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Intelligenz und psychische Erkrankungen?

164 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissen, Intelligenz, Psychische Störung

Intelligenz und psychische Erkrankungen?

21.12.2017 um 04:45
Philipp schrieb:Würdest du sagen, dass solche Traumata auch einen dauerhaften Einfluss auf das besagte neurochemische Gleichgewicht haben, und dass sowas dann letztlich in den von mir erwähnten anatomischen Schwächen mündet, welche eben schließlich die Erkrankung begünstigen?

bzw. auch möglicherweise umgekehrt. Ein Trauma schwächt die neuronale Anatomie, welche dann ein neurochemisches Ungleichgewicht zur Folge hat, und das spiegelt sich in der psychischen Erkrankung wider.
Ich könnte mir schon vorstellen, dass traumatische Erlebnisse Einfluss auf unser neurochemisches Gleichgewicht ausüben, kenne mich damit aber zu wenig aus.

Ob jetzt so rum oder so rum, ob es überhaupt ne Rolle spielt?

Weiß nicht ob du mal von Epigenetik gelesen hast. Traumata sollen sich auch auch in den Zellen widerspiegeln, bzw. können diese durch an- und ausschalten von Genen verändern. So sollen auch traumatische Erfahrungen vererbbar sein. Aber auch hier kenne ich mich nicht wirklich aus.
raitoningu schrieb:dass ihr noch woanders aneinander vorbeiredet.
Ich weiß nicht ob du das meinst was ich meine, aber hier:
Agrypnie schrieb:Das ist genauso, als würde man schreiben, Trauma hätte nichts mit einer psychischen Störung zu tun, weil jene auch bei Menschen ohne traumatische Erlebnisse auftreten können oder genetisch bedingt sein können.
da habe ich das Wort "jene" gerade erst gelesen, dass es sich Demonstrativpronomen nennt, auf "Trauma" bezogen. Deswegen erschien mir der Satz so unlogisch. Ich war im Glauben dass sich Wörter wie "jene" auf erstgenannte Sache im Satz beziehen, möglich dass es ein Denkfehler bei mir war. Ok, natürlich kann jetzt @Agrypnie schreiben, dass der Satz ja dann grammatikalisch falsch wäre, weil dann müsste da ja "jenes" stehen und nicht "jene", aber dies wäre ja auch möglich, dass er "jenes" einfach grammatikalisch falsch verwendet hat.


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Philipp
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21.12.2017 um 09:52
Agrypnie schrieb:Entsprechende Texte kann man auch ohne Hochbegabung verfassen. Ich kenne einige sehr gebildete, sehr eloquente, aber durchschnittlich intelligente Menschen, denen man auf den ersten Blick ganz sicher eine Hochbegabung zusprechen würde - ich habe das auch bereits getan und wurde dann eines Besseren belehrt, was ich persönlich sehr angenehm fand, weil es mich wieder etwas aus meinem fokussierten, elitären Denken rausgeholt hat. Bildung ist eben nicht mit Intelligenz gleichzusetzen, auch wenn ein entsprechender IQ den Zugang zu Bildung erleichtert.
Hier hatte ich ja noch etwas mehr Rahmeninformation bezüglich der Texte. zB., wie behauptet sich die Person unter Druck, insbesondere wenn sie meint bei Fehlern und Widersprüchen emotional wenig belastbar zu sein. Bleibt die intellektuelle Integrität dann trotzdem stets gewahrt, neigt man evtl. zu Übertreibungen, die leicht ins Absurde abzurutschen drohen, weil man noch das letzte Quäntchen Sinn, welchen man in seinen eigenen Ansichten vermutet, verteidigen will? Wie reagiert die Person auf verschiedene Arten von Humor, ..reagiert sie zunächst mal adäquat? Ist sie souverän genug aus einer eher durchschnittlichen Möglichkeit mit einer gekonnten kreativen Einlage einen echten Brüller zu konstruieren, oder einen eleganten, leichtfüßig subtilen Schwenk zu vollziehen? Wie ist das Verständnis im Subtext usw.

