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Todesangst

65 Beiträge, Schlüsselwörter: Angst

Todesangst

21.02.2005 um 01:49
Wenn man sich in einer Situation befindet in dem der Körper bzw.das Gehirn denkt das man das nicht Überlebt, können seltsame sachen geschehen.

hatet ihr schön mal todesangst
wen ja
wie wahr es
was habt ihr gemacht
und,und,und,

mfg

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Todesangst

21.02.2005 um 01:50
Credendo Vides


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ok
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Todesangst

21.02.2005 um 05:21
Bin mal am Meer abgetrieben...bin ne halbe Stunde auf Vollgas geschwommen...

Sie fürchten nicht das was du bist, sondern das wofür du stehst.


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Todesangst

21.02.2005 um 05:46
Ja, an EIN Ereignis erinnere ich mich wohl solange ich lebe. Gehört es doch zu den intensivsten Erlebnissen der "besonderen Art".

Ich wurde zu einer Schwitzhütten-Zeremonie eingeladen. Es sollte eine "Dog-Warrior-Sweat-Lodge" werden. Eine rituelle "Sauna" der extremsten Art.

Ich sagte zu, ohne daran zu denken, daß für mich diese Geschichte einen anderen Verlauf nehmen könnte als dies normalerweise der Fall sein würde.
Ich hatte in dem Moment nicht mehr daran gedacht, das ich als Kleinkind einen beinahe tödlichen Unfall erlebte, der mit einer sehr schweren Verbrühung zu tun hatte.

Als ich nun im Verlauf der Zeremonie diesem extrem heißen Wasserdampf ausgesetzt war kam Panik und Todesangst auf. Und ich weiß noch, als wäre es erst gestern gewesen, daß ich sekundenlang dachte: Das wars! Nun hatte ich vorher lange Zeit über geübt loszulassen. Also akzeptierte ich...

Und das war ein Durchbruch in eine andere Art der Wahrnehmung. Dieser Zustand hielt etwa eine dreivierte Stunde an und gehört zu den beeindruckendsten Erlebnissen, die mir zuteil wurden.

Ein Crash-Kurs in Sachen "Sterben-lernen"

Das kybernetische Äquivalent von Logik ist Oszillation.
Ganz unten auf dem Grunde des Lebendigseins treffen wir auf die Metapher. (Gregory Bateson)


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Todesangst

21.02.2005 um 08:43
todesangst war es bei mir wohl nicht,aber große panik!
ich war 95 mit ein paar kollegen in dänemark,wir hatten einen bungalow gemietet,direkt am meer...eines stürmischen tages waren sehr hohe wellen(bestimmt 2-3m) im meer und obwohl es echt kalt war wollten wir uns den spaß in den riesenwellen nicht entgehen lassen.also ins meer,in die wellen...obwohl ich nicht weiter als 15-20 m reingegeangen war(normal wär das wasser knöchel,vielleicht knietief,aber eher weniger),rissen die wellen mich um und am anfang wars auch witzig aber dann,als die welle zurückging,konnte ich mich kaum noch halten,ich lag flach auf dem bauch,aber der sog zog mich über den groben kiesel richtung meer...da bekam ich panik,wieder ne welle,sog...das schwächt ungemein...ich hatte nachher überall kleine katschen von den steinen,weil ich versuchte mich ganz fest auf dem boden festzudrücken,festzukrallen...irgendwann hab ichs dann wieder rausgeschafft,aber dieser sog des meeres war echt beängstigend,das geht schneller als man meint....


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buddel
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Todesangst

21.02.2005 um 10:59
moin

ok und dänker,
seltsam nicht ? daß man das meer immer unterschätzt.
da merkt man erst wie unbedeutend man ist...

buddel

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coelus
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Todesangst

21.02.2005 um 15:00
Finde ich persönlich ein sehr faszinierendes Thema, da ich selbst in meinem Leben sogar „etliche“ Male so „quasi“ vor dem eigenen Tod stand und in der Tat etwas sehr erstaunliches „passierte“, das ich, wie auch jafrael bereits erwähnte, das Leben lang nie vergessen werde und die „Bilder“, Empfindungen, jeder Zeit absolut präsent und abrufbar sind.

