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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

111 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Leben, 30-jahre ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 01:39
Hallo Leute,

in wenigen Monaten werde ich wohl oder übel 30 Jahre. (Disclaimer: Achtung, meine Meinung!) Für mich endet mit 30 Jahren endgültig das unbeschwerte Leben. Mit 30 tritt man in die Rush-Hour des Lebens ein. Jetzt muss in einem Jahrzehnt sehr viel passieren: Karriere, Kinder, Ehe oder zumindest eine stabile Beziehung. Ich möchte mich in diesem Thread gar nicht unterhalten was Menschen potenziell ab 30 erwartet, sondern eher das Leben, also bestenfalls euer Leben bis 30, mit dem vergleichen, was uns gesellschaftlich suggeriert wurde.

Welche Vorstellung hatte ihr von euren Leben bis 30? Was haben euch andere suggeriert? Ist das Leben so verlaufen, wie ihr es euch vorgestellt habt? Habt ihr die gesellschaftliche Vorstellung "erfüllt" (was auch immer IHR darunter versteht)? Gab es Enttäuschungen?

Meine Vorstellungen verfasse ich in einem extra Beitrag. :-)  


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 01:56
Ich finde das Leben ist mit über 30 besser geworden durch etwas, was von alleine kommt, was man sich nicht aneignen kann; Du kennst dich, du vergleichst dich nicht mehr und du weißt welche Menschen du um dich haben möchtest und Freundschaften bekommen eine ganz andere Art von Tiefe. Ähnlich einem guten Verhältnis zu Geschwistern.

Bedürfnisse ändern sich. Mit der Ankunft im Arbeitsleben entsteht natürlich auch eine gewisse Sicherheit, die man mit Anfang 20 vielleicht noch nicht braucht, oder anstrebt, die aber vieles einfacher macht.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 02:15
Zitat von ChomskyChomsky schrieb:Ist das Leben so verlaufen, wie ihr es euch vorgestellt habt?
Absolut nicht, nein.
Zitat von ChomskyChomsky schrieb:Habt ihr die gesellschaftliche Vorstellung "erfüllt" (was auch immer IHR darunter versteht)?
Auch nicht. Hab nicht mal meine erfüllt.
Zitat von ChomskyChomsky schrieb:Gab es Enttäuschungen?
Ich enttäusche ständig viele, ich weiß nicht, hoch soll ich ständig leben, bin aber irgendwie an meinen Differenzen hängengeblieben. Bedeutet: von mir wird erwartet, was ich unter normalen Umständen könnte, nicht aber erwartet, was ich unter diesen Umständen kann.
Dadurch sind andere enttäuscht, ich enttäuscht, hundkatzemaus, repeat.

Aber macht nix, 5 Jahre kann ich noch rumdümpeln, bevor es eng wird... Nein, von mir aus kann es langsam auch mal “ernst“ werden, nur eine Karriere, nein, die krieg ich nicht mehr hin.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 02:23
Zitat von ChomskyChomsky schrieb:Jetzt muss in einem Jahrzehnt sehr viel passieren: Karriere, Kinder, Ehe oder zumindest eine stabile Beziehung. 
Nö man muss gar nichts, daher leb ich mit Ende 20/Anfang 30 genau so wie ich vorher lebte. Man sollte das Leben nicht in konkrete Stufen einteilen sondern machen was man will.
Zitat von ChomskyChomsky schrieb:Welche Vorstellung hatte ihr von euren Leben bis 30? Was haben euch andere suggeriert? Ist das Leben so verlaufen, wie ihr es euch vorgestellt habt? Habt ihr die gesellschaftliche Vorstellung "erfüllt" (was auch immer IHR darunter versteht)? Gab es Enttäuschungen?
Vorstellung machte ich mir nie über meien Zukunft. Bringt nichts, vielleicht ist man morgen tot oder die Welt in 10 Jahren so anders dass ganz andere Regeln gelten. Als Kind glaubte ich immer bald zu sterben, falls das zu "Zukunfsvorstellung" zählt :D
Am ehsten wollte ich früher natürlich noch irgendwas Krasses Großes tun, Held sein und sowas, Abenteuer, Space Explorer. So gesehen schreitet die Technologie zu langsam voran und ich bin eher enttäuscht von der Welt.

