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Die Dosis der Kritik

103 Beiträge, Schlüsselwörter: Kritik, Reflektion, Selbstkritik

Die Dosis der Kritik

17.09.2013 um 01:07
@Jesussah
Ich meine folgendes....

Hier einige Beispiele:

Situation als Beifahrer:
Ich, als Beifahrer - der Fahrer ist Fahranfänger - es ist Herbst und zudem regnerisch - der Fahrer überschätzt sein aktuelles Können und passt seinen Fahrstil weder an die Beschilderung noch an die Wetterverhältnisse an. Nun bleiben mir 2 Möglichkeiten: a.) Ich halte die Klappe und hoffe nur inständig das ich lebend und heile am Zielort ankomme. b.) Ich erinnere den Fahrer daran das das Fahrzeug bei diesem Wetter anders reagiert, die Bodenhaftung anders ist und man deshalb langsamer fahren muss.


Arbeitsplatz Fabrik oder Chemiewerk:
Mein Arbeitskollege muss heute mal in der Zentrale sitzen, Monitore überwachen und entsprechend der aktuellen Anzeigen reagieren. Doch leider hat er an dem Tag keinerlei Sinn dafür, erachtet diese Arbeit sowieso als lässig, widmet sich lieber Privatgesprächen und Zigarettenpausen im Raucherraum als der Monitorüberwachung. Auf einmal zeigen die Monitore Probleme an die umgehend behoben werden müssen um eine Störung zu vermeiden. Eine Störung die, je nachdem wo und in welchem Ausmaße sie stattfindet, den Betrieb "nur einen Schaden in Millionenhöhe" kostet.
Lass ich ihn auflaufen indem ich ihn nicht darauf hinweise sich seiner Arbeit zu widmen? Nur um sein Ego nicht zu "verletzen"? Oder wäre er nicht auf lange Sicht vielleicht sogar dankbar für den rechtzeitigen Kollegenrüffel, da ihm so Scherereien und sogar Jobverlust erspart bleiben.


Pflegeberuf:
Kollege bringt die Dosierung der Medikamente für einen Patienten durcheinander, ich bemerke dies rechteitig. Halte ich die Klappe dann kann der Patient an der falschen Medikamentengabe Schaden nehmen oder gar sterben.


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17.09.2013 um 01:13
@Jesussah
In einem Punkt hast du jedoch recht:
Es kommt darauf an wie und in welcher Situation Kritik geäußert wird. Zusätzlich kommt es auf den Empfänger der Kritik an und darauf wie der Absender seine Kritik an den Empfänger anpasst.

Einen Pubertierenden oder labilen Menschen kann durchaus schon das kleinste bisschen aus der Bahn werfen.
Da muss dann eben anders formuliert werden als bei einer gefestigten Person.


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17.09.2013 um 01:20
@tzz

Ich finde es kommt darauf wie man Kritik übt. Wie bekanntlich macht der Ton die Musik und die wiederum die Melodie ;)

Ich find es gut wenn mir jemand sachlich und freundlich Kritik entgegen bringt.
Einfach nur zu sagen: Das ist schlecht.
Bringt nicht soviel, find ich.
Aber zu sagen: Das ist schlecht, weil....

Und dann aber die Möglichkeit zulassen dass der andere auch etwas darauf erwidern kann.
Warum hat man das und das so gemacht, gesagt.

Es kommt natürlich auch immer darauf an in welcher Situation man selber ist, und derjenige für den die Kritik bestimmt ist.

Einfühlungsvermögen sollte man besitzen.
Und wenn man irgendeine Situation nicht so gut einschätzen kann, einfach auch mal den Mund zu halten.

In manchen Fällen kann eine Kritik mehr schaden als das sie nutzen bringt.


