck sind es ca. 300 km, d.h. ca. 3,5 Stunden Zugfahrt? Dann wäre sie so gegen 17.00 Uhr in Innsbruck - nicht gerade viel Zeit, um einen Rucksack einzustellen, oder?

Hat man ihr Gepäck eigentlich bei der Leiche gefunden oder irgendwo anders (Bahnhof, an der Straße...)?


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13.02.2013 um 10:46
Ach ja, im letzten Satz steht, dass die Haare, die man an ihrer Kleidung fand (und die jetzt wohl Grundlage der DNA-Analyse waren) von einer "nicht jungen Person" stammten. WAs auch immer das heißen mag...


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13.02.2013 um 11:02
@orakel09

Also der Zug aus Zürich traf lt. Darstellung im Filmfall um 17:19 in Insbruck ein. Der Rucksack samt Inhalt sind gem. Nachbesprechung bei Aktenzeichen XY verschwunden. Ob die Gegenstände irgendwann später einmal gefunden wurden, weiß ich nicht.


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13.02.2013 um 11:21
Ah, danke. Sorry, dass ich so "uninformiert" bin, aber mein Computer stürzt immer ab, wenn ich den Film schauen will und die Presseberichterstattung ist ja nicht sehr ergiebig.

D.h., sie hatte 6 Minuten zum Umsteigen - wieso hebt sie da Geld ab?! Bis man einen Geldautomaten gefunden hat, das richtige Gleis gefunden hat etc., hat man den Zug doch verpasst. Die Aussage von dem Kioskbesitzer - wenn sie denn stimmt und es wirklich Ulrike war - passt ja irgendwie auch nicht - man stellt doch nicht in 6 Minuten seinen Rucksack unter.

Entweder:
1) Ulrike hatte, als sie in Innsbruck ankam schon keine Absicht mehr, den nächsten Zug nach Graz zu erwischen, sondern wollte sich was zu Essen kaufen (deswegen die Abhebung des geringen Geldbetrags, 100 Schilling waren ca. 14 DM, also 7 Euro, eigentlich nichts, weswegen man einen Geldautomaten bemüht) und dann nach Innsbruck in die Stadt, um dort etwas zu erledigen o.ä. (weshalb sie ihren RUcksack unterstellte). Den Rucksack hat sie aber ja wohl wieder abgeholt....
Möglich natürlich, dass sie im Zug jemanden getroffen hat und den sie so sympathisch fand, dass sie ihren Anschlusszug "saußen" ließ....aber das klingt unwahrscheinlich, außer man trifft zufällig jemanden, den man kennt (z.B. aus Graz) und beschließt, noch was trinken zu gehen. Aber auch das finde ich unwahrscheinlich, der italienische Text spricht davon, dass ihr (ex?) Christian in Graz auf sie wartete und versprochen hatte, ihr etwas zum Abendessen zu kochen. Gut, Handys gab es damals noch nicht weit verbreitet, aber dann hätte sie doch von einer Telefonzelle angerufen und ihn nicht einfach versetzt, oder?

oder
2) sie war tatsächlich so müde und fertig, dass sie einfach alles verpeilte und dachte, sie schafft es schon noch, Geld abzuheben und sich etwas zu essen zu kaufen. Dann war der Zug weg, sie stellte ihren Rucksack unter und wartete auf den nächsten Zug, verwechselte möglicherweise die Züge oder geriet an jemanden, der ihr anbot, sie mitzunehmen (vielleicht ein flüchtiger Bekannter aus Graz? Oder eine Gruppe lustiger junger Leute? Würde aber nicht zu den "Haaren" passen.). Andererseits: um die Tageszeit fahren ja sicher noch Züge nach Graz. Was ich mir vorstellen könnte ist, dass sie ein Problem hatte, wenn sie den Zug verpasst hat, weil ihr Ticket nur für diese Verbindung gültig war und sie kein Geld hatte, ein neues zu lösen (gab es so etwas wie Zugbindung 1998 in Österreich?)

