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Zeitarbeit - Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

236 Beiträge, Schlüsselwörter: Sklaverei, Verbrecher, Zeitarbeit
beautiful-jo
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Zeitarbeit - Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

28.09.2018 um 14:35
Kc schrieb am 23.09.2018:Und wer steckt dahinter? Die Illuminaten?
Wer hat denn die Gesetz genachgt? Haben wir den Boom in der Leiharbeit seit der Agend2010? Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen (Müntefering SPD)? Die soziale SPD und die humanistischen GRÜNEN sind zentrale Mitwirkende bei der Leiharbeit, indem sie die Gesetze geschaffen haben dass nahezu jeder Arbeitsangebote, auch die für 9.xx€, für jeden, zumutbar sind,
Wer sich dem verweigert der wird gnadenlos unter den Mindesatz gekürtzt, die Grundgesetz Menschenwürde gilt in diesem unseren Land, dass laut CDU Merkel eine marktkonforme Demokratie ist, dann einfach nicht.

Und die Gewerkschaften? Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit? Gilt nicht für Leiharbeiter, das ist politisch korrekt da religions, rasse und geschlechtsübergreifend.


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28.09.2018 um 14:57
beautiful-jo schrieb:Was ist mit den Nebenkosten, z.b. dem Arbeitgeber-Anteil für diverse Sozialkassen? Die kommen in die 21 € ja auch noch rein.
Überschlagsweise sind 40-50% auf die 9,46e draufzuschlagen, Dann will der Verleiher seine Kosten ja auch bezahlt haben und er möchte auch was dran verdienen.
oh ja die vielen Kosten....
Meiner Meinung nach alles überflüssige Jobs, also die die bei der Zeitarbeitsfirma selber arbeiten.
Wie gesagt die Menschen haben es selber in der Hand und nicht die Unternehmen. Wenn es keiner mehr macht gibt es auch keine Ausbeute mehr.
Aber macht ja eh niemand.
beautiful-jo schrieb:Darf ich fragen wie du deinen Lebensunterhalt bestreitest?
naja mein Arbeitergeber trägt die vollen Bruttopersonalkosten, und es werden halt nur die Sozialversichungsbeiträge + Lohnsteuern abgezogen. Bei einem Leiharbeiter hingegen kommen zudem noch die Kosten der Zeitarbeitsfirma hinzu.
ALso Kosten für Leiharbeiter + Sozialversicherung + Lohnsteuern.


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28.09.2018 um 15:17
Hab auch schon was von Ablösesummen und Sperrzeiten gehört... Sperrzeit in dem Sinne, das wenn dich ein Entleiher abmeldet kann er dich für drei oder sechs Monate, wahrscheinlich je nach Vertrag, nicht einstellen ohne doch die Ablösesumme zu bezahlen. Ablösesummen sind teilweise ziemlich hoch. Manchmal hab ich zudem das Gefühl, als wenn der Leiharbeiter dem Entleiher teurer kommt als ein eigener Angestellter?


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28.09.2018 um 15:23
Tombrasco schrieb am 07.04.2014:WIE WAREN EURE ERFAHRUNGEN UND EINDRÜCKE??
ich habe da weder erfahrungen, noch eindrücke und ich werde in dem bereich auch keine sammeln...in der natur gibt es das nicht, das ein lebewesen für das andere arbeitet und einmal im monat gibts dann ein leckerli. und schon gar nicht gibt es, das ein lebewesen für ein anderes den ganzen monat schaffen geht und dann noch ein dritter dazwischen geschaltet ist...das fehlt mir noch o.O


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28.09.2018 um 15:57
beautiful-jo schrieb:Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen
Das war vor 12 Jahren. Und von einem Politiker. Entgegen der Haltung der Fraktion.
Als Beispiel jedenfalls ungeeignet.
beautiful-jo schrieb: die Grundgesetz Menschenwürde gilt in diesem unseren Land, dass laut CDU Merkel eine marktkonforme Demokratie ist, dann einfach nicht.
An welchem Einkommen möchtest Du denn die Menschenwürde fest machen? Das ist doch nichts, das Du frei definieren kannst.
Daveman schrieb:Manchmal hab ich zudem das Gefühl, als wenn der Leiharbeiter dem Entleiher teurer kommt als ein eigener Angestellter?
Das ist ja auch richtig so. Er soll ja nicht eine Stelle, die er sonst regulär besetzen würde, dadurch ersetzen.

