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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

115 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Selbstmord, Freitod, Erfüllung, Gedankenspiel, Lebenstraum

Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

01.08.2018 um 20:36
Gravedancer67 schrieb:Wann Dein Leben zu enden hat, entscheidest nicht Du, sondern Gott.
Das ist süß. Welchen meinst du denn? Odin? Thor? Heimdall? Njörd?

Mein Tipp ist Freya, die kriegt nämlich eh die Hälfte der Einherjer aus Valhalla.

Zurück zum Thema: Ich halte das Ganze immernoch für ziemlich fragwürdig. Wenn man malmit einem Suizid im Freundeskreis konfrontiert war, kennt man die Lawine, die dies im Bekannten- und Verwandtenkreis auslöst - wie viel leid ud Schmerz und Ungemach.
Selbst wenn sich mein Kumpel nicht im schlimmsten, sondern im besten Moment seines Lebens umgebracht hätte, würde ich mich wohl kaum darüber freuen...


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 12:19
Je länger ich drüber nachdenke, umso mehr komme ich zu dem Schluss dass diese Frage wirklich mehr Leute "aus der anderen Richtung" betrifft.

Ich halte die Idee, sich nach dem Erreichen des Ziels selbst zu töten, für ein echtes Randphänomen. Ansonsten gäbe es seuchenartige Selbstmordserien z.B. unter Neurentnern.

Wahrscheinlich stellen sich wesentlich mehr Menschen diese Frage, wenn sie von Gegenteil betroffen sind: das angepeilte Ziel wird endgültig verfehlt oder man ist plötzlich von der Möglichkeit abgeschnitten sein Ziel zu verfolgen.

Z.B. wenn man nach einem Unfall plötzlich schwerbehindert ist oder wenn das eigene Kind vor einem stirbt oder dergleichen.

Ich glaube, sowas stürzt mehr Leute in Existenzkrisen als der Gedanke sein Soll erfüllt zu haben.

Spontan schießt mir Margot Honecker durch den Kopf. Sie ist nicht das Beispiel, aber ein Beispiel, stellvertretend für Zehntausende weniger prominente Schicksalsgenossen.

Ich sags lieber gleich am Anfang, ich habe diese Frau nie gemocht und war nie ein Fan ihrer Politik.

Ich sehe trotzdem die Tragik ihrer Figur. Frau Honecker hat, aus welchem Grund auch immer, an das geglaubt was sie getan hat und hat tatsächlich ihr gesamtes Erwachsenenleben mit voller Leidenschaft und voller Konzentration ihrem einen Ziel untergeordnet. Nämlich sämtliche in der DDR geborenen Generationen zu blinden Anhängern des Regimes zu erziehen.

Wäre sie cleverer udn bodenständiger gewesen, hätte sie so ein Ziel gar nicht erst verfolgt, weil es vollkommen aussichtslos ist solche Menschenmassen ideologisch unter Kontrolle zu kriegen.

Die Frau strebt also und strebt und strebt, dann ist sie alt und mehrfache Großmutter, und von einem Tag auf den anderen ist die DDR Geschichte und die Frau steht vor den Trümmern von allem was sie aufgebaut hat.

Ich habe extra sie als Beispiel gewählt und nicht ihren noch prominenteren Ehemann. Aus dem Grund, weil ich ihr Projekt als klarer umrissen empfinde.

Als die DDR den Bach runter gegangen ist, war sie zu alt um einfach noch mal von vorne anzufangen, hat aber noch lange genug gelebt um das eigenen Scheitern immer und immer wieder unter die Nase geschmiert zu kriegen.

Das war verdient, weil es einfach kein lauteres Ziel war. Aber ich habe mich trotzdem manchmal gefragt, wie solche elementar und endgültig gescheiterten Existenzen damit weiterleben können und ob die sich nicht manchmal fragen wofür sie eigentlich noch da sind.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 13:16
Hm... je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr mißtraue ich den Intensionen des TE.

