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Suizid in der eigenen Familie

294 Beiträge, Schlüsselwörter: Familie, Selbstmord, Suizid, Trauer, Schmerz, Vater, Verlust, Papa

Suizid in der eigenen Familie

04.04.2017 um 01:47
KrimiKatze schrieb:Und auch wenn das einigen nicht schmecken wird, aber der Freitod ist eine persönliche Entscheidung für die ich grundsätzlich niemanden verurteile. Die Art und Weise oft oftmals kritisch zu betrachten.
Ich bin ganz deiner Meinung!


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Suizid in der eigenen Familie

04.04.2017 um 11:37
Es gibt auch die ganz krassen fälle wie zum Beispiel mein Opa.. der war immer fit und gut drauf ( bis auf eine kriegsverletzung am auge die ihn aber nie störte) .. war körperlich nie erkrankt genauso wie geistig .. 


Er kam nachmittags von einem arzt Termin wieder ... die ganze Familie saß im hof und hat gegrillt .. er hat dann nur gesagt " ich erschieß mich jetz " so ganz neben bei und geht ins haus .. 
Hat nicht lange gedauert bis man den schuss gehört hat.. 

Meine Tante rannte ins haus und da lag er tod in seinem Sessel.. 


Da mein opa immer irgendwelche Sprüche abgelassen hat war man nicht gerade beunruhigt das da jetz irgendwas nicht stimmt .. 
Er konnte fluchen wie nochmal was obwohl er nicht schlecht gelaunt war oder so .. 
Man hat sogar immer darüber gelacht so in der art " jaja opa halt wieder" 


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Suizid in der eigenen Familie

04.04.2017 um 21:32
@Jino
Krasse Story! Und für mich absolut unklar, wie man bewusst seiner Familie so einen traumatischen Anblick hinterlassen kann.

Womit wir bei der kritischen Betrachtung wären. Es steht jedem frei sein Leben zu beenden, aber nichts und niemand gibt dem noch so verzweifelsten Menschen der Welt das Recht mit seinem eigenen Ableben andere zu verletzen (physisch und psychisch).

Die Art und Weise eines Suizids ist für mich makaberer Weise seit eigenen Erfahrungen mit dem Thema unheimlich interessant geworden.

https://psylex.de/stoerung/suizid/suizid-arten.html

... :cat: ...


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Suizid in der eigenen Familie

05.04.2017 um 10:10
@KrimiKatze

Ja ich musste meinen opa so gottseidank nicht sehen .. 
Anscheinend hat er bei diesem arzt Termin erfahren das er schwer krank ist .. anders können wir uns das ganze nicht erklären.. 

Aber mittlerweile denke ich mir ( wenn er wirklich die Diagnose einer schweren Krankheit bekommen hat ) das er für sich das beste getan hat .. 
Da er im krieg schon viel mit ansehen musste wollte er sich ein langes leiden ersparen .. 
Und gelebt hat er ja .. wurde alt , war ein sehr zufriedener Mensch ... 

Ich war zwar geschockt aber überhaupt nicht böse auf ihn .. da ich schon einen Menschen hab so leiden sehen an krebs war mir der selbstmord meines opas lieber .. 
Können vielleicht nicht viele verstehen.. aber das ging wenigstens schnell .. 


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Suizid in der eigenen Familie

05.04.2017 um 10:12
@Knubbl
Eine verwantin von Mir hat sich aufgehangen (Sie hatte langsam gleube ich psyische Probleme) und das Problem war Sie hatte in dem Zeit punkt einKind und noch ein Baby (sie reden nicht mehr darüber )


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Suizid in der eigenen Familie

08.04.2017 um 22:14
@Knubbl
Mein Vater hat sich vor einem Jahr das Leben genommen. Er war ein paar Monate zu Hause wegen depressionen. Er hat nie etwas gesagt oder angedeutet. Auch keinen Brief hinterlassen. Ich kann mir nur die guten errinnerungen vor Augen führen und mir denken das egal was nach dem Tod kommt. Er dort nicht leiden muss. Schau doch mal im internet ob es bei dir in der nähe ein Hospiz gibt. Ich gehe dort regelmäßig hin und rede mit meiner betreuerin die schon hunderte suizid fälle betreut hat. Ich kenne dich nicht persönlich aber ich kann dir den tipp geben: nehm nicht das zeug das dir ärzte zur beruhigung geben. Es macht alles schlimmer weil es dich süchtig und gefühlstot macht. Außerdem blendest du damit nur alle probleme aus. Pass auf dich auf. 


