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Sind Erbschaften gerecht?

416 Beiträge, Schlüsselwörter: Erbschaften Gerecht

Sind Erbschaften gerecht?

02.08.2014 um 22:13
@Wraithrider
Gleicher Steuersatz und Leistungsvermögen sind nicht das gleiche. Die größte Ungerechtigkeit ist es Menschen gleich zu machen.


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Wraithrider
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Sind Erbschaften gerecht?

02.08.2014 um 22:17
@raitoningu
Die brauchen sich nicht angesprochen fühlen.

@McMurdo
Nö, die größte Ungerechtigkeit ist es, dem einen jedes Jahr 3 Monate zu stehlen und dem anderen 6 Monate. Ich sehe nicht, in wie fern es Gleichmacherei sein soll, beiden nur 3 Monate wegzunehmen. Gleichmacherei ist es, demjenigen der mehr hat mehr wegzunehmen, nur damit er demjenigen der weniger hat gleicher wird.


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02.08.2014 um 22:29
@Wraithrider
In welchem Punkt sind sich dem jemand der am Ende des Jahres 9000 Euro verdient hätte und jemand der am Ende des Jahres dann nur 60000 verdient hat nach abzug der Steuern annähernd gleich gemacht worden?
So wie du argumentierst müssten die Reicheren auch den gleichen Prozentsatz für lebensnotwendige Ausgaben aufwenden müssen, wie Ärmere, damit es gerecht ist.
Sprich dem Armen, der sagen wir 50% seines Einkommens für Essen, Miete, Strom, Gas und Wasser aufbringt,müsste ein Reicher gegenüberstehen der prozentual gesehen auch 50 % seines Einkommens für diese Positionen ausgeben muss.


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02.08.2014 um 22:37
@McMurdo
Was ist denn das jetzt für ein Blödsinn? Das ist doch die Gleichmacherei, die du befürwortest, nicht das was ich will. Warum soll bitte der Reiche für einen Laib Brot mehr bezahlen als der Arme? Das wäre völlig ungerecht. So wie es auch ungerecht ist, dass der Reiche in mehr von seiner Zeit für den Staat arbeiten soll als der Arme.


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02.08.2014 um 22:44
@Wraithrider
Genau, es ist Blödsinn so wie du argumentierst. Du sagst es ja selber es wäre ungerecht das der reiche in Zeit mehr für den Staat arbeitet, wenn du nun konsequent wärst müsstest du natürlich auch sagen , das es ungerecht ist das der Ärmere, in Zeit, mehr für sein Brot arbeiten muss.


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02.08.2014 um 22:57
Ne, es ist Blödsinn wie du argumentierst. Du willst, dass der Reiche einen größeren Anteil dessen was er erarbeitet dem Staat gibt und einen kleineren Anteil für seine eigenen Belange behält. Je härter man arbeitet, je mehr man verdient, desto weniger soll man nach dem was du sagst davon behalten. Wie soll das gerecht sein?


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02.08.2014 um 23:05
Besonders ungerecht sind Strafen im Verkehrswesen. Der S500 Fahrer lacht doch über 120€ Bußgeld, während es dem Geringverdiener richtig wehtut.
Der Geringverdiener, der die Hälfte seines Einkommens opfern muß, um seine Fixkosten zu bezahlen, der muß verhältnismäßig mehr arbeiten, als der, der 4mal so viel verdient.


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02.08.2014 um 23:09
@silberhauch
Ungerecht wäre, wenn der Einkommenslose sich über das Zwanzigstel seines Einkommens als Bußgeld ins Fäustchen lachen und ungestört Gesetze übertreten könnte.
Es ist schon richtig, dass sich die Bußgelder am potentiell durch die Übertretung entstehenden Schaden orientieren und nicht völlig willkürlich am Einkommen oder Vermögen festgemacht werden.


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02.08.2014 um 23:09
@Wraithrider
Nein, ich sage je leistungsfähiger man ist desto mehr Verantwortung trägt man auch in einer Gesellschaft.