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Jesussah
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17.09.2013 um 01:20
@slobber
slobber schrieb:Ich, als Beifahrer - der Fahrer ist Fahranfänger - es ist Herbst und zudem regnerisch - der Fahrer überschätzt sein aktuelles Können und passt seinen Fahrstil weder an die Beschilderung noch an die Wetterverhältnisse an. Nun bleiben mir 2 Möglichkeiten: a.) Ich halte die Klappe und hoffe nur inständig das ich lebend und heile am Zielort ankomme. b.) Ich erinnere den Fahrer daran das das Fahrzeug bei diesem Wetter anders reagiert, die Bodenhaftung anders ist und man deshalb langsamer fahren muss.
Hoffst du bei beidem, A) und b), nicht auf dein Glück, denn dieser Busfahrer könnte dir auch den Stinkefinger zeigen, im übertragenem Sinne und so weiter fahren wie ansonst auch. Was ändert dein Verhalten an dem Verhalten des Fahrers, wenn du noch nicht mal Selbstverantwortung zeigen kannst? Den Fahrer an etwas zu erinnern, was vielleicht richtig oder vielleicht auch falsch sein kann, führt weder bei dir zu Selbstverantwortung, noch bei dem Busfahrer. Es führt zu einem Kampf zwischen richtig und falsch.

Und im Grunde ist diese Hilfestellung keine Kritik sondern ein Ratschlag, den man eingehen oder nicht eingehen kann.
slobber schrieb:Mein Arbeitskollege muss heute mal in der Zentrale sitzen, Monitore überwachen und entsprechend der aktuellen Anzeigen reagieren. Doch leider hat er an dem Tag keinerlei Sinn dafür, erachtet diese Arbeit sowieso als lässig, widmet sich lieber Privatgesprächen und Zigarettenpausen im Raucherraum als der Monitorüberwachung. Auf einmal zeigen die Monitore Probleme an die umgehend behoben werden müssen um eine Störung zu vermeiden. Eine Störung die, je nachdem wo und in welchem Ausmaße sie stattfindet, den Betrieb "nur einen Schaden in Millionenhöhe" kostet.
Lass ich ihn auflaufen indem ich ihn nicht darauf hinweise sich seiner Arbeit zu widmen? Nur um sein Ego nicht zu "verletzen"? Oder wäre er nicht auf lange Sicht vielleicht sogar dankbar für den rechtzeitigen Kollegenrüffel, da ihm so Scherereien und sogar Jobverlust erspart bleiben.
Wenn dein Kollege seine Arbeit nicht verrichtet, ist es keine Kritik ihn darauf hin zu weisen. Du weißt ihn ja wieder dort hin wo er hingehört.

Im Beruf ist es üblich kritisch zu sein, denn ohne diese Kritik würde es keine Unternehmen geben in dem Menschen, die höher angestellt sind, durch andere niedriger eingestellte Menschen Geld zu verdienen. Kritik dient nur dazu um jemand anderen für eigene Selbstzwecke gefügig zu machen.


Siehe hier:
Unter Kritik versteht man die Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung anhand von Maßstäben.
Quelle : Wikipedia


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17.09.2013 um 01:31
@slobber

Also die erste Situation :

Kenn ich :D

Da bekommt man dann zu hören: Du hast ja keinen Führerschein.
Oder : Ok, hast recht. Ich fahr vorsichtiger.

Bei dem ersten würd ich dann sagen: Fahr rechts an, ich steig aus.


Bei der zweiten Situation:
slobber schrieb:Lass ich ihn auflaufen indem ich ihn nicht darauf hinweise sich seiner Arbeit zu widmen? Nur um sein Ego nicht zu "verletzen"? Oder wäre er nicht auf lange Sicht vielleicht sogar dankbar für den rechtzeitigen Kollegenrüffel, da ihm so Scherereien und sogar Jobverlust erspart bleiben.
Wenn der Kollege ein bissel nachdenken kann, wird er es dir danken. Wenn auch später. Oder du sagst nichts, und bekommst hinterher noch gesagt : Warum hast du nix gesagt??? ( Schuldzuweisung) ...
Kommt auf den Menschen drauf an. Aber ich würde einschreiten.
Nachher ist der Schaden sooo groß dass dann Arbeitsplätze abgebaut werden.... deiner vielleicht auch.


Bei der dritten Situation:

Wenn ihr das zusammen macht dann unbedingt einschreiten. Denn im Ernstfall kannst auch du zur Verantwortung gezogen werden.
Wenn du es "nur" bemerkst, auch einschreiten. Denn im Enddefekt leidet doch nur der Patient...im Ernstfall.

Egal was der Kollege sagt.


....