Zu gesellschaftlichen Vorstellungen siehe oben. Interessieren mich nicht. Hab weder Karriere noch Familie noch Haus, Beziehung, Auto oder sonstwas. Will ich auch alles gar nicht, wie gesagt was Karriere angeht noch am ehsten sowas wie Erfolg auf welchem Gebiet ich auch immer gerade aktiv bin, das kann auch das Entdecken von etwas sein, oder einen erfolgreichen Comic online rauszubringen (ich zeichne/erfinde Geschichten oder programmiere RPGs, allerdings hatte ich die letzten Jahre dafür keine Zeit, jetzt eher wieder), durch Views im Internet bekommt man auch Nebenverdienste.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 02:44
Also mein Leben ist ehrlich gesagt überhaupt nicht so verlaufen, wie ich es mir mal vorgestellt habe. Wobei den krassen Lebensplan hatte ich ohnehin nie. Als Kind wollte ich Pfarrer und U-Bahn-Fahrer werden. Bei diesen Berufswünschen bin ich (jetzt) eher froh, dass sie nicht Erfüllung gegangen sind (obwohl ich schon mal gern 'ne Straßenbahn fahren würde^^). Später wollte ich Mediengestalter werden (typische "was mit Medien" - Generation) und habe dann ein Beruf ergriffen, der doch dem sehr nahe kam. Übrigens damals mit Quali, obwohl wirklich alle (Arbeitsamt, Lehrer, Eltern) gesagt haben, dass das nichts wird. So im Nachhinein finde ich es schon bedenklich, wie stark man mich damals demotivieren wollte. Schlimm fand ich besonders den Berater aus dem Arbeitsamt, der auf meine Interesse so - pardon - geschissen hat wie sonst was. Die Haltung "du nimmst, was du kriegen kannst" hat mich schon ziemlich gestört. Zum Glück habe ich ganz alleine meine Bewerbung verfasst und abgeschickt. Ohne Hilfe von Lehrer und Arbeitsamt. Meine Bewerbung hatte ich auf meine Art verfasst und mich nicht an diesem typischen Standard-Lebenslauf orientiert, den man damals in der Schule vorgab. Kam gut an beim Arbeitgeber und wurde genommen.

Ich muss sagen, dass in meinem Leben sich Niederlage und Glück abgewechselt haben. Meine Karriere bin ich nicht gegangen, sondern gestolpert. Nie hatte ich irgendwas wirklich im Griff, sondern ich hatte oft unverschämtes Glück. Ich arbeite gerade in einem Konzern in der Forschung (ohne die prekären Verhältnisse wie man sie im öffentlichen Sektor vorfindet). Nun könnte ich so tun, als sei ich der Geilste und der Klügste, aber die Wahrheit ist: Ich hatte einfach nur Glück. Nicht meine Fähigkeiten waren ausschlagend, sondern eine Kombination unglaublich absurder Umstände.

Was die Liebe und Beziehung angeht bin ich schon deutlich ernüchterter. So schön Sex und Intimität ist, ich muss schon resümieren, dass es mir am schlechtesten in der Beziehung ging. Ich weiß nicht ob die ganzen Verletzungen, Enttäuschung und "Stress" das ganze Schöne an einer Beziehung aufhebt. Ein wenig habe ich schon den Glauben an die Liebe verloren. War mit 20 diese Thema sehr wichtig, so weicht es doch ein wenig im Hintergrund. Als Single geht es mir sehr gut. Nur die "anderen" wollen mir ständig jemand aufschwatzen. Ich mag es nicht, wenn man mir vermittelt es sei "nicht normal" mit 30 keine Beziehung zu haben. Wie ist das denn bei euch?

Von der Gesellschaft im Allgemeinen habe ich die letzten Jahren doch sehr viel Respekt verloren. Mir sind die allgemeinen gesellschaftlichen Vorstellungen doch sehr egal (in gewissen Rahmen - man muss sich immer irgendwo anpassen). Ich habe für mich persönlich beschlossen, der Zahl 30 etwas an Macht zu nehmen. Ich werde auch weiterhin Computerspiele zocken, kindische Witze machen und mich privat schlampig anziehen. Und ich werde mir auch weiterhin Mangas kaufen, obwohl ich tagsüber mit Krawattenfritzen zu tun habe. xD Übrigens finde ich das Leben der Leistungsträger im Alter 50+ nicht wirklich erstrebenswert. Niemals werde ich meine ganze schöne Freizeit einem Konzern opfern für... naja, für was eigentlich?