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Suizid in der eigenen Familie

09.04.2017 um 00:35
KrimiKatze schrieb am 03.04.2017:Und auch wenn das einigen nicht schmecken wird, aber der Freitod ist eine persönliche Entscheidung für die ich grundsätzlich niemanden verurteile. Die Art und Weise oft oftmals kritisch zu betrachten.
Wenn diese Entscheidung aber krankheitsbedingt ist, die man zudem noch heilen kann, dann ist das nicht die Entscheidung von einem selbst.
Wir sagen es mal so: Die Krankheit lässt dich schlecht fühlen, schlecht denken, leiden und nimmt dir den Glauben.
Das bedeutet, dass sie dich im Griff hat und du bist gar nicht mehr Herr deiner Sinne.

Du kannst deine Gefühle nicht mehr regulieren, selbst durch Aktivitäten, die dir einst mal Spaß machten.
Warum? Weil es die Krankheit nicht zulässt.
Alles andere, wie die Gedanken, sind ebenfalls so von der Krankheit gesteuert.
Das heißt, es sind nicht deine Gedanken, die du denkst, sondern fremdgesteuert.
Dazu gehört auch der Gedanke, dass der Tod der einzige Ausweg ist.

Selbstmordgedanken gehören zum Beispiel zu der Symptomatik bei Depressionen.

In der Depression bist du nicht traurig, so wie man es sich vielleicht denken mag, nein, dort bist du niedergeschlagen und zeitweise auch mal “glücklich“ (Stimmungsschwankungen). Zudem bist du sehr leicht reizbar, appetitlos, schlaflos, unkonzentriert - und das meist ohne irgendwelche Auslöser. Sie wechseln unkontrolliert.


Du bist gerade sehr euphorisch, obwohl es keinen Grund gibt. Heißt, du hast keinen Lottogewinn, keinen Superbonus im Supermarkt, keine Eltern... sprich: in deinem Leben hat sich absolut nichts geändert.
Trotzdem bist du gerade total happy. Ohne einen Anlass.
Dann wechselt das wieder. Du bist niedergeschlagen, mies gelaunt, du erkennst, es ist nichts da, was dir Freude macht. Dann kommt zeitweise auch Wut dabei... Denn diese Situation ärgert dich. Doch es ist der ewige Kreis. Und du weißt einfach nicht mehr, wo dir der Kopf steht.
In Phasen der Euphorie weißt du selbst nicht, warum du so bist. Du drehst völlig auf, gibst vielleicht sogar den Showman, du denkst zeitgleich, alles ist gut, doch weißt, das ist es nicht.

Alles ist nicht so geil.
Doch das kann man behandeln.
Bei Menschen mit einer PS ist das schwieriger, sicherlich, aber das ist noch mal ein ganz anderes Thema.

Depressionen kann man bekämpfen. Sie sind heilbar.
Und nicht nur vorläufig, sondern wirklich nachhaltig.

Von daher ist das nicht deren Entscheidung.
Auch wenn dir das jetzt nicht schmecken mag.
KrimiKatze schrieb am 04.04.2017:Und für mich absolut unklar, wie man bewusst seiner Familie so einen traumatischen Anblick hinterlassen kann.
Dir ist das nicht klar? Hm, vielleicht lassen wir mal das Wort bewusst weg, denn das ist einfach nur verschönend hinzuergänzt worden.
Die machen das nicht bewusst oder können alles bewusst klar durchdenken. Das sollte klar sein.


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Suizid in der eigenen Familie

11.04.2017 um 22:50
@sunshinelight
Das sollte keinesfalls eine Pauschalisierung sein.
Und wenn mich nicht alles täuscht, haben wir uns ja hier auch nicht auf den Freitod im Rahmen von Depressionen konkretisiert.
Und du willst ja wohl nicht behaupten, dass jede Art von Depression abschließend therapierbar ist. Zumindest habe ich noch keinen kennen gelernt, der sich als geheilt betrachtet.


An meinem Statement zu @Jino halte ich fest, denn ja viele Suizidopfer planen ihren Tod vorab. Das mag auch keine Generalaussage sein, aber wir haben uns ja hier nicht auf psychische Ausfallerscheinungen bezogen.

... :cat: ...


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Suizid in der eigenen Familie

11.04.2017 um 22:55
@KrimiKatze
Reine Depressionen sind heilbar.
Deshalb dieser Zusatz:
sunshinelight schrieb:Bei Menschen mit einer PS ist das schwieriger, sicherlich, aber das ist noch mal ein ganz anderes Thema.

