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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

115 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Selbstmord, Freitod, Erfüllung, Gedankenspiel, Lebenstraum

Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

31.07.2018 um 00:53
Einer der seltenen Gipfel ist für Astronauten die Mondlandung oder die ISS. Das geht selten größer oder besser. Da gehört dann ein Wertewechsel dazu, um neue Ziele zu definieren. Auf den meisten anderen Gebieten gibt es aber immer einen noch höheren Berg. Acht Milliarden Leute Konkurrenz hat auch sein Gutes.

Das Feine ist ja: die allermeiste Bedeutung ist selbstgemacht und daher flexibel. Wenn Dein Studium was taugt, dann sollte es Dir ein Leichtes sein, Dich gegebenenfalls umzukonditionieren.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

31.07.2018 um 01:38
Zufriedenheit ist toll, zufrieden sterben auch.
Aber ich sehe Zufriedenheit nicht als Grund an, mein Leben zu beenden.
Gerade dann macht das Leben doch viel mehr Sinn.

Der eine bringt sich um, weil er unzufrieden ist und der andere, weil er zufrieden ist?
Hey life, you gotta be kidding me.

Personen, die einem wichtig sind, fehlen einem auch dann, wenn man sich im Guten trennt, denn die Tatsache, die den Schmerz ausmacht, ist, dass die Person weg ist, nicht, wie der letzte gemeinsame Moment war.

Wofür ich aber nachhaltig stehe, ist, dass man sein Leben beenden darf, wenn man es unbedingt beenden will. Wenn du unbedingt dein Leben beenden willst, wenn du zuftrieden bist, wäre das deine Entscheidung, aber mir absolut unverständlich.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

31.07.2018 um 12:21
@simme
Das ist eine nette Fantasie, die du dir ausmalst, aber ich sehe es auch als das: Eine Fantasie. Die würde man wohl so aus"leben", wenn man unheilbar krank ist und, solang es einem noch gut geht, ein Abschiedsfest mit den Lieben feiern und sich dann verabschieden. Aber, mit Verlaub, du bist ja noch sehr jung: Es kommen doch immer neue Aufgaben und Wünsche im Leben. Wenn du in 10 Jahren alles erreicht hast, was du dir heute ausmalst, dann hast du eventuell Kinder und möchtest deine Enkelkinder kennenlernen, deine Kinder erwachsen werden sehen, doch noch einen neuen Beruf erlernen, Reisen. Zufriedenheit ist doch nicht gleich Ziellosigkeit.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

31.07.2018 um 17:13
Die Idee ist nachvollziehbar und wenn du selbst das so für dich beschlossen hast, ist es dein gutes Recht dein Leben zu beenden wann immer du möchtest.

Gerade wenn man an Wiedergeburt glaubt, hat man ja durch den Tod nicht viel zu verlieren.

Die Frage ist nur, ob das die beste Altenative ist.

Es gibt ja wirklich in diesem bizarren Universum genug zu entdecken und zu tun. Da können dir auch bei tausend Wiedergeburten die Projekte nicht ausgehen.

Es gibt die Möglichkeit, dass nach dem Tod nichts mehr kommt. Ok, in dem Fall kannst du dich nicht mehr ärgern, aber was du dann alles verpasst!

Oder du wirst wiedergboren und dann erwischst du eine Existenzform in der du irgnedwas schmerzlich vermisst, du weißt vielleicht selbst nicht was genau. Vielleicht ist es genau die eine Sache, die du in diesem Leben noch hättest erledigen können. Vielleicht will das Universum von dir, dass du noch auf den Everest steigst - und du wirst als Rollstuhlfahrer wiedergeboren. Weiß man ja nicht ;-)

Außerdem könntest du auch, wenn du dein Soll erfüllt hast bzw. was du für dein Soll hältst, einfach eine Ehrenrunde dranhängen und dir ein zufriedenen Lebensabend mit Koks und Nutten gönnen (kann durch andere Hobbys ersetzt werden wenn gewünscht :-))


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

31.07.2018 um 18:53
Lilwani schrieb:Gerade wenn man an Wiedergeburt glaubt, hat man ja durch den Tod nicht viel zu verlieren.
Wenn ich diesen ganzen Karma-Krempel richtig verstanden habe - und flüchtige Internet-Recherchen scheinen das zu bestätigen, ist Suizid ganz schlecht für eine Wiedergeburt. Zumindest erreicht man dann kein höheres Level, ganz im Gegenteil.

