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Die Frauenquote ist unmoralisch

1.135 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Frauenquote ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die Frauenquote ist unmoralisch

20.10.2017 um 10:46
Zitat von BossMengBossMeng schrieb:ich wollte Scharfschützin werden
Scheint ja ein Wunschberuf junger Frauen zu sein.
Bundeswehr oder "Privatmarkt"?


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Die Frauenquote ist unmoralisch

20.10.2017 um 10:48
Zitat von NevrionNevrion schrieb: D.h. es hat nichts mit Ihrer Leistungsfähigkeit oder dergleichen zu tun, sondern nur damit, dass sie womöglich die beste Frau aus dem Kandidatenkreis ist. Das ist nicht immer so, kann aber durchaus so passieren. Das wird mit einer Frauenquote einfach billigend in Kauf genommen und ist auch wieder ein Stück weit unrecht.
Okay, okay... also ist das System nicht ganz perfekt... okay... aber dann mal raus damit... wie soll man es denn sonst machen? Hast du eine bessere Idee?

Wenn man keine Frauenquote einführt, passiert nämlich, so sehe ich das, gar nix!

Diese Frauenquote wird ja auch wirklich nur wichtig, wenn es um höher gestellte Positionen geht, bspw. in Aufsichtsräten, in denen Frauen eben noch völlig unterbesetzt sind... das werden nämlich die Pöstchen gerne an die mänlichen Drinking-Buddys verteilt... und da kann mir keiner erzählen, dass die alle so superkompetent sind.


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Die Frauenquote ist unmoralisch

20.10.2017 um 10:48
@Doors
 wäre mir da egal gewesen.

Na und? Es gibt ja auch Polizistinnen also gibt es auch Scharfschützinnen oder wie auch immer ;)


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20.10.2017 um 10:53
Die Frauenquote ist nicht unmorilisch, sondern (noch) notwendig, damit Frauen nach und nach in Vorstandsposten und Aufsichtsrat-Posten der Konzerne und Unternehmen im allgemeinen aufrücken können.

In den Unternehmen, die im DAX gelistet sind, gibt es nur eine einzige Vorstandsvorsitzende eines Konzerns... und das ist eine Dame bei Henkel... DAS ist einfach zu wenig... und wenn mir jetzt einer erzählt, dass die Frauen sich da nicht für bewerben und das die Kerle alle besser waren... na dann vielen Dank für Unsinn. Natürlich wollen Frauen auch in Aufsichtsräte und Vorstandsposten... da lässt sich nämlich ein Schweinegeld verdienen...

...und gierig nach Macht und Kohle sind die Typen in diesen Top-Positionen alle, Frauen wie Männer.

Und ich habe mich übrigens sogar vertan... es gibt überhaupt keine Frau bei den DAX geführten Konzernen.


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20.10.2017 um 11:09
Hallo @Doors , hallo @alle !
Zitat von DoorsDoors schrieb:"Schwerbehinderte Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt."
"Daher werden Schwerbehinderte und Gleichgestellte bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. "
Yep, das wäre grundsätzlich erst einmal verfassungswidrig.

Es gibt Regelungen nach denen Stellenangebote geschlechtsneutral abzufassen sind und wenn man als "Senior" wegen "Diskriminierung" klagen kann, wenn er nicht in das jung - dynamische Team passt, ist diese Aussage erst einmal gerechtfertigt.  Allerdings beherrschen Gesetzgeber und auch die Rechtsprechung die Kunst etwas Schwarzes als weiß zu erklären. Ansonsten gilt die Regelung, wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter.


Gruß, Gildonus


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20.10.2017 um 11:14
Auch hier nachzulesen:

"Ohne Frauen bleiben Stühle in Gremien leer!

Offenbar zeigt die Frauenquote in Deutschland eine erste Wirkung: Laut einer Erhebung steigt der Frauenanteil in Aufsichtsräten stetig.

