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Transsexuell/Bi/Schwul und Co. - Ein Aufmerksamkeitshype?

Transsexuell/Bi/Schwul und Co. - Ein Aufmerksamkeitshype?

11.11.2016 um 05:01
Mir ist es relativ was die Sexualität eines Menschen ist. Ich habe keine Befugnis darüber zu urteilen und tue es auch nicht. So lange mir keiner seine Liebe aufzwingt oder mich damit belästigt, soll er / sie machen was er für richtig hält.


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11.11.2016 um 08:42
@CoveredFront
das ist sicherlich auch eine Seite der Homosexualität, aber eben nicht die Einzige. Es gibt viele Paare, die seit langen Jahren zusammen sind, es gibt viele, die das nicht schaffen. Wie bei Heterosexuellen auch. Hinzu kommt, dass man nicht ausschliesslich in der schwulen Szene verkehren muss und dies auch nicht jeder macht. Es geht auch nicht jedem Homosexuellen nur ums Äussere oder um Sex, zumindest nicht mehr, als anderen Heterosexuellen auch. Wozu gibt es Bordelle, SM Studios etc? Na weil da Menschen ihre Sexualität ausleben. Wozu Schönheitsops, MakeUp etc., das gibt es ja nun nicht extra für Homosexuelle. Ich finde Deine Sicht sehr einseitig, aber Du berichtest ja auch nicht objektiv, sondern subjektiv, von daher ist das völlig verständlich, wenn es auch einige Aussagen gibt, die ich nicht nachvollziehen kann und die auch nicht stimmen. Man wird zum Beispiel nicht im Laufe der Zeit homosexuell.
Ich finde Deine Aussagen insgesamt zu verallgemeinernd und deshalb auch ein Stück weit gefährlich, ehrlich gesagt. Denn damit verfestigst/bestätigst Du ein stereotypes Bild einer ganzen Gruppe von Menschen.


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11.11.2016 um 09:16
Dafür, dass ich mich nun klareren Geistes erneut erdreiste, die schwule Kultur, insbesondere die Subkultur der Schwulenszene, als Unkultur zu bezeichnen, sind meine eigene Homosexualität und Kenntnis der Szene wohl die einzige Rechtfertigung. Hiermit möchte ich aufzeigen, dass einige der von @CoveredFront beklagten Zustände in meinen Augen unter anderem auf das Folgende zurückzuführen wären:

Ich erachte es als ein recht junges Phänomen, dass eine pervertierte Form der Weiblichkeit (im Folgenden daher vornehmlich „weibisch“) Eingang in das Schwulsein gefunden hat, das im eigentlichen Sinne von reiner Männerkultur geprägt war. „Tunten“ und das allgemein sich uns bietende Bild auf LGBT-Paraden sind Beweis dieses auch vom Feminismus vorangetriebenen weibischen oder effeminierten Gehabes, das ich ursprünglich nicht als Teil des schwulen Wesens sehe, von dem nun mancher behaupten mag, mit zunehmender Akzeptanz komme nun eben zum Vorscheine, was vorher im Verborgenen geblieben sei. Dem entgegne ich mit der Beobachtung, dass viele sich weibisch und verweichlicht verhaltende Schwule nunmehr von demselben Verhalten Abstand nehmen, da sie es für sich als erworben und unauthentisch erkannt haben. Dass die Rückkehr des Männlichen, zu dem das Knabenhafte („Twinks, Boys“ usw.) gleichermaßen wie das Bullige („Bears, Dads“ usw.) gehören, und damit die Austreibung dieses schlechten Abklatsches weiblichen Wesens in der Schwulenwelt erwünscht ist, offenbart auch der Blick in schwule Datingseiten und einschlägige Blogs, welche da von „heteroliken“ (sich männlich wie heterosexuelle Männer gebenden) Männern schwärmen.