Dummerweise kann man das nach seinem eigenen Tod nicht mehr überprüfen oder gar bei einer Gottheit reklamieren.

Aber bitte, wenn @simme meint, seinen Weg gehen zu müssen - dann bin ich der Letzte, der Reisende aufhalten würde. Jeder ist für sein Leben und Sterben selbst verantwortlich.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

31.07.2018 um 19:08
Lilwani schrieb:Gerade wenn man an Wiedergeburt glaubt, hat man ja durch den Tod nicht viel zu verlieren.
Die Frage ist was du darunter verstehst, bei einem Menschen mit einer vollständiger Amnesie wo danach sein Leben neu beginnt geht auch seine vorherige Identität verloren. Was bringt also Wiedergeburt, wenn dabei die Identität einer Person verloren geht. Im Prinzip ist es irrelevant ob es eine Wiedergeburt gibt, wenn dabei die Identitätsstiftenden Daten weitgehend verloren gehen und dies ist praktisch gesichert der Fall. Ich werde jedenfalls solange es geht mit meiner Existenz das Treiben der Menschheit verfolgen, ob danach eine Wiedergeburt erfolgt oder irgendwelche Götter existieren ist mir praktisch egal.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

31.07.2018 um 19:12
Doors schrieb:Wenn ich diesen ganzen Karma-Krempel richtig verstanden habe - und flüchtige Internet-Recherchen scheinen das zu bestätigen, ist Suizid ganz schlecht für eine Wiedergeburt. Zumindest erreicht man dann kein höheres Level, ganz im Gegenteil.
Keine Ahnung, bin recht uninformiert über Karmakrempel :-)

Ich finde den Gedanken der Wiedergeburt nicht abwegig, selbst Voltaire wollte es nicht ausschließen und das war ja der letzte der irgendwas unkommentiert geschluckt hat.

Aber falls es eine Wiedergeburt gibt, muss die ja nicht in der Form geschehen wie das selbsternannete Experten in ihre Blogs schreiben.

Ich denke eher, wenn es das tatsächlich gibt, dann ist es ja eine vollkommen natürliche Angelegenheit die sich an physikalischen Gesetzen orientiert die noch zu entdecken sind. Dann wäre daran nichts Mysteriöses und schon gar nichts das sich an temporären menschlichen Wertvorstellungen orientiert. Einschlafen und Wiederaufwachen macht dem Karma ja auch nix. Auch nicht mit Schlaftablette ;-)

Aber das geht jetzt wohl off topic.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

31.07.2018 um 19:21
taren schrieb:Die Frage ist was du darunter verstehst, bei einem Menschen mit einer vollständiger Amnesie wo danach sein Leben neu beginnt geht auch seine vorherige Identität verloren. Was bringt also Wiedergeburt, wenn dabei die Identität einer Person verloren geht. Im Prinzip ist es irrelevant ob es eine Wiedergeburt gibt, wenn dabei die Identitätsstiftenden Daten weitgehend verloren gehen und dies ist praktisch gesichert der Fall. Ich werde jedenfalls solange es geht mit meiner Existenz das Treiben der Menschheit verfolgen, ob danach eine Wiedergeburt erfolgt oder irgendwelche Götter existieren ist mir praktisch egal.
Ja eben. Da wir es ja nicht wissen sollten wir es mal als irrelevant beiseite schieben. Ich würde auch lieber aus meinem erfüllten Leben noch was rausholen wollen.

Aber wer sich unbedingt früher verabschieden will, bitte.