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17.09.2013 um 01:40
@Jesussah

Erst einmal sollte man sich darüber klar sein das jeder Mensch (aufgrund persönlicher Merkmale) eine Äußerung seitens eines Mitmenschen als Hinweis/ Kritik/ Anfeindung/ Besserwisserei/ negativ oder positiv wahrnehmen kann.
Ganz egal wie der Sender dieser Äußerung dies eigentlich meinte.



Wo bitte schrieb ich etwas von einem Busfahrer?
Wäre ich in einer solchen Situation (Fahrer des KFZ fährt unangemessen schnell und unvorsichtig) dann handele ich doch eigenverantwortlich indem ich ihn darauf hinweise und ihn bitte sein Fahrverhalten den Witterungsverhältnissen anzupassen.
Sensibelchen würden selbst so etwas als Kritik empfinden.
Ich jedoch sehe es als Beifahrer in einer solchen Situation als lebensrettend an.
Natürlich kann es sein das der Fahrer einfach so weiterfährt und mir nur sagt "Halt die Klappe". Nun ja, die Konsequenzen wären für diesen Menschen allerdings nicht sehr schön.
Denn ich werd fuchsig wenn jemand bewusst mit dem Leben anderer spielt.

Du sagst das eine Kritik am Arbeitsverhalten eines Kollegen keine Kritik ist. Wieso das denn jetzt?
Auch dieser Kollege könnte es persönlich als Kritik empfinden. Nur das sich diese Zurechtweisung eben nicht auf seine Person bezieht sondern auf sein aktuelles Arbeitsverhalten.

Letztlich zählt doch folgendes:
Das ich durch mein Wissen, meinen Sachverstand einen anderen Menschen davor bewahre einen Fehler zu begehen der weitreichende Folgen haben kann. Zumindest versuche ich diesen anderen Menschen durch meine konstruktiv geäußerte Kritik (Hinweis/ Belehrung/ Ratschlag) zu einem besseren/ wirtschaftlicheren Verhalten anzuregen oder (wenns pressiert) zu einer umgehenden Änderung der aktuellen Handlung zu bewegen.


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Jesussah
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17.09.2013 um 01:46
@slobber
slobber schrieb:Erst einmal sollte man sich darüber klar sein das jeder Mensch (aufgrund persönlicher Merkmale) eine Äußerung seitens eines Mitmenschen als Hinweis/ Kritik/ Anfeindung/ Besserwisserei/ negativ oder positiv wahrnehmen kann.
Ganz egal wie der Sender dieser Äußerung dies eigentlich meinte
Du bist ein Lügner!

wie hast du das aufgenommen? Als Kritik, als Beleidigung, als Besserwisserei, negativ oder doch positiv?

Annehmen kann man vieles was man sieht. Das Grundlegende dabei ist nicht die Form des Ausdrucks, sondern die Form des Gefühls.

Jeder nimmt das gleiche wahr, wenn man ihn oder sie als Lügner beschimpfen würde. Genau so wie jeder gleich eine Kritik wahrnimmt. Jede Kritik beinhalte ein Urteil. Und jedes Urteil gegen einen Selbst, ist gegen ein Selbst gerichtet. Wer würde ein Urteil gegen sich Selbst schon als Positiv empfinden? :)

Das einige mit Kritik besser umgehen können als andere hat nur mit der Anpassungsfähigkeit zu tun. Doch auch diesen tut das, was sie hören, weh. Denn letztendlich fühlen sie etwas dabei.

Die Beispiele die du aufgezählt hast, beinhalten keine Urteile. Du hast weder über den Fahrer noch über deinen Freund, Arbeitskollegen geurteilt und damit auch nicht nach einem bestimmten Maß kritisiert. Genau das, was eigentlich ein herzlicher Kollege oder Mitfahrer tun sollte.


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Die Dosis der Kritik

17.09.2013 um 02:01
@Jesussah
Wie ich deine Aussage "Du bist ein Lügner" aufnehme? Garnicht. Warum? Weil wir einander nicht kennen (weder durch längeren Onlinekontakt innerhalb des Forums noch persönlich). Weil ich dich entsprechend nicht einschätzen kann und du mich auch nicht. Weil es durchaus sein könnte das ich solcherlei Aussagen innerhalb eines Forums mit einem Schulterzucken abschmettern kann.