Das ist zwar jetzt in der kurzen Korrespondenz nicht alles direkt beobachtbar gewesen, aber ich habe ja noch andere Gespräche verfolgt und hatte schon öfter das Gefühl, dass das Potenzial für solcherlei durchaus vorhanden ist, da es immer wieder abzeichnet. Deshalb dann eben dieses Zwischenurteil.

Ich persönlich denke auch, dass das Wesen der Intelligenz sehr flüchtig ist, und eben auch nicht so einfach in Tests erfassbar. Die geben sicher einen groben Einblick, erfassen aber nur Durchschnittswerte und Momentaufnahmen von dem was jeder Mensch unter verschiedenen Bedingungen in weit auseinander driftender Qualität zu leisten vermag. Vllt kannst du auch mal in deinen eigenen Worten formulieren, wie du Intelligenz als solches definieren würdest. Lerne da auch gerne dazu. Hab zwar schon einige gekonnte Versuche gehört und gelesen, aber deiner würde mich hier passend zu dem kleinen Exkurs in besonderem Maße interessieren.


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21.12.2017 um 09:57
Vllt kannst du auch mal in deinen eigenen Worten formulieren, wie du Intelligenz als solches definieren würdest. Lerne da auch gerne dazu. Hab zwar schon einige gekonnte Versuche gehört und gelesen, aber deiner würde mich hier passend zu dem kleinen Exkurs in besonderem Maße interessieren.
Auch die Versuche anderer User wären hier ganz interessant, denn es ist nun mal ein zentraler Bestandteil des ganzen Themas, und je nach Sichtweise und Definition könnte das evtl. auch mehr Einblick in die gesamte Sachlage bringen.

Aber eigentlich interessiert mich erstmal nur, was die Leute überhaupt so darüber denken.


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21.12.2017 um 13:23
Intelligenz bedeutet für mich erst einmal nur, Informationen schnell, zielführend und korrekt verarbeiten zu können, sie verwenden zu können und daraus weitergehende logische Schlüsse zu ziehen. Man bemüht sich, diese Fähigkeit in einem IQ-Test weitestgehend zu erfassen, wobei man natürlich nicht außer Acht lassen darf, dass die Fähigkeit, Informationen kontextbezogen zu interpretieren und zu nutzen, häufig vom Bildungshintergrund der jeweiligen Person abhängt und sich darüber hinaus trainieren lässt.
Wenn jemand viel weiß, kann er sich dieses Wissen themenübergreifend zu Nutze machen und wird anhand dessen meist die richtigen oder zumindest die mit dem aktuellen Konsens übereinstimmenden Schlüsse ziehen - jemand, der nun besonders intelligent ist, kann mitunter jedoch ohne einen entsprechenden Wissensschatz zu solchen Überlegungen kommen und "Dinge wissen, die er nicht wissen kann". Das habe ich bei sehr hochintelligenten Menschen schon mehrfach erlebt - sie kamen zu Schlüssen, die sie aufgrund ihres Bildungshintergrundes in diesem Bereich gar nicht hätten treffen können, weil man dafür eigentlich Bildung braucht. Nun könnte man das als Zufall oder schlicht und ergreifend als Wunschdenken abtun, da das jedoch in seiner Häufigkeit auffällig oft passiert ist und ich das so noch nicht bei Menschen, von denen ich weiß, dass sie sich in einem anderen IQ-Bereich befinden, erlebt habe, gehe davon aus, dass das tatsächlich Können oder "Begabung" ist.

Das heißt im Umkehrschluss jedoch nicht, dass ich jeden, der nun keinen IQ >130 hat, als dumm oder als nicht intelligent bezeichnen möchte - kluge Schlüsse kann man nicht nur ziehen, wenn man die theoretischen Voraussetzungen mitbringt, sondern auch, wenn man entsprechend erfahren, gebildet, fleißig, interessiert und talentiert ist. Für mich fällt das dann nicht unter klassische Intelligenz, die von einem IQ erfasst werden kann, aber dennoch unter den Gesamtbegriff dessen, was wir (ich setze an dieser Stelle voraus, es gäbe einen groben Konsens zum Intelligenzbegriff) unter Intelligenz verstehen.
Bildung, Fleiß, Erfahrung und Talent haben für mich aber nicht zwingend etwas mit klassisch messbarer kognitiver Intelligenz zu tun, obwohl sie Individuen sicher intelligent erscheinen lassen und Intelligenz die Schlüsse, die man daraus zieht, ebenso wie die generelle Lernfähigkeit, beeinflusst.