Falls es Karma gibt, wissen wir doch sowieso nicht was es tatsächlich will. Es scheint aber wohl eher nach Ursache-Wirkungs-Prinzipien zu funktionieren und nicht nach Moralvorstellungen. Die Wirkung der Ursache Selbstmord ist, dass man hinterher tot ist. Das dürfte sich mit den Absichten des Selbstmörders decken.

Falls es kein Karma gibt, ist nach dem Tod auch keiner mehr da der dir sagen kann dass das aber voll nich ok war.

Dann lieber noch ein paar Jahre lebendig bleiben und Spaß haben.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 05:25
Thaddeus schrieb:Es gibt kein 'genug', außer man denkt nur an sich selbst.
Es stimmt, es mag wirklich egoistisch rüberkommen, aber ich denke das tut es auch größtenteils auch aus dem Grund, weil Tod in unserer Gesellschaft immer etwas mit Negativität und viel Trauer zu tun hat. Natürlich ist es herzzerreißend, einen Menschen, dem man nahe steht, zu verlieren, jedoch kann es auch sein, dass genau der gefühlte Schmerz dann Antrieb für etwas Neues sein kann, vielleicht sogar so etwas wie eine Lernerfahrung, mit denen die Betroffenen in anderen auf sie zukommenden Lebenssituationen „profitieren“ können. Hoffe das kommt halbwegs verständlich rüber.
missesfee schrieb:Ich glaube nicht das jemand der so zufrieden ist, sich einfach das Licht ausknipst. Mal abgesehen davon das es extrem egoistisch ist einfach zu gehen wenn man noch einen Sinn im Leben erfüllen kann und einfach zu faul ist sich Gedanken über den Sinn zu machen.
Ich glaube nicht das man anderen Menschen trauer nehmen kann und auch Verständnis ist schwer zu erlangen wenn man eigentlich Gesund ist und keine Probleme hat.
Du hast recht, so betrachtet ist es schon egoistisch, aber wie ich finde wird generell zu wenig über den Tod, die Trauer und alles was danach kommt in unserer Gesellschaft gesprochen. Es ist ein ziemliches Tabuthema, welches auch einen fixen Bestandteil im Lehrplan aller Schulen haben solle, aber das ist jetzt bisschen Offtopic.
redlife schrieb:Mal ne andere Sache, wie würdest du dich denn umbringen wollen?
Mein Lieblingsplatz ist ein Bergsee bei uns in Österreich auf fast 2000m. Seit sie dort den Liftbetrieb einstellten vor einigen Jahren, trifft man dort oben nur selten andere Wanderer an, was ihn für mich sehr besonders macht. Dort oben würde ich auf eine Erhöhung, eigentlich eine Klippe steigen, und von dort ca. 150 Meter in Richtung See springen. Klingt vielleicht für den einen oder anderen ziemlich krank das ganze, heißt auch nicht dass ich das jemals machen werde, wie im Eingangspost beschrieben erweitertes Gedankenspiel, was ich mir jedoch durchaus vorstellen kann.
john-erik schrieb:Zuviel Hermann Hesse "Der Steppenwolf " gelesen?
Nein kenne ich garnicht, aber danke für den Tip!
Luminita schrieb:Leider kann man im Leben nicht einfach so erkennen, wann man den Gipfel erreicht hat, und selbst da oben können sich noch Probleme ergeben.
Ja das stimmt, das ist auch das komplexe daran. Ob sich jemals so ein Gefühl einstellen wird oder kann, das kann niemand wissen.