Eine reine Aussage wie "Du bist ein Lügner" ist in keinster Weise eine Kritik.
Es ist lediglich eine persönliche Feststellung, aufgrund der persönlichen Überzeugung des Absenders dieser Aussage.
Wenn ich beispielsweise sage "Hier im Raum riecht es nach Furz", eine andere im Raum anwesende Person nimmt diesen Geruch jedoch nicht wahr und sagt daraufhin zu mir "Du bist ein Lügner"... dann fühle ich mich doch nicht angegriffen. Wozu denn?
In dem Moment geht es um eine persönliche olfaktorische Wahrnehmung die durch allerlei Umstände beeinflusst werden kann.
Meine einzige Reaktion wäre die Frage ob diese andere Person denn meine aktuelle persönliche Sinneswahrnehmung widerlegen kann.



Wie auch immer, ich denke das wir uns hier im Kreis drehen...
Meinem Eindruck nach siehst du "Kritik" als etwas schlechtes an. Etwas das grundsätzlich den Empfänger einer Kritik verletzt.
Punkte die viele andere Menschen als Kritikpunkte sehen würden (wie in meinen Beispielen) gelten deiner persönlichen Meinung nach allerdings nicht als Kritik.
Warum nicht? Weil ich in diesen Beispielen konstruktive Kritik verwendete?

Kritik ist nicht automatisch etwas schlechtes. Sie wird erst zu etwas positivem oder negativem wenn ich sie entsprechend formuliere/ durch Gestik, Mimik, Stimmlage, Stimmlautstärke untermale.


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tzz
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Die Dosis der Kritik

17.09.2013 um 09:14
@SpinnOSA

Ich denke schon, dass es eine Überdosis Kritik gibt. Vielleicht darf sie die persönlichen Grundfeste erschüttern, wie @Helenus schrieb, um überhaupt ins Gedankenlager des Kritisierten vorstoßen und ein Überdenken in Gang setzen zu können. Feuer legen und die Festung schleifen hilft dem Burgherrn aber auch nicht weiter. Zuviel Kritik ist einfach nicht zielführend, führt zum Overload und eher zur Ablehnung des Gesagten, und unterscheidet sich letztlich auch kaum vom plumpen Heruntermachen, wenn wie@zaramanda anmerkte, das nötige Einfühlungsvermögen fehlt.

Dann sind es nämlich keine gut gemeinten Rat- oder Verbesserungsvorschläge mehr, sondern schlichtweg entladene Meinungen anderer, die aus welchen Gründen auch immer meinen, man müsse anders sein. In dem Fall verkauft man doch nur den Eigennutz unter dem Deckmantel der vermeintlichen Hilfestellung Kritik. Da stimme ich @Jesussah zu.

Im Idealfall bekomme ich konstruktive Kritik freundlich vorgetragen, überdenke sie, und nehme mir das eine oder andere eben zu Herzen, wenn sie mich überzeugt hat. Doch selbst der schnöde Idealfall hat so seine Tücken:

Ich Honk hab meine nagelneue Luxuslimousine mit Borstenpinsel und Ölfarbe mattschwarz bemalt. Von hundert Leuten sagen nun dreißig: Geile Idee, Weiß war eh Mist , coole Optik, voll hip und trendy, dirty rodden, kurzum, sie liefern Gründe für ihre Meinung, und geben mir vollsten Zuspruch.

Die restlichen siebzig kritisieren die Handlung, freundlich aber bestimmt, und machen mir klar, welche eine Schnapsidee das war, auch mit guten Argumenten, CW- und Wiederverkaufswert, Polizeikontrolle usw...

Offensichtlich haben es alle gut mit mir gemeint, alles klingt logisch und plausibel. Und nun?
Haben nun die siebzig recht, weil 70 Kritiken 30 Zusprüche überwiegen? Nehme ich nun die Kritik der Mehrheit an, weil ich keine Lust habe, mir ständig ihren Unmut darüber anzuhören?
Wer von den hundert Leuten wollte mir wirklich helfen und wer war einfach nur auf Manipulation zu seinen Gunsten aus?