Der User ist (lt. eigener Aussage) Psychologiestudent und das Ganze riecht verdächtig nach einem sozialen Kleinexperiment mit uns als Probanten, wie man darüber diskutiert oder welche Aussagen in diesem Zusammenhang damit getroffen werden...

Entweder ist es das oder aber es ist ein Trollthread.

Ich kann jemanden nicht wirklich ernst nehmen, der so einen Quark schreibt wie ich das im EP gelesen habe.

Die Menschen begehen Suizid aus Verzweiflung, aus der totalen Verzweiflung heraus... bspw. wenn sie keinen Ausweg mehr aus einer furchtbaren Krankheit sehen.

...und hinterlassen viele, viele trauende Menschen, von denen sich manche nie wieder ganz davon erholen.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 13:25
Von der Gleichgültigkeit und Verweigerungshaltung, in der viele trauernde Menschen den Hilfesuchenden vorher gebadet haben, erholt sich der manchmal auch nicht mehr.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 13:25
Lilwani schrieb:Als die DDR den Bach runter gegangen ist, war sie zu alt um einfach noch mal von vorne anzufangen, hat aber noch lange genug gelebt um das eigenen Scheitern immer und immer wieder unter die Nase geschmiert zu kriegen.Das war verdient, weil es einfach kein lauteres Ziel war. Aber ich habe mich trotzdem manchmal gefragt, wie solche elementar und endgültig gescheiterten Existenzen damit weiterleben können und ob die sich nicht manchmal fragen wofür sie eigentlich noch da sind.
Das ist einfach zu erklären: diese Leute sind in ihren gescheiterten Wegen so verbohrt, daß sie wider besseren Wissens darauf hoffen, daß sich die Zeiten wieder ändern und sie wieder in die gleiche Position wie früher kommen, weil das doch aus ihrer Sicht das einzig Richtige war ... und davon träumen sie bis ins Grab.
Man begeht keinen Selbstmord, wenn man sich fest an die Einbildung hängt, daß man vielleicht schon morgen oder nächstes Jahr oder in zwei Jahren wieder in der alten Machtposition sein könnte.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 13:29
Wenn du dich umbringen möchtest, empfehlt ich dir das vor dem Kurs Methodenlehre II zu tun, spätestens wenn es bei SPSS ans Eingemachte geht.
Das ist ein taktisch guter Zeitpunkt.
-
Grundätzlich halte ich Suizid aber für eines der wenigen real existierenden Menschenrechte und wenn jemand nicht alt werden möchte, geht das in Ordnung.
Ein "Soll" gibt es allerdings nicht "vollkommene Zufriedenheit" auch nicht
Ein Soll ist eine Forderung und diese muss von jemandem gestellt werden.
Totale Zufriedenheit kann es nicht für derart komplexe Wesen wie H. Sapiens nicht geben. Gäbe es diesen Zustand, so würde man ihn kaum freiwillig verlassen. Klar, man soll aufhören wenns am schönsten ist. Aber kein Mensch der sich wohlfühlt holt sich einen Strick.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 13:57
@moric: also ein Troll sicher nicht, Experiment für die Uni kann schon sein.

Ich glaube Psychologen machen ganz gerne Experimente ohne die Teilnehmer vorher drauf hinzuweisen... na meinetwegen.

@Rao: Ja, das kann sein. Ich habe ein paar Interviews mit ihr gelesen die ein Journalist kurz vor ihrem Tod mit ihr geführt hat, und die Frau hat konsequent darauf beharrt wie toll sie alles gemacht hat.

Ist aus ihrer Sicht auch ganz vernünftig. Sich einzugestehen dass man sein komplettes Leben darauf verschwendet hat Mist zu bauen, ist schwer man man über 80 ist und nichts mehr ändern kann. Dann lieber der unvollkommenen Welt die Schuld geben und mit sich im Reinen bleiben.