Die Dinge, die du angesprochen hast, sind für mich in erster Linie Charakter und nicht Intelligenz.
Ob jemand leicht verlegen wird, ob jemand mit Kränkung und Kritik umgehen kann, ob jemand humorvoll und in der Lage ist, Apophthegmen situationsangemessen zu benutzen, kann von der Intelligenz beeinflusst werden, unterliegt aber auch anderen Faktoren, die sich natürlich nicht von der Intelligenz isoliert betrachten lassen, aber dennoch größeren Einfluss nehmen können als der IQ des Individuums.
Es reicht ja schon, wenn du einen hochintelligenten Autisten oder jemanden, der eine narzisstische oder histrionische Persönlichkeitsstörung hat, vor dir hast - dann wird entweder die Fähigkeit, Subtext und Humor zu interpretieren, beeinflusst oder die Person wird nicht in der Lage sein, angemessen oder elegant auf Kränkung zu reagieren. Das passiert mitunter bereits bei Persönlichkeitsakzentierungen oder Persönlichkeitsmerkmalen ohne Krankheitswert, die sich dennoch massiv auf diese Bereiche auswirken können.
Ich würde sagen, dass solche Eigenschaften natürlich Indizien für die Intelligenz von jemandem sein können, dass es letztendlich aber mehr auf die logische Abstraktionsfähigkeit ankommt als darauf, wie galant Konflikte im Alltag gelöst werden oder wie charmant sich jemand präsentieren kann.


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21.12.2017 um 13:50
Agrypnie schrieb: sie kamen zu Schlüssen, die sie aufgrund ihres Bildungshintergrundes in diesem Bereich gar nicht hätten treffen können, weil man dafür eigentlich Bildung braucht. Nun könnte man das als Zufall oder schlicht und ergreifend als Wunschdenken abtun, da das jedoch in seiner Häufigkeit auffällig oft passiert ist und ich das so noch nicht bei Menschen, von denen ich weiß, dass sie sich in einem anderen IQ-Bereich befinden, erlebt habe, gehe davon aus, dass das tatsächlich Können oder "Begabung" ist.
Richtig, das ist mir in der Form auch schon aufgefallen, und ich hab das immer als eine besondere intuitive Gabe definiert, die aber letztlich auch durch eine hohe kognitive Leistungsfähigkeit begünstigt sein muss, so meine Schlussfolgerung.
Agrypnie schrieb:Die Dinge, die du angesprochen hast, sind für mich in erster Linie Charakter und nicht Intelligenz.
Ob jemand leicht verlegen wird, ob jemand mit Kränkung und Kritik umgehen kann, ob jemand humorvoll und in der Lage ist, Apophthegmen situationsangemessen zu benutzen, kann von der Intelligenz beeinflusst werden, unterliegt aber auch anderen Faktoren, die sich natürlich nicht von der Intelligenz isoliert betrachten lassen, aber dennoch größeren Einfluss nehmen können als der IQ des Individuums.
Gut, du weißt jedenfalls wie ich zu meiner Aussage gelangte, auch wenn das natürlich in bestimmte Unterthemen zerlegbar und relativierbar wäre. Es ging um das Gesamtbild, und wie du gerade selbst geschrieben hast, sind solche charakterlichen Dinge von der Intelligenz ebenso wenig zu trennen, wie die Beherrschung der Syntax, der Orthographie, der Grammatik oder eben auch des Stoffs, über den man spricht. Dies alles leistet einen Beitrag zum Gesamtbild. Wie hoch dieser Anteil jeweils ist, ist von meiner Warte aus schwer zu beurteilen, aber hier ist es wieder die Intuition, die dann solche Eindrücke zusammen mischt, und mich zu einem abschließenden Urteil gelangen lässt.