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rockandroll
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17.09.2013 um 09:19
tzz schrieb:Offensichtlich haben es alle gut mit mir gemeint, alles klingt logisch und plausibel. Und nun?
und nu entscheidest du, was dir persönlich am wichtigsten ist. geile optik oder kein ärger mit bullen usw. jetzt ist es an dir, dir deine persönliche meinung zum thema zu bilden, eine entscheidung für dich zu treffen, und mit den konsequenzen leben.

es ist auch egal wer dich wie manipulieren wollte, du machst hier sagen wir mal eine art "kunstprojekt" und damit musst du leben, egal welche folgen es hat


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tzz
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Die Dosis der Kritik

17.09.2013 um 09:31
@rockandroll

Das werde ich dann wohl entscheiden müssen, stimmt. Hätte ich auch ohne oder mit nur einer Kritik getan. Zuviele Kritiken machen es aber eben auch nicht einfacher, manchmal sogar eher komplizierter
als es ohnehin schon ist...


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rockandroll
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17.09.2013 um 09:33
@tzz
zumindest kannst du viele eventualitäten, an die du selbst vllt nicht gedacht hättest, gegeneinander abwägen


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tzz
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Die Dosis der Kritik

17.09.2013 um 09:43
@rockandroll

Sind wir dann nicht eher im Bereich der Tipps und Anregungen? Ich glaub du weißt worauf ich hinaus wollte, oder? Ab wann sind Kritiken reine Meinungsbekundungen und wann ein ehrlich gemeinter Verbesserungsvorschlag? Weißt du das jeder Zeit zu unterscheiden?


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17.09.2013 um 09:48
@ahri

Mir gehts auch so ;)


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rockandroll
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17.09.2013 um 09:53
@tzz
also eine meinung über etwas ist schon was anderes als eine tatsache darüber. das kann ich durchaus leicht unterscheiden, denn tatsachen sind klar und umunstösslich. es ist wie es ist halt. während meinungen in grauzonen gebildet werden. so auf die art "es könnte so sein, muss aber nicht"


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Die Dosis der Kritik

17.09.2013 um 10:55
linner74 schrieb:Denn jemand als dumm zu deklarieren bedeutet sein ganzes Leben schlecht darzustellen, denn dumm wird man ja geboren. Oft machen es Menschen so und das ist verletzend (es sei denn die Person ist wirklich dumm).
Meine Mama sagt immer
"Dumm ist nur der, der dummes tut
Forest Gump

@rockandroll
rockandroll schrieb:dumm ist ja nicht zwangsläufig was negatives. viele helden waren so mutig, weil sie dumm waren, und einige sind bis heute stolz auf ihre leistungen
Wer dumm ist braucht mut
Wer schlau ist braucht ihn nicht
Taktieren und jeden noch so kleinen vorteil nutzen, guerilla-angriffe und hinterhalte machen aus keinem einen helden aber sie führen zum sieg
linner74 schrieb:Welche Helden waren den dumm?
Ich nenne mal ein beispiel:
Odysseus war dumm bei all seinem listenreichtum
Poseidon gab ihm die möglichkeit in troja zu siegen, aber dieser dumme prahlhans von der insel Itaka, gab es als seine idee aus und rief das er keine götter brauche um zu siegen. Das ende vom lied war seine odyssee

@papierwesen
papierwesen schrieb:Ich selber Zeichen und Male Beruflich, um sich künstlerisch überhaupt zu entwickeln braucht es sehr viel Kritik, und damit kommen sehr viel nicht zurecht.
kommt auch immer drauf an
heutzutage hält sich doch jeder für einen kritiker, ich bin da keine ausnahme. Ich jedoch kann in den künsten(malerei, literatur, musik...) etwas würdigen ohne es zu mögen jedoch ist manches nur geschissene scheiße
aber frag dich immer
Wie viele kritiker kennt man heute und wie viele künstler