Was mich wundert: warum hatte sie denn Lire einstecken? War sie regelmäßig in Italien? Das ist doch nichts, was man üblicherweise einstecken hat, wenn man in die Schweiz auf eine Party fährt.

War sie mit jemandem unterwegs, der ihr die Lira zum Einkaufen gab?


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13.02.2013 um 11:40
... und dass man unbedingt am Bahnhof jemanden findet, der einen dann mit dem Auto mitnimmt, ist nicht so ganz naheliegend.

Der Zeitpunkt des Geldabhebens in Verbindung mit der Abfahrt des Zuges nach Graz sprechen eher dafür, dass Ulrike R. jedenfalls nicht mit diesem Zug fahren wollte. Auch das Abstellen des Rucksacks passt dazu.

Eigentlich hatte U.R. gerade mal ausreichend Zeit umzusteigen. Für alles andere, einschl. Geldabheben, reichte das Zeitfenster eigentlich nicht.


Vielleicht findet jemand den Fahrplan vom August 1998? Noch besser wäre es, wenn man etwas über die tatsächlichen Ankunft- und Abfahrtszeiten (Verspätungen, Gleisänderungen) am fraglichen Tag in Erfahrung bringen könnte.

Gibt bzw. gab es eine alternative Bahnverbindung, bei der man irgendwo an der Brennerstrecke umsteigen muss?


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13.02.2013 um 11:56
@orakel09
@QF1

Also der Gegenwert von 7,-€ war 1998 noch ein ganz Anderer, wie heute. Ne Packung Zigaretten kostete damals 2,50€ (5,-DM), ein Komplettmenü bei McDonalds 2-3 € (4-6 DM) und eine 1-L-Flasche Coke -,45€ (-,90 DM). Also ich würde mal sagen, das läuft auf den heutigen Wert von 15,- bis 20,- Euros hinaus. Je nachdem, was man kaufen will. (bei 5% Inflation halbiert sich der Wert einer Währung alle 10 Jahre)

Vielleicht hat sie sich tatsächlich mit dem Anschlusszug vertan, und als sie ihren Irrtum bemerkte, zunächst die Absicht, am Innsbrucker Bahnhof auf den nächsten Zug nach Graz zu warten. Deswegen eine Abhebung eines kleinen Betrages um proviant für die Wartezeit zu kaufen (oder ein Bahnhofscafe aufzusuchen) und die Frage an den Kioskbesitzer, ob die den Rucksack unterstellen könne.

dass sie noch Lire im Portemonnaie hatte, find ich nicht übermäßig spektakulär. Wenn ich mal im Ausland war, hatte ich die Restwährung danach oft auch noch Wochenlang spazierengetragen. Ohne irgendeinen Grund. Einfach Faulheit.


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13.02.2013 um 12:48
Ja, der Gegenwert von 7€ war ok - aber ich hätte auch als Schülerin/angehende Studentin (ich bin genauso alt wie Ulrike, sprich, ich war 1998 auch 18) trotzdem immer mehr Geld abgehoben, weil dann ja die Gebühren nur einmal angefallen sind.
Ich finde es auch nicht als solches überraschend - ich wollte nur sagen: etwas großes hatte sie mit 100 Schilling sicher nicht vor, sondern eben nur ein wenig Reiseproviant.

Das mit den Lire: ja, man hatte sie vielleicht im Portemonnaie, wenn man vorher in Italien war, aber doch nicht einfach so (welch ein Zufall, dass sie dann gerade in Italien landete). Ich habe zu dem Zeitpunkt in der Schweiz nahe der französischen sowie der italienischen Grenze gelebt und hatte trotzdem nicht ständig Francs und Lire im Geldbeutel, nur, wenn wir am Wochenende im Ausland waren und dann vielleicht ein paar Tage lang. Aber vielleicht fand sich das Geld ja tatsächlich noch im Geldbeutel und sie freute sich und kaufte ihre Kekse...

Was ich daran interessant fand: was hatte sie vorher für Beziehungen zu Italien? Klar, von Graz aus ist es nicht so weit, es war Sommer etc. Ich habe mich nur gefragt, ob sie die Wochen zuvor vielleicht schon einmal in der Gegend war und es gar kein Zufall war, dass sie in Italien unterwegs war.