Aber ich stelle einfach mal die Gegenfrage, was ist denn gerecht daran das jemand der weniger hat länger für sein Brot arbeiten muss? Das ist ja im Prinzip das was du selbst für absolut ungerecht findest, wenn es dich betrifft.


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02.08.2014 um 23:11
@silberhauch
Sicher, aber wer zu schnell fährt ist eh selbst schuld, da hab ich wenig mitleid.


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02.08.2014 um 23:13
McMurdo schrieb:Nein, ich sage je leistungsfähiger man ist desto mehr Verantwortung trägt man auch in einer Gesellschaft.
So sehe ich das auch. Darum ja prozentuale Steuern. Aber eben bitte für alle gerechter Weise die gleichen Prozente.
McMurdo schrieb:Sicher, aber wer zu schnell fährt ist eh selbst schuld, da hab ich wenig mitleid.
Na dann... am besten gleich Fuß abhacken, weil er ist ja eh selbst schuld?
McMurdo schrieb:Aber ich stelle einfach mal die Gegenfrage, was ist denn gerecht daran das jemand der weniger hat länger für sein Brot arbeiten muss?
Das Brot ist eine Leistung, die ein anderer für ihn erbringt. Es wäre ungerecht, wenn dieser Leistungserbringer nicht bezahlt wird, nur weil der Leistungsbezieher kein Geld hat.


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02.08.2014 um 23:26
Wraithrider schrieb: Das Brot ist eine Leistung, die ein anderer für ihn erbringt. Es wäre ungerecht, wenn dieser Leistungserbringer nicht bezahlt wird, nur weil der Leistungsbezieher kein Geld hat
Von gar nichts bezahlen hab ich doch gar nichts gesagt. ;-)
Wraithrider schrieb: So sehe ich das auch. Darum ja prozentuale Steuern. Aber eben bitte für alle gerechter Weise die gleichen Prozente.
Das sagtest du schon, warum also auch nicht die gleichen Prozente für Lebenshaltungskosten?
Ist doch dann nur konsequent.


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02.08.2014 um 23:29
Erbschaftssteuer ist in den meisten Fällen Diebstahl! Versteuertes Geld, wieder und wieder, nochmals versteuert wird vererbt und nochmals versteuert...Ich nenne das Diebstahl. Wer noch?


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03.08.2014 um 08:00
McMurdo schrieb:Von gar nichts bezahlen hab ich doch gar nichts gesagt.
Sanfte Übertreibung ist ein Mittel der Verdeutlichung. Fakt ist, das Brot zu backen kostet Geld und es wäre nicht gerecht, wenn der Bäcker drauf zahlen müsste für die Gnade, jemandem ein Brot backen zu dürfen.
McMurdo schrieb:Das sagtest du schon, warum also auch nicht die gleichen Prozente für Lebenshaltungskosten?
Ist doch dann nur konsequent.
Weil man damit immer den Leistungserbringer benachteiligt. Sei es der Vermieter oder der Bäcker. In der DDR wurde dann Brot übrigens als Schweinefutter benutzt, weil's billiger war als das eigentliche Schweinefutter.

@schmitz
Meine Stimme hast du.


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03.08.2014 um 08:20
Wraithrider schrieb: Sanfte Übertreibung ist ein Mittel der Verdeutlichung. Fakt ist, das Brot zu backen kostet Geld und es wäre nicht gerecht, wenn der Bäcker drauf zahlen müsste für die Gnade, jemandem ein Brot backen zu dürfen.
Es verdeutlicht nur leider nichts, denn wenn der Reiche eben auch 50 % seines Einkommens für lebensnotwendige Dinge ausgeben müsste, dann zahlt er dem Bäcker ja nicht weniger, sondern mehr. ;-)
Wo müsste der Bäcker also dann drauf zahlen, wenn ihm der Reiche statt 19 Cent 1,90 Euro dafür gibt?


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03.08.2014 um 09:40
Beim Armen müsste der Bäcker drauf zahlen. Daran ändern auch unsinnige Smileys nichts.