Aber der Grund, warum Leiharbeit hierzulande so erfolgreich ist, ist die Kehrseite einer eigentlich guten Sache. Den recht umfangreichen Rechten der Arbeitnehmer. Kündigungsschutz, Ausfallrisiken etc. machen Leiharbeit attraktiv. Beim Leiharbeiter trägt das Unternehmen weder die Risiken der Kündigung noch die Risiken von Krankheit etc. So wie das z.B. in den USA (weitgehend) im Sinne von hire and fire der Fall ist.
Solche Dinge haben immer zwei Seiten, die Seite des AN und die des AG und notwendigerweise sind sie nicht deckungsgleich.
Der AN möchte möglichst viel Geld und einen möglichst sicheren Arbeitsplatz, der AG möchte möglichst geringe Lohnkosten und möglichst viel Flexibilität.
EZTerra schrieb:in der natur gibt es das nicht, das ein lebewesen für das andere arbeitet
Klar gibt es das. In Rudeln, in Insektenstaaten etc. Da tauschen Tiere z.B. Nahrung und Arbeitskraft gegen Sicherheit etc.


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28.09.2018 um 16:20
kleinundgrün schrieb:Aber der Grund, warum Leiharbeit hierzulande so erfolgreich ist, ist die Kehrseite einer eigentlich guten Sache. Den recht umfangreichen Rechten der Arbeitnehmer. Kündigungsschutz, Ausfallrisiken etc. machen Leiharbeit attraktiv.
richtig! Geht aber auch noch anders...befristete Arbeitsverträge, besonders im öffentlichen Dienst.
Da wird so gut wie kein Risiko mehr eingegangen....


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28.09.2018 um 19:37
@kleinundgrün
kleinundgrün schrieb:Das ist doch nichts, das Du frei definieren kannst.
Na klar kann man das.
Als nächstes kommt noch, dass man die Höchstgeschwindigkeit nicht frei definieren kann obwohl genau das der Fall ist.
Okay, es wurden dazu natürlich einige Überlegungen angestellt aber das heißt ja nicht, dass man die nicht auch anders anstellen kann.

Deshalb finde ich das nicht wirklich ein Argument für irgendwas.


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beautiful-jo
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30.09.2018 um 10:46
kleinundgrün schrieb:Das war vor 12 Jahren. Und von einem Politiker. Entgegen der Haltung der Fraktion.
Als Beispiel jedenfalls ungeeignet.
Njcht geeigent? Wer arbeitsfähig ist udn sich einer Arbeit verweigert der bekommt die staatliche Hilfe unterhalb des Existenzminimums gestrichen. Ist das gegen die Würde des Menschen? Ich meine ja, denn im GG steht nicht dass die Menschwürde nur arbeitsfähigen Menschen zusteht, die SPD und die GRÜNEN haben damit faschistoide Gesetze geschaffen, wer nicht arbeite will der bekommt kein Geld und muss hungern, Deutschland, dem es immer besser geht kaut CDU-SPD Regierung, im Jahre 2018.

Das ist die marktkonforme Demokratie, die Gewinner für die obere 1% haben Vorrang vor der Menschenwürde, da sind sich die Regierungspartein seit Schröder alle einig.

SO hat die REgierung eine Arbeitspflicht auf Mindestlohn festgeschrieben, als Dank gibt es Armuts-Renten, da hatten es manche Sklaven besser...


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30.09.2018 um 11:03
beautiful-jo schrieb:Njcht geeigent? Wer arbeitsfähig ist udn sich einer Arbeit verweigert der bekommt die staatliche Hilfe unterhalb des Existenzminimums gestrichen. Ist das gegen die Würde des Menschen? Ich meine ja, denn im GG steht nicht dass die Menschwürde nur arbeitsfähigen Menschen zusteht, die SPD und die GRÜNEN haben damit faschistoide Gesetze geschaffen, wer nicht arbeite will der bekommt kein Geld und muss hungern, Deutschland, dem es immer besser geht kaut CDU-SPD Regierung, im Jahre 2018.
Das könnte man ja ändern. Ein Punkt ist ja, dass man bei Sanktionen Lebensmittelgutscheine beantragen kann.
Ein anderer wäre die Abschaffung des Sanktionspraxis. Aber zur Landtagswahl in Bayern sieht es so aus:
Für eine Abschaffung der Sanktionen: SPD, Grüne, Linke, Piraten, MUT, Humanisten, Die PARTEI, Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Partei3