Aber das wird sich mit der Datenlage wohl eher nicht herausfinden lassen...


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13.02.2013 um 12:55
Ganz andere Sache: habt ihr mal die Verbindung Innsbruck - Graz bei bahn.de eingegeben? Das ist verdammt weit, zwischen 6 und 7 Stunden Fahrtzeit mit mehrfachem Umsteigen.
Die Züge, die nach 17.00 Uhr (heute) fahren, kommen alle erst am nächsten Morgen in Graz an. Andererseits gibt es noch mehr als eine Verbindung nach 17.00 Uhr, gestrandet war sie also nicht wirklich, selbst wenn sie den Zug verpasst hat.
Mit dem Auto braucht man dagegen nur vier Stunden laut google-Maps.

Verbindungen über den Brenner/Brixen sind i.Ü. nicht sinnvoll, da verlängert sich die Fahrtzeit fast um das Doppelte.

Das ist schon recht verlockend, wenn einem jemand das Angebot machen würde, einen im Auto mitzunehmen.


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13.02.2013 um 17:19
Also, wenn sie echt den Zug verpasst hat, wäre es dann nicht logisch, dass sie wieder bei diesem Andreas oder seiner Schwester anruft und denen Bescheid sagt, dass die sie wieder abholen? Wäre doch das Naheliegendste, wenn man da sonst keinen kennt und bis zum nächsten Tag warten muss... Vielleicht hat sie das Geld ja abgehoben, um zu telefonieren.


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13.02.2013 um 19:06
@diegraefin

Nee... der Andreas und dessen Schwester lebten ja in Zürich. Dass sie DEN Zug verpasst hat, ist ausgeschlossen, da sie ja um 17:24 in Insbruck Geld abgehoben hat. Es geht um den Zug von Insbruck nach Graz.

:)


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13.02.2013 um 19:23
Ach so, sorry, dann habe ich das verwechselt, ich dachte, der Andreas kam aus Zürich, aber war mit ihr bei seiner Schwester in Innsbruck. ;)

Merkwürdig, sie kam also um 17.19 Uhr in Innsbruck an, und musste um 17.25 Uhr ihren Anschlusszug nach Graz erwischen... Dann KANN sie den Zug ja eigentlich nur verpasst haben, denn ansonsten hätte sie doch nicht ihren Rucksack zur Verwahrung abgegeben und in aller Ruhe 1 Min. vor Abfahrt noch einen Kleckerbetrag an Geld gezogen (mit umgerechnet 14DM kam man meiner Erinnerung nach 1998 auch nicht viel weiter als heute mit 14€).

Die Frage ist nur, ob sie den Zug versehentlich verpasst hat, oder ob sich auf der Fahrt von Zürich nach Innsbruck irgendwas ergeben hat (Zugbekanntschaft), was sie dazu gebracht hat, ihre Pläne zu ändern.

Weiß man, wann sie ihren Rucksack wieder abgeholt hat bei dem Kiosk? Wenn sie eine Mitfahrgelegenheit im Zug kennengelernt und wahrgenommen hat, weil sie jemanden kennenlernte, der ihr sympathisch und vertrauenswürdig vorkam, wäre logisch, dass sie sich noch ein bisschen Klimpergeld für die Rückfahrt besorgt, damit sie eben NICHT z.B. bei einer Rast unterwegs ohne Geld dasteht und sich aushalten lassen muss von einem relativ Fremden.