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21.12.2017 um 15:17
Agrypnie schrieb:Intelligenz bedeutet für mich erst einmal nur, Informationen schnell, zielführend und korrekt verarbeiten zu können, sie verwenden zu können und daraus weitergehende logische Schlüsse zu ziehen.
Hab da jetzt noch eine Weile drüber nachgedacht, und vermutlich trifft es das auch im Großen und Ganzen. Informationsmuster erkennen, einordnen, bei Bedarf abrufen und relativ zur individuellen Zielsetzung sinnvoll kombinieren. Wobei Letzeres dann das ist, was man unter Kreativität verstehen würde.


Mal sehen, ob von anderen Usern irgendwelche Einwände oder Ergänzungen kommen.


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21.12.2017 um 22:58
Philipp schrieb:Hier hatte ich ja noch etwas mehr Rahmeninformation bezüglich der Texte. zB., wie behauptet sich die Person unter Druck, insbesondere wenn sie meint bei Fehlern und Widersprüchen emotional wenig belastbar zu sein.
Kommt ja auch immer drauf an welchen Charakter man vor sich hat, eine schüchterne leicht ängstliche Person wird vielleicht anders reagieren, als eine extrovertierte Person, die vor Selbstbewusstsein nur so trotz. Natürlich gibt es auch extrovertierte Menschen mit wenig Selbstbewusstsein, aber war auch nur ein Beispiel.
Philipp schrieb:Bleibt die intellektuelle Integrität dann trotzdem stets gewahrt, neigt man evtl.
Viele denken sich dann vielleicht auch mal lieber ihren Teil. Also wer kein Spruch raus haut, dem muss noch lange keine intellektuelle Integrität fehlen.
Philipp schrieb:neigt man evtl. zu Übertreibungen, die leicht ins Absurde abzurutschen drohen, weil man noch das letzte Quäntchen Sinn, welchen man in seinen eigenen Ansichten vermutet, verteidigen will?
So Leute gibt es auch. Kann man aber nicht verallgemeinern.
Philipp schrieb:Wie reagiert die Person auf verschiedene Arten von Humor, ..reagiert sie zunächst mal adäquat?
Natürlich kann es ein Zeichen von Intelligenz sein wenn jemand angemessen auf Humor reagieren kann, ich mag da ganz besonders das subtile, was viele leider nicht verstehen, oder den trockenen Humor. Nur muss man auch bedenken, manche Leute möchte auch nicht auf nen humorvollen Spruch drauf eingehen weil sie diesen einfach nicht witzig fanden. Kurz gesagt: "Du kannst nicht über mein "Witz lachen, du hast es nicht verstanden" Wäre auch falsch.
Philipp schrieb:Ich persönlich denke auch, dass das Wesen der Intelligenz sehr flüchtig ist, und eben auch nicht so einfach in Tests erfassbar. Die geben sicher einen groben Einblick, erfassen aber nur Durchschnittswerte und Momentaufnahmen von dem was jeder Mensch unter verschiedenen Bedingungen in weit auseinander driftender Qualität zu leisten vermag.
Dem stimme ich zu.
Philipp schrieb:Auch die Versuche anderer User wären hier ganz interessant, denn es ist nun mal ein zentraler Bestandteil des ganzen Themas, und je nach Sichtweise und Definition könnte das evtl. auch mehr Einblick in die gesamte Sachlage bringen.

Aber eigentlich interessiert mich erstmal nur, was die Leute überhaupt so darüber denken.
Das Talent differenzieren zu können und flexibel, also nicht nur starr auf unterschiedliche Begebenheiten drauf eingehen können möchte ich ganz dringend zur Intelligenzdefintion mit hinzufügen. Es gibt viele Menschen die können auf logischer Ebene sämtliche Aufgaben mehr als leicht lösen, halten sich aber im Rahmen ihrer Logik stur an eine Art "inneren Richtwert" kommt mir zumindest so vor. Da möchte ich jemandem der flexible und differenziert dazu in der Lage ist Situationen zu bewerten gerne ne höhere Intelligenz bescheinigen.