Die 30-Prozent-Quote im Aufsichtsrat betrifft Unternehmen, die börsennotiert und mitbestimmungspflichtig sind. Rund 150 Firmen müssen laut Bundesfrauenministerium derzeit die Quote erfüllen. Können bei den Aufsichtsratswahlen Posten nicht mit einer Frau besetzt werden, bleiben Stühle in den Gremien leer.

Für die Vorstände und die beiden nächsthöheren Führungsebenen gelten flexible Quoten, die die Unternehmen selbst festsetzen können. Laut "Board Index" haben Frauen in den Vorständen derzeit nur einen Anteil von neun Prozent. Allerdings hat sich dieser Wert seit 2010 mehr als verdoppelt.
Frauen sitzen nur selten in Vorstandsposten

Die Ergebnisse liegen leicht über den Werten aus dem vom Bundesfrauenministerium geförderten Women-on-Board-Index (WoB-Index). Diese Erhebung kommt auf einen Frauenanteil in Aufsichtsräten von 25,9 Prozent. Nur 6,5 Prozent der Vorstandsposten werden von weiblichen Führungskräften besetzt. Der WoB-Index wird von der Organisation Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) bereitgestellt. (epd)"

Quelle: https://www.morgenpost.de/wirtschaft/article208491611/Immer-mehr-Frauen-sitzen-in-Aufsichtsraeten-von-Unternehmen.html


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20.10.2017 um 11:37
Zitat von moricmoric schrieb:Okay, okay... also ist das System nicht ganz perfekt... okay... aber dann mal raus damit... wie soll man es denn sonst machen? Hast du eine bessere Idee?

Wenn man keine Frauenquote einführt, passiert nämlich, so sehe ich das, gar nix!

Diese Frauenquote wird ja auch wirklich nur wichtig, wenn es um höher gestellte Positionen geht, bspw. in Aufsichtsräten, in denen Frauen eben noch völlig unterbesetzt sind... das werden nämlich die Pöstchen gerne an die mänlichen Drinking-Buddys verteilt... und da kann mir keiner erzählen, dass die alle so superkompetent sind.
Wie man es sonst machen soll? Indem man sich nicht einmischt. Der Staat kann und darf den Menschen nicht vorschreiben netter bzw. fairer zueinander zu sein. So etwas kann nur durch Erziehung vermittelt werden. So etwas muss von Generation zu Generation getragen werden. Ich bin so erzogen worden, dass ich eine Frau als absolut gleichwertig zum Mann betrachte. Ich würde nie einer Frau aus einer Führungsposition fern halten, wenn ihre Qualifikation dafür am besten geeignet ist. Ich würde meiner Tochter auch nie sagen, dass sie in irgend etwas schlechter wäre, als ein Junge, obwohl sich z.B. das Klischee hält, dass Mädchen angeblich nicht so gut in Mathematik wären wie Jungs. Das hab ich persönlich nie so erlebt. Und das alles obwohl meine Mutter noch der Typ Frau ist, die meint, ich müsse meiner Schwester mal eine Tasche abnehmen, weil ich als Kerl angeblich kräftiger und damit besser geeignet wäre um Sachen zu tragen.

Darüber hinaus würde für mich als Chef auch immer gelten - wessen Nase mir nicht passt, den nehm ich nicht. Das heißt, auch wenn ich eine top qualifizierte Fachkraft habe, die aber z.B. eine Eigenschaft besitzt die mir als Leiter meines Unternehmens nicht gefällt, dann will ich auch darüber frei entscheiden können, ob ich die Person einstelle oder nicht. Eine Quote bedeutet nämlich auch immer Zwang und mit Zwang greift man in die persönliche Entfaltung und die eigene Willensbekundung ein.

Versteh mich nicht falsch. Ich bin sehr stark dafür, dass Frauen in allen Bereichen des Lebens gleichberechtigt sind. Das heißt aber nicht, dass ich dafür bin, dass sie bevorzugt behandelt werden. Und eine Quote heißt immer Bevorzugung. Man bekommt etwas zugestanden, nur weil man eine Eigenschaft besitzt, nicht weil man am besten dafür geeignet ist.

