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Mein Freund und seine Familie

144 Beiträge, Schlüsselwörter: Religion, Familie, Türkei, Freund, Mentalität

Mein Freund und seine Familie

06.09.2016 um 22:18
@Vincent
Den Schnitzer darfst Du gern selbst verewigen. :D

Es kommt darauf an, was man als Grundüberzeugung betrachtet:
1.
"Ich darf nicht töten"
"Ich darf nicht klauen"
"Ich soll andere und deren Freiheit respektieren/meinen Nächsten lieben"
"..."

Oder auch:
2.
"Mein Gott heißt Allah und ist der gleiche wie Gott und Jahwe"
"Mein Gott ist Gott und Jahwe"
"Mein Gott ist Jahwe"
"Mein Gott ist sehr viele Götter, die das Prinzip "Gott", "Jahwe", "Allah" und "Nudelsieb" in sich vereinen"
"..."

Oder:
3.
"Gott muss a) heißen, ich muss b) nicht nur selbst durchführen sondern von allen verlangen, ich darf c) nicht tun und darf es auch niemandem sonst erlauben und wer a) b) und c) nicht folgt, dessen Leben ist nichts wert"

Und so weiter.
1. Die grundsätzlichen Gebote und Verbote ähneln sich in den meisten Religionen, denn sie bestimmen das soziale Zusammenleben fortgeschrittener Kulturen (und nein, da steht bei den Muslimen nichts über den Tschador oder die Burka, das steht wo anders).

2. Bei den drei bei uns hauptsächlich vorkommenden Religionen handelt es sich um den selben Gott, mit verschiedenen Namen und Propheten.

3. Fanatismus ist in jeder Religion oder Ideologie genau gleich intolerant und ich würde von niemandem erwarten, dass er sich dem irgendwie annähert.

Wie sehr man nun entweder 1. oder 2. als Priorität empfindet, das ist individuell verschieden, aber auf den Zahn gefühlt wissen auch die größten Sünder, dass die Gebote und Verbote als Basis des Zusammenlebens noch vor der jeweiligen Religion stehen. In fortgeschrittenen Zivilisationen nennt man sie dann "Verfassung" oder "Grundgesetz".

Es geht also nicht um Leugnung, sondern um kleinste gemeinsame Nenner, deren Definition und Auslegung.
Und um eine gewisse Unschärfe .... aber wer liebt schon Korinthenkacker, also stellt sich die ganze Frage nicht, wenn jemand das vorbuchstabiert haben möchte. :D


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Mein Freund und seine Familie

06.09.2016 um 23:26
Manches stets, auf Biegen und Brechen verteidigt zu wissen, kann ich einfach nicht mehr nachvollziehen @FF. Selbst mit Toleranz gegenüber Religionen, mit Menschenliebe für jeden Menschen, mit Akzeptanz und Respekt gegenüber anderen - irgendwo gibts die Grenze zwischen Blind/Naiv und realistisch.

Meine Kinder sind einem Alter, in dem sie ehrlich laut aussprechen was sie sehen. Visuell wird eine Flut an Fakten aufgesammelt die dann, später, in Sätzen nur so sprudeln. Und EGAL wie sie das visuell aufgenommene schildern, sie tun dies, in der Absicht für das gesagte nicht beschimpft oder verurteilt zu werden, sondern um eine erwachsene Erklärung darauf zu erhalten -->> Kommunikation !

Mein Sohn kommt mit Sätzen nach Hause wie "Karaan (so heisst einer seiner Freunde, streng muslimisch) riecht seltsam" und "Karaan spricht lustig, er sagt viele Wörter irgendwie komisch" genauso wie er schon nach Hause kam"Karaan hat gesagt, das unser Gott nicht der gleiche ist wie seiner, der heisst irgendwas mit Alles (Allah).."(" Wir haben einen Gott?")

So... nun gibt es so richtig richtig richtig "tolle" Mütter, die ihre Kinder ins Koma quatschen mit dem ewigen geleier und geseier von Religion und "du musst besonders nett sein zum Karaan" ..."du darfst doch nicht sagen das Karaan komisch riecht, vllt stimmt ja was mit deiner Nase nicht"
(@FF Für mein Verständnis verkörperst du hier diesen Part. Ehrliche Fakten werden einfach weggewaschen mit dem Schwamm der Verbote.)