Gegen eine Abschaffung der Sanktionen: CSU, FW, FDP, Bayernpartei, ödp, Die Franken, AfD, LKR,

Unentschieden: Partei für Gesundheitsforschung

Quelle: https://www.wahl-o-mat.de/bayern2018/PositionsvergleichBayern2018.pdf
Punkt 25

Aber das ist eigentlich ein anderes Thema...


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01.10.2018 um 11:18
beautiful-jo schrieb:wer nicht arbeite will der bekommt kein Geld und muss hungern
Muss man da wirklich hungern?
beautiful-jo schrieb:SO hat die REgierung eine Arbeitspflicht auf Mindestlohn festgeschrieben, als Dank gibt es Armuts-Renten, da hatten es manche Sklaven besser...
Du bekommst ein Minimum an Unterstützung, wenn Du Dich allem verweigerst. Du bekommst mehr Unterstützung, wenn Du dazu beiträgst, dass das Sozialsystem funktioniert.
Warum soll ein Teil der Unterstützung nicht davon abhängen dürfen, dass Du Dich an dem Sozialsystem beteiligst? Dass Du, soweit es deinen Kräften und Möglichkeiten entspricht, in den Topf miteinbezahlst, aus dem diejenigen Geld bekommen, die sich nicht beteiligen können?

Wer nicht arbeiten will, obwohl er könnte, kann meiner Meinung nach wenig gegen Sanktionen sagen. Sofern ihm noch so viel bleibt, dass er davon menschenwürdig leben kann. Nur scheinst Du in ein menschenwürdiges Leben eine Menge an Dinge zu packen, die Du gut findest, die aber nicht gerade essentiell sind.
Eine ordentliche Unterkunft, ordentliches Essen und ordentliche Krankenvorsorge sind Dinge, die vorhanden sein müssen, um menschenwürdig leben zu können. Alles weitere ist eine Frage der Definition.

Der Punkt ist, dass man sich als jemand, der sich einer Beteiligung am Sozialsystem verweigert, im Grunde asozial verhält. Das muss das Sozialsystem zu einem gewissen Grad hinnehmen, aber warum soll es da keine Differenzierung zu jemandem geben, der nicht teilnehmen kann oder der nach seinen Möglichkeiten Teil nimmt?


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01.10.2018 um 11:27
Man muss auch anführen, dass Kosten für Leiharbeiter nicht als Personalkosten gelten, sondern als Betriebsausgaben.

So wird der Eindruck geweckt, man spare Personalkosten und kann sich die Boni einsteichen.

Leiharbeiter sind auch nicht so billig wie normal Angestellte. Man hat mehr Ausgaben für die verleihende Firma.


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01.10.2018 um 12:40
Samsaraa schrieb:So wird der Eindruck geweckt, man spare Personalkosten und kann sich die Boni einsteichen.
Na ja, steigende Betriebsausgaben sind ja nicht grundsätzlich besser, als steigende Personalkosten.
Samsaraa schrieb:Leiharbeiter sind auch nicht so billig wie normal Angestellte. Man hat mehr Ausgaben für die verleihende Firma.
Das stimmt nur bedingt. Klar kostet das erst mal mehr, auf der anderen Seite spielen Krankheit, Urlaub, Schwangerschaft etc. keine Rolle. Rein kalkulatorisch kann das durchaus sich lohnen.

Der Punkt ist nicht, dass Leiharbeit grundsätzlich schlecht ist. Wenn es einen Bedarf an vorübergehender Tätigkeit gibt, warum sollte der nicht erfüllt werden.
Das Problem liegt im Missbrauch der Leiharbeit. Wenn sie als Umgehung von Kündigungsschutz etc. benutzt wird.


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01.10.2018 um 12:49
@kleinundgrün
Klar. Ich sehe einen Arbeitnehmer als Investition an. Investitionen sind immer mit Risiken verbunden.

Entweder geht man dieses Risiko ein und beschäftigt einen Mitarbeiter für längere Sicht, als nur kurzfristig hin und her zu schieben.