Meiner Meinung nach sind solche Erfahrungen von sehr substanzieller Essenz des Existierens schlechthin und würde wahrscheinlich nicht „schaden“, wenn Menschen sich dessen auch bewusst werden könnten. Ich bitte Euch, nach meinen „intimen“ sehr persönlichen Beschreibungen der Geschehnisse, nicht mit psychoanalytischen Antworten, die etwas „krankhaftes“ darin erkennen wollen, zu reagieren. Danke.

Ich selbst begreife mich als sehr bewussten Menschen, der seine Umwelt und sich selbst sehr ernst nimmt in dem Sinne, dass ich stets versuche das was IST anzunehmen, es so zu belassen wie es eben IST (..das was IST, kann man eh nicht mehr rückgängig machen..), ohne es in ein vorgestelltes Ideal pressen zu wollen, damit es einem vermeintlich „besser“ gehen könnte…

Beim erkennen was einfach IST, sollte einem bewusst sein, dass man aufgrund dessen sich auch adäquat verhalten kann und den grösstmöglichen „Nutzen“ für eine gesunde Entwicklung, daraus entnehmen kann.

Die erste bewusste Erfahrung mit dem eigenen vermeintlich bevorstehenden Tod erfuhr ich, als ich noch ein Junge war von ca. 10 Jahren. Mein damaliger Nachbar und auch gleichzeitig bester Freund, lud mich zu einem Badetag an der Sense ein, - das ist normalerweise ein kleines „Flüsschen“, welches aus dem Gebiet des Gantrisch (Berge) entspringt und durch das Berner Oberland, Freiburgerland fliesst- da wo wir auch hin gingen an diesem Tag. Die Sense fliesst durch eine 15km lange Schlucht, die bei Wildwasserfahrern beliebt ist.

Unseren Platz suchten wir also in der Nähe unter der „Schwarzwasserbrücke“, breiteten unsere Badetücher aus und machten eine Feuerstelle, indem wir vorher Holz sammelten und Steine formierten. Der Vater meines Freundes kümmerte sich um das Feuer und die Grilladen, während mein Freund und ich natürlich schon im Wasser waren und spielten…

Während wir also nun im Wasser waren und uns unheimlich amüsierten, bemerkten wir, dass der Spiegel des Wasser plötzlich zu steigen begann. Dies passierte in einem sehr rasanten Tempo! Plötzlich begannen auch Leute zu schreien an und riefen: „Aus dem Wassser! Kommt aus dem Wasser, sofort!“ Mein Freund schaute mich an (diesen Blick werde ich nie vergessen..), während dem ich staunend im Wasser stand und beobachtete, wie der Wasserspiegel meine Beine hoch wanderte; „Komm mach einen Hecht wie ich, wir müssen raus!“ Ich schaute ihm nach, wie er einen tollen, kraftvollen „Hecht“ machte und das Ufer erreichte und dadurch an Land gelangte. Ich versuchte es ihm gleich zu tun, doch aus dem unscheinbaren Flüsschen war mittlerweile ein reissender Strom mit braunen Wasser geworden, ich schaffte es nicht mehr.

Die Flut hat mich also mitgerissen und schleuderte mich hin und her. Das erstaunliche ist jetzt, dass ich keinerlei Panik oder Angst verspürte, im Gegenteil, ich konnte absolut klar denken und weiss noch heute was ich damals gedacht habe. Während der Fluss mich also mitgerissen hatte, das Wasser braun, versuchte ich mich zu stabilisieren, so dass ich den Kopf über Wasser halten konnte. Ich sah nach hinten und entdeckte etliche Baumstämme und sonstige Materialien, die vom Fluss auch mitgerissen wurden, ich dachte mir, dass ich aufpassen müsste, damit mich so ein Baumstamm nicht mit seiner Wucht mich am Kopfe treffen, ich dabei bewusstlos werden würde und deshalb die Kontrolle verlieren und schlussendlich ertrinken würde. Das wollte ich nicht unbedingt…

Mir wurde bewusst, dass ich wahrscheinlich der Einzige war, der vom Fluss mitgerissen wurde. An den Ufern sah ich wie viele Menschen rannten und verzweifelt schrieen, weinten und in Panik oder einer Art Hysterie geraten waren. (Sie sahen einen braunen Fluss, der ein Kind mitgerissen hatte…) Sie versuchten an den beiden Seiten des Ufers, auf meiner Höhe zu bleiben, sie fuchtelten mit den Händen und schrieen wie wild. Während dem ich nun diese Szenerie beobachtete, es noch heute genau vor den Augen habe, fragte ich mich selbst, warum denn keiner rein springen und versuchen würde, mich zu retten?