Ich hingegen lasse mein Kind visuell weiter wahrnehmen und kommentiere dies so : "Spielst gern mit Karaan?" ("ja") "Dann tauscht euch aus was noch so alles anders an euch ist, kannst mal sehen wie verschieden jeder einzelne ist und doch könnt ihr Freunde sein"
Fertig !! Ich kritisiere seinen Fakt nicht !
Ich belehre ihn nicht politisch korrekt zu reden und hemme damit seine Wahrnehmung" Er soll sehen wie er sieht und nicht sagen was ich hören will. Dieses penetrante Religionen in Schutz nehmen schafft Gräben und verkleinert sie nicht.

Soviel zum persönlichen Senf, der ausschlag gebend für meinen themenbezogenen Beitrag ist.

Die TE benannte die Fakten :

-Ihr Freund überlegt zurück in die Türkei zu gehen !
-Seine Eltern kritisieren das er UNVERHEIRATET in den Urlaub flog.. mit der TE !
-Seine Schwester hat ein Problem mit dem nicht muslimischen Glauben der TE !
-Es wurde gesagt sie sei keine gute Hausfrau

Der Rest drum herum sind persönliche Empfindungen, Hilflosigkeit, Traurigkeit und Verbitterung. Diese kann man natürlich in Frage stellen und nachforschen ob diese Empfindungen vllt überspitzt dargestellt wurden.

Die 4 Fakten, bleiben aber Fakten.
Diese hast du nicht zu drehen und wenden und gegebenenfalls sogar die Schuldlast auf die TE abzuwälzen @FF.
Da hindert dich dein extrem politisches Korrekt sein im realistischen Beraten der Situationsverbesserung.
Deine Beiträge haben jetzt im schlechtesten Fall nur bewirkt, dass TE denkt, sie hätte öfter in die Türkei fliegen müssen um seine Eltern von sich zu überzeugen. Läuft das so? Ich denke, wenn bei den Eltern ein reges Interesse an der Freundin ihres Sohnes bestanden hätte, dann hätten sie den Weg nach Deutschland auf sich genommen?

Vornerum freundlich und hintenrum bemängeln kennen wir von FAST jeder Schwiegermutter.
Hier wurden die Kritikpunkte aber offen gelegt und sie hängen mit ihrer Religion zusammen.
Nicht weil sie sie nicht besucht haben sondern weil sie keine Muslima ist.
Natürlich gibts das auch bei Christ-Atheist... bei Evangelisch-Katholitisch
Aber in DIESER Diskussion gehts um eine türkische Familie die tradionell wünscht, dass ihr Sohn religionszugehörig heiratet, irgendwann.

Mag dem einen übel aufstoßen wie Sauerbraten, ist aber Fakt.
Sollte auch als dieser besprochen werden und nicht um 1004 Ecken versucht werden, nun wieder ne Grundsatzdiskussion draus zu machen, ob Muslime gut oder schlecht sind.


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Mein Freund und seine Familie

06.09.2016 um 23:43
@Stonechen
Zum ersten Absatz: Ich hätte/habe mich genau so verhalten. Zufällig habe ich in einem Haus mit Kindern aus türkischen und deutschen Familien gelebt, die in unserem Garten und meiner Wohnung zusammen spielten.

Wo Du einen "Schwamm der Verbote" bei mir findest, ist mir schleierhaft.
Die Abgrenzung zu bornierten/fanatischen Gläubigen, die nichts anderes zulassen, habe ich wohl nicht deutlich genug gemacht? Oder nicht deutlich genug gesagt, dass man Kompromisse nicht eingehen muss, wenn man das nicht möchte?

Außerdem habe ich der TE keine Schuld zugewiesen, sondern lediglich gefragt, ob sie selbst mit dem Vater telefoniert hat oder es möglich ist, dass der Freund das Telefonat anders dargestellt hat, als es tatsächlich abgelaufen ist, weil die Eltern beim ersten Besuch nichts gegen die Freundin hatten.
Und ich verlange nichts von ihr, was sie nicht will ... das würde in keiner Beziehung Sinn machen.
Nur würde sie hier vielleicht erst gar nicht fragen, wenn die Situation so klar wäre, vielleicht sucht sie nach einer anderen Lösung als einer sofortigen Trennung.