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22.12.2017 um 06:13
Saphira schrieb:Kommt ja auch immer drauf an welchen Charakter man vor sich hat, eine schüchterne leicht ängstliche Person wird vielleicht anders reagieren, als eine extrovertierte Person, die vor Selbstbewusstsein nur so trotz. Natürlich gibt es auch extrovertierte Menschen mit wenig Selbstbewusstsein, aber war auch nur ein Beispiel.
Saphira schrieb:Viele denken sich dann vielleicht auch mal lieber ihren Teil. Also wer kein Spruch raus haut, dem muss noch lange keine intellektuelle Integrität fehlen.
Es wurde hier ein Charakter betrachtet, der allgemein bei Logikfehlern und Widersprüchen emotional extrem belastet wird. Das meine ich beansprucht auch die kognitiven Ressourcen, denn wer sich ständig mit solcherlei Aufregern beschäftigen muss, dem fehlt womöglich die Konzentration um im weiteren Verlauf einer Diskussion die volle intellektuelle Integrität wahren zu können, die einem aber eine entsprechende Antwort abverlangen würde. Gibt es dahingehend wenig bis gar keine Auffälligkeiten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass genug kognitive Ressourcen zur Verfügung stehen, so dass selbst ein großes emotionales Ungleichgewicht kaum ins Gewicht fällt.

"Der Spruch" wurde ja auch immer raus gehauen, also es kam immer eine Antwort, und die war selbst bei gröberen Schnitzern meinerseits immer recht souverän. Dann gab es eben 2 Möglichkeiten das zu sehen, entweder ist die hohe intellektuelle Begabung wirklich da, oder die emotionale Instabilität ist nicht ganz so groß, wie behauptet wurde. Ich persönlich tendiere zum Ersteren, denn das Gesamtbild bestätigt es wie gesagt.
Saphira schrieb:Natürlich kann es ein Zeichen von Intelligenz sein wenn jemand angemessen auf Humor reagieren kann, ich mag da ganz besonders das subtile, was viele leider nicht verstehen, oder den trockenen Humor. Nur muss man auch bedenken, manche Leute möchte auch nicht auf nen humorvollen Spruch drauf eingehen weil sie diesen einfach nicht witzig fanden. Kurz gesagt: "Du kannst nicht über mein "Witz lachen, du hast es nicht verstanden" Wäre auch falsch.
Stimmt, hier braucht es eine passende Mischung aus emotionaler und intellektueller Reife, um auf bestimmte Arten von Humor in einer angemessener Weise zu reagieren. Sind aber wie weiter oben Erwähnt nur Indizien, die hier weiterhin nur ein Gesamtbild bestärken oder ggf. auch abschwächen können.
Saphira schrieb:Das Talent differenzieren zu können und flexibel, also nicht nur starr auf unterschiedliche Begebenheiten drauf eingehen können möchte ich ganz dringend zur Intelligenzdefintion mit hinzufügen. Es gibt viele Menschen die können auf logischer Ebene sämtliche Aufgaben mehr als leicht lösen, halten sich aber im Rahmen ihrer Logik stur an eine Art "inneren Richtwert" kommt mir zumindest so vor. Da möchte ich jemandem der flexible und differenziert dazu in der Lage ist Situationen zu bewerten gerne ne höhere Intelligenz bescheinigen.
Es klingt erstmal richtig, aber ich werde da nochmal drüber nachdenken. Bin erst aufgestanden, und das Koffein wirkt noch nicht richtig. ^^


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22.12.2017 um 10:43
Sehe mir gerade eine interessante Doku dazu an. Sie behandelt viele verschiedene Teilbereiche und Blickwinkel zum Thema, weshalb ich sie hier auch für angebracht halte. Insbesondere die anatomischen Erkenntnisse könnten bei fachmännischer Betrachtung unsere Threadthese erhellen, wobei man dann vermutlich noch viel tiefer in Biologie einsteigen müsste, als es die Doku tut. Lohnt aber für den ersten Überblick mal rein zu sehen, wie ich finde.