Viele Leiharbeiter sind sehr gute Arbeitnehmer. Es ist ziemlich schade, wenn ich sehe, dass sie weg müssen, obwohl Arbeit da ist.
kleinundgrün schrieb:Na ja, steigende Betriebsausgaben sind ja nicht grundsätzlich besser, als steigende Personalkosten.
Ja, aber manchmal werden diese Kosten unterschieden. Als leitender Angestellter macht es sich nicht so gut, wenn man übertrieben viel Personalkosten hat, da man selber an den eigenen Stuhl sägt.


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01.10.2018 um 12:57
Samsaraa schrieb:Entweder geht man dieses Risiko ein und beschäftigt einen Mitarbeiter für längere Sicht, als nur kurzfristig hin und her zu schieben.
Das kann man bei großen Betrieben so sehen. Da gleicht sich so etwas aus.
Bei kleineren oder mittleren Unternehmen ist das durchaus problematisch. es gibt leider nur harte Grenzen, wer 20 Mitarbeiter hat, wird in vielen Punkten behandelt, wie einer der 100.000 Mitarbeiter hat. Nur dass erstere nicht den Luxus hat, dass problematische Fälle einfach in der Masse untergehen.

Meiner Meinung nach, müsste hier mehr differenziert werden.

Aber auch unabhängig davon gibt es ja Stellen, die so zwischen "wir brauchen eigentlich jemanden, aber eigentlich geht es auch mit den vorhandenen Kapazitäten" stehen. Da fehlen m.E. Anreize, die neue Stelle einfach zu schaffen und mal zu probieren, was dabei raus kommt.


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01.10.2018 um 13:37
kleinundgrün schrieb:Aber auch unabhängig davon gibt es ja Stellen, die so zwischen "wir brauchen eigentlich jemanden, aber eigentlich geht es auch mit den vorhandenen Kapazitäten" stehen. Da fehlen m.E. Anreize, die neue Stelle einfach zu schaffen und mal zu probieren, was dabei raus kommt.
Oh, ja davon spreche ich.

Sonst gebe ich dir bei deinen angeführten Punkten recht.
kleinundgrün schrieb:Bei kleineren oder mittleren Unternehmen ist das durchaus problematisch. es gibt leider nur harte Grenzen, wer 20 Mitarbeiter hat, wird in vielen Punkten behandelt, wie einer der 100.000 Mitarbeiter hat. Nur dass erstere nicht den Luxus hat, dass problematische Fälle einfach in der Masse untergehen.
Wobei Leiharbeiter bei kleinen oder mittelern Firmen bessere Chancen haben übernommen zu werden. Da diese Betriebe eher jemanden langfristig suchen, auf dem man sich verlassen kann. Wenn man da Einsatz zeigt, kann man da übernommen werden.

Aber die andere Sicht ist auch die Ausbeutung, vorallem bei großen Unternehmen. Die Personalpolitik etc.


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23.11.2018 um 12:24
Hallo,

also ich weiss das unser Unternehmen von einem bekannten Bauunternehmen in Deutschland pro Mitarbeiter 32,00 € / Stunde erhält, davon zahlen wir einen Stundenlohn von 12,00 an unseren Mitarbeiter, ebenfalls zahlen wir von den 32,00€ die benötigte Unterkunft auf Montage.

Ich finde es leider auch viel zu wenig und wenn ich mir dann anschaue wieviel Stunden der Ma die Woche schuften geht wird mir übel.


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23.11.2018 um 22:05
jaja^^ die Leihfirmen leben scheinbar besser von der verteilten Arbeit als der Knecht^^


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11.02.2019 um 14:04
Hallo liebe Foristen,

ich selbst habe zur Zeit, zum ersten Mal in meinem Leben, Kontakt zu Zeitarbeitsfirmen. Ende dieser Woche habe ich auch schon einen Termin zur Vertragsunterschrift für eine sehr attraktive Stelle, aber leider eben über eine Zeitarbeitsfirma. Da ich nicht weiß, ob ich deren Namen hier nennen darf, bezeichne ich sie als XXX.