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 03:22
@Chomsky
Vieles was du sagst erinnert mich an mich selbst. Siehe was ich oben postete :D
Auch mir fiel sehr viel später auf wie demotivierend Schule, Arbeitsämter und Eltern und sonstige Erwachsene waren. Mir wurde immer nur gesagt dass meine Hobbies sowieso für Berufe nutzlos wären, dass ich es eh nie zu was bringen würde und dass ich den nächstbesten Scheiß nehmen soll auch wenn der Beruf kein Stück zu mir passe.
Zum Glück hörte ich noch nie darauf was andere sagen :troll:

Bin auch die erste Person aus der Familie die Abitur machte und ein Studium abschloss. Auch wenn ich das Abi extern nachmachte, wegen Problemen am Gym (Lustlosigkeit, andere Interessen als Schule generelle Unreife und Mobbing) damals, aber naja immerhin. 

Beziehungen strebe ich wie gesagt auch nicht an, auch wenns bei mir nochmal zusätzliche Gründe gibt, aber generell finde ich auch einfach dass man mit guten Kumpels genauso gut durchs Leben kommt und zur Not gibts heute immer Chats, Foren und co. falls man spontan den Drang hat über Dinge zu reden. 

Dass dir "Erwachsensein" egal ist find ich gut. Erwachsene Verhaltensweisen sind sowieso eine Art Konstrukt der Gesellschaft und bedeutungslos. Die meisten normalen 50-Jährigen die ich kenne schauen RTL, die sind aber nun durch Frauentausch und Bauer sucht Frau nicht erwachsener als jemand der Games zockt oder Anime guckt. In meiner Freizeit mache ich daher denselben Scheiß. Kaufe Manga, gucke Cartoons und Anime, zocke Games oder mache irgendwie sowas selber, erfinde und zeichne gern, eigenes und auch Fanart zu existierenden Serien. Jo, ist das was auch 14 Jährige tun aber fuck it.

Außerdem muss man auch bedenken dass Dinge meist nur deswegen "kindisch" sind weil es sie vor Jahrzehnten noch nicht gab und es eben nur die Kinder und die Jungen sind die sich mit befassen. Unsere Generation ist jetzt die erste die mit Games und Anime aufwuchs. Erst Atari, dann NES, SNES, usw. Viele der heutigen Cartoondirektoren gehören unserer Gen an und Leute hören damit auch nicht mehr auf. Die Alten der Zukunft werden noch PC Spiele zocken, weil die eifnach mit aufwuchsen, unsere Alten nicht, deswegen tun dies selten und deswegen wirds als kindisch angesehen. Zumal es sowieso oberflächlich ist, denn sowohl Games als auch Anime haben je nach Typ Plots die denen von Filmen in keiner Weise und Niveau nachstehen, es ist nur die Präsentation die anders ist bzw. das Medium.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 03:37
Mit 30 Heirat, Beziehung, Kinder? Nein, sowas werde ich nie haben, ein glück.

Mit 30 solltem an was eigenes erreicht haben, man sollte ein gutes finanzielles Polster haben.


Mindestens mit 30 sollte man das erreichth aben was man sich imemr gewünscht hat, und wenn es nicht alles ist so wie man es wollte, ein Teil davon sollte vorhanden sein.

Ich habe einen Facharbeiter, das ist erstmal das einzige was zählt in meinen Augen, ich bin sehr gebildet, verdiene gut ebenfalls kümmere mich nicht um die Gesellschaft, werde ich auch nie. Die einen bleiben, die anderen distanzieren sich, Menschen kommen und gehen im Leben.

Mansch einer würde sagen ich bin immer nur so durch gerutscht, habe mich immer druchgemogelt. Na und? Ist doch gut.

Mein jetziges Ziel ist es den Job einfach hinzuscheißen um mich nur noch auf mich und meine Bedürfnisse vollständig konzenrtrieren zu können.

@Sixtus66
Zitat von Sixtus66Sixtus66 schrieb:Dass dir "Erwachsensein" egal ist find ich gut. Erwachsene Verhaltensweisen sind sowieso eine Art Konstrukt der Gesellschaft und bedeutungslos. Die meisten normalen 50-Jährigen die ich kenne schauen RTL, die sind aber nun durch Frauentausch und Bauer sucht Frau nicht erwachsener als jemand der Games zockt oder Anime guckt. In meiner Freizeit mache ich daher denselben Scheiß. Kaufe Manga, gucke Cartoons und Anime, zocke Games oder mache irgendwie sowas selber, erfinde und zeichne gern, eigenes und auch Fanart zu existierenden Serien. Jo, ist das was auch 14 Jährige tun aber fuck it.
In Berlin und Umgebung gibt es eins zwei sehr bekannte Gesichter, nehmen wir da mal "Gandalf", an die 80 und rennt rum wie Gandalf, sein ding, er liebt es wenn man ihn GANDALF ruft, da freut er sich.