Und dann erkläre mir doch mal, was der Unterschied zwischen einer muslimischen Familie, die dem Sohn eine Frau aus der gleichen Kultur und Religion wünscht und einer katholischen Familie, die dem Sohn eine Frau aus der gleichen Kultur und Religion wünscht, ist.
Der Konflikt ist doch der gleiche, also kann man auf die eine wie andere Weise nach Lösungen suchen, wenn eine Lösung gewünscht ist und nicht eine sofortige Trennung.


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Mein Freund und seine Familie

06.09.2016 um 23:50
@FF
Sind doch ein paar nette Grundüberzeugungen dabei wie:
"Ich soll andere und deren Freiheit respektieren/meinen Nächsten lieben"
Wie siehst du das in diesem Fall erfüllt?
Respektiere ich die Freiheit, wenn ich Bedingungen für eine Ehe setze, die diesen Freiheiten eklatant gegenüberstehen?

Du schreibst dich mehr und mehr in eine missliche Lage. Wenn selbst die größten Sünder im Zweifel die Gebote und Verbote den Religionen vorziehen, dann kommst du einfach nicht weiter indem du Forderungen, die verfassungswidrig sind, in Schutz nimmst. Da ist nämlich ganz zufällig von Religionsfreiheit etc. die Rede. Welches zivilisatorische Maß billigst du also denjenigen, deren Vertretung du hier übernimmst?

Streng genommen ist in unserem (fiktiven) Beispiel genau folgender Punkt Gegenstand der Diskussion:
FF schrieb:"Gott muss a) heißen, ich muss b) nicht nur selbst durchführen sondern von allen verlangen, ich darf c) nicht tun und darf es auch niemandem sonst erlauben und wer a) b) und c) nicht folgt, dessen Leben ist nichts wert"
Hier wird verlangt, einem Gott einen Namen zu geben; die Schahada aufzusagen. Das muss man(n) durchführen, um Töchterchen heiraten zu dürfen. Es reicht nicht, dass kein Einfluss auf die Tochter genommen wird, ihr die eigene Religion nicht abgesprochen wird, nein, man verlangt
gerade von anderen, sich dazu zu bekennen, weil man sonst nicht Wert wäre, zu heiraten.


Davon ab ist das recht oberflächlich zu behaupten, es sein die gleichen Götter. Frag mal Juden, ob Jesus ihr Gott sei. Christen, ob Muhammed ihr Prophet oder Allah ihr Gott sei.

Nur weil sie alle abrahamitische Religionen sind und die Märchen teils aufeinander aufbauen, ist deren Wesen nicht gleich. Selbst aus einer atheistischen Perspektive...


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Mein Freund und seine Familie

06.09.2016 um 23:59
@-Leela-
-Leela- schrieb:Wer behauptet, dass Atheismus eine Religion ist?
Ich habe die Aussage nicht gefunden.
Die liebe @boredculture schrieb das in ihrem Eingangsposting:
borabora schrieb:Desweiteren ist die Schwester meines Freundes auch religiös und die ist genau so unzufrieden mit meiner Religion und dass ich keine gute Hausfrau bin. Dem entsprechent mag sie mich auch nicht.


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 00:03
@chilichote
Ja, nee. Okay. Alles klar. Gut. :D Ich muss es verdrängt haben. ;)
Danke dir.


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 00:08
@-Leela-
Kein Problem^^


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 00:30
@Vincent
Ich maße mir schon lage nicht an, für "die Juden", "die Christen" oder "die Muslime" zu sprechen. Dazu sind die alle zu wenig homogen und habe ich allzu viele Ausnahmen von dem Vorurteil kennen gelernt.

Ich fühle mich argumentativ auch nicht in einer misslichen Lage, denn die (Religions-)Freiheit des Anderen gilt ja für alle Beteiligten, und da haben sich viele Deutsche auch an die Nase zu fassen. Aktuell drückt sich das in dem Wahlergebnis in Meck-Pomm aus.
Religionsfreiheit bedeutet eben, dass man sich in genau so einem Fall damit auseinander setzen muss, was die Gemeinsamkeiten und wo die individuellen Grenzen sind.