Mir wurde klar, dass sich keiner trauen würde, weil es für sie zu gefährlich sei, ja Lebensgefährlich sogar. Weiter überlegte ich mir, dass all die Leute, die auf meiner Höhe an den Ufern rannten und mit den Händen schreiend fuchtelten, mich wahrscheinlich am Rechen viel weiter unten, der das Wasser filtert, finden würden, aber eben tot. Ertrunken, erschlagen und zugeschüttet von den Baumstämmen…

Und jetzt passierte es, ich akzeptierte es ganz einfach, dass ich sterben werde. Das Eigenartige war, dass ich eine Art Ruhe verspürte, die eigentlich sehr klar sich ausbreitete, dies obwohl mein Körper von den Wassermassen geschüttelt wurde und das Geschrei der Leute auf beiden Seiten, an den Ufern… Mein Selbst war ruhig und meine Gedanken waren klar, die Hektik und der Lärm des tosenden Wassers, das Geschrei der aufgebrachten Menschen, alles war wie gedämpft, gefiltert im Hintergrund, so dass meine Gedanken, mein Bewusstsein klar und im Vordergrund standen. Ich war somit voll und ganz bei mir und irgendwie im Ganzen, die Zeit existierte nicht mehr, es war nur noch der Moment und der war ewig!

In diesem Moment erblickte ich einen Zweig von einem grossen Baum, (ach, wie ich die Bäume liebe und sie verehre!) der vor mir ins Wasser hing und geschüttelt wurde vom Wasser. Ich packte diesen Zweig, wie „automatisch“, als ob mich irgendetwas (der Baum..?) dazu veranlasste und meine Bewegungen führte. „Entschlossen“ packte ich diesen Zweig und zog mich an ihm, kletterte an ihm an Land.

Als ich an Land war, blieb ich einfach auf dem Boden liegen und war still, die Leute standen um mich und schauten mich nur mit fassungslosen Blicken und Tränen in den Augen an, jene waren verwundert und freuten sich irgendwie, manche verschränkten die Hände vor dem Gesicht und weinten, manche gingen hin und her, sie liessen mich liegen für eine Weile, was ich mir Innerlich auch wünschte, es tat „gut“, ich fühlte mich eigentlich sehr wohl, geborgen und eben im Moment.

Ende „gut“ alles „gut“. Nach diesem eindrücklichen Erlebnis/Ereignis gingen wir alsbald dann nach Hause und wir haben nicht so sehr mehr darüber gesprochen. Auch meinen Eltern gegenüber, sie hätten sich nur unnötig Sorgen gemacht und hätten mir verboten mit meinem Freund weiterhin zusammen zu sein und in Zukunft mit dem Vater meines Freundes noch etwas zu unternehmen…

In meinem bisherigen Leben habe ich noch weitere Erlebnisse, die jedes für sich genommen, absolut spannend und interessante Begebenheiten sind, die für mich mittlerweile als eine „selbstverständliche“ Realität und Teil meines Lebens empfinde und mit einem gesunden Verständnis vereinbaren kann. Ich sage nur so viel; das Leben und der Tod, ist viel viel mehr, als es manche zu glauben mögen. Mir ist auch bewusst, dass es Menschen gibt, die Angst vor dem Tod haben, diese Empfindung ist mir bis heute fremd geblieben.

Bei allen mir persönlich erlebten und erfahrenen „Todessituationen“, war immer die gleiche Essenz, die alle Erlebnisse gemeinsam haben;
  • Mein Selbst war ruhig.
  • Ich verspürte keine Angst.
  • Ich konnte absolut klar denken, klarer habe ich es bisher noch nie erfahren
  • ich habe losgelassen
  • … und ich habe meinen bevorstehenden Tod akzeptieren und annehmen können!
  • Das Gefühl nicht an die Zeit „gebunden“ zu sein, zeitlos, der Moment


Sobald ich das getan habe (..den eigenen Tod annehmen..), war ich wie zufrieden, konnte die Ereignisse wie beobachten, jedes Detail war klar ersichtlich, auch wenn es zeitweilen in unserer Zeitmessung um Millisekunden gehandelt hatte und von da an wurde ich wie verschont vor dem physischen Tod, es sollte noch nicht sein, dass ich jetzt sterbe. Ich war auch nie wirklich verlassen, da war eben diese „Energie“, sie liess mich zufrieden sein, als ob ich wie wirklich „daheim“ wäre und alles, schon seine Ordnung hat.