Youtube: Das Rätsel unserer Intelligenz Doku 2016 (NEU in HD)


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22.12.2017 um 22:57
Philipp schrieb:Es wurde hier ein Charakter betrachtet, der allgemein bei Logikfehlern und Widersprüchen emotional extrem belastet wird.
Jeder Mensch ist ein vielfältiger Charakter, niemand hat nur ein oder zwei Eigenschaften. Also selbst wenn ich weiß, dass die Person bei Logikfehlern und Widersrüchen emotional stark belastet wird, weiß ich jetzt dennoch nicht, wie sie sonst so ist. Sie könnte zu dieser Eigenschaft noch ne Palette völlig unterschiedlicher anderer Charaktermerkmale aufweisen.
Philipp schrieb:Stimmt, hier braucht es eine passende Mischung aus emotionaler und intellektueller Reife,
So meinte ich es nicht. Das wäre ja nach dem Motto: "Du lachst nicht über meinen Witz dir fehlt einfach nur die emotionale und intellektuelle Reife..." Ich würde aber ner Personen einen Husten wenn sie mir derart kommen würde, nur weil ich über ihren Witz nicht lachen mag. Aber natürlich hast du recht, es erfordert bei einigen Witzen ne gewisse emotionale und intellektuelle Reife, ob als Witzgeber, es sei denn es ist Fäkalhumor, dafür muss man geistig ja nicht auf der Höhe sein, oder als Empfänger des Witzes, diesen richtig zu verstehen, z.B. auch zwischen den Zeilen.


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23.12.2017 um 05:09
asimo schrieb am 17.12.2017:Einsam = Depressionen, auf Dauer = psychische Instabilität.
Stimme ich in Teilen zu.
Jedoch kommt es auf die Person selbst an. Aus meiner Erfahrung her sah ich oft in 'Einsamkeit' lebende Individuen vermehrt denkend an dem eigenen selbst und dem Leid anderer teilhabend.
Dies kann dazu führen sich in einem Kreis der trostlosigkeit und Zweifel am Leben selbst zu entwickeln. Ist für mich aber auch aufgewecktes kritisches Denken, führt nicht mit einem "=" sofort zu Instabilität bei der Teilhabe am Leben.
------------------------------------------------------------------

Psychische Erkrankung ist für mich selbst schwer definierbar, dh. kein Begriff.
Letzlich ist ein von der Gesellschaft abweichendes Norm Verhalten was sich aus dem Individuum eines Charakters entwickelt.
So wird der 'psychisch labile' erst durch die Kristallisierung eines hervorstehenden Merkmals
im genaueren Rahmen eingegrenzt und mit begrifflichkeiten versehen die ihn aber nie vollends beschreiben können, der Mensch ist zu komplex in seiner Entwicklung und Erfahrung.
Letzlich erklärt man anhand von Symptomen einen Charakter der sich durch den Betrachter selbst zu reflektieren versucht.

Kurz OT
Es wurden auch schwerwiegende Vorwürfe in Richtung Psychopathie zu meiner Person vorgeworfen, es liegt wohl doch im Auge des Betrachters und dem was ihm zur Verfügung steht was für ein Verhaltensmuster man letzlich erkennt.
Aber ich streite nicht das ganze Fachwissen ab welches sich mir entzieht und will auch die Psychologie nicht verunglimpfen, ich spiegel nur meine nüchterne Betrachtung zu der Thematik.


Hier bin ich wie bei allem bereit mich korrigieren zu lassen.

Mfg


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23.12.2017 um 05:42
Saphira schrieb:Jeder Mensch ist ein vielfältiger Charakter, niemand hat nur ein oder zwei Eigenschaften. Also selbst wenn ich weiß, dass die Person bei Logikfehlern und Widersrüchen emotional stark belastet wird, weiß ich jetzt dennoch nicht, wie sie sonst so ist. Sie könnte zu dieser Eigenschaft noch ne Palette völlig unterschiedlicher anderer Charaktermerkmale aufweisen.
Das könnte natürlich sein. Nur ist das für meine Betrachtung hier irrelevant, weil ich ja nur nach dem beurteilen konnte, was an Voraussetzungen gegeben war.
Wenn jetzt der Mensch mit solcherlei Fehlern getriggert wird, und vllt etwas gereizt aber immer noch halbwegs souverän drauf reagiert, also die hier als Indikator wichtige intellektuelle Integrität wahrt, wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass die hohe kognitive Leistungsfähigkeit, von der man ja nun ausging, durchaus gegeben ist. Im Stress gerät das Denkvermögen manchmal ins Wanken. So meine Überlegung. Nun müsste der Stress groß genug sein, das ist sicher richtig, aber ich ging von einer starken Belastung aus, von daher..