Ich fühle deswegen trotzdem mit den Frauen mit, die sich ungerecht behandelt fühlen, weil sie nicht in die Chefetage kommen, aber das sind dann halt Eigenheiten einer Firmenstruktur, in die sich der Staat nicht einmischen darf. Ich habe selbst mit genug Chefinnen zu tun gehabt, alles starke, selbstbewusste Frauen, die sich selbst was aufgebaut haben oder sich in die Position hinein gearbeitet haben. Dass das nicht in allen Unternehmen klappt, ist zwar ärgerlich, aber man kann ja die Menschen schlecht zwingen netter miteinander umzugehen.


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20.10.2017 um 11:57
@Nevrion
aha, dann werfen wir also alle möglichen Gesetze über Bord? Weil der Staat sich ja nicht einmischen soll. Frauen werden nicht bevorzugt, sondern es wird für Ausgleich gesorgt. Und da dies - ich möchte darauf extra ausdrücklich hinweisen - freiwillig nicht funktionierte, ist es nötig, dass der Staat sich einmischte.


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Die Frauenquote ist unmoralisch

20.10.2017 um 11:59
Zitat von NevrionNevrion schrieb:Ich bin so erzogen worden, dass ich eine Frau als absolut gleichwertig zum Mann betrachte. Ich würde nie einer Frau aus einer Führungsposition fern halten, wenn ihre Qualifikation dafür am besten geeignet ist. Ich würde meiner Tochter auch nie sagen, dass sie in irgend etwas schlechter wäre, als ein Junge, obwohl sich z.B. das Klischee hält, dass Mädchen angeblich nicht so gut in Mathematik wären wie Jungs.
Zitat von NevrionNevrion schrieb:Versteh mich nicht falsch. Ich bin sehr stark dafür, dass Frauen in allen Bereichen des Lebens gleichberechtigt sind. Das heißt aber nicht, dass ich dafür bin, dass sie bevorzugt behandelt werden. Und eine Quote heißt immer Bevorzugung. Man bekommt etwas zugestanden, nur weil man eine Eigenschaft besitzt, nicht weil man am besten dafür geeignet ist.

Ich fühle deswegen trotzdem mit den Frauen mit, die sich ungerecht behandelt fühlen, weil sie nicht in die Chefetage kommen, aber das sind dann halt Eigenheiten einer Firmenstruktur, in die sich der Staat nicht einmischen darf. Ich habe selbst mit genug Chefinnen zu tun gehabt, alles starke, selbstbewusste Frauen, die sich selbst was aufgebaut haben oder sich in die Position hinein gearbeitet haben. Dass das nicht in allen Unternehmen klappt, ist zwar ärgerlich, aber man kann ja die Menschen schlecht zwingen netter miteinander umzugehen.
Ja, glaubst du denn, das wurde nicht versucht?

Jahrzehntelang, mittlerweile, wurde den großen Unternehmen das alles nur nahe gelegt... es wurde auf die Eigenverantwortung gesetzt, immer und immer wieder... aber es hat sich nichts bewegt. Man wollte niemanden bevormunden und hat gedacht, hey, das klappt schon, wenn man sie darauf hinweist, dass jetzt auch mal mehr Frauen in die höheren Posten Einzug halten könnten... nichts ist passiert...

Und dann hat die Politik eben -und richtigerweise- gesagt, dass sich eben nichts bewegt, wenn man anscheinend keinen dazu zwingt... das Setzen auf Eigenverantwortlichkeit führte zu nichts... deshalb jetzt die Frauenquote... das BMBF und die Frauenintitiativen im Bundestag und, nebenei, in den Landesregierungen haben ja oft genug mit Reden, Vorträgen, Seminaren, Workshops, Veröffentlichungen wie Stellungnahmen und Empfehlungen darauf aufmerksam gemacht, dass bitte die großen Unternehmen (sprich Konzerne oder größere Familienbetriebe), also die Dax-gelisteten Unternehmen, doch mehr Frauen in die Aufsichtsräte und Vorstandsebenen holen sollen... und mit "biiiiteeee, bitteeee" unterschrieben... und... nix passiert.