Dann gibt es da noch einen Opa, der ist auf so ziemlich jedem Fest in Berlin zu treffen wo es Techno und co zu hören gibt und er tanzt, tanzt und tanzt. Zwischen allen jungen Leuten, ihm gefällt es so und er meint es hält jung, das braucht er zum leben.

Dann gibt es da noch so einen Opa, jener wurde sogar schon in einem musikvideo wo er sich selbst spielte verweigt. Leider weiß ich nicht mehr wie das Lied hieß.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 03:46
Einen Plan gab es überhaupt nicht. In die Ausbildung mehr aus Zufall reingestolpert, die ersten Jobs ein Horror und so abschreckend, dass ich erstmal etwas vollkommen anderes, aber auch handwerkliches gemacht habe, dann als Verkäuferin gejobbt. Nebenher zurück in den Beruf gefunden, mich mehr oder weniger notgedrungen selbständig gemacht und einige Jahre später mit einer Kompagnon einen Laden aufgemacht.
Als ich 30 wurde, sah alles nach dem großen Aufbruch und einer gesicherten Zukunft aus... aber die Probleme waren auch schon absehbar.
Dann ist die Kompagnon gegangen und hat mich mit dem noch nicht laufenden Laden sitzen gelassen, der Freund hatte einen Job beim Film, eins kam zum anderen und die Kinder, die ich mir mal dachte, passten nie ins Leben. Stress habe ich mir deswegen nie gemacht, weil meine Schwestern beide sehr früh Kinder bekamen und ich angesichts derer Probleme immer dachte, dass Kinder nicht mal so hopplahopp nebenher passieren sollten und beide Eltern sich von vornherein dafür entscheiden und Zeit und Geld dafür haben sollten.
Es war immer eines der Kriterien nicht erfüllt, oder mehrere.

Dafür bekam in der Zeit meine beste Freundin zwei Töchter, die ich heute noch als meine Nichten betrachte, und eine Kreuzberger Göre hat mich zusätzlich als Tante adoptiert.
Meine Azubinen sind jetzt in dem Alter, in dem meine Kinder wären.

@Chomsky
So wie Du habe ich auch oft empfunden, dass vieles gar nicht geplant, sondern reiner Zufall war. Oft schaue ich mir immer noch zu und frage mich, ob das alles real ist. ;)


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 03:54
@FF
Ich glaub man darf eh nicht zu geplant ans Leben rangehen. Die meisten die das tun sind unzufrieden. Das Leben lässt sich nicht berechnen und die Zeiten und Umstände ändern sich von Jahr zu Jahr und zwischendrin gibt es immer Let Downs, wenn man nur plant plant, dann verplant man sein Leben. Man arbeitet nur krampfhaft auf etwas hin, verzichtet auf anderes, und am Ende hat man gar nichts und zusätzlich Jahre seines Lebens vergeudet.
Am Besten immer nehmen was man so kriegt wenns gut ist, ausprobieren, umschauen, ab und zu braucht man auch einfach Wechsel, was Neues oder spontan einfach ne Weile Auszeit, wenn man sichs leisten kann und der eine Beruf scheiße wurde dann schmeißen und mal ein halbes Jahr oder Jahr nicht arbeiten und den Interessen nachgehen, meistens findet man dadurch schon wieder was Neues.

Nach Plan A zu Leben und ne Karriere zu haben bringt einem letztenendes meist gar nichts. Und wenn ich nun Chef von einem Minibetrieb unter millionen bin werde auch kein weltweites Ansehen erlangen, da lieber kein Workaholic sein, Stress zurückschrauben und sich anderweitig verwirklichen (das geht nicht nur im und durch den Beruf). Solange man genug zum Leben hat reichts, es sei denn man hat teure Hobbies.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 05:30
Moin,
anscheinend war ich im allem etwas schneller…hoffentlich trifft das auf das Sterben nicht zu.