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23.12.2017 um 10:34
Philipp schrieb:Saphira schrieb:
Jeder Mensch ist ein vielfältiger Charakter, niemand hat nur ein oder zwei Eigenschaften. Also selbst wenn ich weiß, dass die Person bei Logikfehlern und Widersrüchen emotional stark belastet wird, weiß ich jetzt dennoch nicht, wie sie sonst so ist. Sie könnte zu dieser Eigenschaft noch ne Palette völlig unterschiedlicher anderer Charaktermerkmale aufweisen.
Das könnte natürlich sein. Nur ist das für meine Betrachtung hier irrelevant, weil ich ja nur nach dem beurteilen konnte, was an Voraussetzungen gegeben war.
Natürlich kannst du vorrangig die Bausteine zu einem Bild zusammensetzen, die offensichtlich sind, allerdings wäre es zu einfach, - und mitunter sogar irreführend - davon auszugehen, dass man jemanden allein anhand seines Verhaltens in einer bestimmten Situation beurteilen kann, ebenso, dass man einzelne, aber gravierende Facetten (Intelligenz, Persönlichkeitsmerkmale) lediglich aufgrund eines Settings einschätzen kann. Wenn man sich für das Gesamtbild und eine möglichst akkurate Einschätzung interessiert, bietet es sich an, so viele verschiedene Situationen wie möglich zu beurteilen und dennoch die Möglichkeit im Hinterkopf zu behalten, dass es immer noch Eigenschaften geben kann, die man nicht wahrgenommen hat, die für das, was das Gegenüber ausmacht, jedoch bedeutsam sind.

Das, was du angesprochen hast, sagt letztendlich nicht viel über die Intelligenz eines Individuums aus. Es kann ein Indikator sein, aber kein Beweis. Es gibt zahlreiche humorlose und humorvolle Hochintelligente, charmante und sozial-unsichere, leicht gestresste und in sich ruhende, tollpatschige, freundliche, agonistische, isolierte, eingebundene, gesunde und erkrankte Menschen mit einem hohen IQ. Ein einzelnes Merkmal, z.B. ein guter, durchdachter Humor, sagt erst einmal nicht viel aus - das kann auch jemandem, der durchschnittlich intelligent ist, aber schlicht Gefallen daran findet, zugeschrieben werden.


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23.12.2017 um 12:04
@Agrypnie
Ich sprach doch -zumindest sinngemäß- von Indikatoren und Indizien, nie von Beweisen.

Am Anfang sogar nur davon, dass ich deine Aussage diesbezüglich für gerechtfertigt -im Sinne von verantwortbar oder legitim- halte. Damit meinte ich nicht, dass die Aussage damit beweisen wurde, sondern, dass sie ganz gut nachvollziehbar wäre. Ein Irrtum meinerseits jedenfalls ist damit keineswegs Ausgeschlossen, so wie ich das verstanden wissen wollte.

Sollte ich einen anderen Eindruck erweckt haben, war es keine Absicht.