@Jesussah
Jesussah schrieb:Kritiksollte man garnichtüben. Sonstverlerntman noch das Leben.Menschen die Kritisieren wissen garnichtwas sie mitder Kritikbeiihnen Selbstanrichten. Da hilftes auch nichts von gesunderodernichtgesunder Kritikzu reden.
kritikception
Mit deiner kritik an der kritik hast du die kritik an sich, kritisiert also du hast ein verhalten gezeigt das du selbst ablehnst
Jesussah schrieb:Es ist ganz Selbstverständlich, das Kritik nichts wohlwollendes sein kann, denn es fühlt sich, egal in welcher Form auch immer, unwohl an. Es suggeriert etwas falsches und damit auch etwas richtiges, nicht etwas Selbstverständliches. Das führt zu Auslegungen die genau die Taten verantworten.
Kritik ist neutral an sich
die kann positiv als auch negativ ausfallen
nur wird positive kritik meist lob genannt, sodass das wort kritik negativ behaftet ist


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rockandroll
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17.09.2013 um 10:59
@Blutfeder
jepp, darauf läufts hinaus


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17.09.2013 um 11:05
Das Problem aus meiner Sicht besteht darin, dass die meisten keine Kritik äussern können. Wenn ich da manchmal zuhöre, wundert es mich nicht, dass da Freundschaften zerbrechen..

"ich will nicht".. "du musst".. "du sollst".. "ich finds scheisse"


meine persönliche Erfahrung, das Gespräch suchen und sagen "ich finde es wichtig, dass man pünktlich zur Arbeit kommt". Klingt garnicht nach Kritik oder? Aber wird bei vielen Menschen etwas auslösen, eine Selbstreflexion, eine kritische. Klar gibt es natürlich auch die, die sich fragen werden "wieso sagt sie das ausgerechnet zu mir? War ich etwa unpünktlich?" aber das ist auch gut so. Jeder kann damit machen, was er will, und wenn es nicht wie gewünscht ankommt, kann man das immer noch unter 4 Augen (!!!!) direkter sagen, aber immer noch aus meiner Sicht (Ich-Botschaft) und was ich mir wünsche, nicht was ich nicht will.

Try it.


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17.09.2013 um 11:05
@slobber
slobber schrieb:Wie ich deine Aussage "Du bist ein Lügner" aufnehme? Garnicht. Warum? Weil wir einander nicht kennen (weder durch längeren Onlinekontakt innerhalb des Forums noch persönlich). Weil ich dich entsprechend nicht einschätzen kann und du mich auch nicht. Weil es durchaus sein könnte das ich solcherlei Aussagen innerhalb eines Forums mit einem Schulterzucken abschmettern kann.
Ich könnte auch eine Kritik gar nicht aufnehmen. Wie schon mal erwähnt, ist diese Einstellung eine Einstellung der Anpassungsfähigkeit, die man den Menschen gelehrt hat. Es ist ein Schutzmechanismus um nicht verletzt zu werden. So wie auch jeder sich bei einer Kritik schützt. Heute bist du "Erwachsen" und hast dich der Kritikfähigen Gesellschaft in so weit angepasst, das du denken musst, das Kritik dazu gehört. Doch das erste mal als du kritisiert wurdest, als Kind, da hast du die Wirklichkeit noch gefühlt. Da wusstest du noch, was diese Kritik in dir anrichtet.

Bei Kindern sieht man das sehr deutlich. Egal wie man eine Kritik, einem Kind auch verkaufen will, am Ende sieht man dadurch die Verletzbarkeit des Kindes.
slobber schrieb:Eine reine Aussage wie "Du bist ein Lügner" ist in keinster Weise eine Kritik.
Dann weißt du anscheinend nicht was Kritik bedeutet. Lese die Quelle. Eien Kritik ist immer mit einem Urteil verbunden, das nach einem bestimmten MAß funktioniert. Jemanden als Lügner zu beschimpfen ist ein Urteil nach dem Maß seiner Worte.



@Blutfeder


Ich kritisiere die Kritik nicht. Bei mir ist sie erst gar nicht anwesend um zu Wirken. Wie sollte ich sie da kritisieren? Diese Diskussion betrifft die Kritik der Menschen, die Kritisieren. Ich kritisiere nie, ich leite, führe zur Selbstverständlichkeit. :)