Deshalb eben dann irgendwann... der Zwang...

ala Frauenquote.


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20.10.2017 um 13:11
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:aha, dann werfen wir also alle möglichen Gesetze über Bord? Weil der Staat sich ja nicht einmischen soll. Frauen werden nicht bevorzugt, sondern es wird für Ausgleich gesorgt. Und da dies - ich möchte darauf extra ausdrücklich hinweisen - freiwillig nicht funktionierte, ist es nötig, dass der Staat sich einmischte.
Von allen möglichen Gesetzen habe ich nicht gesprochen. Was hier als Ausgleich beschrieben wird ist ungefähr so, wie wenn man eine Truppe von 22 Jungs hat, die 11 gegen 11 Fußball spielen wollen. Dann kommt ein Mädchen dazu und will mitspielen. Hat sie das Recht darauf mitzuspielen und wenn ja warum? Natürlich kann ein Junge sagen, ah, die spielt eh besser. Ich höre auf und lasse sie für mich weiter spielen, aber genauso gut kann es passieren, dass die 22 so weiter spielen wollen, wie bisher.
Zitat von moricmoric schrieb:Ja, glaubst du denn, das wurde nicht versucht?

Jahrzehntelang, mittlerweile, wurde den großen Unternehmen das alles nur nahe gelegt... es wurde auf die Eigenverantwortung gesetzt, immer und immer wieder... aber es hat sich nichts bewegt. Man wollte niemanden bevormunden und hat gedacht, hey, das klappt schon, wenn man sie darauf hinweist, dass jetzt auch mal mehr Frauen in die höheren Posten Einzug halten könnten... nichts ist passiert...

Und dann hat die Politik eben -und richtigerweise- gesagt, dass sich eben nichts bewegt, wenn man anscheinend keinen dazu zwingt... das Setzen auf Eigenverantwortlichkeit führte zu nichts... deshalb jetzt die Frauenquote... das BMBF und die Frauenintitiativen im Bundestag und, nebenei, in den Landesregierungen haben ja oft genug mit Reden, Vorträgen, Seminaren, Workshops, Veröffentlichungen wie Stellungnahmen und Empfehlungen darauf aufmerksam gemacht, dass bitte die großen Unternehmen (sprich Konzerne oder größere Familienbetriebe), also die Dax-gelisteten Unternehmen, doch mehr Frauen in die Aufsichtsräte und Vorstandsebenen holen sollen... und mit "biiiiteeee, bitteeee" unterschrieben... und... nix passiert.

Deshalb eben dann irgendwann... der Zwang...

ala Frauenquote.
Du solltest die Stellung der Frau in Deutschland so nicht pomadig reden. Es ist - soweit ich das weiß - noch keine 100 Jahre her, dass Frauen in Deutschland ein Wahlrecht bekamen. Und wenn man nun mal von dem Standpunkt aus sieht, was Frauen bzw. Mädchen heute schon alles können und dürfen, was damals so noch nicht möglich war, dann muss man einfach sagen, dass die Entwicklung insgesamt doch recht positiv gelaufen ist. Und der Trend wird auch ohne solche Gesetze weiter so gehen, weil jede Generation diese Art von Gleichbehandlung an seine Kinder weiter gibt oder es in Schulen so vermittelt wird. Selbst der Bundeskanzler wird seit geraumer Zeit von einer Frau gestellt. Aber wie ich schon im Beispiel davor andeuten wollte, gibt es nun mal in keinem Privatunternehmen das Recht auf mehr. Entweder der Chef ist seinem Angestellten gut gesinnt und lässt es zu oder der Chef ist ein Arsch und lässt es nicht zu. Ob man das Benehmen des Chefs aber gesetzlich regeln sollte, wage ich in Frage zu stellen. Das würde zu sehr auf das Persönlichkeitsrecht eingreifen, denn auch wenn es natürlich blöd ist: Man hat in diesem Land auch das Recht ein Arsch zu sein.