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simme
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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 14:08
@alle: Nein, so absurd es für den ein oder anderen von euch klingen mag, aber es ist kein Experiment für die Universität, wollte mich auch nicht über Menschen, die sich aus triftigen Gründen, sei es psychisch oder physisch bedingt umbringen, lustig machen. Wollte nur ein Gedankenkonstrukt vorstellen, ohne irgendjemanden anzugreifen oder bloßzustellen. Tut mir leid, wenn es jemand in den falschen Kragen bekommen hat, meine Absicht war dies sicherlich nicht.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 14:18
@simme

Findest du denn dieses ganze Gedankenkonstrukt nicht selber makaber und völlig absurd?

Diese ganzen Tötungsthreads wegen diesem oder jenem Grund nehmen hier echt Überhand... ich finde die alle ähnlich schlecht...


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 14:47
Wenn es sowas wie ein "Soll" im Leben geben sollte, gehört dazu auch das Leid, nicht nur die positiven Dinge. Wer also meint, er hat sein so lala gutes Leben gelebt und jetzt beendet er es lieber, bevor die schlechteren Jahre des Alters und Verfalls richtig losgehen, der erfüllt sein Soll nicht. Und muß das dann, wer weiß, vielleicht in einem anderen Leben "nachholen", unter Umständen, auf die er vielleicht weniger eigenen Einfluß haben wird, z. B. bereits krank oder behindert und im Elend geboren.
Wer also an ein "Soll" glaubt, sollte schauen, daß beide Waagschalen, das gute und das schlechte, im Gleichgewicht sind.
Kein neuer Glaube ... schon die alten Ägypter kannten die Waagschale, die den Wert eines Lebens bemißt.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 14:50
Die alten Ägypter haben den wissenschaftlichen Indizien, daß diese Welt nicht nach menschlichen Moralvorstellungen abläuft und daß mit dem Tod die schlichte Nichtexistenz beginnt, nur wenig entgegenzuhalten.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 14:50
Selbstmord ist Egoismus in der reinsten, ursprünglichsten Form. Also lautet meine Antwort NEIN!


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 14:53
Mostly_Harmles schrieb:Selbstmord ist Egoismus in der reinsten, ursprünglichsten Form. Also lautet meine Antwort NEIN!
Anderen ihren eigenen Tod nicht zu gönnen ist Egoismus.
Niemand muss leben, wenn er nicht will.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 14:55
Mostly_Harmles schrieb:Selbstmord ist Egoismus in der reinsten, ursprünglichsten Form. Also lautet meine Antwort NEIN!
Dann hast Du noch nie einen Bus voller Nonnen und Kinder durch Hingabe Deines Lebens vor dem Flammentod bewahrt. Wär' doch schade um den schönen Bus!!

Und Du hast noch nie erlebt, wie unglaublich wertlos und ungeliebt Menschen sich fühlen können. Du weißt nicht, was für eine tägliche Hölle das werden kann.

Menschen gönnen sich nicht mal eben einen Selbstmord, es ist praktisch immer eine Verzweiflungstat.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 14:57
@Thaddeus ... na wenn du das sagst.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 15:20
Thaddeus schrieb:Die alten Ägypter haben den wissenschaftlichen Indizien, daß diese Welt nicht nach menschlichen Moralvorstellungen abläuft und daß mit dem Tod die schlichte Nichtexistenz beginnt, nur wenig entgegenzuhalten.
Dann ist der Glaube an ein Soll von vornherein irrational und es ist unerheblich, wann und warum jemand Selbstmord begeht. Er hat halt seine Gründe. Mit der alten religiösen Begründung, ein Selbstmord würde Gottes Plänen irgendwie dazwischenfunken, kann man in wissenschaftlichen Zeiten genausowenig argumentieren, auch mit dem "Raub" von Arbeitskraft, die dem jeweiligen Fürsten zustand nicht mehr, und der Selbsterhaltungstrieb als tierischer Instinkt scheint bei manchen Menschen angeborenermaßen schwächer zu sein als bei anderen (regelrechte Selbstmord-Familien wie die Manns!).