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24.12.2017 um 00:01
Agrypnie schrieb:Natürlich kannst du vorrangig die Bausteine zu einem Bild zusammensetzen, die offensichtlich sind, allerdings wäre es zu einfach, - und mitunter sogar irreführend - davon auszugehen, dass man jemanden allein anhand seines Verhaltens in einer bestimmten Situation beurteilen kann, ebenso, dass man einzelne, aber gravierende Facetten (Intelligenz, Persönlichkeitsmerkmale) lediglich aufgrund eines Settings einschätzen kann. Wenn man sich für das Gesamtbild und eine möglichst akkurate Einschätzung interessiert, bietet es sich an, so viele verschiedene Situationen wie möglich zu beurteilen und dennoch die Möglichkeit im Hinterkopf zu behalten, dass es immer noch Eigenschaften geben kann, die man nicht wahrgenommen hat, die für das, was das Gegenüber ausmacht, jedoch bedeutsam sind.
Das sehe ich genau so. Selbst wenn ich mir auf die schnelle ein Bild mache, so kann dieses Bild total falsch und unselbstständig sein, deswegen halte ich auch nichts davon, wenn Leute damit angeben andere ja ganz schnell durchschauen zu können. Denn man müsste Menschen länger beobachten in völlig unterschiedlichen Situationen und dazu noch Hintergrundwissen über diese Person haben, um diese besser beurteilen zu können. Aber auch nur eine wichtige Sache, die ich über jemanden nicht weiß, kann das Bild wieder völlig anders aussehen lassen.


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24.12.2017 um 00:14
Philipp schrieb:Das könnte natürlich sein. Nur ist das für meine Betrachtung hier irrelevant, weil ich ja nur nach dem beurteilen konnte, was an Voraussetzungen gegeben war.
Schreibst du hier von einem echten Fall, also jemanden den du kannst, auf den das von dir beschriebene zutrifft? Irrelevant würde ich es nicht nenne, denn selbst ein entscheidender Faktor den man nicht weiß, kann das gesammte Bild der Person anders aussehen lassen.


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24.12.2017 um 06:11
Das ist glaube ich zu verallgemeinert, aber ich kenne ein paar, die ebenfalls sehr intelligent sind und eine psychische Erkrankung haben. Nur kenne ich auch einige, die psychisch krank sind und eben auch eine völlig normale Denkstruktur haben. Wenn man jetzt Wissen als Intelligenz bezeichnet. Bezeichnet man nun die emotionale Intelligenz, kann ich Dir eher zustimmen, die, die ich kenne besitzen durch die Bank durch eine, für mein Empfinden, hohe emotionale Intelligenz, was wohl auch nicht unwesentlich daran liegt, dass einigen schon wirklich schreckliche Dinge widerfahren sind und sie nicht wollen, dass andere Menschen sich auch nur annähernd so schlecht fühlen müssen.


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24.12.2017 um 06:14
@Saphira
Ich schreibe tatsächlich von der Korrespondenz der letzen Tage hier im Thread.

Hiermit hat es angefangen: Beitrag von Philipp, Seite 7

Woraufhin ich das dann versucht habe zu begründen.



Natürlich hast du Recht, dass man in dem Fall viel mehr nicht weiß, und damit die ganze Aussage auf wackeligen Füßen steht, wenn man nur von den oben genannten Faktoren ausgeht. So absolut, wie es vllt dann rüber kam, wollte ich es aber nicht verstanden wissen. Mir ging es erstmal nur um ein bestimmtes Bild, welches ja wie du gleich sehen wirst zugrunde Lag, und sich dann eben mehr oder weniger erhärten ließ.


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24.12.2017 um 07:37
@Philipp

Neben dem Begriff der Intelligenz gibt es ja auch noch Begriffe wie Klugheit oder Umsicht. Das eine ist die Intelligenz, das andere in Situationen Klug und umsichtig handeln und reagieren zu können, was ja ebenso sehr wertvoll sein kann.

Hatte irgendwo gelesen, dass Klugheit ne Art praktische Intelligenz ist.

Dann gibt es dann auch noch die Besonnenheit, diese hilft denke ich auch, in gewissen Situationen richtig zu entscheiden, nicht zu schnell zu impulsiv, sondern erstmal innehalten und nachdenken.


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Philipp
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24.12.2017 um 09:26
@Saphira
Es gibt ohnehin viele interessante Definitionen von diesen flüchtigen Phänomenen.

Ich denke, dass auch die Fähigkeit zum pluralistischen Denken in solch einer Bewertung eine gewichtige Rolle spielt. Zumindest war das bei mir immer so, dass ich Menschen für besonders clever hielt, wenn sie diese Art des Denkens sehr spielerisch beherrschten. Sprich, wenn sie schnell und zuverlässig bestimmte Perspektiven einnehmen konnten.


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