KrimiKatze schrieb:Und wenn mich nicht alles täuscht, haben wir uns ja hier auch nicht auf den Freitod im Rahmen von Depressionen konkretisiert.
Wer tötet sich denn sonst so, ohne dass er irgendwie dazu getrieben wird?
KrimiKatze schrieb:An meinem Statement zu @Jino halte ich fest, denn ja viele Suizidopfer planen ihren Tod vorab. Das mag auch keine Generalaussage sein, aber wir haben uns ja hier nicht auf psychische Ausfallerscheinungen bezogen.
Auf welche denn dann?
Gib mal was handfestes her, wer sich denn tötet, ohne dass er das als letzten Ausweg sah.
Das wäre mal ein Anfang.


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Micho1981
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Suizid in der eigenen Familie

11.04.2017 um 23:38
@Jino 
ich glaub wir hatten letztens bei einen anderen  Thema Zusammen geschrieben.

Pfff das schockt mich ...aber dein Opa hatte den Mut und die Eier und wahr noch bei relativen Klaren Verstand sein Leben so zu Beenden wie er es wollte.

 Ich hab auch Patientenverfügungen von meinen Groß Onkel und seiner Frau in zig facher verschiedenerer Ausführung von verschiedenen Gesellschaften... und was Bringt es mir?  Nichts.

 Sei Stolz auf deinen Opa. glaub mir.. 


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Suizid in der eigenen Familie

12.04.2017 um 00:18
Jino schrieb am 04.04.2017:Er kam nachmittags von einem arzt Termin wieder ... die ganze Familie saß im hof und hat gegrillt .. er hat dann nur gesagt " ich erschieß mich jetz " so ganz neben bei und geht ins haus ..
Ohne sich zu verabschieden? Ihr hattet doch scheinbar ein gutes Verhältnis zu Ihm und dann geht er einfach ohne eine Erklärung? Verstehe ich nicht.


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Suizid in der eigenen Familie

12.04.2017 um 07:40
sunshinelight schrieb am 09.04.2017:Wenn diese Entscheidung aber krankheitsbedingt ist, die man zudem noch heilen kann, dann ist das nicht die Entscheidung von einem selbst.
Naja....kommt drauf an. Wenn jemand lange genug Depressionen hat und einfach keine Lust mehr hat, weiterhin behandelt zu werden, dann halte ich das schon fuer die eigene Entscheidung. Man hat ja auch das Recht, bei einer anderen Erkrankung auf eine Behandlung zu verzichten.


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Suizid in der eigenen Familie

12.04.2017 um 11:23
@Micho1981

Ja wir kennen uns :) omis/putzfimmel ... 
Es hatte aufjedenfall den Anschein das mein opa sehr klar im kopf war .. 
Selbst mein vater hat gesagt " er wollte es so und gut is" .. ich denke auch das er in dem Moment nur daran dachte und sicher alles andere ausgeblendet hat.. 


@fireflash
Ich glaube hätte er angefangen sich zu verabschieden hätte er es nicht getan.. dann hätte er zu viel zeit gehabt um nachzudenken .. 
Und anscheinend hatte er große Angst vor dem was noch kommt und wollte es so schnell wie möglich tun..

Das er es so krass durchgezogen hat passt auch einfach zu seinem Charakter.. er war immer der entweder oder typ .. bei ihm gabs dazwischen nix .. 


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DieSache
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Suizid in der eigenen Familie

12.04.2017 um 11:52
Ich denke es sollte immer individuell gesehen werden, sprich dass man sich genauer anschaut was im Vorfeld als Konflikt gegeben war!

Pauschal will ich werder verurteilen noch behaupten dass mans immer akzeptiern muss/soll...

Mein Vater hat sich mit 47 Jahren für den Freitod entschieden und ja es hat lange gebraucht bis ich verstand, dass es eben Situationen und Umstände gibt, die für den, der gehen will unüberwindbar, oder als unzumutbar empfunden wurden.

Nach wie vor denke ich wird zu wenig und offen über Probleme innerhalb der Familien gesprochen, mitunter fehlt auch einfach das Verständnis der Angehörigen, weil sie die innere Notlage ihrer Verwandten nicht nachvollziehen können, oder dies nicht verstehen wollen.

Fakt ist oft lösen solche Taten weitere Konflikte und Probleme aus und die Hinterbliebenen machen dann Alle Stadien der Trauer durch. Je größer die Zweifel warum und ob man nicht doch hätte helfen können um so mehr haben diese Zweifel eben dann auch ihre emotionale Folgen bei den Angehörigen, sprich auch sie werden depressiv und sind enttäuscht und haben Selbstzweifel, ob und wie man hätte verhindern können, dass es zum Freitod kommt!