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13.02.2013 um 20:23
@diegraefin
Comtesse schrieb:Ach so, sorry, dann habe ich das verwechselt, ich dachte, der Andreas kam aus Zürich, aber war mit ihr bei seiner Schwester in Innsbruck. ;)
Pardon? LOL! Nee... :D

Der Andreas war in Zürich und war mit ihr bei seiner Schwester in Zürich.
Comtesse schrieb:Merkwürdig, sie kam also um 17.19 Uhr in Innsbruck an, und musste um 17.25 Uhr ihren Anschlusszug nach Graz erwischen... Dann KANN sie den Zug ja eigentlich nur verpasst haben, denn ansonsten hätte sie doch nicht ihren Rucksack zur Verwahrung abgegeben und in aller Ruhe 1 Min. vor Abfahrt noch einen Kleckerbetrag an Geld gezogen (mit umgerechnet 14DM kam man meiner Erinnerung nach 1998 auch nicht viel weiter als heute mit 14€).
Das macht es ziemlich wahrscheinlich, dass sie bezüglich ihres Anschlußzuges etwas verwechselt hat. Aber trotzdem... irgendwas ist bei der Geschichte am Bahnhof Insbruck unrund. Egal wie man es dreht und wendet.
Comtesse schrieb:Die Frage ist nur, ob sie den Zug versehentlich verpasst hat, oder ob sich auf der Fahrt von Zürich nach Innsbruck irgendwas ergeben hat (Zugbekanntschaft), was sie dazu gebracht hat, ihre Pläne zu ändern.
Also von einer Zugbekanntschaft wird ja nix berichtet. Das Pärchen mit dem sie im Abteil saß sagte davon auch irgendwie nix. Da war zwar noch der Italo-Typ,der auch im Abteil saß, aber warum hätte sie mit dem (falls sie mit ihm Bekanntschaft geschlossen hätte) spontan nach Italien fahren sollen? Sie hatte ja wohl in Graz ein Date.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

14.02.2013 um 16:57
Meine spontane Idee war, dass sie von Innsbruck aus kurzentschlossen auf eine Party ins Pustertal weitergereist ist. Denn von ihrem Erscheinungsbild her macht Ulrike R. auf mich eigentlich nicht den Eindruck eines typischen Technoparade-Besuchers. Viel eher könnte ich mir vorstellen, dass sie wegen der "Zoom" nach Zürich gegangen ist, einer riesigen Goa-Party, die jeweils im Rahmen der Streetparade stattfand:

http://www.zoom-party.ch/index.php?action=photo98

Goa ist so eine Art Hippie-Alternative-Techno. Rein optisch würde Ulrike R. gut dazupassen. Und solche Partys finden häufig auch ohne Bewilligung und öffentliche Ausschreibung in entlegenen Gegenden unter freiem Himmel statt. Es wäre also vorstellbar, dass ihr jemand schon in Zürich von einer solchen Party im Pustertal erzählt hatte, und sie auf der Suche nach dem Festgelände war. Oder dass sie beim Umsteigen in Innsbruck auf jemanden ge­sto­ßen ist, den sie von Zürich her kannte, und mit ihm weitergezogen ist.

Allerdings wäre es in dem Fall schwer vorstellbar, dass die italienische Polizei nicht selbst schon auf diesen Trichter gekommen wäre.


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14.02.2013 um 17:14
@Waldeck

Vor allem müsste doch dieser Andreas und seine Schwester aus Zürich, wo sie übernachtet hatte, bevor sie Richtung Innsbruck aufbrach, das dann gewusst haben. Warum hätte sie ihm das verschweigen sollen, wo sie war und wo sie hinwollte?

Wahrscheinlich hat sie wirklich nur den Anschlusszug verpasst, warum auch immer, und musste dann improvisieren, hing evtl. in Innsbruck fest und kam dann mit jemandem in Kontakt, der ihr anbot, sie mitzunehmen.

Weiß man eigentlich mit Sicherheit, dass der Täter ein MANN ist? Weil als Frau vertraut man ja eigentlich einer fremden Frau eher als einem fremden Mann und würde dann vielleicht auch eher das Angebot einer Frau oder eines Paares zum Mitfahren annehmen als das eines Mannes...


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14.02.2013 um 18:20
Comtesse schrieb:Vor allem müsste doch dieser Andreas und seine Schwester aus Zürich, wo sie übernachtet hatte, bevor sie Richtung Innsbruck aufbrach, das dann gewusst haben. Warum hätte sie ihm das verschweigen sollen, wo sie war und wo sie hinwollte?
Wie gesagt, das wäre dann ein recht spontaner Entschluss gewesen. Wenn sie zum Beispiel auf dem Bahnsteig in Innsbruck auf jemanden ge­sto­ßen wäre, den sie von Zürich kannte und der von dieser Party wusste.

