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Suizid in der eigenen Familie

294 Beiträge, Schlüsselwörter: Familie, Selbstmord, Suizid, Trauer, Schmerz, Vater, Verlust, Papa

Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 09:43
Alari schrieb:Ich glaube die Diskussion mit Dir hat keinen Sinn, denn entweder verstehst Du nicht, was ich versuche Dir zu sagen, oder Du willst es nicht verstehen!
Das sagst du mir?
Na, wenn du meinst.
Ich glaube, du verstehst nicht, dass der Patient auch ohne Angehörige diagnostiziert werden kann und es auch wird.


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 09:44
@sunshinelight
Ich verstehe schon, dass das passiert! :) Nur denke ich, dass es in manchen, wenn nicht allen, Faellen hilfreich waere, wenn die Angehoerigen einbezogen wuerden.


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 09:55
@Alari
Ja, meine Mutter war auch mit einem Selbstmordversuch in der Klinik. Auch sie wollte keinen von uns sehen. Mein Vater hat ihr Klamotten bis zur Stationstür gebracht und würde dann wieder weg geschickt.
Auch sie ist nicht aus ihrer Welt raus gekommen und hat da wohl auch Märchen erzählt.
Jetzt , wo ich erwachsen bin, denke ich, dass wenn sie einfach nur mal die Wahrheit gesagt hätte, dann hätte jeder Verständnis für sie gehabt. Sie war einfach extrem überfordert. Zwei Kinder, eins in der Pubertät, eins schwerbehindert, auf zwei Schichten gearbeitet, für den Betrieb vom Vater noch putzen gegangen und Buchführung gemacht und dazu noch Haushalt und eben der ganz normale Wahnsinn.

Ich glaube unserer Familie hätte es einfach geholfen, wenn sie uns mit einbezogen hätte.

Nach sechs Wochen kommt sie wieder heim, es durfte nicht darüber geredet werden und irgendwie war immer noch alles wie vorher.


Als ich in der Klinik war, hätten sie auch sehr gerne mehr mit meinem Mann gesprochen und ich hatte da auch nichts gegen, aber durch seinen Job war das kaum möglich.
Aber die Gespräche, die statt gefunden haben, waren gut und wichtig. Die Ärztin konnte ihm auch viel besser erklären, was mit mir los ist, als ich es zu dem Zeitpunkt hätte können.

Aber ich habe es auch erlebt, dass die Familie dicht gemacht hat und wollte nicht mit einbezogen werden. Einmal, weil der Mann total mit der Situation überfordert war und einmal weil der Mann echt ein Arsch war und viel zu ihrem Zustand beigetragen hat.


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 09:56
@troublerin77
Du triffst den Nagel auf den Kopf! Es ist immer hilfreich, wenn das Umfeld mit einbezogen wird. IMMER! Und zwar aus vielen Gruenden!


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Illyrium
ehemaliges Mitglied

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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 10:11
@Alari

Ich muss mich bei dir Entschuldigen ich dachte du meinst man soll die Betroffenen auf jedenfalls dazu zwingen ob sie wollen oder nicht. 
Ich hab das falsch verstanden und mal gleich in den Falschen Hals bekommen Verzeihung.


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 10:14
@Illyrium
In der Psychologie kann man niemanden zu etwas zwingen.