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17.09.2013 um 11:10
Jesussah schrieb:Dann weißt du anscheinend nicht was Kritik bedeutet. Lese die Quelle. Eien Kritik ist immer mit einem Urteil verbunden, das nach einem bestimmten MAß funktioniert. Jemanden als Lügner zu beschimpfen ist ein Urteil nach dem Maß seiner Worte.
nur was gibt es daran nicht als lügner benannt werden zu wollen, wenn man doch tatsächlich einer gewesen ist. wenn man lügt, riskiert man auch erwischt zu werden, und wenn das passiert, ist es auch legitim das so zu bennen. damit muss man leben. vllt lernt man ja für die zukunft was, und unterlässt das lügen, oder lässt sich wenigstens nicht mehr erwischen, aber die kritik ist mehr als berechtig hier, gerade denn wenn einem was daran liegt, den lügner als solchen zur rede zu stellen zb.. aus welchen gründen auch immer


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Jesussah
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17.09.2013 um 11:18
@rockandroll


Das stimmt. Jedoch kann man jemanden nur als Lügner bezeichnen, wenn man denkt die Wahrheit zu kennen. Und jemand der denkt, die Wahrheit zu kennen, um jemand anderen als Lügner zu beschimpfen, ist genau so ein Lügner wie sein Gegenüber. Denn der Lügner kann nicht ohne die Wahrheit zum Lügner werden und der Wahrheitsgemäße kann nicht die Wahrheit sein, ohne das es den Lügner geben kann. Diese zwei Gegensätze existieren bei dem ein und demselben Thema, zum Beispiel, weil keine Selbstverständlichkeit anwesend ist. Weder bei dem, der Lügt, noch bei dem, der die Wahrheit sagt. Die damit einhergehenden Konfrontationen bringen die nötige Erfahrungen für die Selbstverständlichkeit mit sich. Bei der Kritik ist es nicht anders, denn jede beinhaltet auch ein Urteil.

Das widerspenstige dabei ist, das bei jeder Kritischen Äußerung oder bei jeder Ergreifung von einer Lüge oder einer Wahrheit die Konfrontationen damit unumgänglich sind. Der damit einhergehende Schmerz kann in viele Richtungen tendieren. Am allerwenigsten tendiert er in Richtung der Selbstverständlichkeit. Am meisten in die Richtung des Hasses, der Angst.

Wer hat keine Angst etwas falsch zu machen um kritisiert zu werden. Vom Chef, von seinem Partner, Partnerin, Familie usw. :)


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rockandroll
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17.09.2013 um 11:22
@Jesussah
hehe, klingt lustig was du da schreibst :D

aber ok..

also ich meine wenn einer ein lügner ist, weil er tatsächlich die unwahrheit gesprochen hat, dann darf der auch so benannt werden. ob ihm das gefällt oder nicht. das ist eine tatsache, und daran kann keiner was ändern.

als kritiker wähnt man sich dann hier auch nicht einer wahrheit, sondern weiss in diesem fall, dass es so ist, dass der andere absichtlich die unwahrheit sprach, weil man ihn erwischte, ok? ;)


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17.09.2013 um 11:26
@rockandroll
rockandroll schrieb:also ich meine wenn einer ein lügner ist, weil er tatsächlich die unwahrheit gesprochen hat, dann darf der auch so benannt werden. ob ihm das gefällt oder nicht. das ist eine tatsache, und daran kann keiner was ändern.
Das stimmt. So wie der Wahrheitsgemäße das recht hat, so genannt zu werden.
rockandroll schrieb:als kritiker wähnt man sich dann hier auch nicht einer wahrheit, sondern weiss in diesem fall, dass es so ist, dass der andere absichtlich die unwahrheit sprach, weil man ihn erwischte, ok?
Nur weil man etwas für die Wahrheit hält, heißt nicht, das man auch die Wahrheit kennt. :)


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rockandroll
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17.09.2013 um 11:29
@Jesussah
es geht ja auch darum, dass man die wahrheit kennt, und nicht nur denkt, dass man sie kennt.
wenn es 11:28 uhr ist, dann ist das so. und wenn einer mit absicht behauptet es sei 10:28 dann lügt er. das ist hier der punkt


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17.09.2013 um 11:31
Zwischen "Kritik" und "aus der Luft gegriffene Behauptung", sowie "bewusstem Beschimpfen" gibt es himmelweite Unterschiede.
Dies sollte man zu unterscheiden lernen im Laufe des Lebens.
Ansonsten macht man sich selbst und den Mitmenschen das Leben nur unnötig schwer.


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