Dies ist eine Todes- Lebenserfahrung von einem Menschen in seinen jungen Jahren seines Lebens, der dies erlebt hat, mehr nicht.


Ja @buddel, die Relationen Menschchen zum Universum, sind immer wieder sehr „befruchtend“ und zeigt einem schön, wie die Dinge nun mal liegen…


Ich weiss, dass ich nichts weiss (sokrates)


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neocortez
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Todesangst

21.02.2005 um 15:06
todesangst hatte ich schon, als ich vor 3jahren operiert wurde und man mir eine überlebenschance von 50/50 gab...ich vertraue medizinern und ihren praktiken einfach nicht, doch ohne operation wäre ich keine zwei tage älter geworden...was ich tat? ich hab buffy geguckt um mich abzulenken...

"It's better to burn out than to fade away." - Kurt Cobain


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buddel
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Todesangst

21.02.2005 um 15:24
moin

coelus,

" * Mein Selbst war ruhig.
* Ich verspürte keine Angst.
* Ich konnte absolut klar denken, klarer habe ich es bisher noch nie erfahren
* ich habe losgelassen
* … und ich habe meinen bevorstehenden Tod akzeptieren und annehmen können!
* Das Gefühl nicht an die Zeit „gebunden“ zu sein, zeitlos, der Moment "

sehr treffend beschrieben.
welch ein trost !
so ist auch das sterben nur ein teil unseres lebens.
es ist nur die angst vor der angst, die uns fertigmacht.

buddel




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quentin_=3
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Todesangst

21.02.2005 um 15:55
Ich denke inzwischen, wenn Gevatter Tod meint, es ist Zeit , dann ist es eben Zeit.
Bis dahin lebe ich mein Leben, so gut es geht, dankbar für jeden geschenkten Tag.

q.

strange - known - beloved - forgotten - dead - alive - strange


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Todesangst

21.02.2005 um 15:57
ich hatte auch schon so eine erfahrung...ist ca ein jahr her, ich hatte
einen schweren asthmaanfall mitten in der nacht...ich konnte nicht
mehr um hilfe schreien, da ich überhaupt keine luft mehr
bekam...und plötzlich spürte ich eine innere ruhe, die ich vordem
und seitdem nie mehr verspürt habe : die gewissheit, dass nun das
leben vorbei sein wird, aber etwas anderes kommt...und die zeit
blieb einfach stehen...ich lag in meinem bett, atmete nicht und hielt
die augen geschlossen...doch in dem moment, als ich dachte, ich
werde meine augen nie mehr öffnen, versuchte ich einen letzten
atemzug...vorher hatte ich es schon aufgegeben zu atmen da ich die
barrikade in meinem inneren spürte...und plötzlich war da dieser
letzte versuch, noch einmal zu atmen, und ich spürte, wie sich
meine lunge mit luft füllte...ich habe nie mehr ein so befreiendes
gefühl erlebt.seitdem nehme ich viele dinge anders wahr...und
vorallem habe ich gelernt, den augenblick zu geniessen, egal wie
trostlos er auch erscheinen mag...

liebe grüsse
halöb

das leben ist kurz. also denk nicht zu viel darüber nach,sondern lebe einfach!


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johnholmes
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Todesangst

21.02.2005 um 16:01
Ich kann mich an einen Flug erinnern, muss so etwa 1995 gewesen sein. Der John lebte damals in den Staaten und einmal im Jahr ging es nach Deutschland zurück.
Der Flug von LA nach Frankfurt war zwar nervig aber problemslos was man vom Anschlussflug nach München nicht sagen konnte.
Beim Landeanflug gab es Probleme mit dem Fahrwerk, sogar in der Kabine konnte man das Krachen und Vibrieren spüren und als die Stewardessen nach dem 4. Anflugsversuch auch allmählich bleich wurden zog sich mein Magen böse zusammen.
Der sechste Anflug musste dann wohl angegangen werden und ich kann mich noch erinnern dass ich die Augen schloss und auf die Erlösung wartete ... ;)
Letzten Endes passierte aber nix und an den Seiten der Landebahn konnte man ein viele bunte Lämpchen und Rettungsfahrzeuge sehen.