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20.10.2017 um 13:20
@Nevrion
der Trend? das ist kein Trend, es bedurfte bei allem eines harten Kampfes.....vom Himmel gefallen ist da nichts. Ja, man hat das Recht, ein Arsch zu sein, dann muß man aber zu jedem ein Arsch sein ;) und das dann noch innerhalb aller Gesetze.


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20.10.2017 um 13:23
Zitat von NevrionNevrion schrieb:Du solltest die Stellung der Frau in Deutschland so nicht pomadig reden. Es ist - soweit ich das weiß - noch keine 100 Jahre her, dass Frauen in Deutschland ein Wahlrecht bekamen. Und wenn man nun mal von dem Standpunkt aus sieht, was Frauen bzw. Mädchen heute schon alles können und dürfen, was damals so noch nicht möglich war, dann muss man einfach sagen, dass die Entwicklung insgesamt doch recht positiv gelaufen ist. Und der Trend wird auch ohne solche Gesetze weiter so gehen, weil jede Generation diese Art von Gleichbehandlung an seine Kinder weiter gibt oder es in Schulen so vermittelt wird. Selbst der Bundeskanzler wird seit geraumer Zeit von einer Frau gestellt.
Es geht jetzt hier um die Frauenquote und nicht darum, was alles schon geleistet wurde. Du machst hier wieder ein neues Faß auf... Stellung bezogen zu dem Post von mir hast du jedenfalls damit nicht. Ich bin der Meinung, dass eine Nicht-Einmischung Null Erfolg gebracht hat... es wurde versucht und niemand hat sich von den Verantworlichen geregt, deshalb wurde die Frauenquote eingeführt und es ist eine sinnvolle Sache, die auch schon Erfolg gezeigt hat (siehe den Artikel, den ich oben verlinkt habe).


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20.10.2017 um 15:00
@moric

Ob die Frauenquote sinnvoll oder gerecht ist, sei mal dahingestellt (wo ich Probleme sehe, habe ich ja schon dargelegt - beispielsweise darin, dass das Individuum zu stark in den Hintergrund rückt).

Dennoch eine Frage. Wo würdest du die Grenze bei Quotenregelungen sehen? Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass z.B. homosexuelle oder sehr kleine Männer schlechtere Karrierechancen haben. Benötigen wir hier auch eine Quote für das Top-Management?


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20.10.2017 um 15:18
Zitat von DerMüller71DerMüller71 schrieb:Dennoch eine Frage. Wo würdest du die Grenze bei Quotenregelungen sehen? Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass z.B. homosexuelle oder sehr kleine Männer schlechtere Karrierechancen haben. Benötigen wir hier auch eine Quote für das Top-Management?
Es geht hier nur um die Frauenquote... es gibt genügend Threads auf Allmy über entsprechende Themen, die du da jetzt angesprochen hast. Z.B. in Threads mit dem Thema "Homosexualität".

Dort kannst du dann auch die Studien zeigen... die du eigentlich sofort mitliefern solltest.

Nur soviel: Ausgrenzungen bei der Jobwahl wird es immer geben, mit Sicherheit auch bei der Homosexualität... nur... es muss bei der Jobwahl und bei den Bewerbungen nicht angegeben werden, ob man Homosexuell ist und entsprechende Fragen bei Vorstellungsgesprächen braucht man entweder nicht zu beantworten oder aber man kann da angeben, was man will (man braucht da nicht die Wahrheit zu sagen, da schon die Frage nicht erlaubt ist).

Aber eine Frau kann sich ja schlecht dann als Mann ausgeben, oder?

Siehst den Unterschied?