Thaddeus schrieb:Einer der seltenen Gipfel ist für Astronauten die Mondlandung oder die ISS. Das geht selten größer oder besser. Da gehört dann ein Wertewechsel dazu, um neue Ziele zu definieren.
Über das Thema hab ich kürzlich auch mit meinen Freunden diskutiert, ich kann mir zwar nur schwer vorstellen in der Position eines Astronauten zu sein, jedoch wäre für mich wahrscheinlich auch die „Erfüllung“ erreicht, die Erde vom Mond aus betrachtet zu haben und dort oben gewesen zu sein. Für mich wäre dann auf jeden Fall das Maximum erreicht und ich würde ich mich auch für einen Freitod entscheiden wahrscheinlich, weil das für mich jegliche vorhandene Vorstellungskraft übersteigen würde, ich dann an meiner eigenen Existenz zweifeln beginnen würde. Würde Wäre Würde 😂
Lilwani schrieb:Es gibt die Möglichkeit, dass nach dem Tod nichts mehr kommt. Ok, in dem Fall kannst du dich nicht mehr ärgern, aber was du dann alles verpasst!
Wenn ich mir vorstelle, ich wäre ein ganz anderer Mensch, geboren zum Beispiel in Polen, mit vielleicht weniger finanziellen Mitteln, anderen Werten, vielleicht auch weniger Perspektiven jobtechnisch gesehen... Wenn ich dann zum Beispiel nicht Simme, sondern Szymon heißen würde, vielleicht weniger „erreicht“ hätte im Vergleich zu Simme, aber viel glücklicher wäre... Was hätte dann ein Szymon am Ende seines Lebens „verpasst“ was ein Simme am Ende seines Lebens nicht verpasst hat?
Doors schrieb:Wenn ich diesen ganzen Karma-Krempel richtig verstanden habe - und flüchtige Internet-Recherchen scheinen das zu bestätigen, ist Suizid ganz schlecht für eine Wiedergeburt. Zumindest erreicht man dann kein höheres Level, ganz im Gegenteil.
Mir geht es damit auch garnicht ein höheres Level zu erreichen, das wäre Schwachsinn und würde auch nicht der Fall sein.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 12:28
simme schrieb:Mein Lieblingsplatz ist ein Bergsee bei uns in Österreich auf fast 2000m. Seit sie dort den Liftbetrieb einstellten vor einigen Jahren, trifft man dort oben nur selten andere Wanderer an, was ihn für mich sehr besonders macht. Dort oben würde ich auf eine Erhöhung, eigentlich eine Klippe steigen, und von dort ca. 150 Meter in Richtung See springen. Klingt vielleicht für den einen oder anderen ziemlich krank das ganze, heißt auch nicht dass ich das jemals machen werde, wie im Eingangspost beschrieben erweitertes Gedankenspiel, was ich mir jedoch durchaus vorstellen kann.
Ich muss zugeben, dass diese Art durchaus ihren Reiz hat, klingt schon recht "episch" wenn man das Wort in Bezug mit einem Selbstmord setzen kann.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 12:44
redlife schrieb:Ich muss zugeben, dass diese Art durchaus ihren Reiz hat, klingt schon recht "episch" wenn man das Wort in Bezug mit einem Selbstmord setzen kann.
Sicherlich nicht so episch für denjenigen wo danach den Körper einsammeln und zurückführen muss... , man sollte hier schon Rücksicht auf andere nehmen.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 13:05
Ich weiß nicht... ich finde den Thread irgendwie ekelhaft... und makaber obendrein.