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03.08.2014 um 10:58
Wraithrider schrieb:Beim Armen müsste der Bäcker drauf zahlen. Daran ändern auch unsinnige Smileys nichts.
Wieso? das Brötchen für 19 Cent deckt doch heute auch schon seine Kosten. Das Brötchen für 1,90
deckt sie deshalb umso mehr.

Aber ich gebe zu das ist natürlich auch schon höhere Mathematik was hier verlangt wird, um das zu verstehen. ;) Vielleicht hätten deine Eletern mal mehr in Bildung investieren sollen als in Elektronik.
Wraithrider schrieb:Na dann... am besten gleich Fuß abhacken, weil er ist ja eh selbst schuld?
Du hast eine sehr abartige Vorstellung von Strafen.


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03.08.2014 um 13:53
Wenn die Kosten steigen, wird es aber nicht dabei bleiben, dass sie durch 19 Cent gedeckt werden. Eine dermaßen drastische Verteuerung von Lebensmitteln würde sofort an den Kunden, also auch den Bäcker der die Rohmaterialien einkauft, weitergereicht werden. Es läuft immer wieder auf's gleiche raus, diejenigen die die Brötchen unter Tarif bekommen, werden subventioniert. Ist doch in der Medizin mit Privat- und Kassenpatienten genau so. Fragt sich, warum der Bäcker überhaupt noch an die Armen verkaufen sollte, wenn er da drauf zahlt. Naja, vielleicht die Brötchen vom Vortag. Da ist das Gejammer dann aber auch wieder groß.
McMurdo schrieb:Du hast eine sehr abartige Vorstellung von Strafen.
Danke gleichfalls.


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03.08.2014 um 17:03
Wraithrider schrieb:Also doch, um sich um andere kümmern zu können, mussten die eigenen Kinder zurückstecken.
Nein. Wir mussten in ganz bestimmten Bereichen zurückstecken, hatten aber in anderen mehr Freiheit. Zum Beispiel zwei, drei, vier Freunde zu Besuch haben zu können oder gigantische Parties zu feiern (Schätzungen lagen bei 120 Personen), ....... wir hatten darin Möglichkeiten, die Kinder, die in ordentlichen Reihenhäusern oder Bungalows lebten, nicht hatten, einfach weil der Platz fehlte, weil es der Mutter zuviel mit dem Putzen gewesen wäre, weil man Angst um die Einrichtung gehabt hätte, weil die Nachbarn sich beschwert hätten ..............
Wir hatten sehr viele Freiheiten, die andere Kinder nicht hatten, auch wenn sie mehr materielle Mittel zu Verfügung hatten.
Finanziell war es kein Problem, da es die Regelung gab, dass jeder seinen Beitrag in die Haushaltskasse tut (ein paar Mark am Tag), bei den Parties brachte sowieso jeder was mit, und danach wurde gemeinsam Klarschiff gemacht.

Die Sache mit den Gästen war also "kostenneutral", deshalb gab es keine Abstriche für uns Kinder.

Wir kannten auch Neid ... Neid auf unsere Freiheit, auf den Platz, auf den riesigen Garten und die Tiere, auf die selbst genähten Kleider, u.s.w.. Es wird immer jemanden geben, der neidisch auf etwas ist, was er nicht hat oder kann, auch wenn er objektiv mehr hat.
Wraithrider schrieb:Warum tust du dann so, als wäre Bedingung für Glück, arm zu sein?
Habe ich nicht, mit keinem Satz.
Ich antworte nur auf Deine These, dass man mit mehr materiellen Mitteln mehr Möglichkeiten hätte, ein guter (und glücklicher) Mensch zu werden.
Die Antwort ist: Es liegt nicht an den materiellen Voraussetzungen, ob man ein guter und glücklicher Mensch wird. Dafür habe ich Dir einige Beispiele genannt.