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20.10.2017 um 15:34
Zitat von moricmoric schrieb:Es geht jetzt hier um die Frauenquote und nicht darum, was alles schon geleistet wurde. Du machst hier wieder ein neues Faß auf... Stellung bezogen zu dem Post von mir hast du jedenfalls damit nicht. Ich bin der Meinung, dass eine Nicht-Einmischung Null Erfolg gebracht hat... es wurde versucht und niemand hat sich von den Verantworlichen geregt, deshalb wurde die Frauenquote eingeführt und es ist eine sinnvolle Sache, die auch schon Erfolg gezeigt hat (siehe den Artikel, den ich oben verlinkt habe).
Ich habe dir damit versucht zu verdeutlichen, dass auch die Stellung der Frau in Spitzenpositionen von Unternehmensstrukturen früher oder später ähnlich verbreitet sein wird, wie die von Männern. Das Frau da steht wo sie heute steht, war auch keine Hau-Ruck-Aktion. Mit der Entwicklung wollte ich dir aufzeigen, was innerhalb dieser Zeit schon alles erreicht wurde.
Ich denke wir sind an einem Punkt angelangt an dem man nicht noch künstlich in den Prozess der Gleichberechtigung mehr eingreifen muss, es sei denn es käme nun wieder zu einer Art Degeneration des Frauenbildes in den nächsten Jahren.

An dem Beispiel mit den Fußballjungs wollte ich auch dir noch mal verdeutlichen, warum der noble Ansatz nicht immer direkt funktioniert und ein Teil des Wandels aus der Gesellschaft heraus kommen muss und nicht vom Staat, wenn es um Frauen in Führungspositionen geht. Und es gibt sie ja, Frauen die heute schon was zu sagen haben in Unternehmen. Dass es noch nicht bis in alle Eliten gereicht hat, mag man zurecht kritisieren können, aber ich sehe da keinen Grund für den Staat als Korrektiv einzugreifen.

Deswegen halte ich deine Meinung oder dein Empfinden dass die Nicht-Einmischung nichts gebracht hat für Falsch. Ob's Bürgermeisterinnen oder Geschäftsführerinnen sind - davon gibt es reichlich in Deutschland. Dass du das auf irgendwelche DAX-Konzerne runterbricht verzerrt das Gesamtbild in Deutschland dann schon noch mal.

Und noch mal, auch ein Mann, der vielleicht nicht in die Chefetage aufgenommen worden ist, weil er irgend eine Eigenschaft hat, die dem Chef nicht passt, kann sich ja schlecht über eine Quote in so eine Position hinein klagen. So etwas muss von der Gesellschaft kommen.
Das Problem was ich bei Menschen wie solchen sehe, die auf eine Frauenquote bestehen ist auch ein Stück weit, dass sie sich selbst darauf reduzieren eine Frau zu sein und begründen damit ihren Misserfolg. Das ist ungefähr so, wie wenn ich sage, weil ich keine 1,90m konnte ich kein Basketballprofi werden. Ich will ne Quote für die Basketballliga für die unter 1,90m Spieler.


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Die Frauenquote ist unmoralisch

20.10.2017 um 15:39
Zitat von NevrionNevrion schrieb:Deswegen halte ich deine Meinung oder dein Empfinden dass die Nicht-Einmischung nichts gebracht hat für Falsch. Ob's Bürgermeisterinnen oder Geschäftsführerinnen sind - davon gibt es reichlich in Deutschland. Dass du das auf irgendwelche DAX-Konzerne runterbricht verzerrt das Gesamtbild in Deutschland dann schon noch mal.
Also... jetzt versteh ich die ganze Sache nicht mehr... die Frauenquote 30% (Ziel) in den Führungsetagen gilt nunmal für die Aufsichtsräte der DAX-gelisteten Unternehmen... darauf zielt sie aus. Ich kann es nicht einfacher erklären... für die Vorstandsebenen hat die Politik ja schon zurück gerudet und setzt weiter auf Eigenverantwortung... dort können die Unternehmen noch machen, was sie wollen.
Zitat von NevrionNevrion schrieb:Ich habe dir damit versucht zu verdeutlichen, dass auch die Stellung der Frau in Spitzenpositionen von Unternehmensstrukturen früher oder später ähnlich verbreitet sein wird, wie die von Männern. Das Frau da steht wo sie heute steht, war auch keine Hau-Ruck-Aktion. Mit der Entwicklung wollte ich dir aufzeigen, was innerhalb dieser Zeit schon alles erreicht wurde.
Und hier sehe ich wieder eine ganz andere Geschichte, denn das, was in den Top-Führungsetagen bisher erreicht wurde, wohlgemerkt an signifikanten Verbesserungen, wird der Einführung der Frauenquote ja zugeschrieben.