...weiß auch nicht, was der TE damit bezwecken will... es ist völlig absurd, wenn man total glücklich und zufrieden ist, sich dann das Leben zu nehmen... das ist irgendwie auch eine Verspottung von all den Menschen, die vor Verzweiflung nicht mehr ein noch aus wissen.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 13:15
@simme

Die Sache mit dem 'an sich selbst denken' meinte ich eigentlich mehr als Tatsachenbeschreibung, nicht so sehr als moralische Wertung. War nicht sauber genug ausgedrückt.

Denjenigen, der Deine halb verweste, zerschmetterte Leiche fände, den beneide ich nicht. Wird auch kein Rettungshelfer sein, der schon alles gesehen hat. Wird ein Wanderer sein, vielleicht ein Kind, der Deinen Lieblingsplatz dann unter Umständen ausschließlich mit Brechreiz und Alpträumen verbindet.

Als Psychologiestudent weißt Du ja, wie Anchoring funktioniert.

Ich frage mich jetzt langsam, aus welcher Motivation heraus Du Dein Psychologiestudium begonnen hast.

Mein Rat bleibt:

Such' Dir den passenden Sinn des Lebens aus und die Idee wird hinfällig. Und meisten der 12 Astronauten hatten nach der Mondlandung noch 40-50 Jahre ein erfülltes Leben. Oder zumindest jede Chance darauf. Scott Glenn hat nochmal nachgelegt.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 13:30
Und wer entscheidet, wann Du Dein Soll erfüllt hast? Ich komme jetzt mal auf der religiösen Schiene. Wann Dein Leben zu enden hat, entscheidest nicht Du, sondern Gott.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 13:44
Also, wenn Gott das entscheidet, dann ist ja alles in Butter. Dann KANN er sich ja gar nicht vor der Zeit umbringen, weil ein allmächtiger Gott das verhindern kann und, falls es ihn kümmert, auch wird.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 14:01
Das Leben ist kein Festmahl, bei dem man aufhört, wenn's am besten schmeckt.
So sehr kannst Du die Leute gar nicht hassen, die dann fürs Resteessen übrigbleiben.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 15:45
@Gravedancer67
Gravedancer67 schrieb:Wann Dein Leben zu enden hat, entscheidest nicht Du, sondern Gott.
Du meinst doch Allah,oder?😉


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 16:41
Mir fallen noch zwei Sachen dazu ein.

Erstens hab ich mich vorhin dran erinnert, dass ich vor Jahren auch mal so ein ähnliches Gedankenspiel hatte. Ich hatte mich damals gefragt: angenommen, man würde mir vor meiner Geburt mitteilen, was mein eigentlicher Daseinszweck wäre. Und angenommen, ich hätte den dann irgendwann brav erfüllt, wäre aber noch jung. Was würde ich dann tun?

Auf Selbstmord bin ich damals allerdings nicht gekommen. Ich bin eher bei absoluter Freiheit gelandet. Dann könnte ich alles machen worauf ich Bock hätte ohne mir einen Kopf zu machen ob das nun ein sinnvoller Beitrag zum Großen Plan wäre! Was fand ich das aufregend. Ich könnte ne Band gründen oder Waisen adoptieren oder Oliven züchten und keiner könnte mir Zeitverschwendung vorwerfen. Wie blöd nur, dass die kosmische Dienstanweisung unterblieben ist :-)

Zweitens. Mir ist ein Film eingefallen der vor ein paar Jahren mal in den kleineren Kinos lief. Gibt bestimmt tausend bessere Beispiele, aber mir ist nun mal dieses eingefallen.

Es ist ein deutscher Indiefilm namens "Victoria". Die besagte Victoria hat so ziemlich das entgegengesetzte Problem. Sie ist noch sehr jung, hat aber, wie man im Lauf des Films erfährt, ihr Lebensziel bereits komplett verfehlt. Sie hat ihre ganze Kindheit hindurch auf ein Ziel hingearbeitet dem sie alles untergeordnet hatte. Dann hat sie eine entscheidende Prüfung verkackt und sieht, dass sie ihr ganzes bisheriges Leben sozusagen umsonst gelebt hat.

Nun muss sie mit dieser Erkenntnis irgendwie weiterleben und im Idealfall neue Ziele finden, aber davon ist sie noch weit entfernt. Sie hängt so durch und schließt sich dann der erstbesten Herde Gangster an, einfach weil von denen das erste neue Identitätsangebot kommt.

Das wäre sozusagen die spiegelverkehrte Perspektive auf die Ausgangsfrage.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 17:32
Es gibt kein Lebensziel, du kannst machen was du willst, jedenfalls solange dein Geld reicht.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 17:57
taren schrieb:Sicherlich nicht so episch für denjenigen wo danach den Körper einsammeln und zurückführen muss... , man sollte hier schon Rücksicht auf andere nehmen.
Ja dem bin ich mir bewusst, wenn der Eröffner aber einen Freitod in Betracht zieht und sich sicher ist, dass die Familie dem zustimmt, bzw. damit klarkommt, dann sehe ich da kein Problem


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