Die Kompromissfähigkeit bedeutet natürlich zunächst mal, auf die Bedürfnisse anderer einzugehen, und nicht, das selbe von ihnen zu verlangen ... (und immernoch gilt: wer das nicht möchte, soll es lassen und die Beziehung beenden. Muss ich das noch ein paarmal schreiben?) ... und dann wünscht man sich natürlich ein Entgegenkommen.
Ziemlich sicher ist das aber auch zu erlangen, wenn man erste Schritte tun kann. Und wenn nicht, dann kann man das Experiment immer noch abbrechen und die Beziehung beenden.

Aber selbst meine zutiefst atheistische Cousine und ihr atheistischer Mann haben es geschafft, dass sie in der muslimischen Familie im Iran anerkannt wurden, obwohl sie keine Kinder bekamen ... und das ist ein niedersächsischer Hardliner, was die Cousine, und ein persischer Hitzkopf, was den Mann angeht.
Sie sind sogar zurück in den Iran gegangen, als es für den Mann möglich war, denn er hatte immer Heimweh nach dem Land und der Familie, trotz aller Kritik. (Nach der letzten Wahl mussten sie aber wieder Hals über Kopf das Land verlassen, weil der für die Deutsche Welle arbeitet und auf einer Liste als ausländischer Spion stand ... )

Die beiden sind nicht die Menschen, die sich verbiegen, sondern Pragmatiker. Und sie lieben die Familie, die ebenso anstrengend wie anspruchsvoll, aber eben auch sehr warmherzig u.s.w. ist ... sie würden nur niemals die Kategorie "Atheist" verstehen, denn die kommt im Denken nicht vor. Da gibt es keine Alternative zum Glauben an den einen oder anderen Gott, denn "Nichts" kann keine Alternative sein.
Also haben sie die Frage nach dem Glauben etwas ... verblümt beantwortet. Und sie haben ihr Vorleben und vorige Beziehungen nicht groß erwähnt. Die Familie hat aber auch nicht sehr intensiv nachgefragt. Andererseits waren sie dann aber viel unkomplizierter und herzlicher als die niedersächsische Verwandschaft, die den Mann sehr viel länger misstrauisch beäugte, ob er nur eine Aufenthaltsgenehmigung möchte (die er nicht brauchte).

Andere hätten wohl das Handtuch geworfen und wären schon gar nicht in den Iran gezogen ... und nochmals: Wem das nichts ist, der soll es lassen.


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 00:57
@FF
Whaaat?
Ich verstehe nur Bahnhof; das ist eine miese Taktik mit den privaten Storys. Von wegen Quatsch. :D

Aber halten wir dennoch mal die Quintessenz deiner Geschichte fest:
- Der Mann wollte zurück in den Iran, tat es auch mit der Frau. Wollte die Frau das eigentlich auch?
- Du erwähnst ausdrücklich die atheistische Anschauung der beiden in Zusammenhang mit der Akzeptanz die sie erfahren haben. Was dann aber irgendwie doch wieder völlig ad absurdum geführt wird, weil sie letztlich doch durch die Blume irgendeine Story erzählt haben. Was soll das jetzt aussagen?
- Du lieferst zwar eine dürftige Erklärung für das Verhalten, man könne sich eine atheistische Anschauung nicht vorstellen (was fast schon rassistisch anmutet, weil das einfach saublöd wäre), vergisst aber die Konsequenz, sich in Deutschland dann an die durchaus gängige Anschauung anpassen zu können.
- Wenn man also nicht bereit ist, seine Heimat zu verlassen, sollte man das Handtuch werfen?

Aber die Geschichte mal außen vor gelassen:
FF schrieb:(und immernoch gilt: wer das nicht möchte, soll es lassen und die Beziehung beenden. Muss ich das noch ein paarmal schreiben?)
Klar kann man es sich bequem machen mit der Einstellung; aber überall wo ein Zwang, das Diktat der Familie über einen droht, kann man das nicht einfach zur Seite schieben. Und bei all deinen Eskapaden, sei mir erlaubt, eben auf die Zwangsehen etc. auch ein Augenmerk zu legen.