Es besteht also die Hoffnung auf einen Wandel innerhalb der Schwulenkultur selbst, der dem von CoveredFront Beklagten teilweise Einhalt gebieten könnte, also der Heuchelei und unerträglichen Oberflächlichkeit in diesen Kreisen. Damit wären auch die Zeiten vorbei, in denen sich selbst entwürdigende Männer mit beschriebenem Verhalten von Frauen als sprechendes Chihuahua-Accessoire zum Einkaufsbummel ausgeführen lassen. Bemerken möchte ich hierzu, dass hier keine Rede vom Weiblichen in der erotischen Mann-zu-Mann-Beziehung im Gemach ist, wo das Annehmen der weiblichen Rolle seit jeher zum Liebesspiel gehören muss, die im heterosexuellen Verhältnis zumeist natürlichweise der Frau zufällt, sondern stets vom beschriebenen Verhalten als Teil des Schwulen innerhalb sowie außerhalb der Szene. Daher – und nun könnte mir ein Moderator auf die Finger schlagen – betrachte ich das Unverständnis gegenüber dieser Kultur und daher sogar die Diskriminierung gegen Schwule in ihrer strengen Definition zum Teil als selbstverschuldet. An dieser Stelle widerspreche ich auch CoveredFront, wenn er schreibt, Schwule möchten unter Heterosexuellen bloß nicht auffallen. Es ist hier meines Erachtens ein bisschen wie mit dem Klischee von den Veganern, die einem ihre umstrittenen Essgewohnheiten unter die Nase reiben: „How do you know if someone is vegan? – They will tell you.“

Die angeprangerte sexuelle Freizügigkeit (Promiskuität) schwuler Männer sehe ich schlichtweg in der Natur des Mannes begründet. Innerhalb der romantisch-erotischen Mann-zu-Mann-Beziehung hält sich zwar noch dieses (eigentlich nicht) Weibliche, die Frau als mäßigende Instanz hat jedoch schon immer gefehlt, womit dem männlichen Begehren kaum mehr etwas im Wege steht. Dies macht zwar, wie von CoveredFront beschrieben, aus fester rascher eine offene Partnerschaft, wenn sie nicht gänzlich in die Brüche geht, ist zugleich aber auch einer der wenigen sehr ehrlichen Aspekte in diesem Zusammenhang, weshalb ich mich die Promiskuität zu kritisieren verwehre.

@Interested und @CarlosP

Geht Ihr mit @Flatterwesen vielleicht nicht etwas hart zu Gericht?


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Flatterwesen
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11.11.2016 um 09:28
@Subtilitas
Subtilitas schrieb:Ich erachte es als ein recht junges Phänomen, dass eine pervertierte Form der Weiblichkeit (im Folgenden daher vornehmlich „weibisch“) Eingang in das Schwulsein gefunden hat, das im eigentlichen Sinne von reiner Männerkultur geprägt war. „Tunten“ und das allgemein sich uns bietende Bild auf LGBT-Paraden sind Beweis dieses auch vom Feminismus vorangetriebenen weibischen oder effeminierten Gehabes, das ich ursprünglich nicht als Teil des schwulen Wesens sehe, von dem nun mancher behaupten mag, mit zunehmender Akzeptanz komme nun eben zum Vorscheine, was vorher im Verborgenen geblieben sei. Dem entgegne ich mit der Beobachtung, dass viele sich weibisch und verweichlicht verhaltende Schwule nunmehr von demselben Verhalten Abstand nehmen, da sie es für sich als erworben und unauthentisch erkannt haben. Dass die Rückkehr des Männlichen, zu dem das Knabenhafte („Twinks, Boys“ usw.) gleichermaßen wie das Bullige („Bears, Dads“ usw.) gehören, und damit die Austreibung dieses schlechten Abklatsches weiblichen Wesens in der Schwulenwelt erwünscht ist, offenbart auch der Blick in schwule Datingseiten und einschlägige Blogs, welche da von „heteroliken“ (sich männlich wie heterosexuelle Männer gebenden) Männern schwärmen.
Ich würde mal sagen das man zwischen Homosexuellen und der Homosexuellenszene, zweiteres sowohl in seiner weibichen wie in seiner übertrieben männlichen Darstellung ist doch eher etwas Sunkulturelles. Der Grossteil der Queeren Leute sind ganz normale Menschen. Intressant allerdings das es ein ähnliches Phänomen in der Lesbenszene ähnliche Sunkulturen, die ganzen Mannsweiber auf der einen Seite, auf der anderen Seite diese Mädchenclique Lesben mit ihren Weiblichkeitskult. Aber das sind allgemein auch nur eine Minderheit, wie bei den schwulen auch.