Ich habe noch einen weiteren interessanten Link gefunden, er ist allerdings von 2003 und die Quelle – Ulrike Reistenhofers Mutter – emotional natürlich nicht ganz unbeteiligt:

http://www.aktiv4u.at/downloads/cop/COP_2_2001.pdf
Tatsächlich gibt es im Fall Ulrike Reistenhofer viele verdächtige Männer. Das geht aus dem Schreiben des Untersuchungsrichters, das ein Südtiroler Anwalt Ulrike Maly übermittelt hat, hervor.

Da ist ein Lockführer der italienischen Staatsbahnen, der einer Journalistin gegenüber gestanden hatte, dass er von Ulrike Reistenhofer gebissen worden sei. Da ist der Sohn eines Arztes, der in der Nähe des Tatortes von einem Polizisten gesehen wurde. Da ist eindeutscher Journalist, der sich durch seine intensiven Nachforschungen in dem Fall selbst verdächtig gemacht hat.

Und da ist noch ein Verdächtiger. Für Ulrike Maly, ist das der Hauptverdächtige. „Er passt genau in mein Bild“, sagt sie. „Denn ich glaube, damals kam es zu einer Chaossituation, bevor meine Tochter sterben musste.“

Dieser geistig behinderte Mann, von dem die Mutter erst heuer erfuhr, war bereits zwei Tage nach dem Mord bei der Polizei in Mailand erschienen, völlig verwahrlost. Er behauptete, er sei in der Nähe von Bruneck Zeuge eines Mädchenmordes geworden. Die junge Frau sei von einer Prostituierten, mit der er unterwegs gewesen sei, mit einem Stein erschlagen worden. Immer wieder betonte er, dass er diese Szene mit eigenen Augen gesehen habe. Die Prostituierte konnte ausgeforscht werden, hatte aber ein Alibi.

Jetzt richtete sich der Verdacht gegen den „Zeugen“ selbst. Er war mehrmals schon gegen Frauen gewalttätig, soll Prostituierte vergewaltigt haben und er soll sich zum fraglichen Zeitpunkt in der Gegend aufgehalten haben. Außerdem wurde in seinem Auto ein Haar gefunden, das laut Schreiben, zu 95 bis 97 Prozent vom Mordopfer stammt.

Andrea Maly, die Schwester der Toten, zitiert aus den Unterlagen: „Diese Fakten und die verbrecherischen Kapazitäten des Verdächtigen ergeben ein besorgniserregendes Quadrat.“ Es wird aber auch darauf hingewiesen, dass das Opfer aller Wahrscheinlichkeit nach, nicht zu einem „derart verwahrlosten Mann“ in das Auto gestiegen wäre. Die Mutter ist anderer Ansicht: „Ulrike wollte so schnell wie möglich nach Hause. Da war ihr wahrscheinlich egal, wie der Autofahrer aussieht.“

Und jetzt ist noch ein Verdächtiger hinzugekommen: Ein 36-jähriger Südtiroler, der im Verdacht steht, südlich von Bozen eine junge Italienerin ermordet, angezündet und gemeinsam mit zwei Freunden in einem Misthaufen vergraben zu haben. Dieser Mann ist wegen sexueller Delikte vorbestraft und war deshalb auch schon vor zweieinhalb Jahren im Fall Reistenhofer befragt worden. Aber einer der beiden Freunde, die nun als Mittäter bei der Beteiligung des Mordopfers südlich von Bozen verdächtig sind, hat ihm damals ein Alibi gegeben.
Am Schluss muss es statt "Beteiligung" wohl "Beseitigung" heissen. Allgemein ein reichlich fehlergespickter Text, so war Ulrike in Zürich angeblich an der "Friedensparade". Dennoch interessant zu lesen.


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