Ich weiß einfach nicht, wie ich es noch anders erklären soll...


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20.10.2017 um 15:42
@moric
Klar, wenn du die Frauenquote ausschließlich damit verbindest, dass in DAX-Unternehmen sich in der Richtung sonst nichts tut, dann kann ich dir mehr oder minder zustimmen. Die dahinter stehende Grundsatzfrage, ob Frauen eine Quote brauchen, würde ich hingegen mit den von mir vorgetragenen Beiträgen verneinen.


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20.10.2017 um 15:48
@moric

Leider weichst du der Frage etwas aus. Wenn ich über die Gerechtigkeit der Frauenquote rede, dann kann ich ganz natürlich auch auf andere Fälle von Benachteiligung verweisen und die Frage stellen, wieso hier nur selektiv "gefördert "wird. 

Die Frage hat nämlich noch einen anderen Hintergrund: Auf welcher Ebene beginne ich die Förderung, damit es zu Gerechtigkeit kommt? Auf Ebene des Geschlechts? So ganz fair scheint mir das nicht zu sein, denn als kleiner, dicker, alleinerziehender Mann mit Glatze (um mal die Klischees zu bedienen) hat man nichts von der Überrepräsentation der Männer im Vorstand und auch so kaum eine Chance - die Frauenquote nimmt ihn aber trotzdem in Sippenhaft, falls er sich auf eine solche Stelle bewirbt. Genauso wie eine kinderlose Karrierefrau mit Ellenbogenmentalität womöglich unnötigerweise gefördert wird.

Was man im Bewerbungsgespräch angeben muss ist hier leider nur eingeschränkt relevant. Gerade auf hohen Managementposten kennt man sich (und ja, das mag ein Problem sein, aber eben auch für den kleinen, dicken Mann mit Kind) und auch den Werdegang sehr viel besser.

Ps: Wieso sollte ich die Studie gleich mitliefern? Es war nur eine Frage, nicht in erster Linie eine Behauptung. Außerdem kann ja jeder selbst googeln (siehe z.B.  https://www.google.de/amp/amp.tagesspiegel.de/wirtschaft/karriere/homosexualitaet-im-top-management-normalitaet-gefragt/1839012.html ).


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20.10.2017 um 15:52
@Nevrion
Ich habe dir damit versucht zu verdeutlichen, dass auch die Stellung der Frau in Spitzenpositionen von Unternehmensstrukturen früher oder später ähnlich verbreitet sein wird, wie die von Männern. Das Frau da steht wo sie heute steht, war auch keine Hau-Ruck-Aktion. Mit der Entwicklung wollte ich dir aufzeigen, was innerhalb dieser Zeit schon alles erreicht wurde.
Genau das ist nämlich auch ein wichtiger Punkt. Im Top-management finden sich vermehrt ältere Persönlichkeiten über 50 oder 60. Sprich aus einer Zeit, in der die Rollenbilder und damit auch die Ziele im Leben noch ganz andere waren. Richtig interessant wäre ja erst die Entwicklung in 10-20 Jahren, wenn die Generation von Frauen in das Alter kommt, die einen ganz anderen Lebensweg hinter sich hat.