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11.11.2016 um 10:03
Wie bei Heten, so gibt es auch bei Homosexuellen alle Facetten von "Rollenklischees". Ob Butch oder Femme, ob Bear oder Transe. Also lauter langweilige Otto/Ottiloie Normalbürger wie Du und ich.

Darüber hinaus stelle ich fest, dass es um Heten einen wesentlich grösseren Aufmerksamkeitshype gibt. Wohin man schaut, Zeitschriftenregal, TV, Strassenszenen - überall (fast) nur Heten!


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11.11.2016 um 10:20
@Doors

Könnte manchmal den eindrück bekommen du versuchst krampfhaft jung zu bleiben
Vielleicht bilde ich es mir ein das ich dich manchmal anstrengend finde zu lesen.

Ist doch schön sich als Hetro freuen zu können das es noch auswahl gibt oder nicht?

Oder ist diese freude nicht mehr gerne gesehen ;-)

Ein grund mehr die toiletten so beizubehalten weil es nun mal eine mehrheit gibt oder nicht?

Denke nun mal an höffliche Männer/Frauen, wovon ich hoffe es gibt sie hin und wieder doch.
Und man weiß um schwäche bei ältere menschen was die Blase betrifft oder so.

Dann kann Mann/ Frau ganz schön pech haben an die toilettentür :D


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11.11.2016 um 13:12
@waterfalletje3

Ähhh..

Ja. Ja, ja!


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11.11.2016 um 13:25
@waterfalletje3
Sorry, ohne dich angreifen zu wollen, aber meist bekomme ich den Eindruck, daß du nicht verstehst, was ein anderer damit sagen will. Du bist Holländerin, das weiß ich und ich bemängele auch nicht deine Rechtschreibung, das ist in diesem Fall egal. Aber es scheint so, als hättest du null Textverständnis und deine Antworten sind weit am Thema, oder auf den Post, auf den du dich beziehst, vorbei. Also ich und ich denke auch andere, verstehen echt oft nicht, was du meinst. Jetzt soeben: was willst du damit sagen und was hat deine Antwort damit zu tun???


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11.11.2016 um 13:42
Na ja, für seine sexuelle Orientierung kann keiner was. Wenn man das eigene Geschlecht bevorliebt, ist es halt so. Deswegen auf die Strasse zu gehen verstehe ich nicht so ganz.

Als Hetero steht mir auch nicht die Welt offen.
Na, ich sehe es wie Friedrich der Große :"Jeder soll nach seiner Façon selig werden"


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11.11.2016 um 14:36
@ackey


Danke vor dein höfflichen Tonfall, geht doch :)

Ich diskutiere eher die Toilettenfrage. Und was dabei rum kommen kann!