Karriere , die habe ich vor der 30 gemacht. An Glück glaube ich derzeit nicht, ich habe die Chancen genutzt und mit Ehrgeiz selbst gestaltet. Glück kann man nicht beeinflussen, Erfolg in manchen Themen schon. Diese Ansicht ist nicht beständig und vor Jahren hätte ich, diese, so nicht getroffen.

Finanzielle Unbeschwertheit und materielle Sättigung…nun auch vor 30 erreicht. Sollte sich meine Einkommenssituation nicht verschlechtern, vermehrt sich der kram nur noch ungenutzt. Eigentlich bin ich ab 25 die Leiter nur aufgestiegen, die Idee war erstmal nur eine Sicherung der Lebensumstände zu erreichen und das schnellst möglich. Dabei habe ich den Genuss und das Leben nicht vernachlässigt, Freizeit mit geliebten Menschen war mir stets das Wichtigste.

Enttäuschungen, klar die gab es. Freunde hatte ich früher sehr viele. Heute sind diese nicht mehr präsent und so mancher hat sich abgewendet. Die langjährige Beziehung und Ehe ist zerbrochen, so lebt es sich recht solitär. Suggeriert wurde nur die Frage um Kinder, ein Thema mehrmals im Jahr beim Familientreffen. Zum Glück, hatte ich die erst mit Mitte 30 in Planung…
Und jetzt habe ich schon Freunde die mich gerne verkuppeln würden, mit netten Mädelz die sie kennen...
Zitat von ChomskyChomsky schrieb:Ist das Leben so verlaufen, wie ihr es euch vorgestellt habt? Habt ihr die gesellschaftliche Vorstellung "erfüllt"?
Nein, Differenziert betrachtet nicht. Ich hab`s mir nie so vorgestellt.
Und die „gesellschaftliche Vorstellung“ die war mir immer Gleichgültig. Es geht um meine Zufriedenheit, nicht wie zufrieden die Gesellschaft mit mir ist. Und bei dem Punkt bin ich ambivalent…da ich nicht vollständig zufrieden bin.

Appellierend, solltest du einfach nicht viel darüber nachdenken und für deine Zufriedenheit stehen.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 15:56
Ich bin viel zu jung geblieben. Wenn ich mich so umsehe und mein gleichaltriges Umfeld anschaue, fühle ich mich viel zu jung. Kein Haus, kein Hund, kein Ehering, keine Kinder. Aber ich muss sagen, ich finde das gar nicht so schlecht. Hab ja noch massig Zeit dafür, alt bin ich dann ab 40, also in 11 Jahren :D


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 16:38
Haha, süß, ich kann dir sagen, die Fragen bleiben mit 40 und danach dann genau die gleichen...


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 16:47
@john-erik
Meinst du mich?
Also nur, bevor ich da jetzt drauf antworte und da dumm dastehe :D


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 16:50
Zitat von ChomskyChomsky schrieb:Welche Vorstellung hatte ihr von euren Leben bis 30? Was haben euch andere suggeriert? Ist das Leben so verlaufen, wie ihr es euch vorgestellt habt? Habt ihr die gesellschaftliche Vorstellung "erfüllt" (was auch immer IHR darunter versteht)? Gab es Enttäuschungen?
Ich hatte beruflich sowie privat Träume,die sich nicht erfüllen sollten............
Heute würde ich alles anders machen,wenn ich es nur gewußt hätte mit 18!!!!!
Die gesellschaftliche Vorstellung habe ich nicht erfüllt,aber das ist mir ziemlich egal............
Enttäuschung war,dass ich mir wegen meiner Mutter mein eigenes Leben ruiniert habe,aber das kann man nicht gleich wissen!

Aber die gesellschaftliche Norm,darum sollte man sich nicht kümmern,höre auf deine eigenen Bedürfnisse und Gefühle!!!


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 20:44
So, mein erster Beitrag.
Ich kann dich gut verstehen, auch ich werde in ein paar Monaten 30 und muss sagen, leider läuft mein Leben nicht so wie ich es mir früher als Kind vorgestellt habe...
Wenn ich meine Eltern ansehe, die in meinem Alter schon 2 Kinder hatten, Haus und beide jobs, fühle ich mich noch gar nicht reif für das alles.
Ich bin eher der Rebell, der lieber sein eigenes Zeug macht als arbeiten geht oder sich sonst an sozialen Dingen beteiligt.
Gesellschaftlicher Druck spüre ich auch ständig, da man mit bald 30 ja schon so reif sein soll und erwachsen.
Eine Zwickmühle worauf ich auch leider keine Antwort kenne und mich auch belastet..
Soll ich mich anpassen? Mit dem Strom schwimmen?
Dies wäre mein gedankliches ende