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20.10.2017 um 16:05
Zitat von DerMüller71DerMüller71 schrieb:Leider weichst du der Frage etwas aus. Wenn ich über die Gerechtigkeit der Frauenquote rede, dann kann ich ganz natürlich auch auf andere Fälle von Benachteiligung verweisen und die Frage stellen, wieso hier nur selektiv "gefördert "wird.
Hm... du hattest eine Diskriminierung bei der Jobwahl auf Grund sexueller Orientierungen gewählt... eben Homosexualität... hier wären aber gleichermaßen Frauen wie Männer betroffen... und deswegen kann man es eben nicht vergleichen und zudem gehört es dann auch in einen Thread über Homosexualität. Das ist meine Meinung dazu.
Zitat von DerMüller71DerMüller71 schrieb:So ganz fair scheint mir das nicht zu sein, denn als kleiner, dicker, alleinerziehender Mann mit Glatze (um mal die Klischees zu bedienen) hat man nichts von der Überrepräsentation der Männer im Vorstand und auch so kaum eine Chance - die Frauenquote nimmt ihn aber trotzdem in Sippenhaft, falls er sich auf eine solche Stelle bewirbt. Genauso wie eine kinderlose Karrierefrau mit Ellenbogenmentalität womöglich unnötigerweise gefördert wird.
Dennoch geht es hier, bei der Frauenquote, um die Geschlechter, nicht um das optische Erscheinungsbild. Es ist am Thema vorbei... und empfinde es daher als offtopic.


Wenn du aber sagst (und das hast du, glaube ich, auch schon getan), dass Männer gleichzeitig benachteiligt auf Grund der Frauenquote werden, dann passt es wieder sehr gut hierher (zum Threadthema)... und da will ich auch nicht gegen reden... das ist eine Meinung, die man hier vertreten kann... und tja, das kann natürlich mal vorkommen, dass bei gleicher Eignung die Frau den Vorzug bekommt, weil sie eine Frau ist und der Aufsichtsratsposten nun mit einer Frau besetzt werden muss, sonst bleibt er leer (wie es die Frauenquote in solchen Fällen vorsieht).

Und ich finde schon, dass man hier auch Stellung beziehen kann und sagen, ja, ich finde eine Frauenquote für sinnvoll. Das ist eben meine Meinung dazu... ich habe ja auch versucht, es ein wenig zu untermauern und habe den Artikel gepostet, der der Frauenquote seit Einführung Erfolg bescheinigt, in der Sache an sich.

Und nochmal... es geht bei der Frauenquote nur darum, in den Führungsetagen Bewegung hinein zu bekommen:

"Als die Bundesregierung vor zweieinhalb Jahren eine feste Frauenquote von 30 Prozent für die Aufsichtsräte in 105 deutschen Unternehmen einführte, war das Gezeter groß. So groß, als stünden die Weibsbilder kurz davor, dem Wirtschaftsstandort Deutschland den Garaus zu machen. Am Mittwoch hat die Bundesregierung nun einen Bericht vorgelegt, wonach inzwischen tatsächlich auf fast jedem dritten Aufsichtsratsstuhl dieser Unternehmen eine Frau sitzt. Die große Katastrophe? Wegen Nebels vertagt.



Das Tempo, mit dem Frauen in Aufsichtsräten auftauchen, hat sich mit Einführung der festen Frauenquote verdoppelt. Doch Grund zur Entspannung gibt es nicht. Für die Vorstände und fürs oberste Management von Unternehmen nämlich gibt es keine verbindliche Quote - für Jobs also, in denen oft spitze verdient wird und die Macht operativer Unternehmensführung sitzt. Die Unternehmen wurden 2014 nur aufgefordert, mit einer freiwilligen Zielvorgabe den Frauenanteil im Vorstand zu erhöhen. Ergebnis: Keines. Der Frauenanteil in Vorständen stagniert bei lächerlichen sechs Prozent. Knapp 70 Prozent der Unternehmen schrieben sich auch noch kokett die "Zielgröße Null" ins Programm. Mit anderen Worten: Frauen, ihr könnt uns mal."

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/frauenquote-die-meisten-firmen-sagen-frauen-ihr-koennt-uns-mal-1.3629958

Du siehst, bei den wirklichen Top-Führungsetagen wurde wieder, seit 2014, auf die Eigenverantwortung gesetzt, mit einem wenig zufriedenstellendem Ergebnis, siehe Artikelauszug oben.

So scheint es eben zu sein... freiwllig passiert nicht viel, leider.


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