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 15:29
Stimmt. Was man tun kann ist der Versuch, seine Lieben artgerecht zu halten. Das erfordert Kompetenz. Von Krankheiten abgesehen ist es IMMER die nicht artgerechte Haltung, die einen Menschen in den Selbstmord als schlechteste und gefühlt einzig verbleibende Lösung treibt.

Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie kalt und gleichgültig und borniert Mitmenschen sein können.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

02.08.2018 um 15:33
Thaddeus schrieb:Und ich weiß aus eigener Erfahrung, wie kalt und gleichgültig und borniert Mitmenschen sein können.
Das setzt allerdings voraus, daß einem diese Mitmenschen überhaupt wichtig sind und daß man nichts wichtigeres im Leben hat. Wer seine Mitmenschen dagegen als rein notwendiges Übel akzeptiert und seine Interessen auf ganz anderem Gebiet hat, kann nie enttäuscht werden.


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

08.11.2018 um 13:50
Ich selbst finde die Aussage *denkt an die Anderen* oder ähnliches ziemlich befremdlich. Ich sollte als erstes an mich denken, denn leider habe ich so oft die Erfahrung gemacht, dass *andere* auch erstmal an sich und wenn sie richtig gut drauf sind, an mich oder wen auch immer denken.
Auch die Trauer nach einem Verlust, gerade wenn es ein Suizid war, ist oft auch mit einer Art von * Egoismus* begleitet --- sollte ich als Hinterbliebener, wenn ich denn so selbstlos erst an andere, sprich an den Verstorbenen denke, nicht sagen, er hat es so gewollt, sein Leben erschien ihm nicht mehr lebenswert, wobei ich hier eher an die Suizide aufgrund von Krankheiten denke. Nein, das tun die allerwenigsten. Ich kann mich an ein Gespräch erinnern, Jahre her, es ging um einen Bekannten der Suizid begangen hatte. Ich selbst habe mich solange ich denken kann immer mit folgendem Gedanken identifiziert: ich darf schon nicht mitreden wenn es darum geht auf diese Welt zu kommen, aber das Recht aus ihr zu verschwinden wann ich es möchte, das steht mir definitiv zu. Zurück zum Gespräch: ich höre zu und bekomme vom Gesprächspartner gesagt: der hatte doch alles und hätte doch Mal an die Eltern denken sollen...- Ich war damals noch nicht so fit und habe das einfach nicht kommentiert. Was ich aber damit sagen will, wer sein Leben nur noch als unendlich Kampf, Schmerz oder Qual empfindet, der hat sehrwohl das Recht, es zu beenden. Wenn du an dem Punkt angekommen bist, dann hast du sowas wie: ohje meine armen Eltern etc... schon längst hinter dir gelassen. Wenn dir niemand deine Qualen lindern kann, dann hast du das Recht dein Leben zu beenden. Und das ist weder Feigheit noch Faulheit (wer schreibt bloß so ein Zeug) Das ist einfach dein Recht. Niemand fühlt deine Gefühle, niemand erlebt wahrhaftig deine Schmerzen so wie du es tust. Empathische Menschen nehmen Anteil und leiden auch auf gewisse Weise mit dir, aber niemals so wie du es selbst tust.
Ich werde jetzt vielleicht einige Hater bekommen, aber trotzdem bitte ich um konstruktive Kritik und möchte nicht beleidigt werden. Werde auch niemanden beschimpfen, nur weil er anders denkt.

LG an all die regen Geister, die sich nicht nur über die neuesten Games, Klamotten oder Anlagefonds Gedanken machen... (Aber auch denen einen LG)🤜🤛


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Selbstmord begehen, wenn man sein „Soll“ erfüllt hat

08.11.2018 um 13:52
NocturneAnimal schrieb: Was ich aber damit sagen will, wer sein Leben nur noch als unendlich Kampf, Schmerz oder Qual empfindet, der hat sehrwohl das Recht, es zu beenden
Das ist auch voellig legitim, aber darum geht es in diesem Thread nicht, sondern um einen Selbstmord, wenn man gesund ist und sich gut fuehlt, aber der Meinung ist, sein Lebensziel erreicht zu haben.


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