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11.11.2016 um 14:43
@waterfalletje3
Gerne! Ich wollte dir nur vermitteln, wie andere und auch ich deinen Text oft nicht verstehen. Das sollte auch nicht böse gemeint sein. Aber deine Antworten passen oftmals nicht zu dem vorher geschriebenen Text, oder zum Thema. So, jetzt genug off topic und diskutiert weiter zum Thema.
Aber das:
waterfalletje3 schrieb:Ich diskutiere eher die Toilettenfrage
:D ok - ich bin schon weg. :Y:


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CoveredFront
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11.11.2016 um 14:55
Gerne möchte ich noch etwas zu diesem Thema sagen, dass ich ja irgendwie wieder ins Rollen gebracht habe. Ist auch der letzte Beitrag von mir über dieses Thema in diesem Thread.

Ich bin jetzt schon seit 8 Jahren in diesem Homo-Ding drin. Ich will es nicht unbedingt Szene nennen, weil ja irgendwie alles, was mit Homosexualität zu tun hat, irgendwo eine "Szene" ist. Nur die allerwenigsten geben es zu. Es hat mit einem Chat angefangen. Ich habe einen jungen Mann kennengelernt, wir kamen zusammen, war aber nur so sowas wie "Probieren". Erste Schritte. Emotionale Achterbahn. Auch meine zweite Beziehung war ein Experiment. Nichts Ernstes.
Ich war damals furchtbar schüchtern, zurückgezogen und ein klassisches "Opfer". Mit mir hat man nicht so gern geredet, vielleicht irgendwo gemocht, aber eben ein Außenseiter.

Mein Leben hat sich verändert, als ich mich spontan bei Gay-Romeo angemeldet habe. Das ist ein ganz bekannter Chatroom nur für Schwule. Ein Chat, wo es eigentlich keine Regeln gibt, keine Hemmungen, keine Moderatoren. Du kannst deine Orientierung ausleben, wie du möchtest. Ich wusste damals nicht, dass das auch irgendwo eine Eintrittskarte in einen ewigen Teufelskreis sein würde. Als ich mich angemeldet habe, ganz naiv wie ich war, und auch ein nettes Bild hochgeladen habe, war ich erstmal ernstaunt. Innerhalb von 2 Stunden hatte ich 90 Emails von mehr oder weniger willigen Männern. Es war wirklich alles dabei. 18 Jährige, 70 Jährige, Freier, Familienväter, Singles, Türken, Araber, Chinesen, Interessierte, Quickies, einfach alles. Und das war so der Schlüsselmoment: DIE Aufmerksamkeit, die einem jahrelang fehlte, war auf einmal da! Es steigerte sich immer von Tag zu Tag. Man nannte mich "Frischfleisch", "Geile Sau", hat mir sogar beträchtliche Summen angeboten, um sexuelle Dienstleistungen anzubieten, es gab auch welche, die mit dieser Ich-kenn-dich-Schiene gekommen sind. Es gab Eifersüchtige, die mir gedroht haben, mein Bild an sämltichen Bahnhöfen aufzuhängen, weil ich mich "für etwas Besseres halte", obwohl ich diese Personen gar nicht kannte. Ich war noch in einer Illusion gefangen. Endlich schien ich das gefunden zu haben, was ich gesucht habe: einen Ort, wo ich schwul sein konnte, wo ich aus dem Käfig rauskonnte, wo ich meine Meinung sagen konnte, wo es eine Gruppe gab, die mir zuhörte und die immer schön "Ja, du bist schön", "Ja, du bist geil", sagte. Es war eine ganz neue Erfahrung.