Seitdem steige ich immer mit viel Kribbeln in ein Flugzeug und bestelle schon weit vor der Landung einen doppelten Vodka - der wurde mir nämlich verwehrt damals.


Das Hirn ist zum Denken da.


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quentin_=3
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Todesangst

21.02.2005 um 16:08
@halöb
Mit "die Zeit blieb einfach stehen", meinst Du damit, daß sie für Dich stehenblieb?
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich einfach, wenn ich wieder "da" bin, feststellen muß, daß einige Stunden vergangen sind, und für mich war es einfach ein Moment, ein langer Moment, aber ein Moment. So eine Art "verlorener Zeit".

Gruß,
q.


strange - known - beloved - forgotten - dead - alive - strange


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Amila
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Todesangst

21.02.2005 um 17:46
Ich hatte schön ein paar mal extreme Angst, doch ich denke nur einmal wirkliche Todesangst.

Ich war tauchen(Schnorcheln) und an diesem besagten Tag war der Wellengang sehr stark und wie so oft war ich von den Wundern des Meeres so in den Bann gezogen, dass ich nichts mehr als allarmierend wahrnahm.
Auf jeden Fall drückten mich die Wellen dann ganz überraschend an die Ufersteine und unter den Wasserspiegel. Ich versuchte mit all meiner Kraft dagegen zu steuern weg von dem Felsen. Die Panik und die Angst die mich in diesem Moment erfüllten waren lähmend und verschleierten meine Gedanken zusehends.
Ich weiß nicht mehr wie aber plötzlich akzeptierte ich diese Situation und meinen bevorstehenden Tod. Und genau diese Gedanke war es der mich rettete. Er verschaffte mir die Klarheit die ich brauchte nicht mehr dagegen anzusteuern sondern mit ihm zu gehen.

Ich ließ es zu und die Wellen die mich zuvor an den Fels drückten hoben mich wieder von ihm fort, genau so weit, dass ich im richtigen Augenblick mit letzter Kraft zurück ins offene Wasser schwamm.

Seit diesem tag liebe ich das Meer um noch vieles mehr.
An diesem Tag fand ich auch eine Kraft in mir von der ich noch nichts wusste, beschreiben kann ich sie aber nicht...


LEBEN und LEBEN lassen, darin liegt die wahre Stärke!


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Todesangst

21.02.2005 um 17:58
das pasiert schon hin und wieder...also mal unachtsam gewesen und dummen Fahrmanöver..da wird Andrenalin frei..ist ja auch sinn und Zweck der Übung...kennt doch jeder..Gefahr und sofort adrenalinstoß

Manchmal muß man erst sehr tief in die Dunkelheit fallen um wieder Licht zu sehen...danke denen die mir ein Licht waren und sind


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brocky
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Todesangst