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 15:04
Mein Papa hat sich 2008 umgebracht. Hat sich vor einen Zug geworfen. Das war so schrecklich. Werde die Nacht nie vergessen. Ich lag im Bett habe gelesen, hatte gehört wie mein Papa sich umgezogen hat dann ist er runter und dann hab ich leise die Haustür gehört. Fand ich so komisch. Bin dann runter ins Wohnzimmer und fragte meine Mama warum er noch raus ist. War gegen Mitternacht. Sie hatte gesagt er hat ihr gesagt er würde auf den Dachboden gehen an den PC. Er hatte da oben quasi sein eigenes Zimmer wo er sich ständig mit PCs beschäftigt hat. Wir dachten vllt bringt er Müll raus. Er kam aber nicht,sind dann raus gucken aber war nicht da. Im ganzen Haus gesucht. Mein Bruder kam dann auch runter. Wir haben glaube ich alle insgeheim gewusst das was schreckliches passiert. Ich weis nicht nach wie langer Zeit.. irgendwann sind wir drei mit dem Auto losgefahren um ihn zu suchen. Auf dem Rückweg sahen wir lauter blaulicht bei einer Brücke. Die Polizei stand dort und hat runter geläuchtet mit Taschenlampen. Ich bin ausgestiegen wollte fragen was los ist,er wollte mir natürlich nichts sagen,hatte extra noch erwähnt das wir meinen Papa suchen. Wir also wieder heim. Saßen ne ganze Zeit in der Küche. Dann hat sich mein Brudee dauu entschlossen noch mal dahin zu fahren. Ich bin mit meiner Mama zuhause geblieben. wir haben über eine Stunde nichts gehört. Habe ihn auf dem Handy angerufen, er sagte er weis nicht was da los ist,er kommt gleich heim.(später hat er uns erzählt das er es da schon erfahren hatte) Kurze zeit später es war glaube gegen drei Uhr die Nacht, hören wir ein Auto an der Straße. Eine autotür, dann eine zweite,dann eine dritte.. Meine mama guckte mich an und sagte das ist kein gutes Zeichen. Sie ging an die Tür, ich hörte wie soe sagte Das ist nicht wahr, mein Bruder kam in die Küche und sagte, der Papa hat sich vor den Zug geworfen. Es war einer von der Seelsorge und der Polizei mit dabei. Ka wie lange die da waren. Jedenfalls hat mein Papa sein Ausweis neber die Gleise gelegt und den Haustürschlüssel dran gemacht. Ka warum das mit dem Schlüssel gemacht hat. Wir waren die ganze Nacht wach und mussten um 8 zur Polizei. Das war alles so schrecklich. Als ob man neben sich steht und sich selbst zuguckt. Danach das waren schlimme Jahre. Meine Mama hat es sehr schwer verkraftet, wir hatten dann auch Angst um sie teilweise. Zum Glück ist das vorbei, wir haben mittlerweile alle gelernt damit zu Leben. Er hat kein Brief hinterlassen. Qir konnten nur mutmaßen das es wegen Geld war. Er hatte einen Brief mit einer Pfändung auf dem Dachboden. Irgendwie so. In seinem Laptop hatte er sich im dem Kalender “Suizid“ eingetragen. Ich hatte ca eine Woche vorher gesehen,(saß neben im auf der couch) wie er nach zugfahrplänen guckte,und ich dachte noch warum guckt er nur nach dem Ort direkt nach unserem? Hätte ich ihn bloß gefragt. Er muss doch gedacht haben,das ich es vllt sehe wonach er da gerade guckt...  sollten ihn uns natürlich nicht mehr angucken,er lag verteilt auf sen Gleisen natürlich.. mein Bruder sagte die Feuerwehrleute saßen mit dem Händen im Gesicht da. Schlimm.

So jetzt ist mir schlecht und ich würde am liebsten los heulen :-(


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 15:11
Ich meine selbstverständlich,die saßen mit ihrem Kopf in den Händen vergraben da.


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Illyrium
ehemaliges Mitglied

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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 15:12
@DDesiree
Es tut mir wahnsinnig leid  mit deinen Dad. :(
Nur tue mir einen gefallen und mach ein paar Absätze rein das ist super schwer zu lesen. 

Und noch was es ist nicht deine Schuld mach dir keine Vorwürfe. Was ihr erlebt habt ist extrem schrecklich und es tut mir wirklich furchbar leid.


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 15:19
Dankeschön :-( ..ja aber man macht sie sich trotzdem. Und ich war auch noch zickig zu ihm an dem Abend. Ich stand an der Tür,er winkte mir als zu und war am strahlen, während ich mit meiner mum noch geredet habe, ich meinte dann nur “Ja Papa,ist gut“ hab die augen verdreht und die Tür zugemacht. Was für eine tolle Verabschiedung von seiner Tochter.  Daran werde ich immer zu knabbern haben ich blöde Kuh.


Ich kann den Beitrag leider nicht Bearbeiten?!..sorry


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 15:22
DDesiree schrieb:im dem Kalender “Suizid“ eingetragen
Puh, wie ein Termin für den Friseur.
Das muss so etwas einträgt...


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Illyrium
ehemaliges Mitglied

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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 15:28
@DDesiree
Eins fällt mir noch ein vielleicht Hilft es dir oder euch mit einen Psychologen zu reden den das ist schon ein Trauma. Es gibt auch welche die machen zb nur Traumata.
Vielleicht hilft es ein bisschen ?

Mein dad hat sich in dem sinn auch umgebracht nur langsam er hatte einen Herzinfarkt und danach ist er einfach nicht mehr raus hat nur gegessen und alle terrorisiert. Als er endlich ins Krankenhaus ging weil der Zucker entgleist ist und Wasser aus seinen beinen kam war es in dem sinn auch zu spät.

Das war Selbstmord auf raten.

Er wog am schluß 200 kilo und hat immer gesagt er will endlich sterben.

 Ein paar tage davor hab ich meine Schwester angeschrienen das er sterben wird wenn er sich so aufregt über dich weil sie wieder mal frech war da hat sie nur blöde gelacht.

Nach seinen Tod hat sie geweint und gesagt ich hab Papa umgebracht. 

Mittlerweile weiß sie das es nicht so war und sie keine schuld trifft wir haben alle keine schuld wenn jemand nicht mehr will und sich auch nicht helfen lassen will kann man einfach nichts tun. Und es tut mir Heute noch leid das ich das so meiner Schwester gesagt habe.