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DieSache
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Suizid in der eigenen Familie

12.04.2017 um 11:57
@sunshinelight

wenn du sagst dass reine Depressionen heilbar wären, dem kann ich nur bedingt zustimmen, denn jeder der sie hat, hat seinen eigenen Leidensweg hinter sich und nicht jeder hat das Glück auch die richtige und zielführende Behandlung zu erhalten. Zudem kann diese Überwindung der Probleme auch sehr lange gehen und äußerst kräftezährend sein!


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DieSache
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Suizid in der eigenen Familie

12.04.2017 um 12:08
@Knubbl

dir und deiner Familie lege ich ans Herz, sucht euch Trauerbegleitung/Beratung, wenns sein muss schaut dass ihr therapeutische, oder geistliche Hilfe in Anspruch nimmt. Eine SHG wäre z.B. auch noch eine Idee, denn gerade diese von mir schon erwähnten Zweifel, die sollten aufgearbeitet werden, wenn ihr sie als belastend empfindet.

Auf alles wird es aber dennoch nie die Antwort geben, die einen absolut zufrieden stellt, denn ich denke vieles könnte nur dein Stiefvater beantworten und mit dem kann man ja nun kein Gespräch mehr suchen!


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Suizid in der eigenen Familie

12.04.2017 um 14:45
Alari schrieb:Naja....kommt drauf an. Wenn jemand lange genug Depressionen hat und einfach keine Lust mehr hat, weiterhin behandelt zu werden, dann halte ich das schon fuer die eigene Entscheidung
Eigentlich nicht.
Denn Motivationsschwierigkeiten sind ja auch nicht gerade neu.
Depressionen sind schon echt mies, man darf das jetzt nicht noch in irgendeiner Weise leichtfertig abtun.

@DieSache
Deswegen ist es wichtig, nach der Ursache zu forschen.
Das bedeutet Therapie und eventuell sogar medikamentöse Behandlung.


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Suizid in der eigenen Familie

12.04.2017 um 16:41
@DieSache
Ich finde, da hast du einen sehr wichtigen Punkt genannt(kann leider grade mit dem Handy nicht zitieren), was das Schweigen innerhalb der Familie angeht..
In meiner Familie gab es vor meiner Geburt auch einen Suizid und da ich die engeren Angehoerigen der Betroffenen alle kenne, kann ich mir gut vorstellen, dass auch sie keinen anderen Weg sah, sich an niemanden wirklich wenden konnte mit ihren Problemen.Die anderen hoerten ihr nicht zu, verstanden sie nicht..
Ich erlebe es auch in meiner eigenen Familie, dass vieles einfach (tot-)geschwiegen wird..hab schon versucht dagegen anzugehen, aber es ist als wuerde da eine dicke unsichtbare Mauer zwischen uns stehen...


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Suizid in der eigenen Familie

13.04.2017 um 07:44
sunshinelight schrieb:Eigentlich nicht.Denn Motivationsschwierigkeiten sind ja auch nicht gerade neu.Depressionen sind schon echt mies, man darf das jetzt nicht noch in irgendeiner Weise leichtfertig abtun.
Natuerlich sind Depressionen mies. Genau deshalb muss man den Betroffenen auch nach jahrelangem Kampf die Entscheidung einraeumen, einfach nicht mehr weitermachen zu wollen.


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Suizid in der eigenen Familie

13.04.2017 um 13:34
@Alari
Wenn du von einer chronischen Depression sprichst, kann ich dir sagen, dass es auch da Erfolgsaussichten gibt.

Zum einen erstmal:
Ja, Depressionen sind grundsätzlich heilbar. In der häufigeren Variante der depressiven Erkrankung kommt es zu Episoden, die spontan wieder abklingen und bei der überwiegenden Mehrzahl der Betroffenen mit einer vollständigen Ausheilung enden. Bei manchen Menschen kehrt die Depression auch nie wieder.
Ganz grob erstmal völlig allgemein.
Der Artikel ist auch nicht lang, aber es steht drin, dass man sich natürlich nicht drauf verlassen kann.
Deshalb wird neben medikamentöser Behandlung auch eine kognitive Verhaltenstherapie empfohlen, die das Ganze natürlich erfolgreich unterstützen.

Es ist immer wichtig, die Ursache zu finden.
Jeder Patient ist anders.
Daher muss bei jedem anders rangegangen werden.
Aber ein Erfolg besteht. Immer.


http://www.navigator-medizin.de/depression/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-depression/verlauf-a-prognose/479-sin...


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