Die betreffende Stelle ist wie gesagt sehr attraktiv für mich und auch die "Einsatzfirma" hat einen sehr sehr guten Eindruck bei mir hinterlassen. Ich selbst bin seit Anfang des Jahres auf Stellensuche und habe mich, trotz meiner persönlichen Abneigung, auch bei einigen Zeitarbeitsfirmen beworben (leider ist mittlerweile auch auf meinem Berufslevel ein Großteil der Stellen "befallen" von Zeitarbeitsfirmen).

Fast alle Erfahrungen mit Zeitarbeitsfirmen waren bisher negativ. Von einfach "schlechtem Stil" bis hin zur Grenze von Lug & Betrug war alles dabei. Bei der Zeitarbeitsfirma XXX war die gesamte "Experience" bisher positiv. Trotzdem habe ich Bauchschmerzen hinsichtlich des Termins Ende der Woche. Bisher wurden Vertragsinhalte kaum besprochen. Ich möchte mich daher bei diesem Termin nicht "übervorteilen" lassen und hoffe, ihr könnt eure Erfahrungen mit mir teilen und mir Hinweise geben, worauf ich besonders achten muss.

Bei einer anderen Zeitarbeitsfirma war es z.B. so, dass ich ein geringeres Bruttogehalt angeboten bekam, dies ja aber "kein Problem wäre", da ich durch Verpflegungs- und Fahrkostengeld ja auf die gewünschte Summe kommen würde. Da dachte ich zunächst auch, "kein Problem". Meine Freundin hat mir dann erklärt, dass ich auf diese Weise bei einer Arbeitslosigkeit aber eben weniger ALG bekommen würde.
Und für eure Erfahrungen hinsichtlich solcher Fallstricke wäre ich sehr dankbar.

Ist es denn eigentlich einwandfrei zulässig, wenn ich bei diesem Termin den Vertrag zur genaueren Prüfung mit nach Hause nehmen möchte, mit der Absicht diesen unterzeichnet (wenn er einwandfrei ist) am nächsten Tag bei der Firma wieder abzugeben? Oder gibt es da irgendwelche Vorschriften was dies seriös verhindern würden?


EDIT: Ich habe in den Bewertungen der betreffenden Zeitarbeitsfirma mehrfach gelesen, dass diese am Anfang sehr seriös gewirkt/gehandelt hätte, sich dann aber (als die Fliege im Netz war) schlagartig das Verhalten geändert hat.


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11.02.2019 um 22:32
outsiderz schrieb:Ist es denn eigentlich einwandfrei zulässig, wenn ich bei diesem Termin den Vertrag zur genaueren Prüfung mit nach Hause nehmen möchte, mit der Absicht diesen unterzeichnet (wenn er einwandfrei ist) am nächsten Tag bei der Firma wieder abzugeben? Oder gibt es da irgendwelche Vorschriften was dies seriös verhindern würden?
Klar ist das möglich. Wenn sie es ablehnen sind die Unseriös.