 


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 16:31
@DDesiree
Puh, hab grade deinen Beitrag durchgelesen, es tut mir so leid für dich und deine Familie :-(
Einen geliebten Menschen zu verlieren ist ja sowieso schon schwer genug, aber wenn er sich selbst dazu entschieden hat, zu gehen..
Klar fühlt man sich dann irgendwie schuldig, würde mir auch so gehen.
Aber die Gründe für einen Suizid liegen in der Psyche der Person selbst, nicht an dir oder jemand anderen.


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 17:40
@Oskura Danke, ja ich weis. Jemand hatte damals zu uns gesagt wenn wir ihn davon hätten abhalten können, hätte er es wann anders wahrscheinlich noch einmal probiert. Naja ob das stimmt weis man nicht. Nach außen hin war er bis zuletzt ein fröhlicher Mensch,immer am Lachen. Geahnt hat niemand etwas. 

@Illyrium das tut mir auch sehr leid, war sicher eine sehr schwere Zeit für Euch :(


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 18:45
sunshinelight schrieb:Depressionen Begleiterscheinungen:
Muss korrogieren. Natürlich sind bei anderen psychischen Krankheiten die Depressionen die Begleiterscheinungen. Falsch ausgedrückt.


@DDesiree
@Illyrium
Schuldfragen sind bei Suiziden fehl am Platz.
Es ist einfach tragisch, weil die Umgebung nichts dafür kann, der Patient selbst aber auch nicht.
Sich selber fertig machen ist scheiße.
Niemand hat Schuld. :|


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 19:37
@sunshinelight
Vom Kopf her weiß man das, aber als Angehöriger wird man sich wohl immer sehr die Familiensituation dazu beigetragen hat, ob man die Anzeichen hätte sehen können, warum sich derjenige niemandem anvertrauen konnte u.s.w..

@DDesiree
Das tut mir sehr leid, was euch passiert ist. Und auf eine solche Weise... meine Schwester hatte sich noch viele Gedanken gemacht, wie sie aufgefunden werden möchte, damit die Tochter nicht zusätzlich geschockt wird. Sie hat an ihrer Lieblingsstelle am See Tabletten genommen und ist vermutlich relativ friedlich gestorben. So konnten sich auch noch alle, die das wollten, beim Bestatter von ihr verabschieden.
Aber viele sind gar nicht mehr in der Lage, an sowas zu denken. Sie möchten nur eine ganz sichere Methode.


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 19:44
@FF
Ja, das stimmt.
Das liegt aber auch daran, dass diese Krankheit so fies ist.
Da ist man schnell überfordert. Patient und Angehörige.
Da wäre es gut, wenn man sich mit der Krankheit beschäftigt, damit die Fragen familienintern aufhören und sich selbst nicht mehr um die Schuldfragen kümmern müssen.
Da kann die Psyche nämlich auch drunter leiden. 


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 21:23
Man kann einfach nicht nachvollziehen wieso das jemand macht. Erst habe ich getrauert, aber nach der Beerdigung hat es abrupt in Wut umgeschlagen. Wieso er uns sowas antun konnte, waren wir ihm nichts Wert, und generell was das so mit sich nachgezogen hat. 

Erst seit kurzer Zeit geht es wieder etwas. Das Grab konnte ich nicht mehr Besuchen, weil ich nicht mit schlechten Gedanken davor stehen wollte. Ich schäme mich dafür, ich habe ihm gewünscht das er in der Hölle ist und richtig leidet, dafür was er uns angetan hat. Ich weis er war Krank, aber das als Angehöriger zu verstehen fällt schwer. Man hätte es zusammen doch schaffen können die Probleme zu Überwinden. Wie gesagt die Wut hat sich sehr verkleinert zum Glück, ich habe mir vorgenommen mal wieder hinzugehen irgendwann.


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Suizid in der eigenen Familie

10.05.2017 um 21:27
@FF das ist ja auch furchtbar :( Man kann als Familienangehörige noch “froh“ sein wobei das nicht das richtige Wort ist natürlich, wenn derjenige einen Weg wählt, wo man ihn nicht selber auffindet oder wenn doch dann sanft geschehen ist. Wenn ich denke manche hängen sich in der Wohnung auf, oder zünden sich im Garten an... das verkraftet man doch noch weniger


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10.05.2017 um 21:47
@DDesiree
Mensch, was hast du nur alles durch machen müssen! Einen Angehörigen so zu verlieren...
Tut mir echt leid für dich!

Aber ich kann deine Wut völlig verstehen und ich denke auch, dass es zur Trauer dazu gehört. Ich finde, dass du wütend sein durftest. Wenn er sich von euch getrennt hätte, hättest du ja nu auch die gleichen Gefühle.
Wenn die Wut langsam nach lässt, finde ich, dass es ein gutes Zeichen ist. Es wird wohl immer weh tun, aber es wird nicht mehr so intensiv sein.


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