Ich blieb in diesem Chat lange Zeit, und merkte nicht, wie es mich veränderte. Auf einmal nahm man die Sprache an, die in diesen Kreise verwendet wurde: "Heterolike", "Daddy", "TG (Taschengeld)", "faker". Ich wurde immer anspruchsvoller, immer oberflächlicher. Ich habe mir nun immer nur Leute ausgesucht, die NUR in MEIN Schema gepasst haben, habe viele Leute herabwürdigend behandelt, beleidigt, habe so getan, als ob ich etwas Besseres sein als die anderen. Ich bin doch "geil". Das waren echt schlimme Zeiten. Ich merkte, dass ich immer aggressiver wurde. Im Alltag. Ich habe angefangen, gegenüber meinen Eltern schneller aufbrausend zu sein. Ich wurde zunehmend respektloser. Zeigte kaum Hemmungen, und das, obwohl wir Moslems sind und bei uns Respekt sehr groß geschrieben wird. Man hat mir immer wieder gesagt, auf meinen Bilder sähe ich "unnahbar" aus. Jemand, an dem man nicht rankommt, der viel zu weit entfernt ist, jemand, der auch nicht an sich rankommen lassen möchte. Ja, das stimmte auch. Ich find Konverstationen mit Schwulen an, und brach sie ab, sobald jemand ein falsches Wort gesagt hat. Keine Ahnung, ein Milimeter zu klein, zu dunkel, zu doof, zu langweilig. Ich war einfach auf einem Level angekommen, wo es immer schwieriger wurde, etwas Passendes zu finden. Ich weinte immer, weil ich alleine war, obwohl ich Aufmerksamkeit bekam. Das ging Jahre so.
Dann habe ich mich abgemeldet. Ich habe den Stecker rausgezogen. Schluss mit dem Quatsch. Werd normal. Ich habe halt auch gemerkt, dass man auch immer schwuler wurde, je mehr man sich mit diesen Dingen beschäftigte. Gay-Partys, Gay-Saunas, Schwule Konakte. Überall und alles nur schwul. Nichts Erwachsenes, nichts Männliches. Es ist völlig normal, dass ein Mann ein Kussmund macht. Das kannste in der Öffentlichkeit nicht bringen, aber wenn man die Realität verliert, dann wirds eng.

Nee, so wollte ich das nicht. Habe mich abgemeldet, habe dann aber gemerkt: Shit. Jetzt ist niemand mehr da. Dann wieder angemeldet, abgemeldet, angemeldet, abgemeldet. Ein Teufelskreis. Ich merkte, dass man sich zunehmend von mir abwandte. Keiner interessierte sich mehr für mich. Das wurde alles noch schlimmer. Man stand dann vor dem Spiegel und dachte sich: Mann, warum bist du so hässlich? Warum interessiert sich keiner für dich? Ich war und bin aber hübsch, und nicht hässlich. Dann fing es an: ständig zum Friseur, immer perfekte Klamotten, immer perfekt aussehen wollen, niemals 100 % zufrieden sein, kaum Selbstbewusstsein und wenn, dann nur über das Aussehen. Irgendwann habe ich angefangen, meine Augenringe zu schminken, weil ich mir hässlich vorkam. Wie bescheuert. Irgendwann habe ich nur noch 2 Hosen von 20 angezogen, weil die etwas enger waren. Ich war einfach irgendwann an dem Punkt angekommen, wo ich gesagt habe: nee, das hat keinen Sinn. Du kannst mit den anderern nicht mithalten. Du bist einfach zu hässlich. Beziehungen hielten sich in Grenzen, alle anderen schienen so glücklich zu sein, und du hockst nur herum und vesucht krampfthaft irgendjemanden zu finden, der dir passt. S...-Dates stiegen. Nur um das Selbstwertgefühl zu erhöhen. Irgendwann wollte man das auch nicht mehr. Schlimme Zeiten. Du stehst irgendwann da und denkst dir: Mist, ich habe verloren! Ich habe alles falsch gemacht. du wolltest nur einen partner finden, hast aber zutiefst verletzt, hast morddrohungen bekommen, drohungen, dass man dich verpetzt... Was bist du nur geworden? Voll das Monster!