25.10.2005 um 16:18
Der Weg nach oben

Ursprünglich waren Saburai Palastwachen und im weiteren Sinne Steuereintreiber für den Kaiser. Sehr bald erkannte der gerade erst enstandene Schwertadel allerdings, wer die eigentliche Macht im Staate war.
Bis ins achte Jahrhundert bestand das japanische Heer mehr oder weniger aus Wehrpflichtigen. Jeder Soldat musste für Ausrüstung und Verpflegung selbst aufkommen.
Um sich dieser doppelt lästigen Verpflichtung zu entziehen, bedienten sich immer mehr Untertanen eines kleinen Kunstgriffes. Beim Kishin verschenkte ein Kleinbauer sein Land an einen Adligen oder ein Kloster und pachtete es hinterher zurück. So entzog er sich der Wehrpflicht, das System brach de facto zusammen. Eine Alternative musste gefunden werden, besonders schlagkräftig waren die Fronheere ohnehin nicht gewesen.
Im Jahre 792 wurde die Wehrpflicht schließlich abgeschafft und durch ein Freiwilligenheer ersetzt. So etwas geht nicht nahtlos, eines der Resultate war, dass die entlegeneren Provinzen bei ihrer Verteidigung auf sich selbst gestellt waren. Die kaiserliche Armee konnte diese Aufgabe nicht mehr leisten.
Die Großbauern waren überraschend erfolgreich bei der Organisation ihrer Verteidigung, ganze Familien spezialisierten sich darauf, militärische Aufträge des Kaisers auszuführen. Es entstand eine Art Schwertadel – Buke genannt. Die Bezeichnung Saburai bezog sich anfangs allerdings nur auf die kaiserlichen Palastwachen und Schwertträger.
Während ursprünglich also Palastwachen und im weiteren Sinne Steuereintreiber für den Kaiser erkannte der Schwertadel schon bald, wer die eigentliche Macht im Staate war. Einzelne Kriegerfürsten, oft entfernte Verwandte des Kaisers, sammelten immer mehr Einfluss. Regionale Daimyo – so nannte man diese Führer – schlossen sich zusammen und übernahmen de facto die Kontrolle in den Provinzen.
Sie spielten zunächst eine wichtige Rolle bei der Niederschlagung von Rebellionen, waren aber bald selbst diejenigen, die rebellierten. Es kam zunächst zu blutigen Machtkämpfen unter den einzelnen Clans, die versuchten, soviel Macht wie nur irgend möglich unter einem Führer zu vereinen.
In der so genannten Heiji-Rebellion 1160 trafen schließlich die beiden bedeutendsten Fraktionen – Minamoto und Taira – aufeinander. Siegreich aus dieser Rebellion hervor ging Taira no Kiyomori, der kaiserlicher Berater wurde und schließlich sogar die Macht im Staate übernahm. Der Kaiser wurde auf eine bloße Symbolfigur reduziert.
Im Jahre 1180 kam es erneut zu einem Kampf der Fraktionen. Im Gempei-Krieg 1180 - 1185 setzten sich die Minamoto durch, 1190 zog Minamoto no Yoritomo nach Kyoto und wurde zum Seii-Tai-Shogun ernannt. Er begründete das Kamakura-Shogunat und eine neue Epoche in der japanischen Geschichte.
In der Folgezeit verwischte sich der Unterschied zwischen den Samurai-Daimyo und der eigentlichen Aristokratie zunehmend. Krieger beschäftigten sich mit Kalligraphie, Dichtkunst und Musik, Hofaristokraten (Kuge) lernten den Umgang mit der Waffe. Die Macht lag in den Händen der Shogune (in etwa großer General).


Mut und Pflichtbewusstsein


Bis hinein ins 16. Jahrhundert konnten auch Männer aus einfachsten Verhältnissen in der Hierarchie zu Samurai oder gar Daimyo aufsteigen. Der Titel war ansonsten erblich. Dem ein Ende setzte ein gewisser Toyotomi Hideyoshi. Selbst Sohn eines einfachen Fußsoldaten, schaffte er es bis zum ersten Minister – eine sicherlich einmalige Karriere. 1586 erließ er ein Gesetz, in dem der Stand Samurai festgeschrieben wurde. Nicht-Samurai war es fortan verboten, Waffen zu tragen.
Die Edo Periode war eine überwiegend friedliche Zeit. Samurai übernahmen immer mehr auch administrative Aufgaben, wurden zu Bürokraten. Die Schwerter der Samurai – Katana und Wakizashi – wurden zu Machtsymbolen, während weitgehend arbeitslos gewordenen Samurai, einstmals Lehnsleute der Kriegerfürsten, sich zu einem ernsthaften Problem entwickelten. Eine der berühmtesten japanischen Legenden in diesem Zusammenhang ist die der der 47 Ronin.
Aus dieser Epochen stammt auch der Bushido – übersetzt der Weg des Kriegers – in seiner endgültigen Form. Die Idee zu diesem Ehrenkodex der Samurai stammte schon aus dem 12. bis 13. Jahrhundert, war aber zahlreichen Änderungen unterworfen, unter anderem durch den Kontakt mit konfuzianischen ideen.
Der Bushido schrieb ein einfaches Leben vor, Mut und Pflichtbewusstsein, Athletik, Meisterschaft im Umgang mit der Waffe, aber auch Liebenswürdigkeit, Ehrlich- und Frömmigkeit. Die Grundzüge bestimmen den Umgang in der japanischen Gesellschaft bis auf den heutigen Tag. Pflichtbewusstsein stand an allererster Stelle.
Erst das 19. Jahrhundert sah den Niedergang der japanischen Kriegerkaste. Während Japan sich für Jahrhunderte geweigert hatte, sich modernen westlichen Einflüssen zu öffnen, wurde es schließlich und unter massiven Drohungen von außen gezwungen.
Für eine Weile noch gab es Widerstand gegen die von Kaiser Mutsuhito unternommenen Reformen – so war seit 1871 die traditionelle Tracht und das Tragen von Schwertern in der Öffentlichkeit verboten – nach der blutigen Niederlage der Satsuma-Rebellion 1876/77 war die Ära der Samurai endgültig zu Ende.
Teile dieser Tradition wurden in den kriegerischen Auseinandersetzungen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts wieder aufgegriffen, mit der eigentlichen Tradition der Samurai hatten diese Versuche allerdings wenig zu tun.
Samurai - Anmut des Todes