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 01:01
@Vincent
Lies das morgen nochmal durch, vielleicht siehst Du dann klarer.

Von Zwangsehen war übrigends nirgends die Rede.


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 01:02
@FF
Ich weiß, davon war bei dir nicht die Rede, aber ich möchte das halt ins Spiel bringen.
Ansonsten sehe ich ziemlich klar, kann aber auch verstehen, dass du eine Pause brauchst.. :P


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 06:07
@FF

Kann es sein, dass du ein paar sinndrehende Tippfehler drin hast ?

Ist der Perser nun muslimisch oder atheistisch ?


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 06:39
@boredculture
borabora schrieb:Und ausserdem kam der Vater meines Freundes auf einmal an und hat am Telefon Bedingungen gestellt wie ich mich verändern sollte, damit ich für meinen Freund gut genug bin und seine Eltern mich akzeptieren können. Eine Bedingung war, dass ich zum Islam konvertieren soll und die zweite dass ich mich mehr wie eine ordentliche Hausfrau benehmen soll. Desweiteren ist die Schwester meines Freundes auch religiös und die ist genau so unzufrieden mit meiner Religion und dass ich keine gute Hausfrau bin. Dem entsprechent mag sie mich auch nicht.
Wenn ich schon solche Forderungen/Bedingungen lese, egal ob nun seitens der Eltern Deines Freundes, seiner Schwester oder sonst wem, stehen mir die Haare zu Berge.
Fordern können Menschen so mancherlei von einem. Aber was bleibt dann von einem selbst als Menschen noch übrig?
Was ist dann da noch von Deiner Persönlichkeit vorhanden? Dein Freund hat Dich so kennen und lieben gelernt, wie Du nun mal bist!
Und jetzt auf einmal ist er unzufrieden, weil seine Eltern eine andere Wunschvorstellung von seiner Freundin haben?

Ich kann Dir in diesem Punkt nicht sagen trenne Dich oder sonst einen Ratschlag geben.
Denn im Endeffekt musst Du das mit Deinem Freund abklären/besprechen.
Kann Dir/Euch nur viel Glück wünschen und hoffen dass es ein gutes Ende nimmt.


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 06:42
FF schrieb:Zum ersten Absatz: Ich hätte/habe mich genau so verhalten. Zufällig habe ich in einem Haus mit Kindern aus türkischen und deutschen Familien gelebt, die in unserem Garten und meiner Wohnung zusammen spielten.
Wo widerspricht sich das jetzt mit meiner Aussage, bezüglich deines Verhaltens im Forum?
Nach meinen empfinden, gibst dich nunmal so, wie ich es beschrieben hatte.
Jeder kleinste Hinweis in Bezug auf Religion und teilweise automatisch mit sich ziehende "Probleme" blockst du ab mit dem Hinweis, diese "Probleme" gibt es auch bei x y z, also müssen wir darüber nicht reden.
Doch, möchten hier einige aber.
FF schrieb:Wo Du einen "Schwamm der Verbote" bei mir findest, ist mir schleierhaft.
Die Abgrenzung zu bornierten/fanatischen Gläubigen, die nichts anderes zulassen, habe ich wohl nicht deutlich genug gemacht? Oder nicht deutlich genug gesagt, dass man Kompromisse nicht eingehen muss, wenn man das nicht möchte? 
Nein, im selben Beitrag relativierst du auch direkt wieder und bringst andere Religionen ins Gespräch.

Schwamm------>
FF schrieb:Und dann erkläre mir doch mal, was der Unterschied zwischen einer muslimischen Familie, die dem Sohn eine Frau aus der gleichen Kultur und Religion wünscht und einer katholischen Familie, die dem Sohn eine Frau aus der gleichen Kultur und Religion wünscht, ist.
<------ Schwamm
FF schrieb:Außerdem habe ich der TE keine Schuld zugewiesen, sondern lediglich gefragt, ob sie selbst mit dem Vater telefoniert hat oder es möglich ist, dass der Freund das Telefonat anders dargestellt hat, als es tatsächlich abgelaufen ist, weil die Eltern beim ersten Besuch nichts gegen die Freundin hatten.
Und ich verlange nichts von ihr, was sie nicht will ... das würde in keiner Beziehung Sinn machen. 
Nur würde sie hier vielleicht erst gar nicht fragen, wenn die Situation so klar wäre, vielleicht sucht sie nach einer anderen Lösung als einer sofortigen Trennung.
Aha, Schuldzuweisung kann man INDIREKT machen oder direkt.
Indem du sagst, dass sich TE vllt einfach auf die Familie zubewegen hätte sollen und Kompromisse eingehen, hast indirekt gesagt, dass das Kommunikationstief ihrerseitlich begonnen hatte und sie nun quasi selbst Schuld hat.
Und außerdem krönst du das noch mit der Aussage "Na wenn TE das halt nicht möchte,muss sie sich trennen"
Das größte und eigentliche Problem hast du aber wieder mit deinem Schwamm besrbeitet :