Als ich mein mein Studium angefangen habe, vor knapp einem Jahr, hat alles zum Glück aufgehört. Ich habe gemerkt, dass ich es bin, der sich selbst ins Aus geschossen hat. Die Anderen sehen nicht besser aus, man kommt einfach selbst nicht mehr mit sich zu recht. Es gibt so viele Mesnchen, die zu mir gesagt haben, dass ich doch sehr schön bin, was ich denn habe, aber man will es einfah nicht wahrhaben. Man denkt, man muss gut aussehen, um dazuzugehören. Ich bin froh, dass das alles vorbei ist. ich führe jetzt ein normales leben und bin nicht mehr in GayRomeo angemeldet. Es gibt dort Leute, die geistern seit fast 20 Jahren (!) herum und bleiben hängen. Stehen an irgendwelchen Kabinen in Gay Saunas und hoffen, dass irgendjemand auch nur einen Hauch von Interesse zeigt. Ich hab einen Mann mal dort gesehen, der hat sich in eine Ecke verkrochen und saß dort im Dunkeln 4 Stunden lang, weinen, weil sie alleine sind und alt. Wie ein Penner. Richtig krass sowas und man selbst sieht gut aus und die rennen dir alle hinterher.

Seit meinem Studium habe ich eben andere Gedanken als das alles vorher. Die Anmeldung und diese ganzen Erlebnisse waren ein Fluch und ein Segen. Ein Segen deshalb, weil es mich auch positiv verändert hat. Ich bin viel mehre aus mir rausgekommen habe mich selbst gefunden, ich weiß wer ich bin, ich wusste das jahrelang nicht. ich traue mich meine meinung zu sagen und habe auch kaum hemmungen wenn es um dieses thema geht. ich bin kaum schüchtern und rede gerne über dieses thema. ich habe viele freunde gefunden hier in der neuen stadt, obwohl ich mich ganz alleine hier eingelebt habe. ein Fluch deshalb wie zuvor beschrieben. Es hinterlässt auch spuren. aber ich gehe gut damit um.

PS: Nein ich habe kein AIDS, ich bin auch kein Escort und ich bin nicht promiskuitiv.

So, und damit verabschiede ich mich nun!
Vielen Dank fürs lesen!


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11.11.2016 um 15:02
@ackey

Du darfts jeder zeit nachfragen, (immer wieder schön wie du 'andere' mit einbeziehst :)

Ich hätte schreibe sollen an EINEN Toilettentür, und auf einmal 20 leute davor. Männlein wie Weiblein.
Danke vor dein Hinweis. Ich weiß ich muss aufpassen. Manchmal sind die gedanken schneller wie mein finger hier.

Brauche hierin aufmerksamkeit, was dabei passieren kann.


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11.11.2016 um 15:08
@CoveredFront

Vielen, vielen Dank für Deine aufrichtige Nacherzählung, welche manche Abgründe des nach außen hin so hippen Schwulseins unverblümt darstellt. Vieles erlebte ich selbst und kann es nur bestätigen. Jungen Schwulen kann dies eine Warnung sein. Erneut möchte ich Dir alles Gute wünschen.

@waterfalletje3

Deine Beiträge betreffen allesamt nicht das Thema. Du wirst daher gebeten, Dich jedes weiteren Kommentars, der am Thema vorbeigeht, zu enthalten. Bitte schreib hierzu nichts mehr. Danke.


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11.11.2016 um 17:35
@Subtilitas
@CoveredFront
das erinnert mich irgendwie an das, was eine "Tunte" hier beschreibt
http://www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/selbsthass-unter-schwulen-die-ungeliebte-tunte/12012448.html
Selbsthass unter Schwulen
Die ungeliebte Tunte

"Hetero-like" als Güte-Siegel: Der vermeintlich normale, heterosexuelle Mann ist auch für viele Schwule ein Idealbild. Dagegen lehnen sie Tunten vehement ab. Was steckt hinter dieser Abgrenzung? PATSY L'AMOUR LALOVE
@CoveredFront
warum sollte hier jemand denken, Du hättest AIDS, seist promiskuitiv oder ein Escort :ask: sind das die Klischees, in denen Du denkst?