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03.08.2014 um 17:04
Wraithrider schrieb:...weil es den alltäglichen Äußerungen derjenigen die weniger haben widerspricht. Wer nicht neidisch ist, der mosert nicht ständig darüber rum, dass andere ach so ungerechtfertigt mehr haben.
Unzulässige Verallgemeinerung.
Du solltest Dir vielleicht anderen Umgang zulegen, wenn das für Dich ein Problem ist.
Vielleicht hätten Deine Eltern Dich lieber auf eine Schule schicken sollen, auf die nicht so viele "arme" Kinder gingen ... ein gutes Internat, auf dem man unter Seinesgleichen ist ... aber vielleicht hättest Du da das Problem gehabt, dass andere noch viel mehr besitzen, noch viel mehr Möglichkeiten haben, sich eine noch teurere Bildung leisten können. Plus den Hubschrauber zur Fischbude.

Gemosert wird, weil zu beobachten ist, dass der eine Teil der Gesellschaft immer wohlhabender wird und immer grössere Vermögen aufbaut, und der sehr viel grössere Teil der Gesellschaft keine Einkommenssteigerungen in auch nur annähernder Weise zu verzeichnen hat, andere sogar weniger verdienen als noch vor Jahren, wenn man die Preisentwicklung einbezieht.
Gemosert wird, weil durch Immobilienspekulationen eine Einzimmerwohnung selbst in Neukölln im Hinterhof für einen Studenten unerschwinglich wird ... obwohl daran seit den 80er Jahren nichts saniert wurde. Dafür macht irgend jemand mit den Immobilien eine schnelle Mark.
Gekauft werden die Häuser und Wohnungen von Anlegern, die weit über den ortsüblichen Preisen zahlen (und damit den Markt anheizen), weil es ihnen vollkommen egal ist, ob sie das Geld in Berlin, Paris oder München anlegen, in den anderen Städten aber kaum noch was auf dem Markt ist, was irgendwie zu finanzieren wäre.
Und dann wird "entmietet" ... oft genug mit üblen, auch illegalen Mitteln.
Oder auch mit legalen:
Läden und Bars, Kneipen und Musikklubs, die seit Jahren existierten und einen Kiez überhaupt erst interessant für die Immobilienhändler machten, bekommen vom neuen Immobilienbesitzer bei nächster Gelegenheit eine Mieterhöhung um das x-fache, die alle Gewinne auffrisst. Egal ... gibt immer einen Videoverleih, einen Asia-Imbiss, eine Ladenkette, die sich auf Mondpreise einlassen. Oder der Laden steht halt ein paar Jahre leer. Macht nichts, kann ja abgeschrieben werden.
(Man kann das Warten auf die Beendigung eines befristeten Mietvertages auch abkürzen, indem man jemanden wegen Lärmbelästigung klagen lässt.)
Ob der Ladenbesitzer dadurch pleite geht, weil er nicht genug auf der hohen Kante hat um einen Neuanfang an anderer Stelle zu finanzieren, kümmert niemanden. Auch nicht die Arbeitsplätze, die verloren gehen.
Auch egal, wenn 4 Gemüseläden im Kiez schliessen müssen und man Gemüse nur noch beim Supermarkt für weitaus höhere Preise bekommt. Und einen viel weiteren Weg hat.

Kurz: Es wird im Alltag eine Ohnmacht gegenüber dieser Entwicklung empfunden, und eine eindeutige Ungerechtigkeit verzeichnet. Da kommt man schnell (gerade bei Immobilien) auf ein "Eigentum verpflichtet" und wünscht sich eine gesetzliche Regelung, die verhindert, dass für zweistellige Renditen Weniger so viele Andere Nachteile in Kauf nehmen müssen.

Würden sich mehr Vermieter so gerecht zeigen, wie meiner es bisher tut, hätte man die Probleme nicht.
Würde nicht ausschliesslich das schnelle Geld den Immobilienmarkt beherrschen, würde es weniger Ungerechtigkeit und auch weniger Missgunst geben.

Dies nur als ein Beispiel, das Mietern und Wohnungsinteressenten in Berlin tagtäglich begegnet.


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