TE ging nämlich ein Jahr lang davon aus, das die Beziehung Substanz hat. Ihr Freund machte nie den Anschein als würde er auf traditionelles Wert legen. Sie fuhren gemeinsam in den Urlaub, er stellte sie vorher schon seinen Eltern vor.

Jetzt, nach dem Urlaub fangen die Eltern an den Freund der TE an traditionelle Werte zu erinnern, sprechen von Hochzeit und das sie konvertierten soll.

Siehst du allmählig wie widerwärtig und hinterlistig solch ein Verhalten ist?
Den Eltern ist nämlich klar geworden,dass sie was ernstes sein könnte und nicht nur ein wertloses Weibsbild zum privaten männlichen Vergnügen. (für den Sohn)
Nach ihrem empfinden ist sie aber nur eine ungläubige Frau, nichtmal einen Pfifferling wert.
Also kommen JETZT die Bekehrungsversuche und der Freund der TE erkennt, das sie ihm die viele traditionsarbeit überhaupt nicht wert ist. Gibt auch hübsche Frauen in der Türkei, dort wird sich was finden lassen,was zumindest schonmal die gleiche Religion hat.
FF schrieb:Aber selbst meine zutiefst atheistische Cousine und ihr atheistischer Mann
+
FF schrieb:Zufällig habe ich in einem Haus mit Kindern aus türkischen und deutschen Familien gelebt, die in unserem Garten und meiner Wohnung zusammen spielten.
+ etliche Anmerkungen auf den vorherigen Seiten, dass du den und den kennst und die haben das auch alle geschafft.

Mag sein, freut mich, es geht vorwärts, niemand kann behaupten das Liebe nicht sogar Religionskonflikte überstehen könnte.... aber hilft halt der Te nicht
wenn du ständig berichtest "andere haben das auch geschafft, man muss nur genug lieben"
Die TE fühlst sich ihrer Freiheit, die Beziehung harmonisch zu leben, beraubt ! Fakt (...kannst du nicht drehen und wenden nach deinem belieben)


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 08:40
-Anna- schrieb:Denn im Endeffekt musst Du das mit Deinem Freund abklären/besprechen.
Normal macht man das, aber, wenn die Karre zu festgefahren ist wie hier, dann nutzt das auch nichts mehr.

Er fühlt sich seinem Glauben, Tradition u. Familie verbunden und verpflichtet, geht doch aus dem Eingangsthread eindeutig hervor.

Was gibt es hier noch zu besprechen?

Entweder, sie akzeptiert oder sie lässt es sein.


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07.09.2016 um 08:44
@borabora

Habe ich was missverstanden, oder geht es hier um die Beziehung der beiden?
Dann werden die beiden wohl unter sich entscheiden müssen, wie sie nun weiter verfahren möchten.
Ob Trennung oder nicht.
Das habe ich gemeint.
Oder die beiden gehen dann schweigend auseinander?


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07.09.2016 um 08:45
@Bruderchorge
Ich habemich nicht verschrieben, der iranische Mann meiner Cousine ist Atheist, seine Familie ist gläubig. Er ist wegen seines Atheismus´ nach dem Studium zurück nach Deutschland gekommen und hat deswegen auch Asyl bekommen.
Das ist eine Kurzfassung einer sehr viel längeren Geschichte, die hier off-topic ist.