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11.11.2016 um 18:05
@Tussinelda
Tussinelda schrieb:das erinnert mich irgendwie an das, was eine "Tunte" hier beschreibt
Und wie bewertest Du es? Wie ich bereits beschrieben habe, dürfte es nicht wundernehmen, dass sich tuntiges Verhalten wenig Beliebtheit erfreut, ist es doch ein Mann und damit seine männlichen Attribute, die ein schwuler Mann begehrt, und weniger der schlechte Abklatsch einer Frau, wenn mir der ungeschlachte Ausdruck erlaubt sei. Auch ich fand mich in der Situation wieder, wo ich zu der Erkenntnis kam, dass mein verweichlichtes, weibisches Gehabe mir in Wirklichkeit nicht entsprach, und so nahm ich eine umfassende Änderung vor. Schwule sind heutzutage zum größten Teile selber ihres eigenen Unglückes Urheber, nicht etwa die „böse, böse Gesellschaft“, welche ebensolchen Selbsthass pflegt.
Tussinelda schrieb:sind das die Klischees, in denen Du denkst?
Es ist unbestritten, dass schwule Männer zu höherer Promiskuität neigen, welche an der stärkeren Verbreitung des HI-Virus unter denselben teilhat. Es handelt sich hier also um kein Klischee, denn jeder Mann, welcher mit einem anderen Mann jemals Sex hatte, ist daher in Deutschland und Österreich vom Blutspenden ausgeschlossen, da er somit einer Risikogruppe angehört. Dies kannst Du etwa auf der Webseite des Roten Kreuzes nachlesen. Einen Ansatz dafür, warum schwule Männer eher zu sexueller Freizügigkeit neigen, habe ich oben angeführt:
Subtilitas schrieb:Die angeprangerte sexuelle Freizügigkeit (Promiskuität) schwuler Männer sehe ich schlichtweg in der Natur des Mannes begründet. Innerhalb der romantisch-erotischen Mann-zu-Mann-Beziehung hält sich zwar noch dieses (eigentlich nicht) Weibliche, die Frau als mäßigende Instanz hat jedoch schon immer gefehlt, womit dem männlichen Begehren kaum mehr etwas im Wege steht.
Warum @CoveredFront die Notwendigkeit sah klarzustellen, dass er kein Escort sei, ist mir allerdings ebenso schleierhaft.


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11.11.2016 um 19:45
@Subtilitas
geht es nicht eher um Praktiken als um Promiskuität? Und das Verbot ist ja auch nicht grundlos umstritten, da ist man wohl etwas in den 80igern hängen geblieben, denn es gibt durchaus Menschen aller Orientierungen, die promiskuitiv sind und/oder risikoreichere Praktiken anwenden. Aber darum geht es mir nicht. Warum man es für nötig hält, vorsorglich schon mal zu erwähnen, kein AIDS zu haben, finde ich befremdlich. Es wäre auch nicht nötig zu sagen, dass man AIDS hat. Wozu?


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11.11.2016 um 20:07
@Tussinelda