von Kristian Büsch
Wenn Samurai in den Kampf zogen, ging es auf Leben und Tod. Samurai gelten als die effektivsten und tödlichsten Schwertkämpfer der Geschichte. Ihre Ursprünge reichen weit zurück bis in die frühe Heian-Periode (spätes 8. und frühes 9. Jahrhundert). Im Laufe ihrer rund eintausendjährigen Geschichte veränderte sich ihr Bild und ihre Selbstauffassung gravierend, so waren sie am Ende nur noch Krieger am Rande.
Tradition in Japan verherrlicht Anmut, Ruhe und Harmonie mit der Natur und doch verehrt dieselbe Tradition die Furcht erregenden und oftmals grausam erscheinenden Samurai mit ihrem strengen Ehrenkodex und bizarr erscheinenden Ritualen. Ein Widerspruch ist dies nur auf den ersten Blick.
Was macht die Faszination dieser Schwertkämpfer aus, was ist das Geheimnis ihrer Überlegenheit? Waren es die berühmten Schwerter, eine überragende Technik, schiere Kraft oder verfügten sie noch über etwas anderes, eine Stärke geboren aus ihrer intensiven Beschäftigung mit Schönheit und Natur?
Eine einfache Antwort auf diese Fragen gibt es nicht. Ein wichtigen Hinweis liefern jedoch die Hinweise aus dem Ehrenkodex der Samurai, ihrer Philosophie. Tod war ein ständiger Begleiter, ein wichtiger Teil ihres Berufes, mit dem sie sich ständig beschäftigten. So war das Symbol der Krieger ausgerechnet eine Kirschblüte. Sie ist ausgesprochen fragil und wird von der ersten leichten Brise davongeweht.
Der Krieger betrachtet die Blüten, wie sie der Wind davon trägt und erkennt, dass auch er bald sein Schicksal treffen wird. Das Ende ist unausweichlich, das Wenigste was er tun kann, ist dieses unausweichliche Ende in etwas Nützliches und Nobles zu verwandeln.
Diese vom Standpunkt eines abendländischen Ritters sicherlich mehr als ungewöhnliche Betrachtung ist ein Hinweis auf einer der Quellen, aus denen ein Samurai Kraft schöpfte: Samurai hatten hatten einen sehr strengen Ehrbegriff und keine Angst vor dem Tod.
Ein Sprichwort besagt: Wenn jemand tapfer kämpfen will, darf er sich nicht mit törichten Gedanken an das eigene Überleben tragen. (Hagakure – Der Weg des Samurai) Samurai gingen dabei soweit, dass sie, nach einer verlorenen Schlacht oder um ihre Ehre wiederherzustellen, den Freitod wählten.


AB/brocky
Du mußt Dein Leben selbst in die Hand nehmen.
Es ist Die Freiheit die zählt!schön das man freunde hat!


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brocky
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Todesangst

25.10.2005 um 16:18
Freitod zur Rettung der Ehre


In einem grausamen Ritual begingen sie Seppuku, in der Umgangssprache eher bekannt als Harakiri. Dabei stießen sie sich ein Messer in die linke Seite des Bauches, schnitten dann den gesamten Bauchraum auf, zogen schließlich das Messer nach oben. Diese Methode war nicht nur besonders schmerzhaft, sondern führte auch zu einem langsamen und qualvollen Tod. Es konnte Tage dauern, bis der Krieger starb.
Der Grund für diese Form der Selbsttötung ist nicht ganz klar, doch gibt es zwei wichtige Hinweise. Nach Ansicht der Samurai enthielt der Bauch die Seele des Mannes, seine Emotionen und seinen Zorn. Außerdem scheint gerade der Umstand, dass man nicht gleich starb, ein Grund gewesen zu sein. Es war ein Test des Willens.
In der Praxis waren nur die wenigsten Samurai in der Lage, das Ritual bis zu Ende durchzuführen. Um sicherzustellen, dass dieser finale Akt im Leben eines Samurai "glatt" ablief, war immer ein guter Freund mit einem Schwert anwesend, der ihnen beim kleinsten Zeichen von Zögerlichkeit in einem finalen Akt der Freundschaft den Kopf abschlug. Dabei wurde größten Wert darauf gelegt, eventuellen Zeugen des Geschehen den unangenehmen Anblick eines umherrollenden Kopfes zu ersparen. Der befreundete Samurai schlug ihn also nicht ganz ab, sondern ließ vorn etwas Haut stehen.