@Stonechen
Ich habe auch nirgendwo geschrieben, dass man sich nur genug lieben müsse (das ist in jeder Beziehung nicht genug), sondern immer wieder darauf hingewiesen, dass es wenn, dann nur mit Kompromissen u.s.w. gehen würde, ... oder man muss sich halt trennen, wenn man keine Kompromisse eingehen möchte.
Was genau ist daran verkehrt?

Ich schreibe von Fällen, in denen es geklappt hat, weil ich auf Beiträge geantwortet habe, in denen es hieß, dass es überhaupt nicht funktionieren kann. Würde hier anders einseitig behauptet, dass das Mädel sich gefälligst den Schwiegereltern zu fügen und zu konvertieren habe, dann wäre das genauso falsch.

Wenn ich schreibe, dass sie auf die Schwiegereltern zugehen müsste, wenn sie weiter mit dem Sohn zusammen sein möchte, dann gebe ich ihr keine Schuld. Bislang bestand ja gar nicht die Notwendigkeit, bis durch den Urlaub zu Zweit die Konflikte aufkamen, und auch der Freund hatte kein Problem.

Ich beschuldige sie auch nicht, wenn sie sich entscheidet, sich zu trennen. Erstens kennen wir eben nicht die gesamte Situation (außer Du, Du weißt ganz genau, was der Vater dem Sohn am Telefon gesagt hat, und nicht wie wir alle das, was der Sohn der Freundin davon erzählt hat, und Du kennst auch die gesamte restliche Kommunikation in der Familie mit allem Tratsch), zweitens muss sowieso jeder für sich selbst entscheiden, drittens hat es ja auch mit dem Verhalten des Freundes zu tun, der ja mindestens ebenso kompromissfähig sein müsste, wenn es funktionieren sollte. Und auch bei ihm würde es nicht genügen, "genug zu lieben".

Wenn man auf andere, gleich gelagerte Konflikte hinweist, dann ist das Leugnung? Aha.
Ich dachte, damit könne man versuchen, auch eine andere Lösung als "trenne Dich!" zu zeigen, wenn die TE offensichtlich noch unsicher ist, aber eben auch die Bedingungen udn Probleme einer Lösung darstellen.

Man kann auch antworten "Suche Dir einen Nicht-Muslim", und dann hat sie ein anderes Schwiegermonster, das den Sohn aus anderen Gründen nicht hergeben möchte, und steht vor dem gleichen Problem in Grün, wenn der Sohn sich wieder nicht von der Familie emanzipieren kann.
Darauf wollte ich hinweisen.


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Mein Freund und seine Familie

07.09.2016 um 08:49
@-Anna-

Soweit ich dem E-Thread entnehmen kann, haben sie schon gesprochen.

Die Bedingungen für sie sind soweit klar. Und der Freund hat mit seinen Eltern am Telefon gesprochen.

Ihr Freund hat sich ihr gegenüber dazu geäussert u. er möchte am liebsten wieder in seine Heimat zur Familie usw.
Worüber sollen sie denn noch sprechen: Ob sie die Bedingungen annimmt?

Oder ob er mit seiner Familie bricht, was wohl kaum anzunehmen u. auch nicht erstrebenswert wäre?

Man weiss ja, was für einen Stellenwert die Eltern u. Familie (auch für uns) haben. Wäre ich in der Situation, ich
würde nicht wollen, das er sich wegen mir von seiner Familie lossagt/lossagen müsste.


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07.09.2016 um 09:01
@boredculture
Sobald der Glaube an ein imaginäres Wesen größer ist als der Glaube an das Gelingen einer zwischenmenschlichen Beziehung, kannst du niemals gewinnen.
Entweder du nimmst diesen Glauben auch an oder du gehst.


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07.09.2016 um 09:10
@borabora

Vlt hast Du Recht und da gibt´s nix mehr zu sagen. Kann ich ja nicht wissen.
Da die TE nach einem Rat hier gefragt hat, bin ich natürlich davon ausgegangen, dass sie die Beziehung noch nicht hin geschmissen hat und mit Ihrem Freund nochmal reden würde.

War noch nie in so einer Situation, daher kann ich persönlich auch keinen Ratschlag erteilen.
Es muss halt jeder für sich entscheiden, welche Opfer man bereit ist zu bringen für die Liebe/Beziehung.


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