Du sprichst von Analverkehr. Der kommt unter Schwulen bekanntlich und unbestreitbar weitaus öfter vor als unter Heterosexuellen, damit erhöht sich auch das HIV-Risiko erheblich. Die höhere Promiskuität treibt das Risiko nochmal hinauf. Männer, welche Sex mit Männern haben (sogenannte MSM), sind daher nicht ohne Grund als Risikogruppe einzustufen. Hängen geblieben ist man hier nirgendwo. Und ehe Du mit Kondomen aufwartest: Kein verantwortungsvoller Arzt kann sich allen Ernstes darauf verlassen, dass ein schwuler Spender auch tatsächlich immer Safer Sex betrieben hat. Ich denke, liebe Tussinelda, dass auch Du allerhöchste Sicherheit und Qualität gewährleistet bekommen möchtest, wenn man Dir Blut verabreicht.
Tussinelda schrieb:Warum man es für nötig hält, vorsorglich schon mal zu erwähnen, kein AIDS zu haben, finde ich befremdlich.
Nun, die Antwort kenne auch ich nicht, doch ihm gleich billiges Klischeedenken vorzuwerfen, wie Du es tatest, ist ebenso unnötig. Des Weiteren habe ich Dir jedoch gezeigt, dass diesen Klischees (HIV-Risiko und Promiskuität) ein beträchtlicher Wahrheitsgehalt zukommt. In diesem Falle ist es also wieder einmal durchaus sinnvoll, dieses Klischee zu haben, da es untermauert ist. Wir alle, auch Du, denken in dem Maße in Klischees, als sie zutreffend sind. Dies wirst Du nun zu leugnen suchen, aber da wir abschweifen, lass uns doch an dieser Stelle aufhören. Die PN-Funktion steht Dir ansonsten offen.


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11.11.2016 um 20:23
@Subtilitas
ich muss mich eigentlich bei jedem Spender darauf verlassen, das der Fragebogen ehrlich beantwortet wird.....wer das nicht tut, egal welche Orientierung, ist somit ein Risiko. Und das sind eben nicht nur Homosexuelle, wie ich schon sagte, dass Verbot ist äusserst umstritten und es wird darüber nachgedacht, es zu kippen. Ist ja auch nicht überall so geregelt. In manchen Ländern gibt es die Abstinenzregel, soll ja auch in der Schweiz kommen, als Übergangsregel......

wie ich den Artikel bewerte? Ich finde es sowieso fraglich, in typisch männlich und typisch weibliches Verhalten zu unterteilen. Jeder soll so sein und sich so geben können, wie er will, ohne entsprechend als nicht männlich/weiblich genug oder zu weiblich/männlich zu gelten alles natürlich sowieso nur daran orientiert, was wir als männlich und weiblich festlegen


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11.11.2016 um 20:52
@Tussinelda

Je mehr identifizierte Risikogruppen (was Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), nun einmal sind) von der Blutspende ausgeschlossen werden, desto sicherer wird das Blut. Wir können daher froh sein, dass in Deutschland und Österreich besonders strenge Kriterien zur Anwendung kommen. Dass Du nicht müde wirst zu relativieren und Dich trotzigst weigerst, schwule Männer als eine besondere Risikogruppe anzuerkennen, fügt sich wunderbar in die Ideologie, aus deren ob ihrer unerschöpflichen Phantasie schier dem einfachen Geiste unbegreiflichen Weiten Du im nächsten Absatz wieder einmal geschöpft hast. Diese veraltete Einteilung in Männliches und Weibliches trägt auch die Schuld daran, dass diese schwulen Männer sich nun auf die sogenannten Tunten nicht einzulassen gewillt sind, weil sie der überholten Annahme aufsitzen, dass im Objekt ihrer Begierde, dem Manne, am ehesten alle begehrten männlichen Attribute vereint wären. Sexistisch ist es, dass sie sich nicht der Tunte an den Hals werfen, weil sie, wenn sie es nur ausspräche, als so männlich genug gölte, wie sie es definierte. Kein anderer hat sich zu erdreisten, sie als zu Weibisch zu betiteln.

Untröstlich vor Betrübnis bin ich auch oft, weil mich meine lesbische Nachbarin nicht anlachen möchte, obwohl ich ihr mehrmals kundtat, dass ich, trotz Bartes und Gliedes, als weiblich zu gelten hätte, wenn ich mich so sähe. Voll Stolzes eröffnete ich ihr, dass nichts und niemand mich als zu weiblich oder zu männlich abstempeln könnte, oder überhaupt als etwas! Als sie erwiderte, dass ich doch zu männlich wäre, wurde mir erneut bewusst, in welch rückwärstgerichteten, sexistischen Zeiten wir zu leben doch verdammt sind.

:palm:


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