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12.02.2019 um 01:43
Meine Erfahrung ist schon an die 20 Jahre her, war für mich aber überraschend positiv (Zeitarbeitsfirmen hatten damals z keinen guten Ruf). Ich habe zwei Abschlüsse in völlig unterschiedlichen Berufen. Nach ein paar Jahren wollte ich in meinen ersten Beruf zurück kehren. In diesem habe ich nach dem Abschluss nur drei Monate gearbeitet gehabt, also wirklich viel vorzuweisen hatte ich nicht. Fortbildung in dem Bereich auf der Abendhochschule hatte ich auch erst gerade begonnen, das zählte dementsprechend auch noch nicht. Dennoch bekam ich zwei Angebote, einmal bei einer Fluggesellschaft sowie eine bei einer Zeitarbeitsfirma. Ich habe mich für die Zeitarbeitsfirma entschieden, die Person, welche bei der Fluggesellschaft mein direkter Vorgesetzter geworden wäre (der war im Vorstellungsgespräch dabei) war mir so extrem unsympathisch, ich hielt es nicht für sehr erstrebenswert, so eine Person als direkten Chef zu haben. Daher entschloss ich mich für das augenscheinlich schlechtere Angebot der Zeitarbeitsfirma. Das ging anfangs fast völlig daneben, die Fluggesellschaft hat nach meiner Absage beschlossen, erstmal eine Zeitarbeitskraft einzustellen und so sollte mein erster Einsatz genau auf der Stelle sein, welcher ich eine Absage erteilt habe. Nur bei schlechterer Bezahlung, bei der Fluggesellschaft hätte ich mehr verdient. Ich habe es allerdings bei der Zeitarbeitsfirma angesprochen und gesagt wie es ist und das ich auf keinen Fall zu dieser Fluggesellschaft möchte, ansonsten hätte ich kaum den Job in der Zeitarbeitsfirma vorgezogen. Das wurde respektiert und so bekam ich einen anderen Einsatz. Ich wurde in einem weltweit agierenden Grosskonzern eingesetzt. Innerhalb kürzester Zeit (paar Wochen) hat diese Firma mich fest eingestellt und mir stand alles offen. Hinzu kam das der Konzern die ursprüngliche Firma gerade erst aufgekauft hatte (sie war Konkurs gegangen) und das alte Personal zum größten Teil gekündigt hatte. In diesem Fall mussten die Leute nicht gehen, aber es war lange Zeit unklar, wie und ob überhaupt es mit der konkursen Firma weitergeht so das viele die Abfindung genommen haben und gegangen sind und/oder einen Job in einer Firma mit sicherer Zukunft angenommen haben. Wie gesagt, der Konzern hatte die Firma gerade erst übernommen als ich dort begann, die unsichere Lage dauerte davor schon lange an, so gehörte ich (obwohl selber noch nicht lange da) zum "alten" Personal. Viele meiner Kollegen sind erst nach mir angefangen, in meiner Abteilung sogar alle. Das war definitiv ein Vorteil. Ich hatte das Vertrauen meines direkten Vorgesetzten sowie die des Chefs, in meiner Abteilung war ich wie gesagt am längsten von allen da (sogar der Abteilungsleiter kam nach mir, als ich begann war noch eine Dame vom alten Betrieb dort, die aber nur noch die Übergabe an ihren Nachfolger vorbereitet hat, sie wechselte ebenfalls in eine andere Firma). So kam es, dass ich, obwohl selber noch ganz grün hinter den Ohren, viel Verantwortung vom Anfang an trug. Im Laufe der Jahre (aber recht schnell) konnte ich die Karriereleiter erklimmen. Mit jedem Abschluss von Fort- und Weiterbildungen habe ich besser verdient und meine Position verbessern/ausbauen können. Dafür bin ich allerdings auch jahrelang Vollzeit arbeiten gegangen und habe Abends und am Wochenende zusätzlich die Schulbank gedrückt. Leider zog die Firma ein paar Jahre später in eine andere Stadt (bzw. wurde dort mit einer anderen "Filiale" des Konzerns zusammengelegt). Mein gesundheitlicher Zustand ließ es damals leider nicht zu, ebenfalls umzuziehen. Ich habe mich rundum wohl gefühlt in der Firma und ermöglicht hat mir das die Anstellung in der Zeitarbeitsfirma. Ich habe mit der Zeitarbeitsfirma die Erfahrung gemacht, auf offene Ohren zu stoßen als ich den ersten Einsatz abgelehnt hatte, die Bezahlung war geringer im Vergleich zu einer Festanstellung, aber soooo schlecht war er sie auch nicht. Ansonsten hatte ich mit der Zeitarbeitsfirma nichts weiter zu tun, selbst die Übernahme hat mein Chef mit der Zeitarbeitsfirma ausgemacht nachdem ich der Festeinstellung zugestimmt und den Vertrag unterschrieben hatte. Um Kündigungsfristen etc. brauchte ich mich nicht kümmern, nach Zustimmung meinerseits war ich zum nächsten 1. Angestellte vom Konzern. Die Zeitarbeitsfirma hat mir die Chance geboten, in meinem alten/ersten Beruf wieder Fuß zu fassen obwohl ich schon einige Jahre nicht mehr im kaufmännischen Bereich tätig war und, wie bereits weiter oben erwähnt, über kaum Erfahrung in diesem Bereich verfügte. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Arbeit in einer Zeitarbeitsfirma zu einer Festeinstellung führen kann auch wenn die Voraussetzungen für eine Festeinstellung nicht die besten sind. Ich glaube nicht, dass ich beruflich so schnell so viel erreicht hätte wenn ich anstatt zur Zeitarbeitsfirma zur Fluggesellschaft gegangen wäre. Mehr Alternativen standen mir zum damaligen Zeitpunkt nicht zur Verfügung.


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