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 21:04
Zitat von PapercutsPapercuts schrieb:Ich bin eher der Rebell, der lieber sein eigenes Zeug macht als arbeiten geht oder sich sonst an sozialen Dingen beteiligt.
du scheinst der prototyp eines rebells zu sein, der finanziell keine zukunftsängste hat, weil die grundsicherung für dich sorgt? dich selbst verwirklichen willst ohne rücksicht auf den rest der gesellschaft, die für dich malocht und dich am existieren lässt?
Entschuldige bitte für meine harten worte, aber es gibt mittlerweile viele von deiner sorte und das finde ich traurig.
mit dreißig war ich stolz, ein vollwertiges arbeitendes mitglied der gesellschaft zu sein und fühlte mich noch wohl dabei.
vielleicht irre ich mich ja auch und du hast dich falsch ausgedrückt, dann entschuldige ich mich dafür.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 21:04
Ich möchte behaupten, dass Frauen mit Kind und Ehemann unter einem größeren gesellschaftlichen Druck stehen, als gleichaltrige Singel-Frauen.
Der Single entzieht sich diesem Druck, mehr nicht.
Jeder hält sich für einen Rebell, ist aber eigentlich nur egoistisch und will sein eigenes Ding machen.
Das ist soweit okay, ich lebe das selbst auf eine sehr extreme Art und Weise.
Über die Folgen muss man sich im Klaren sein und Selbstmitleid gibt es nicht. Diese Generation besteht nur aus Träumern, die ihren Träume  hinterhertrauern. Keiner kämpft mehr fur Ziele, alle leben vor sich hin. Das gefällt mir eigentlich nicht.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 21:12
Zitat von trimeresurustrimeresurus schrieb:Ich möchte behaupten, dass Frauen mit Kind und Ehemann unter einem größeren gesellschaftlichen Druck stehen, als gleichaltrige Singel-Frauen.
Komplett falsch. Die Single-Frau mag sich der Verantwortung entziehen, hat also da wenig bis keine, wenn sie ihr Singledasein selbst gewählt hat. Aber der gesellschaftliche Druck ist definitiv vorhanden, weil sie nicht die Ziele erreicht hat, die man "normalerweise" so hat.


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Das Leben mit 30 - Hatte die Gesellschaft recht?

17.09.2017 um 21:17
Zitat von ChuChu schrieb: Trimeresurus schrieb:
Ich möchte behaupten, dass Frauen mit Kind und Ehemann unter einem größeren gesellschaftlichen Druck stehen, als gleichaltrige Singel-Frauen.

Komplett falsch. Die Single-Frau mag sich der Verantwortung entziehen, hat also da wenig bis keine, wenn sie ihr Singledasein selbst gewählt hat. Aber der gesellschaftliche Druck ist definitiv vorhanden, weil sie nicht die Ziele erreicht hat, die man "normalerweise" so hat.
Ach bitte, das ist doch nur Wehleidigkeit.
Druck gibt es immer. Eine Mutter hat einen viel größeren Druck auszuhalten. Sie gibt sofort als Rabenmutter gezeichnet, wenn sie mal nicht
perfekt ist.
Wie gesagt: Wer alleine bleibt und sein Ding durchzieht kann das tun. Aber dann ohne Selbstmitleid. Aber einem bestimmten Punkt gibt es auch keinen Weg zurück. Nennen wir das Kind beim Namen. Es ist Egoismus, mehr nicht. Wer egoistisch sein möchte, kann das tun. Ich bin ein großer Fan von gelebtem Egoismus. Aber dann über gesellschaftlichen Druck zu klagen ist albern.


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17.09.2017 um 21:23
@trimeresurus
Hat hier jemand über gesellschaftlichen Druck geklagt? Ich habe nur gesagt wie es ist. Du bist ja lustig :D Beide haben einen anderen gesellschaftlichen Druck, aber die beiden zu vergleichen ist doch sinnfrei. Als würde man eine Mathearbeit mit einer Deutschklausur vergleichen und daraus ziehen, wer der bessere ist.
Direkt mit Wehleidigkeit und Egoismus rumzuwerfen ist schon ziemlich heavy. Genauso kann man sagen: die Mütter, die du erwähnst, haben es sich doch so ausgesucht. Siehste? Klingt genau so falsch, findest du nicht?


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