AB/brocky
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joybeat
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Todesangst

25.10.2005 um 16:21
Ich hatte zwar noch nie Todesangst, habe aber glaube ich mal gelesen, dass man durch das Adrenalin was ausgeschüttet wird zu größeren Kräften kommt und das dass Schmerz geringer empfunden wird.

NiChT tHeRaPiErBaR !!!


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Todesangst

25.10.2005 um 20:29
höhö todesangst...hihi ja die kenn ich

ich hab in den sommerferien in sizilien ne vooooll versalzene pizza gegessen :S ich lag ne halbe stunde im bett ....ich fühlte mich todelend....ich hab mich fas nichmehr bewegen können :S ich hab gedacht ich verreck dort....:S mein gott das war schlimm.....noja....nach ner halben stunde ungefähr besserte es langsam nachdem ich einbisschen getrunken hatte....noja...das wars aber noch nich.....ich war die ganze nacht wach...konnt nicht schlafen...bin fast verdurstet und hab eeeein glas nach dem ander getrunken ;-) das war ne nacht ;-))) hehe

aber den umständen entsprechend dann doch lustig....wir waren alle wach...haben karten gespielt und hattens einfach lustig :D

warum holzen Menschen den wald ab? weil ihnen bäume im weg stehen. warum? weil sie eine strasse bauen wollen. warum? um schneller ins grüne fahren zu können

ich wurde geboren ohne es zu wollen ich werde sterben ohne es zu wollen...also lasst mich leben wie ich es will.


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Todesangst

16.05.2007 um 15:54
jetzt wo coelus das geschrieben hat, mss ich mir das auch irgendwiedenken.


wir sind früher immer auf den zwei pferden meines nachbarns geritten -zwei sture haflinger, zugeritten warn die überhaupt nicht, reiten hab ich auch niegelernt. wir vier haben halt immer probiert das beste drauß zu machen...

naja unddie pferde ham halt oft ihren willen durchgesetzt *g*
einmal aber bin ich geritten unddas pferd ist total mit mir durchgegangen. (ist öfters passiert - ich bin nieruntergefallen... aber es war immer nur ganz kurz, bis es wieder stehen blieb)
najaund dieses einemal ist es gesprungen und gerannt.. wie verückt. ich bin aus densteigbügeln gerutscht, die zügel sind mir aus den händen gefallen... erst hab ich malgeschrien, hab nix mehr gesehen...
dann bin ich aber auf einmal ruhig geworden. ichhab mir nur gedacht - so, wenn ich jetzt runterflieg muss ich damit rechnen, dass imschlimmsten fall alles aus sein kann.. auf einmal hab ich ein paar Bilder vor mirgesehen, wie in einem Film, als ich ein Kind war...
Dann hab ich mir gedacht, naja,einfach schaun, dass ich ruhig bleib, vielleicht schaff ichs - ich hab mich in die mänegeklammert, die beine so fest wie möglich zusammengepresst und dem pferd probiertzuzureden...

puh, das war was - aber ich habs geschafft, ich bin nicht gestürzt,das pferd ist dann stehen geblieben... das war ein schock...

aber es war wirklichkurz so ein akzeptieren - ok, wenn ich jetzt runterfall, kanns sein, dass ich da jetztsterb, wenn ich blöd fall... und ich bin auf einmal so ruhiggeworden.

andererseits denk ich so sonst nie - ich häng an meinem Leben aber zudem Zeitpunkt wars irgendwie ganz anders...


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Todesangst

16.05.2007 um 16:49
Mir ist als Kind mal eine Mandarinenscheibe im Hals stecken geblieben,ich habe keine Luftmehr bekommen und konnte kaum sprechen.Alles um mich rum war egal ich lief zu meinerMutter die mich dann schüttellte und auf den Rücken klopfte bis sie draußen war . Danachhabe ich geheult und war voll fertig.


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